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03.08. 19:10

Bund fordert mehr Maskenkontrollen im Zug

Bei Zugfahrten gilt bereits eine Maskenpflicht - aber sie wird nicht von allen eingehalten. Das geht nicht, sagt der Bund und fordert die Bahn nun auf, die Corona-Hygieneregeln besser durchzusetzen. Die Bahn hat bereits reagiert und zugesagt, dass Reisende, die sich weigern eine Maske zu tragen, den Zug verlassen müssen. Zuvor hatte bereits Bayerns Ministerpräsident Söder die mangelnde Durchsetzung kritisiert.

Deutschland

03.08. 18:18

Bereitschaftspolizei überwacht Quarantäne in Mamming

Die Bayerische Bereitschaftspolizei hat einen Einsatzzug zur Kontrolle und Überwachung der Quarantänemaßnahmen in das niederbayerische Mamming geschickt. Das hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mitgeteilt. "Wir verstärken die Polizeipräsenz vor Ort, um die Einhaltung der Quarantäne sicherzustellen und Präsenz zu zeigen," so Herrmann. "Die konsequente Einhaltung der Quarantäne ist entscheidend, um das lokale Infektionsgeschehen bestmöglich unter Kontrolle zu halten", betonte Bayerns Innenminister.

Die rund zwei Dutzend Polizisten eines Einsatzzuges unterstützen den Landkreis Dingolfing-Landau und den Sicherheitsdienst bei der Kontrolle und bei der Einhaltung der Quarantänemaßnahmen. Die Infizierten und deren Kontaktpersonen in den zwei betroffenen Betrieben sind von den negativ getesteten Mitarbeitern getrennt und isoliert worden. Herrmann: "Wir wollen alles dafür tun, dass sich die Pandemie dort nicht auf die umliegende Region ausbreitet. Wir hoffen, den Infektionsherd lokal eng begrenzen zu können.“

Niederbayern

03.08. 17:07

Nach zweitem Corona-Ausbruch in Mamming dauern Kontrolltests länger

Nach einem weiteren Corona-Ausbruch in einem Betrieb im niederbayerischen Mamming wartet das Gesundheitsamt noch auf die Ergebnisse von Kontrolluntersuchungen. Ursprünglich sollten die Testergebnisse am Montagnachmittag vorliegen, erklärte ein Sprecher des Landratsamtes in Dingolfing. Die Untersuchungen hätten sich aber verzögert.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass sich 43 Beschäftigte eines Konservenherstellers in Mamming mit dem Coronavirus angesteckt haben. Der verarbeitende Betrieb liegt in der Nähe eines Gemüsehofes, wo zuvor bereits rund 230 Erntehelfer positiv getestet wurden. Die Behörden gehen daher davon aus, dass es zu einer Übertragung von Mitarbeitern des Agrarbetriebes zu Beschäftigten der Konservenfabrik gekommen ist. Um sicher zu gehen, dass nicht noch mehr Arbeiter betroffen sind, wurde eine erneute Testung des gesamten weiterverarbeitenden Betriebs angeordnet.

In dem zunächst betroffenen Gemüsehof werden nach Behördenangaben in den nächsten Tagen die etwa 250 Mitarbeiter, die nicht erkrankt waren, die Quarantäne verlassen können. Die Zehn-Tage-Frist laufe nun aus, erklärte der Sprecher des Landratsamtes.

Die Kreisbehörde betonte nochmals, dass es gelungen sei, ein Übergreifen der Erkrankungen auf die Bevölkerung zu verhindern. Es hätten sich mehr als 5.000 Bürger freiwillig testen lassen. Dabei sei nur eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Dabei habe es sich um einen Landshuter gehandelt, der selbst nicht aus dem Landkreis Dingolfing-Landau stamme und sich dort nur habe untersuchen lassen, erklärte der Behördensprecher.

Niederbayern

03.08. 16:25

TU-München testet Abwässer auf Corona - Tests auch in Weiden

Abwasser aus der Kanalisation von Weiden in der Oberpfalz soll helfen, dort einen möglichen Massenausbruch von Corona frühzeitig zu erkennen, das meldet heute die Deutsche Presseagentur. Die Technische Universität München sucht im Abwasser aus Weiden und fünf weiteren Städten nach Genspuren des Corona-Virus. Findet man sie gehäuft, deutet das auf Menschen hin, die infiziert sind. Der Nachweis ist viel schneller als über Corona-Tests beim Arzt. Die Studie der TU München läuft mehrere Wochen und könnte bei Erfolg noch weiter ausgedehnt werden, heißt es. 

Oberpfalz

03.08. 15:07

Keine Veränderung bei der Zahl der Coronavirus-Infektionen im Landkreis Neumarkt 

Im Landkreis Neumarkt gab es heute keine Veränderung bei der Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus.

Aktuell sind damit fünf mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 419.

Neumarkt

03.08. 14:25

Zwei Corona-Infektionen übers Wochenende

Am Samstag sind zwei positive Befunde einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Beide Personen wohnen in Schwandorf. Die Gesamtzahl der Fälle im Landkreis steigt auf 516. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt aktuell bei 3,40.

Schwandorf

03.08. 13:12

Corona-Aufklärungskampagne in bayerischen Bussen und Bahnen

Morgen startet bayernweit eine Aufklärungskampagne im öffentlichen Nahverkehr. Hinter der Kampagne mit dem Motto „Gemeinsam sicher ans Ziel“ steht die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert. An der Entwicklung der Kampagne waren auch die bayerischen Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde beteiligt.

Die Kampagne rückt die Maßnahmen ins Rampenlicht, die von den Verkehrsunternehmen umgesetzt werden, um die Fahrt in Regionalzügen, S-Bahnen und Bussen so sicher wie möglich zu machen. Dazu zählen die verstärkte Innenreinigung in den Fahrzeugen, kürzere Reinigungs- und Desinfektionsintervalle und hohe Hygienevorgaben für Mitarbeiter. Thematisiert wird ebenso der Beitrag, den die Fahrgäste leisten, nämlich insbesondere das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen im öffentlichen Nahverkehr sowie zum Beispiel die Entscheidung für den Kauf eines Online-Tickets. Das Motto der Kampagne, „Gemeinsam sicher ans Ziel“, unterstreicht diese gemeinsame Verantwortung von Verkehrsunternehmen und Fahrgästen für die Sicherheit aller.

Die Kampagne läuft ab 4. August bis Mitte September, schwerpunktmäßig in Form von Außenwerbung auf Großflächen, Citylights, Mega-Light-Postern und Infoscreens. Zusätzlich werden Online-Medien und Soziale Netzwerke bespielt. Den Verkehrsunternehmen werden Scheibenaufkleber mit den wichtigsten Kernbotschaften zu den Hygienemaßnahmen in den Verkehrsmitteln zur Verfügung gestellt. Außerdem bringt ein kurzer Film den Fahrgästen die Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln näher. Das Video, das die BEG gemeinsam mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen entwickelt hat und weitere Informationen zur Kampagne sind auf www.bahnland-bayern.de/sicher zu finden.

Bayern

03.08. 12:15

Einsatz wegen Maskenpflicht in Schwandorf

Am Samstag Mittag wurde eine Streife der Polizei Schwandorf zum Bahnhof Schwandorf zur dort eintreffenden Oberpfalz-Bahn beordert. In der Bahn kam es zu einem Disput zwischen einem 31-jährigen Fahrgast aus Weiden und der Zugbegleiterin, weil der Mann seine Maske nicht ordnungsgemäß trug. Der Streit konnte beigelegt werden. Die weiteren Ermittlungen, ob ein Verstoß gegen die Maskenpflicht vorlag, wurden der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen übertragen.

Schwandorf

03.08. 11:10

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 500 positive Fälle (+ 5 im Vergleich zum 31.07.2020) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 02.08.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). Die gute Nachricht des Tages: 451 Personen (+ 5 im Vergleich zum 31.07.2020) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 90 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

03.08. 10:32

Erste gute Ergebnisse bei möglichen Impfstoffen

Das Paul-Ehrlich-Institut zeigt sich zuversichtlich, wenn es um die baldige Entwicklung eines Corona-Impfstoffs geht. Institutschef Cichutek sagte im ZDF: Die ersten klinischen Prüfungen wiesen einige gute Ergebnisse auf. Einige Impfstoffe könnten eine Immunreaktion beim Menschen auslösen. Weltweit gebe es derzeit bis zu 150 Impfstoffprojekte.

Deutschland

03.08. 09:04

Erster Schultag in Mecklenburg-Vorpommern

Unter Corona-Bedingungen beginnt in Mecklenburg-Vorpommern heute das neue Schuljahr. Erstmals seit Mitte März sollen alle Schülerinnen und Schüler wieder täglich in die Schule gehen. Das Bildungsministerium in Mecklenburg-Vorpommern garantiert jedem Grundschüler vier Stunden am Tag. In den weiterführenden Schulen sind es fünf Stunden. Von den 13.000 Lehrern im Land fallen rund 400 für den Unterricht vor der Klasse aus, weil sie zur Risikogruppe gehören.

Deutschland

03.08. 08:24

Altmaier setzt auf Digitalisierung

Bundeswirtschaftsminister Altmaier will in der Corona-Krise Pleiten von kleineren Läden in Innenstädten verhindern. Es dürfe nicht zu einem Sterben der Geschäfte in den Innenstädten kommen, sagte der CDU-Politiker. Dabei setzt Altmaier vor allem auf Digitalisierung, um Einzelhändler zu stärken und das Einkaufen und Verweilen für Kunden in den Stadtzentren attraktiver zu machen. Das ist eine Reaktion darauf, dass in der Krise immer mehr online gekauft wird.

Deutschland

03.08. 06:59

Viele Politiker für härtere Strafen

Aus Sorge vor einer zweiten Welle fordern aktuell viele Politiker härtere Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Auflagen. Viele seien im Umgang mit dem Virus leichtsinniger geworden, sagte zum Beispiel CSU-Chef Söder der "Bild am Sonntag". Die zweite Welle sei praktisch schon da und schleiche durch Deutschland. Söder lehnt deshalb auch Fußballspiele mit Zuschauern zum Start der neuen Saison ab.

Deutschland

02.08. 16:56

Fast 18 000 Corona-Tests für Reiserückkehrer in Bayern

Mit der Ferienzeit steigt die Sorge: Bringen Urlauber Corona-Infektionen mit nach Hause? In Bayern ließen sich schon viele testen.

Rund 18 000 Urlauberinnen und Urlauber haben sich bisher an den bayerischen Teststationen auf das Coronavirus testen lassen. «Viele Reiserückkehrer gehen verantwortungsvoll damit um, wenn sie aus dem Urlaub kommen», sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag laut einer Mitteilung. 

Bereits seit vergangenem Wochenende können sich Reisende an den Flughäfen in München und Nürnberg kostenlos auf eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 testen lassen, seit Samstag nun auch am Flughafen Memmingen. Seit Donnerstag gibt es außerdem an der Grenze zu Österreich drei Teststationen auf Rastplätzen an den Autobahnen 3, 8 und 93 sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg. Diese betreibt das bayerische Rote Kreuz (BRK) zusammen mit Freiwilligen von anderen Hilfsorganisationen. 

Den größten Andrang an den Teststationen an der Autobahn und den Bahnhöfen gab es mit mehr als 5000 Tests am Samstag, wie ein BRK-Sprecher am Sonntag auf Twitter mitteilte. Der Samstag gilt als klassischer Rückreisetag für Urlauber. Die meisten Tests verzeichnete nach Angaben des Ministeriums bislang der Flughafen München mit rund 7500, gefolgt von der Raststätte Donautal-Ost an der A3 bei Passau mit rund 3900 und der Raststätte Hochfelln-Nord an der A8 mit fast 3500.

Bayern

02.08. 15:43

NRW-Lehrerverband für Maskenpflicht auf Schulfluren

Düsseldorf (ots) - In der Debatte um eine Maskenpflicht an den Schulen hat sich der Nordrhein-Westfälische Lehrerverband eingeschaltet. Dessen Präsident, Andreas Bartsch, sagte der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Montag): "Ich halte zwar eine Maskenpflicht von morgens bis abends für falsch. Im Unterricht ist das Tragen einfach nicht darstellbar. Aber sobald die Schüler die Klasse verlassen, sollten sie vom Land dazu verpflichtet sein, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen." Auf den Gängen könne es sich knubbeln, dann würden oft die Abstände nicht eingehalten. Auf den Schulhöfen könne man wegen der Frischluft darauf verzichten, so Bartsch.

Zugleich zeigte er sich enttäuscht über das Ministerium von Yvonne Gebauer (FDP): "Wir sind mit der Vorbereitung des neuen Schuljahrs vonseiten des NRW-Schulministeriums nicht zufrieden. Vieles ist leider noch unklar. Welche genauen Folgen hat beispielsweise ein positiver Corona-Test bei einem Lehrer?" Anstatt dafür klare Vorgaben zu machen, werde die Verantwortung den Schulen und den Gesundheitsämtern zugeschoben, kritisierte Bartsch. "Außerdem fehlt immer noch ein Plan dafür, wie eine Mischform des Unterrichts mit Präsenz- und Fernveranstaltungen aussehen soll. Gleiches gilt für den kompletten Lockdown. Da hätte ich mir mehr erhofft."

Deutschland

02.08. 15:40

Reihentestung von rund 200 Personen eines landwirtschaftlichen Betriebes im Landkreis Straubing-Bogen - Ein positiver Fall

Am Freitag fand eine Corona-Reihentestung von rund 200 Mitarbeitern/innen, Saisonarbeitern/innen und Erntehelfern/innen bei einem landwirtschaftlichen Betrieb im Landkreis Straubing-Bogen statt. Getestet wurden auch weitere rund 100 Personen des Betriebes, die in anderen Landkreisen wohnen.

Sämtliche Testergebnisse sind mittlerweile eingetroffen, bei einer im Landkreis Straubing-Bogen wohnhaften Erntehelferin wurde ein positives Ergebnis festgestellt, alle anderen Proben waren negativ. Die Indexperson lebt in einer Wohngemeinschaft mit acht weiteren Personen. Die positiv getestete Erntehelferin wurde vom Rest der Wohngemeinschaft abgesondert, die anderen acht Personen stehen unter Quarantäne. Ob es gegebenenfalls weitere Kontaktpersonen gibt, wird ermittelt. Zu Wochenbeginn findet eine erneute Testung der Frau statt, um einen sogenannten falsch positiven Test ausschließen zu können. 

Ein weiterer positiver Test bezieht sich auf eine Person aus einem Nachbarlandkreis, das zuständige dortige Gesundheitsamt wurde informiert.

In dieser Woche wurde außerdem eine Reihentestung von 35 Mitarbeitern/innen eines Schlacht-/Zerlegebetriebs im Landkreis durchgeführt. Hier waren alle Ergebnisse negativ.

Außerdem haben Dreierteams unter Federführung des Gesundheitsamtes gemäß Weisung des Bayerischen Gesundheitsministeriums bis zum Wochenende die Hygieneverhältnisse in den Betrieben mit Erntehelfern und Saisonarbeitern kontrolliert. Dies waren im Landkreis acht Betriebe. Zudem leistete das Gesundheitsamt Straubing/Straubing-Bogen in diesem Bereich Amtshilfe im Landkreis Dingolfing-Landau.

 

Niederbayern

02.08. 15:22

Corona-Ausbruch in Mamming: 43 weitere Infizierte

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming haben sich in einem weiteren Betrieb 43 Menschen angesteckt. «Diese und auch deren Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne», sagte Landrat Werner Bumeder (CSU) am Sonntag. Einen Tag zuvor waren in dem neu betroffenen Betrieb 27 Fälle bekannt geworden. Nach vollständiger Auswertung der Tests liege die Zahl der Corona-Fälle nun bei 43. Vermutlich hätten sich diese bei Mitarbeitern des Gemüsehofes angesteckt, wo es zuerst zu dem Ausbruch gekommen war. Über 200 Erntehelfer hatten sich in dem Gemüsehof mit dem Coronavirus infiziert. Drei Mitarbeiter befänden sich im Krankenhaus.

Die Tests von fast 4000 Saisonkräften und den Bauernfamilien an 24 weiteren Betrieben seien negativ. Unter den 5000 getesteten Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Dingolfing-Landau seien ebenfalls keine Infizierten. «Deshalb gehen wir weiterhin davon aus, dass das Virus trotz des Massenausbruchs auf den Betrieben in Mamming nicht in die Landkreisbevölkerung getragen wurde», sagte Bumeder.

Niederbayern

02.08. 13:24

Fast 10 000 Corona-Tests für Reiserückkehrer in Bayern

 Fast 10 000 Reisende haben sich an den bayerischen Teststationen an der Grenze zu Österreich und den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg auf das Coronavirus testen lassen. Den größten Andrang gab es mit mehr als 5000 Tests am Samstag, wie ein Sprecher des bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in München am Sonntag auf Twitter mitteilte. Seit Donnerstag gibt es die drei Teststationen an den Autobahnen 3, 8 und 93 sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg. 

Das BRK betreibt diese zusammen mit Freiwilligen von anderen Hilfsorganisationen. Bis zu 13 000 Abstriche können die Mitarbeiter dort täglich machen. Auch an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen können sich Reiserückkehrer kostenlos auf eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 untersuchen lassen.

Bayern

02.08. 13:22

Fan-Rückkehr zwischen «Wunsch und Realismus»: Söder «sehr skeptisch»

 

Dürfen Fans zur neuen Saison wieder in die Bundesligastadien? Und falls ja: wieviele? Stadien mit Tausenden von Zuschauern hält Bayerns Ministerpräsident Söder für «sehr schwer vorstellbar». Ein Experte im Zivil- und Katastrophenschutz nennt mögliche Eingangsvoraussetzungen.

München/Frankfurt (dpa) - Den Hoffnungen von Fußball-Fans auf eine baldige Rückkehr in die Bundesliga-Stadien hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen Dämpfer versetzt. «Ich bezweifle, dass wir im August weitere Lockerungen beschließen können. Daher bin ich auch als Fußballfan sehr skeptisch zum Start der Bundesliga. Geisterspiele ja, aber Stadien mit 25 000 Zuschauern halte ich für sehr schwer vorstellbar», sagte Söder der «Bild am Sonntag» angesichts der steigenden Zahlen an Corona-Neuinfektionen.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat einen Leitfaden für die Teilzulassung von Fans in die Stadien erstellt. Sie will ein Stehplatz- und Alkoholverbot bis zum 31. Oktober durchsetzen und keine Gästefans in den Stadien bis zum Jahresende erlauben, wenn zur neuen Saison wieder Zuschauer in eingeschränkter Zahl zugelassen würden. Damit soll das Infektionsrisiko in der Corona-Pandemie verringert werden. Entsprechende Anträge des DFL-Präsidiums stehen bei der Mitgliederversammlung am Dienstag zur Abstimmung.

«Das wäre das falsche Signal und auch der Bevölkerung schwer zu vermitteln, wenn man dafür Unmengen von Testkapazitäten aufbrauchen würde», sagte CSU-Chef Söder mit Blick auf möglicherweise viele Tausende Fans in den Arenen. Die neue Spielzeit soll mit der ersten DFB-Pokalrunde vom 11. bis 14. September beginnen. Eine Woche später sollen dann Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga den Spielbetrieb wieder aufnehmen.

«Da muss man unterscheiden zwischen Wunsch und Realismus», mahnte BVB-Sportdirektor Michael Zorc in der Debatte. «Wir wünschen natürlich alle, dass Zuschauer zurück ins Stadion kommen. Wir haben in den letzten Heimspielen gemerkt, dass uns die Unterstützung der Fans fehlte. Aber es ist schwer, etwas Profundes zu sagen. Das ist eine dynamische Entwicklung.» Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hatte jüngst auf die Gefahr einer «zweiten Welle» hingewiesen. Trotzdem habe er die Hoffnung, «zumindest mit einer gewissen Anzahl von Fans» wieder spielen zu dürfen.

Die Bundesregierung hatte sich in der vergangenen Woche grundsätzlich offen für eine begrenzte Zulassung von Zuschauern unter Wahrung von Corona-Schutzauflagen gezeigt. Soweit sicherzustellen sei, dass bei Stadionbesuchen keine Infektionsketten ausgelöst würden, gebe es gute Chancen, dass Fußball mit Zuschauern möglich sei, sagte ein Sprecher des für Sport zuständigen Innenministeriums in Berlin.

Das sehr hohe Niveau an Corona-Neuinfektionen macht Söder jedoch Sorgen. «Wir müssen damit rechnen, dass Corona mit voller Wucht wieder auf uns zukommt», sagte Bayerns Ministerpräsident. «Das Virus bleibt eine Daueraufgabe, die uns permanent unter Stress setzt.»

Vor dem Hintergrund solcher Aussagen erscheinen etwa die Pläne des 1. FC Union Berlin höchst fragwürdig. Der Hauptstadt-Verein hatte für viel Aufsehen gesorgt, weil er schon am 1. Spieltag wieder vor vollem Haus spielen will. Der Club will die Corona-Tests für alle 22 012 Zuschauer im Stadion An der Alten Försterei selbst zahlen und lässt das erarbeitete Konzept von den Behörden prüfen.

«Es wäre eine Option, dass der Impfpass bei manchen Veranstaltungen zur Eingangsvoraussetzung wird – auch für die Bundesliga-Stadien», meinte der langjährige Chef des Technischen Hilfswerks, Albrecht Broemme, in der «Bild am Sonntag». Das Scannen der Körpertemperatur sei für den früheren Experten der Zivil- und Katastrophenschutzorganisation eine weitere notwendige Grundlage für einen möglichen Einlass. «Natürlich identifiziert man nur Personen, die Fieber haben, aber das ist eine angemessene und sinnvolle Ergänzung anderer Tests.»

Bayern

02.08. 13:21

Corona-Tests an Flughäfen in Sachsen gestartet

An den Flughäfen Sachsens sind am Wochenende die ersten Corona-Tests für Reiserückkehrer gestartet. Wie viele Urlauber sich untersuchen ließen, könne sie noch nicht sagen, aber die Angebote seien definitiv angenommen worden, teilte eine Sprecherin des Sozialministerium am Sonntag in Dresden mit. Einzelheiten sollten am Montag in Dresden bekanntgegeben werden. Dann starten die Testcenter offiziell.

Am Wochenende waren auf den Flughäfen Leipzig-Halle und Dresden Maschinen unter anderem aus Bulgarien, Griechenland und Spanien gelandet. Jeder, der aus dem Ausland nach Sachsen über die Flughäfen Leipzig-Halle und Dresden einreist oder zurückkehrt, könne sich kostenlos testen lassen. Ein Wohnsitz oder ständiger Aufenthalt in Sachsen sei nicht nötig, so das Ministerium.

Für die Testcenter hat der Freistaat eine Vereinbarung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen getroffen. Die Kosten für das Personal zahlt Sachsen, die Laborkosten tragen die Krankenkassen.

Deutschland

02.08. 12:23

Bildungsministerin fordert Maskenpflicht in Schulen

Kurz vor dem Ende der Sommerferien in sechs Bundeländern hat sich Bildungsministerin Karliczek für eine Maskenpflicht in Schulgebäuden ausgesprochen. Sie findet es nachvollziebar, dass Länder auf Abstandsregeln verzichten wollten, um den Präsenzunterricht zu erleichtern, aber dann bräuchte es "weitere Regelungen zur Hygiene, zum Tragen von Schutzmasken, sowie Abstandhalten auf dem Schulhof", sagte sie der "Welt am Sonntag". In Berlin, Bayern und Baden-Württemberg gibt es bereits eine solche Maskenpflicht. 

Deutschland

02.08. 08:06

Söder strikt gegen weitere Lockerung von Corona-Maßnahmen

CSU-Chef Markus Söder hat sich angesichts der steigenden Zahl an Neuinfektionen gegen weitere Lockerungen von Corona-Auflagen ausgesprochen. «Wir müssen damit rechnen, dass Corona mit voller Wucht wieder auf uns zukommt», sagte der bayerische Ministerpräsident der «Bild am Sonntag». «Wenn wir nicht aufpassen, kann bei uns wieder eine Situation wie im März entstehen.» Gefragt sei absolute Wachsamkeit. «Das Virus bleibt eine Daueraufgabe, die uns permanent unter Stress setzt.»

Viele Menschen seien im Umgang mit dem Virus leider leichtsinniger geworden, so Söder weiter. «Dazu gehören auch die extremen Lockerer und Verschwörungstheoretiker, die alle Maßnahmen schnellstens aufheben wollten.» Jeder, der das Coronavirus unterschätze, sei widerlegt worden. Die zweite Welle sei praktisch doch schon da: «Sie schleicht durch Deutschland.» Es gelte daher, noch aufmerksamer zu sein und rasch und konsequent zu reagieren. 

Vor diesem Hintergrund lehnte Söder auch Fußballspiele mit Zuschauern zum Start der neuen Saison ab: «Ich bezweifle, dass wir im August weitere Lockerungen beschließen können. Daher bin ich auch als Fußballfan sehr skeptisch zum Start der Bundesliga. Geisterspiele ja, aber Stadien mit 25 000 Zuschauern halte ich für sehr schwer vorstellbar.» Das wäre das falsche Signal und auch der Bevölkerung schwer zu vermitteln, wenn man dafür Unmengen von Testkapazitäten aufbrauchen würde.

Söder plädierte zugleich dafür, im Herbst ein weiteres Rettungspaket für die Automobilzulieferer, die Luft- und Raumfahrt sowie denMaschinenbau schnüren. Zudem sollten die Regelungen zum Kurzarbeitergeld aus seiner Sicht bis weit ins nächste Jahr verlängert werden. 

Bayern

02.08. 07:46

27 Corona-Infektionen auf weiterem Betrieb in Mamming festgestellt

Nach dem massiven Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming sind auf einem weiteren Betrieb in der Gemeinde 27 Corona-Infizierte ermittelt worden. Wie das Landratsamt Dingolfing-Landau am Samstagabend mitteilte, wurden die Infizierten und deren Kontaktpersonen umgehend von den negativ Getesteten getrennt und isoliert. «Aufgrund der räumlichen Nähe der beiden Mamminger Betriebe gab es offenbar Kontakte zwischen den Saisonarbeitskräften, die zu einer Übertragung des Virus geführt haben», sagte Landrat Werner Bumeder laut der Mitteilung. In dem neu betroffenen Betrieb arbeiten etwa 600 Menschen. 

Beim massiven Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming hatten sich mit Stand Freitagabend 232 Erntehelfer mit dem Coronavirus infiziert. Tests unter Anwohnern fielen derweil fast ausnahmslos negativ aus.

Seit Donnerstag werden alle Saisonarbeitskräfte im Landkreis auf das Coronavirus getestet. Die Ergebnisse von 25 von 26 Betrieben sind inzwischen ausgewertet. Bei den 23 weiteren Betrieben wurden keine Infektionen festgestellt.

Niederbayern

01.08. 15:10

Teilnehmer für Corona-Konzert in Leipzig gesucht

 Gut drei Wochen vor Beginn einer Corona-Studie mit Popmusiker Tim Bendzko (35) haben sich mehr als 1400 Teilnehmer gefunden. Das geht aus den Angaben des Internetauftrittes des Projektes hervor. Bei dem Konzert mit dem Berliner Musiker («Nur noch kurz die Welt retten») in der Arena Leipzig wollen Forscher der Universitätsmedizin Halle herausfinden, wie Großveranstaltungen in Corona-Zeiten gestaltet werden können. Es werden gut 4000 Probanden für das Konzert am 22. August gesucht, wie das sächsische Kulturministerium am Samstag in Dresden mitteilte.

Das Konzert ist ein gemeinsames Projekt der Länder Sachsen-Anhalt und Sachsen. Letzteres unterstützt das Experiment den Angaben zufolge mit gut 410 000 Euro, wie das Ministerium weiter mitteilte.

Interessierte gesunde Freiwillige im Alter zwischen 18 und 50 Jahren können sich über den Internetauftritt des Projektes «Restart-19» anmelden. Hauptziel der Forscher ist es, ein mathematisches Modell zu entwickeln, mit dem das Risiko eines Corona-Ausbruchs nach Großveranstaltungen in Hallen berechnet werden kann.

Deutschland

01.08. 14:41

Aiwanger: Bayerische Betriebe bilden trotz Krise aus

Trotz der schlechten Wirtschaftslage infolge der Corona-Pandemie bilden in Bayern viele Betriebe nach Angaben des Wirtschaftsministeriums weiterhin aus. «Der Bayerische Ausbildungsmarkt bleibt auch während der Corona -Krise ein Bewerbermarkt», sagte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) laut Mitteilung am Samstag. Rechnerisch gebe es 1,8 Stellen je Bewerberin oder Bewerber. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks blickt dagegen mit Sorge auf den Ausbildungsmarkt. Das Handwerk sei in der Vermittlung sechs bis acht Wochen hinterher, sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer der Deutschen Presse-Agentur. Von Januar bis Juni seien 16,6 Prozent weniger neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden als im Vorjahreszeitraum. 

Das bayerische Handwerk sei bisher gut durch die Krise gekommen, sagte Aiwanger. Es gebe deshalb trotz der schwierigen Zeit eine hohe Ausbildungsbereitschaft. Bis Juli waren bei der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit rund 98 000 Ausbildungsstellen gemeldet, auf diese kamen etwa 66 000 Bewerberinnen und Bewerber. 

Bayern

01.08. 13:40

Großdemos gegen Corona-Maßnahmen in Berlin

Trotz steigender Infektionszahlen machen sich in Berlin gerade Tausende Demonstranten für ein Ende der Corona-Auflagen stark. Abstandsregeln und das Tragen einer Maske wurden dabei weitgehend nicht eingehalten. Zu sehen sind Ortsschilder und Fahnen verschiedener Bundesländer. - Berlins Innensenator Geisel kündigte in der ARD an: Die Polizei werde Regelverstöße mit Bußgeldern und strengeren Maßnahmen ahnden. 

Deutschland

01.08. 12:18

Ansturm auf Ausflugsziele - Polizei kontrolliert verstärkt

Wildes Campen und Parken: Die Polizei hat rund um die beliebten Ausflugsziele in Südbayern an diesem Wochenende alle Hände voll zu tun. Im südlichen Allgäu will die Polizei verstärkt Ausflüglerinnen und Ausflügler kontrollieren. Der Ansturm sei wegen der Corona-Krise noch größer als sonst, sagte ein Polizeisprecher am Samstag im schwäbischen Kempten. «Es herrschen zum Teil chaotische Parkverhältnisse.» Auch in Oberbayern soll es den ganzen Samstag und Sonntag zwischen München und Garmisch-Patenkirchen mehr Verkehrskontrollen geben. Schwerpunkte seien der Walchensee, der Kochelsee und der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, sagte eine Polizeisprecherin in Rosenheim. In den vergangenen Wochen seien vielerorts Straßen zugeparkt gewesen. Die Menschen hätten ihre Autos im Wald, auf Wiesen und in Hofeinfahrten abgestellt. «Zum Teil waren Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge blockiert.»

Auch der Boom von Wohnmobilreisen macht sich bemerkbar. Im südlichen Allgäu gibt es nach Angaben der Polizei zunehmend wilde Camper. «Die Leute parken halt irgendwo über Nacht, wo es schön ist», sagte der Polizeisprecher in Kempten. Und das sei manchmal mitten im Naturschutzgebiet. 

Bayern

01.08. 10:04

Infektionszahlen steigen weiter an

Auch Bundeswirtschaftsminister Altmaier zeigt sich alarmiert von dem steigenden Trend bei den Infektionszahlen in Deutschland. Er fordert deswegen: Wer absichtlich gegen die Corona-Regeln verstößt, müsse mit höheren Strafen
rechnen.- Auch um den beginnenden wirtschaftlichen Aufschwung nicht zu gefährden. - Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch Instituts 955 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. 

Deutschland

01.08. 09:52

Haseloff: «Zweiten Lockdown können wir uns nicht leisten»

Angesichts der Zunahme der Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff zur Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen aufgerufen. «Einen zweiten Lockdown können wir uns nicht leisten», sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). «Das würde unsere Wirtschaft kaum verkraften und sich letztendlich auch negativ auf den Sozialstaat und seine Stabilität auswirken.» 

Haseloff warnte: «Hilfsmaßnahmen wie im jetzigen finanziellen Rahmen ließen sich wohl nicht wiederholen. Daher benötigen wir jetzt höchste Aufmerksamkeit und auch Einsicht in dringend gebotene Maßnahmen wie die Maskenpflicht.» Beim Aufflammen neuer Infektionsherde müsse «schnell, niederschwellig und differenziert auf lokaler Ebene» reagiert werden.

Er sehe die steigende Anzahl der Infektionen mit großer Sorge. «Wir dürfen bei der Einhaltung der Maßnahmen gegen das Virus nicht nachlässig werden. Nur dann können wir gemeinsam eine 2. Welle verhindern.»

Deutschland

01.08. 07:58

Zahl der Corona-Infektionen in Mamming steigt auf 232

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming hat sich die Zahl der infizierten Erntehelfer auf 232 erhöht. «Mit den 52 Neuinfizierten nach der Zweittestung auf dem Betrieb summiert sich die Zahl der Corona-Positiven dort nun auf insgesamt 232 Personen», teilte am Freitagabend das Landratsamt Dingolfing-Landau mit. Fast genauso viele - 231 Erntehelfer - seien dagegen auch das zweite Mal negativ getestet worden.

Tests unter Anwohnern ergaben demnach bislang nur einen Infizierten. «Bei mehreren tausend freiwilligen Testungen an den Teststationen gab es bislang nur einen einzigen positiven Fall, der unverzüglich informiert und in Quarantäne versetzt wurde.»

Das Landratsamt leitete am Freitagabend nach eigenen Angaben «umgehend eine Trennung der nun positiv getesteten Saisonarbeitskräfte von den negativ Getesteten in die Wege». Die Zahl der Infizierten sei «aufgrund der vielen Personen auf engstem Raum weiter angestiegen», sagte Landrat Werner Bumeder (CSU).

Er formulierte zudem: «Für die Landkreisbevölkerung geht von diesem Betrieb dennoch kein Ansteckungsrisiko aus. Schließlich wurde für alle Erntehelfer des Betriebs - ganz gleich ob positiv oder negativ getestet - sofort nach Bekanntwerden des Corona-Massenausbruchs eine strikte Quarantäne angeordnet.»

Niederbayern

01.08. 07:56

Überregional

01.08. 06:47

Mediziner: Antikörper-Studien bekräftigen Notwendigkeit von Impfung

An zahlreichen Orten laufen derzeit Antikörper-Studien zum Coronavirus. Die Ergebnisse zeigen vor allem eines: Bisher haben viel zu wenig Menschen eine Infektion überstanden, um mit einer möglichen Immunität die weitere Ausbreitung des Virus zu stoppen.

Erste Ergebnisse von Corona-Antikörper-Studien unterstreichen nach Auffassung des Münchner Infektiologen Clemens Wendtner die Notwenigkeit einer Impfung zur Eindämmung der Pandemie. «Die Durchseuchung in der Bevölkerung ist so gering, dass wir uns nicht auf Herdenimmunität verlassen können», sagte der Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. Dort waren im Januar die ersten Corona-Patienten behandelt worden. «Von 70 Prozent Durchseuchung sind wir extrem weit entfernt. Deshalb ist die Suche nach einem Impfstoff wichtig. Ohne Impfung werden wir aus meiner Sicht keine Herdenimmunität bekommen.»

Darüber hinaus sei die Aussagekraft der Antikörperstudien begrenzt. Sie sagten nur aus, ob jemand eine Infektion durchgemacht habe - nicht aber, ob er nun immun sei gegen Sars-CoV-2.

Welche Zellen und Antikörper im Körper für eine Immunität sorgen und wie lange sie anhält, sind offene Fragestellungen laufende Studien. «Zumindest wissen wir, dass neutralisierende Antikörper einen Schutz vor einer weiteren Infektion bieten. Wie lange, wissen wir nicht.» Untersuchungen an genesenen Patienten zeigten, dass die Zahl neutralisierender Antikörper nach Wochen teils wieder stark absinke.

Darüber hinaus sagen die Tests nichts aus über die sogenannte T-Zell-Immunität. Sie funktioniert über T-Lymphozyten, die virusinfizierte Zellen abtöten können, wenn sie zuvor ihren Gegner einmal kennengelernt haben. Auch die Rolle dieser Zellen im Kampf gegen Covid-19 müsse weiter erforscht werden.

In München werden Ergebnisse einer Antikörper-Studie mit rund 3000 Haushalten in den nächsten Wochen erwartet. Bei einer Studie mit Proben von rund 12 000 Blutspendern wurden nur in rund 1,5 Prozent Antikörper gefunden. Eine Studie in der Gemeinde Gangelt im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg ergab eine Quote von 15 Prozent. Eine Studie aus Ischgl, von wo aus sich das Virus europaweit ausgebreitet hatte, ergab eine Durchseuchung von gut 42 Prozent - selbst wenn dies eine Immunität bedeuten sollte, wäre es zu wenig, um die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Umso mehr gehe es darum, weiter Vorsicht walten zu lassen, sagte Wendtner. «Wichtig ist mir, dass jeder Einzelne durch die Einhaltung der geltenden Schutzmaßnahmen bis dahin einen extrem wichtigen Beitrag leisten kann.»

Deutschland

01.08. 06:44

Wieder alle ICE-Sprinter zwischen München und Berlin im Einsatz

Ab diesem Samstag können Reisende wieder öfter unter vier Stunden von München nach Berlin oder in die Gegenrichtung reisen. Die Bahn erhöht die Zahl dieser Verbindungen des ICE-Sprinters von zwei auf fünf und stockt das Angebot damit wieder auf das Niveau vor der Corona-Krise auf, wie der bundeseigene Konzern mitteilte. Zwischenzeitlich hatte die Bahn die Verbindung ganz aus dem Fahrplan gestrichen. Die Strecke gehört zu den meistbefahrenen Fernverbindungen des Konzerns. 

ICE-Sprinter fahren auf mehreren Verbindungen zwischen deutschen Metropolen und kommen schneller ans Ziel als normale ICE. Zu den Sprinterstrecken gehören auch Berlin-Frankfurt und Düsseldorf-Stuttgart. Die kürzeren Fahrzeiten entstehen durch einen hohen Anteil an Schnellfahrstrecken und weniger Halte unterwegs.

Deutschland

01.08. 06:42

Kostenlose Corona-Tests für Urlaubsrückkehrer

Ab heute können sich Urlauber nach ihrer Rückkehr bundesweit kostenlos auf Corona testen lassen. Möglich ist das binnen drei Tagen zum Beispiel an Flughäfen, in Gesundheitsämtern und Arztpraxen. Nötig ist ein Nachweis in Form eines Flugtickets oder einer Hotel-Rechnung. Je nach Auslastung soll das  Ergebnis nach ein bis zwei Tagen vorliegen. Die Kosten tragen die Krankenkassen. Das gilt auch für einen Widerholungstest einige Tage später.

Deutschland

31.07. 19:42

Unikliniken erhöhen Testkapazitäten

An Bayerns Unikliniken sollen bis zum Herbst die Corona-Testkapazitäten erhöht werden. Derzeit seien täglich 3.000 Testungen möglich - in Zukunft sollen es 4.500 Tests pro Tag sein. Das teilte das Wissenschaftsministerium mit. Die zusätzlichen Möglichkeiten seien vor allem für das Personal an den Kliniken gedacht und sollen helfen, Ansteckungsketten zu durchbrechen.

Bayern

31.07. 18:51

Neue Corona-Regeln für Urlaubsheimkehrer

Ab morgen müssen Urlaubsrückkehrer die Kosten bundesweit für einen freiwilligen Corona-Test nicht mehr selbst zahlen - ob mit oder ohne Krankheitssymptome. Auch ein Wiederholungstest pro Person ist kostenlos. Der Auslandsaufenthalt muss etwa durch einen Boarding-Pass, ein Ticket oder eine Hotelrechnung nachgewiesen werden. Je nach Auslastung der Testzentren soll das Ergebnis nach spätestens 48 Stunden vorliegen.

Deutschland

31.07. 18:13

Wegen Corona-Verstößen: Kommunen sollen Alkoholverbot prüfen

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat die Kommunen aufgefordert, den Erlass von Alkoholverboten im öffentlichen Raum zu prüfen. «Sobald Alkohol im Spiel ist, halten sich zu viele leider nicht mehr an die weiterhin unbedingt notwendigen Corona-Schutzregeln», erklärte der CSU-Politiker am Freitag. Gerade bei schönem Wetter komme es alkoholbedingt immer wieder zu Menschenansammlungen in Innenstädten. 

«Ein einzelner Infizierter kann beim ungezügelten Zusammensein im öffentlichen Raum eine Riesen-Infektionskette lostreten und damit unzählige Menschenleben gefährden», meinte Herrmann. Der Innenminister appellierte an das Verständnis und die Vernunft der Bevölkerung. «Wenn sich alle an unsere Infektionsschutzmaßnahmen halten, brauchen wir keine Alkoholverbotszonen!»

In Bamberg und Nürnberg ist es in Teilen der Altstadt bereits verboten, an den Wochenenden abends Alkohol zum Mitnehmen zu verkaufen. In Augsburg schließt der Verkauf von Alkohol früher als sonst und Glasflaschen seien in der Innenstadt verboten, sagte ein Sprecher. Auch in München wird nach Angaben der Stadt schon ein Alkoholverbot diskutiert.

Bayern

31.07. 17:15

Reisewarnung für spanische Urlaubsregionen

Das Auswärtige Amt warnt vor touristischen Reisen in drei spanische Regionen. Grund sind immer mehr Corona-Infektionen. Betroffen sind Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava und die im Landesinneren liegenden Regionen Arag¢n und Navarra, nicht aber Mallorca und auch nicht die Kanaren. Bisher hatte das Ministerium nur von Urlaubsreisen dorthin abgeraten.

WELT

31.07. 16:03

Bayern führt im neuen Schuljahr Maskenpflicht für Schüler ein

Im September startet in Bayern das neue Schuljahr - dann mit Maskenpflicht. Laut Kultusminister Piazolo gilt sie auch für Grundschulen und bis zum Platz im Klassenzimmer. Je nach regionaler Entwicklung der Pandemie könnte die Maskenpflicht an einzelnen Schulen auch auf den Unterricht ausgeweitet werden. Vom bayerischen Lehrerverband hieß es, das sei für sechs Stunden im Unterricht schwer vorstellbar.

Bayern

31.07. 15:05

Huml: Testangebot für Reiserückkehrer wird gut angenommen

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml treibt die Umsetzung der Corona-Testoffensive für Reiserückkehrer voran. Huml betonte am Freitag: „Am Flughafen München haben sich seit dem vergangenen Wochenende 4.700 Menschen auf eine Corona-Infektion testen lassen (Stand Freitag, 11.30 Uhr). Dabei wurden bislang nur wenige positive Befunde entdeckt. Die Positivrate liegt bei 0,36 Prozent. Am Flughafen Nürnberg haben im selben Zeitraum 424 Menschen das Testangebot genutzt. Das zeigt: Die Testmöglichkeiten werden gut angenommen.“

Am Donnerstag hatten auch die Teststationen an den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg sowie an drei Autobahnraststätten in Grenznähe die Arbeit aufgenommen. Huml ergänzte: „Bis Freitagmorgen (Stand 8.00 Uhr) haben sich 1.734 an den Bahnhöfen in München und Nürnberg sowie an den drei Raststätten testen lassen. Ich freue mich, dass damit nun auch Rückkehrer, die mit dem Auto und mit der Bahn reisen, unser freiwilliges Testangebot nutzen können. Das ist ein wichtiger Schritt für den Schutz der Bevölkerung.“

Die Autobahn-Testzentren liegen an den drei Raststätten Hochfelln-Nord (A8), Inntal-Ost (A93) und Donautal-Ost (A3). Die Testzahlen im Detail nach Angaben des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK):

  • Hochfelln-Nord 557
  • Inntal-Ost: 450
  • Donautal-Ost: 680
  • Hauptbahnhof München: 22
  • Hauptbahnhof Nürnberg: 25

Die Tests sollen täglich betrieben werden. An den Hauptbahnhöfen und Flughäfen sind Tests möglich, solange der Reiseverkehr läuft. Auch am Wochenende und an Feiertagen kann man sich als Reiserückkehrer testen lassen. Am Flughafen Memmingen hat ein externer Betreiber am Donnerstag mit den ersten Vorbereitungen für die Teststation begonnen. Die Staatsregierung will verstärkt Reiserückkehrer testen, um Infektionen frühzeitig zu erkennen. Die Ministerin erklärte: „Es kann immer sein, dass sich Menschen auf Reisen infizieren. Mit unserem breiten Testangebot wollen wir verhindern, dass Infektionsketten in Bayern ausgelöst werden. Der Schutz der Bevölkerung steht für uns an oberster Stelle.“

Bayern

31.07. 14:10

Unikliniken in Bayern erhöhen Test-Kapazitäten

An der Uniklinik Regensburg können sich bald noch mehr Menschen auf Corona testen lassen. Sie und die vier anderen Unikliniken in Bayern stocken ihre Kapazitäten auf täglich bis zu 4.500 Tests auf, so das Wissenschaftsministerium. In erster Linie gedacht sind diese Tests für das Personal. Ärzte und Krankenschwestern müssen wissen, ob sie infiziert sind oder nicht, so Wissenschaftsminister Bernd Sibler. Für ihn sind die bayerischen Unikliniken die Speerspitze im Kampf gegen Corona. 

Bayern

31.07. 13:12

Trainingsspiele ab sofort möglich - BFV-Vorstand beschließt mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs ab September 

Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat auf die Entscheidung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration zur Freigabe von Trainingsspielen für die bayerischen Fußballvereine umgehend reagiert und die Wiederaufnahme des Spielbetriebs beschlossen. Das heißt, dass ab sofort der Trainingsspielbetrieb zur Wettkampfvorbereitung unter den entsprechenden staatlichen Vorgaben wieder aufgenommen wird. Ebenso wird wie geplant und nun unter Wahrung der Vorankündigung von mindestens vier Wochen der Wettkampfspielbetrieb am 1. September 2020 wiederaufgenommen – wenn durch staatliche Vorgaben möglich.

Für Trainingsspiele gelten dabei u.a. folgende Einschränkungen: keine Zuschauer, nur unter Beteiligung bayerischer Vereine und namentliche Erfassung aller am Spielbetrieb Beteiligten. Auf der Informationsseite www.zusammenhalt.bayern stellt der BFV eine FAQ mit den wichtigsten Infos und einen Leitfaden für die Durchführung von Trainingsspielen zur Verfügung.

Bayern

31.07. 12:11

Neue Coronavirus-Infektionen im Kreis Neumarkt bestätigt 

Im Landkreis Neumarkt sind drei neue Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden.

Aktuell sind damit fünf mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. Eine Person wurde als genesen gemeldet.

Neumarkt

31.07. 12:11

Dehoga warnt vor Leichtsinn bei Corona-Regeln

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat sich besorgt über die steigenden Infektionszahlen in Deutschland geäußert und warnt im Umgang mit der Corona-Pandemie vor Leichtsinn. Der Präsident vom Dehoga Sachsen-Anhalt, Michael Schmidt, bemängelte in einer Mitteilung am Freitag eine sich abschwächende Vorsicht von Gästen und Unternehmern. So tragen laut Schmidt immer mehr Gäste falsche Namen in die Namenslisten ein. In vielen Restaurants würden die Abstände zwischen den Tischen außerdem wieder verringert, Tische und Speisekarten außerdem nicht regelmäßig abgewischt. Ein weiterer Shutdown wäre das Schlimmste, was der Branche derzeit passieren könnte, mahnte Schmidt. Vielen Betrieben, die wegen der Zwangspause im Frühling Kredite aufgenommen hätten, würden dann in die Insolvenz gehen, warnte er. (dpa)

Deutschland

31.07. 11:50

Polizei verstärkt Corona-Kontrollen auf Lindauer Insel

Nach Kritik an Verstößen gegen die Corona-Regeln auf der Insel Lindau im Bodensee durch Urlauber will die Polizei dort am Wochenende verstärkt kontrollieren. «Wir haben dort das Problem, dass die Abstandsregeln nicht mehr eingehalten werden», sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Geplant sei deshalb, mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei Präsenz zu zeigen. Der Lindauer Landrat Elmar Stegmann (CSU) hatte zuletzt von den dortigen Gastronomen eine strikte Einhaltung der Hygieneregeln verlangt. Oft würden in den Lokalen die Daten der Gäste nicht mehr erfasst, Mindestabstände und Maskenpflicht nicht mehr beachtet. Wegen des zunehmenden Infektionsgeschehens müssten Bußgelder «konsequent verhängt» werden, betonte Stegmann. «Geht man derzeit über die Lindauer Insel, so hat man den Eindruck, es gäbe kein Corona.» (dpa)

Deutschland

31.07. 11:48

Einzelhandel appelliert an Bürger

Offenbar nehmen es viele nicht mehr so ernst mit den Corona-Verhaltensregeln. Angesichts steigender Zahlen appelliert nun der Einzelhandel an die Verbraucher, wieder stärker darauf zu achten. Denn: Einen zweiten Shutdown würden viele Handelsunternehmen nicht überleben. "Lassen sie uns das Erreichte nicht kaputt machen", sagte der Präsident des Handelsverbands Sanktjohanser. In Deutschland wurden zuletzt über 900 Neuinfektionen gemeldet.

Deutschland

31.07. 10:19

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 495 positive Fälle (+ 5 im Vergleich zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 30.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). Die gute Nachricht des Tages: 446 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 91 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

31.07. 10:01

Viele Bürger für härtere Strafen bei Corona-Verstößen

Gut zwei Drittel der Menschen in Deutschland sind laut einer Umfrage für den "Focus" für härtere Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln. Beispielsweise bei Nicht-Einhalten der Abstandsregeln. 32 Prozent seien dagegen. Vor allem Anhänger der Union und Sympathisanten der SPD sind mit jeweils mehr als 70 Prozent dafür. Dagegen sind vor allem Anhänger der Linken und der AfD.

Deutschland

31.07. 09:30

Herrmann: Gästelisten können wichtige Ermittlungsansätze liefern

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat Kritik an der Praxis der Polizei zurückgewiesen, Corona-Kontaktdaten für Ermittlungszwecke zu nutzen. Die Gästelisten aus Restaurants könnten «im Einzelfall wichtige Ermittlungsansätze liefern», sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). «Unsere Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass die Polizei alles rechtlich Mögliche zum Schutz und zur Aufklärung von Straftaten unternimmt. Insoweit kann ich die Kritik nicht nachvollziehen.» Gerade Kapitalverbrechen müssten sorgfältig ausermittelt werden, damit der Täter seine gerechte Strafe erhalte. Gaststätten sind verpflichtet, persönliche Daten ihrer Gäste zu sammeln, damit die Gesundheitsämter mit deren Hilfe im Falle einer Covid-19-Erkrankung weitere potenziell infizierte Personen identifizieren können. Vorfälle in mehreren Bundesländern, bei denen die Polizei die Gästedaten auch zur Strafverfolgung nutzte, traten eine Diskussion darüber los. Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), rief die Polizeibehörden zur Zurückhaltung auf. «Bei allem Verständnis für Innere Sicherheit, ich gehe davon aus, dass die Daten genauso verwendet werden, wie es auf den Formularen draufsteht», sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). «Der Kunde muss sich auch auf Datenschutz verlassen können. Alles andere untergräbt auch die Glaubwürdigkeit von Politik und schafft vor Ort bei Restaurants enorme Verunsicherung.» (dpa)

Bayern

31.07. 09:06

Innenminister Herrmann gegen Corona-Tests unter Zwang

Verpflichtende Corona-Tests für Reiserückkehrer sollten nach Ansicht von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann keinesfalls mit Gewalt durchgesetzt werden. «Die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen ist hier in jedem Fall zu beachten», sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). «Eine Testung mittels körperlichen Zwangs dürfte nach unserer Auffassung nicht verhältnismäßig sein und kommt daher für uns grundsätzlich nicht infrage.» Welche weiteren Maßnahmen gegen Menschen möglich wären, die sich einem Test verweigerten, könne erst nach Vorliegen der Anordnung des Bundesgesundheitsministeriums entschieden werden. Der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, hatte zuvor gesagt: «Wir müssen letztlich Recht durchsetzen und am Ende auch mit Zwang.» Die Entscheidung müsse aber auf Landesebene getroffen werden. Speziell für Rückkehrer aus internationalen Risikogebieten mit hohen Corona-Fallzahlen soll eine Testpflicht bei der Einreise nach Deutschland kommen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine Anordnung dafür angekündigt, die in der nächsten Woche in Kraft treten soll. Die Kosten für die kostenlosen Tests soll voraussichtlich der Staat tragen. Der Bund soll dafür den Zuschuss an die gesetzliche Krankenversicherung erhöhen. (dpa)

Bayern

31.07. 08:30

Landgericht München verhandelt Corona-Klagen gegen Versicherungen

Das Münchner Landgericht verhandelt am Freitag (9.30 Uhr) zum ersten Mal coronabedingte Klagen gegen Versicherungen, die ihren Kunden die Kosten pandemiebedingter Betriebsschließungen nicht ersetzen. Angesetzt sind insgesamt vier mündliche Verhandlungen, Kläger sind drei Gastronomen und eine Kinderkrippe. Weitere Prozesse werden nach den sommerlichen Gerichtsferien folgen. Seit Beginn der Corona-Krise gibt es vor allem von Wirten und Hoteliers zahlreiche Beschwerden gegen ihre jeweiligen Versicherer. Viele Betriebe sind zwar gegen Betriebsschließung versichert, doch sind Pandemien in Standardpolicen nicht ausdrücklich gedeckt. In anderen Fällen sind zwar Schließungen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes versichert, doch sind dann oft bestimmte Krankheiten genannt - Covid-19 als neue Diagnose gehört nicht dazu. Bundesweit gibt es Dutzende ähnlicher Klagen. In Bayern hatten nach den Protesten mehrere Versicherungen - unter anderem die Allianz und die Versicherungskammer - zugesagt, dass sie den betreffenden Firmenkunden freiwillig 10 bis 15 Prozent der vereinbarten Tagessätze zahlen. Hinzu kommen die staatlichen Hilfen, die nach Schätzung des bayerischen Wirtschaftsministeriums etwa 70 Prozent der Verluste abdecken. Ganz grundsätzlich haben mehrere Versicherungen in den vergangenen Wochen betont, dass sie für nicht gedeckte Schäden auch nicht zahlen wollen. (dpa)

Bayern

31.07. 07:08

Mögliche zweite Welle in Deutschland

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Wieler, schließt nicht aus, dass es sich bei der steigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen um eine zweite Welle handelt - klar sei das aber nicht. Die Gesundheitsämter in Deutschland hatten rund 900 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Das sind so viele wie seit Mai nicht mehr - abgesehen vom lokalen Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies. Wieler sieht als Ursache Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln.

Deutschland

30.07. 18:46

Corona in Mamming bleibt auf Gemüsehof begrenzt

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming haben sich mehr als 2.000 Bürger freiwillig testen lassen. Inzwischen liegen die Ergebnisse von 90 Prozent der Tests vor - alle sind negativ, teilte das Landratsamt Dingolfing-Landau mit. Landrat Bumeder sagte, damit werde immer deutlicher, dass das Virus nicht in die Bevölkerung getragen wurde.

Niederbayern

30.07. 18:01

Erster Covid-19-Fall seit zwei Monaten im Landkreis Cham

 Im Landkreis Cham wurde erstmals seit dem 28. Mai 2020 wieder eine Person positiv auf COVID-19 getestet. Es handelt sich um eine Frau, die zusammen mit Ehemann und Kind per Flugzeug von einer Auslandsreise aus dem Kosovo an ihren Wohnsitz in eine Privatwohnung im Landkreis Cham zurückgekehrt ist.

Die Rückkehr erfolgte am vergangenen Freitag. Die Frau hatte zwar keine Krankheitssymptome, aber da sie aus einem Risikogebiet kam, ließ sie sich am Mittwoch am Gesundheitsamt Cham freiwillig testen. Nach dem Vorliegen des positiven  Testergebnisses am heutigen Donnerstag hat das Gesundheitsamt am Landratsamt Cham umgehend die Kontaktpersonen ermittelt, Abstriche genommen und die vorgeschriebenen Quarantänemaßnahmen angeordnet.

Nach derzeitigem Stand handelt es sich um die dreiköpfige Familie, die sich vier Wochen in häusliche Quarantäne zu begeben hat sowie um eine befreundete Familie, die ebenfalls häusliche Quarantäne einzuhalten hat. Während der Quarantäne erfolgen regelmäßig Kontroll-Abstriche. Die Ermittlung weiterer Kontaktpersonen läuft. Alle Personen sind beschwerdefrei.

In diesem Zusammenhang erneuert Landrat Franz Löffler seinen „Appell an alle Urlaubsrückkehrer, sich auf Covid 19 testen zu lassen. Reisen in Risikogebiete sollten möglichst gar nicht stattfinden.“

Cham

30.07. 17:09

Zwei neue Corona-Fälle im Landkreis Schwandorf

Im Landkreis Schwandorf haben sich zwei Menschen mit Covid 19 infiziert. Es handelt sich hierbei um Personen aus der Stadt Schwandorf und dem Gemeindegebiet Stulln. Somit ist die Zahl der Fälle im Landkreis Schwandorf auf 514 gestiegen.

Schwandorf

30.07. 16:14

Bahn fährt Rekordverlust wegen Pandemie ein

Das Coronavirus hat zudem der Deutschen Bahn den größten Verlust ihrer Geschichte beschert. Das erklärte Bahnchef Lutz. Der Verlust betrage im ersten Halbjahr 3,7 Milliarden Euro. Der Konzern werde sich mit Rekordinvestitionen gegen die Folgen der Pandemie stemmen. Lutz glaubt, dass sich die Fahrgastzahlen erst übernächstes Jahr wieder normalisieren werden.

Deutschland

30.07. 15:04

Justizministerium mahnt Polizei zu vernünftigem Umgang mit Corona-Gästelisten

Das Bundesjustizministerium hat die Polizei aufgerufen, beim Zugriff auf Corona-Gästelisten den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu befolgen. Zuletzt waren Fälle unter anderem aus Bayern und Hamburg bekannt geworden, bei denen die Beamten beispielsweise Zeugen über diese Listen gesucht hatten. Der Gaststättenverband Dehoga fordert klare Regeln für ein solches Vorgehen.

Bayern

30.07. 14:09

Corona stürzt Metall- und Elektrounternehmen in Rezession

Die Corona-Pandemie hat die Metall- und Elektroindustrie in der Oberpfalz in eine tiefe Rezession gestürzt. Eine Umfrage des Arbeitgeberverbandes vbm ist so schlecht ausgefallen, wie nie zuvor. Über 80 Prozent der Betriebe sehen das Inlands-geschäft negativ, über 40 Prozent rechnen mit einem weiteren Stellenabbau. Ein Beispiel ist der Abfüll- und Verpackungsspezialist Krones aus Neutraubling. Er hat im zweiten Quartal rote Zahlen geschrieben und siebzehn Millionen Euro eingebüßt.

Bayern

30.07. 13:52

Neue Coronavirus-Infektion im Landkreis Neumarkt bestätigt 

Im Landkreis Neumarkt ist ein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden.

Aktuell sind damit drei mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 416.

Neumarkt

30.07. 13:10

Arbeitsmarkt in Ostbayern trotzt Corona

Der Arbeitsmarkt in Bayern erholt sich langsam von Corona. In Niederbayern ist die Zahl der Menschen ohne Job im Juli sogar leicht gesunken, die Arbeitslosenquote beträgt hier 3,6 Prozent. In der Oberpfalz waren es 3,4 Prozent, der beste Wert in Bayern. Besonders stabil war die Lage in den Landkreisen Cham, Regensburg und Neumarkt, sie hatten eine 2 vor dem Komma, Kelheim und Schwandorf eine 3. Die Stadt Regensburg meldete im Juli 4,7 Prozent Arbeitslosigkeit.

Bayern

30.07. 11:11

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 490 positive Fälle (+ 1 im Vergleich zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 29.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). Die gute Nachricht des Tages: 446 Personen (+ 1 im Vergleich zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 91 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

30.07. 10:29

Kretschmann: Urlaub im Ausland nicht angemessen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) rät wegen der Corona-Pandemie vom Urlaub im Ausland ab. «Ich mache es einfach nicht, weil es zu kompliziert und auch nicht angemessen ist», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Zwar verbiete es sich nicht, aber: «In solchen Zeiten kann man einfach im Land bleiben und muss nicht in der Welt herumreisen.» Er selbst wolle in diesem Sommer in den Bayerischen Wald fahren, sagte Kretschmann. Dort werde er wandern, aber auch Zeit mit seinen beiden Enkeln verbringen - etwa auf Spielplätzen oder im Zoo. «Mit den Enkeln gehe ich natürlich nicht wandern. Dazu sind sie noch zu klein.» (dpa)

Deutschland

30.07. 08:50

Start der Corona-Teststationen für Reisende

Heute sollen in Bayern die Corona-Teststationen für Reisende in Betrieb gehen. Wer mit der Bahn unterwegs ist, kann sich an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg testen lassen. Außerdem sind Testzentren in der Nähe der Grenzübergänge Kiefersfelden, Walserberg und Pocking geplant. Am Dienstag hatte das Kabinett in München beschlossen, diese Teststationen einzurichten.

Deutschland

30.07. 07:47

Münchner Finanzspritze für Tierpark Hellabrunn rettet Löwen

Die Stadt München kommt dem Tierpark Hellabrunn mit einem Rettungspaket zu Hilfe. Wegen der Finanznot durch die Corona-Ausfälle war zuletzt unter anderem die Zukunft der Löwen unsicher. Auch ihr Platz sei damit in einer neuen Anlage langfristig gesichert, teilte der Tierpark am Mittwoch in München mit. Die Sonderzuwendung der Stadt als Hauptanteilseignerin des Zoos sei eine wichtige Voraussetzung für das wirtschaftliche Überleben des traditionsreichen Zoos. Weder Tierpark noch Stadt äußerten sich zur Höhe der Hilfen, die in einer nicht-öffentlichen Sitzung des Stadtrats beschlossen worden waren. Angesichts des Finanzbedarfs wird von einer höheren einstelligen Millionensumme ausgegangen. «Uns allen hier in Hellabrunn fällt mit dieser hervorragenden Nachricht ein Stein vom Herzen!», zeigte sich Vorstand und Tierparkdirektor Rasem Baban erleichtert. Zwischen März und Mai 2020 hatte der Tierpark Hellabrunn wegen der Pandemie fast zwei Monate lang schließen müssen, auch jetzt ist die Besucherzahl noch begrenzt. Im Juni hatte Baban die Befürchtung geäußert, der Zoo müsse womöglich seine Löwen verkaufen, um die Insolvenz abzuwenden. Münchens dritte Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) und Aufsichtsratschefin des Tierparks sprach von einem bedeutenden Rettungspaket. Baban mahnte zugleich: «Um die Existenz Hellabrunns allerdings dauerhaft auf eine stabile Grundlage zu stellen, sind weitere Betriebserleichterungen ganz zeitnah unabdingbar.» (dpa)

Bayern

30.07. 06:27

Corona-Technik: Beatmungsgeräte und -masken im 3D-Druck

Beatmungsgeräte und Atemmasken aus dem 3D-Drucker sollen bei künftigen Corona-Notlagen Leben retten. Die Fraunhofer-Gesellschaft und der Rückversicherer Munich Re zeichneten am Mittwoch in München die Gewinner eines ungewöhnlichen Wettbewerbs aus: Entwickelt werden sollten Beatmungsgeräte und -masken, die im Falle von Corona-Notlagen schnell und kostengünstig vor Ort hergestellt werden können, um Versorgungsengpässe zu vermeiden. Die Forschungsgesellschaft und das Unternehmen stellten für den «Give a Breath»-Wettbewerb insgesamt eine Million Euro Budget und Preisgeld zur Verfügung. Gesucht waren einfache, «nicht invasive» Beatmungsgeräte - das bedeutet ohne Vorrichtung für die Intubierung der Patienten, wie sie nur bei besonders schweren Lungenerkrankungen nötig ist. Dabei gab es zwei Gewinner, wie die Munich Re mitteilte: Ein speziell auf die Bedürfnisse von Corona-Patienten angepasstes «SmartCPAP»-Gerät, das von mehreren Fraunhofer-Instituten gemeinsam entwickelt wurde. Es kann laut Jury mit Sauerstoff aus verschiedenen Quellen gespeist werden und arbeitet mit Überdruck. Zweiter Gewinner war das «Vivid Breath»-Team aus München, das in einer bayerisch-indischen Kooperation ein Beatmungsgerät mit nur 35 Bauteilen entwickelt hat, die im 3D-Druck hergestellt werden können. Ein weiterer Teil des Wettbewerbs war die Entwicklung der zu den Geräten passenden Beatmungsmasken. Ausgezeichnet wurde eine Studenteninitiative mit ihrem Projekt «Soteria» (griechisch:  Rettung). Die Masken können ebenfalls komplett im 3D-Druck hergestellt werden und passen sich laut Jury der Form des Gesichts an. Zudem wurde ein digitales Handbuch zu Wartung und Benutzung der Geräte und zum Umgang mit Covid-19-Patienten prämiert. Die digitalen Blaupausen für Beatmungsgeräte, Masken und Handbuch sollen Regierungen und Partnern in aller Welt zur Verfügung gestellt werden. So sollen stark von Corona getroffene Regionen in dieser Hinsicht unabhängig von globalen Lieferketten werden. Getestet und begutachtet wurden die Masken und Geräte bislang von Fachleuten der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. In Südafrika soll ein Pilotversuch laufen, dort soll es klinische Studien geben, um die Zulassung in dem Land zu bekommen. An solchen Hilfsmitteln zum Atmen für Corona-Patienten aus dem 3D-Drucker arbeiten Fachleute weltweit schon seit Monaten. Auch Autokonzerne experimentierten mit Atemhilfen aus dem 3D-Drucker. (dpa)

Deutschland

29.07. 18:52

Corona erhöhte Smartphone- und Computerkonsum von Kindern und Jugendlichen 

Im Corona-Lockdown mussten sich Kinder und Jugendliche viel in den eigenen vier Wänden beschäftigen. Eine Studie der Krankenkasse DAK zeigt jetzt: Sie haben bis zu 75 Prozent mehr mit digitalen Spielen und in den sozialen Medien verbracht. Die Politik will nun die Medienkompetenz der Jüngsten erhöhen. Heute ist dafür eine Präventionskampagne gestartet.

Deutschland

29.07. 18:16

Innenministerium erteilt Freigabe für Trainingsspiele innerhalb Bayerns

Trainingsspiele sind im bayerischen Amateurfußball ab sofort wieder möglich. Das hat Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, heute nach einem Schreiben des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) in einem Brief an BFV-Präsident Rainer Koch klargestellt. Nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b der 6. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (6. BayIfSMV) ist unter der Voraussetzung einer Kontaktdatenerfassung gemäß Rahmenhygienekonzept Sport das Training in festen Trainingsgruppen zugelassen. Daran anknüpfend gehören auch dem Training dienende Spiele grundsätzlich zu den erlaubten Lockerungsmaßnahmen bei Mannschaftssportarten mit Kontakt. Sofern solche Trainingsspiele vereinsübergreifend angesetzt werden, sind diese aufgrund der aktuellen pandemischen Lage auf Partien zwischen Vereinen aus Bayern begrenzt, eine namentliche Erfassung aller am Spielbetrieb Beteiligten ist zu gewährleisten und die Spiele sind ohne Zuschauer abzuhalten.

„Es hat ich gelohnt, dass wir im Sinne unserer Vereine noch einmal bei der Politik vorgesprochen und unsere Interessen klar zum Ausdruck gebracht haben. Wir sind sehr glücklich, dass ab sofort wieder Trainingsspiele möglich sind – wenn auch ohne Zuschauer. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt Richtung Wettkampfspielbetrieb in Bayern. Gemeinsam mit unserem Verbandsarzt Dr. Werner Krutsch, der bereits DFB und DFL beraten hat, werden wir in den kommenden Tagen ein handhabbares Hygienekonzept präsentieren, mit dem wir und unsere Vereine unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden“, erklärt BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher.

Bayern

29.07. 17:39

Huml: Corona-Testoffensive im Landkreis Dingolfing-Landau gut angelaufen

Die Corona-Testoffensive im Landkreis Dingolfing-Landau ist gut angelaufen. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte am Mittwoch bei einem Besuch der Corona-Testzentren in Dingolfing und Landau: „Seit Montag haben sich bereits 1.026 Menschen in Mamming und 409 in Dingolfing testen lassen. Von mittlerweile 861 Tests in Mamming (Stand 15.00 Uhr) liegen uns die Ergebnisse vor. Sie sind allesamt negativ. Für eine abschließende Beurteilung ist es zwar noch zu früh. Aber die Zahlen legen weiterhin nahe, dass sich das Infektionsgeschehen lokal eingrenzen lässt.“

Der Landrat von Dingolfing-Landau, Werner Bumeder, fügte hinzu: „Die Ergebnisse von heute bestätigen den erfreulichen Trend und sind ein weiteres Indiz dafür, dass es sich bei dem Ausbruch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb um einen geschlossenen Personenkreis gehandelt hat. Das gibt uns Hoffnung, und wir blicken sehr zuversichtlich nach vorne.“

Nach dem Corona-Ausbruch auf dem Gemüsehof in Mamming hatte die sogenannte 7-Tage-Inzidenzrate im Landkreis Dingolfing-Landau den wichtigen Schwellenwert von 50 Infektionen je 100.000 Einwohner überschritten. Stand 29. Juli, 9.00 Uhr, liegt diese nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei 191,2.

Bayern

29.07. 16:30

Arbeitsminister Heil zieht Konsequenzen aus Corona-Hotspots in Fleischfabriken

Nach den Masseninfektionen in der Fleischindustrie will Bundesarbeitsminister Heil in der Branche nach eigenen Worten "aufräumen". Heute hat die Bundesregierung einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschiedet. Demnach sollen Werkverträge und Leiharbeit in der Schlachtung, der Zerlegung und der Fleisch-Weiterverarbeitung ab dem kommenden Jahr verboten werden. Ebenfalls auf den Weg gebracht wurde, dass das Kindergeld um 15 Euro im Monat steigen und der Kinderfreibetrag auf insgesamt 8.388 Euro angehoben werden soll.

Deutschland

29.07. 15:51

Bayern startet Corona-Teststationen für Reisende

Die Corona-Teststationen für Autofahrer an der bayerischen Grenze sowie für Bahnreisende an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg sollen morgen in Betrieb gehen. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Geplant sind Testzentren nahe den Grenzübergängen Kiefersfelden, Walserberg und Pocking an den Rastanlagen Inntal-Ost beziehungsweise Heuberg, Hochfelln-Nord und Donautal-Ost. 

Bayern

29.07. 14:46

Neuer CT am Regensburger Josefskrankenhaus

Das Josefskrankenhaus in Regensburg ist für eine mögliche zweite Corona-Welle  ab sofort noch besser gerüstet. Der Freistaat hat der Klinik einen neuen, mobilen Computertomographen bezahlt. Mit ihm kann die Lunge innerhalb von Sekunden gescannt und das Virus noch schneller erkannt werden. Laut dem Caritas-Krankenhaus St. Josef gibt es Patienten, deren Rachenabstrich noch negativ ist,  während das CT-Bild der Lunge aber schon erste Anzeichen der Infektion zeigt.

Regensburg Stadt

29.07. 13:53

Keine neue Coronavirus-Infektion im Landkreis Neumarkt

Im Landkreis Neumarkt ist kein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Drei Personen wurden als genesen gemeldet.

Aktuell sind damit zwei mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 415.

Neumarkt

29.07. 12:38

Statistik zu Corona-Sterbefällen in Deutschland

Jeder fünfte Corona-Patient, der im Frühjahr in deutschen Kliniken aufgenommen wurde, ist gestorben. Das zeigt eine Analyse mehrerer medizinischer Institute. Besonders hoch war die Sterblichkeit bei Patienten, die beatmet wurden. Mehr als die Hälfte von ihnen überlebte nicht. Es ist die erste repräsentative Analyse zur Behandlung von Covid-19-Patienten in Deutschland.

Deutschland

29.07. 10:08

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 489 positive Fälle (+ 1 im Vergleich zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 28.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). Die gute Nachricht des Tages: 445 Personen (+ 3 im Vergleich zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 91 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

29.07. 09:25

Medienkonsum steigt wegen Corona deutlich an

Der Corona-Lockdown hatte offenbar gefährliche Folgen für Kinder und Jugendliche. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Ludwig ist besorgt, weil der Medienkonsum extrem zugenommen hat. Sie sagte den Funke Zeitungen: Kinder und Jugendliche spielten und chatteten satte 75 Prozent mehr als vor der Corona-Pandemie. Das dürfe so nicht weitergehen, so Ludwig. Sie forderte, dass die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen verbessert wird.

Deutschland

29.07. 08:16

Viele Mamminger negativ getestet

Nach der Corona-Masseninfektion in Mamming sind Test bei 308 Gemeindemitgliedern negativ ausgefallen. Das teilte das Landratsamt Dingolfing-Landau mit. 318 Bürger hatten sich am Montag freiwillig testen lassen. Zehn Ergebnisse stünden noch aus, sagte ein Sprecherin. Auf einem Gemüsehof hatten sich über 170 Erntehelfer angesteckt.

Niederbayern

29.07. 07:51

Steigende Infektionszahlen in Deutschland

Abstand, Hygiene, Alltagsmaske: Nach einem Wiederanstieg der Corona-Infektionszahlen bundesweit hat das Robert Koch-Institut die Bevölkerung zum Einhalten der Corona-Regeln aufgefordert. Die Entwicklung sei sehr beunruhigend, so RKI-Präsident Wieler. Es gelte nun zu verhindern, dass sich das Virus wieder rasant und unkontrolliert ausbreitet. Wieler macht deutlich: Die Menschen würden immer nachlässiger werden. Zuletzt gab es im Schnitt deutlich über 500 bestätige Neuinfektionen pro Tag. Vielleicht sei das auch schon eine zweite Welle, so Wieler. 

Deutschland

29.07. 07:14

Einstellung des Bürgertelefons ab Montag, 03.08.2020

Das Landratsamt Kelheim weist darauf hin, dass das Bürgertelefon des Landratsamtes ab Montag, 03.08.2020 aufgrund der derzeit positiven Corona-Lage im Landkreis Kelheim und der daraus folgenden sinkenden telefonischen Nachfrage der Bürgerinnen und Bürger eingestellt wird. Bei einer sich ändernden Corona-Lage wird das Bürgertelefon umgehend wiederbesetzt. Auf der Homepage des Landkreises Kelheim sind unter https://www.landkreis-kelheim.de/amt-service/coronavirus/ wichtige Informationen zu Corona bereitgestellt, die u.a. aktuelle Fallzahlen bzw. weiterführende Links beinhalten. Bei telefonischen Anliegen hat die Bayerische Staatsregierung weiterhin eine Corona-Hotline eingerichtet. Die Telefonnummer 089-122 220 ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr und an Samstagen von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr, erreichbar.

Kelheim

29.07. 06:43

Beherbergungsverbot in Bayern gestoppt

Wer aus einem Risikogebiet in Deutschland kommt und in Bayern in einem Hotel übernachten will, der darf das wieder. Ein entsprechendes Beherbergungsverbot hat jetzt der Bayerische Verwaltungsgerichtshof vorläufig gestoppt. Es sei nicht verhältnismäßig, dass mehr als 50 neue Corona-Infektionen pro 100 000 Einwohner eines Landkreises innerhalb einer Woche automatisch zu einem solchen Verbot führten, entschied das Gericht. Geklagt hatte ein Hotelier aus der Oberpfalz.

Bayern

28.07. 19:06

Keine Reisebeschränkungen für Menschen aus Dingolfing-Landau in NRW

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming müssen Menschen aus dem Landkreis Dingolfing-Landau keine Reisebeschränkungen in Nordrhein-Westfalen befürchten. «Da nach den uns derzeit vorliegenden Informationen das Infektionsgeschehen in Mamming klar eingrenzbar ist und rasch Maßnahmen ergriffen wurden, halten wir ein Beherbergungsverbot für alle Bewohner des Landkreises in Nordrhein-Westfalen für nicht verhältnismäßig», sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag auf Anfrage.

Nach Angaben Laumanns tauschten sich die Ministerpräsidenten von Bayern und NRW, Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU), am Dienstag in einem Telefonat aus. «Für uns steht fest: Menschen aus dem Landkreis Dingolfing-Landau dürfen nicht stigmatisiert werden», sagte Laumann. «Der Zusammenhalt über Landesgrenzen hinaus ist in diesen Zeiten wichtiger denn je.»

Deutschland

28.07. 18:49

Bayerischer Amateurfußball bleibt ausgesetzt - Stellungnahme des Verbandes 

„In der vergangenen Woche gab es positive Signale dahingehend, dass unsere rund 4.500 bayerischen Vereine schon bald wieder Fußballspiele absolvieren können. Wir hatten auf diesen Schritt gesetzt, da auch in den Nachbarbundesländern wieder gespielt werden kann und auch viele bayerische Vereine dorthin ausweichen, um Freundschaftsspiele auszutragen. Es bleibt aber dabei, dass die Pandemie längst nicht gebannt ist und sich die Vorzeichen tageweise ändern. Was sich in der vergangenen Woche noch sehr zuversichtlich angehört hat, klingt jetzt wieder ganz anders. 

Dass wir uns nun weiter in Geduld üben müssen und weiterhin nur Training möglich ist, ist für uns alle natürlich enttäuschend“, sagt BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher: „Wir werden weiterhin im Sinne unserer Vereine bei der Politik vorsprechen und unsere Interessen klar zum Ausdruck bringen. Gleichzeitig gilt es aber auch, die Entscheidungen der Bayerischen Staatsregierung zu akzeptieren, denn die Zahlen haben sich im Vergleich zur Vorwoche verändert und wir stehen in Bayern erst am Beginn der Sommerferien.“

Die Re-Start-Pläne des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) sehen aktuell noch vor, dass die derzeit unterbrochene Spielzeit 2019/20 im September fortgesetzt wird, sollten dies die staatlichen Vorgaben dann auch erlauben.

Bayern

28.07. 18:23

Steigende Infektionszahlen in Spanien

Auch Spanien kämpft mit steigenden Corona-Zahlen. Das Auswärtige Amt in Berlin reagiert nun darauf und rät von touristischen Reisen in mehrere Regionen des beliebten Urlaubslands ab. Betroffen sind unter anderem Katalonien mit der Metropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava. Noch gelten die Regionen aber nicht als Risikogebiet. Dann wäre bald ein Corona-Test nach dem Urlaub Pflicht.

WELT

28.07. 17:45

Bayern will mehr Maskenkontrollen in der Bahn

Bayern fordert, die Maskenpflicht bei der Deutschen Bahn schärfer zu kontrollieren. Staatskanzleichef Herrmann berichtete von Beschwerden, dass Reisende ihre Maske nicht tragen würden. Bayern will deswegen beim Bund mehr Kontrollen erwirken. Auch das Robert Koch Institut ist besorgt über die Nachlässigkeit einiger Menschen. Institutschef Wieler sagte, obwohl man die Epidemie lange im Griff gehabt habe, gehen die Infektionszahlen nun bundesweit wieder nach oben.

Bayern

28.07. 16:15

Westbad-Sauna in Regensburg öffnet am 01. August

Ab Samstag, 01. August öffnet die Sauna von das Stadtwerk.Westbad wieder. Nach über viermonatiger Schließungsdauer empfängt die Westbad-Sauna ihre Gäste im Kontext der Corona-Pandemie unter hohen Standards zur Gewährleistung der Abstands- und Hygieneregeln.

Öffnungszeiten:

Die Sauna ist täglich jeweils zwischen 08:00 Uhr und 20:00 Uhr geöffnet. Es werden zwei feste Zeitfenster angeboten. Diese Zeiten sind zwischen 08:00 Uhr und 13:00 Uhr sowie (nach einer intensiven Reinigung) zwischen 14:30 Uhr und 20:00 Uhr. Für die jeweiligen Zeiten können die Saunagäste entsprechende E-Tickets online erwerben. Montags, außer an Feiertagen, ist wie gewohnt Damentag.

Besucherzahl:

Um die notwendigen Abstands- und Hygieneregeln gewährleisten zu können, muss die gleichzeitige Besucherzahl, ähnlich wie in den Bädern, auch in der Sauna begrenzt werden. So können aktuell pro Zeitfenster maximal 45 Saunagäste gleichzeitig vor Ort sein.

Eintritt:

Auf der Homepage von das Stadtwerk.Regensburg (das-stadtwerk-regensburg.de) gibt es eine entsprechende Verlinkung zum Online-Ticket-Portal der Bäder. In diesem können die Eintrittskarten für die gewünschten Tage und Zeiten jeweils bis zu fünf Tage im Voraus gekauft werden. Dies hat mehrere Vorteile: man sieht, ob zum Wunschtermin noch Plätze verfügbar sind, kann bequem per Paypal, Giropay oder Kreditkarte bezahlen und muss sich vor Ort nicht lange an der Kasse anstellen.

Für die Westbad-Sauna gibt es aktuell einen einheitlichen Tarif. Für den Preis von 17,00 Euro, was normalerweise der Eintrittspreis für drei Stunden ist, können die Saunagäste nun noch exklusiver die volle Dauer des jeweiligen Zeitfensters in der Sauna bleiben und auch den Badbereich des Westbads mitbenutzen. Sondertarife entfallen vorerst. Geldwertkarten und Gutscheine sind derzeit nicht einlösbar.

 Nutzung der Saunen:

In der Saunaanlage gelten selbstverständlich ebenfalls die gängigen Abstandsregeln. Zudem gelten für die Schwitzräume, den Whirlpool und den Außenwarmpool Beschränkungen hinsichtlich der gleichzeitigen Anzahl an Gästen, die sich darin aufhalten dürfen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bäder werden die Einhaltung entsprechend kontrollieren. Aufgrund der aktuellen Bestimmungen müssen ‎das Dampfbad, das Meditarium und die Softsauna geschlossen bleiben. Die Aufgusszeremonien finden ausschließlich in Form des Aufgießens statt. Eine ‎Luftverteilung, wie Wedeln oder Abschlagen, sind gesetzlich derzeit nicht gestattet.‎‎ An der Sauna-Bar werden derzeit nur Getränke ausgegeben. Speisen erhalten die Gäste im ‎Westbad-Bistro.‎

Regensburg Stadt

28.07. 15:55

Am Dienstag eine neut Infektion im Landkreis Schwandorf

Mit einem positiven Befund, der heute aus der Marktgemeinde Wernberg-Köblitz bekannt wurde, ist die Zahl der Fälle im Landkreis Schwandorf auf 512 gestiegen.

Schwandorf

28.07. 14:02

Neue Coronavirus-Infektion im Landkreis Neumarkt bestätigt 

Im Landkreis Neumarkt ist ein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden.

Aktuell sind damit fünf mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 415.

Neumarkt

28.07. 13:01

Kunde in Amberg will partout keinen Mund-Nase-Schutz tragen

Eine lautstarke Diskussion ereignete sich am Montagnachmittag in einem Getränkemarkt in der Fuggerstraße. Ein 34-Jähriger Amberger wollte ohne Mund-Nase-Schutz den Getränkemarkt betreten, worauf ihm der Zugang verwehrt wurde. Der Filialleiter musste nach erfolgloser Diskussion die Polizei rufen, da der Mann die Vorgaben nach dem Infektionsschutzgesetz nicht akzeptieren wollte. Das gleiche Bild bot sich den Polizeibeamten vor Ort und er zeigte sich absolut uneinsichtig. Daraufhin wurde ihm ein unbefristetes Hausverbot ausgesprochen. Gegenüber den Ordnungshütern gab er widerwillig und nur nach einer eindringlichen Belehrung seine Personalien an. Diese wurden dann auch in der Wohnung des Mannes verifiziert, da er kein Ausweisdokument mitführte. Abschließend erteilten ihm die Ordnungshüter einen Platzverweis für das Areal des Getränkemarkts.  

Oberpfalz

28.07. 12:25

RKI besorgt über aktuelle Corona-Entwicklung

"Wir sind mitten in einer sich rasant entwickelnden Pandemie" - mit diesen Worten hat der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Wieler, über die aktuelle Corona-Situation informiert. Erstmals seit mehr als einem Monat hielt das RKI dazu wieder eine Pressekonferenz. Insbesondere in den USA und Lateinamerika seien die Zahlen alarmierend. Aber auch in Deutschland würden sie wieder steigen. Das mache ihm "große Sorgen", so Wieler. Innerhalb einer Woche habe es mehr als 3.600 neu erfasste Infektionen gegeben - deutlich mehr als Ende Juni.

Deutschland

28.07. 11:46

Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Barcelona ab

Auch in anderen Ländern stecken sich wieder mehr Menschen mit dem Corona-Virus an, unter anderem in Spanien. Das Auswärtige Amt rät deshalb jetzt von Reisen nach Barcelona und an die Costa Brava ab. Die Baleareninseln mit der Ferieninsel Mallorca bleiben dagegen verschont. Eine Reisewarnung ist das noch nicht - dann könnten Urlauber kostenlos stornieren.

WELT

28.07. 11:11

Pläne zu Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer

Türkei, USA, oder auch Luxemburg: Wer aus einem der etwa 130 Risikogebiete nach Deutschland reist, muss voraussichtlich schon ab kommender Woche einen Corona-Test machen. Das hat ja Gesundheitsminister Spahn angekündigt. Aber wie kann die Testpflicht umgesetzt werden? Damit wird sich das bayerische Kabinett jetzt noch beschäftigen, das zur Stunde zu seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zusammenkommt. Klar ist bereits, dass es Corona-Teststellen an den Bahnhöfen Nürnberg und München sowie an den großen Autobahn-Grenzübergängen zu Österreich geben soll - zunächst auf freiwilliger Basis.

Bayern

28.07. 11:07

Risikogebiet Landkreis Dingolfing-Landau

Als Risikogebiet wird andernorts inzwischen auch der Landkreis Dingolfing-Landau gesehen - Schleswig-Holstein hat Einreisebeschränkungen für Menschen aus der niederbayerischen Region verhängt. Damit brauchen Urlauber aus dem Landkreis einen frischen negativen Corona-Test oder müssen nach der Einreise 14 Tage in Quarantäne. Wie die ARD meldet, gilt dasselbe in Mecklenburg-Vorpommern. Hintergrund ist der Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof in der Gemeinde Mamming.

Niederbayern

28.07. 10:14

LBV-Exkursion im Landkreis Cham entfällt

Die für kommenden Sonntag, den 2. August geplante LBV-Exkursion „Insektenvielfalt auf der Drathinsel in Nößwartling“ muss aufgrund der derzeitigen Corona-bedingten Ausnahmesituation leider entfallen. Sie wird im Veranstaltungskalender 2021 nachgeholt.

Cham

28.07. 09:44

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 488 positive Fälle (+ 1 im Vergleich zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 27.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). Die gute Nachricht des Tages: 442 Personen (+ 1 im Vergleich zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 91 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

28.07. 09:00

Kabinett debattiert über Corona-Tests für Urlauber und Schulen

Auch die letzte reguläre Sitzung des bayerischen Kabinetts vor der Sommerpause am Dienstag (10.00 Uhr) steht einmal mehr ganz im Zeichen der Corona-Krise. Im Kabinett soll über die Umsetzung konkreter Testmaßnahmen besonders für Reisende im Freistaat debattiert werden. Am Montagabend ordnete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verpflichtende Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten an. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuvor seine Forderung mit Blick auf die in Bayern gestarteten Sommerferien bekräftigt. Die Sommerferien dürften vor allem auch für die Bewohner des niederbayerischen Landkreises Dingolfing-Landau ein Thema sein. Denn der Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming hat auch Folgen für ihre Reisemöglichkeiten. Die Regierung von Schleswig-Holstein stufte den Landkreis am Montag explizit als Risikogebiet ein. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks dürfen Menschen aus dem Landkreis auch nicht mehr ohne gültigen Test nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen. Nach dem Massenausbruch auf dem Gemüsehof liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner der vergangenen sieben Tage nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit in dem Landkreis bei 191 und damit fast viermal so hoch wie der Grenzwert 50. Bund und Länder hatten sich Ende Juni auf Einschränkungen für Reisende aus deutschen Risikogebieten verständigt - damals als Reaktion auf den Corona-Ausbruch beim Schlachtbetrieb Tönnies in Nordrhein-Westfalen. Die konkreten Regelungen sind allerdings Ländersache. Bayern war damals eines der ersten Bundesländer, das ein Übernachtungsverbot für Menschen aus dem Kreis Gütersloh einführte. Bei der Sitzung von Bayerns Ministerrat dürften außerdem Corona-Testungen an den Schulen zu Beginn des neuen Schuljahres im September zur Sprache kommen. Erwartet werden auch eine Bilanz und ein Ausblick zur wirtschaftlichen Situation im Freistaat in Zeiten der weltweiten Pandemie. Im August sind eigentlich keine Kabinettssitzungen geplant. Um über die aktuelle Corona-Lage ständig auf dem Laufenden zu sein und ein wöchentliches Update zu geben, werden Vertreter des Kabinetts aber auch in den Sommerferien regelmäßig in einem sogenannten Kabinettsausschuss tagen, kündigte Söder an. Durch den Sonderausschuss bleibe die Staatsregierung jederzeit handlungsfähig. «Das ist eine andere Urlaubszeit auch für uns», sagte der Ministerpräsident. (dpa)

Bayern

28.07. 07:56

USA testet Impfstoff weiter

Im Rennen um einen Corona-Impfstoff geht ein Wirkstoff in den USA in die dritte und umfassendste Testphase. Das teilte die zuständige Gesundheitsbehörde mit. In der ersten Testphase hatten 45 Probanden nach der Impfung Antikörper entwickelt - ohne ernsthafte Nebenwirkungen. Jetzt werden 30.000 Probanden geimpft. Wann mit einem Ergebnis gerechnet werden kann, steht noch nicht endgültig fest.

WELT

28.07. 07:45

Weniger Bier und Wein: Landwirte leiden unter Absatzeinbruch in Corona-Zeiten

Die Absage von Großveranstaltungen infolge der Corona-Pandemie hat auch finanzielle Auswirkungen für Landwirte. Bauernverbands-Präsident Joachim Rukwied sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", zwar sei der Wein- und Bierabsatz in den Supermärkten gestiegen. "Aber es gab keine Weinfeste, keine Schützenfeste, keine Fußballspiele: Hier wird normalerweise überall auch Alkohol ausgeschenkt." Aufgrund der Kontaktbeschränkungen waren Großveranstaltungen zuletzt weitgehend verboten. Rukwied sagte: "Das bekommen die Rohstoffproduzenten - also die Landwirte - dann zu spüren. Das tut richtig weh." Die mangelnde Nachfrage sorge für regelrechte Absatzeinbrüche beispielsweise bei Braugerste. "Der aktuelle Preis liegt nur noch bei 165 Euro pro Tonne. Im Juli 2019 waren es 185 Euro." Ähnliche Entwicklungen gebe es bei Wein. Zuvor hatten Landwirte schon Probleme, Abnehmer für Kartoffeln zu finden. Aufgrund geschlossener Gastronomie-Betriebe war der Pommesabsatz eingebrochen. Rukwied: "In Nordwesteuropa gibt es so schätzungsweise einen Überhang von rund zwei Millionen Tonnen Kartoffeln. Da mussten die Bauern dann überlegen wohin mit den Kartoffeln." Viele seien in Biogasanlagen verwertet worden. "Das sind erhebliche Verluste für die Betriebe. Corona hat zu herben Verlusten bei einigen Produkten geführt", resümierte der Verbandspräsident. Insgesamt erwarteten die Landwirte dieses Jahr "eine unterdurchschnittliche Ernte". Frost und Trockenheit im Frühjahr hätten Spuren hinterlassen. (ots)

Deutschland

27.07. 18:29

Corona schädigt Herz

Eine Corona-Infektion könnte das Herz schädigen. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Uni Frankfurt. Sie hatten sich die Herzen von 100 Corona-Patienten angeschaut. Bei 78 von ihnen waren entzündliche Veränderungen des Herzmuskels oder des Herzbeutels erkennbar - oft trotz eines sehr leichten Verlaufs und obwohl die Menschen ansonsten gesund und sportlich waren.

Deutschland

27.07. 17:15

Regensburger Jura-Professor hält Corona-Tests bei Urlaubern aus Risikogebieten für legal

Verpflichtende Corona-Tests für Urlaubs-Heimkehrer aus Risikogebieten wären in Deutschland legal. Das meint der Rechtswissenschaftler Thorsten Kingreen von der Uni Regensburg. Der Test sei zwar ein Eingriff in das Recht auf körperliche Unversehrtheit, er sei aber vor dem Hintergrund des Infektionsschutzes zumutbar, so der Regensburger Professor. Wer in Risikogebiete reist, müsse damit rechnen, dass danach so ein Test auf ihn zukommen könnte, sagte Kingreen heute der Deutschen Presseagentur.

Regensburg Stadt

27.07. 16:14

Maskenverweigerer wehrt sich heftig gegen Festnahme

Ein Mann hat sich am Aschaffenburger Hauptbahnhof geweigert, eine Maske zu tragen und ist vor der Polizei geflüchtet. Eine Streife der Bundespolizei habe den 32-Jährigen darauf angesprochen, dass er im Bahnhofsgebäude eine Mund-Nase-Bedeckung tragen müsse, teilte die Bundespolizei am Montag mit. Als die Beamten seine Personalien feststellen wollten, sei der Mann am Sonntagabend davongerannt. Wenig später wurde der Flüchtige von den Einsatzkräften aufgegriffen, wehrte sich aber heftig gegen seine Festnahme und verletzte einen Bundespolizisten an der Hand. Dieser konnte danach nicht weiterarbeiten. Gegen den Mann wird nun wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung ermittelt. 

Bayern

27.07. 15:26

Erster Corona-Patient: Sorge um schwangere Frau und kleine Tochter

Ein halbes Jahr nach der ersten nachgewiesenen Corona-Infektion bei dem Stockdorfer Autozulieferer Webasto am 27. Januar berichtet der betroffene Mitarbeiter über seine Sorgen. "Ich habe sofort an meine Familie gedacht", sagte der Mann in einem von Webasto am Montag veröffentlichten Interview. Eine chinesische Mitarbeiterin von Webasto hatte das Virus auf einer Dienstreise mitgebracht. Webasto schloss seine Zentrale für zwei Wochen und konnte so die Infektionsketten unterbrechen. 

Er habe am Tag vor Bekanntwerden der Infektion bei der Kollegin Fieber und Schüttelfrost gehabt, aber keine Atembeschwerden. "Trotzdem war ich sofort um meine schwangere Frau und um meine kleine Tochter besorgt." Er habe die chinesische Kollegin bei einer einstündigen Besprechung am 20. Januar getroffen. Am Montag, den 27., habe er erfahren, dass die Frau positiv auf das neuartige Virus getestet worden war. Am selben Tag mittags sei er im Tropeninstitut getestet worden. 

Seine Familie habe sich nicht angesteckt - obwohl er eine ganze Woche das Virus in sich gehabt habe und normal mit Familie und Freunden zusammen gewesen sei. Unklar ist, ob er vor einer Neuinfektion geschützt ist. "Seit April habe ich keine neutralisierenden Anti-Körper mehr."

Bayern

27.07. 14:15

Keine neue Coronavirus-Infektion im Landkreis Neumarkt

Im Landkreis Neumarkt ist kein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Eine Person wurde als genesen gemeldet.

Aktuell sind damit vier mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 414.

Neumarkt

27.07. 13:09

Studie: Corona hat Wohlbefinden vieler Menschen negativ beeinflusst

Die Corona-Pandemie hat laut einer Studie von Psychologen der Universität Leipzig das subjektive Wohlbefinden vieler Menschen negativ beeinflusst. Für die Studie waren 979 Menschen im Zeitraum zwischen Dezember 2019 und Mai 2020 befragt worden. Die Forscher unter Leitung von Hannes Zacher stellten fest, dass im frühen Stadium der Pandemie zwischen März und Mai die durchschnittliche Lebenszufriedenheit und das Erleben positiver Gefühle signifikant abnahmen. Überraschenderweise sei es während dieser Phase aber auch zu einer leichten Abnahme im Erleben negativer Gefühle wie Ärger und Angst gekommen. 

«Personen, die die Corona-Pandemie als Herausforderung und die Folgen der Pandemie als kontrollierbar bewerteten, wiesen generell ein höheres subjektives Wohlbefinden auf», hieß es. Gleiches gelte für Menschen, die Probleme aktiv gelöst, die positiven Seiten der Krise gesehen und soziale Unterstützung erfahren haben: «Wer dagegen die Krise als Bedrohung wahrgenommen, sie verleugnet oder sich selbst für die Folgen der Krise beschuldigt hat, fühlte sich weniger gut. Das galt auch für Personen, die versucht haben, die Krise mit Alkohol oder Drogen zu bewältigen.»

Deutschland

27.07. 12:21

Arbeitslosmeldung von zu Hause aus 

Ein neues Selfie-Ident-Verfahren ermöglicht es Kundinnen und Kunden der Arbeitsagenturen, rund um die Uhr und bequem von zu Hause aus ihre Identifizierung nachzuholen. Sie müssen dafür nicht extra persönlich zur Arbeitsagentur kommen, sondern identifizieren sich ganz einfach per Handy oder Tablet. Damit sparen sie Zeit und Aufwand. Der Schutz der personenbezogenen Daten hat für uns dabei höchste Priorität. In Kooperation mit unserem Partnerunternehmen garantieren wir eine sichere Verarbeitung der Personendaten“, erklärte Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern.

Normalerweise ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass man sich persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden muss, um Arbeitslosengeld zu beantragen. In der Zeit der Pandemie wird seit Mitte März auf die persönliche Vorsprache verzichtet. Eine Arbeitslosmeldung ist momentan telefonisch oder auch online möglich. Die Identitätsprüfung muss aber in jedem Fall nachgeholt werden. Daher bietet die BA befristet bis zum 30. September 2020 das neue „Selfie-Ident-Verfahren“ für Kundinnen und Kunden der Arbeitsagenturen an.

Bundesweite Einführung bis Ende Juli

Das Verfahren wird bereits seit dem 17. Juni 2020 eingesetzt – zunächst in den Arbeitsagenturen Leipzig und München. Im Laufe des Julis wird das Verfahren in allen Arbeitsagenturen bundesweit zur Verfügung stehen. 

Deutschland

27.07. 11:41

Regierung erhöht Bußgeld für Betriebe bei Corona-Verstößen

Nach der Corona-Masseninfektion auf einem Gemüsehof in Niederbayern hat die bayerische Staatsregierung das Bußgeld für Betriebe verfünffacht. Bei Verstößen gegen Hygieneauflagen werden künftig 25 000 Euro statt bislang 5000 Euro fällig, wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag ankündigte. Als weitere Konsequenz aus dem aktuellen Fall in Mamming (Landkreis Dingolfing-Landau) sollen während der Erntezeit landwirtschaftliche Betriebe in kürzeren Intervallen als bisher geprüft, das sei Tag und Nacht unangemeldet möglich, sagte Söder. Zudem sollten alle Saisonarbeiter in Bayern auf Corona getestet werden. Auf einem großen Gemüsebauernhof in Mamming waren mehr als 170 Erntehelfer bei einer Reihenuntersuchung positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Fast 500 Menschen stehen dort nun unter Quarantäne und dürfen den Betrieb nicht mehr verlassen. (dpa)

Bayern

27.07. 10:31

Corona-Teststation am Flughafen Leipzig-Halle geht in Betrieb

Die Stadt Halle bietet ihren Bürgern am Flughafen Leipzig/Halle künftig Corona-Tests an, egal woher sie aus dem Urlaub zurückkommen. Eine entsprechende Teststation wird am Montag in Betrieb genommen, gilt aber ausschließlich für Hallenser. Die Teilnahme ist freiwillig und die Getesteten werden vom Gesundheitsamt telefonisch über das Resultat informiert. Die Tests sind kostenlos, auch wenn es vorher keine Anhaltspunkte auf eine Corona-Infektion gab. An den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen wurden kostenlose Tests schon am Wochenende angeboten - allerdings nur für Rückkehrer aus Risikogebieten. Unterdessen haben die Gesundheitsminister von Bund und Ländern den Beschluss gefasst, dass sich alle Reisenden nach ihrer Rückkehr in Deutschland kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Das soll an Flughäfen und Seehäfen geschehen, aber auch in ihren Heimatorten. Menschen, die aus Staaten mit hohem Infektionsrisiko nach Deutschland zurückkommen, sogenannten Risikogebieten, sollen sich an Flughäfen und Seehäfen testen lassen. Wer keinen negativen Test hat, muss - wie bisher schon - für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. (dpa)

Deutschland

27.07. 10:14

Söder: «Corona verzeiht keinen Leichtsinn»

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat nach der Corona-Masseninfektion auf einem Bauernhof in Niederbayern ein strenges Einhalten der Regeln zur Bekämpfung der Pandemie angemahnt. «Corona verzeiht keinen Leichtsinn», sagte Söder am Montag in München. Unvernunft, mangelnde Vorsicht und zum Teil bewusste Verstöße gegen Hygienekonzepte und Regeln seien das Problem. Daher sei das Tragen von Mund-Nase-Schutz ebenso wichtig wie ein Ausbau der Testkapazitäten und gegebenenfalls Quarantäne. «Corona kommt schleichend zurück, leider aber mit aller Macht», sagte Söder. Daher sei es wichtig darauf zu achten, dass aus wenigen Fällen nicht schleichend eine zweite Infektionswelle werde. «Vorsicht muss oberstes Gebot bleiben», sagte der CSU-Chef. Auf einem großen Gemüsebauernhof in Mamming (Landkreis Dingolfing-Landau) waren mehr als 170 Erntehelfer bei einer Reihenuntersuchung positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Fast 500 Menschen stehen dort nun unter Quarantäne und dürfen den Betrieb nicht mehr verlassen.

Bayern

27.07. 09:01

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 487 positive Fälle (+ 2 im Vergleich zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 26.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim).Die gute Nachricht des Tages: 441 Personen (+ 3 im Vergleich zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 91 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

27.07. 07:43

Mamminger Bürger sollen sich testen lassen

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Großbauernhof im niederbayerischen Mamming bittet Landrat Bumeder die Bevölkerung um Besonnenheit. Jeder bekomme die Möglichkeit um sich kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen. Und das Angebot sollte auch wahrgenommen werden, gerade im Hinblick auf mögliche Urlaubsreisen, so der Landrat. In Mamming steht ein kompletter Großbauernhof unter Quarantäne, nachdem 174 Mitarbeitern positiv auf das Corona Virus getestet wurden.

Niederbayern

27.07. 07:29

Regensburger Polizei zeigt Corona-Verstöße an

Die Regensburger Polizei musste am vergangenen Wochenende mehrmals eingreifen, weil Partyleute es mit dem Mindestabstand nicht so genau genommen haben. Auf der Jahninsel wurde eine Gruppe von 14 Jugendlichen angezeigt, weil sie zu eng zusammensaßen. Das gleiche passierte 20 Studenten, die laut Polizei an der Donau ausgelassen Bier-Pong gespielt haben. In der Regensburger Innenstadt musste der Bismarckplatz erneut zeitweise abgesperrt werden, weil sich dort zu viele Nachtschwärmer getroffen haben.

Regensburg Stadt

27.07. 06:17

Kritik an Corona-Massenausbruch

Der Regensburger Landtagsabgeordnete der Grünen Jürgen Mistol macht der Landesregierung schwere Vorwürfe. Sie trage eine Mitschuld an dem Corona Ausbruch auf einem Großbauernhof im niederbayerischen Mamming. Die Kontrolle der Unterkünfte der Saisonarbeiter sei vernachlässigt worden, so Mistol. Ähnlich reagiert die SPD: Der Massen-Ausbruch sei mit Ansage gekommen, kritisiert Umweltexperte Florian von Brunn. Das Gesundheitsministerium hat gestern bayernweit Reihentests bei Erntehelfern auf Großbauernhöfen angekündigt.

Regensburg Stadt

26.07. 15:53

Huml startet neue Corona-Testoffensive bei Erntehelfern - Bayerns Gesundheitsministerin: Reihenuntersuchungen von Mitarbeitern haben begonnen

 

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml eine neue Testoffensive in landwirtschaftlichen Großbetrieben gestartet. Huml betonte am Sonntag in Dingolfing: „Ziel des neuen Untersuchungsprogramms ist es, größeren Ausbruchsgeschehen wie aktuell in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Mamming vorzubeugen. Zugleich soll der Gesundheitsschutz der Beschäftigten gestärkt werden. Weiterhin hat der Schutz der Bevölkerung vor einer Corona-Infektion für uns oberste Priorität.“

Huml fügte hinzu: „Ein Schwerpunkt unserer Reihentests liegt natürlich auf dem betroffenen Landkreis Dingolfing-Landau und den anliegenden Landkreisen sowie der Umgebung von Mamming, um weitere Infektionsketten unverzüglich auszuschließen. Wir werden die Tests so bald wie möglich sukzessive ausweiten, die ersten wurden heute schon genommen. Die Proben werden am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und in beauftragten Privatlaboratorien untersucht.“

Die Ministerin erläuterte: „Wir testen deshalb so umfangreich, weil wir die Infektionsketten möglichst schnell unterbrechen wollen. Ziel ist es, die Ausbreitung lokal zu begrenzen, um möglichst weitere einschränkende Maßnahmen für die Bevölkerung zu vermeiden.“

Huml verwies auf die umfangreichen Reihentestungen bei Schlachthöfen, die in den vergangenen Wochen stattgefunden haben. Huml betonte: „Wir wissen jetzt, dass die Reihentestungen ein richtiger Schritt waren. Damit gab es die Möglichkeit, unerkannte erkrankte Personen zu entdecken und damit die Entstehung von Infektionsketten zu verhindern.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Der Ausbau der Testkapazitäten ist von entscheidender Bedeutung für eine weiterhin erfolgreiche Eindämmung der Corona-Pandemie. Wir haben die Testungen auf SARS-CoV-2 in Bayern schon massiv ausgeweitet. Ein Eckpunkt unseres bayerischen Testkonzepts ist, dass alle Personen, die auf eine mögliche Corona-Infektion getestet werden wollen, Gewissheit darüber erhalten sollen, ob sie sich infiziert haben.“

Huml ergänzte: „Alle Bürgerinnen und Bürger Bayerns haben schon jetzt die Möglichkeit, sich bei einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen zu lassen. Wichtig ist: Symptomatische Verdachtsfälle auf eine COVID-19-Erkrankung sollen wie bisher prioritär getestet werden.“

Niederbayern

26.07. 15:06

Die deutsche Reisebranche fordert in der Corona-Krise klare Perspektiven für Reisen in Länder außerhalb Europas

Es sei nicht nachvollziehbar, warum pauschal vor Reisen in 160 Länder außerhalb von Europa gewarnt werde, so der Präsident des Reiseverbandes DRV, Fiebig. Das Auswärtige Amt hatte seine weltweite Reisewarnung bis Ende August verlängert. Daunter ist etwa Tunesien. Das nordafrikanische Land stehe aber nicht auf der Liste der Risikogebiete des Robert Koch-Instituts, so die Kritik.

Deutschland

26.07. 12:47

Corona-Tests jetzt auch am Nürnberger Flughafen möglich 

Reiserückkehrer können sich nun auch am Nürnberger Flughafen kostenlos auf das neuartige Coronavirus testen lassen. Eine entsprechende Teststation ist dort noch am späten Samstagabend in Betrieb gegangen. Dies hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Sonntag mitgeteilt. Huml betonte: „Der Schutz vor Infektionen durch Reiserückkehrer ist wichtig. Ich freue mich, dass damit Einreisende auch am zweitgrößten bayerischen Flughafen rasch Gewissheit darüber bekommen können, ob sie sich infiziert haben.“

Zuvor war am Samstag schon am Flughafen München mit Unterstützung des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ein kostenloses Testangebot für Reiserückkehrer gestartet worden. Nach Angaben des LGL haben sich dort allein am Samstagabend innerhalb weniger Stunden mehr als 120 Personen testen lassen.

Die Testungen für Reiserückkehrer werden am kommenden Dienstag auch Thema im bayerischen Kabinett sein, dann auch für den drittgrößten Flughafen in Memmingen.

Bayern setzt damit einen Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern vom Freitag um, ein Testangebot für Reiserückkehrer an den Flughäfen zu schaffen. Die Kosten sollen von der gesetzlichen Krankenversicherung und den Ländern übernommen werden.

Die Tests werden täglich angeboten, solange der Flugbetrieb läuft. Sie richten sich an alle Reiserückkehrer. Personen, die aus Risikogebieten kommen, können sich ebenfalls testen lassen. Wer aus einem Risikogebiet in den Freistaat Bayern einreist, ist generell verpflichtet, sich bei seinem Gesundheitsamt zu melden und sich unverzüglich für einen Zeitraum von 14 Tagen in Quarantäne zu begeben, solang er keinen negativen Corona-Test vorlegen kann.

Die Ministerin erläuterte: „Es ist wichtig, dass wir Infektionsketten frühzeitig erkennen und durchbrechen. Dafür haben wir sehr effektive Werkzeuge erarbeitet. Ich bin froh, dass wir unsere Teststrategie nun um diese wichtige Komponente mit einem umfangreichen Testangebot an den Flughäfen erweitern können.“

Die Ministerin bekräftigte mit Blick auf die Sommerferien in Bayern: „Auch im Urlaub sollte die Gefahr einer Infektion nicht unterschätzt werden. Informieren Sie sich deshalb über die Situation an Ihrem Urlaubsort. Das Robert Koch-Institut stellt laufend aktuelle Informationen zu Risikogebieten im Ausland bereit. Egal ob Städtereise, Strand- oder Wanderurlaub - der Mindestabstand von 1,5 Metern ist eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen, die wir alle umsetzen können. Wo dies nicht möglich ist, sollte eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.“

Bayern

26.07. 12:25

Tui-Chef will Touristengebiete in der Türkei von Reisewarnung freistellen lassen

 Im Streit um die Reisewarnung des Bundes für die Türkei schlägt Tui-Chef Fritz Joussen einen Kompromiss vor. Die türkischen Urlaubsgebiete am Mittelmeer sollten als "Pilotprojekt" von der allgemeinen Reisewarnung freigestellt werden, sagte Joussen der Düsseldorfer "Rheinischen Post" . "Wir plädieren für einen pragmatischen Ansatz: Weil die Touristenregionen an der türkischen Riviera am Mittelmeer einen sehr hohen Sicherheits- und Qualitätsstandard haben, sollte Deutschland für diese Ziele die Reisewarnung in einem Pilotprojekt aufheben", sagte Joussen. Es gehe um "sehr weitläufige Urlaubsresorts", nicht um die Städte. Joussen erinnerte daran, dass auch die Lockerungen für Mallorca schrittweise kamen: "Reisen nach Mallorca hat die Tourismusbranche auch mit einigen Tausend Urlaubern in einem Pilotprojekt gestartet, bevor es allgemein in Spanien wieder losging."

Deutschland

26.07. 12:21

Gut 1140 Teilnehmer wollen bislang Corona-Konzert in Leipzig besuchen

Das Coronavirus hat die Konzert- und Veranstaltungsbranche lahm gelegt. Forscher wollen herausfinden, wie es wieder los gehen könnte. Popmusiker Tim Bendzko, der selbst eine Tour verschieben musste, macht mit.

Knapp einen Monat vor Beginn einer Corona-Studie mit Popmusiker Tim Bendzko (35) haben sich mehr als 1140 Teilnehmer gefunden. Das geht aus Angaben auf dem Internetauftritt des Projekts hervor. Insgesamt werden gut 4000 Probanden gesucht. Bei einem besonderen Konzert mit dem Berliner Musiker («Nur noch kurz die Welt retten») wollen Forscher der Unimedizin Halle mehr über Großveranstaltungen in Corona-Zeiten herausfinden. Gesucht werden gesunde Freiwillige, die zwischen 18 und 50 Jahre alt sind. 

Interessierte können sich über den Internetauftritt des Projekts «Restart-19» anmelden. Hauptziel der Forscher ist es, ein mathematisches Modell zu entwickeln, mit dem das Risiko eines Corona-Ausbruchs nach Großveranstaltungen in Hallen berechnet werden kann. Zudem soll ermittelt werden, mit wie vielen anderen Menschen ein Konzertbesucher auch bei der Anreise in Kontakt kommt. 

Bendzko («Keine Maschine») sagte dem Radiosender MDR JUMP: «Alle Maßnahmen, die bis jetzt ergriffen wurden, auch gerade in Bezug auf Konzerte und Großveranstaltungen, beruhen auf Annahmen und Vermutungen. Und was könnte mehr helfen als Fakten und entsprechende Daten?» Er selbst habe seine Tour auf Januar 2021 schieben müssen. Eine nochmalige Verschiebung wäre eine Katastrophe, da man dann kaum noch Crewmitglieder für die Konzertproduktion finden würde. «An dem Tag, an dem es dann weiter geht, wird es dann ein Hauen und Stechen geben, weil sich dann wahrscheinlich viele umorientiert haben und einfach anderen Berufen nachgehen.» 

Konkret sollen bei dem Konzert in Leipzig drei Szenarien durchgespielt werden. Es soll einen Ablauf geben, wie er vor Corona stattgefunden hätte: mit zwei Eingängen in die Arena Leipzig, ohne Abstandsregeln und ähnliches. Danach wird ein Szenario mit einem strengeren Hygienekonzept, mehr Eingängen und deutlich größeren Abständen durchgespielt. «In Szenario 3 wird auf den Zuschauertribünen ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten. Hier sind nur noch knapp 2000 Probanden beteiligt», heißt es. 

Deutschland

26.07. 09:37

Zahlreiche Verstöße gegen das Infektionsschutz-Gesetz in Regensburg

Aus dem Pressebericht der Polizeiinspektion REgensburg Nord:

Am 24.07.2020, gegen 19.00 Uhr, kontrollierten Polizeibeamte im östlichen Bereich der Jahninsel, unterm Grieser Steg, eine Gruppe von 14 Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren.  Die Personen saßen allesamt auf ihren zusammenhängenden Decken bzw. standen dazwischen und feierten den letzten Schultag. Abstandsregeln oder Vorschriften zur maximalen Gruppengröße oder Haushaltsanzahl waren ihnen offenbar nicht geläufig oder auch gleichgültig. Die Schüler aus Stadt und Landkreis Regensburg werden gemäß Infektionsschutz-Gesetz angezeigt.

Selbiger Sachverhalt lag bei einer 20köpfigen Gruppe vor, die sich am 25.07.2020, gegen 20.00 Uhr, südlich des Dultplatzes, beim ausgelassenen Bier-Pong-Spielen traf. Die 19- bis 24jährigen Studenten aus dem gesamten Bundesgebiet werden ebenso gemäß Infektionsschutz-Gesetz angezeigt.

Zudem angezeigt wird eine Gruppe von drei nicht verwandtschaftlich verbundenen oder im selben Hausstand lebenden Männern aus der Oberpfalz und Niederbayern, die sich zum Grillen unterm Grieser Steg getroffen hatte. Die irakischen und syrischen Staatsangehörigen, alle im Alter zwischen 30 und 35 Jahren, erhalten Anzeigen nach dem Infektionsschutz-Gesetz und der Stadtverordnung, da die Grünanlagen-Verordnung der Stadt Regensburg das Grillen ebendort verbietet.  

 

Regensburg Stadt

26.07. 09:00

Eltern fordern bei Kita-Schließung Notbetreuung für alle

Muss das Kind zu Hause bleiben, wenn es schnieft? Und was tun, wenn die Kita wegen Corona schließt? Eltern sind verunsichert - und sauer. Sie vermissen konkrete Hilfe und einheitliche Regeln.

Eine Notbetreuung für alle Eltern bei Kita-Schließungen wegen Corona-Verdachts sowie einheitliche Regeln im Land - das fordert der Vorsitzende des Landeselternbeirats (LEB), Michael Mittelstaedt. Je nach Einrichtung könne momentan schon ein Schnupfen reichen, um ein Kleinkind vom Besuch einer Kita oder eines Kindergartens auszuschließen. «Was macht man dann mit den Kindern, wenn die Kita schließt? Und was ist mit den Geschwisterkindern? Werden Eltern dafür freigestellt?» Das sind nur einige Fragen, die Mittelstaedt sich mit vielen anderen Eltern stellt. 

Bei den Eltern herrsche vor allem großer Unmut wegen der unterschiedlichen Kriterien beim Ausschluss von Kindern, sagte er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Ungleichbehandlung im Vergleich zu «systemrelevanten» Berufen stößt auf. «Es muss eine Notbetreuung für alle geben.» Denkbar wäre für Mittelstaedt aber auch ein «rollierendes System», das eine Betreuung im Wechsel sicherstellt.

Seit dem 29. Juni sind wegen der Corona-Pandemie geschlossene Kitas und Grundschulen wieder auf. Doch kaum geöffnet, mussten in den vergangenen Wochen einige Einrichtungen wegen Coronafällen wieder schließen. So wurde in Sindelfingen nach zwei mit dem Coronavirus infizierten Kindern eine Kita für 14 Tage geschlossen. Zwei weitere Einrichtungen machten später dicht. 

Selbst wenn Corona-Tests am Ende negativ ausfallen, sind die Schließungen für Eltern ein großes Problem. Mittelstaedt, selbst Vater dreier Kinder - darunter ein Kindergartenkind - berichtet, dass in solchen Fällen sich notfalls schon mal befreundete Familien aushelfen. «Oder man muss halt zu Hause bleiben. Dem Erhalt des Arbeitsplatzes ist das nicht immer zuträglich. Und diese private Ersatzbetreuung ist natürlich unter Infektionsgesichtspunkten nicht das Wünschenswerteste.»

Mittelstaedt zufolge sind Kriterien und Vorgehensweise beim Ausschluss von Kindern aus der Betreuung je nach Einrichtung, Träger, und Gesundheitsamt unterschiedlich. Auch Kinderärzte würden bei Testung und Unbedenklichkeitsbescheinigungen unterschiedlich vorgehen. «Wir brauchen eine einheitliche Beurteilungspraxis.» Er hofft, dass das Sozial- und das Kultusministerium nach dem Fachgespräch mit Experten am vergangenen Donnerstag «eine klare Linie» vorgeben.

Eltern wollten natürlich nicht, dass ihre Kinder andere anstecken, betonte er. «Aber sie möchten auch nicht, dass unsinnige Kriterien dazu führen, dass die Kinder nicht mit Gleichaltrigen spielen können», so der LEB-Chef. «Allen Kindern unabhängig vom Arbeitgeber der Eltern muss der Zugang zu frühkindlicher Bildung und Förderung ermöglicht werden. Gerade in der frühkindlichen Phase sind Monate eine Ewigkeit.» 

Auch müssten Eltern ihrem Broterwerb nachkommen können. Der Unmut über die Politik sei groß, weil eine praktikable Anpassung der Regularien für den Einzelnen zu lange dauere. «Letztlich geht es nicht um Öffnung um jeden Preis, sondern um eine nachvollziehbare Systematik, klare Ansprechpartner und schnelle Reaktionen mit zuverlässigen Ergebnissen.»

Deutschland

26.07. 08:47

Corona-Ausbruch in Mamming

In der niederbayerischen Gemeinde haben sichdutzende Erntehelfer auf einem Bauernhof mit dem Virus infiziert, meldet der Landkreis Dingolfing-Landau. Demnach gibt es über 170 bestätigte Fälle. Der gesamte Betrieb, auf dem Gurken angebaut werden, ist mit allen 480 Mitarbeitern unter Quarantäne. Weil es sich um einen geschlossenen Personenkreis handelt, besteht laut Landrat Bumeder keine Gefahr für die Bevölkerung.

Niederbayern

25.07. 15:02

Sicherer Urlaub für Beamte - Reisen in Risikogebiete unerwünscht

Bayerns Beamte sollen in den Sommerferien einen weiten Bogen um Corona-Risikogebiete schlagen. Die Staatsregierung macht ihren Mitarbeitern in einem Schreiben des Finanzministeriums Vorgaben, wie der «Münchner Merkur» (Samstag) meldete. Wer in einem 

Corona-Risikogebiet Ferien macht und anschließend in Quarantäne geschickt wird, muss gegebenenfalls unbezahlten Sonderurlaub nehmen, sofern er nicht daheim arbeiten kann. Wer das verweigert, riskiert unter Umständen ein Disziplinarverfahren. Eine Sprecherin des Ministeriums bestätigte den Bericht. Der Bayerische Beamtenbund hat Verständnis: «Beamte haben nun einmal eine besondere Stellung», sagte BBB-Chef Rainer Nachtigall der Zeitung.

Die weitaus größte Gruppe der bayerischen Staatsbeamten machen die gut 120 000 Lehrer aus, gefolgt von über 40 000 Polizisten. «Wir tun alles dafür, nach den Ferien einen normalen Schulbetrieb auf die Beine zu stellen», sagte Nachtigall dazu. «Da wäre es fatal, wenn die Lehrer vorher in Hochrisikogebiete fahren.»

Bayern

25.07. 14:18

Demo gegen Verkehrsüberlastung in den Alpen: Anwohner blockieren B11

 Im oberbayerischen Wallgau haben vom Ausflugsverkehr genervte Anwohner die vielbefahrene Bundesstraße 11 in Wallgau für eine Stunde blockiert. Rund 200 Anwohner gingen unter dem Motto «Ausbremst is!» auf die Straße, wie Bürgermeister Bastian Eiter anschließend mitteilte. Die Demonstranten forderten ein nachhaltiges Verkehrskonzept für den Ort, um den Ausflugsverkehr besser zu verteilen. «Die Versammlung verlief insgesamt sehr harmonisch und friedlich», wie Eiter auf Anfrage schrieb. Nach Angaben der Mittenwalder Polizei gab es einen Rückstau von ungefähr fünf Kilometern. 

Der starke Wochenend-Ausflugsverkehr in die Alpen ist für viele Anwohner seit Jahren ein Ärgernis. In diesem Sommer ist das Problem wegen der Corona-Pandemie besonders akut, da viele Münchner offensichtlich die heimische Bergwelt vorziehen und der Andrang von Urlaubern aus anderen Bundesländern groß ist. Die B11 von Kochel entlang des Walchensees Richtung Mittenwald ist in beiden Richtungen eine besonders beliebte Route, zu den Ausflüglern kommen Scharen von Motorradfahrern.

Die Veranstalter fordern, den öffentlichen Verkehr in der Region auszubauen und den Güterverkehr auf die Schiene zu verlegen. Auch der SPD-Landtagsabgeordnete Florian von Brunn nahm an der Demonstration teil. Es sollen weitere Kundgebungen in der Region um Garmisch-Partenkirchen, Murnau und Kochel folgen.

Bayern

25.07. 13:09

Kinderärzte befürchten Ansturm wegen Schnupfen-Nasen

Die Kinderärzte in Deutschland stellen sich wegen der Corona-Pandemie auf eine Belastungsprobe in der zweiten Jahreshälfte ein. Ab Herbst könnte es zu einem Ansturm auf die Praxen kommen, hieß es vorm Berufsverband. ( Wenn während der
"normalen" Infektionszeit noch bei jedem Kind mit Schnupfennase ein Covid-19-Test verlangt wird, sei das nicht zu bewältigen. Der Verband fordert Unterstützung durch die Gesundheitsämter. Und: Eltern sollen bei kleineren
Infekten auch ohne Attest ihre Kinder zu Hause gesund pflegen dürfen

Deutschland

25.07. 12:19

Milliardenschwere Umsatzausfälle bei der DB

Die Deutsche Bahn rechnet bis 2024 mit coronabedingten Umsatzausfällen von biszu zehn Milliarden Euro. Laut dem Vorstands-Vorsitzenden Lutz, werde diese Lücke über den eigenen Sparbeitrag und Hilfen vom Bund gestopft. Übrigens: Wer
ohne Maske mit der Bahn unterwegs ist, muss keine Strafe befürchten. Man setze auf Einsicht und die Kommunikation der Zugbegleiter, sagte Lutz den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Wenn dies nicht wirkt, holt die Bundespolizei
im Fernverkehr uneinsichtige Fahrgäste am nächsten Bahnhof aus dem Zug

Deutschland

25.07. 11:46

Arbeitsminister Heil plant neue Arbeitsregeln fürs homeoffice

In diesen Coronazeiten mussten vielen ins Homeoffice ausweichen. Und bei mancheinem führte das dazu länger zu arbeiten als sonst. Bundesarbeitsminister Heil will Arbeitnehmer im Homeoffice künftig besser vor überlangen Arbeitszeiten schützen. " Wir müssen aufpassen, dass es nicht zur Entgrenzung von Arbeit, zur Verfügbarkeit rund um die Uhr führt und Arbeitsschutz ausgehöhlt wird", so Heil. Er will im Herbst darüber debattieren, welchen rechtlichen Rahmen es für mobiles Arbeiten braucht. 

Deutschland

25.07. 10:40

Kelheimer Ferienaktion trotz Corona

Trotz Corona findet auch dieses Jahr die Kelheimer Spielwoche statt – sogar doppelt so lange wie in den letzten Jahren. Gleich zwei Wochen , ab dem  10. können Kinder unter anderem ein Hüttendorf bauen, basteln, malen oder ihr Können an einer Fußballtorwand beweisen. Wegen Corona müssen sie aber auf Schminken, Hüpfburg und Wasserrutsche verzichten. Alle Kinder, Betreuer und Helfer müssen Masken tragen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, pro Tag dürfen 100 Kinder an der Spielwoche auf der Wiese hinter der Dreifachturnhalle teilnehmen. Die Anmeldung ist bis spätestens 4. August per Mail an angela.steinberger@kelheim.de oder telefonisch über 09441 701-0 möglich. Bitte teilen Sie Name des Kindes,Geburtsdatum bzw. Alter, Telefon oder Handynummer, Tage des Besuches/der Besuche der Spielwoche und Teilnahme am Mittagessen mit. Wichtig: Teilnehmen darf nur, wer angemeldet ist und wer gesund ist (die Temperatur wird am Eingang mittels Fieberscan geprüft).

Kelheim

25.07. 10:03

NRW bietet Ulaubsheimkehrern ab heute Corona-Tests an

Gestern haben Bund und Länder beschlossen, dass sich Reisende aus dem Ausland kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Schon heute soll diese Vereinbarung etwa in Nordrhein-Westfalen umgesetzt werden. Erste Test-Zentren sollen laut Gesundheitsministerium an den Flughäfen Düsseldorf und Dortmund entstehen. In Bayern prüft man unterdessen, ob Reiserückkehrer aus Risikogebieten zu einem Test verpflichtet werden können. Am Dienstag will das Kabinett ein entsprechendes Konzept verabschieden.

Deutschland

25.07. 08:22

Kretschmer: Zweite Corona-Welle ist schon da

Die zweite Infektionswelle der Corona-Pandemie hat nach Einschätzung des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer bereits Deutschland erreicht. «Die zweite Corona-Welle ist schon da. Sie findet bereits jeden Tag statt. Wir haben jeden Tag neue Infektionsherde, aus denen sehr hohe Zahlen werden könnten», sagte der CDU-Politiker der «Rheinischen Post» (Samstag). Die Aufgabe bestehe darin, mit den Gesundheitsämtern diese Welle jeden Tag neu zu brechen. «Das klappt erstaunlich gut.» 

Nach Ansicht Kretschmers kann Deutschland durch sein föderales System viel präziser vorgehen als zentralistisch regierte Länder. Die Ministerpräsidenten könnten abwägen, was gezielt für einzelne Regionen geregelt werden könne. Der deutliche Anstieg der gemeldeten Coronavirus-Fälle in den vergangenen Tagen beunruhigt das Robert Koch-Institut (RKI). «Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden», teilte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mit. Die Zahl der neu übermittelten Corona-Fälle lag deutlich höher als in den Vorwochen. 

Kretschmer sieht in der Corona-Pandemie die erste zentrale gemeinsame Krisenerfahrung in Deutschland. «Und das Schöne ist: Die Menschen in Ost und West ticken in dieser Krise gleich.» 30 Jahre nach der Wiedervereinigung gebe es keine Unterschiede. «Corona ist der beste Beweis dafür, dass dieses Land zusammengewachsen ist.

Deutschland

25.07. 07:52

Kreuzfahrt mit Hygienekonzept

Am Abend ist nach langer Corona-Pause das erste Kreuzfahrtschiff aus einem deutschen Hafen ausgelaufen. Mit 1200 Passagieren an Bord geh es zu einer dreitägigen Rundreise in Richtung Norwegen. Die Passagiere verbringen das Wochenende ohne Landgang auf See und kehren am Montagmorgen in die Hansestadt zurück. An Bord gilt ein strenges Hygiene-Konzept.

Deutschland

25.07. 07:14

Neuer Rekordwert bei Neuinfektionen

Noch nie seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind der Weltgesundheitsorganisation innerhalb von 24 Stunden so viele Neuinfektionen gemeldet worden wie gestern. Insgesamt waren es laut WHO mehr als 284.000 Fälle. Auch in Deutschland steigen die Zahlen: zuletzt waren es 815 Fälle an einem Tag. Als neue Eindämmungsmaßnahme können sich Auslandsreisende nach ihrer Rückkehr nach Deutschland künftig kostenlos testen lassen.

WELT

25.07. 06:16

Weitere Probleme mit der Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App macht wohl auch auf iPhones Probleme - nicht nur auf Android-Geräten. Nach Recherchen von tagesschau.de funktioniert auf vielen iPhones die Kontaktüberprüfung nur lückenhaft. Nutzer seien teilweise über Wochen nicht informiert worden, ob sie Kontakt zu Infizierten hatten oder nicht. Bei Android-Geräten sollen die Probleme inzwischen mit einem Update behoben sein.

Deutschland

24.07. 19:12

Trotz Wiesnabsage: Karussells, Buden, Maßkrug und Oktoberfestbier

In normalen Jahren ist die Münchner Theresienwiese im Juli eine Großbaustelle - der Aufbau des Oktoberfests dauert Monate. Dieses Jahr wird statt der Bierzelte auf dem Festgelände ein Corona-Testzelt aufgebaut. In diesem Sommer ist alles anders. Trotzdem soll in München ein bisschen Festlaune aufkommen.

Trotz der Oktoberfest-Absage wird originales Wiesnbier fließen. Es gibt den Wiesn-Bierkrug, Brauereigespanne rollen durch die Straßen. Besucher können vom Riesenrad den Blick über die Stadt genießen und gebrannte Mandeln kaufen. Anstatt auf der Wiesn drehen die Ochsen «Max» oder «Paul» am Chinesischen Turm im Englischen Garten am Grill.

Am Freitag eröffnete Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) den «Sommer in der Stadt». Ein Riesenrad steht auf dem Königsplatz, ein 90 Meter hohes Kettenkarussell kreist am Olympiagelände, dort auch eine Art Achterbahn, ein Autoscooter und das magenhebende Geschäft Breakdance aufgebaut. Schießbuden, Trachtenstände, Zuckerwatte und Lebkuchenherzen gibt es an verschiedenen Plätzen - aber auch Kultur und Sport, Konzerte, Kabarett, Beachvolleyball und Tischtennis.

Der «Sommer in der Stadt» soll kein Ersatz für das Oktoberfest sein, wie die Verantwortlichen betonen. «Es ist keine Mini-Wiesn», sagte Reiter. Das Programm solle Schausteller, Marktkaufleute und Kulturschaffende unterstützen, die unter der Krise besonders litten - auch durch die Absage der Wiesn. Zudem sei zu erwarten, dass viele Münchner nicht verreisen - «und da braucht es ein bisschen Abwechslung.» «Es geht darum, die Gelegenheit zu bieten, in den Stadtvierteln Spaß zu haben; Kunst und Kultur zu erleben.» Das dezentrale Konzept ermögliche es, auszuweichen und Abstand zu halten.

«Wenn es voll ist, kann man woanders hingehen oder an einem anderen Tag kommen», sagt auch Wirtschaftsreferent und Wiesnchef Clemens Baumgärtner (CSU). Auch wenn nun etwas Volksfeststimmung aufkomme, es sei keine Wiesn, und die werde er sehr vermissen. «Es ist wie eine eigene Jahreszeit.» Sechs Millionen Gäste kommen jedes Jahr, gut die Hälfte aus München. Der Wirtschaftswert liegt bei rund 1,3 Milliarden Euro. «Es ist emotional und auch ökonomisch ein schwieriger Moment für die Stadt», sagte OB Reiter im April bei der Absage des Festes.

Am 19. September hätte Reiter das erste Fass Bier angezapft. Im Morgengrauen wären die ersten Gäste in Dirndl und Lederhose zur Festwiese gezogen, um die besten Plätze zu ergattern.

Einen kleinen Ersatz soll es nach den Vorstellungen der Wirte aber doch geben. Gaststätten in der Innenstadt und Wiesnwirte wollen am geplatzten ersten Wiesntag eine Mini-Version starten, mit Wiesnbier, Brezen, Hendl und Haxn.

Diese «Wirtshauswiesn» knüpfe an die Ursprünge der Wiesn vor gut 200 Jahren an, sagt der Sprecher der Münchner Innenstadtwirte, Gregor Lemke. «Als 1810 die erste Wiesn stattgefunden hat, gab es keine Zelte. Es gab nicht diese Verpflegungsmöglichkeiten auf der Theresienwiese. Die Menschen sind danach in die Stadt gezogen, in die Wirtshäuser. Da haben wir eine Analogie zur Wirtshauswiesn.» Die Marke Wirtshauswiesn ist geschützt. An der Umsetzung wird getüftelt.

Partystimmung eng an eng mit Tanzen auf den Bänken wird es nicht geben - schlechte Karten für Flirtwillige. Vorgabe: Abstand, Maske - und Tracht. Ein Stammgast habe angekündigt, er werde sich allein mit einem Kasten Bier auf die Theresienwiese setzen. «Da haben wir - und auch die anderen Kollegen - zu den Stammgästen gesagt: Kommt doch zu uns», sagt der zweite Wiesnwirtesprecher Christian Schottenhamel. Hätte sie stattgefunden, so glaubt Schottenhamel, wären die Gäste ohnehin ferngeblieben - aus Angst vor der Ansteckung. In Krisenzeiten sinkt die Feierlaune. So war es auch in Jahren nach Terrorschlägen.

Auch in anderen Orten gibt es nach der Absage aller Volksfeste Alternativprogramme. In Hof stehen Fahrgeschäfte und Buden auf Plätzen. In Landshut organisierten Wirte eine Drive-in-Dult. Die Gäste konnten Mandeln und Lebkuchenherzen kaufen - und im Auto Volksfeststimmung erleben: Mit einer Fahrt durch ein Festzelt, in dem auf Bildschirmen Fotos und Videos früherer Jahre zu sehen waren.

Die Hoffnung liegt auf dem nächsten Jahr. Dann, da ist Wiesnchef Baumgärtner zuversichtlich, wird alles wieder sein wie immer. «Ich bin der festen Überzeugung, dass es die Wiesn 2021 geben wird.»

Bayern

24.07. 19:11

Schluss mit Pauken: Bayerns Schüler starten in die Sommerferien

Nach einem wegen der Corona-Pandemie außergewöhnlichen Schuljahr sind etwa 1,65 Millionen Schüler in Bayern am Freitag in die Sommerferien gestartet. Die Zeugnisausgabe zum Ende des Schuljahres verlief heuer anders als sonst und auf Straßen und Flughäfen blieb es zum Ferienstart leerer als in den Vorjahren. Bayerns Urlaubsregionen stellen sich derweil auf viele Kurzentschlossene ein, die coronabedingt ihren Urlaub «dahoam» verbringen wollen. Eine Übersicht:

ZEUGNISAUSGABE: Nach Angaben des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) und des Kultusministeriums liefen die Zeugnisausgaben an den Schulen unterschiedlich ab: Um die Abstandsregelungen einzuhalten, seien die Zeugnisse teils gestaffelt an kleinere Schülergruppen verteilt oder im Freien überreicht worden. «Ein Schuljahr wie dieses, das so ganz anders war, braucht trotzdem einen Abschluss. Deshalb war der heutige Tag wichtig: Man hat trotzdem sein Zeugnis bekommen und dieses Gefühl «jetzt sind Ferien»», sagte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann.

STAUS: Der ADAC rechnet am ersten Ferienwochenende mit typischen Stauschwerpunkten auf diversen Autobahnen wie der A8, der A9 und der A95 sowie auch auf kleineren Nebenstraßen und Zufahrten zu den bayerischen Urlaubsgebieten. Am Freitagnachmittag gab es zunächst landesweit einige kürzere Staus - hier kamen mutmaßlich Urlauber und Wochenendpendler auf den Straßen zusammen, sagte ein Sprecher. Insgesamt sei aber für das gesamte Wochenende wesentlich weniger Verkehr als in den Vorjahren zu erwarten.

FLUGHÄFEN: Auch an den Flughäfen München und Nürnberg wird es trotz Ferienbeginns in den nächsten Tagen nur einen Bruchteil der sonst üblichen Flugverbindungen geben. Am Freitag waren in München insgesamt etwa 340 Flugbewegungen geplant, sagte ein Flughafensprecher am Nachmittag - im Vorjahr seien es zu Ferienbeginn knapp 1100 an einem Tag gewesen.

BAHNREISEN: Pünktlich zum Ferienbeginn können Bahnreisende aus dem Freistaat wieder nach Regelfahrplan über den Brenner nach Italien fahren. Ab sofort fahren wieder fünfmal täglich Reisezüge von München über Innsbruck und Südtirol nach Verona, Venedig oder Rimini. Der Übergang am Brenner war wegen der coronabedingten Grenzschließungen für Reisezüge zwischenzeitig wochenlang gesperrt. Reiselustigen empfiehlt die Bahn, frühzeitig Tickets und Reservierungen zu buchen.

URLAUB «DAHOAM»: Bayerns typische Ausflugs- und Urlaubsregionen rechnen mit zahlreichen Besuchern - den Tourismusverbänden Franken, Allgäu und Oberbayern zufolge werden besonders viele Tagesausflügler erwartet. Vor allem in den städtischen Bereichen gebe es aber noch reichlich Kapazitäten für kurzentschlossene Übernachtungsgäste.

Markus Pillmayer, Tourismus-Professor an der Hochschule München, appellierte an das Verantwortungsgefühl sowohl von Gastronomen als auch von Touristen und warb für die weiterhin konsequente Umsetzung der Infektionsschutzmaßnahmen. «Gegenseitige Rücksichtnahme und Vorsicht muss das oberste Primat sein. Solche Bilder wie aus Mallorca möchte ich in Bayern nicht haben - aber das kann ich mir auch nicht vorstellen.»

Zwar könne es an einigen besonders beliebten Zielen wie etwa dem Walchensee oder dem Tegernsee punktuell zu bestimmten Stoßzeiten Überfüllungen geben. Als Overtourism sei die aktuelle Buchungslage in Bayern aber nicht zu bezeichnen, betonte Pillmayer.

Bayern

24.07. 19:10

Bayreuth ohne Festspiele - aber mit Konzert

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten beginnen an diesem 25. Juli auf dem Grünen Hügel von Bayreuth keine Richard-Wagner-Festspiele. Die Corona-Pandemie hat Deutschlands bekanntestem Opern-Festival einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Doch ganz ohne den Meister müssen die Wagnerianer auch in diesem Jahr nicht auskommen. In der Villa Wahnfried, dem früheren Wohnhaus Richard Wagners, veranstalten die Festspiele am Samstag (16.00 Uhr) ein Konzert mit den Bayreuther Sängerstars Camilla Nylund und Klaus Florian Vogt, das von Musikdirektor Christian Thielemann dirigiert wird und live auf BR-Klassik übertragen werden soll.

Außerdem gibt der dänische Komponist und Performance-Künstler Simon Steen-Andersen mit seiner Video-Produktion «The Loop of the Nibelung» ganz neue Einblicke in das Festspielhaus. Sie soll vom 28. Juli an unter anderem auf der Homepage der Bayreuther Festspiele zu sehen sein. BR und Festspiele kündigten eine «audiovisuelle Erkundung des mythischen Bayreuther Festspielhauses und des Werks von Wagner» an.

Für das kommende Jahr geht der kommissarische Geschäftsführer der Festspiele, Heinz-Dieter Sense, trotz der Corona-Pandemie von einer «normalen» Spielzeit 2021 aus. «Ich rechne damit, dass wir im nächsten Jahr wieder normale Festspiele haben», sagte er dem «Nordbayerischen Kurier» (Samstagsausgabe). Zu Abstandsvorschriften für Musiker im Orchestergraben sagte er: «Dieses Problem wird sich nächstes Jahr nicht mehr stellen.»

Der 81 Jahre alte Sense ersetzt derzeit Festspielchefin Katharina Wagner, die schwer erkrankt ist und ihre Arbeit voraussichtlich erst im Herbst wieder aufnehmen wird.

Nach Angaben von Senses Co-Geschäftsführer Holger von Berg sind die finanziellen Einbußen massiv. Wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte, gingen durch die Absage in diesem Jahr Einnahmen von 15 Millionen Euro verloren.

Bayern

24.07. 18:51

Corona-Tests an Flughäfen

Bundesweit sollen an allen Flug- und Seehäfen Corona-Teststationen eingerichtet werden. Das haben die Gesundheitsminister von Bund und Ländern entschieden. Das soll vorerst aber nur für Urlauber aus Risikogebieten, wie der Türkei, Israel und den USA gelten. Fast alle EU-Staaten fallen nicht darunter - Urlaubsrückkehrer aus den Ländern müssen zu herkömmlichen Test-Stationen. Wer keinen negativen Test vorzeigen kann, muss weiterhin für zwei Wochen in Quarantäne.

Deutschland

24.07. 13:16

Corona-Studie bei Regensburger Domspatzen soll Schule sicherer machen

Mit einer Corona-Studie bei den Regensburger Domspatzen will die Staatsregierung den künftigen Schulalltag in Pandemiezeiten in Bayern vorbereiten. «Ziel ist, den Schulbetrieb künftig so gut es geht zu ermöglichen und großflächige Schulschließungen aufgrund von Corona-Infektionen zu vermeiden», sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Freitag in München. Die Studie zur Vermeidung von Corona-Ausbrüchen solle dazu beitragen, praktikable Strategien für eine sichere, effiziente und sinnvolle Testung von Schülern auf das Coronavirus zu entwickeln.

Im Rahmen der freiwilligen Studie werden Schüler im Alter von 10 bis 21 Jahren 16 Wochen lang regelmäßig auf das Coronavirus getestet. Dies erfolgt mittels eines Rachenabstrichs, den die Schüler selbst vornehmen können. Die Ergebnisse erhalten die Schüler über eine datensichere Software. Auch die Schulleitung wird anonym über die Testergebnisse informiert, um den Schul- und Chorbetrieb entsprechend zulassen zu können. Wird eine Corona-Infektion nachgewiesen, tritt der Quarantäneplan der Schule in Kraft.

Durchgeführt wird das Forschungsprojekt STACADO (STudie zur Ausbruchsvermeidung von CoronA bei den DOmspatzen) von der Kinderuniversitätsklinik Ostbayern und der Universität Regensburg. Die Kosten für die Studie (113 400 Euro) trägt die Staatsregierung.

Die Domspatzen seien durch den Alltag in der eigenen Schule mit angeschlossenem Internat und täglichen Chorproben in der Pandemie besonders Gefahren ausgesetzt, hieß es weiter. Neben Erkenntnissen für den Schulalltag erhoffen sich die Studienleiter auch wichtige Aussagen darüber, wie durch intelligentes Testen an Kultureinrichtungen eine Corona-Infektion frühzeitig erkannt und ein Ausbruchsgeschehen verhindert werden können.

Regensburg Stadt

24.07. 12:18

Keine Veränderung zum Vortag

Im Landkreis Neumarkt gab es auch heute im Vergleich zu den Vortagen keine Veränderung bei der Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus. Aktuell sind damit fünf mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 414.

Neumarkt

24.07. 10:25

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 485 positive Fälle (keine Veränderung zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 23.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim).Die gute Nachricht des Tages: 438 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 90 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

24.07. 08:52

Webasto-Chef zu Corona: «Wir haben verdammt viel richtig gemacht»

Ein halbes Jahr nach den ersten Corona-Infektionen in Deutschland beim Automobilzulieferer Webasto zieht dessen Chef Holger Engelmann ein positives Fazit des damaligen Krisenmanagements. «Ich glaube, wir haben verdammt viel richtig gemacht. Wie wir damals gehandelt haben, ist auch aus heutiger Sicht eine Blaupause, wie man Infektionsketten unterbricht», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Wir haben schnell und transparent reagiert, haben schnell getestet und Hygienemaßnahmen eingeführt. Ich glaube, so kann man aufflackernde Ausbrüche in den Griff bekommen. Aber man braucht natürlich immer auch ein bisschen Glück.» Den Ausbruch am Hauptsitz in Stockdorf hat Webasto laut Engelmann gut verkraftet. Wirtschaftlich habe er keine großen Auswirkungen gehabt. Und auch ein möglicher Reputationsschaden sei am Unternehmen vorbeigegangen. «Wir hatten die Sorge, dass wir als diejenigen dastehen, die Corona nach Deutschland gebracht haben», sagte Engelmann. Aber es sei gelungen, als Unternehmen gesehen zu werden, das verantwortungsvoll mit der Herausforderung umgeht. Der Ausbruch bei Webasto war am 27. Januar bekannt geworden. Eine chinesische Mitarbeiterin des Unternehmens hatte das Virus auf einer Dienstreise mitgebracht. Webasto schloss seine Zentrale für zwei Wochen. Es gelang, den Ausbruch einzugrenzen und die Infektionsketten zu unterbrechen. «Die Behörden haben an uns eine Art Probefall durchexerzieren können, der gut ausgegangen ist», sagt Engelmann rückblickend. «Vielleicht haben wir in Deutschland dadurch auch einen kleinen Vorsprung gehabt, bevor die richtige Welle losging.» (dpa)

Deutschland

24.07. 07:52

Deutsche haben sich an Corona-Regeln gewöhnt

Die Menschen in Deutschland haben sich offenbar an die Corona-Schutzmaßnahmen gewöhnt. Im ARD-Deutschlandtrend gaben fast 80 Prozent der Befragten an, Abstand zu halten und in Geschäften und Verkehrsmitteln Mund-Nasen-Schutz zu tragen. 19 Prozent sagten aus, dass ihnen dies noch schwer falle. Unter Anhängern von AfD und FDP war dieser Anteil laut der Umfrage besonders hoch.

Deutschland

24.07. 07:19

1,65 Millionen Schüler starten in Bayern in die Sommerferien

Nach einem wegen der Corona-Pandemie außergewöhnlichen Schuljahr beginnen für etwa 1,65 Millionen Schüler in Bayern am Freitag die Sommerferien. Für die Zeugnisvergabe, bei der heuer die coronabedingten Abstands- und Hygieneregelungen eingehalten werden müssen, gebe es keine einheitlichen Regelungen, teilte das Kultusministerium vorab mit. Denkbar seien etwa gestaffelte Ausgabetermine für kleinere Schülergruppen. Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes, verwies außerdem auf die Möglichkeit an vielen Schulen, die Zeugnisse draußen zu verteilen. So könnten sich alle Schüler vor den Ferien noch einmal sehen. Der ADAC rechnet zum Ferienstart zwar mit vollen Straßen im Freistaat. Allerdings seien Verzögerungen wegen weniger Auto-Fernreisen ins Ausland meist nicht auf den Autobahnen zu erwarten, sondern eher auf kleineren Nebenstraßen und Zufahrten zu den bayerischen Urlaubsgebieten. Einem Sprecher zufolge ist insgesamt im Vergleich zu den Vorjahren mit einem deutlich geringeren Verkehrsaufkommen zu rechnen. Auch an den Flughäfen München und Nürnberg wird es trotz Ferienbeginns nur einen Bruchteil der sonst üblichen Flugverbindungen geben. Für das erste Ferienwochenende seien in München etwa 1000 Flugbewegungen geplant – so viele wie sonst an einem Tag, sagte ein Flughafensprecher. (dpa)

Bayern

24.07. 06:48

Nominierungsparteitag der US-Republikaner entfällt

Der für Ende August geplante Nominierungsparteitag der US-Republikaner in Florida fällt aus. Grund ist die stark steigende Zahl der Coronavirus-Infektionen in den USA. Präsident Trump sagte im Weißen Haus, es sei nicht die richtige Zeit, um einen großen, überfüllten Parteitag abzuhalten. Trumps Nominierung für die Wahl am 3. November soll nun in kleinerem Rahmen erfolgen. In den USA wurden mittlerweile mehr als vier Millionen Corona-Infektionen bestätigt.

WELT

23.07. 19:50

Tschechien führt Maskenpflicht wieder ein

Der tschechische Gesundheitsminister Adam Vojtěch hat heute Abend im Rahmen eine Pressekonferenz bekannt gegeben, dass ab Mitternacht von Freitag auf Samstag auf dem gesamten Gebiet der Tschechischen Republik wieder die Pflicht zum Tragen von Schutzmasken bzw. Gesichtsmasken beim Besuch von Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen in Innenräumen gilt. Dies betrifft auch Hochzeiten und Beerdigungen. Einkaufszentren und öffentliche Verkehrsmittel sind hingegen ausgenommen, die Pflicht betrifft vor allem Tanzveranstaltungen, Clubbesuche und Konzerte. Hintergrund für die Wiedereinführung der Maskenpflicht ist die Entwicklung der Corona-Situation im östlichen Teil der Tschechischen Republik und in Prag. Dort kam es in den vergangenen Tagen zu zahlreichen Neuinfektionen. Im westböhmischen Raum bzw. im Grenzgebiet zu Bayern ist die Situation hingegen stabil. Aktuell sind in der Tschechischen Republik über 5.000 Menschen an Corona erkrankt. Bis Donnerstagabend kamen 159 neue bestätigte Fälle hinzu. Laut Gesundheitsminister Vojtěch ist die Situation nicht alarmierend. Man sei sich jedoch bewusst, dass ein gewisses Risiko bestehe und man vorbeugende Maßnahmen treffen müsse. Daher werden Großveranstaltungen in Innenräumen ab Montag auch auf maximal 500 Personen begrenzt.

WELT

23.07. 16:43

Mehr als 50 000 Coronavirus-Fälle in Bayern

Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Bayern hat die Marke von 50.000 überschritten. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen vom Donnerstag (Stand 9.00 Uhr) waren bis dato 50.045 Menschen zwischen Main und Alpen positiv auf das neuartige Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Knapp die Hälfte der Fälle betrifft allein den Regierungsbezirk Oberbayern. 2616 Menschen sind den Daten zufolge bislang im Freistaat gestorben, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 46 400 Patienten; diese Zahl beruht auf einer Schätzung. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt bayernweit bei 3,73. Im Landkreis Hof ist sie mit 16,79 am höchsten. Hier hatte es mehrere Fälle in der Stadt Rehau gegeben. Mehrere Regionen wie Ansbach, Cham, Memmingen, Garmisch-Partenkirchen, Rhön-Grabfeld und Tirschenreuth verzeichnen den Angaben zufolge seit einer Woche sogar gar keine Neuinfektion mehr. Nicht nachgewiesene Fälle werden natürlich nicht erfasst. Als kritisch gilt ein Wert von 50 oder mehr Infektionen in sieben Tagen auf 100.000 Einwohner einer kreisfreien Stadt oder eines Landkreises.

Bayern

23.07. 14:45

Keine Veränderung zum Vortag

Im Landkreis Neumarkt gab es heute im Vergleich zu gestern keine Veränderung bei der Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus. Aktuell sind damit fünf mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 414.

Neumarkt

23.07. 12:12

Fußball-Sperren werden erlassen

Straferlass im bayerischen Amateurfußball: Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat in seiner Video-Sitzung für die aktuell aufgrund der Corona-Pandemie bis zum 1. September 2020 ausgesetzte Saison 2019/20 einstimmig eine Amnestie für Spielsperren im Erwachsenenbereich für den Feldfußball beschlossen. Die zum Beschlusszeitpunkt noch offenen Spieltagssperren in Höhe von ein bis drei Spielen werden demnach komplett erlassen. Die betroffenen Spieler wären folglich beim angedachten Re-Start spielberechtigt. Spieltagssperren in Höhe von noch vier bis acht Partien werden ab dem vom Vorstand beschlossenen Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in eine Zeitstrafe umgewandelt, wobei ein Spiel einer Woche Sperre entspricht.

„Wegen der Corona-Pandemie mussten wir alle gemeinsam schon eine lange Zeit auf die schönste Nebensache der Welt verzichten. Jetzt fiebern wir alle dem Re-Start entgegen und hoffen, dass es von Seiten der Behörden grünes Licht für die Fortsetzung der aktuell ausgesetzten Saison ab 1. September gibt. Um zumindest denjenigen Spielern, die den Großteil ihrer Sperre schon verbüßt haben, die Chance zu geben, beim Liga-Neustart und dem Auftakt der neuen Ligapokale auch dabei sein zu können, haben wir uns für einen Straferlass bei überschaubaren Rest-Spielsperren geeinigt. Spieler, die sich gröberer Vergehen schuldig gemacht haben und deshalb von den unabhängigen Sportgerichten zu längeren Sperren verurteilt worden sind, müssen sich hingegen weiter gedulden. Aber für sie läuft ab dem vom Vorstand beschlossenen Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Spielbetriebs die Uhr“, erklärt der für die Sportgerichtsbarkeit zuständige BFV-Vizepräsident Reinhold Baier.

Bayern

23.07. 10:49

Lehren aus der Corona-Pandemie: Bundesärztekammer fordert Personaloffensive für Gesundheitsämter

"Eine der zentralen Lehren der Corona-Pandemie ist die wesentliche Bedeutung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes für den Schutz der Bevölkerung. Dabei hat sich gezeigt, dass die Gesundheitsämter technisch und personell zwingend besser ausgestattet werden müssen", erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt anlässlich der Veröffentlichung des BÄK-Positionspapiers "Lehren aus der Corona-Pandemie: Dauerhafte Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes dringend erforderlich". In einem Schreiben an den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, die Gesundheitsminister der Länder und die Mitglieder des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags begrüßte Reinhardt gleichzeitig den von der Bundesregierung angekündigten Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst. "Dringend erforderlich ist angesichts der erschreckend schlechten personellen Situation des ÖGD insbesondere die Gewinnung ärztlichen Nachwuchses", forderte Reinhardt darin. Voraussetzung dafür ist aus Sicht der Ärzteschaft ein arztspezifischer Tarifvertrag. "Die Kollegen in den Gesundheitsämtern sind keine Verwaltungsangestellten, sondern Ärzte. Dies ist entsprechend zu vergüten", stellte der BÄK-Präsident klar. Nur so könnten Gesundheitsämter mit anderen medizinischen Einrichtungen um hochmotivierte Ärztinnen und Ärzte konkurrieren. (ots)

Deutschland

23.07. 09:13

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 485 positive Fälle (+1 zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 22.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). Die gute Nachricht des Tages: 438 Personen (+7 zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 90 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

23.07. 08:07

Staatsregierung lädt zum Digitalisierungsgipfel

Die Corona-Krise hat die Defizite bei der Digitalisierung an den bayerischen Schulen offengelegt - aber dem Thema auch Schwung verliehen. Den will die Staatsregierung nun aufgreifen und lädt Vertreter der kommunalen Spitzenverbände wie dem Städtetag sowie von Lehrer-, Eltern- und Schülerverbänden heute (10.00 Uhr) nach München in die Staatskanzlei zu einem Digitalisierungsgipfel. «Ziel ist es, im gemeinsamen Schulterschluss den Schwung bei der Digitalisierung an den Schulen in Bayern mitzunehmen und weiter zu verstärken», heißt es in der Einladung. Im Anschluss (12.00 Uhr) wollen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sowie Vertreter der Verbände über die Ergebnisse informieren. Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach (CSU), die auch bei dem Treffen dabei ist, hatte im Vorfeld der Deutschen Presse-Agentur gesagt: «Digitale Lehrangebote sollten künftig verstärkt als Ergänzung zum Unterricht genutzt werden, auch, um die Kinder und Jugendlichen auf die digitale Arbeitswelt vorzubereiten.» Man könne aber nicht erwarten, dass analoger Unterricht von heute auf morgen digital abgebildet werden kann. Der Freistaat habe noch Glück gehabt, dass man auf der Plattform mebis aufsetzen und so Arbeitsmaterialien austauschen konnte. Zudem seien kurzfristig etwa Leihgeräte für Schüler eingesetzt worden. «Das wäre unter normalen Umständen nicht so schnell gekommen», so Gerlach. «Darauf wollen wir nun aufbauen.» (dpa)

Bayern

23.07. 07:40

Regensburg startet Aktion "Sommerflimmern"

Die Stadt Regensburg möchte Kulturschaffende unterstützen. Denn sie sind die unter den Folgen der Corona-Pandemie wohl am stärksten betroffene Berufsgruppe, heißt es in einer Mitteilung. Deswegen gibt es jetzt die Aktion „Sommerflimmern“. Im Zeitraum von Mitte bis Ende August wird deshalb der Innenhof des Thon-Dittmer-Palais für die Regensburger Kulturszene geöffnet. Davor können sich alle Regensburger Bands, Ensembles und Gruppen mit maximal 7 Personen bis nächsten Dienstag dafür bewerben. Dann tritt eine Jury zusammen, die 12 Beiträge auswählt. 

Regensburg Stadt

23.07. 07:22

Ferien-Zeltlager im Landkreis Kelheim findet statt

Trotz Corona wird auch dieses Jahr in Kelheim ein Zeltlager für Jugendliche angeboten. In der ersten Ferienwoche finden sie hinter dem Keldorado die Möglichkeit, ihre Freizeit aktiv und sportlich zu gestalten. Die Katholische Jugendstelle Kelheim, die das ganze veranstaltet hat sich dazu ein spezielles Hygienekonzept ausgedacht. Kelheims Bürgermeister Christian Schweiger unterstützt das Ganze. Gerade für Jugendliche sei es wichtig, dass sie wieder rauskommen und Platz für ihre Entfaltung haben, so seine Worte.

Kelheim

23.07. 07:04

Kritik zu Corona-Test für Urlausrückkehrer

Die deutschen Flughäfen sehen wegen der angedachten Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten offene Fragen. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen erklärte, Mitarbeiter der Flughäfen seien nicht befugt, die Gesundheit der Passagiere zu überprüfen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen, dass Reisende, die aus Corona-Risikogebieten zurückkommen, verpflichtend getestet werden. Einen Beschluss gibt es aber noch nicht.

Deutschland

22.07. 18:06

Eine neue Infektion in Schwandorf

Mit einem positiven Befund, der heute aus dem Stadtbereich Schwandorf bekannt wurde, ist die Zahl der Fälle im Landkreis Schwandorf auf 511 gestiegen.

Informationen zum Coronavirus sind auf der Homepage https://corona.landkreis-schwandorf.de zusammengefasst.

Schwandorf

22.07. 14:36

Trotz Corona: Hochbetrieb auf den Baustellen des Bundes und des Freistaates Bayern in der Oberpfalz

Die Staatlichen Bauämter Amberg-Sulzbach und Regensburg betreuen im Regierungsbezirk Oberpfalz insgesamt 553 Bundes- und Landesliegenschaften mit mehr als 2.000 Gebäuden sowie ein rund 2.700 km langes Bundes- und Staatsstraßennetz. Trotz der Corona-Pandemie herrscht auf den Baustellen des Bundes und des Freistaats Bayern Hochbetrieb und die Projekte werden zügig fortgeführt. „Diese kontinuierliche Bautätigkeit auf hohem Niveau sichert in schwierigen Zeiten nicht nur Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum in unserer Region, sondern sie trägt durch die Instandhaltung und Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur auch zur kontinuierlichen wirtschaftlichen Weiterentwicklung der Oberpfalz bei“, betont Regierungspräsident Axel Bartelt.

Im Jahr 2019 haben Bund und Freistaat Bayern rund 255 Mio. € allein für ihre Infrastruktur im Hochbau in der Oberpfalz investiert. Auch im Jahr 2020 bewegen sich die Ausgaben für Hochbauprojekte auf vergleichbar hohem Niveau. So investiert der Staat verstärkt in den Hochschulbau, setzt wichtige Projekte für Polizei und Feuerwehr um, schafft Wohnraum für sozial Schwache oder setzt Aufträge in den Truppenübungsplätzen der US-Streitkräfte um.

Im Straßenbau betreuen die beiden Staatlichen Bauämter Amberg-Sulzbach und Regensburg eine Vielzahl an Baumaßnahmen, die dem Neu- und Ausbau sowie der Erhaltung des Bundes- und Staatsstraßennetzes in der Oberpfalz dienen. Das Investitionsvolumen hierfür wird im Jahr 2020 rund 100 Mio. € betragen. Davon wird rund die Hälfte der Mittel für die notwendige Bestandserhaltung der Fahrbahndecken und Brückenbauwerke ausgegeben und rund 4 Mio. € in den Neubau von Geh- und Radwegen entlang der Bundes-und Staatsstraßen investiert.

 

Hochbauprojekte in der Oberpfalz:

Im Bereich Hochbau bildet der Hochschulbau einen Schwerpunkt der staatlichen Investitionen in der Oberpfalz. So wird an der Universität Regensburg derzeit die Tiefgarage mit Gesamtkosten in Höhe von 60 Mio. € saniert. Gleichzeitig laufen vorbereitende Maßnahmen zum Neubau des Vorklinikums mit Gesamtkosten in Höhe von 140 Mio. €. Am Universitätsklinikum wird ein Klinikgebäude mit dem Schwerpunkt Stammzellentransplantation gebaut. Die Gesamtkosten betragen hierfür 48,5 Mio. €. An der OTH Regensburg wird mit Hochdruck an der Fertigstellung des Fakultätsgebäudes für Architektur (29,6 Mio. € Gesamtkosten) und am Gebäude für die Hochschulverwaltung (20 Mio. € Gesamtkosten) gearbeitet. Hier fand heute ein Pressetermin mit Staatsministerin Kerstin Schreyer an der OTH Regensburg statt.

Für die Hochschule des öffentlichen Dienstes - Fachbereich Polizei - wird die Klosterburg in Kastl generalsaniert. Die Gesamtkosten sind mit 60 Mio. € veranschlagt.

Wichtige Projekte für Polizei und Feuerwehr sind das Einsatztrainingszentrum der Polizei in unmittelbarer Nachbarschaft zum Dienstgebäude des Polizeipräsidiums Oberpfalz in Regensburg und die Erweiterung des Übungsgeländes der Staatlichen Feuerwehrschule in Lappersdorf im Zuge des Gesamtausbaus. Hierfür sind jeweils rund 7 Mio. € veranschlagt.

Das Thema Wohnraumförderung steht im Vordergrund des Projekts in der Benzstrasse in Regensburg. Dort konnten aktuell 95 Wohnungen für anerkannte Asylbewerber und einheimische Bewohner mit niedrigem Einkommen fertiggestellt werden. Die neue Wohnanlage ist das größte Projekt des staatlichen Sofortprogramms, das im Rahmen des Wohnungsbaupaktes in Bayern realisiert wird. Hier wurden insgesamt 27 Mio. € investiert.

Auch auf den Truppenübungsplätzen in Grafenwöhr und in Hohenfels wird weiterhin kräftig investiert. Neben den laufenden Maßnahmen liegen hier Planungsaufträge über Projekte mit Gesamtkosten von rund 200 Mio. € vor.

Ausblick auf das nächste Jahr: Am 1. Juli 2020 hat der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtages zwei Baumaßnahmen im Zuge der Heimatstrategie und Behördenverlagerung freigegeben. Die Neubauten für das Landesjugendamt in Schwandorf und das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Waldsassen können damit weitergeplant und gebaut werden. Hier werden ab 2021 ca. 26 Mio. € in der Oberpfalz investiert.

 

Straßenbauprojekte in der Oberpfalz:

Im Bereich Straßenbau befinden sich derzeit folgende neun wichtige Maßnahmen an Bundes- und Staatsstraßen mit einem Kostenvolumen von insgesamt 186 Mio. € in Bau:

 

·         B 16, 3-streifiger Ausbau bei Wenzenbach, Gesamtkosten 34 Mio. €

·         B 85, 4-streifiger Ausbau zwischen Wetterfeld und Altenkreith, Gesamtkosten 45 Mio. €

·         B 299, Ausbau nordöstlich Hessenreuth, Gesamtkosten 21 Mio. €

·         St 2132, Ortsumgehung Lederdorn, Gesamtkosten 14 Mio. €

·         St 2151, Ortsumgehung Rötz, Gesamtkosten 9 Mio. €

·         St 2159, Ausbau östlich Gaisthal, Gesamtkosten 9 Mio. €

·         St 2172, Ortsumgehung Plößberg, Gesamtkosten 9 Mio. €

·         St 2149, Erneuerung der Großen Regenbrücke in Nittenau, Gesamtkosten 13 Mio. €

 

Im September 2020 werden darüber hinaus die Bauarbeiten für die Ortsumgehung von Waldershof im Zuge der St 2172 mit Gesamtkosten von 32 Mio. € beginnen.

Neben den in Bau befindlichen Maßnahmen wird mit Hochdruck an der Schaffung von Baurecht für weitere dringend erforderliche Straßenbaumaßnahmen gearbeitet.

Oberpfalz

22.07. 14:34

Keine neue Coronavirus-Infektion bestätigt

Das Landratsamt Neumarkt hat uns gemeldet, dass bei der Übernahme der Infektionsdaten aus der Datei heute leider ein Fehler aufgetreten ist.

Hier die richtigen Zahlen:

Im Landkreis Neumarkt ist kein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Aktuell sind damit fünf mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 414.

Neumarkt

22.07. 12:58

Arbeitsmarkt braucht lange um sich zu erholen

Der deutsche Arbeitsmarkt wird bis zu drei Jahre brauchen, um sich von der Corona-Krise zu erholen. Das sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Scheele. Allein durch die Folgen der Corona-Krise sind nach seinen Worten aktuell fast 640 000 Menschen ohne Job. Scheele rechnet für den Sommer mit einer noch etwas höheren Arbeitslosigkeit, die auch saisonal üblich ist.
 

Deutschland

22.07. 12:56

Neue Coronavirus-Infektion bestätigt

Im Landkreis Neumarkt ist ein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Aktuell sind damit sechs mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 415.

Neumarkt

22.07. 10:50

Donald Trump hält Pressekonferenz zu Corona

US-Präsident Trump hat die Amerikaner auf eine Verschlimmerung der Corona-Pandemie eingestimmt. Es werde wahrscheinlich schlimmer werden, bevor sich die Lage verbessere, sagte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Der Präsident rief die Bürger erstmals dazu auf, Masken zu tragen. Es war das erste Mal seit knapp drei Monaten, dass Trump eine Pressekonferenz zur Corona-Pandemie hielt.

WELT

22.07. 10:01

Corona verstärkt Ärger ums Mountainbiken

Mountainbiken wird seit Jahren immer mehr zum Trend. In der Corona-Zeit waren besonders viele Freizeitsportler mit ihren geländegängigen Rädern in Wald und Bergen unterwegs - mit Folgen. «Gerade in den letzten Monaten haben sich die Beschwerden gehäuft», sagt Thorsten Schär von der Alpenregion Tegernsee Schliersee. «Es werden immer mehr Wege befahren, die nicht so geeignet sind oder nicht befahren werden dürfen.» In vielen Gebieten gibt es nach Angaben der bayerischen Staatsforsten außerdem Klagen über illegal errichtete Mountainbike-Strecken mit zum Teil befestigten Sprungschanzen. In Nürnberg habe das Ganze in der letzten Zeit Überhand genommen, sagt Forstbetreibsleiter Johannes Wurm. «Das sind Zustände, da können wir nicht länger zusehen.» Deshalb rollten jetzt die Abrissbagger. Stattdessen wollen die Staatsforsten zusammen mit der Mountainbike-Szene ein offizielles Streckennetz erarbeiten. Auch an anderen Orten laufen solche Projekte. Die Alpenregion Tegernsee Schliersee bringt dafür Politik, Tourismusorganisatoren, Land- und Forstwirtschaft und Freizeitsportler an einen runden Tisch. Ähnliches versucht der Deutsche Alpenverein (DAV) auch in einem Modellprojekt rund um Bad Tölz in Oberbayern und im Allgäu. «Um Einschränkungen rechtfertigen zu können, braucht es attraktive Alternativen», sagt Nicolas Gareis von der DAV-Mountainbikesparte. (dpa)

Deutschland

22.07. 09:18

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 484 positive Fälle (keine Veränderung zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 21.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim).Die gute Nachricht des Tages: 431 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 89 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

22.07. 08:50

Lehren aus Corona: Gesundheitssystem darf nicht «hart am Wind» segeln

Mehr Schutzkleidung, rasch verfügbare Betten in den Kliniken - und mehr Medikamente sowie Chemikalien aus dem eigenen Land: Das sind für den Münchner Mediziner Clemens Wendtner die Konsequenzen, die Deutschland aus der Corona-Krise ziehen sollte.  Das Gesundheitssystem dürfe nicht «auf Kante genäht» sein, sagte der Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing, der im Januar die ersten Corona-Patienten in Deutschland behandelt hatte. «Wir haben durch die Pandemie gelernt, dass eine Resilienz - die Fähigkeit, eine Krise zu überstehen - auch im Gesundheitswesen nötig ist», sagte Wendtner. So sollten zum Beispiel mehr Betten in Krankenhäusern kurzfristig verfügbar gemacht werden können. «Wir müssen künftig auch größere Mengen an Schutzkleidung vorhalten.» Zudem müssten Maschinen und Chemikalien zur Herstellung von Virus-Tests vorrätig sein, so dass diese im eigenen Land produzierbar seien, ebenso wie Medikamente. Der wesentliche Faktor seien darüber hinaus die Menschen, die engagiert bleiben und Hygiene, Mundschutz und Abstandsregeln ernst nehmen.«Keiner wäre heute so vermessen zu sagen: Wir haben damals alles richtig gemacht», sagte Wendtner. Umso wichtiger sei es, in Zukunft vorbereitet zu sein. Schon jetzt müsse man sich rüsten für mögliche weitere und dann eventuell andersgeartete Pandemien. (dpa)

Deutschland

22.07. 08:38

Airlines fordern Flugverkehr zwischen den USA und Europa

Mehrere Airlines wollen den Flugverkehr zwischen den USA und Europa wieder in Gang bringen. Dazu schrieben mehrere große Fluggesellschaften, darunter auch die Lufthansa, einen offenen Brief. Darin fordern sie ein einheitliches Corona-Testprogramm, durch das Einreisebeschränkungen und Quarantäne-Bestimmungen verhindert werden können. Aktuell finden nur wenige Transatlantikflüge statt. Für die Airlines sind Langstreckenverbindungen allerdings lukrativ.

WELT

22.07. 08:20

Würzburg stellt Corona-Studie für Kitas vor

Forscher der Universität Würzburg und die Stadt Würzburg stellen heute Nachmittag eine Studie zum Erkennen von möglichen Corona-Ausbereitungen in Kindergärten vor. Ziel sei es, eine Methode zu finden, wie Infektionen mit dem Virus frühzeitig, einfach und am wenigsten belastend für Kinder und deren Eltern entdeckt werden können - auch um einen kontinuierlichen Betrieb der Kinderbetreuung trotz Corona-Ausbrüchen zu ermöglichen. Die Studie mit mehr als 800 Kindern im Vorschulalter soll im Herbst beginnen.Die Teilnehmer sollen über drei Monate regelmäßig auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus getestet werden. Organisiert wird die Studie von der Stadt, der Universität und dem Universitätsklinikum Würzburg. Beteiligt sind Virologen, Allgemeinmediziner sowie die Kinder- und Jugendpsychiatrie der Würzburger Uniklinik. Das Bundesforschungsministerium unterstützt die Studie mit mehr als einer Million Euro. (dpa)

Deutschland

22.07. 08:05

Trotz Corona: Tag des offenen Denkmals in Regensburg

Trotz Corona wird in Regensburg der Tag des offenen Denkmals stattfinden. Allerdings mit Einschränkungen. Das hat die Stadt jetzt bekanntgegeben. Zum Tag des offenen Denkmals am 13. September bietet die Stadt über 40 Führungen an. Bei ihnen soll gezeigt werden, dass Regensburg zwar alte Wurzeln hat, sich aber dennoch weiterentwickelt, ohne die Wurzeln zu vernachlässigen. Zwar ist der Tag des offenen Denkmals erst im September, allerdings kann man sich schon ab Montag kostenlos per E-Mail für die einzelnen Führungen anmelden.

Regensburg Stadt

21.07. 16:13

Keine neue Coronavirus-Infektion im Landkreis

Im Landkreis Neumarkt ist kein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Eine Person wurde als genesen gemeldet. Aktuell sind damit fünf mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 414.

Neumarkt

21.07. 16:11

Weitere Neuinfektion im Landkreis Regen

Nachdem bereits am Montag eine Neuinfektion im Landkreis Regen gemeldet wurde, meldet die Pressestelle des Landratsamtes Regen am Dienstag, 21. Juli, eine weitere Infektion mit Covid-19. Demnach hat sich ein Mann aus dem Altlandkreis Regen mit dem Coronavirus infiziert. Dem Mann gehe es den Umständen entsprechend gut, so die Auskunft des Amtes. Er befindet sich nicht in der Klinik, sondern kuriert zuhause die Krankheit aus. In diesem Zusammenhang weisen die Verantwortlichen im Landratsamt wieder auf die mittlerweile schon üblichen Hygieneregeln hin: „Bitte halten Sie Abstand, tragen Sie einen Mund-Nasenschutz und husten oder niesen sie in Armbeuge. Auch auf das Schütteln von Händen sollte weiterhin verzichtet werden.“ 

Niederbayern

21.07. 11:00

Söder lobt Ergebnis des EU-Krisengipfels

CSU-Chef Markus Söder hat das von einem EU-Sondergipfel beschlossene milliardenschwere Corona-Finanzpaket gelobt. «Zum Glück konnte sich Europa einigen. Das neue Finanzpaket ist die entschlossene Antwort auf Corona», schrieb der bayerische Ministerpräsident am Dienstag auf Twitter. Söder gestand zu, dass es bei solchen Summen verständlich sei, ausführlich zu diskutieren. «Am Ende zählt aber das Ergebnis.» Er betonte: «Das ist ein starkes Signal: Europa bleibt auch in der Krise zusammen.» Ausdrücklich dankte Söder Kanzlerin Angela Merkel (CDU) für deren «großen Einsatz und Geduld». Die EU-Staaten hatten sich am frühen Dienstagmorgen auf das größte Haushalts- und Finanzpaket ihrer Geschichte geeinigt. Der Kompromiss wurde nach mehr als viertägigen Verhandlungen bei einem Sondergipfel in Brüssel von den 27 Mitgliedsstaaten angenommen. Zusammen umfasst das Paket 1,8 Billionen Euro - davon 1074 Milliarden für den nächsten siebenjährigen Haushaltsrahmen und 750 Milliarden für ein Konjunktur- und Investitionsprogramm gegen die Folgen der schweren Corona-Krise. (dpa)

Bayern

21.07. 10:27

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 484 positive Fälle (+ 1 zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 20.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim).Die gute Nachricht des Tages: 431 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 89 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

21.07. 10:05

Weniger Steuereinnahmen wegen Corona

Wegen der Corona-Pandemie sind die Steuereinnahmen des Staates deutlich eingebrochen. Im Juni war es fast ein Fünftel weniger als im gleichen Monat des vergangenen Jahres. Im Monatsbericht des Finanzministeriums heißt es, die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise und die steuerlichen Erleichterungen belasteten das Steueraufkommen. Dazu gehören unter anderem herabgesetzte Vorauszahlungen sowie Steuer-Stundungen.

Deutschland

21.07. 07:49

Sondergipfel einigt sich

Wenn EU-Staaten zur Abfederung der finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise EU-Hilfen wollen, müssen sie bestimmte Standards erfüllen. Darauf haben sich die Staats- und Regierungschefs beim Sondergipfel geeinigt. Ungarn und Polen hatten zuvor erklärt, gegen die Koppelung zu sein. Nun steht aber fest: Nur wer sich an EU-Grundwerte und Rechtsstaatlichkeit hält, soll auch EU-Gelder bekommen. Insgesamt soll es Zuschüsse von 390 Milliarden Euro und Kredite in Höhe von 360 Milliarden Euro geben.

WELT

20.07. 18:13

Mehr Geld für Forschung

Der Bund steckt mehr Geld in die Erforschung des Coronavirus. Wissenschaftsministerin Karliczek teilte mit, dass die Mittel verdreifacht worden sind: Noch nie ist in Deutschland so viel Geld in so kurzer Zeit in die Erforschung einer einzelnen Krankheit gesteckt worden. Insgesamt fördert das Wissenschaftsministerium rund 90 Forschungsprojekte.

Deutschland

20.07. 18:12

Weniger Geld für Rettungsprogramm

Im Streit um Corona-Hilfen auf dem EU-Sondergipfel hat nach Kanzlerin Merkel auch Österreichs Kanzler Kurz ein positives Zwischenfazit gezogen: Der Gesamtbetrag des Rettungsprogramms sei deutlich reduziert worden und es gebe
einen Schwerpunkt bei Investitionen, Digitalisierung und Reformen. Österreich gehört zur Gruppe der sogenannten sparsamen Vier. Sie wollen weniger Zuschüsse im Corona-Hilfsfonds, also Geld, das nicht zurückgezahlt werden muss.

WELT

20.07. 16:17

In Corona-Pandemie gespart: Landtag spendet eine Million Euro

Wegen zahlreicher abgesagter Veranstaltungen in der Corona-Krise hat der bayerische Landtag eine Million Euro eingespart. Das Geld spendet er nun an soziale Einrichtungen im Land. Unter anderem waren im Juli der traditionelle Sommerempfang des Landtags auf Schloss Schleißheim und der Tag der offenen Tür ausgefallen. Wie der Landtag am Montag mitteilte, geht die Spende an Einzelprojekte des Vereins Sternstunden im gesamten Freistaat. Das Präsidium habe den Verein ausgewählt, weil er garantiere, dass alle Spenden ohne Abzug in Projekte ausgewählter und kontrollierter Träger investiert werden.

Am Mittwoch wollen Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Vizepräsident Karl Freller und Präsidiumsmitglied Gerhard Hopp die ersten Einrichtungen in Mittelfranken und in der Oberpfalz besuchen und die Einzelspenden übergeben. Unter anderem erhält die Rummelsberger Diakonie in Schwarzenbruck im Nürnberger Land 40 000 Euro, das heilpädagogische Zentrum der Lebenshilfe in Amberg-Sulzbach 45 000 Euro sowie der Beratungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen im oberpfälzischen Amberg 20 000 Euro.

Mit dem Geld sollen die Einrichtungen ihre durch die Corona-Krise entstandenen höheren ungedeckten Mehrkosten ausgleichen. Vor allem sollen sie aber Kinder und ihre Familien noch besser unterstützen, die von der Corona-Krise massiv oder gar existenziell betroffen sind.

Bayern

20.07. 14:43

Ein Coronafall im Altlandkreis Regen

Seit Sonntag wird in der Arberlandklinik ein älterer Mann auch wegen einer Infektion mit Covid-19 behandelt. Der Mann aus dem Altlandkreis Regen war eigentlich wegen anderer gesundheitlicher Probleme in die Arberlandkliniken eingewiesen worden. Bei einem Routinetest wurde die Infektion festgestellt. Bereits am Sonntag begannen die Mitarbeiter im Gesundheitsamt Regen mit der Kontaktpersonenermittlung und der Suche nach dem Infektionsweg. Bei der Diagnose handelt es sich um die erste, im Landkreis Regen festgestellte Neuinfektion seit rund acht Wochen.

Niederbayern

20.07. 13:58

Neue Coronavirus-Infektion bestätigt

Im Landkreis Neumarkt ist ein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden.

Aktuell sind damit sechs mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 414.

 

Neumarkt

20.07. 10:22

Weitere zehn Befunde der Firma Wolf negativ

Unabhängig davon ein weiterer Fall im Landkreis Wie berichtet, wurden in der letzten Woche 646 Mitarbeiter der Firma Wolf in Schwandorf getestet. Übers Wochenende haben uns die letzten zehn noch ausstehenden Ergebnisse erreicht. Auch diese Befunde sind allesamt negativ. Unabhängig davon ist die Infektion Nr. 510 zu vermelden. Die betroffene Person wohnt in Schwandorf.

Schwandorf

20.07. 09:53

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 483 positive Fälle (+ 5 zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 19.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). Die gute Nachricht des Tages: 431 Personen (+ 1 zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 89 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

20.07. 09:38

Verschärfte Maskenpflicht in Frankreich

Frankreich führt heute eine verschärfte Maskenpflicht ein. Nun gilt sie auch in Geschäften und anderen öffentlichen Gebäuden. Grund sind die steigenden Corona-Infektionszahlen. Wer dagegen verstößt muss 135 Euro Strafe zahlen. Bislang war das Tragen einer Maske nur in öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Mittlerweile gehört Frankreich mit 30.000 Todesopfern zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Ländern.

WELT

20.07. 07:40

Coronatestzentren an Bayerischen Flughäfen geplant

Wer nach seinem Urlaub an einem bayerischen Flughafen landet, kann sich kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen. Bayerns Ministerpräsident Söder hat im ZDF-Sommerinterview angekündigt Testzentren einzurichten. Ein genaues Datum ließ er aber noch offen sagte aber: "Jetzt zu Beginn der Ferien. Wir haben ja naturgemäß immer als letztes mit den Baden-Württembergern zusammen Ferienbeginn. Wir müssen uns auf die Urlaubsrückkehrer einstellen. Das gilt auch für den Schulbeginn."

Bayern

19.07. 15:34

Landesamt: 49 693 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2614 Tote

In Bayern sind bisher 49 693 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag auf seiner Homepage mit (Stand: 9.00 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2614 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 46 050 Menschen.

Bayern

19.07. 09:19

Huml: Menschen mit Migrationshintergrund werden in Muttersprache über Corona informiert 

In Bayern werden Menschen mit Migrationshintergrund auch in ihrer Muttersprache über die Corona-Gefahren informiert. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Sonntag hingewiesen. Die Ministerin betonte: "Um die Corona-Pandemie wirksam zu bekämpfen, muss jeder die Schutzmaßnahmen gegen das Virus kennen. Deshalb brauchen Menschen, die kaum Deutsch sprechen und in Bayern leben, Zugang zu Informationen über das Virus in ihrer Muttersprache. Hier leistet unser Projekt ‘MiMi – Mit Migranten für Migranten‘ einen wichtigen Beitrag."

Das im Jahr 2008 gestartete Gesundheitsprojekt "MiMi" bildet gut integrierte Migrantinnen und Migranten zu interkulturellen Gesundheitsmediatoren aus. In ihrer Muttersprache informieren sie ihre in Deutschland lebenden Landsleute zu gesundheitsbezogenen Themen - so auch über das Sars-CoV2-Virus. Bayern hat im Rahmen seiner Initiative "Gesund.Leben.Bayern" bereits mehr als 1,6 Millionen Euro für dieses interkulturelle Gesundheitsprojekt bereitgestellt.

Huml ergänzte: "Leider kursieren im Internet immer wieder Falschmeldungen zum Coronavirus. Menschen, die sich mangels deutscher Sprachkenntnisse nicht aus anderen verlässlichen Quellen informieren können, sind besonders auf geprüfte Informationen in ihrer Herkunftssprache angewiesen. Das Projekt leistet hierbei einen wichtigen Beitrag. Durch ihre Sprachkenntnisse und ihr kulturelles Verständnis bauen die ehrenamtlichen Mediatorinnen und Mediatoren Brücken zwischen den Herkunftsländern und ihrer neuen Heimat. Für ihr großartiges Engagement danke ich allen Beteiligten herzlich."

Über den Projektpartner Ethno-Medizinisches Zentrum e.V. werden Informationen zum Coronavirus in mittlerweile 33 verschiedenen Sprachen von Arabisch bis Farsi, von Amharisch bis Russisch auf Faltblättern und online zur Verfügung gestellt. Als Informationsquelle werden hierbei das Robert Koch-Institut, das Bundesgesundheitsministerium und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung genutzt. Die Informationen sind unter folgendem Link abrufbar: http://corona-ethnomed.sprachwahl.info-data.info/ .

Außerdem kann auf der Homepage der Bayerischen Integrationsbeauftragten Gudrun Brendel-Fischer das Plakat "Corona-positiv: Was dann?" abgerufen werden. Darauf werden in 13 Sprachen Informationen zum empfohlenen Verhalten nach einem positiven Corona-Testergebnis gegeben. Das Plakat finden Sie unter folgendem Link: http://integrationsbeauftragte.bayern.de/downloads/

Bayern

19.07. 08:05

«Wo sind die Fahrgeschäfte?» - Corona-Touristen im Bayerischen Wald

Die Corona-Krise beschert dem Nationalpark Bayerischer Wald einen enormen Andrang an Besuchern. Darunter seien viele, die sonst ihren Urlaub wohl eher anderswo verbracht hätten, sagte Direktor Franz Leibl. «Da sind Leute da, die verwechseln uns mit einem Freizeitpark, die wollen etwas erleben.» Aber genau das sei der Nationalpark nicht. Zurzeit kämen Fragen wie «Wo sind die Fahrgeschäfte?», erzählte auch Rangerin Christine Schopf.

Leibl zufolge haben in Umfragen die Besucher bislang zu 95 Prozent geschrieben, sie kämen, um Ruhe und Erholung zu finden und die Natur zu erfahren. «In normalen Jahren wissen die meisten Leute schon, warum sie hier sind. Im Moment ist das Klientel ein bisschen anders.»

Und noch etwas hat sich verändert, abgesehen von völlig überfüllten Parkplätzen: Der Ton ist rauer geworden, wie Schopf berichtete. Es gebe Besucher, die viel schneller gereizt seien oder auf freundliche Hinweise, sich an die Nationalpark-Regeln zu halten, unfreundlich reagierten. Die Rücksichtslosigkeit nehme zu. Das sagte auch Leibl: «Das ist ein Trend, der sich durch Corona verfestigt hat.»

So machten es E-Bikes möglich, auf immer anspruchsvolleren, illegalen Strecken durch den Bayerischen Wald zu fahren. Früher seien Mountainbiker auf den ausgewiesenen Radwegen geblieben, sagte Schopf. Immer öfter müssten sich die Ranger aber nun mit wild fahrenden Bikern auseinandersetzen - und in Zeiten von Corona umso mehr. 

Bayern

18.07. 14:40

Landesamt: 49.693 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2614 Tote

In Bayern sind bisher 49.693 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag auf seiner Homepage mit (Stand: 9.00 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2614 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 46 050 Menschen.

Bayern

18.07. 13:29

Untersuchungen zu Poldern an der Donau verzögern sich coronabedingt

Die Untersuchungen zu möglichen Flutpoldern an der Donau verzögern sich wegen der Coronavirus-Epidemie. «Wir wollten diese Ergebnisse eigentlich in diesem Jahr haben. Durch die Pandemie können die Wissenschaftler aber nicht so arbeiten, wie sie gerne wollen», sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) dem «Straubinger Tagblatt» (Samstag). «Wir eruieren gerade, wie schnell die Technische Universität München das leisten kann. Wir müssen aber auf die Pandemie Rücksicht nehmen. Der Gesundheitsschutz steht ganz vorne.» Flutpolder sind große Rückhaltebecken, die im Fall eines drohenden Hochwassers geflutet werden sollen und so erhebliche Wassermassen aus den Flüssen nehmen. 

Konkret geht es um drei mögliche Flutpolder - in Bertoldsheim (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) sowie Eltheim und Wörthhof (Landkreis Regensburg). Eigentlich hatten die Freien Wähler unter Führung von Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) einen Baustopp für die drei Polder in den Koalitionsvertrag mit der CSU hineinverhandelt. «Bei den Flutpoldern haben wir das Dilemma, dass sie im Raum Regensburg 1300 Hektar Fläche benötigen und Hunderte Millionen Euro kosten - und dann streiten Experten, ob es 10 oder 15 Zentimeter sind, die sie 50 Kilometer flussabwärts bewirken», hatte Aiwanger Anfang vergangenen Jahres dazu gesagt.

Bürgermeister aus den anvisierten Regionen fürchten unter anderem einen Grundwasseranstieg und eine Gefährdung des Trinkwassers im Falle einer Polderflutung. Bei Grundstücken und Immobilien drohe ein massiver Wertverlust. 

Die Flutpolder seien für sehr seltene Extremereignisse gedacht, sagte Glauber dem Blatt. «Es ist wichtig, beim Hochwasserschutz auf verschiedene Maßnahmen zu setzen.» Am Donnerstag hatte der Donauausbau in Niederbayern begonnen. Das Milliardenprojekt soll die Menschen in der Region künftig besser vor Hochwassern schützen - und zugleich die Schifffahrt bei Niedrigwasser verbessern. 

Bei der Baumaßnahme geht es um etwa 70 Fluss-Kilometer zwischen Straubing und Vilshofen. Durch den Ausbau soll die Fahrrinne der Donau tiefer werden. Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes werden Deiche verlegt oder ergänzt und 17 neue Schöpfwerke errichtet.

Bayern

18.07. 09:13

Weniger Bank-Besuche

Ein Drittel der Bank-Kunden geht wegen der Corona-Krise deutlich seltener in eine Filiale. Das geht aus einer Umfrage des Banken-Bundes-Verbandes hervor, über die die "Funke"-Zeitungen berichten. Demnach erledigen 60 Prozent der Erwerbstätigen und auch 30 Prozent der Senioren ihre Geld-Geschäfte verstärkt per Online-Banking vom Computer oder Handy.

Deutschland

18.07. 08:02

Grüne fordern Geld zur Rettung der Innenstädte

Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt fordert eine Milliarde Euro vom Bund zur "Rettung der Innenstädte". In der Corona-Krise drohe sonst die Verödung von Stadtzentren und Dorfkernen, heißt es in einem Papier, aus dem die "Funke"-Zeitungen zitieren. Allein 500 Millionen Euro - sollten in einen Notfallfonds zur Städtebauförderung fließen. Davon sollen Kommunen zum Beispiel leerstehende Läden kaufen, um Raum für Bibliotheken, Repair-Cafes oder andere kulturelle und gemeinnützige Einrichtungen zu schaffen.

Deutschland

18.07. 08:01

Corona-Tests am Flughafen?

Was passiert, wenn mit Corona infizierte Urlauber nach Deutschland zurückkommen? Damit hier die Fallzahlen nicht steigen, fordert SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach kostenlose Tests für alle Rückkehrer - direkt am Flughafen und nochmal ein paar Tage später beim Hausarzt. Lauterbach sagte dem "Tagesspiegel", angesichts der Unvernunft einiger Urlauber, sollten alle Urlauber zu solchen Tests aufgefordert werden.

Deutschland

18.07. 07:01

Corona wirbelt Alltag im Kindergarten St. Korona durcheinander

Ausgerechnet der Heiligen Corona ist der Kindergarten im Passauer Stadtteil Patriching gewidmet. Seit der Ausbreitung des Corona-Virus ist der Name des Kindergartens plötzlich Gesprächsthema, wie Leiterin Andrea Optiz sagte. Früher habe sie sich wenig Gedanken über den Namen gemacht. Das hat sich geändert: «Ich werde sehr oft darauf angesprochen.»

Andrea Opitz zufolge reagieren Menschen oftmals etwas ungläubig, wenn sie beispielsweise irgendwo anrufe, um etwas zu bestellen. «Dann meinen die Geschäftspartner gerade im Norden Deutschlands sehr häufig, dass ich sie auf den Arm nehmen will», erzählt die Kindergartenleiterin. Wenn ihr Gegenüber den Namen des Kindergartens nicht glauben will, dann erzähle sie ihm von der Heiligen Corona.

Der Legende nach handelt es sich dabei um eine frühchristliche Märtyrerin. Sie gilt als Patronin des Geldes, der Metzger und Schatzgräber - aber auch als Fürsprecherin gegen Seuchen. In Bayern tragen neben dem Kindergarten in mindestens sieben Kirchen oder Kapellen den Namen der Heiligen Corona.

Niederbayern

18.07. 06:35

Arber Radmarathon ganz anders

Der Arber-Radmarathon hat dieses Jahr wegen Corona ein vollkommen anderes Gesicht. Statt Massenstart auf dem Regensburger Dultplatz und Kolonnenfahren im Bayerischen Wald muss heuer jeder für sich auf die Strecke gehen. Ab heute kann man loslegen und seinen ganz persönlichen Arber-Radmarathon absolvieren. Die Etappen sind zwischen 60 und 250 Kilometer lang, bis übernächsten Sonntag hat man Zeit dafür. Der Veranstalter Veloclub Regensburg rechnet mit etwa 1.000 Radlern. Zu normalen Zeiten waren es jeweils über 6.000. Weitere Infos gibt es hier https://veloclub-ratisbona.de/arber-radmarathon.

Bayern

18.07. 06:33

Aufatmen bei Wolf

Bei einem Reihentest beim Wursthersteller Wolf Fleisch- und Wurstspezialitäten ist bisher kein einziger Corona-Fall aufgetreten. Das Gesundheitsamt war von Montag bis Mittwoch vor Ort in Schwandorf und hat bei Wolf insgesamt fast 650 Mitarbeiter getestet. Bis gestern lagen schon knapp 640 Befunde vor. Corona konnte in keinem Fall nachgewiesen werden. 

Schwandorf

17.07. 18:33

Corona lässt Exporte aus Bayern sinken 

Das Exportgeschäft der bayerischen Unternehmen bleibt extrem schwach. Die Ausfuhren sanken im Mai um mehr als ein Drittel im Vergleich zum Vorjahresmonat, so die Daten des Statistischen Landesamts - besonders betroffen ist der Automobilbranche. Der größte bayerische Exportmarkt sind die USA - dorthin haben bayerische Firmen im Mai nicht einmal halb so viele Waren verkauft wie im Vorjahresmonat. Die Ausfuhren der Autoindustrie sind um gut 75 Prozent eingebrochen. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft rechnet denn auch nur noch mit einer extrem langsamen Erholung der Wirtschaft. Um Arbeitsplätze zu sichern, fordert sie eine Verlängerung der Kurzarbeiterregelung über das Jahresende hinaus. 

Bayern

17.07. 18:10

Bayerns Polizei nutzt Corona-Daten aus Gaststätten

So war das eigentlich nicht gedacht: Die Polizei in Bayern hat in mindestens zehn Fällen für Ermittlungen auf Gästedaten zugegriffen, mit denen Infektionsketten im Falle eines Corona-Ausbruchs zurückverfolgt werden sollten. Das hat eine Umfrage bei zehn Polizeipräsidien und dem Landeskriminalamt ergeben. Rechtlich sei der Zugriff durchaus erlaubt, stellte der Sprecher der Polizei in Augsburg klar. Die Opposition ist empört und spricht von einem Vertrauensbruch. 

Bayern

17.07. 17:18

Corona sprengt Budget des Bundesgesundheitsministers

Das Bundesgesundheitsministerium hat das Budget für Öffentlichkeitsarbeit deutlich überschritten. Wie der "Spiegel" berichtet, wurden die Werbeausgaben wegen Corona verdreißigfacht. Waren es in normalen Jahren rund eine Million Euro, flossen bis Ende Juni bereits mehr als 31 Millionen Euro für Anzeigen und Werbespots in Massenmedien. Ein Sprecher sagte, es sei darum gegangen, Fake News und Verschwörungstheorien etwas entgegenzusetzen.

Deutschland

17.07. 16:10

EU-Sondergipfel berät über Corona-Konjunktuprogramm

Die EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln auf ihrem zweitägigen Sonder-Gipfel über Aufbauhilfen, die aus der Corona-Krise führen sollen. Im Mittelpunkt steht das 750-Milliarden-Euro-Paket, das die Kommission vorgeschlagen hatte. Kanzlerin Merkel dämpfte vorab die Erwartungen: Die Unterschiede der 27 Länder seien noch "sehr sehr groß", sagte sie. Von den anderen Staats- und Regierungschefs bekam Merkel zudem Glückwünsche und auch Geschenke zu ihrem heutigen 66. Geburtstag.

WELT

17.07. 15:12

Landkreis Schwandorf: Alle Abstriche bei Fa. Wolf negativ

Nachdem im Mai Reihentestungen bei den bayerischen Schlachthöfen stattfanden, wurden die Testungen jetzt auf die großen bayerischen Schlacht-, Zerlege- und Fleischverarbeitungsbetriebe ausgeweitet. Für den Landkreis Schwandorf bedeutet das, dass nach den Testungen beim Schlachthof in Schönsee (unsere Pressemitteilungen vom 18., 20., 21. und 22. Mai) in dieser Woche bei der Firma Wolf in Schwandorf getestet wurde.

Das Gesundheitsamt war deshalb in dieser Woche von Montag bis Mittwoch vor Ort und hat insgesamt 646 Mitarbeiter abgestrichen. Aktuell liegen bereits 636 Befunde vor. SARS-CoV2 konnte in keinem Fall nachgewiesen werden. Die zehn noch ausstehenden Befunde werden im Laufe des Wochenendes erwartet.

Es verbleibt bis auf weiteres bei 509 positiven Fällen im Landkreis.

Schwandorf

17.07. 14:34

TUI sagt Partyreisen ab

Der Reiseveranstalter Tui hat wegen der Corona-Pandemie alle Partyreisen für dieses Jahr abgesagt. Partymachen sei gerade einfach nicht angesagt, sagte der Deutschlandchef des Unternehmens den "Funke-Zeitungen". Am Wochenende hatten auf Mallorca hunderte Menschen ohne Sicherheitsabstand und Masken gefeiert. Inzwischen sind die Lokale am Ballermann dicht.

Deutschland

17.07. 13:47

Landkreis Kelheim streicht Ferienpassaktion 2020 - online gibt es Alternativen

Wegen Corona sagt der Landkreis Kelheim seine Ferienpassaktion in diesem Jahr ab. Stattdessen gibt es eine online-Alternative unter dem Motto „Ferien dahoam“. Dabei erscheinen mehrmals pro Woche auf der Internetseite des Landkreises Bastelanleitungen, Kochrezepte und Mitmachaktionen. Außerdem ist auf fünf Wegen im Landkreis eine Art Schnitzeljagd geplant, die Kinder und Jugendliche zu Fuß oder per Fahrrad absolvieren können. 

Kelheim

17.07. 13:08

Keine Veränderung der Corona-Lage im Landkreis Neumarkt

Im Landkreis Neumarkt gab es heute im Vergleich zu gestern keine Veränderung bei der Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus.

Aktuell sind damit fünf mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 413.

Neumarkt

17.07. 12:42

Jakobimarkt in Schwandorf abgesagt

Der traditionelle Schwandorfer „Jakobimarkt“ mit verkaufsoffenem Sonntag am 26.07.2020 muss aufgrund der Corona-Pandemie zum Schutz der Bevölkerung leider abgesagt werden.

Das Gesundheitsamt Schwandorf kann aus Infektionsschutzgründen den Jahrmarkt derzeit nicht genehmigen. Auch die Regierung der Oberpfalz hat die Durchführung der Veranstaltung untersagt.

Schwandorf

17.07. 11:15

Immer mehr Kundenbeschwerden

Annullierte Flüge und abgesagte Bahnfahrten in der Corona-Krise lassen die Zahl der Kundenbeschwerden in die Höhe schnellen. Bei der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr haben sie für einen Rekordwert gesorgt. Aus deren Zahlen geht hervor, dass sich in den vergangenen Wochen mehr als dreimal so viele Verbraucher dort hingewandt haben wie im Vorjahreszeitrum.

Deutschland

17.07. 10:51

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 478 positive Fälle (+ 1 zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 16.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). Die gute Nachricht des Tages: 430 Personen (+ 1 zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 90 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

17.07. 10:38

Städtetag: Corona-Einschränkungen sehr eng begrenzen

Der Deutsche Städtetag hat den Beschluss von Bund und Ländern begrüßt, künftig zielgenauer auf lokale Ausbrüche der Corona-Pandemie zu reagieren. «Notwendige Schutzmaßnahmen und vor allem Bewegungseinschränkungen müssen aber zeitlich und räumlich sehr eng begrenzt werden», sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. «In jedem Fall bedeuten sie für die Bürgerinnen und Bürger Einschnitte in ihr tägliches Leben und schränken Grundrechte ein. Deshalb ist es gut, wenn wir möglichst ortsgenau, flexibel und wirksam handeln können, um Infektionsketten zu unterbrechen.» Nach dem Beschluss von Bund und Ländern soll es Ausreisesperren geben können, wenn die Zahl der Infektionen in dem betroffenen Gebiet weiter steigt oder es keine Gewissheit gibt, dass die Infektionsketten unterbrochen sind. Diese Maßnahmen sollen zielgerichtet sein und müssen sich nicht auf einen gesamten Landkreis oder eine ganze kreisfreie Stadt beziehen. Jung, der zugleich Leipziger Oberbürgermeister ist, sagte: «Alles was uns hilft, einen lokalen Corona-Ausbruch schnell und sehr zielgenau unter Kontrolle zu bringen, ist sinnvoll.» Niemand wisse zum jetzigen Zeitpunkt, wo der nächste Corona-Hotspot entstehe. «In solch einem Fall brauchen wir vor allem vor Ort sehr schnell ausreichend Testkapazitäten. Wer nachweislich negativ getestet ist, sollte sich auch wieder frei bewegen können. Wo umfassend getestet wird, können solche Beschränkungen hoffentlich schon nach wenigen Tagen wieder aufgehoben werden.» Sichergestellt werden müsse auch, dass Mobilitätseinschränkungen kontrollierbar sind. «Hier ist neben kommunalen Ordnungskräften auch Unterstützung von Sicherheitskräften der Polizei gefragt. Dazu müssen sich Länder und Kommunen eng abstimmen.» Bisher sei es mit viel Engagement und hoher Kompetenz der Gesundheitsämter gelungen, Infektionsherde schnell und vor Ort unter Kontrolle zu bringen, so Jung. «Die Städte werden alles tun, dass es so bleibt. Solche Regeln dienen dem Schutz der Menschen auch in Nachbargemeinden und der Region.» Ein möglichst zielgenauer lokaler Lockdown treffe die betroffenen Menschen hart. «Umso wichtiger ist es, diese Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht zusätzlich auszugrenzen. Was sie dann brauchen, sind Zeichen der Solidarität und Empathie.» (dpa)

Deutschland

17.07. 10:09

Polizei nutzt Gästelisten von Restaurants für Ermittlungen

Die Polizei greift bei Ermittlungen auf Gästedaten von Restaurants zurück. In mindestens zehn Fällen haben Polizisten im Freistaat bislang solche Daten genutzt, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den zehn bayerischen Polizeipräsidien sowie dem Landeskriminalamt ergab. Eigentlich sollen die Kontaktdaten der Gäste nur der Verfolgung von Infektionsketten im Zuge der Corona-Pandemie dienen. Doch in Ober- und Mittelfranken wurde solche Daten etwa auch für Ermittlungen zu versuchten Tötungsdelikten herangezogen, wie Sprecher der beiden Präsidien mitteilten. Rechtlich sei der Zugriff auf Gästedaten durchaus erlaubt, stellte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Augsburg klar. Auch wenn die Daten grundsätzlich nur für den eigentlichen Zweck genutzt werden dürften, sei für die Aufklärung von Straftaten eine «Zweckänderung» möglich. Die Strafprozessordnung sehe «Ermittlungen jeglicher Art» vor, was auch die Auswertung und Nutzung einer «Corona-Gästeliste» betreffe. (dpa)

Bayern

17.07. 09:51

Wenig Hilfe für arme Länder in Corona-Zeiten

Die Corona-Hilfen für ärmere Länder kommen nur schleppend zusammen, sagen die Vereinten Nationen. Während die reichen Länder ihre eigenen Volkswirtschaften mit Billionen-Beträgen stützten, sei für die Nothilfe in ärmeren Ländern seit März nur knapp ein Viertel des notwendigen Betrags gespendet worden. (-) Im Mai hatte das Nothilfebüro den unmittelbaren Bedarf für die ärmeren Länder auf 6,7 Milliarden Dollar geschätzt. Davon kamen bislang rund 1,7 Milliarden Dollar zusammen. Jetzt gehen die Vereinten Nationen davon aus, dass 10,3 Milliarden Dollar Soforthilfe nötig sind, um die schlimmsten Folgen der Coronavirus-Pandemie in den ärmsten Ländern abzuwenden. Insgesamt könnten die ärmsten Länder mit 90 Milliarden Dollar weitgehend stabilisiert werden.

WELT

17.07. 06:28

Freizeitkollaps: Bayerns Berge im Urlaubsstress dank Corona

Frühmorgens vor einer Woche im Nationalpark Berchtesgaden. Ein Auto im geschützten Gebiet. Eine Touristin ist an Schranken und Verbotsschildern vorbei gefahren, hat ihr Zelt aufgestellt - «zweifellos an einer wunderschönen Stelle», sagt der Ramsauer Tourismusdirektor Fritz Rasp. «Es hat ausgesehen wie Kanada pur. Aber es ist halt so nicht akzeptabel.» Rasp benachrichtigt die Ranger, die auch zum Ostufer des Königssees ausrücken müssen. Dort steigt Rauch auf. Die Ranger finden einen mit Leinennachthemd und Schaffellen bekleideten jungen Mann, der im Schutzgebiet kampiert und ein Lagerfeuer angezündet hat - Anzeige. Der Ort Ramsau im Berchtesgadener Land, der als Bergsteigerdorf auf naturnahen Tourismus setzt, aber auch die Gegend um den Watzmann, der Königssee, das Zugspitzgebiet und Oberstdorf: In diesem Jahr ist der Ansturm auf Bayerns Bergwelt noch größer. Dabei drohte hier schon früher der Freizeitkollaps. Autoschlangen durch Dörfer, Müllhaufen - der Tourismus brachte Ausflugs-Hotspots vom Chiemsee bis Kempten schon vor der Corona-Krise an den Rand der Belastbarkeit. Nun suchen noch mehr Menschen Erholung in den Alpen. Die Bergwacht ist gut beschäftigt. «Man merkt, dass viele Menschen unterwegs sind», sagt Sprecher Roland Ampenberger. «Wir gehen davon aus, dass der bayerische Alpenraum in diesem Sommer ein hochfrequentiertes Urlaubsziel sein wird.» Am malerisch zwischen Bergketten gelegenen Walchensee stehen tagsüber manchmal bis zu 4000 Autos. «Wir merken Corona extrem», sagt der Gemeindeleiter des nahen Ortes Jachenau, Felix Kellner. «Man spürt sowohl am See als auch in den Bergen, dass extrem viele Leute da sind.» Schon vor Wochen war der Andrang so groß, dass ein zusätzlicher Parkplatz für 300 Autos geschaffen wurde. Die rund 400 Gästebetten in der Jachenau seien bis September ausgebucht. An den Walchensee drängen auch viele Innsbrucker - dort gibt es keinen nahen Badesee. Ranger müssen immer wieder für Ordnung sorgen - auch nachts. Die wildromantische Landschaft, nur über eine enge Mautstraße mit Auto zugänglich, verleitet zum verbotenen Kampieren. Wildcampen ist in diesem Sommer mehr denn je ein Problem. Wohnmobile sind ausgebucht wie nie - aber es gibt nicht mehr Stellplätze. Viele scheuen die Übernachtung in Pensionen oder Hotels; auf Berghütten gibt es wegen der Abstandsregeln nur begrenzt Plätze. Dabei waren beliebte Hütten früher oft auf viele Wochenenden hin ausgebucht. Besonders überlaufen: der Europäische Fernwanderweg E5 von Oberstdorf nach Meran. Früher schliefen Gäste mancherorts notgedrungen im Gastraum auf Matten. Das geht wegen Corona nicht mehr. Tatsächlich waren auf dem E5 kürzlich zwei Frauen unterwegs, die auf Hütten übernachtet hatten und später positiv getestet wurden. Mancher schlägt da lieber gleich das eigene Zelt auf. Doch das ist nicht nur im Nationalpark verboten. «Das Einzige, was in den bayerischen Alpen erlaubt ist, ist ein nicht geplantes Notbiwak», sagt Thomas Bucher vom Deutschen Alpenverein (DAV). Besonders smaragdfarbene Bergseen locken. Am Schrecksee im Allgäu auf 1800 Metern Höhe standen schon früher teils Dutzende Zelte, Schlieren von Sonnencreme zogen auf dem grünblauen Wasser. Am Hintersee bei Ramsau standen laut dem Touristiker Rasp nach den ersten Corona-Lockerungen an die 50 Camper. Ein Problem sind auch die Hinterlassenschaften in den Büschen - nicht alle Camper haben mobile Toiletten. Die Einheimischen reagieren zunehmend genervt. Besonders schlimm sei es gewesen, als die Grenzen nach Österreich und Italien zu waren, sagt Rasp. Nun habe sich die Lage entspannt. Es sei nicht so, dass man Touristen nicht wolle. Hotellerie und Gastronomie freuten sich über die Gäste. Das Problem sei die schiere Masse. «Die sozialen Medien spielen hier eine Rolle», sagt Thomas Bucher. Instagram-Bilder versprechen einsame Idylle - die längst überlaufen ist. Das Phänomen sei nicht neu, sagt Bucher. Aber: «In diesem Jahr ist es stärker als sonst.» Es gebe aber Gegenden ohne Massenansturm - abseits bekannter Routen hätten Hütten auch kurzfristig Plätze. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will nun mit Technik für Entzerrung sorgen und die digitale Besucherlenkung voranbringen. «Ein Tagesausflügler soll, bevor er in eine wunderschöne Bergidylle fährt, sich vorher digital informieren, wie es aktuell dort aussieht», sagte Aiwanger. Über einen Ausflugsticker soll er sehen, wo es voll ist, um spontan umplanen und ausweichen zu können - zum Beispiel, so Aiwanger, in den Bayerischen Wald. (dpa)

Bayern

17.07. 06:25

Zurück zur Normalität beim Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück

Vier Wochen nach dem Corona Zwangsstopp kehrt beim Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück wieder Normalität ein. Die Stadt hat die letzte Verfügung gegen das Unternehmen aufgehoben - es darf jetzt auch wieder Schweine zerlegen. Das jetzt gebilligte Hygienekonzept umfasst Trennelemente aus Plexiglas und bessere Filtersysteme für die Umluft. Das Ganze muss sich jetzt in der Praxis bewähren. Schlachten durfte Tönnies schon wieder.

Deutschland

16.07. 18:38

Krankschreibung per Video erlaubt

Patienten können sich in Zukunft per Videosprechstunde vom Arzt krankschreiben lassen. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss von Spitzenvertretern der Ärzte, Krankenkassen und Krankenhäuser beschlossen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Versicherte der Arztpraxis bekannt ist und die Erkrankung eine Untersuchung per Video zulässt. Die neue Möglichkeit ist übrigens unabhängig von der Corona-Pandemie geschaffen worden. 

Deutschland

16.07. 18:05

Bayerns Lehrer für maximal 30 Schüler pro Klasse

Zurück zum Regelbetrieb an den Schulen - so sieht der Plan nach den Sommerferien aus. Allerdings sollten wegen der Corona-Krise aus Sicht von Bayerns Lehrern maximal 30 Schüler in eine Klasse gehen. Das hat die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände mitgeteilt. Außerdem schlägt sie auch die Schulung eines Hygienebeauftragten an jeder Schule vor. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband fordert von der Staatsregierung außerdem mehr Ehrlichkeit und Transparenz bei schulpolitischen Entscheidungen in der Corona-Krise. 

Bayern

16.07. 17:27

Greenpeace steigt Tönnies aufs Dach

Die Umweltorganisation Greenpeace hat heute beim Schlachtkonzern Tönnies in NRW gegen die Arbeit der Fleischindustrie demonstriert. Am Morgen landeten Aktivisten mit motorisierten Gleitschirmen auf dem Dach einer Halle des Werks. Tönnies hatte am Morgen nach rund vierwöchiger Corona-Zwangspause an seinem Stammsitz wieder den Schlachtbetrieb aufnehmen dürfen.

Deutschland

16.07. 16:14

Bayern will Kita-Besuch in Corona-Zeiten planbarer machen 

Der Kita-Besuch von Kindern in Bayern soll trotz Corona-Schutzmaßnahmen möglichst planbar für die Eltern sein. Zudem brauchen Erzieherinnen und Erzieher weiterhin klare und praktikable Regelungen im Umgang mit erkrankten Kindern. Deshalb wird es zeitnah einen leicht verständlichen Leitfaden für den Umgang mit möglichen Krankheits-Symptomen geben. Dies ist das Ergebnis eines Gesprächs von Bayerns Familienministerin Carolina Trautner und Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am gestrigen Mittwoch mit Ärztinnen und Ärzten.

Ministerin Huml betonte am Donnerstag: "Wir alle wissen, wie häufig Kinder gerade im Winter an üblichen Erkältungskrankheiten leiden. Daher werden Experten nun Kriterien erarbeiten, in welchen Fällen Kinder trotzdem die Kita besuchen können - und wann nicht. Das hilft sowohl den Eltern als auch den Kinderärzten und dem Kita-Personal."

Ministerin Trautner hob hervor: "Wir müssen immer im Blick haben: Wenn es zu einer Infektion mit dem Corona-Virus käme, müsste eventuell die ganze Einrichtung geschlossen werden und es müssten Kinder und die ganzen Familien sowie die Beschäftigten in Quarantäne gehen. Unser Ziel für den Regelbetrieb ab dem neuen Kindergartenjahr im September ist es, praktikable Regelungen für die Erkältungszeit zu finden. Wir müssen dabei den notwendigen Infektionsschutz gewährleisten, ohne die Kinder und Eltern mehr als notwendig zu belasten. Wir wollen, dass Eltern und das Kita-Personal, aber auch Kinderärztinnen und Kinderärzte eine möglichst hohe Planungssicherheit haben."

Bayern

16.07. 15:21

Spahn zuversichtlich bei Bewältigung von zweiter Corona-Welle

Bundesgesundheitsminister Spahn glaubt, dass Deutschland eine zweite Welle mit Corona-Infektionen abfangen könnte. Spahn sagte in Berlin nach einer Videokonferenz mit seinen EU-Amtskollegen , es gebe Tests und genug Schutzausrüstung. Mit Wachsamkeit könne eine Ansteckungswelle frühzeitig erkannt werden. Spahn wörtlich: ,Eine zweite Welle wird nicht plötzlich kommen."

Deutschland

16.07. 14:26

Trauerfeier in Spanien für Corona-Opfer

Spanien hat sich von seien mehr als 28.400 Toten verabschiedet, die mit oder an Corona verstorben sind. Der Akt könne den Schmerz aber nicht lindern, sagte König Felipe. An der Zeremonie nahmen auch viele ranghohe Politiker teil - darunter EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und Nato-Generalsekretär Stoltenberg.

WELT

16.07. 13:39

Neue Coronavirus-Infektion im Landkreis Neumarkt bestätigt 

Im Landkreis Neumarkt ist ein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden.

Aktuell sind damit fünf mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 413.

Neumarkt

16.07. 12:45

Bayerischer Lehrerverbände machen Vorschläge zur Stärkung der Schulen während der Corona-Pandemie.

Seit Beginn der Corona-Pandemie kämpfen Schulen mit vielen grundsätzlichen Herausforderungen: Wie schützt man die Schulfamilie bestmöglich? Wie kann Unterricht aus der Ferne gelingen? Wie bewertet man Leistungen während Phasen eines Distanzunterrichts? Und wie erreicht man alle Schülerinnen und Schüler im gleichen Maße? Klar ist, dass wir für den Krisenmodus ab September besser gerüstet sein wollen und deshalb zeitnah Antworten gefunden werden müssen.

Die abl hat die bisherigen Maßnahmen unter die Lupe genommen und stellt fest: Die umfassenden Einschränkungen haben ein weiteres Ausbreiten des Virus verhindert. Hierbei mussten auch die Schulen von einem auf den anderen Tag lernen mit der neuen Situation umzugehen. Lehrkräfte, Schüler und Eltern haben die Herausforderungen gemeinsam angenommen und werden das Schuljahr 2019/20 gut zu Ende bringen. Klar ist aber auch: Distanzunterricht kann auf Dauer den Präsenzunterricht nicht ersetzen. Schülerinnen und Schüler brauchen ihre Klassen, ihr Lernumfeld und den Kontakt mit ihren Mitschülern und Lehrkräften.

Bayern

16.07. 11:52

Bund will lokale Corona-Hotspots abriegeln

Die lokalen Ausreisebeschränkungen können kommen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben sich auf zielgenauere, lokale Beschränkungen in Corona-Hotspots verständigt. Ausreisesperren könnten dabei "ein geeignetes Mittel" sein, heißt es in einem entsprechenden Papier. Die Minister empfehlen darin, künftig kleinere Orte bei einem Ausbruch einzuschränken. Die Abriegelung ganzer Bezirke zum Beispiel in Hamburg oder Berlin ist nicht möglich, heißt es weiter.

Deutschland

16.07. 11:14

Corona: Turbobeschleuniger für Strukturwandel im Sportgeschäft

Die Corona-Epidemie hat die langjährige Krise des traditionellen Sportgeschäfts schlagartig verschärft: Der Online-Anteil im Sporthandel hat sich innerhalb weniger Monate fast verdoppelt. Die Epidemie wirke wie ein Turbobeschleuniger, sagte Stefan Herzog, Generalsekretär des Verbands Deutscher Sportfachhandel, der Deutschen Presse-Agentur. «Vorher hatten wir einen Online-Anteil von etwa 25 bis 30 Prozent. Dieser hat sich auf etwa 50 Prozent erhöht.» Ein Teil dieses Corona-Effekts wird nach Herzogs Einschätzung von Dauer sein: «Wir denken, dass es eine substanziell nachhaltige Verschiebung im zweistelligen Prozentbereich geben wird», sagte der Manager, der seit Juni auch Präsident des europäischen Sporthandelsverbands Fedas ist. «Es gibt viele Kunden, die während der Krise erstmals online bestellt haben und nun auf den Geschmack gekommen sind. Die Händler, die sich nicht digital aufgestellt haben, sind auf der Verliererseite.» Der Sport habe im Handel aber nicht so stark gelitten wie etwa die Modebranche, sagte Herzog. «Es gab während der Hochphase des Lockdowns sogar einige Segmente, die richtig gut gelaufen sind: Laufen, Fitness Indoor. Das Fahrrad erlebt einen Boom.» Coronabedingte Einbußen gab es demnach bei Teamsportarten oder bei Bademode. Dass Sportgeschäfte im Laufe der nächsten Jahre komplett aussterben, erwartet der frühere langjährige Geschäftsführer der Münchner Sporthandelskette SportScheck nicht. «Ich bin überzeugt, dass auch stationäre Konzepte noch eine Zukunft haben», sagte der Manager. «Der Händler muss aber ein klares Bild haben, was er macht. Kleine Geschäfte, die als Generalisten von allem ein bisschen anbieten, haben Probleme.» Es gebe aber auch kleine Händler, die sich sehr erfolgreich auf eine Sportart spezialisiert hätten, beispielsweise Laufen. Und das Verkaufen alleine reicht nicht mehr: «Wichtig sind dabei auch die Dienstleistungen und die Kundenkommunikation.» (dpa)

Deutschland

16.07. 10:18

Siemens macht Homeoffice für 140 000 Mitarbeiter möglich

Siemens will auch nach der Corona-Pandemie stark auf mobiles Arbeiten setzen. Ein Vorstandsbeschluss soll es im Konzern zum weltweiten Standard machen, dass mehr als die Hälfte der Mitarbeiter künftig an zwei bis drei Tagen pro Woche nicht mehr ins Büro oder ins Werk müssen, wie Siemens am Donnerstag mitteilte. «Wir haben gesehen, wie produktiv und effektiv das mobile Arbeiten sein kann. Da haben sich einige Vorurteile in Luft aufgelöst», sagt Jochen Wallisch, ein führender Manager im globalen Personalbereich von Siemens. Einen harten Anspruch auf das Homeoffice gibt es allerdings nicht. Sowohl der Mitarbeiter als auch sein Vorgesetzter müssen zustimmen. Das Management will den Kulturwandel aber unterstützen. So betont der designierte Siemens-Chef Roland Busch, die Basis des Modells sei «eine Weiterentwicklung unserer Unternehmenskultur. Damit verbunden ist auch ein anderer Führungsstil, der sich an Ergebnissen orientiert, nicht an der Präsenz im Büro.» Wallisch erwartet reges Interesse: «Wir gehen davon aus, dass das Angebot auf breite Akzeptanz und Nutzung treffen wird», sagt er. «Ein Großteil der Beschäftigten begrüßt grundsätzlich zwei bis drei Tage mobiles Arbeiten pro Woche – und zwar über alle Länder hinweg.» Weltweit sollen 140 000 Mitarbeiter von dem Beschluss profitieren, davon rund 45 000 in Deutschland. Insgesamt hat der neue Siemens Konzern - ohne das abgespaltene Siemens Energy gerechnet - rund 240 000 Mitarbeiter. Bei der Umsetzung hat allerdings auch noch die Arbeitnehmerseite mitzureden, wie sie betont. «Wir stehen dem Konzept grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber», heißt es von dort. «Aber es gibt viele Aspekte, über die wir noch intensiv sprechen müssen. Wir haben beispielsweise jahrelang über ergonomische Arbeitsplätze gesprochen, da kann es nicht sein, dass man künftig auf dem Küchentisch an einem kleinen Laptop arbeitet.» In der Corona-Krise mussten viele Unternehmen die Möglichkeiten für Homeoffice und andere Möglichkeiten des mobilen Arbeitens ausweiten. Umfragen deuten darauf hin, dass diese Flexibilisierung die Krise häufig überleben dürfte. So sagten 54 Prozent von 7300 befragten Betriebe dem Ifo-Institut, dass sie eine dauerhafte Zunahme des Homeoffice erwarten. (dpa)

Bayern

16.07. 09:21

Regensburger Forscher entdecken: Corona geht auch auf das Gehirn

Das sind keine guten Nachrichten aus der Regensburger Hedwigsklinik: Corona geht auf´s Hirn, haben jetzt Forscher bei einer Studie mit 100 Covid-19-Patienten an dem Krankenhaus nachgewiesen. Das Virus greift demnach nicht nur die Lunge an, sondern führt zu neurologischen Schäden, meldet der Studienleiter Professor Dr. Sven Wellmann. Und dabei wurden nur Personen getestet, die keinen schweren Krankheitsverlauf hatten. Wellmann bezeichnet das Ergebnis der Studie als besorgniserregend. 

Regensburg Stadt

16.07. 09:09

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 477 positive Fälle (+ 4 zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 15.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). Die gute Nachricht des Tages: 429 Personen (+ 2 zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 90 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

15.07. 19:01

Kultusminister segnen Hygieneplan für Schulen ab

Die Kultusministerkonferenz hat sich auf bundesweit einheitliche Hygieneregeln für die Schulen geeinigt. Nach Angaben von KMK Präsidentin Hubig gibt es einen gemeinsamen Rahmenplan. Demnach wird neben den üblichen Hygienevorschriften ein Mindestabstand von mindestens eineinhalb Metern empfohlen. Kritik kommt vom Deutschen Lehrerverband - dieser hält das Konzept der Kultusminister für nicht ausreichend. 

Deutschland

15.07. 18:43

Diskussion über Lockdown für Corona-Hotspots hält an

In Deutschland wird weiter über Ausreiseverbote für besonders vom Coronavirus betroffene Regionen diskutiert. Die meisten Bundesländer sind von dieser Lösung alles andere als überzeugt. Eine klare Absage kommt von Niedersachsens Innenminister Pistorius: "So etwas kann man sich im fernen Berlin oder auch München ja gerne ausdenken, aber es ist in der Fläche überhaupt nicht praktikabel". Nordrhein-Westfalen steht einer Ausreisesperre für Bürger von Hotspots dagegen offen gegenüber. 

Deutschland

15.07. 17:57

Pannermayr fordert Corona-Hilfen für Kommunen

Der Straubinger Oberbürgermeister Markus Pannermayr ist neuer Präsident des Bayerischen Städtetages. Er wurde heute in Regensburg in das Amt gewählt. In seiner Antrittsrede forderte Pannermayr Bund und Land auf, den Städten stabile Finanzen zu garantieren. Nur so könnten sie in Krisenzeiten wie Corona ihre Aufgaben für die Bürger erfüllen. Durch die Pandemie bricht den Städten die Gewerbesteuer weg, auch Regensburg ist massiv davon betroffen. 

Regensburg Stadt

15.07. 17:05

Umweltschützer wegen "Urlaub zu Hause" in Sorge

Viele Menschen machen wegen der Corona-Krise dieses Jahr lieber Urlaub an heimischen Gewässern. Aber - Wassersport kann eine Belastung für die Natur sein. Darauf hat die Umweltorganisation WWF hingewiesen. Wer etwa mit dem SUP-Board ins Schilf fährt, könnte Pflanzen beschädigen und brütende Vögel vertreiben. Der Naturschutzbund rät deshalb dazu, sich vorab über die Gewässer zu informieren, die man befahren möchte.

Deutschland

15.07. 16:09

Behörden auf Mallorca schließen Partymeile

Wegen illegaler Ballermann-Partys zieht nun Mallorca harte Konsequenzen. Die Behörden der spanischen Urlaubsinsel lassen alle Lokale der "Bier-" und "Schinkenstraße" schließen. Diese Anordnung gelte zunächst für zwei Monate und trete ab sofort in Kraft, teilte der Tourismusminister mit. Die Partymeile ist vor allem bei deutschen Touristen beliebt. Zuletzt war dort ausufernd und ohne Abstand gefeiert worden.

WELT

15.07. 15:07

Neue Coronavirus-Infektionen im Landkreis Neumarkt bestätigt 

Im Landkreis Neumarkt sind zwei neue Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. 

Aktuell sind damit vier mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 412.

Neumarkt

15.07. 14:20

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 473 positive Fälle (+ 1 zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 14.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt).

427 Personen (+ 1 zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 90 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund! 

Die aktiven Corona-Fälle im Landkreis Kelheim belaufen auf insgesamt 12 (Stand 14.07.2020) und verteilen sich auf die Gemeinden wie folgt:

Abensberg: 8         Neustadt/Donau: 3         Rohr: 1                 Die übrigen Städte und Gemeinden haben derzeit keine aktiven Corona-Fälle.

Kelheim

15.07. 13:54

SPD-Gesundheitspolitikerin für Corona-Tests an bayerischen Flughäfen

Die gesundheitspolitische Sprecherin Ruth Waldmann fordert kostenlose Corona-Tests an allen bayerischen Flughäfen für heimkehrende Urlauber. „Die Bilder von sorglosen Touristen am Ballermann haben uns alle aufgeschreckt. Söder sagt selbst, wir müssen aufpassen, dass wir nicht ein zweites Ischgl bekommen. Aufpassen heißt aber nicht, dass wir zuschauen und abwarten, sondern handeln. Noch sind Hotspots identifizierbar und ein neuer Ausbruch kann verhindert werden“, erklärt Waldmann. Die Gesundheitspolitikerin möchte, dass alle Passagiere an einer Teststation, zum Beispiel an der Gepäckausgabe, zu einem Test aufgefordert werden. Bisher gibt es in Bayern nur am Flughafen in München kostenpflichtige Tests. In Nürnberg oder Memmingen bestehen bislang überhaupt keine Testmöglichkeiten.

Bayern

15.07. 13:20

Bayerns Gesundheitsministerin: Hygiene- und Schutzkonzepte konsequent beachten

Seit dem heutigen Mittwoch gelten in Bayern weitere Erleichterungen im Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen die Corona-Pandemie. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hingewiesen. Huml erläuterte: "Für Kulturveranstaltungen gilt: Wenn es eine Sitzplatzordnung gibt, können bis zu 200 Personen teilnehmen, im Außenbereich sogar 400 Personen. Ohne feste Sitzplätze sind es 100 Personen, im Außenbereich 200. Das gilt auch für Tagungen oder Kongresse."

Die Ministerin betonte: "Unser Ziel bleibt es, im Kampf gegen die Corona-Pandemie Infektionsrisiken möglichst zu vermeiden. Daher gelten für Veranstaltungen weiterhin auch Hygiene- und Schutzkonzepte, die konsequent beachtet werden sollten."

Huml ergänzte: "Auch bei Sport-Wettkämpfen können wir jetzt wieder mehr Personen zulassen - unter bestimmten Voraussetzungen sind bis zu 200 Personen möglich." Die Ministerin verwies zudem darauf, dass seit heute auch wieder Märkte ohne Volksfestcharakter, darunter kleinere, traditionelle Kunst- und Handwerkermärkte, Töpfermärkte oder Flohmärkte stattfinden können – unter strengen Hygieneauflagen.

Huml betonte: "Weiterhin sollte ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu fremden Menschen eingehalten werden. Wenn dies nicht möglich ist, empfiehlt sich das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Denn die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei - und wir dürfen unsere bisherigen Erfolge nicht leichtfertig aufs Spiel setzen!"

Bayern

15.07. 12:42

Kassenärzte leisten psychotherapeutische Unterstützung in der Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie sorgt bei vielen Menschen für psychische Belastungen. Neben der Furcht vor einer Ansteckung und den gesundheitlichen Risiken durch COVID-19 sind es vor allem Einschränkungen sozialer Kontakte sowie die direkten oder noch nicht absehbaren wirtschaftlichen Auswirkungen, die psychisch belastend sein können. Hinzu kam, dass sich viele Menschen während der Hochphase der Corona-Pandemie aus Angst vor Ansteckung nicht mehr in die Praxen getraut haben und dass planbare Operationen aufgeschoben wurden. 

Um Menschen in psychischen Notlagen nicht alleine zu lassen, gibt es in Bayern ein breitgefächertes Hilfs- und Versorgungsangebot. Darauf wies die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) am Mittwoch in München hin. Nach stark rückläufigen Fallzahlen in den haus- und fachärztlichen Praxen scheint sich der Betrieb dort inzwischen wieder zu normalisieren. Auch im psychotherapeutischen Bereich ist eine steigende Nachfrage nach Terminen zu verzeichnen. Die Nachfrage kann in Bayern momentan gedeckt werden: So sind Bayerns ärztliche und Psychologische Psychotherapeuten einem Aufruf der KVB gefolgt und haben entsprechend der aktuellen Situation zusätzliche Kapazitäten zur Verfügung gestellt.

Bei der Koordinationsstelle Psychotherapie der KVB sind aktuell bayernweit rund 8.000 freie Plätze für Kurz- oder Langzeittherapien gemeldet. Hinzu kommen derzeit rund 2.000 Termine für Sprechstunden und Akutbehandlungen, die die Psychotherapeuten bei der Terminservicestelle der KVB als verfügbar gemeldet haben. Außerdem gibt es in Bayern ein niederschwelliges Unterstützungsangebot per Videosprechstunde, das für die Zeit der Corona-Pandemie etabliert wurde.

Bayern

15.07. 12:03

REWAG-Online-Nacht unterhält in Corona-Zeiten 

Am 1. August lädt die REWAG ein zur ersten „REWAG-Online-Nacht“. Via Live-Stream kommt die Online-Version der REWAG-Nächte in diesem Jahr zu den Besuchern nach Hause. Nicht wirklich als Ersatz für die REWAG-Nächte, aber als Zeichen.

Die REWAG-Nächte sind seit vielen Jahren eines der kulturellen Highlights im Regensburger Sommer. In diesem Jahr ist alles anders, Corona hat das öffentliche Leben maßgeblich verändert. Große Veranstaltungen dürfen nach wie vor nicht durchgeführt werden. „Wir wollten aber nicht komplett auf die REWAG-Nächte 2020 verzichten“, erklärt Dr. Torsten Briegel, Vorstandsvorsitzender der REWAG. „Wir haben unseren Kunden während der Corona-Krise erklärt, wir sind für sie da, die Versorgungssicherheit ist stets gewährleistet. Wir möchten dies auch bei unserer beliebten Veranstaltung so halten. Als ein Zeichen für unsere Kunden, aber natürlich auch für Geschäftspartner und die Künstler. Wir sehen uns in der Verantwortung, auch das kulturelle Leben in Regensburg weiterhin zu unterstützen.“

REWAG-Online-Nacht via Live-Stream

Das Zeichen setzt die REWAG-Online-Nacht, die am 01. August via Livestream direkt zu den Kunden nach Hause kommt. Von 18:00 bis 22:00 Uhr gibt es auf rewag.de/online-nacht einen gewohnt bunten Mix verschiedener musikalischer Darbietungen von Klassik über Balkan und Rock bis hin zu Samba ist für jeden Geschmack etwas dabei. Dazwischen gibt es kurze Beiträge zu verschiedenen Themen rund um die REWAG-Online-Nacht. Die Bands werden übrigens am 01. August tatsächlich live auftreten, aber aus Corona-Gründen auf einem abgeschlossenen Gelände, nicht wie gewohnt im Stadtpark.

Regensburg Stadt

15.07. 10:43

Allianz-Studie: Corona-Pandemie erhöht Probleme bei Schiffssicherheit

Die Corona-Pandemie setzt die weltweite Schifffahrt nicht nur wirtschaftlich stark unter Druck, auch die Schiffssicherheit kann im erheblichen Maße gefährdet sein. Das ist das Ergebnis einer Studie des Industrieversicherers AGCS, einer Tochter der Allianz, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Hintergrund ist nach Ansicht des AGCS-Experten für die Schiffs- und Transportversicherung, Volker Dierks, dass Schiffseigner durch den Wirtschaftsabschwung einem zusätzlichen Kostendruck ausgesetzt sind. «Wir wissen aus früheren Rezessionen, dass die Budgets für Besatzung und Wartung zu den ersten Bereichen gehören können, die gekürzt werden», so Dierks. Eine der Folgen sei das Aussetzen von turnusmäßigen Crew-Wechseln, was sich negativ auf Wohlergehen und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter auswirken kann. Unter anderem wegen des nahezu kompletten Ausfalls des Luftverkehrs hätten die Wechsel oft nicht erfolgen können. «Die Crews sind nun teilweise schon zehn oder zwölf Monate an Bord, das kann zu Ermüdungserscheinungen führen.» Eine Zunahme menschlicher Fehler könne die Folge sein, sagte Dierks. Menschliches Versagen sei mit einem Anteil von 75 bis 96 Prozent die Hauptursache für Schadenfälle in der Schifffahrt. Die AGCS-Studie zählt weiter auf, dass Störungen bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten das Risiko von Maschinenschäden erhöhen können. Wenn Schiffe wegen der Flaute einige Monate stillliegen, müsse bei der Wartung ganz besondere Sorgfalt gelten, die Vorgaben der Klassifikationsgesellschaften müssten eingehalten werden, betonte Dierks. Es bestehe aber wegen der aktuellen Flaute die Gefahr, dass Einsparungen bei Reparaturen vorgenommen werden. Wegen der schwerwiegenden Störungen im internationalen Transport- und Reiseverkehr waren im Juni nach einem internen Bericht des Verbandes Deutscher Reeder (VDR) weltweit 11,3 Prozent der Containerflotte ungenutzt und lagen vor den Häfen auf Reede. Nach verschiedenen Prognosen dürfte der Containertransport in diesem Jahr um ungefähr zehn Prozent zurückgehen. Insgesamt sind laut AGCS-Studie 2019 die Totalverluste in der Welt-Schifffahrt um mehr als 20 Prozent im Vergleich zu 2018 gesunken und befinden sich auf einem Rekordtief. Die Zahl von 41 Totalschäden im vergangenen Jahr bedeute einen Rückgang von rund 70 Prozent in den vergangenen zehn Jahren. Dies sei das Ergebnis von Verbesserungen der Schifffahrtsindustrie. «Allerdings könnten die Folgen der Covid-19-Pandemie die langfristigen Sicherheitsverbesserungen in der Schifffahrt in diesem Jahr und darüber hinaus gefährden.» (dpa)

WELT

15.07. 08:29

Immer mehr Kurzarbeit in der bayerischen Metallindustrie

In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie gibt es immer mehr Kurzarbeit. Inzwischen ist mehr als die Hälfte der Beschäftigten in der Branche betroffen, wie eine Umfrage des Arbeitgeberverbands Bayme vbm unter seinen Mitgliedern ergab. Im Schnitt werde die Arbeitszeit dabei um 42,5 Prozent reduziert. Im Juni und Juli nutzten in der Branche laut Umfrage 69 Prozent der Betriebe Kurzarbeit. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als im Mai. Weitere sieben Prozent der Unternehmen planen, Kurzarbeit einzuführen. «Die Zahlen verdeutlichen die äußerst hohe Relevanz dieses Instruments zur Sicherung von Beschäftigung und Liquidität», sagte der Hauptgeschäftsführer der Bayme vbm, Bertram Brossardt. «Deshalb begrüßen wir den Vorstoß der CSU-Landesgruppe, die Regelungen zur Kurzarbeit auch über 2020 hinaus zu verlängern.» (dpa)

Bayern

15.07. 07:51

AfD pocht auf Corona-Entschädigung für Gewerbetreibende

Das Land muss Ladeninhaber, Gastronomen, Kinobesitzer und Künstler wegen des Lockdowns entschädigen - zumindest wenn es nach der baden-württembergischen AfD-Landtagsfraktion geht. Sie beruft sich dabei auf ein Gutachten, das sie bei einem Juristen in Auftrag gegeben hat. Der entgangene Gewinn müsse den Unternehmern demnach ersetzt werden. Zahlungspflichtig sei das Land Baden-Württemberg als Rechtsträger der Landesregierung, die die Corona-Verordnungen verantworte. Am Mittwoch (9.00 Uhr) setzt die AfD das Thema auf die Tagesordnung des Landtags. Ebenfalls am Mittwoch will die AfD einen Untersuchungsausschuss beantragen - zur «Aufarbeitung des Mordanschlags in Stuttgart-Bad Cannstatt am 16. Mai 2020», wie sie es formuliert. Mitte Mai waren drei Gegner der Corona-Auflagen auf dem Weg zu einer Kundgebung angegriffen worden, einer war dabei lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei vermutet die Täter im linksextremen Spektrum. Das lebensgefährlich verletzte alte Opfer gehörte nach dpa-Informationen der rechtspopulistischen gewerkschaftsähnlichen Organisation «Zentrum Automobil» an. (dpa)

Deutschland

15.07. 07:36

Skepsis bei lokalen Ausreisesperren

Der Deutsche Städtetag sieht lokale Ausreisesperren bei Corona-Ausbrüchen skeptisch. Ausreiseverbote dürften nur zeitlich eng begrenzt und auch nicht gleich für den ganzen Kreis gelten, sagte Städtetags-Präsident Jung den "Funke-Zeitungen". Vor Ort müsste dann umfassend getestet werden. - Der Vorschlag stammt von Kanzleramtschef Braun. Gestern warb auch Kanzlerin Merkel für Ausreisesperren als Mittel um lokale Ausbrüche einzudämmen.

Deutschland

14.07. 18:44

51 neue Corona-Infektionen im Südwesten

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten seit Beginn der Pandemie ist in Baden-Württemberg auf mindestens 36.172 gestiegen. Das waren 51 mehr als am Montag, wie das Sozialministerium am Dienstag in Stuttgart mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Etwa 33.755 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der Corona-Toten gab die Behörde mit 1.838 an. Derzeit seien geschätzt 579 Menschen im Land mit dem Virus infiziert, hieß es.

Die Reproduktionszahl wurde vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,85 angegeben. Sie besagt, wie viele Personen im Durchschnitt von einem Infizierten angesteckt werden.

Deutschland

14.07. 17:45

Merkel und Söder einig über Corona-Hilfen

In der Corona-Krise sind sich Kanzlerin Merkel und Bayerns Ministerpräsident Söder weitgehend einig, und auch in Sachen Europa gibt es Übereinstimmung. Söder hat sich auf der heutige Kabinettsitzung am Chiemsee hinter Merkels Pläne für einen 750 Milliarden Euro schweren Wiederaufbaufonds für von Corona hart getroffene EU-Länder gestellt. - Merkel war als Ehrengast geladen. Zu einer möglichen Kanzlerkandidatur Söders äußerte sie sich aber nicht.

Deutschland

14.07. 17:11

Lauterbach wegen Corona-Import aus Urlaubsländern beunruhigt

SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach warnt vor Urlaubern, die das Corona-Virus nach Deutschland wieder einschleppen könnten. Der "Passauer Neue Presse" sagte er, nicht jeder Urlauber würde leichte Symptome vor einem Rückflug melden. Deshalb müssten Airlines auf Rückflügen dafür sorgen, dass Mindestabstände zwischen den Passagieren gewahrt werden.

Deutschland

14.07. 16:44

Kaum Corona-Antikörper bei Blutspendern

Das Robert-Koch-Institut hat das Blut von 12.000 Blutspendern untersucht. Ergebnis: Nur gut ein Prozent von ihnen haben Corona-Antikörper. Damit könnte die Gefahr einer weiteren Infektionswelle steigen, weil der Annahme nach nur wenige Menschen immun gegen das Virus sind. Die Daten seien allerdings nicht repräsentativ.

Deutschland

14.07. 16:13

Bayern erlaubt mehr Zuschauer in Kinos und bei Kulturveranstaltungen

In Bayern werden die Corona-Auflagen für kulturelle Veranstaltungen, Kinos und Sport-Wettkämpfe weiter gelockert. Zudem werden kleinere Kunst-, Handwerker-, Töpfer- und Flohmärkte im Freien wieder erlaubt. Das hat das Kabinett am Dienstag auf seiner Sitzung auf Schloss Herrenchiemsee beschlossen. 

In Kinos und bei kulturellen Veranstaltungen sind von diesem Mittwoch (15. Juli) an wieder mehr Menschen zugelassen: wenn es zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätzen gibt, wieder bis zu 400 Personen im Freien und bis zu 200 Personen in geschlossenen Räumen. Ohne fest zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze sind künftig wieder bis zu 200 Personen im Freien beziehungsweise bis zu 100 Personen in geschlossenen Räumen erlaubt. Die gleichen Beschränkungen gelten für beruflich veranlasste Veranstaltungen wie Tagungen oder Kongresse.

Auch für Sport-Wettkämpfe in geschlossenen Räumen werden die bislang geltenden Personenbeschränkungen erhöht: Wenn es gekennzeichnete oder klar voneinander abgegrenzte Aufenthaltsbereichen gibt, sind künftig wieder 200 Personen zugelassen, ansonsten 100 Personen. Allerdings bleibt es vorerst dabei, dass Zuschauer ausgeschlossen bleiben.

Kleinere Märkte «ohne Volksfestcharakter (...), die keine großen Besucherströme anziehen und bei denen kein Feiercharakter besteht» werden im Freien wieder erlaubt. Voraussetzungen sind, dass Mindestabstände eingehalten werden, dass eine Maskenpflicht gilt, dass es kein Festzelt und keine Partymusik gibt und dass die Veranstalter ein eigenes Schutz- und Hygienekonzepts erstellen.

Bayern

14.07. 15:14

Neue Coronavirus-Infektion im Landkreis Neumarkt bestätigt 

Im Landkreis Neumarkt ist ein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden.

Aktuell sind damit zwei mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 410.

Neumarkt

14.07. 14:41

Terminabsage Reparatur Cafè „gradscht & gricht“ in Cham am 18.07.2020

Auf Grund der „Corona-Pandemie“ mit den derzeit geltenden Auflagen wird das für den 18. Juli 2020 geplante Reparatur Café „gradscht und gricht“ des Treffpunkt Ehrenamt abgesagt.

Die Verantwortlichen hoffen, dass das für den 24. Oktober 2020 geplante Reparatur Cafè „gradscht & gricht“ wieder stattfinden kann.

Cham

14.07. 14:03

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 472 positive Fälle (+ 1 zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben.

426 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 90 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund! 

Die aktiven Corona-Fälle im Landkreis Kelheim belaufen auf insgesamt 11 (Stand 12.07.2020) und verteilen sich auf die Gemeinden wie folgt:

Abensberg: 8     -    Neustadt an der Donau: 2     -    Rohr:  2          ( keine Veränderungen zum Vortag )

Kelheim

14.07. 13:07

Allianz für starke Berufsbildung in Bayern: Duales Studium und praktisches Studiensemester trotz Corona                                                                                      

Das duale Studium und die praktischen Studiensemester an Bayerns Hochschulen bleiben trotz Corona stark. Die Allianz für starke Berufsbildung in Bayern, der auch das Bayerische Wissenschaftsministerium angehört, setzt sich dafür ein, gerade in diesen herausfordernden Zeiten die beruflichen Ausbildungsplätze zu erhalten. Damit macht sie sich u.a. für die Studentinnen und Studenten im dualen Studium sowie im Studium mit praktischen Studienanteilen im Freistaat stark und sichert so die Fachkräfte von morgen.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler betonte: „Das duale Studium und die praktischen Studiensemester sind für junge Menschen ein perfektes Sprungbrett in den Beruf: Die enge Verzahnung von Theorie und umfassender Praxis macht sie zu hervorragend ausgebildeten und praxistauglichen akademischen Fachkräften. Es gilt, dieses bayerische Erfolgsmodell mit aller Kraft vor den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu schützen und Studentinnen und Studenten ebenso wie Unternehmen diese wertvolle Ausbildungserfahrung weiterhin zu ermöglichen. Mit der Allianz für starke Berufsbildung in Bayern sind wir damit auf dem richtigen Weg.“

Bayern

14.07. 11:51

Wegen Corona legen Neuzulassungen von Wohnmobilen stark zu

Corona hat positive Auswirkungen auf die Wohn- und Reisemobilbranche - laut Kraftfahrt-Bundesamt haben die Neuzulassungen bei Wohnmobilen im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund 65 Prozent zugelegt. Beim Hersteller Hymer aus Bad Waldsee in Oberschwaben erwartet man, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie den Markt weiter antreiben. «Die gegenwärtige Krise wird den Trend zum Slow Travel, dem bewussten und entschleunigten Reisen, weiter verstärken», sagte Vorstandschef Martin Brandt am Dienstag.

Weil die Urlauber im Wohnmobil mit Toilette, Dusche und Frischwasser autark seien, müssten sie nicht so viele Corona-Einschränkungen hinnehmen, hieß es bei Hymer. Auch sei es einfacher, Distanz zu Dritten zu halten; zudem seien die Menschen flexibler bei der Wahl der Urlaubsdestination. Viele interessierten sich auf Grund der Reisebeschränkungen durch Corona erstmals überhaupt für Camping - auch Mietmobile würden deshalb stark nachgefragt. 

Laut Brandt sind die Zulassungszahlen im Juni nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern stark gestiegen. Nach Zahlen des Verbands der Caravaning-Industrie (CIVD) legte Frankreich im Vergleich zum Vorjahresmonat bei Reisemobilen um 58 Prozent zu, die Zulassungen in Italien stiegen um 50 Prozent, in Belgien und den Niederlanden haben sie sich mit 84 Prozent sogar fast verdoppelt.

Überregional

14.07. 11:50

Regensburger Landrätin stolz auf engagierte junge Menschen

Trotz der coronabedingten Einschränkungen engagierten sich auch im Schuljahr 2019/20 Hunderte von Schülerinnen und Schülern aus dem Landkreis Regensburg in ihrer Freizeit ehrenamtlich in Vereinen und bei kirchlichen und sozialen Trägern. Für dieses Engagement stellt der Landkreis Regensburg seit 2010 mit Unterstützung der Schulen Urkunden aus.

Weil die feierliche Übergabe der Urkunden durch die Landrätin, die eigentlich traditionell am Ende des Schuljahres am Gymnasium Lappersdorf erfolgt, coronabedingt entfallen musste, werden die Urkunden durch die Schulen nun zusammen mit den Zeugnissen an die betreffenden Schülerinnen und Schüler verteilt. Die Landrätin bedauert, die Urkunden in diesem Schuljahr nicht persönlich übergeben zu können: „Aber auch wenn ich in diesem Jahr nicht persönlich Hände schütteln und gratulieren kann, freue ich mich über jede einzelne Urkunde, die ich unterschreiben darf. Es macht mich stolz, dass wir im Landkreis so viele engagierte junge Menschen haben. Ihr seid echte Vorbilder!“ 

Insgesamt konnten im Schuljahr 2019/20 für 275 Schülerinnen und Schüler von 17 verschiedenen Schulen in Stadt und Landkreis Regensburg sowie am Schulzentrum Parsberg Urkunden erstellt werden.

Regensburg Land

14.07. 10:28

Jagdverband: Corona-Daheimbleiber sind Stress für Wildtiere

Der Bayerische Jagdverband befürchtet, dass die derzeit vielen Bayern-Urlauber bei den Wildtieren Stress auslösen. «Viele unserer Tiere sind Fluchttiere, sie sind nicht an den Menschen gewohnt. Die Tiere weichen aus, bevor wir bemerken, dass ein Reh, ein Fuchs oder ein Wildschwein im Dickicht steht. Wenn jetzt aber so viele Menschen in die Wälder, an die Seen und Berge strömen, wird es immer schwieriger für die Tiere auszuweichen», sagte der Vizepräsident des Bayerischen Jagdverbands, Thomas Schreder, in einem Interview mit dem «Münchner Merkur» (Dienstagsausgabe).

Schreders Tipps: Sorgsam radeln und wandern, auf den Wegen bleiben, nicht zu jeder Tageszeit unterwegs sein und Hunde bei sich behalten. Von Zugangsbeschränkungen der Wälder hält Schreder erstmal nichts. «Wir haben ein freies Betretungsrecht im Wald», betonte er. Man könne jedoch durch die Kapazitäten der Zuwege und Parkplätze regulierend eingreifen. «Wünschen würde ich mir schon, dass nicht jeder letzte Winkel überlaufen wird. Aber die Organisation und die Kontrolle einer Begrenzung wird eine große Herausforderung sein.»

Bayern

14.07. 10:18

Ausbildungsplätze trotz Corona

Die Handwerksbetriebe in Niederbayern und der Oberpfalz setzen trotz Corona-Pandemie weiter fest auf das Thema „Ausbildung.“ Wer jetzt keinen Nachwuchs anlernt, dem fehlen später Facharbeiter, erklärte Kammerpräsident Georg Haber in Regensburg. Ein Viertel der Betriebe hinterfragt in der aktuellen Krise ihre Ausbildungsleistung. Lehrstellen zu streichen, wäre laut Haber aber das falsche Signal. Schließlich sei das Handwerk gerade in Corona-Zeiten erneut ein Stabilitätsanker für die Wirtschaft. 

Bayern

14.07. 10:11

CARE zu COVID-19 im Irak: Rasant steigende Infektionszahlen und massive humanitäre Finanzierungslücke

 Mit mehr als 77.000 Infektionen und über 3.000 Todesfällen durch COVID-19 spitzt sich die Lage im Irak dramatisch zu. Die Hilfsorganisation CARE warnt vor einem besonders hohen Risiko für die ärmsten Gemeinden, darunter mehr als 1,4 Millionen intern Vertriebene, die seit Jahren in Camps leben.

In einer jüngst durchgeführten Umfrage von CARE-Partnern und anderen Organisationen unter mehr als 1.400 Menschen im Irak gaben 74 Prozent der Befragten an, die Zahl ihrer Mahlzeiten reduzieren zu müssen. 66 Prozent sahen sich gezwungen, an Hygieneartikeln wie etwa Seife zu sparen und 61 Prozent erklärten, neue Schulden aufnehmen zu müssen, um über die Runden zu kommen.

Alarmierend ist auch die starke Unterfinanzierung der humanitären Hilfe: Im Kampf gegen das Coronavirus fehlen im Irak rund 87 Prozent der benötigten Hilfsgelder, mit denen lebenswichtige Wasser- und Hygienedienste, Nahrungshilfe und wirtschaftliche Unterstützung geleistet werden könnten. CARE ruft internationale Geldgeber deshalb dringend dazu auf, finanzielle Mittel aufzustocken und gleichzeitig sicherzustellen, dass lebensnotwendige Hilfsgüter Menschen in Not erreichen.

"Trotz anhaltender Gewalt und Ausgangssperren hören wir von vertriebenen Familien, die nach Jahren in ihre Heimatorte in Sindschar zurückkehren - Orte, an denen sie schreckliche Gewalt und Traumata erlitten und nichts mehr besitzen", berichtet Wendy Barron, CARE-Länderdirektorin im Irak. "

Corona und die damit verbundenen Alltagsbeschränkungen führen schlicht dazu, dass sie in den Camps nicht mehr überleben können." Laut den Vereinten Nationen konnten im Juni 2020 über 172.000 Menschen in Not wegen Ausgangssperren und andauernder Angriffe nicht mit humanitärer Hilfe erreicht werden.

"In einem Camp für intern Vertriebene sprach ich kürzlich mit einer jungen jesidischen Mutter. Obwohl sie seit Jahren gegen Krebs und schwere Traumata ankämpft, betreibt sie ein kleines Restaurant", schildert Barron. "Doch seit dem Ausbruch von COVID-19 ist ihr Restaurant geschlossen und sie weiß nicht mehr, wie sie ihre Familie ernähren oder dringend notwendige Arztbesuche bezahlen soll."

Seit dem Ausbruch von COVID-19 verschlechtert sich auch die ökonomische Situation im Irak zunehmend. Während Prognosen für das Jahr 2020 von einer Verdoppelung der Armutsrate von 20 auf 40 Prozent ausgehen, sorgt sich CARE vor allem um die Situation von Frauen und Mädchen: "Wir hören von Frauen, die seit COVID-19 ihr Zuhause auch für medizinische Behandlungen nicht mehr verlassen dürfen, da Scham und Stigmatisierung für die Familie drohen", so die CARE-Länderdirektorin Wendy Barron. "Gleichzeitig sind Frauen öfter häuslicher Gewalt ausgesetzt und stark ökonomisch benachteiligt. Meist gehen sie informeller Arbeit nach, die ihnen keinerlei Einkommenssicherheit verschafft."

Zur Prävention von COVID-19 versorgt CARE vertriebene Familien und Gastgemeinden mit sauberem Trinkwasser und Hygieneartikeln. Neben der Grundversorgung leistet CARE gemeinsam mit Partnern psychosoziale Unterstützung und hilft insbesondere Frauen und Mädchen dabei, finanziell unabhängiger zu werden, indem sie etwa eigene Kleinunternehmen gründen.

Für die Unterstützung von Vertriebenen im Nordirak und ihren Gastgemeinden ist CARE auf Spenden angewiesen: Sparkasse KölnBonn IBAN: DE93 3705 0198 0000 0440 40 BIC: COLSDE33  (

http://www.care.de/online-spenden)

WELT

14.07. 07:18

Ausreiseverbote für Hot-Spots geplant

Falls es in einzelnen Regionen wieder zu Corona-Ausbrüchen kommt, soll zielgenauer durchgegriffen werden. Darauf haben sich Kanzleramtschef Braun und die Staatskanzlei-Chefs der Bundesländer verständigt. Wie die "Bild-Zeitung"
berichtet, sollen bei einem plötzlichen Ausbruch strenge Maßnahmen verhängt werden. Dazu könnten dann auch Ausreiseverbote gehören. Heißt: Menschen aus einem betroffenen Landkreis dürften diesen dann nicht mehr verlassen. 

Deutschland

14.07. 05:35

Corona-Ausbruch in Asylbewerberheim in Bad Tölz

In einer Unterkunft für Asylbewerber im oberbayerischen Bad Tölz sind 26 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Alle Betroffenen zeigten keine Symptome, teilte das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen am Montag mit. Sie seien in eine Quarantäne-Unterkunft und Unterkünfte außerhalb des Landkreises verlegt worden. Zwei der Infizierten arbeiteten bei Betrieben im Landkreis. Dort wurden bereits Mitarbeiter auf das Virus getestet. Auch eine Berufsschule ist betroffen. Eine Lehrkraft steht bereits unter Quarantäne. 

In einer Asylunterkunft in der Stadt Geretsried hatte es zuvor bereits mehrere Corona -Fälle gegeben, darunter waren auch vier Schulkinder. Bei einem zweiten Test der Bewohner fiel ein Ergebnis nach Angaben des Landratsamtes positiv aus. Die Unterkunft steht weitere zwei Wochen unter Quarantäne. Für zwei Grundschulkl

Bayern

14.07. 05:32

Urlauber aus NRW sollen an Kosten für Corona-Tests beteiligt werden

Die NRW-Landesregierung will Touristen, die im Urlaub ein Risikogebiet bereist haben, entweder für 14 Tage in Quarantäne schicken oder an den Kosten für einen Corona-Test beteiligen. Die Menschen sollten sich sehr gut überlegen, ob sie wirklich in ein vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenes Risikogebiet fahren, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Rande einer Veranstaltung der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag) in Mönchengladbach: "Ich persönlich würde das nicht tun." Das NRW-Kabinett habe am Sonntag beschlossen, dass es eine Einreiseverordnung geben werde, sagte Laumann. "Wenn man in ein Risikogebiet fährt, muss man anschließend für 14 Tage in Quarantäne oder sich freitesten lassen." Die Krankenkassen würden zwar die Laborkosten dafür zahlen, aber die Gesundheitsämter würden Gebühren nehmen. "Ich finde, wenn jemand in Urlaub in ein Risikogebiet fährt, ist es nicht Aufgabe der Solidargemeinschaft, das Freitesten zu finanzieren", sagte Laumann.

Deutschland

14.07. 05:29

Merkel besucht Bayern: Kabinettssitzung mit Söder auf Herrenchiemsee

Prunkvolle Premiere: Erstmals in ihrer langen Amtszeit nimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag (12.00 Uhr) an einer Sitzung des bayerischen Kabinetts teil. Auf Einladung von CSU-Chef und Ministerpräsident Markus Söder reist Merkel dafür eigens von Berlin an den Chiemsee, wo die Sitzung in der prunkvollen Spiegelgalerie von Schloss Herrenchiemsee stattfindet. 

Im Anschluss an eine gemeinsame Schifffahrt auf die Insel werden Söder und Merkel zunächst mit einer Kutsche zum Neuen Schloss fahren. Nach der Kabinettssitzung werden Söder und die Kanzlerin dann noch eine gemeinsame Pressekonferenz geben, bevor Herrenchiemsee dann ab Mittwoch wieder der gesamten Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Denn eigens wegen des hohen Besuchs bleibt das beliebte Besuchsziel für alle Touristen in Bayern ganztägig gesperrt. 

Dafür wollen am Dienstagvormittag aber viele genervte Landwirte aus Bayern die Gelegenheit nutzen, um gegen die gegenwärtige Agrarpolitik zu protestieren. Ob Merkel und Söder jedoch vor dem Gang auf das Schiff mit den Bauern das Gespräch suchen werden, bleibt abzuwarten. 

Thematisch geht es bei dem Arbeitstreffen im von König Ludwig II. erbauten Schloss Herrenchiemsee in erster Linie um die am 1. Juli begonnene deutsche EU-Ratspräsidentschaft. Zur Sprache dürften aber auch die weiteren Folgen der Corona-Krise kommen. Deutschland hatte den Vorsitz der 27 EU-Länder am 1. Juli für sechs Monate übernommen.

Bayern

13.07. 18:39

Grammer rechnet wegen Corona mit schlechtem zweiten Quartal

Die Grammer AG in Amberg geht auf Basis der vorläufigen Zahlen davon aus, im zweiten Quartal 2020 ein Konzern-Ergebnis vor Zinsen und Steuern zu erzielen, das deutlich unter den Markterwartungen liegen wird. Gerechnet wird mit minus 50 Millionen Euro. Der Umsatz beträgt gemäß den vorläufigen Zahlen rund 281 Millionen Euro, eine massive Vershclechterung gegenüber dem Vorjahr.

Maßgebliche Ursache für diesen signifikanten Rückgang von Umsatz und Ergebnis im zweiten Quartal waren die weltweiten Produktionsstopps aufgrund der COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen deutlichen Reduzierungen der Kundenabrufe. Insbesondere die Standortschließungen an den europäischen und amerikanischen Standorten ab März haben die Geschäftstätigkeit des Grammer Konzerns in diesen Regionen massiv beeinträchtigt.

Oberpfalz

13.07. 18:36

Wegen Corona droht globale Hungersnot

Die Corona-Krise könnte den Hunger in der Welt deutlich verschlimmern. Bereits im vergangenen Jahr waren weltweit 690 Millionen Menschen unterernährt. Durch Corona könnte diese Zahl auf über 820 Millionen steigen, wie die Vereinten Nationen mitgeteilt haben. Die meisten hungernden Menschen leben in Asien, hier gebe es aber Fortschritte. In Afrika dagegen steige die Zahl der Unterernährten am schnellsten.

WELT

13.07. 18:05

Deutsche Kinos weiter unter Druck

Wegen der Corona-Pandemie mussten die Kinos in Deutschland monatelang schließen. Nun sind sie wieder geöffnet. Aber die Krise ist noch lange nicht überwunden. Der Hauptverband Deutscher Filmtheater sorgt sich weiter um die Zukunft. Das größte Problem seien die Abstandsregelungen. Doch auch besucherstarke Filme fehlen noch, hieß es.

Deutschland

13.07. 17:21

Umfrage: Vier von Zehn wollen sich gegen Corona impfen lassen

Forscher aus aller Welt suchen nach einem Impfstoff gegen das Corona-Virus. Doch wie viele Deutsche wären überhaupt bereit, sich einer Impfung zu unterziehen? Eine repräsentative Befragung des Gesundheitsmagazins Apotheken Umschau zeigt: In Deutschland würden sich fast die Hälfte der Männer und gut ein Drittel der Frauen gegen Corona impfen lassen, sobald ein Impfstoff vorliegt. 

Unter Männern ist die Bereitschaft übrigens besonders hoch: 46 Prozent geben an, sich impfen lassen zu wollen. Unter Frauen sind es lediglich 35 Prozent. Noch unsicher ist sich knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent): Sie wissen noch nicht, ob sie sich impfen lassen werden, oder wollen erst mal abwarten, wie sich die Corona-Pandemie weiter entwickelt. Keinesfalls gegen Corona impfen lassen wollen sich dagegen 14 Prozent der Befragten. 

Deutschland

13.07. 16:46

Spahn fürchtet "Ballermann als zweites Ischgl"

Die Gefahr einer zweiten Corona-Welle sie real: Gesundheitsminister Spahn hat die Bürger vor Nachlässigkeit im Umgang mit der Corona-Pandemie gewarnt und eindringlich aufgerufen, die Schutzmaßnahmen einzuhalten. Sorgen machen Spahn vor allem die Bilder von Strandpartys am Wochenende auf Mallorca. Wörtlich sagte er: "Der Ballermann darf nicht das zweite Ischgl werden."

Deutschland

13.07. 16:05

Keine neue Coronavirus-Infektion im Landkreis Neumarkt bestätigt

Im Landkreis Neumarkt ist kein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Drei Personen wurden als genesen gemeldet.

Aktuell ist damit eine mit dem Coronavirus infizierte Person bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 409.

Neumarkt

13.07. 15:10

Jahn-Dauerkartenbesitzer spenden 11.325 Jahn Heldentickets

Während der andauernden Corona-Pandemie waren und sind es vor allem auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter systemrelevanter Berufsgruppen, die unsere Gesellschaft mit ihrem täglichen Einsatz am Laufen halten. Mit der Initiative "Jahn Heldentickets" nutzten Dauerkartenbesitzer der Saison 2019/20 die Möglichkeit diesen Helden des Alltags ein symbolisches Dankeschön auszusprechen. 

Insgesamt 11.325 Jahn Heldentickets wurden durch den Verzicht auf Rückerstattung der Dauerkartenbesitzer gespendet. Diese Heldentickets werden in der neuen Saison kostenlos an systemrelevante Berufsgruppen in Regensburg und Ostbayern verteilt, sobald Heimspieltage mit Zuschauern im Jahnstadion Regensburg wieder regulär stattfinden können.

Regensburg Stadt

13.07. 14:52

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind im Landkreis Kelheim 471 positive Fälle (keine Veränderung zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand 12.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt).

426 Personen (+ 2 zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 90 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Die aktiven Corona-Fälle im Landkreis Kelheim belaufen auf insgesamt 11 (Stand 12.07.2020) und verteilen sich auf die Gemeinden wie folgt:

Abensberg: 7  -  Neustadt a.d. Donau: 2  -  Rohr: 2

Aus anderen Städten und Gemeinden werden derzeit keine Corona-Fälle gemeldet.

Kelheim

13.07. 14:11

Radaktion im Regensburger DEZ trotzt Corona-Absagewelle

Viel Sport-Events in der Region wurden wegen Corona abgesagt, in Regensburg ist eines dazugekommen. Im Donau-Einkaufs-Zentrum wandeln seit heute Radfahrer ihre Bewegung in Spendengelder um, beim Spendenmarathon „Energie wird Natur“. Fahrräder im DEZ erzeugen Strom, pro geradeltem Watt fließen 25 Cent an Naturprojekte in der Region. Landrätin Tanja Schweiger, Olympia-Sieger im Schießsport Christian Reitz und die Eisbären Regensburg haben heute schon ihre Muskelkraft in bare Münze umgesetzt, weitere Prominente und Sportler folgen.

Regensburg Stadt

13.07. 13:23

Corona-Tests an fünf Stuttgarter Schulen und in Göppingen

In der Landeshauptstadt Stuttgart werden nach Corona-Verdacht Schüler und Lehrer an fünf Schulen auf das Coronavirus getestet. Pädagogen und Schüler einzelner Klassen seien betroffen, weil einzelne Kinder Kontakt zu einem infizierten Menschen hatten. Nach der Erkrankung zweier Kitakinder werden auch bei Personal und Kindern in zwei Stuttgarter Einrichtungen Abstriche genommen, wie die Stadt mitteilte.

In Göppingen wird in zwei Schulen und einem Kindergarten getestet. Dort hatte eine Ende der Woche als infiziert diagnostizierte Mutter zuvor Krankheitssymptome an ihren drei Kindern festgestellt. Zunächst hatten sie sie zu Hause gelassen und nach Besserung ihres Zustands am Dienstag und Mittwoch wieder in Schule und Kindergarten geschickt. Wie der Landkreis Göppingen mitteilte, ist nicht auszuschließen, dass die Kinder ansteckend sind. 

Deutschland

13.07. 12:37

Telemedizin aus Niederbayern gegen Corona

Bayern setzt in der Corona-Krise verstärkt auf Telemedizin. Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass der Freistaat weitere 60.000 Euro in das Projekt MeDiLand der Technischen Hochschule Deggendorf investierten will. Das testet digitale Techniken, um die medizinische und pflegerische Versorgung auf dem Land zu verbessern. Gesundheitsministerin Huml sagte, dass das gerade in der Corona-Pandemie enorme Vorteile biete: Arzt und Patient könnten direkt kommunizieren und dabei die Abstandsregeln einhalten.

Niederbayern

13.07. 11:20

Coronavirus bei Kindern - Weitere Studie startet

 Inwieweit reagieren Kinder und Jugendliche anders auf das Coronavirus als Erwachsene? In einer Folgestudie wollen Forscher aus Baden-Württemberg unter anderem untersuchen, ob und wie viele Jungen und Mädchen Antikörper gegen das Virus gebildet haben - und wie es sich im Vergleich mit Erwachsenen im selben Haushalt verhält. Auch die Immunreaktion der Kinder soll beleuchtet werden, wie das Universitätsklinikum Ulm zum Start des Projekts am Montag mitteilte. An der Studie sind außer dem die Universitätskliniken Tübingen, Heidelberg und Freiburg beteiligt.

Mit ersten Ergebnissen wird erst in drei bis vier Monaten gerechnet. Bereits im April und Mai hatten die vier Kliniken im Auftrag des Landes die Rolle von Kindern bei der Ausbreitung des Virus untersucht. Dabei zeigte sich, dass Kinder sich seltener mit dem Coronavirus infizieren als ihre Eltern.

Deutschland

13.07. 10:17

Seit Corona: Deutsche vertrauen vor allem ihrem Arzt oder Apotheker - Youtube, Facebook und Co. verlieren deutlich

 Jeder zweite Deutsche (48 Prozent) vertraut seinem Hausarzt oder ihm bekannten Ärzten und Apothekern am meisten, wenn es um Gesundheitsinformationen geht. Aber auch Behörden und öffentliche Einrichtungen werden seit Ausbruch der Corona-Pandemie stärker als vertrauenswürdige Quellen wahrgenommen (Platz zwei im Ranking mit 38 Prozent). Das ergab eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage, die das Marktforschungsunternehmen Appinio im Auftrag des E-Health Unternehmens Doctolib unter 1.029 Deutschen durchgeführt hat. Auf Platz drei der vertrauenswürdigsten Quellen über das Coronavirus rangierten Tages- und Wochenzeitungen sowie TV- und Radioberichte. Dagegen werden soziale Plattformen wie Youtube und Facebook nur bei wenigen Deutschen als vertrauenswürdig eingestuft (7 und 6 Prozent). 

Die Informationsflut zu Corona ist nur schwer zu überschauen. Die Qualität der Berichterstattung ist für medizinische Laien dabei kaum zu bewerten. Doch die Deutschen vertrauen in Fragen der Gesundheit und Corona vor allem ihrem Arzt oder Apotheker und öffentlichen Stellen sowie wissenschaftlichen Experten wie dem Virologen Dr. Christian Drosten. 

Dieses Vertrauensverhältnis wurde seit Ausbruch der Corona-Pandemie noch einmal verstärkt: Laut Doctolib-Umfrage verlassen sich mehr als ein Viertel der Befragten (26 Prozent) heute noch mehr auf ihren Arzt oder Apotheker als vor Ausbruch der Corona

-Pandemie. Ebenso können Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen einen Vertrauenszuwachs von 26 Prozent verzeichnen. Damit konnten niedergelassene Ärzte und Apotheker ihre Rolle als Vertrauenspersonen in Gesundheitsfragen seit der Krise noch einmal behaupten. Übrigens, den letzten Platz im Ranking belegen Diagnose-Tools und Symptom-Checker (2 Prozent). 

Ilias Tsimpoulis, Managing Director der Doctolib GmbH, hierzu: "Diese Ergebnisse bestätigen, wie wichtig das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient nach wie vor ist. Digitalisierung kann und soll den Arzt in seiner Funktion als Vertrauensperson nicht ersetzen. Sie soll vielmehr dazu beitragen, den persönlichen Kontakt zu unterstützen, indem sie Ärzten den Arbeitsalltag erleichtert und Patienten den Zugang zu medizinischer Versorgung vereinfacht." 

Deutschland

13.07. 06:44

"Wahnsinniger Warenstau" bei Hemdenhersteller Olymp

Die Zulieferer, mit denen Olymp zum Teil seit Jahrzehnten zusammenarbeitet, wollte der Hemdenhersteller während Corona nicht hängen lassen und nahm alles ab, was bestellt war. Mittlerweile mietet das Unternehmen Lager an, um die Ware unterzubringen.

Olymp fährt ein besonderes Geschäftsmodell: Der Hemdenhersteller erzielt die Hälfte seines Umsatzes mit Waren, die er vorproduziert und dann jederzeit abrufbereit für den Handel zur Verfügung stellt. Die andere Hälfte kommt vier Mal im Jahr als Kollektion für die jeweilige Jahreszeit auf den Markt. Die Folge in Zeiten von Corona ist ein «wahnsinniger Warenstau», sagt Inhaber Mark Bezner - durch den hohen «Never-Out-of-Stock»-Anteil mit sofort verfügbarer Lagerware sei man besonders stark von den Auswirkungen der Pandemie betroffen.

«Wir haben relativ lange Vorlaufzeiten. Aber alles, was ich bei meinen Partnern bestellt habe, haben wir auch nach Ausbruch der Pandemie wie vereinbart abgenommen», sagt Bezner. Der Grund: «Wir haben in Asien Partner, mit denen wir zum Teil über 30 Jahre zusammenarbeiten - die lassen wir nicht auf ihrer Ware sitzen.» Im eigenen Lager sei nun wegen des mangelnden Absatzes kein Platz mehr, gleichzeitig rollten weiterhin Container auf den Hof. Deshalb habe man weitere Lagerkapazitäten angemietet, um die Ware unterzubringen.

Der Online-Handel könne nur ein Bruchteil dessen auffangen, was der stationäre Handel verkaufe und nun wegen Corona nicht mehr an den Mann und die Frau bringen konnte, sagt Bezner. «Onlinehandel und Markenstores machen rund 20 Prozent aus, 80 Prozent des Umsatzes erzielen wir über den Bekleidungsfachhandel. Mit der Schließung von Geschäften wegen Corona wurde uns die Grundlage des Geschäftsmodells entzogen.»

Hinzu kommt der durch Corona akut verstärkte Trend zum Homeoffice - die «Casualisierung», wie Bezner es nennt, wenn Mitarbeiter zuhause im Kapuzenpulli vor dem Rechner sitzen und an der morgendlichen Videokonferenz teilnehmen. «Da ist etwas ins Rollen gekommen, mobiles Arbeiten wird sicherlich an Stellenwert gewinnen.» Er selber tut sich schwer mit dieser Arbeitsweise: «In unserer Branche haben wir es mit Haptik zu tun - bei einer Kollektionsbesprechung muss man auch mal in den Stoff greifen, um sich eine Meinung zu bilden.»

Bezner geht trotz Corona meist ins Geschäft, viele der mehr als 900 Mitarbeiter aber arbeiten von zu Hause aus, etliche befinden sich auch in Kurzarbeit. Sie beschäftigen sich schon längst mit dem lockereren Look ihrer Kunden und entwickeln T-Shirts, Polo-Varianten und Herrenstrick aus dem Hause Olymp. «Man muss sich ja zu Hause nicht gehen lassen», findet er.

Trotz wochenlang geschlossener Läden ist der Unternehmer zuversichtlich, was Olymp und die Corona-Krise angeht, weil das Unternehmen eine solide Eigenkapitalbasis habe und seit jeher solide im Rahmen der Möglichkeiten geführt werde. «Wir werden das Thema durchstehen - was allerdings nicht repräsentativ für den Modemarkt ist», sagt Bezner. Die Branche samt dem Handel gehöre zu jenen, die von der Pandemie neben der Reiseindustrie und der Gastronomie am meisten gebeutelt worden seien. 

Deutschland

13.07. 05:44

Verschärfte Corona-Regeln auf Mallorca

Nach mehreren Partys ohne Mundschutz und Sicherheitsabstand haben viele Bar-und Restaurantbetreiber auf Mallorca am Wochenende die Regeln für Urlauber verschärft. So wurden einige Außenbereiche von Gastronomiebetrieben mit Ketten und Zäunen von der Straße abgegrenzt. Auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln soll heute außerdem eine verschärfte Maskenpflicht in Kraft treten. Das hatte die Regionalregierung letzte Woche angekündigt. Stellenweise sollen Urlauber demnach auch im Freien Mundschutz tragen müssen. 

WELT

13.07. 05:13

Weltweite Neuinfektionen auf Rekordstand

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist erneut auf einen weltweiten Rekordwert gestiegen. Laut Weltgesundheitsorganisation wurden binnen 24 Stunden mehr als 230.000 weitere Infektionen registriert. Besonders viele neue Ansteckungen gab es demnach wieder in den USA, in Brasilien und Indien.

WELT

13.07. 05:09

Studie zu Corona-Immunitätsstatus an Schulen - erste Ergebnisse

 Mediziner des Universitätsklinikums Dresden haben im Mai und Juni über 2000 Blutproben aus Dresdner Schulen und Schulen im Landkreis Bautzen untersucht. Es ist nach Angaben des Kultusministeriums bundesweit bisher größte Studie zum Immunitätsstatus von Schülern und deren Lehrern. Im Zuge der Wiederöffnung der Schulen nach dem Lockdown geht es dabei um die Frage, wie viele der Getesteten Antikörper des Sars-CoV-2-Virus in sich tragen. 

Die Ergebnisse der ersten von voraussichtlich drei Testreihen werden am Montag (11.30 Uhr) vom Infektiologen Professor Reinhard Berner und Virologen Professor Alexander Dalpke vorgestellt. Sie liefern nach Ministeriumsangaben auch wichtige Anhaltspunkte dafür, wie der Schulbetrieb nach den Sommerferien weitergehen kann. Einen Ausblick auf das neue Schuljahr gibt danach Kultusminister Christian Piwarz (CDU).

Deutschland

12.07. 15:30

Umfrage: Bereitschaft zu Corona-Impfung sinkt

Die Bereitschaft zu einer Corona-Impfung ist einer Studie zufolge in Deutschland zuletzt gesunken. So sei der Anteil der Befürworter in den vergangenen drei Monaten von 70 auf 61 Prozent zurückgegangen, berichtete die «Süddeutsche Zeitung» am Sonntag unter Berufung auf eine Umfrage. Die Universität Hamburg hatte in Kooperation mit Hochschulen anderer EU-Staaten Tausende Menschen in mehreren Ländern gefragt, wie sie zu einer Impfung gegen das Coronavirus stehen. Bislang gibt es eine solche Impfung nicht.  

Besonders gering ist die Impfbereitschaft in Deutschland den Angaben zufolge mit 52 Prozent in Bayern, in Norddeutschland sei sie hingegen mit 67 Prozent deutlich höher. Ein Ost-West-Gefälle gebe es nicht.

Jonas Schreyögg, Leiter des Hamburg Center for Health Economics an der Uni Hamburg, sagte laut «Süddeutscher Zeitung», dass es jedoch nur wenige Menschen gebe, die einen Impfstoff generell ablehnen. «Positiv gesprochen heißt das, wenn es uns gelingt, durch Transparenz bei der Prüfung und Zulassung der Impfstoffe sowie mit öffentlichen Aufklärungskampagnen diesen Personen mehr Sicherheit zu geben und sie zu überzeugen, könnte die Impfbereitschaft deutlich erhöht werden», sagt er. Ein großer Anteil derjenigen, die sich derzeit nicht impfen lassen wollen oder unsicher sind, würden dies mit Angst vor Nebenwirkungen oder Unklarheit zur Sicherheit des Impfstoffes begründen. 

Schreyögg sprach davon, dass bereits jetzt Aufklärungskampagnen sinnvoll seien. Besonders wichtig erscheint es ihm, Frauen zu überzeugen. Sie seien «über alle Altersgruppen 

Deutschland

12.07. 13:36

Trotz Corona-Krise wieder mit dem Bus zur Arbeit - 

Der Deutsche Städtetag fordert die Menschen auf, öffentliche Verkehrsmittel wieder stärker zu nutzen.Hauptgeschäftsführer Dedy sagte den Funke-Zeitungen: Wer unter den aktuellen Bedingungen ins Restaurant gehe, könne mindestens genauso gut in den Bus, die U-Bahn oder die Straßenbahn steigen. Es gebe keine Anzeichen für mehr Infektionsfälle im Nahverkehr. In Regensburg werden derzeit die Linienbusse des RVV mit Schutzwänden für die Fahrer umgerüstet. Ab morgen kann man in vielen RVV Bussen auch wieder vorne einsteigen.

Deutschland

12.07. 12:41

Online-Handel gibt Mehrwertsteuer-Senkung nicht weiter

Der Online-Handel boomt in Zeiten von Corona. Aber gerade die großen Online-Händler geben die Senkung der Mehrwertsteuer meist nicht an ihre Kunden weiter. Das ergab eine Auswertung des Vergleichsportals Idealo für die ,Welt am Sonntag". Die 100 umsatzstärksten Online-Shops senkten ihre Preise im Juli durchschnittlich um weniger als ein Prozent. Wäre der Steuervorteil komplett weitergegeben worden, hätten die Preise etwa zwei Prozent niedriger sein müssen.

Deutschland

12.07. 11:08

Erneut Demo gegen Corona-Beschränkungen in Stuttgart

 Einige Hundert Menschen haben am Samstag in Stuttgart erneut gegen Beschränkungen und Auflagen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie und für die Wahrung der Grundrechte demonstriert. Die von der Initiative «Querdenken 711» organisierte Veranstaltung im Unteren Schlossgarten trug den Titel «Fest für Frieden und Freiheit». Zuvor hatte es laut Polizei eine Demonstration durch die Innenstadt gegeben. Die Polizei sprach von einem ruhigen Verlauf, von Zwischenfällen war nichts bekannt. Offizielle Angaben zur Teilnehmerzahl gab es nicht. Angemeldet zu der mehrstündigen Kundgebung im Schlossgarten waren laut Stadt 5000 Teilnehmer.

Deutschland

12.07. 08:43

Sinkende Zahl der Corona-Antikörper dämpft Hoffnung auf Impfstoff

 Neue Untersuchungen von genesenen Covid-19-Patienten dämpfen die Hoffnung auf eine lang anhaltende Immunität und damit auch auf eine lange Wirksamkeit einer möglichen Impfung. Bluttests der ersten Corona-Patienten in Deutschland, die Ende Januar in der München Klinik Schwabing behandelt wurden, zeigten ein deutliches Absinken der Anzahl von sogenannten neutralisierenden Antikörpern im Blut, berichtete Clemens Wendtner, Chefarzt der dortigen Klinik für Infektiologie. 

«Bei vier der neun Patienten sehen wir sinkende neutralisierende Antikörper in einem sehr speziellen Test, der nur in einem Hochsicherheitslabor erfolgen kann», sagte Wendtner. «Inwieweit dies Auswirkungen für die angzeitimmunität und die Impfstrategien hat, ist derzeit noch spekulativ, muss aber im weiteren Verlauf kritisch beobachtet werden.» Es deute aber darauf hin, dass nach durchgemachter Krankheit eine Neuansteckung möglich sei. 

Dies müsse weiter beobachtet werden, sagte Wendtner. Für die Langzeitimmunität sei neben der sogenannten B-Zell-assoziierten über Antikörper gemessenen Immunität auch die sogenannte T-Zell-Immunität relevant. Wenn Patienten neutralisierende Antikörper verlören, könne diese eventuell einen Schutz geben. T-Lymphozyten können virusinfizierte Zellen gezielt abtöten, wenn sie zuvor ihren Gegner einmal kennen gelernt haben. 

Wendtners Erkenntnisse reihen sich ein in Erfahrungen anderer Wissenschaftler und Studienergebnisse. Chinesische Forscher berichteten im Fachblatt «Nature Medicine», dass die Antikörper nach zwei Monaten vor allem bei Patienten mit symptomfreiem Verlauf stark zurückgingen, aber auch bei tatsächlich erkrankten Patienten fielen die Werte deutlich. Patienten mit wenig Symptomen hatten zudem weniger Antikörper und somit eine schwächere Immunantwort entwickelt. 

Deutschland

11.07. 14:32

49 175 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2609 Tote

In Bayern sind bisher 49 175 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag auf seiner Website mit (Stand 9.00 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2609 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 45 620 Menschen.

Bayern

11.07. 14:31

Hofreiter: Zu wenig Corona-Hilfen für finanziell Schwache

Grünen-Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter hat Lücken bei der Unterstützung finanziell schwacher Bevölkerungsgruppen in der Corona-Krisenpolitik der Bundesregierung beklagt. «Wir geben über 200 Milliarden Euro zusätzlich aus, und für Hartz-IV-Empfänger, für Grundsicherungsempfänger war noch nicht einmal ein temporärer Aufschlag drin. Das finde ich, ehrlich gesagt, wirklich beschämend von Seiten der Bundesregierung», sagte Hofreiter am Samstag beim ersten digitalen kleinen Parteitag der Bayern-Grünen. Ebenso seien generell Kulturschaffende, Soloselbstständige und Familien mit Kindern bislang zu wenig unterstützt worden.

Insgesamt sei Deutschland zwar bislang vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen, sagte Hofreiter. Dennoch habe die Krise bereits vorher bestehende Probleme deutlich aufgezeigt. Als Beispiel nannte er die teilweise schlechten Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie, die durch denCorona-Ausbruch im Fleischbetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt seien.

Deutschland

11.07. 14:30

Christopher-Street-Day in München: Livestream statt Parade

Politischer Protest in Zeiten von Corona: Mit einem Livestream und zahlreichen kleinen Demos haben Menschen beim Christopher-Street-Day (CSD) in München demonstriert. Unter dem Motto «Gegen Hass. Bunt, gemeinsam, stark!» machten Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender am Samstag auf ihre Rechte aufmerksam.

Der CSD besinne sich in diesem Jahr zurück auf den Kern des politischen Protests, sagte ein CSD-Sprecher. Statt Party gebe es vielmehr stillen Protest. Und so fiel die Präsenz der CSD-Teilnehmer auf den Straßen heuer deutlich anders aus als gewohnt.

An rund 50 Standorten in der Innenstadt hatten sich laut dem CSD-Sprecher jeweils sechs Demoteilnehmer versammelt, um mit Plakaten auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen. Zusammen mit Behörden und Polizei hatten sich die Veranstalter auf diese Protestform geeinigt. Eine Parade durch die Stadt wie in den Vorjahren war aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich gewesen.

Im Zentrum des diesjährigen Münchner Christopher-Street-Days stand vielmehr ein Livestream. Dort wurden Gesprächsrunden, Livemusik, Kurzfilme und Modeschauen gezeigt. Zudem kamen die politischen Forderungen der Veranstalter ausführlich zur Sprache.

So betonten die Teilnehmer etwa, dass sie keine Sonderbehandlung möchten, sondern forderten gleiche Rechte für alle - unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung. Sie sprachen sich außerdem für die konsequente staatliche Verfolgung von «Hassverbrechen» aus. Diese würden bislang weder statistisch erfasst noch überall polizeilich verfolgt.

Der Hass auf Schwule oder Lesben nehme dagegen spürbar zu, wie Betroffene in Beratungsstellen in München berichteten, so der CSD-Sprecher. Auch deshalb sei es ihnen wichtig, auf dieses Thema aufmerksam zu machen und sich klar gegen Hass auszusprechen. Eine weitere Forderung der CSD-Macher ist deshalb auch eine Gesetzesänderung. So soll der Schutz vor Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität Teil des Grundgesetzes werden.

Bayern

11.07. 12:23

dm-Chef Werner: Werden dauerhafte Veränderung in Innenstädten sehen

Das Bild der Einkaufsstraßen in Deutschland wird sich nach Ansicht des Chefs der Drogeriemarktkette dm, Christoph Werner, nachhaltig verändern. Die Politik habe es möglich gemacht, dass viele «Lebensmittler» in die Vorstädte und auf die grüne Wiese gezogen seien, sagte er den «Badischen Neuesten Nachrichten» (Samstag). Das Parken in den Innenstädten werde immer teurer, und nun wollten die Menschen wegen der Corona-Maskenpflicht das Einkaufen auch noch so kurz wie möglich halten. «Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Kundenströme in die Vorstädte gehen oder ins Internet abwandern», sagte er. Die Corona-Krise sei definitiv ein Beschleuniger für Trends, die es vorher bereits gegeben habe.

Was dm angeht, habe sich die Kundenfrequenz in den Märkten in Einkaufszentren, Fußgängerzonen oder Bahnhöfen nach dem Corona-Shutdown bis heute nicht erholt. «Der Einkauf, der ja viel von Inspiration lebt, ist maßgeblich beeinträchtigt worden», sagte Werner.

Deutschland

11.07. 10:54

"Produktion von Schutzkleidung und Arzneimitteln zurück nach Europa holen"

 Zu der Ankündigung des Bundeswirtschaftsministeriums, die Produktion von Schutzausrüstung für medizinisches Personal in Deutschland finanziell zu fördern, erklärt die Vize-Präsidentin der Bundesärztekammer, Dr. Ellen Lundershausen:

"Es darf nie wieder vorkommen, dass in einer Pandemie der Schutz von Ärzten und Patienten von in Fernost gefertigten Cent-Artikel abhängt. Wir müssen jetzt die Zeit nutzen, um Produktionskapazitäten für Schutzausrüstung in Deutschland und Europa aufzubauen. Die Ankündigung des Bundeswirtschaftsministeriums, die Produktion von medizinischen Schutzmasken in Deutschland finanziell zu fördern, ist daher eine richtige politische Entscheidung.

Nach Umfragen ist Ärzten und ihren Mitarbeiten im Schutzmasken-Chaos der ersten Infektionswelle massenhaft mangelhafte und auch falsch deklarierte Schutzkleidung zugeteilt worden. Solche Mängel sind keine Petitesse, sie bedeuten für Ärzte und andere Gesundheitsberufe akute Gefahr für Leib und Leben. Solche Mängel müssen dringend ausgeschlossen werden.

Ebenso muss sichergestellt werden, dass es unter Pandemiebedingungen nicht zu Lieferengpässen und Qualitätsdefiziten bei Arzneimitteln kommt. Schon vor der Corona-Pandemie war erkennbar, wie abhängig die Arzneimittelversorgung in Deutschland von Arzneimittelherstellern in Asien ist. Um dieser Abhängigkeit entgegenzuwirken, sollte die Bundesregierung die deutsche EU-Ratspräsidentschaft dafür nutzen, die Produktion besonders wichtiger Arzneimittel nach Europa zurückzuholen. Die zuständigen Behörden können ihre Überwachungsfunktion bei Standorten in Europa sehr viel besser ausüben als dies bei Produktionsstandorten in Drittstaaten der Fall ist. Zudem sind kürzere Lieferketten von der Rohstoffherstellung bis zur Ausgabe der Arzneimittel in den Apotheken besser nachvollziehbar.

Die Bundesregierung sollte sich außerdem dafür einsetzen, dass die Produktion in Drittstaaten unter Beachtung menschenwürdiger, auch für die EU geltenden Arbeitsschutz- und Umweltschutzbestimmungen erfolgt. So lässt sich ausschließen, dass Hersteller die Bestimmungen durch Verlagerung der Produktion in Drittstaaten umgehen, nur um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen."

Deutschland

11.07. 10:13

In der Debatte über die Maskenpflicht in Geschäften nennt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ein Kriterium: 

Für ein Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel müsste die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf unter 100 pro Tag sinken - das sagte Altmaier der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

“Solange wir im Durchschnitt täglich mehrere hundert neue Infizierte haben, wird sie überall bleiben müssen, wo der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten wird”, so Altmaier”. “Wenn wir bei den Infektionen dauerhaft zweistellig sind, müssen Mediziner und Politik neu nachdenken.”

Deutschland

11.07. 08:47

Ansturm von Freiwilligen bei Corona-Impfstudie

Auf einen Impfstoff gegen das Coronavirus warten viele sehnlich - und viele Menschen wollen bei der Suche danach helfen. Die Tübinger Uniklinik erlebt einen Ansturm von Freiwilligen wie noch nie.

Etwa 4000 Freiwillige haben sich in der Tübinger Universitätsklinik als Probanden für die Studie zum Corona-Impfstoff der Firma Curevac gemeldet. «Wir sind in einer Luxuslage wie noch bei keiner klinischen Studie. Sonst müssen wir um Probanden ringen», sagte Studienleiter Peter Kremsner der Deutschen Presse-Agentur.

An der Uniklinik hatte Mitte Juni eine klinische Studie begonnen, um den Impfstoff des Tübinger Biopharma-Unternehmens Curevac auf seine Verträglichkeit zu testen. Seitdem haben rund 50 Menschen das Mittel erhalten. Zuletzt impfte Kremsner täglich zwischen sechs und zehn Probanden. Laut dem Mediziner sind noch keine überraschenden Nebenwirkungen aufgetreten. «Bisher ist alles im grünen Bereich», sagte er. Es gebe weder sensationelle noch erschreckende Befunde.

Die zahlreichen Freiwilligen können aber nicht alle zum Zug kommen. In der ersten Phase sollen 168 Probanden geimpft werden - außer in Tübingen auch in Testzentren im belgischen Gent, in Hannover und München. Jeweils einen Monat nach der ersten Impfung bekommen die Probanden die Ausgangsdosis erneut verabreicht.

Curevac hatte im Kampf gegen das Virus nach der Mainzer Firma Biontech als zweites deutsches Unternehmen die Genehmigung für eine klinische Studie erhalten.

Deutschland

11.07. 08:28

Volle Strände, viele Einsätze: Anstrengender Sommer für Wasserretter

An Bayerns Seen und Flüssen ist viel los - auch weil die Menschen in der Corona-Krise seltener verreisen. Für die Rettungskräfte bedeutet das mehr Arbeit.

Für die bayerischen Wasserretter ist dieser Sommer besonders anstrengend. Mit Beginn der Badesaison seien die Einsätze der Schnell-Einsatz-Gruppen in Deutschland und in Bayern sprunghaft angestiegen, sagte der Sprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Bayern, Michael Förster in München. Das liege auch an den vielen Badegästen, da viele Menschen in diesem Sommer nicht verreisten. An den Gewässern seien bis zu 50 Prozent mehr Leute, als in früheren Jahren.

Viel Betrieb herrscht an Flüssen und Seen nicht nur am Wochenende. Auch werktags seien sie in diesem Jahr viel stärker besucht als sonst, berichtete Förster. Und noch etwas beschäftigt die Helfer: «Die Badestrände werden als Party-Location genutzt, mit auffällig mehr Müll als in den Vorjahren - einschließlich gefährlicher Glassplitter. Das wiederum führt im Einzelfall zu Verletzungen und beschäftigt die Lebensretter.»

Für die ehrenamtlichen Helfer der DLRG oder der Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) ist das eine Herausforderung, auch weil die Corona-Pandemie die Arbeit erschwert. Rettungsstationen seien wegen der Abstandsregelung mit weniger Kräften besetzt. «Bei Einsätzen im Wasser sind die Retter einem besonderen Risiko ausgesetzt, da Körperkontakt unvermeidlich ist, aber Schutzmasken im Wasser nicht funktionieren», erklärte Förster.  

Bayern

11.07. 07:53

Hofreiter warnt Bürger vor hoher Arbeitslosigkeit bei zweiter Infektionswelle

Der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter, hat die Bürger vor verheerenden Folgen einer zweiten Corona-Infektionswelle mit sprunghaftem Anstieg der Arbeitslosigkeit und vielen Firmen-Insolvenzen gewarnt. Hofreiter sagte der Düsseldorfer "Rheinischen Post" und dem Bonner "General-Anzeiger" (Samstag): "Wirtschaft und Gesellschaft ein zweites Mal herunterzufahren, hätte eine verheerende Wirkung - für den Arbeitsmarkt, wo große Jobverluste drohten, wie für viele Unternehmen, die nicht die Kraft hätten, einen zweiten nationalen Shutdown zu überstehen." Nach Schätzungen verursache allein eine Woche Lockdown volkwirtschaftliche Kosten von 35 Milliarden Euro. Hofreiter mahnte: "So lange es keinen Impfstoff gibt, müssen wir alle vorsichtig bleiben." Die Wahrscheinlichkeit einer neuen Pandemie könne verringert werden, "indem man den Kontakt zu Wildtieren eindämmt, Wildtiermärkte unterbindet oder die Zerstörung von Ökosystemen stoppt", sagte der promovierte Biologe. Bei Tieren gebe es zwischen 1,5 Millionen und 1,7 Millionen verschiedene Virentypen, "von denen ein Teil auf den Menschen überspringen kann. Einige davon sind definitiv gefährlich."

Deutschland

11.07. 07:14

Autobauer Daimler will noch mehr Stellen streichen

Daimler muss in der Corona-Krise noch mehr sparen, so viel stand schon fest. Nun stellt Personalvorstand Porth klar: Das wird auch noch mal mehr Arbeitsplätze kosten. Und auch der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen gerät ins Wanken.

Der Autobauer Daimler will wegen der Corona-Krise noch deutlich mehr Stellen streichen als bisher bekannt. Personalvorstand Wilfried Porth nennt zwar weiterhin keine Zahl. Mit den bisher kolportierten 10 000 oder 15 000 Arbeitsplätzen, die Berichten zufolge wegfallen sollen, komme man jedenfalls nicht aus. «Die neue Zahl ist auf jeden Fall größer als die beiden», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Und die bräuchten wir, um betriebsbedingte Beendigungskündigungen zu verhindern.» Dem Betriebsrat warf er mangelndes Entgegenkommen vor.

Die Corona-Krise setzt den zuletzt ohnehin schwächelnden Konzern mit seinen weltweit rund 300 000 Mitarbeitern unter Druck. Vorstandschef Ola Källenius hatte schon bei der Hauptversammlung am Mittwoch betont, dass das im vergangenen Herbst aufgelegte Sparprogramm verschärft werden müsse. Darin waren, neben einer Vielzahl weiterer Maßnahmen, Einsparungen im Personalbereich in Höhe von 1,4 Milliarden Euro vorgesehen. Aber auch die reichen nun nicht. «1,4 Milliarden waren die Basis. Jetzt wird die Zahl definitiv größer», sagte Porth.

«Wir haben drei unterschiedliche Themenkomplexe: Das eine ist die Corona-Pandemie, die jetzt zusätzlich für eine Wirtschaftskrise sorgt», erläuterte er. «Wir haben das Thema der Elektromobilität, und wir haben das Thema der wettbewerbsfähigen Kostenpositionierung. Zwei der Themen gab es schon vorher, Corona kommt nun noch dazu.» Nun gehe es nicht darum, neue Maßnahmen zu erfinden. Stattdessen müsse man die vorhandenen Stellhebel noch stärker in Anspruch nehmen.

Bisher setzt Daimler vor allem auf natürliche Fluktuation, auf Altersteilzeitregelungen und Abfindungsangebote - bisher ausschließlich in der Verwaltung, es könne aber sein, dass diese nun auch auf einzelne Produktionsbereiche ausgeweitet würden. Etwa 700 Mitarbeiter hätten das Angebot bisher angenommen. Zudem gebe es Gespräche darüber, den IT-Service an eine externe Firma auszulagern, wovon etwa 2000 Stellen betroffen wären.

Dass es bis zum Ende des Jahrzehnts keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll, hatten Konzern und Betriebsrat im Zusammenhang mit dem Konzernumbau in der «Zukunftssicherung 2030» vereinbart - intern «ZuSi» genannt. Darin stehe aber auch, sagte Porth, dass neu verhandelt werde, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen signifikant verändern.

«Die ZuSi beschreibt den Weg, den man gemeinsam geht, um Beschäftigung zu sichern», betonte er. «Bei veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beschreibt sie aber auch den Weg, der am Ende zu betriebsbedingten Kündigungen führen kann, ohne dass es einer Kündigung der Vereinbarung bedarf.»

Nun sei man im Gespräch. Und darüber, dass sich die Rahmenbedingungen signifikant geändert hätten, gebe es auch keinen Dissens. «Aber die Bereitschaft des Betriebsrates, hier wirklich signifikante Maßnahmen zuzugestehen, ist leider nicht besonders ausgeprägt», kritisierte Porth. Um das Ziel, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, halten zu können, brauche man deutlich mehr Entgegenkommen.

Es gehe auch, aber nicht nur um die Zahl der Arbeitsplätze. «Wir haben tarifliche Vereinbarungen wie Pausenregelungen, wir zahlen Spätschichtzulagen ab 14.00 Uhr - das sind alles historische Dinge, die mögen zum damaligen Zeitpunkt alle richtig gewesen sein. Aber sie passen nicht mehr in die heutige Zeit, und sie passen nicht mehr in die heutigen Kostenstrukturen», sagte Porth.

Man rede über Arbeitszeitverkürzungen ohne Lohnausgleich, man könne auch über Weihnachts- und Urlaubsgeld reden. «Die Frage ist: Was kann man am einfachsten umsetzen? Und was ist für die Mitarbeiter von begrenzter Auswirkung?», sagte Porth. «Wir wollen nicht die Entgeltlinien absenken. Und wir wollen nichts tun, das die Mitarbeiter wirklich in wirtschaftliche Schwierigkeiten bringt. Aber wir müssen einen Weg finden, die Restrukturierung des Unternehmens zeitnah umzusetzen. Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die ZuSi in der Form weiter gelten kann.»

Eine allgemeine Arbeitszeitabsenkung lehnt Porth ab. Man befinde sich nicht wie 2008/09 in einer ausschließlichen Wirtschaftskrise, sondern in einer Restrukturierung der Autoindustrie. Sprich: Am Ende würden weniger Arbeitskräfte gebraucht, dieses Problem könne man nicht aussitzen. «Es nützt nichts, wenn die Gewerkschaft allgemeine Arbeitszeitverkürzungen und die 30-Stunden-Woche fordert», sagte Porth. «Das verzögert unser Problem.»

Deutschland

11.07. 06:25

 Verwirrung um Privatfeiern und Kultur in Kneipen

Ein Schreiben des Wirtschaftsministeriums an den Hotel- und Gaststättenverband hat für Verwirrung um Privatfeiern und Kultur in Kneipen gesorgt. Die Staatskanzlei erklärte es für gegenstandslos.

Die Staatskanzlei hat Hoffnungen des Hotel- und Gaststättenverbands widersprochen, dass es eine Verbesserung der Situation von Kneipen und Diskotheken in der Corona-Krise geben könnte. Zunächst hatte der Verband am Freitag unter Berufung auf ein Schreiben des Wirtschaftsministeriums, das sich wiederum auf das Gesundheitsministerium bezogen hatte, berichtet, dass Schankwirtschaften und Diskotheken ihre Räume für private und kulturelle Veranstaltungen vermieten dürften. Ein Sprecher der Staatskanzlei erklärte am Freitagabend allerdings, dass dieses Schreiben gegenstandslos sei.

Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU) betonte: «Clubs und Diskotheken bleiben weiterhin geschlossen - auch durch die Hintertüre gibt es keine Öffnung. Es wird da keine Tricksereien geben. Es hat sich nichts geändert: Wir bleiben bei Vorsicht und Umsicht.»

Dem Schreiben zufolge hätte die Möglichkeit zur Vermietung auch für Livemusik und Konzerte bestanden. Allerdings ist nicht jede Form von Livemusik laut ministeriellem Schreiben eine kulturelle Veranstaltung: Reine «Musikbegleitung in der Gastronomie» ist nicht erlaubt. «Zu berücksichtigen sind hierbei insbesondere Zweck (besonderer Anlass), Organisationsgrad und Programm bzw. der geplante Ablauf, insbesondere auch, ob ein besonderer Eintritt verlangt wird und ob eine Bestuhlung vorhanden ist», wird in dem Schreiben erläutert. «Jedenfalls reicht eine musikalische Untermalung eines Barbetriebs nicht aus.»

Der Gastronomieverband zeigte sich enttäuscht von den Aussagen aus der Staatskanzlei. «Es ist nicht nachvollziehbar, warum Clubs und Diskotheken nicht das erlaubt wird, was in anderen Bereichen auch möglich ist. Es geht nicht darum, dass getanzt wird und Discos und Clubs im herkömmlichen Sinne geöffnet werden.»

Bayern

11.07. 06:20

Mehr Überstunden für Kontrollbehörden in Großstädten wegen Corona

Wegen der Corona-Krise haben Mitarbeiter von Kontrollbehörden in Bayerns Großstädten deutlich mehr Überstunden geleistet als üblich. Besonders stark stieg die Zahl in Regensburg: Nach Angaben der Stadtverwaltung leisteten die Mitarbeiter des dortigen Ordnungsamts von März bis Mai 1537 Überstunden - etwa sieben Mal mehr als im Vorjahreszeitraum.

Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, entstand die Mehrarbeit aber nicht nur bei der Kontrolle von Ausgangsbeschränkungen und Hygieneverordnungen. Auch Anfragen der Bürger, das Bearbeiten von Ausnahmegenehmigungen und die Arbeit in Krisenstäben beschäftigten die Mitarbeiter zusätzlich.

Regensburg Stadt

10.07. 18:24

Wegen Corona: Kein Toto-Halbfinale 1860 - Memmingen

Der FC Memmingen und der TSV 1860 München haben dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) an diesem Freitag mitgeteilt, dass der FC Memmingen aufgrund der für den Verein ungewissen Zukunft hinsichtlich einer Wiederaufnahme seines Spielbetriebs infolge der Corona-Pandemie auf die Austragung des Halbfinalspiels im Toto-Pokal-Wettbewerb gegen die Löwen verzichtet. Der FC Memmingen hatte den TSV 1860 München sehr frühzeitig in seine Überlegungen einbezogen und parallel dazu auch den BFV informiert.

Bayern

10.07. 18:06

"Ballermann" nur mit Mund-Nasenschutz

Mallorca führt am Montag eine strenge Maskenpflicht ein. Auch auf den anderen Baleareninseln müssen dann in der Öffentlichkeit immer Mund und Nase bedeckt sein, auch wenn Abstand gehalten werden kann. Zugleich hat die Regionalregierung Strafen von bis zu 600.000 Euro beschlossen, zum Beispiel für Partys, bei denen gegen die Corona-Regeln verstoßen wird.

WELT

10.07. 16:44

Studie: Corona belastet jüngere Menschen psychisch

Die Corona-Krise hat bei vielen Kindern und Jugendlichen Spuren hinterlassen. Einer Studie der Hamburger Uniklinik zufolge fühlen sie sich belastet, achten weniger auf ihre Gesundheit und beklagen häufiger Streit in der Familie. Bei jedem zweiten Kind habe der mangelnde Kontakt das Verhältnis zu Freunden verschlechtert. Demnach leiden besonders Kinder aus sozial schwächeren Familien unter der Krise.

Deutschland

10.07. 15:55

Bayern verlängert Frist für Umstellung von Registrierkassen

Wegen der Corona-Krise haben Bayern und andere Bundesländer die Frist zur Umstellung von Registrierkassen für Handel und Gastronomie erneut verlängert. Im Freistaat, in Hessen, Nordrhein-Westfalen, in Niedersachsen und in Hamburg ist dafür nun bis Ende März 2021 Zeit, teilte das bayerische Finanzministerium am Freitag in München mit. Den Angaben zufolge hatten sich zuvor die Finanzminister der Länder darauf geeinigt, weil keine bundesweite Lösung gefunden werden konnte.

Bayern

10.07. 14:31

Eine neue Infektion im Landkreis Schwandorf

Nachdem am 4. Juni die letzte Infektion mit dem Coronavirus zu vermelden war und die Zahl der positiven Fälle seitdem konstant bei 508 blieb, wurde heute eine neue Infektion bestätigt. Betroffen ist das Stadtgebiet Teublitz.

Schwandorf

10.07. 14:00

Mögliche Rückkehr von Stadionbesuchern: DFL im Austausch mit dem Bundesministerium für Gesundheit – Lokale Konzepte entscheidend 

Die DFL Deutsche Fußball Liga befindet sich derzeit im Austausch mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG), um Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für eine mögliche Wiederzulassung von Besuchern in den Stadien der Bundesliga und 2. Bundesliga zu erörtern.

In diesen Gesprächen wurde seitens des BMG ausgeführt, dass die konsequente Einhaltung höchster Infektionsschutzstandards Grundvoraussetzung ist, um Fußballspiele mit Publikum wieder möglich zu machen. Entscheidend für eine (Teil-) Zulassung von Zuschauern seien die lokalen Konzepte der Clubs, welche von den zuständigen Gesundheitsbehörden vor Ort freigegeben werden müssten. Die Konzepte müssten demnach individuelle Voraussetzungen, beispielsweise die Stadioninfrastruktur und An-/Abreisewege, genauso berücksichtigen wie die jeweils geltende Verordnungslage und gegebenenfalls die epidemiologische Lage vor Ort.

Um die Clubs bei der Erarbeitung standort-individueller Konzepte zu unterstützen, wird die DFL nach weiterem fachlichen Austausch mit dem BMG einen Leitfaden als Orientierung für die Grundstruktur der zu erstellenden lokalen Konzepte weiter ausarbeiten und den Clubs zur Verfügung stellen. Ob es zu bestimmten Punkten, beispielsweise Ticket-Kontingenten für Gastvereine, ein einheitliches Vorgehen aller Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga geben wird, soll frühzeitig vor Saisonstart im Rahmen einer außerordentlichen DFL-Mitgliederversammlung besprochen werden.

Deutschland

10.07. 13:30

Kardinal Marx warnt vor größeren Ungleichheiten durch Corona

Kardinal Reinhard Marx warnt vor einer Verschärfung sozialer Spannungen in der Gesellschaft durch die Corona-Krise. «Die Ungleichheiten werden nicht kleiner werden, sie werden größer werden - sie waren vorher schon groß», sagte der Erzbischof von München und Freising laut Mitteilung vom Freitag am Vorabend bei einer Veranstaltung in München.

Ihm bereite Sorgen, dass Chancen zunehmend ungleich verteilt seien. «Im Bildungsbereich ist das ja offensichtlich», betonte der Erzbischof: «Die Unterschiede werden größer zwischen den Kindern, die zuhause Hilfe haben, und sei es nur, was die technischen Dinge angeht, und denen, bei denen das so nicht der Fall ist, durch die sozialen Verhältnisse oder die Bildungssituation.»

«Ich bin froh, dass Populisten aktuell nicht so en vogue sind, weil jetzt Politiker gefragt sind, die die Probleme tatsächlich auch lösen», betonte Marx - warnte jedoch zugleich: «Aber nach der Krise, wenn die Ungleichheit sichtbar wird, wenn deutlich wird, dass manche ihren Job für immer verloren haben, ihre Zukunftsidee, dass ihre Lebenspläne endgültig hinüber sind - dann wird die Spannung vielleicht größer.» Dies gelte auch weltweit: So werde Afrika «wahrscheinlich um Jahrzehnte zurückgeworfen, und dann steigt die Ungleichheit dramatisch an».

Bayern

10.07. 12:55

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 471 positive Fälle (+ 6 zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: 09.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim).

Die aktiven Corona-Fälle im Landkreis Kelheim belaufen auf insgesamt 13 (Stand 09.07.2020) und verteilen sich auf die Gemeinden wie folgt:

Abensberg: 8       Neustadt an der Donau: 3     Rohr in Niederbayern: 2

Alle anderen Städte und Gemeinden weisen derzeit keine Corona-Fälle auf.

In der Goldberg-Klinik Kelheim GmbH und der Ilmtalklinik GmbH, Krankenhaus Mainburg, werden alle Patienten einem Screening auf Symptome der Erkrankung Covid 19 unterzogen. Bei Auffälligkeiten erfolgt eine PCR-Testung auf Sars-CoV-2. Die Behandlung wird dann unter den entsprechenden Isolationsbedingungen durchgeführt.

Kelheim

10.07. 12:08

Corona im Landkreis Neumarkt - Keine Veränderung zum Vortag

Im Landkreis Neumarkt gab es heute im Vergleich zu gestern keine Veränderung bei der Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus.

Aktuell sind damit vier mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 409.

Neumarkt

10.07. 09:01

Die Internetplattform der Stadt „Neumarkter Solidarnetzwerk in der Corona-Krise“ hat sich bewährt

Die Stadt Neumarkt hatte bereits Ende März 2020 die Plattform „Neumarkter Solidarnetzwerk in der Corona-Krise“ online gestellt. Dort sind Hilfsangebote gebündelt dargestellt und es werden Kontaktdaten vermittelt, um Ansprechpartner für viele Dinge wie Einkäufe, Botengänge, mit dem Hund Gassi gehen und vieles mehr zu erhalten. Koordiniert wird diese Plattform vom Bürgerhaus der Stadt. „In der Corona Krise haben sich Organisationen, Vereine, verbände und Freiwillige in Neumarkt in einem hohen Maß eingesetzt und konkret Hilfestellungen für Mitbürgerinnen und Mitbürger angeboten“, stellt Neumarkts Oberbürgermeister Thomas Thumann fest, der die Einrichtung der Internetplattform unbürokratisch genehmigt hatte. „Dieses Engagement ist großartig und zeigt, wie stark in Neumarkt die Solidarität ausgeprägt ist. Ich danke allen ganz herzlich für dieses herausragende Wirken.“ Eine erste Analyse der Nutzung der Internetplattform zeigt ein großes und breites Spektrum an Hilfestellungen. Etwa 40 verschiedene Vereine, Gruppen und Sozialeinrichtungen haben sich dabei mit ihrem Angebot eintragen lassen. Seitdem konnten rund 1.800 Zugriffe auf die Seite des „Neumarkter Solidaritätsnetzes“ verzeichnet werden. Nach rund drei Monaten hat das Bürgerhaus nun eine Umfrage bei den beteiligten Vereinen und Einrichtungen zu den bisherigen Hilfestellungen in der Corona Krise in Neumarkt gemacht. Dabei ergab sich, dass mit und ohne Hilfe der Internet-Plattform bisher an rund 2.800 Bürgerinnen und Bürger Hilfestellungen vermittelt worden sind. Ganz vorne bei den Hilfestellungen in der Corona Krise ist die Herstellung und Verteilung von Gesichtsmasken zu nennen. Hier war das Engagement in Neumarkt - allen voran der Bürgerstiftung - vorbildlich und hat bewiesen, dass Bürgerinnen und Bürger, die gute Strukturen für das Ehrenamt vorfinden, schnell und unbürokratisch Hilfestellungen anbieten können. Bei den weiteren Angeboten werden von den Organisationen vor allem Einkaufsdienste sowie Gesprächs- und Beratungsangebote genannt. Zielgruppen waren vor allem Seniorinnen und Senioren, gefolgt von Familien sowie Menschen mit Behinderung.

Da sich nicht alle teilnehmenden Organisationen konkret geäußert haben, kann das Ergebnis der Umfrage nur einen ersten Einblick geben und erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zudem ist zu beachten, dass viele Hilfen im unmittelbaren Wohnumfeld unter Nachbarn geleistet wurden und werden, die gar nicht erfasst werden können. Die Rolle der Internetplattform liegt in der Unterstützung der Angebote, wobei die meisten Organisationen und Vereine ihre Angebote auch direkt an die Zielgruppen herantragen. Die Einrichtungen und Organisationen, die Hilfe anbieten, berichten allerdings durchwegs von schwierigen Erfahrungen aufgrund der Hygiene- und Schutzvorschriften. Es haben sich aber durchaus auch Chancen aufgetan. Ein Teilnehmer an der Umfrage äußerte sich so: „Besonders ist mir aufgefallen, dass wir alle als Gesellschaft vor einer besonderen Herausforderung gestanden und somit alle ‚Anfänger‘ waren. Die meisten Menschen haben das verstanden. Das war und ist spannend und erfreulich.“ Fast alle Teilnehmerinnen und -teilnehmer an der Umfrage haben zurückgemeldet, dass sie während der Zeit der Pandemie verstärkt digitale Medien nutzen und Online-Konferenzen durchführen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wünschen sich zudem auch über Corona hinaus ein solidarisches Miteinander, das von Information, Kommunikation und Vernetzung geprägt ist. Die Plattform „Neumarkter Solidaritätsnetz in der Corona-Krise“ wird auch weiterhin fortlaufend gepflegt. Die Stadt Neumarkt vermittelt allerdings selbst keine Hilfestellungen an Privatpersonen, sondern sie fungiert lediglich als „Info-Plattform“ für die Bürgerinnen und Bürger.

Weitere Informationen unter: www.buergerhaus-neumarkt.de/service/hilfe-in-der-corona-krise/

Neumarkt

10.07. 08:16

Huml ruft zu Corona-Vorsicht bei Urlaubsreisen auf - Bayerns Gesundheitsministerin: Genau über Infektionsgefahren vor Ort informieren

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat dazu aufgerufen, bei Reisen die Infektionsgefahr durch das neue Coronavirus SARS-CoV-2 nicht zu unterschätzen. Huml betonte am Freitag: "Insbesondere bei einem Urlaub in anderen Ländern ist es wichtig, sich genau über die Lage vor Ort zu informieren. Das gilt sowohl für die Corona-Fallzahlen als auch für die Schutzmaßnahmen der dortigen Behörden. Denn die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei - und wir dürfen unsere bisherigen Erfolge nicht leichtfertig aufs Spiel setzen!"

Die Ministerin verwies darauf, dass es derzeit weder einen Impfstoff noch ein wirksames Medikament gegen das Coronavirus gibt. Deshalb müsse auch im Urlaub auf die Hygieneregeln geachtet werden. Huml erläuterte: "Auch am Strand oder im Gebirge sollte ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu fremden Menschen eingehalten werden. Wenn dies nicht möglich ist, empfiehlt sich das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes."

Huml fügte hinzu: "Wer aus einem Risikogebiet in den Freistaat Bayern einreist, ist verpflichtet, sich unverzüglich für einen Zeitraum von 14 Tagen in Quarantäne zu begeben. Das sollten insbesondere auch Eltern mit schulpflichtigen Kindern bedenken. Klar ist auch: Wer aus einem Risikogebiet zurückkommt, muss sich nach den Vorgaben der Einreise-Quarantäneverordnung bei seinem Gesundheitsamt melden."

Risikogebiet ist ein Staat oder eine Region außerhalb Deutschlands, für die laut Robert Koch-Institut zum Zeitpunkt der Einreise nach Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Zu Risikogebieten zählen unter anderem Regionen, in denen die Neuinfiziertenzahl gerechnet auf sieben Tage bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern liegt oder es durch den jeweiligen Staat erlassene Schutzmaßnahmen gibt.

Die Einreise-Quarantäneverordnung (EQV) des Freistaats mit den entsprechenden Regeln (siehe auch https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-335/) gilt vorerst bis 27. Juli 2020 und wird – soweit erforderlich – verlängert. Welche Länder als Risikogebiet eingestuft werden, kann tagesaktuell abgerufen werden unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html.

Die Ministerin wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass nach Reisen in ein Risikogebiet unter Inkaufnahme der Quarantäne bei Rückkehr kein gesetzlicher Verdienstausfall in Anspruch genommen werden kann. Huml erläuterte: "Wer trotz der Ansteckungsgefahr in ein bekanntes Risikogebiet reist und sich deshalb bei der Rückkehr nach Deutschland in Quarantäne begeben muss, erhält keine finanzielle Entschädigung. Das sollte jeder vor so einer Entscheidung bedenken."

Die Ministerin fügte hinzu: "Informieren Sie sich über das Infektionsgeschehen an Ihrem Urlaubsort, die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes und die jeweiligen Einreiseregeln der Länder. So haben beispielsweise Griechenland und Spanien Reglementierungen für die Einreise verhängt. Jeder sollte zudem überlegen, ob er sich den Ansteckungsrisiken in dicht besetzten Flugzeugen, Zügen oder Bussen aussetzen will."

Die Ministerin betonte ferner: "Urlauber, die nach ihrer Reise verunsichert sind, können sich in Bayern auch ohne Symptome kostenlos testen lassen. Dies ist wichtig, um Klarheit zu bekommen und mögliche Infektionsketten durchbrechen zu können. Ansprechpartner ist zunächst der jeweilige Hausarzt."

Huml fügte hinzu: "Gerade in Corona-Zeiten ist es natürlich auch wichtig, den Urlaub zur Erholung und Entspannung zu nutzen. Deshalb wünsche ich allen: Genießen Sie Ihre freien Tage, aber bleiben Sie bitte vorsichtig - und vor allem gesund!"

Bayern

10.07. 07:07

Mundschutzpflicht auf Mallorca und Co

Auch auf den Baleareninseln sollen Ansteckungsmöglichkeiten verringert werden: Die Regionalregierung will den Mund- und Nasenschutz auch auf die Öffentlichkeit ausweiten. Das heißt: Auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera wird Mund- und Nasenschutz auch dann Pflicht, wenn der Sicherheitsabstand gewahrt werden kann. Wer trotzdem keinen Mund- und Nasenschutz trägt, muss 100 Euro Bußgeld zahlen, berichten mehrere Medien. Ausnahmen gelten an Pools und Stränden.

WELT

10.07. 07:03

Kein zweiter Lockdown

Die Straßen leergefegt, Geschäfte und Cafes geschlossen: Bundesfamilienministerin Giffey ist im Falle einer zweiten Corona-Welle gegen einen weiteren Lockdown auf breiter Front. Stattdessen brauche es punktuelle und regionale Maßnahmen, so die SPD-Politikerin im "Focus". Zudem forderte sie für das neue Schuljahr unter anderem, dass Kita- und Schulkinder möglichst immer in ihren Gruppen und Klassenverbänden bleiben, um Ansteckungsmöglichkeiten zu begrenzen.

Deutschland

09.07. 18:21

FC Bayern wartet auf weiteren Corona-Fahrplan in der Champions League

Der FC Bayern München schaut am Freitag (12.00 Uhr) gespannt auf die Auslosung der Champions League. In Nyon in der Schweiz werden die Gegner ausgelost, auf die der deutsche Fußball-Rekordmeister im Falle des Weiterkommens in Viertelfinale und Halbfinale treffen würden. Viertelfinale, Halbfinale und das Endspiel werden wegen der Corona-Pandemie als einfaches K.o.-Turnier in Lissabon ausgetragen. Das Final-Acht-Turnier findet dort vom 12. bis 23. August statt.

Die Münchner müssen allerdings erst noch den Viertelfinal-Einzug perfekt machen. Nach dem 3:0 im Achtelfinal-Hinspiel beim FC Chelsea sind die Chancen bestens. Wo das Rückspiel stattfindet, ist noch offen. Sicher qualifiziert sind bereits Atalanta Bergamo, Atlético Madrid, RB Leipzig und Paris Saint-Germain.

Bayern

09.07. 17:35

Kritik an Corona-Maßnahmen der WHO

Die Weltgesundheitsorganisation steht wegen der Corona-Pandemie in der Kritik. Unter anderem US-Präsident Trump wirft ihr vor, für die Ausbreitung des Virus mitverantwortlich zu sein. Unabhängige Fachleute sollen jetzt klären, ob die WHO in der Krise richtig reagiert hat. Im November soll es einen ersten Zwischenbericht geben. Darin wollen die Experten auch vorschlagen, was zu tun ist, um eine ähnliche Ausbreitung in Zukunft zu verhindern.

WELT

09.07. 16:54

Gebrauchte Laptops für Regensburger Schüler 

Eine Spendenaktion hat über 100 Schülern aus einkommensschwachen Familien in Regensburg gebrauchte, aber funktionierende Laptops beschert. Damit konnten sie während der Corona-Krise zu Hause lernen oder am digitalen Unterricht teilnehmen. Die Initiative Computerspende Regensburg hatte die Laptops für die Schüler gesammelt und dann mit ihren Lehrern ausgewählt, wer dringend einen braucht. 

Regensburg Stadt

09.07. 16:04

Keine neue Coronavirus-Infektion im Landkreis Neumarkt

Im Landkreis Neumarkt ist kein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Zwei Personen wurde als genesen gemeldet.

Aktuell sind damit vier mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 409.

Neumarkt

09.07. 15:23

Kreuzfahrten «light» wieder möglich

Die Kreuzfahrtbranche nimmt wieder Fahrt auf und sticht in den kommenden Wochen mit den ersten Schiffen in See. Grundlage dafür ist ein Corona-Hygienekonzept, das die Kreuzfahrtindustrie gemeinsam mit den deutschen Behörden und Hafenverwaltungen erarbeitet hat.

In einer ersten Phase sollen die ersten Schiffe von Hamburg, Rostock, Kiel oder Bremerhaven aus mit Gästen aus dem deutschsprachigen Raum an Bord starten können. Ohne einen anderen Hafen anlaufen zu dürfen, sollen die Schiffe bereits nach maximal sieben Tagen wieder im Starthafen ankommen. Zudem werden deutlich weniger Passagiere mitfahren dürfen als üblich. Verbunden sind diese ersten Reisen mit umfangreichen Abstands- und Hygieneregeln an Bord. Außerdem sollen die Schiffe unter anderem mit Covid-19-Schnelltests ausgestattet sein.

In der zweiten Phase dürfen schließlich auch ausländische Häfen angefahren werden und in der dritten sollen die Reedereien zu ihrer gewohnten Routengestaltung zurückkehren können. Einen konkreten Zeitplan gibt es dafür aber noch nicht.

Deutschland

09.07. 14:38

Ifo-Institut: Ostdeutsche Wirtschaft in Corona-Rezession

Die Corona-Krise hat nach Einschätzung des Dresdner Ifo-Instituts im ersten Halbjahr zu einem massiven Konjunktureinbruch in Ostdeutschland geführt. Demnach sinkt das Bruttoinlandsprodukt im Osten laut Prognose in diesem Jahr um 5,9 Prozent, sagte der Ökonom und stellvertretende Institutsleiter Joachim Ragnitz am Donnerstag. In Sachsen könnte die Wirtschaftsleistung wegen des größeren Industrieanteils sogar um 6,4 Prozent zurückgehen. Bundesweit rechnet das Ifo-Institut beim Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr mit einem Minus von 6,7 Prozent. 

Deutschland

09.07. 14:02

Oberpfälzer Unternehmer spendet für Kliniken

Der Gründer der Auto-Werkstattkette ATU, Peter Unger aus Weiden, spendet den Kliniken Nordoberpfalz zehn hochmoderne Beatmungsgeräte. Sie haben einen Wert von 560.000 Euro. Unger war durch die Arbeit der Mediziner auf dem Höhepunkt der Corona-Krise so beeindruckt, dass er sich entschloss, zu spenden, meldet der Neue Tag. Andere Prominente aus der Region wollen nachziehen, heißt es weiter.

Oberpfalz

09.07. 13:29

Landkreis Regensburg zieht Sommer-Ferienprogramm durch

Der Landkreis Regensburg zieht sein Sommer-Ferienprogramm auch im Corona-Jahr 2020 durch. Grundsätzlich finden viele der ursprünglich geplanten Aktionen statt, wenn auch in etwas veränderter Form und mit einem eigenen Hygienekonzept. Komplett neu organisiert wurden außerdem Kanutouren auf Regen und Naab oder Fahrradtouren auf dem Schwarze-Laaber-Radweg. Anmelden kann man sich auf der Internet-Seite des Landkreises. 

Regensburg Land

09.07. 12:02

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 465 positive Fälle (keine Veränderung zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 08.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim).

Die gute Nachricht des Tages: 423 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 91 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund! 

In der Goldberg-Klinik Kelheim GmbH und der Ilmtalklinik GmbH, Krankenhaus Mainburg, werden alle Patienten einem Screening auf Symptome der Erkrankung Covid 19 unterzogen. Bei Auffälligkeiten erfolgt eine PCR-Testung auf Sars-CoV-2. Die Behandlung wird dann unter den entsprechenden Isolationsbedingungen durchgeführt.

Das Landratsamt Kelheim weist darauf hin, dass es laut Gesundheitsamt aktuell keine bedeutsame Häufung von Fallzahlen im Landkreis Kelheim gibt d. h. die Anzahl der Infizierten ist in keiner der Gemeinden im Landkreis Kelheim signifikant anders.

Kelheim

09.07. 11:40

AOK-Bayern: Pflegeberufe besonders stark von Covid-19 betroffen

Auf Beschäftigte in Pflegeberufen entfielen in Bayern während der Lock-down-Phase besonders viele Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19. Eine Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten der bayerischen AOK-Mitglieder zeigt, dass zwischen März und Mai von je 100.000 Beschäftigten in der Gesundheits- und Krankenpflege 1.916 krankheitsbedingt am Arbeitsplatz gefehlt haben, in der Altenpflege waren es 1.760. Dies liegt um das Dreifache über dem Durchschnittswert von 594 Krankheitsfällen je 100.000 AOK-versicherten Beschäftigten. 

Insgesamt erhielten etwa 13.000 der rund 2,2 Millionen erwerbstätigen Versicherten der AOK Bayern von März bis Mai 2020 eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Zusammenhang mit einer Covid-19-Diagnose. Das sind 0,59 Prozent der AOK-versicherten Erwerbstätigen. Damit liegt Bayern hinter Baden-Württemberg (0,72 Prozent) an zweiter Stelle im bundesweiten Vergleich.

Bayern

09.07. 06:53

Söder kündigt weiter Lockerungen an

Bayerns Ministerpräsident Söder will kommende Woche weitere Lockerungen in der Corona-Krise vorschlagen. In der ARD sagte er am Abend, er wolle zulässigen Besucherzahlen für Kunst- und Kulturveranstaltungen unter Auflagen verdoppeln - also innen auf 200 Besucher und außen auf 400. Die Entscheidung muss das bayerische Kabinett treffen - es kommt am Dienstag zusammen.

Bayern

09.07. 05:40

Tönnies startet wieder

Beim Fleischverarbeiter Tönnies dürfen die ersten Verwaltungsmitarbeiter in die Unternehmenszentrale zurückkehren. Die Behörden haben eine entsprechende Ausnahmegenehmigung erteilt. Für die Produktion gilt weiter eine Sperre. Der Schlacht- und Verarbeitungsbetrieb in Nordrhein-Westfalen war Mitte Juni nach einem Corona-Massenausbruch eingestellt worden.

Deutschland

09.07. 05:39

Immer mehr Corona-Fälle in den USA

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie haben sich in den USA mehr als drei Millionen Menschen nachweislich infiziert - mehr als in jeden anderen Land der Erde. Das geht aus Daten der Johns Hopkins Universität hervor. Landesweit starben demnach bisher mehr als 131 000 Menschen in Folge einer Infektion. Erst vor weniger als einem Monat hatten die USA die Marke von zwei Millionen bestätigten Infektionen überschritten.

WELT

09.07. 05:38

Merkel will Grundrechte stärken

"Gemeinsam Europa wieder stark machen": Das ist das Motto der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Was genau das heißen soll, hat Kanzlerin Merkel dem Europaparlament in Brüssel erklärt. Ihr liegen vor allem die Grundrechte am Herzen, sagte Merkel. Diese seien in der Corona-Krise teilweise eingeschränkt worden. Eine Pandemie dürfe aber nie ein Vorwand sein, um die Grundrechte einzuschränken.

WELT

09.07. 05:18

Hotels mussten auch im Mai kämpfen

Zwischen 80 und 90 Prozent weniger Gästeankünfte und Übernachtungen: Corona hatte den Tourismus in Niederbayern und der Oberpfalz auch im Mai fest im Griff, meldet das Landesamt für Statistik. Gerade mal 66.000 Urlauber wurden in den beiden Regierungsbezirken gezählt und die verteilten sich überwiegend auf die beiden letzten Mai-Tage, an denen Hotels wieder öffnen konnten. Ab dieser Zeit gab es auch bei Campingplätzen, Ferienwohnungen und Jugendherbergen in der Region wieder leicht steigende Urlauberzahlen.

Bayern

08.07. 19:38

Airbus-Mitarbeiter demonstrieren gegen Stellenabbau

Tausende Airbus-Beschäftigte in Deutschland bangen um ihre Jobs - heute sind sie gegen den geplanten Stellenabbau auf die Straße gegangen. Vor dem Hauptsitz des Flugzeugbauers in Bremen demonstrierten rund 1.500 Menschen. Kundgebungen hatte es unter anderem auch in Hamburg und an mehreren bayerischen Standorten gegeben. - Zu dem bundesweiten Aktionstag hatte die IG Metall aufgerufen. Airbus will wegen der Corona-Krise hierzulande über 5.000 Stellen streichen. 

Deutschland

08.07. 17:12

Hunderte Verfahren an bayerischen Verwaltungsgerichten wegen Corona

Die Corona-Krise hält die Verwaltungsgerichte in Bayern weiter in Atem: Noch mehr als 60 sogenannte Normenkontrollverfahren und sieben Eilverfahren laufen momentan beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH). «Das sind alles Verfahren, die sich direkt mit Maßnahmen im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes auseinandersetzen», erklärte VGH-Sprecherin Franziska Haberl am Mittwoch in München. Die Verwaltungsgerichte seien noch mit mehr als 50 Klagen und zehn Eilverfahren wegen der Corona-Maßnahmen beschäftigt.

Dabei seien viele Verfahren zu den Regelungen in der Corona-Krise längst abgeschlossen: Der VGH urteilte den Angaben nach schon in mehr als hundert Eilverfahren und 20 Normenkontrollverfahren. «Geklagt hatten Privatpersonen, aber auch Unternehmen», sagte Haberl. Wie lange die Corona-Krise den Verwaltungsgerichtshof noch beschäftigen werde, sei unklar.

Die sechs Verwaltungsgerichte hätten vor allem über Ausnahmeregelungen für Veranstaltungen oder Versammlungen entschieden - in mehr als 170 Eil- und 50 Hauptsacheverfahren. Zuletzt scheiterte die AfD-Fraktion am Verwaltungsgericht München mit ihrem Eilantrag gegen die Maskenpflicht im bayerischen Landtag.

Bayern

08.07. 16:06

Keine neue Coronavirus-Infektion im Landkreis Neumarkt

Im Landkreis Neumarkt ist kein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Vier Person wurde als genesen gemeldet.

Aktuell sind damit sechs mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 409.

Neumarkt

08.07. 15:05

Plattform für Corona-Hilfen ist online

Heute ist eine Online-Plattform gestartet, über die vor allem kleine und mittelständische Unternehmen Corona-Überbrückungshilfen beantragen können. Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat sie vorgestellt. Zunächst können sich dort Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer registrieren, die für die Firmen die Anträge einreichen müssen. Die Auszahlungen könnten noch in diesem Monat erfolgen, heißt es. Bei den Überbrückungshilfen geht es um ein Volumen von insgesamt 25 Milliarden Euro.

Deutschland

08.07. 14:13

Fünf Wochen ohne neue Corona-Infektion im Landkreis Schwandorf

Seit der am 4. Juni vermeldeten Infektion sind im Landkreis Schwandorf keine neuen Fälle bekannt geworden. Auch fünf Wochen danach steht der Landkreis bei 508 Corona-Fällen, von denen 20 an oder mit Corona verstorben sind. Diese Fälle verteilen sich auf die 33 Gemeinden im Landkreis Schwandorf wie folgt:

Gemeinde Infektionen Todesfälle

Altendorf 0 Bodenwöhr 21 Bruck 11 1 Burglengenfeld 21 1 Dieterskirchen 2 Fensterbach 3 Gleiritsch 0 Guteneck 5 Maxhütte-Haidhof 63 Nabburg 11 Neukirchen-Balbini 2

Neunburg vorm Wald 50 1 Niedermurach 0 Nittenau 23 1 Oberviechtach 8 Pfreimd 20 2 Schmidgaden 11 1 Schönsee 42 3 Schwandorf 91 6 Schwarzach 0

Schwarzenfeld 20 1 Schwarzhofen 1 Stadlern 3 1 Steinberg am See 9 Stulln 3 Teublitz 15 Teunz 2 Thanstein 0 Trausnitz 2 Wackersdorf 29 Weiding 1

Wernberg-Köblitz 38 2 Winklarn 0


1.384 Tests in den vom Landkreis eingerichteten zwei Zentren

In den beiden Testzentren im Sepp-Simon-Stadion in Schwandorf und im Gesundheits- und Betreuungszentrum in Nabburg wurden bislang insgesamt 1.384 Testungen durchgeführt, und zwar 1.268 in Schwandorf und 116 in Nabburg. Aufgenommen wurden diese Testzentren am 30. März in Schwandorf und am 16. April in Nabburg. In der Einrichtung in Nabburg, die als Schwerpunktpraxis an den Katastrophenfall gekoppelt war, finden keine Testungen mehr statt. Bei Bedarf könnte das Testzentrum aber wieder kurzfristig eröffnet werden. Das Testzentrum in Schwandorf wird aktuell nur mehr vom Gesundheitsamt, aber nicht mehr von der KVB genutzt.

Schwandorf

08.07. 13:14

Landtag erleichtert Kommunen in Corona-Krise Weg zu frischem Geld

Bayerns Kommunen können sich ab der Sommerpause coronabedingt leichter frisches Geld beschaffen. Der Landtag machte am Mittwoch in München mit großer Mehrheit den Weg frei, damit klamme Städte und Gemeinden leichter Kredite oder Kassenkredite aufnehmen können. Die Gesetzesänderung tritt zum 1. August in Kraft, die zur Umsetzung erforderliche Verordnung soll noch in der ersten Augusthälfte kommen. 

Bayern

08.07. 12:46

Nach Corona-Pause: Polizei Kelheim sucht wieder Sicherheitswacht-Mitglieder

Die Polizei Kelheim nimmt ihre Suche nach geeigneten Mitarbeitern für die Sicher-heitswacht wieder auf. Die Bewerbungsphase war wegen Corona ausgesetzt worden, jetzt geht es weiter. Mitglied der Sicherheitswacht können Menschen zwischen 18 und 62 Jahren werden, die eine abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung haben. Außerdem sollten sie fünf bis fünfzehn Stunden im Monat Zeit für den Dienst haben. Bewerben kann man sich bis 9. August bei der Polizei Kelheim.

Kelheim

08.07. 11:32

Bundeshilfen für Behindertenwerkstätten

MdB Marianne Schieder: Schutz und Versorgung von Menschen mit Behinderung sicherstellen

Wegen der COVID-19-Pandemie mussten viele Einrichtungen der Behindertenhilfe schließen. Das bedeutete für die Werkstätten eine enorme Herausforderung und über Monate hinweg ein niedrigeres Arbeitsergebnis. Für die Beschäftigten mit Behinderung hatte dies zur Folge, dass ihre Entgelte gesunken oder ganz entfallen sind.

„Die Beschäftigten in den Werkstätten leisten wichtige Arbeit, die unsere Anerkennung verdient. Dazu gehört auch, ihre Verdienstausfälle abzumildern, die durch Arbeitsausfall in Zeiten der Pandemie entstehen“, erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder.

Die Bundesregierung hat auf diese Herausforderung entschlossen reagiert und mit den Sozialschutz-Paketen und dem Konjunkturprogramm umfangreiche Maßnahmen zur Unterstützung auf den Weg gebracht. Ziel ist die Abmilderung der Folgen der der COVID-19-Pandemie auf die Arbeitsentgelte der in entsprechenden Werkstätten Beschäftigten mit Behinderungen. 

„Mit der Vierten Verordnung zur Änderung der Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung geben wir nun den Ländern die Möglichkeit, aus den Mitteln der Ausgleichsabgabe fehlendes Entgelt auszugleichen“, so die Abgeordnete weiter. „Dazu haben wir mit den Ländern eine pragmatische Lösung gefunden, zu der auch der Bund rund 70 Mio. Euro beisteuert.“ Die Verordnung soll rückwirkend zum 1. März in Kraft treten.

Schwandorf

08.07. 09:25

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 465 positive Fälle (keine Veränderung zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 07.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). 423 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 91 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

08.07. 06:50

Weitere Lockerungen in Bayern

Ab heute treten in Bayern weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Kraft. Bei größeren Privatveranstaltungen wie Hochzeiten oder Familienfeiern sind dann bis zu 100 Gäste innen und bis zu 200 im Freien erlaubt. Auch Freizeiteinrichtungen wie Indoor-Spielplätze dürfen wieder öffnen. Sportmannschaften können wieder mit Körperkontakt trainieren.

Bayern

08.07. 06:48

In Deutschland sollen mehr Schutzmasken hergestellt werden

Ab dem Herbst soll es möglich sein, dass in Deutschland mehr medizinische Schutzmasken hergestellt werden. Ab September wolle man in der Lage sein, 2,5 Milliarden zusätzliche Masken innerhalb eines Jahres zu produzieren, teilte das
Bundeswirtschaftsministerium der "Rheinischen Post" mit. Bis Ende Juni kommenden Jahres sollen Produzenten dann bis zu sieben Milliarden Masken jährlich schaffen. Das Ministerium investiere dafür 60 Millionen Euro an Fördermitteln.

Deutschland

08.07. 06:47

USA tritt offiziell aus WHO aus

Mitten in der Coronavirus-Pandemie haben die USA ihre Ankündigung aus der Weltgesundheitsorganisation WHO auszutreten offiziell eingereicht. Sie soll in einem Jahr wirksam werden. WHO und Vereinte Nationen bestätigten den Empfang.
Der Sprecher von Guterres sagte, man prüfe jetzt mit der WHO, ob die Voraussetzungen für einen Austritt vorliegen. Viele US-Demokraten haben den Schritt der republikanischen Trump-Regierung scharf kritisiert.

WELT

07.07. 18:40

Brasliiens Präsident hat Corona

Der brasilianische Präsident Bolsonaro at sich mit Corona infiziert. Das teilte der Staatschef am Dienstag nach einem positiven Test in einem Militärkrankenhaus in der Hauptstadt Brasília mit. Medienberichten zufolge hatte der 65-jährige Staatschef zuvor Symptome gezeigt: Er habe Fieber und Gliederschmerzen gehabt. Am Montag trug er entgegen seiner Gewohnheit eine Maske und riet einem Anhänger, sich ihm nicht zu nähern.

Brasilien ist neben den USA derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Bislang haben sich in dem größten Land Lateinamerikas 1,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 64.867 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen, da in Brasilien nur recht wenig getestet wird.

WELT

07.07. 17:55

Mitarbeiter in Allgäuer Ferienanlage mit Corona infiziert

In einer Allgäuer Ferienanlage ist bei drei Menschen das Coronavirus nachgewiesen worden - es handelt sich dabei um Mitarbeiter aus dem Gastronomie-Bereich. Das teilte eine Sprecherin der Center-Parcs-Anlage in Leutkirch am Dienstag mit. Ein weiteres Ausbruchsgeschehen werde nicht erwartet. 

Bei den drei Mitarbeitern war in der vergangenen Woche das Coronavirus nachgewiesen worden. Das Unternehmen war am 1. Juli vom Gesundheitsamt der Stadt Leutkirch über einen positiven Befund auf das Virus informiert worden. In der Folge wurden nach Angaben des Landratsamts Ravensburg 120 Kontaktpersonen ermittelt, vorsorglich in Quarantäne geschickt und getestet. Die bisher ausgewerteten Ergebnisse seien negativ ausgefallen. Ob es sich bei den 120 Menschen ebenfalls um Mitarbeiter oder auch um Gäste handelt, teilte das Landratsamt nicht mit.

Bayern

07.07. 17:24

Lockerungen für bayerische Fußballer

Ab Mittwoch, 8. Juli 2020, ist Fußball-Training in Bayern auch mit Kontakt wieder möglich. Die Bayerische Staatsregierung hat die entsprechend erforderlichen Anpassungen der Sechsten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung beschlossen. Die Lockerungen betreffen ausschließlich das Training, nicht den Wettkampf. Freundschaftsspiele sind demnach weiterhin untersagt. Das Training mit Körperkontakt ist wieder gestattet, sofern es im Freien stattfindet und in festen Trainingsgruppen organisiert wird. Weiterhin gilt es die Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu berücksichtigen, wenn es etwa um die Nutzung von Kabinen und Duschen oder aber auch die Anreise geht. Alle weitergehenden Informationen gibt es im überarbeiteten Leitfaden des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) auf www.bfv.de.

Bayern

07.07. 16:44

Mit Gasmaske am Rednerpult - AfD-Abgeordnetem wird Rederecht entzogen

Wegen seines Auftritts mit einer martialisch aussehenden Gasmaske am Rednerpult im Landtag wurde der AfD-Abgeordnete Stefan Löw am Dienstag gerügt. Landtags-Vizepräsident Alexander Hold (Freie Wähler) bewertete den Vorfall als ungebührliches Verhalten mit dem Ziel, den Landtag lächerlich zu machen. Nachdem Löw der Aufforderung, die Maske abzusetzen, nicht nachkam, entzog Hold ihm schließlich auch das Rederecht. Erst zurück auf seinem Sitzplatz im Plenarsaal zog Löw die Gasmaske schließlich ab. Er hatte jede Aufforderung des Präsidiums mit dem Satz «Es gibt doch eine Maskenpficht» pariert. Die AfD-Fraktion lehnt die seit Freitag im Landtag auch für Abgeordnete geltende Maskenpflicht ab. 

Bayern

07.07. 16:13

Sachsen erlaubt Fußball mit Fans

Sachsen plant in der Corona-Krise weitere Lockerungen. So sollen unter Umständen ab 1. September Fußballfans Bundesliga-Spiele oder Begegnungen von Drittligist Dynamo Dresden wieder besuchen können - wenn eine Kontaktverfolgung der Besucher möglich ist und Hygieneregeln eingehalten werden können, kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden an. Dann könne man auch eine größere Zahl von Zuschauern wieder ins Stadion lassen. 

Deutschland

07.07. 15:26

AfD-Fraktion scheitert mit Eilantrag gegen Maskenpflicht im Landtag

Die AfD-Fraktion ist am Verwaltungsgericht München mit ihrem Eilantrag gegen die Maskenpflicht im bayerischen Landtag gescheitert. Das Gericht erklärte sich in der Frage für nicht zuständig, da es sich um eine verfassungsrechtliche Streitfrage handelt, teilte ein Sprecher des Gerichts am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Gegen die Entscheidung kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde zum Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingelegt werden. (Aktenzeichen M 30 S 20 2940) 

Konkret begründete das Gericht seine Entscheidung damit, dass die Beteiligten der Streitigkeit «von der Verfassung selbst unmittelbar eine besondere verfassungsrechtliche Stellung/Rolle eingeräumt wird». Dadurch sei das streitige Rechtsverhältnis maßgeblich vom Verfassungsrecht geprägt, weshalb Verwaltungsgerichte nicht zuständig seien. «Vielmehr wäre der Bayerische Verfassungsgerichtshof mit der Streitsache zu betrauen.» 

Bayern

07.07. 14:42

Positiver Fall in einem Kindergarten in Neumarkt

Heute wurde ein positiv getestetes Kind im Kindergarten St. Franziskus in der Stadt Neumarkt bestätigt. Die entsprechende Gruppe wurde geschlossen, die Kinder befinden sich in Quarantäne. Das Gesundheitsamt lässt nun alle Kontaktpersonen testen.

Aktuell sind damit zehn mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Neumarkt

07.07. 14:03

Pandemie trifft EU-Wirtschaft härter als erwartet

Die Corona-Virus-Pandemie wird die Wirtschaft noch härter treffen als bisher erwartet, davon geht die EU-Kommission in einer neuen Prognose aus. Demnach könnte die Wirtschaftsleistung in der Eurozone dieses Jahr um 8,7 Prozent einbrechen - zuvor war noch von 7,7 Prozent die Rede. Grund für die negative Prognose: Die Corona-Auflagen würden langsamer aufgehoben, als angenommen.

WELT

07.07. 13:33

Tankstellenangestellte im Kreis Straubing-Bogen missachtet Maskenpflicht

Am 06.07.2020 gegen 21 Uhr wurde durch Kunden einer Tankstelle in Obersunzing mitgeteilt, dass die Angestellte der Tankstelle gegen die Maskenpflicht verstößt. Die 50-jährige Angestellte wurde durch die Kunden auf die Maskenpflicht angesprochen, jedoch ignorierte sie dies.

Die Frau wurde hinsichtlich der bestehenden Maskenpflicht durch die Polizei belehrt und legte anschließend einen Mundschutz an. Es wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Infektionsschutzgesetz erstellt.

Niederbayern

07.07. 13:04

US-Experte warnt vor Corona-Ausbreitung

Einer der führenden Gesundheitsexperten der USA - Fauci - warnt: Die Corona-Situation in den USA sei "nicht gut". Sie erfordere "sofortiges Handeln". Die USA hätten die Pandemie nie unter Kontrolle gebracht. Seit einer Woche melden die US-Behörden im Schnitt fast 50.000 Neuinfektionen täglich.

WELT

07.07. 12:50

Weitere Corona-Lockerungen in Bayern

Die bayerische Staatsregierung lockert die Auflagen für Privatveranstaltungen im öffentlichen Raum weiter. Die Zahl der Gäste, die dabei sein dürfen, wird verdoppelt, teilte Staatskanzleichef Hermann mit. Das heißt: Im Innenbereich sind bis zu 100 Gäste erlaubt, im Außenbereich bis zu 200. Zudem sollen Freizeiteinrichtungen zum Beispiel Indoorspielplätze, aber auch Tierparks sowie botanische Gärten innen unter Auflagen wieder öffnen dürfen.

Bayern

07.07. 09:34

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 465 positive Fälle (keine Veränderung zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 06.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). 423 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 91 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

07.07. 07:53

Skepsis gegenüber Immunitätsausweis

Im Ethikrat gibt es offenbar große Skepsis gegenüber einem möglichen Corona-Immunitätsausweis, den Bundesgesundheitsminister Spahn gerne einführen würde. Das berichtet das "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Ein Mitglied habe demnach gesagt, dass Aussagen schwierig sein könnten, auch weil eine Immunität noch nicht zweifelsfrei nachzuweisen sei. Als "Kompromiss" sei etwa denkbar, dass Menschen, die Kontakt zu Risikogruppen haben, einen Nachweis über Corona-Antikörper bekommen könnten. Spahn hatte den Rat um eine Stellungnahme gebeten.

Deutschland

07.07. 06:28

Coronafreie Fernsehwelt - Serien ignorieren die Pandemie

In der Realität tobt das Virus, doch auf dem Fernsehbildschirm herrscht die schöne, heile Welt: Bekannte deutsche Serien wollen die Corona-Krise bis auf Weiteres konsequent ignorieren, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Das gilt für die «Rosenheim Cops» in Bayern ebenso wie für das «Großstadtrevier» im hohen Norden, für «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» (GZSZ) und «Sturm der Liebe» ebenso wie für «Berlin - Tag & Nacht». «Inhaltlich thematisieren wir Corona aktuell nicht», sagte eine Sprecherin der Ufa, die die Seifenopern-Dauerbrenner «GZSZ» und «Unter Uns» produziert, auf Anfrage.

Die Geschäftsführung von «Studio Hamburg», das den Hamburger Klassiker «Großstadtrevier» sowie die Telenovela «Rote Rosen» dreht, teilte mit, «dass die Covid-19-Pandemie keine Rolle in den Drehbüchern und Geschichten spielen wird» - und sagte auch warum: Zuschauer flüchteten gern in eine heile Welt «und wollen in fiktionalen Formaten nicht mit der Realität konfrontiert werden».

RTLzwei führte vor allem ganz praktische Gründe an, warum das Virus auch in «Berlin - Tag & Nacht», einer Sendung, die sich als «Reality-Soap» versteht, keine Rolle spielen wird: Bei Produktionsvorläufen von bis zu acht Wochen sei das schlicht nicht möglich. Und Bavaria Fiction, die «Die Rosenheim-Cops» und «Sturm der Liebe» produziert, teilte mit: «Eine Pandemie passt inhaltlich nicht zur Ausrichtung der beiden Serien.»

Deutschland

07.07. 06:26

Drei Corona-Fälle in Allgäuer Ferienanlage

In einer Allgäuer Ferienanlage ist bei drei Menschen das Coronavirus nachgewiesen worden. Etwa 120 Kontaktpersonen seien bislang getestet worden, teilte das Landratsamt Ravensburg am Montagabend mit. Die bisher ausgewerteten Ergebnisse seien negativ ausgefallen. Daher sei nicht mit einem weiteren Corona-Ausbruch zu rechnen. Ob es sich bei den Betroffenen um Gäste oder Mitarbeiter der Anlage mit Ferienwohnungen in Leutkirch handelt, war zunächst nicht bekannt. Da werde nicht unterschieden, sagte eine Sprecherin des Landratsamts.  

Nach Angaben einer Sprecherin der Center-Parcs-Ferienanlage war das Unternehmen am 1. Juli vom Gesundheitsamt der Stadt Leutkirch über einen positiven Befund auf Covid-19 informiert worden. Daraufhin seien alle Personen, die möglicherweise im direkten Kontakt mit dem Infizierten standen, getestet und vorsorglich in Quarantäne geschickt worden. Bei diesen Tests sei bei zwei weiteren Menschen das Virus nachgewiesen worden. Die beiden wiesen den schriftlichen Angaben zufolge aber keine Symptome auf. Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne, ebenso wie die anderen Kontaktpersonen, deren Tests negativ waren.

Weitere Details zu den Infektionsfällen gab es zunächst nicht. Die Ferienanlage umfasst etwa 1000 Ferienwohnungen, dazu unter anderem einen Wellness- und einen Badebereich.

Die Sprecherin verwies auf einen Maßnahmenkatalog, was bei grippeähnlichen Symptomen eines Mitarbeiters oder Gasts zu tun sei. So seien Meldeketten verfolgt sowie Mitarbeiter- und Gästelisten für den betroffenen Zeitraum dem Gesundheitsamt übermittelt worden.

Deutschland

07.07. 05:20

Maskenpflicht bleibt

Im Kampf gegen Corona muss auch in Geschäften weiter ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Das haben die 16 Gesundheitsminister der Länder bekräftigt. Zur Begründung hieß es, es dürfe nicht der falsche Eindruck entstehen, die
Pandemie wäre vorbei. Unter anderem aus Mecklenburg-Vorpommern war der Wunsch nach einer Abschaffung der Maskenpflicht im Handel gekommen. Kanzlerin Merkel hatte dem aber eine Absage erteilt.

Deutschland

06.07. 19:35

Corona-Warnapp für´s Handy boomt

Die Corona-Warn-App ist drei Wochen nach ihrem Start 15 Millionen Mal heruntergeladen worden. Das hat das Robert Koch-Institut auf Twitter mitgeteilt. Bei der Analyse der Zahlen fiel auf, dass die App bei Apple-Nutzern deutlich beliebter ist. Sie vergaben im Schnitt 4,7 von 5 Sternen. Im App-Store von Android liegt die Durchschnittsnote bei 3,6 Sternen. Das RKI rät, bei Problemen auf die neueste Version zu aktualisieren.

Deutschland

06.07. 18:01

Richter heben Corona-Lockdown in NRW auf

Ein Gericht hat den Lockdown im Kreis Gütersloh in NRW gestoppt. Das Land Nordrhein-Westfalen hätte nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies inzwischen eine differenziertere Regelung erlassen müssen, also für einzelne Städte oder Gemeinden. Ein Lockdown für den ganzen Kreis sei nicht mehr verhältnismäßig, entschied das zuständige Oberverwaltungsgericht.

Deutschland

06.07. 17:44

Corona bedrückt deutsche Unternehmen

Mehr als jedes fünfte Unternehmen in Deutschland sieht durch die Coronakrise die eigene Existenz bedroht. Das hat eine Umfrage des ifo Instituts ergeben. Am schlimmsten ist die Lage bei Reiseveranstaltern, gefolgt von Hotellerie und Gastronomie. Die Baubranche dagegen kommt vergleichsweise gut durch die Krise: Existenzsorgen haben hier nur zwei Prozent der Befragten. 

Deutschland

06.07. 17:23

Maskenpflicht im Einzelhandel bleibt

Die Maskenpflicht in Geschäften bleibt: Darauf haben sich die Gesundheitsminister der 16 Bundesländer geeinigt. Es dürfe nicht der falsche Eindruck entstehen, die Pandemie wäre vorbei, hieß es laut dpa-Informationen nach einer Video-Schalte mit Bundesgesundheitsminister Spahn. Losgetreten hatte die Debatte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Glawe am Wochenende.

Deutschland

06.07. 16:41

Wiesnwirte-Familie gibt «Bräurosl» auf - Corona ist ein Grund

Über vier Generationen führte die Wirtefamilie Heide das Traditionsfestzelt «Bräurosl» auf dem Oktoberfest. Nun nimmt sie Abschied. Sie wolle sich nicht mehr um das Pschorr-Festzelt bewerben, teilte die Familie am Montag in Planegg bei München mit. Die Coronakrise und die damit verbundenen finanziellen Unwägbarkeiten seien ein Grund. Zudem wolle sie ihr Unternehmen umstrukturieren und sich auf die Planegger Gaststätte Heide-Volm konzentrieren. Dass Wiesnwirte von sich aus ein Zelt abgeben, ist äußerst selten. 

«Wir haben uns das reiflich überlegt. So ein Schritt ist ja auch aufgrund der langen Familientradition nicht leicht. Schon unser Urgroßvater war auf dem Oktoberfest», sagte Daniela Heide. Ihr Vater Georg Heide nannte den Schritt traurig, aber notwendig. Letzter Auslöser sei die Corona-Krise gewesen. 

Zudem werde es bei der Wiesn 2021 für den Fall einer Pandemie voraussichtlich keinen ausreichenden Versicherungsschutz geben. Das sei zu riskant. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Oktoberfest künftig so sein wird, wie es die letzten Jahre war», sagt Heide und nannte die Abstandsregelungen. «Das wäre auf der Wiesn nicht möglich.» Auch die Infektion eines Mitarbeiters und als Folge eine mehrtägige Zeltschließung wäre schwierig. «Nach so vielen Jahren ist es nicht einfach, sowas zu entscheiden», sagt Georg Heide. «Die Wiesn war unser Leben, wir haben dort viele schöne Dinge erlebt und sind dankbar dafür.» 

Bayern

06.07. 15:40

Neumarkter Stadtlauf Corona-bedingt abgesagt

Die Absage von Sportveranstaltungen wegen Corona in der Region nimmt kein Ende. Jetzt hat es auch den Neumarkter Stadtlauf erwischt. Die Läufe Mitte September wurden heute abgesagt. Als Ersatz kann aber jeder selbständig verschiedene Strecken laufen. Sie werden am Laufwochenende ausgeschildert sein. 

Der Neumarkter Stadtlauf unterstützt traditionell die Deutsche Knochenmarkspenderdatei. Für sie bittet der Veranstalter trotz Absage auch weiter um Spenden. 

Neumarkt

06.07. 15:02

Kreis Kelheim ehrt "Helden des Alltags"

Die Corona-Krise stellt uns als Gesellschaft aktuell vor nie dagewesenen Herausforderungen. Jeder einzelne von uns kann durch seinen persönlichen Einsatz enorm Positives bewegen. Jeden Tag leisten viele Menschen bei uns im Landkreis Kelheim Dinge, die nicht selbstverständlich sind und über das Normalmaß weit hinausgehen.

Der Landkreis Kelheim startete daher unter dem Motto „Einsicht, Rücksicht, Zuversicht“ die Kampagne „Helden des Alltages im Landkreis Kelheim gesucht.“ Alle „Helden des Alltags im Landkreis Kelheim“ werden nach der Corona Krise ins Landratsamt zu einer Feier eingeladen.

Heute dürfen wir Ihnen als einen unserer „Helden des Alltags“ im Landkreis Kelheim Björn Jessen aus Kelheim vorstellen.

Björn Jessen (2RAD JESSEN) hat bereits zu Beginn der Coronakrise erkannt, dass die Situation für den Einzelhandel eine große Herausforderung sein wird und handelte schnell und unkompliziert. Seinem Mieter Alexander Huhnholz hat er drei Monatsmieten erlassen und ist dem Inhaber einer Textilreinigung auch bei künftigen Mietzahlungen entgegengekommen. Für Alexander Huhnholz ist dies „aller Ehren wert“.

Der Landkreis Kelheim bedankt sich ausdrücklich für das enorme Engagement von Hr. Jessen und freut sich den Titel „Held des Alltags im Landkreis Kelheim“ verleihen zu dürfen.

Kennen auch Sie Helden des Alltags? Bitte melden Sie uns Ihre persönliche Alltagsheldin bzw. Alltagshelden! Email: pressestelle@landkreis-kelheim.de bzw. rufen sie uns an: 09441/207-1020 bzw. 1021 bzw. 1015.

Kelheim

06.07. 14:07

Keine Veränderung bei Corona-Infektionen im Kreis Neumarkt

Im Landkreis Neumarkt gab es auch heute keine Veränderung bei der Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus.

Aktuell sind damit neun mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 408.

Neumarkt

06.07. 13:31

Aktuell nur noch 17 nachgewiesene Corona-Infizierte im Landkreis Straubing-Bogen

Im Landkreis Straubing-Bogen gibt es aktuell nur noch 17 Personen, die wegen einer nachgewiesenen Covid-19-Erkrankung noch nicht aus der Quarantäne entlassen wurden. Diese Zahlen sind in den letzten Wochen stetig gesunken. Auch, da es derzeit weiterhin nur noch vereinzelte Fälle von nachgewiesenen Neuerkrankungen gibt. So liegt die Sieben-Tages-Inzidenz des Landkreises laut LGL bei 0,99.

Hygiene- und Abstandsregeln sowie die Maskenpflicht sind auch weiterhin die Grundlage dafür, dass die Eindämmung des Virus gelingt und die Zahlen nicht wieder ansteigen.

Niederbayern

06.07. 13:11

Studie zu Corona-Übertragung durch Kinder in Regensburg gestartet

Forscher der Uni Regensburg sollen herausfinden, welche Rolle Kinder bei der Verbreitung von Corona spielen. Unter dem Namen „COVID Kids Bayern“ werden sie eine Studie in Kitas und Schulen durchführen. Mit im Boot sind Wissenschaftler der anderen fünf Universitätskliniken in Bayern. Die Studie soll neben der Corona-Ansteckungsgefahr auch allgemeine Fragen zur Kindergesundheit klären. Ministerpräsident Markus Söder gab heute Nachmittag den Startschuss dafür.

Regensburg Stadt

06.07. 12:27

Panoramabad Wackersdorf öffnet Liegewiese

Nachdem Mitte Juni die Panoramabad-Saison unter Auflagen begonnen hat, werden die Corona-Einschränkungen nun nach und nach gelockert. Seit einer Woche ist neben dem Schwimmerbecken (zeitgleich max. 13 Personen) nun auch das Nichtschwimmerbecken zur Benutzung von max. 12 Personen freigegeben (Maximale Personenzahl für das gesamte Panoramabad: 25 !).

Nun wurden auch Teile der Liegewiese geöffnet: Zwar ist die Benutzung der Bad-eigenen Liegen weiterhin nicht gestattet, aber ab sofort können sich Besucher auf einem ausgewiesenen Teil der Grünfläche auf Picknickdecken bzw. Badetüchern ausbreiten.

Schwimmzeiten können auch weiterhin nur blockweise gebucht werden. Vor allem für Familien gibt es hier jedoch eine angenehme Lösung für ein noch längeres Badevergnügen: von 15:30 – 18:00 Uhr kann ab sofort ein „Familien-Block“ von 2,5 Stunden gebucht werden. Buchungen werden wie gehabt unter der 0174 / 10 34 0 82 von 08:00 – 09:00 Uhr entgegengenommen.

 Die Buchungszeiten im Überblick:

Der 09:00 Uhr-Block beträgt 90 Minuten, er richtet sich vor allem an die Stammkundschaft der Aqua-Jogger.

Zu folgenden Zeiten haben Sie weiterhin für jeweils 60 Minuten die Möglichkeit, das Schwimmerbecken zu nutzen: 11:00 Uhr, 12:30 Uhr, 14:00 Uhr und 18:30 Uhr.

NEU: „Familien-Block“ von 2,5 Stunden von 15:30 – 18:00 Uhr (Hier wird darauf hingewiesen, dass bitte schon bei Buchung angegeben werden sollte, ob die komplette Dauer von 2,5 Stunden zum Schwimmen genutzt wird! Sollte Ihr Aufenthalt ab 15:30 Uhr z.B. lediglich 60 Minuten betragen, sagen Sie uns bitte vorab kurz Bescheid, damit wir im Anschluss weiteren Personen die Nutzung des Bades ermöglichen können !)

Zwischen den Schwimmblöcken wird das Bad jeweils für eine halbe Stunde gereinigt!

Alle Infos unter www.wackersdorf.de

Schwandorf

06.07. 09:36

Fünf neue Corona-Fälle im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 465 positive Fälle (+ 5 zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 05.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). 423 Personen (+ 4 zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 91 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

06.07. 07:05

Betrüge bei Corona-Soforthilfe werden untersucht

Im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen untersuchen Ermittler bundesweit Tausende Fälle von Betrugsverdacht. Insgesamt befassen sie sich mit mindestens 5100 Fällen. Das meldet die Deutsche Presseagentur. Dabei geht es um Subventionsbetrug, Geldwäsche oder das Ausspähen von Daten. Die dpa nennt eine Summe von mindestens 22 Millionen Euro, um die die Länder betrogen worden sein könnten.

Deutschland

06.07. 07:02

SPD-Chef gegen Aufhebung von Maskenpflicht

SPD-Chef Walter-Borjans hat sich gegen eine Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel ausgesprochen. In dieser Einschätzung sei er auf einer Linie mit Kanzlerin Merkel, sagte Walter-Borjans bei Bild live. Gesundheitsminister Spahn schrieb bei Twitter, wo der nötige Abstand nicht gesichert sei, bleibe die Alltagsmaske geboten. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es Überlegungen, die Maskenpflicht in Geschäften wegen des Coronavirus zu beenden.

Deutschland

05.07. 16:17

Zu voll: Regensburger Bismarckplatz erneut abgesperrt

Bei sommerlichen Temperaturen war die Regensburger Innenstadt am Wochenende wieder voll. Die Polizei hat verstärkt kontrolliert, damit der Hygiene Abstand eingehalten wurde. Das war am späten Samstagabend am Bismarckplatz kaum noch möglich, nachdem sich dort mehr als 400 junge Leute getroffen haben. Deshalb wurde der beliebte Treffpunkt erneut für eine Stunde abgesperrt. Die Nachtschwärmer haben verständnisvoll und friedlich darauf reagiert. Ein Polizeisprecher sagte auf Nachfrage wörtlich: „Das waren alles anständige Leute.“

 

Regensburg Stadt

05.07. 16:00

Corona-Fälle in österreichischen Fleischfabriken

Auch in Österreich sind in drei Großbetrieben zur Fleischverarbeitung Corona-Fälle aufgetaucht. Die Zahl der Infizierten bei den Fleischverarbeitern in Österreich ist noch weit entfernt von der bei Tönnies. Zwölf seien es bisher, heißt es vom Krisenstab in Oberösterreich. Zwei der betroffenen Betriebe liegen in der Nähe der deutschen Grenze. Heute werde weiter getestet

WELT

05.07. 15:56

Corona-Ausbruch bei Caterer - auch Schüler und Lieferanten infiziert

Der Corona-Ausbruch bei einem Cateringunternehmen im Landkreis Starnberg zieht weitere Kreise. Nun sind auch eine Schule und ein Lieferant betroffen. Am Montag werden zwei Schulklassen getestet.

Nach dem Corona-Ausbruch bei einem Catering-Unternehmen im oberbayerischen Gilching sind auch zwei Mitarbeiter eines Essenslieferanten und zwei Schulkinder positiv auf das Virus getestet worden. Die Lieferanten hatten Essen des Caterers in das Klinikum Großhadern gebracht. Die Schulkinder gehören zu den positiv getesteten Bewohnern einer Flüchtlingsunterkunft in Herrsching. Sie seien Anfang der Woche noch in der Schule gewesen, deshalb würden am Montag auch die Klassenkameraden der beiden getestet, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Starnberg am Sonntag. 

Die beiden infizierten Schüler besuchten eine zweite und eine fünfte Klasse mit je elf Kindern. Ihre Mitschüler und zwei Lehrkräfte seien unter Quarantäne gestellt worden. Auch bei einem Kindergartenkind aus Herrsching wurde Corona nachgewiesen. Es war allerdings seit der Öffnung der Einrichtung nach dem Lockdown nicht mehr in der Kita.

Für äußerst unwahrscheinlich hält es das Landratsamt dagegen, dass das Coronavirus über die Essenslieferanten in das Klinikum Großhadern gelangt sein könnte. Das Essen sei kontaktlos geliefert worden. Trotzdem werde man das überprüfen. 

Eine ganze Reihe der rund 120 Mitarbeiter des Caterers Apetito war in Flüchtlingseinrichtungen untergebracht. Fünf Gemeinschaftsunterkünfte wurden wegen positiver Testergebnisse der Bewohner unter Quarantäne gestellt. Bei zwei Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft in Weßling wurden nach Auskunft des Landratsamtes am späten Freitagabend Infektionen bestätigt. Damit gibt es dort vier Infizierte. Sie lebten gemeinsam in einem Wohncontainer und wurden nun isoliert. 

Auch in anderen Gemeinschaftsunterkünften wurde umfassend getestet - die Ergebnisse lägen nun zum großen Teil vor, hieß es aus dem Landratsamt. In den Unterkünften Herrsching-Breitbrunn und Seefeld seien alle Tests negativ ausgefallen. In der Gemeinschaftsunterkunft Herrsching wurden sechs Personen positiv getestet, darunter die drei Kinder.

Die Infektionen waren vor knapp zehn Tagen entdeckt worden, nachdem einer der Bewohner aus der Gemeinschaftsunterkunft Hechendorf wegen leichter Symptome zum Arzt gegangen war. Mittlerweile wurden im Zusammenhang mit dem Cateringunternehmen rund 50 Menschen positiv auf das Virus getestet.

Unabhängig von den Infektionen bei Apetito gab es auch andernorts im Freistaat neue Infektionen. So meldete der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen/Geretsried in einer Gemeinschaftsunterkunft in Geretsried weitere 13 Fälle. Unter den Infizierten seien auch vier Schulkinder, die aber keine Symptome zeigten. Zwei Grundschulklassen wurden deshalb laut Behörde unter Quarantäne gestellt, sie sollen ebenfalls auf eine mögliche Infektion getestet werden. 

Nach Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurden in Bayern bis Samstagvormittag 48 633 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet. Gestorben sind bisher 2597 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Bayern

05.07. 15:31

Studie untersucht Ansteckungsgefahr durch Coronaviren bei Kindern

 Die Langzeitstudie in Bayern «COVID Kids Bavaria» soll die Ansteckungsgefahr bei Kindern durch Coronaviren klären. Sechs Kinderkliniken von Universitäten würden die Öffnung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen wissenschaftlich begleiten, teilte das Wissenschaftsministerium in München mit.

Antworten erhoffen sich die Forscher unter anderem auf die Frage, ob Einrichtungen wie Krippen, Kindergärten und Grundschulen zu einer unkontrollierten COVID-19-Ausbreitung führen könnten. Daneben werde die flächendeckende Studie auch allgemeine Fragen der Kindergesundheit in den Blick nehmen. 

Details sollen am Montag in München vorgestellt werden. Neben den Studienleitern Christoph Klein und Johannes Hübner vom Haunerschen Kinderspital am LMU Klinikum München werden auch Ministerpräsident Markus Söder und Wissenschaftsminister Bernd Sibler (beide CSU) erwartet.

Bayern

05.07. 13:07

Noch keine Corona-Nachweise bei Massentest bei Tönnies in Weißenfels

Bei großangelegten Corona-Tests beim Schlachtbetrieb Tönnies in Weißenfels sind keine Infektionen mit dem Virus Sars-Cov-2 nachgewiesen worden. Die 2372 genommenen Abstriche waren laut Labor alle negativ, wie der Burgenlandkreis am Sonntag mitteilte. Allerdings stehen noch weitere Tests aus. Der Kreis hatte vor knapp einer Woche die Tests angeordnet, nachdem ein Mitarbeiter positiv getestet worden war. In einem Tönnies-Betrieb in Nordrhein-Westfalen hatte es zuvor einen großen Coronavirus-Ausbruch gegeben. 

Bisher meldeten sich 95 Beschäftigte für die kommenden Tage an, die bisher verhindert waren. Zudem gab Tönnies selbst zuletzt an, dass 2729 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in seinem zweitgrößten deutschen Schlachtbetrieb arbeiten. Derzeit werde geprüft, woher die Diskrepanz zwischen den getesteten Menschen und den gemeldeten Beschäftigten komme, sagte ein Kreissprecher am Sonntag. Sollten Beschäftigte trotz Aufforderung bisher nicht zum Abstrich erschienen sein, wären weitere Nachtestungen möglich. Um diese durchzusetzen, sei es auch möglich, ein Zwangsgeld zu verhängen. 

«Der bisherige Stand des Test-Verfahrens lässt kein Infektionsgeschehen erkennen», sagte Landrat Götz Ulrich (CDU). Man habe präventiv und frühzeitig reagieren wollen, um keine Situation wie in Tönnies-Betrieben in Nordrhein-Westfalen zu haben, sagte Ulrich. Am Hauptsitz des Konzerns in Rheda-Wiedenbrück hatte sich das Coronavirus so weit verbreitet, dass strenge Beschränkungen für die Bevölkerung der Kreise Gütersloh und Warendorf verhängt wurden, um eine weitere schnelle Verbreitung zu verhindern. 

Deutschland

05.07. 12:41

Zwei Verletzte nach Streit um Maskenpflicht

Bei einem Streit um die Maskenpflicht sind in Straubing der Wirt eines Lokals und ein Gast verletzt worden. Zwei Männer hätten die Gaststätte in der Nacht zum Samstag ohne Mundschutz betreten, teilte die Polizei am Samstag mit. Als der Wirt sie aufforderte, Mund und Nase zu bedecken, weigerten sich die beiden. Daraufhin kam es zum Streit. Laut Polizei schlugen die Unbekannten dem 24 Jahre alten Wirt mehrfach mit Fäusten ins Gesicht. Auch ein 21-jähriger sei angegriffen worden, als er dem Wirt helfen wollte. Der Lokalbetreiber und der 21-Jährige wurden leicht verletzt. Die beiden Angreifer, die laut Polizei etwa 25 Jahre alt sind, konnten entkommen. 

Niederbayern

05.07. 12:37

Überlegungen in mehreren Ländern: Maskenpflicht im Handel abschaffen

Mehrere Bundesländer erwägen eine Abschaffung der Maskenpflicht im Handel. «Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten», sagte beispielsweise Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) der «Welt am Sonntag». Er gehe davon aus, dass das Kabinett in Schwerin am 4. August das Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel beschließen werde. «Ich kann die Ungeduld des Handels sehr gut nachvollziehen, die Maskenpflicht abzuschaffen». Die Abstandsregel werde aber grundsätzlich bleiben. Mecklenburg-Vorpommern hat die niedrigsten Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus bundesweit. 

Glawe kündigte auch Gespräche mit seinen Kollegen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an. «Wir versuchen, für alle norddeutschen Bundesländer eine einheitliche Regelung hinzubekommen. Noch lieber wäre mir ein bundesweites Ende der Maskenpflicht im Handel», sagte er.

In Sachsen wird ebenfalls eine Abschaffung geprüft. «Wir schauen uns gerade an, ob wir beim Einkaufen auf die Maskenpflicht verzichten können», sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) der «Welt am Sonntag». In Niedersachsen plädiert Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) dafür, und auch Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) kann sich laut der Zeitung mittelfristig eine Änderung vorstellen. Bremen will das Thema im Senat diskutieren, hieß es. 

Am Dienstag hatte die Regierung in Mecklenburg-Vorpommern beschlossen, dass sich die Menschen im Nordosten in Kürze wieder in unbegrenzter Zahl mit anderen im öffentlichen Raum treffen können. Die Obergrenze von zehn Personen laufe am 10. Juli aus und werde nicht verlängert, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Allerdings bleibe das Abstandsgebot zu Personen bestehen, die nicht zur eigenen Familie oder zum eigenen Hausstand gehören. Ebenso bleibe die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr, beim Einkaufen oder beim Arztbesuch.

Deutschland

05.07. 12:08

 48 633 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2597 Tote

 In Bayern sind inzwischen 48 633 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2597 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Wochenende (Stand Samstag 9.00 Uhr) auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 45 290 Menschen.

Bayern

05.07. 09:42

MV-Wirtschaftsminister will Maskenpflicht im Handel abschaffen

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hat eine Abschaffung der Mund-Nase-Bedeckung im Handel ins Gespräch gebracht. «Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten», sagte Glawe der «Welt am Sonntag». Er gehe davon aus, dass das Kabinett in Schwerin in seiner Sitzung am 4. August das Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel beschließen werde. «Ich kann die Ungeduld des Handels sehr gut nachvollziehen, die Maskenpflicht abzuschaffen». Die Abstandsregel werde aber grundsätzlich bleiben. Mecklenburg-Vorpommern hat die niedrigsten Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus bundesweit. 

Glawe kündigte auch Gespräche mit seinen Kollegen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an. «Wir versuchen, für alle norddeutschen Bundesländer eine einheitliche Regelung hinzubekommen. Noch lieber wäre mir ein bundesweites Ende der Maskenpflicht im Handel», sagte er.

Am Dienstag hatte das Kabinett in Schwerin beschlossen, dass sich die Menschen im Nordosten in Kürze wieder in unbegrenzter Zahl mit anderen im öffentlichen Raum treffen können. Die Obergrenze von zehn Personen laufe am 10. Juli aus und werde nicht verlängert, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Allerdings bleibe das Abstandsgebot zu Personen bestehen, die nicht zur eigenen Familie oder zum eigenen Hausstand gehören. Ebenso bleibe die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr, beim Einkaufen oder beim Arztbesuch.

Deutschland

05.07. 08:47

Söder wirft Berlin zu lasche Corona-Politik vor

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt vor Rückschlägen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie, auch durch mangelnde Vorsicht und fehlendes Durchgreifen des Berliner Senats: "Die Pandemie macht an keinen Landesgrenzen halt", sagte Söder in einem Interview mit dem "Tagesspiegel am Sonntag". "Großstädte mit ihrer Bevölkerungsdichte sind anders gefordert, zumal hier Liberalität und Freiheit besonders hoch geschätzt werden", betonte Söder. "Die steigenden Infektionszahlen und die sich häufenden Quarantänemaßnahmen sind der Beleg dafür." Er bekomme gerade auch aus Berlin Zuschriften von Bürgern, "die sich über die Unvernunft anderer beklagen".

Söder kritisierte eine Uneinigkeit im rot-rot-grünen Berliner Senat, was die Strenge der Maßnahmen betreffe. Sein Eindruck sei, dass Berlin mit Dilek Kalayci (SPD) eine sehr engagierte Gesundheitssenatorin habe. Aber bei den Ministerpräsidententreffen "war Berlin immer an vorderster Front der Lockerer", kritisierte Söder mit Blick auf den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD).

Bayern

05.07. 08:08

Seehofer fordert kostenfreie Corona-Tests für alle

Anders als Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) befürwortet Innenminister Horst Seehofer bundesweit kostenfreie Corona-Tests für alle, wie sie in Bayern bereits geplant sind. «Markus Söder hat recht», sagte der CSU-Politiker der «Welt am Sonntag» mit Blick auf den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden. «Wir müssen bei der Bekämpfung einer potenziell lebensgefährlichen Infektion konsequent vorgehen. Bislang haben wir keine Klarheit über das tatsächliche Infektionsgeschehen im Land.»

Bayern hatte als erstes und bisher einziges Bundesland kostenlose Corona-Tests für die gesamte Bevölkerung angekündigt. Es will in den Fällen zahlen, in denen die Kosten nicht von den Krankenkassen getragen werden, etwa weil es keinen begründeten Infektionsverdacht gibt und jemand auch nicht zu gefährdeten Gruppen wie Klinik- oder Schulpersonal gehört. Spahn ist gegen breit gestreute Massentests und favorisiert gezielte Tests. Er warnt vor falscher Sicherheit, weil Testergebnisse immer nur etwas über den Zeitpunkt des Abstrichs aussagen.

Seehofer sagte, bundesweit könne die Kosten solcher Teste «nur der Bund primär übernehmen». Er erklärte: «Die Krankenversicherungsbeiträge sollen ja nicht steigen, das haben wir im Konjunkturpaket beschlossen.»

Deutschland

05.07. 08:06

Wird sind Kirche»: Corona darf Reformen nicht stoppen

Die Reformbewegung «Wir sind Kirche» warnt davor, dass der Reformprozess innerhalb der katholischen Kirchen wegen der Corona -Pandemie ins Stocken geraten könnte. «Dieser Reformprozess darf auf keinen Fall zum Stillstand kommen, auch wenn er wegen der  Corona -Krise zeitlich gestreckt werden wird», sagte der Sprecher der Bewegung, Christian Weisner, der Deutschen Presse-Agentur in München. «Der erneute Versuch der konservativen Minderheit, dem ganzen Reformprozess zu schaden und ihn auszubremsen, ist ein durchschaubares Manöver.» 

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hatte dem Präsidium des Synodalen Weges ausgerechnet zu Pfingsten «autoritäre Alleingänge» vorgeworfen und darum einen Protestbrief geschrieben. Er kritisierte damit die Entscheidung, den Reformprozess wegen der Coronakrise in kleineren Regionalkonferenzen fortzusetzen und nicht mit einer Vollversammlung. Der Reformprozess wird von der katholischen Kirche Synodaler Weg genannt.

Trotz der Bremsungen durch konservative Bischöfe sehe er «den Reformprozess durch Corona  nicht als Ganzes gefährdet», betonte Weisner. «Aber die Beratungen werden aufgrund der Hygienebestimmungen schwieriger.» Die Erfurter Theologin Julia Knop erkennt in der Corona -Krise ein Phänomen, das sie «Retrokatholizismus» nennt. «In der katholischen Kirche sind während des Lockdown Verhaltensweisen und Phänomene aufgetreten, die ich noch nichtmal mehr aus meiner Kindheit kenne», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. «Da kamen auch eine Sprache und Mentalität zurück, die ich eigentlich für überwunden hielt.» 

Deutschland

04.07. 15:08

Mehr  Elektroschrott durch Corona

Viele haben die Zeit während des Corona-Lockdown genutzt und ausgemistet. Vor allem Elektroschrott kam da zum Vorschein und das bekommen jetzt die Wertstoffhöfe zu spüren, berichtet der Verband für Sekundärrohstoffe und Entsorgung. Auch der Neustart in der Industrie sorgt für wachsende Mengen. 20 - 30 Prozent mehr Elektroschrott ist so angefallen. Hinzukommt, dass es in der Industrie derzeit kaum Nachfrage nach Metallen gibt und aufgrund des Überangebots so die Preise dafür sinken. Das wiederrum schmälert den Gewinn der Recycling-Unternehmen.

Deutschland

04.07. 12:39

Neuer Höchststand bei Neuinfektionen in den USA

In den USA hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen  einen neuen Höchststand erreicht. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden erfasste die Johns-Hopkins-Universität 57.683 neue Corona-Infektionen in den Vereinigten Staaten. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 728 auf 129.405 Fälle. Insgesamt haben sich seit Ausbruch der Pandemie nun fast 2,8 Millionen Amerikaner mit dem Virus angesteckt. 

WELT

04.07. 11:47

Werkstattlöhne von Menschen mit Behinderung sollen geschützt werden

 Die Verdienste von Menschen mit Behinderung, die in Werkstätten arbeiten, sollen besser gesichert werden. Um die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie in diesem Bereich gering zu halten, haben Bund und Länder die Abgaben an den Ausgleichsfonds des Bundes reduziert, wie das bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales am Samstag mitteilte.

Durch eine zeitlich befristete Änderung der sogenannten Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung werden die Abgaben der Inklusionsämter an den Ausgleichsfonds des Bundes von 20 auf zehn Prozent reduziert.

Die Verordnung regelt die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben. Der Arbeitgeber muss eine Ausgleichsabgabe an das Integrationsamt entrichten, wenn er nicht die vorgeschriebene Zahl an schwerbehinderten Menschen einstellt.

Durch die Änderung sollen den Ländern Mittel von rund 70 Millionen Euro überbleiben, die die Verdienstausfälle in Werkstätten kompensieren sollen, wie es in der Pressemitteilung hieß. «Menschen mit Behinderung dürfen nicht die Leidtragenden der Krise sein», teilte Carolina Trautner (CSU), bayerische Sozialministerin, mit. Aufgrund der coronabedingten Schließungen sind den Werkstätten für behinderte Menschen Einnahmen weggebrochen. Werkstattbeschäftigte können kein Kurzarbeitergeld beziehen.

Bayern

04.07. 11:37

Söder regt Agrarwende in Deutschland nach bayerischem Vorbild an

 Ministerpräsident Markus Söder  fordert für Deutschland eine Agrarwende nach bayerischem Vorbild. Die Landwirte in Bayern legten großen Wert auf die Liebe zum Tier und auf die Qualität der Produkte. «Warum setzen wir nicht mehr in Deutschland auf die kleineren Betriebe und unterstützen sie, als die großen Agrarfabriken zu haben», fragte Söder am Samstag in einer via Twitter verbreiteten Videobotschaft. «Agrar-Ökologie statt Agrar-Kapitalismus - das könnte doch ein Weg sein für die Zukunft.» Viele Bürger seien auch bereit, dafür mehr Geld auszugeben. «Es soll so sein, dass Fleisch nicht unendlich teuer wird, es soll für jeden erschwinglich sein.» 

«Mehr Geld für Agrar, aber für eine Wende hin zu mehr Agrar-Ökologie», forderte Söder weiter. Die Landwirte müssten mehr Möglichkeiten bekommen, ihre Ställe und das Tierwohl zu organisieren und trotzdem wirtschaftlich zu bleiben. «Das ist unser bayerischer Weg, vielleicht kann es auch ein Weg in Deutschland sein.»

Bayern

04.07. 11:14

Starbucks will Senkung der Mehrwertsteuer nicht an Kunden weitergeben

Die US-Kaffeekette Starbucks wird Einsparungen aus der seit Juli geltenden Mehrwertsteuersenkung nicht an seine Kunden weitergeben. Das geht aus einer internen E-Mail an deutsche Starbucks-Partner hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt. "Das bedeutet, dass sich für die Verkaufspreise keine Änderungen ergeben" heißt es darin. AmRest Coffee Deutschland, der Betreiber nahezu aller deutschen Starbucks-Filialen, begründet die Entscheidung mit den langfristigen Perspektiven der Kette. Das Unternehmen will an dem im März verkündeten Tarifvertragsabschluss fest-halten und der vereinbarten schrittweisen Lohnsteigerung von durchschnittlich fünf Prozent pro Jahr nachkommen. "Die Mehrwertsteuersenkung gibt uns hierfür einen flexibleren Handlungsspielraum", heißt es auf Nachfrage.

Die Bundesregierung hatte die Mehrwertsteuersenkung im Rahmen ihres Konjunkturpakets beschlossen, um den Konsum wieder anzukurbeln. Kritiker dieser Corona-Maßnahme sehen sich am Beispiel Starbucks nun jedoch bestätigt. "Die Mehrwertsteuersenkung ist vor allem ein Steuerscheck für Konzerne mit großer Marktmacht", sagte der Linken-Bundestagsabgeordnete Victor Perli dem Tagesspiegel. "Anstatt die Steuersenkung an die Kunden oder die eigenen Beschäftigten weiterzugeben, maximiert Starbucks seine Gewinne", sagt Perli.

Deutschland

04.07. 10:45

USA feiern Unabhängigkeitstag

Knapp 2,8 Millionen Infizierte und rund 130 000 Tote in den USA - und dennoch: für US-Präsident Trump ist die Corona-Krise kein Thema. Stattdessen attackiert er in seiner Rede zum heutigen Nationalfeiertag die Black-Lives-Matter-Demos.
Die Proteste, hatten eine Debatte über die Erinnerungskultur des Landes entfacht. Er bezeichnete die Anti-Rassismus-Aktivisten als einen wütenden Mob.Aber das "starke und stolze" amerikanische Volk werde nicht erlauben, ihm die
Geschichte und Kultur zu nehmen, so Trump. 

WELT

04.07. 09:59

Schlägerei wegen Maskenpflicht in Straubing

Pressebericht der Polizei Straubing: 

Da zwei bislang unbekannte Gäste am Samstag in den frühen Morgenstunden beim Betreten einer Bar in der Straubinger Innenstadt keine Mund-Nasen-Bedeckung trugen, wurden sie vom Wirt angesprochen. Dieser forderte die Beiden auf, einen Schutz zu tragen woraufhin es zum Streit kam. Im Laufe des Streites schlugen beide Gäste mit der Faust mehrfach dem Wirt ins Gesicht. Eine weitere Person, die dem Wirt zur Hilfe eilte, wurde ebenfalls mit den Fäusten attackiert. Anschließend flüchteten die beiden Täter unerkannt. Beide Geschädigten wurden durch die Schläge leicht verletzt wobei der Wirt durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus Straubing verbracht wurde. Die beiden Täter wurden beschrieben als ca. 25 Jahre alt, 175cm groß, einer ist dick und trug ein oranges T-Shirt, der zweite ist schlank und trug ein blaues T-Shirt. Hinweise zu den Tätern werden durch die Polizeiinspektion Straubing unter der 09421/868-0 entgegengenommen. 

Niederbayern

04.07. 09:42

Laut WHO noch keine zweite Welle in Sicht

In vielen Ländern ist die Zahl der Corona-Infektionen wieder angestiegen - eine zweite Welle ist laut WHO aber noch nicht in Sicht. Vielmehr handele es sich um einen zweiten Höhepunkt der ersten Welle, sagte der WHO-Nothilfekoordinator
Ryan gegenüber der Genfer Auslandspresse. Er rechnet mit einer zweiten Corona-Welle im Winter, wenn wieder mehr Menschen eng in Räumen zusammen seien.

WELT

04.07. 09:41

Großes Geisterfinale um den DFB-Pokal: FC Bayern gegen Bayer

Der FC Bayern greift am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky) nach dem nächsten Titel. Nach der deutschen Meisterschaft wollen die Münchner mit dem Pokalsieg im Berliner Olympiastadion das Double erfolgreich verteidigen. Endspielgegner Bayer Leverkusen möchte nach 27 trophäenlosen Jahren endlich wieder etwas gewinnen. Damals wurde die Werkself Pokalsieger. Wegen der Corona-Krise wird das Cup-Finale wie auch die Spiele der Fußball-Bundesliga ohne Zuschauer gespielt.

«Dem müssen wir uns stellen», sagte Bayern-Trainer Hansi Flick. «Wir sind voller Vorfreude auf das Finale.» Sein Team kam als Seriensieger in der Bundesliga am besten durch die Geisterspiel-Zeit.

Die Leverkusener sind eine von zwei Mannschaften, die die Flick-Bayern überhaupt besiegen konnten. «Alles ist machbar, aber das hängt von uns ab», sagte Trainer Peter Bosz. «Wir werden alles versuchen, das Ding da hochzubringen. Das wird ein ganz spezielles Spiel sein.»

Deutschland

04.07. 09:40

Überregional

04.07. 08:29

Regierung der Oberpfalz überprüft Corona-Soforthilfen

Die Regierung der Oberpfalz sucht nach schwarzen Schafen, die Corona-Soforthilfe beantragt haben, obwohl sie ihnen nicht zusteht. Über 180 Millionen Euro wurden oberpfalzweit bisher ausgezahlt. Mit Nachprüfungen will man jetzt zu Unrecht gezahlte Hilfen zurückfordern. Derzeit werden die Anträge vom 69 Firmen und Personen durchleuchtet, außerdem hat das Wirtschaftsministerium eine Liste mit 500 Verdachtsfällen an die Regierung in Regensburg weitergeleitet. Es gibt aber auch ehrliche Firmenchefs: Sie haben bisher 6,6 Millionen Euro zurückgezahlt, weil sie die staatlichen Hilfen doch nicht gebraucht haben. 

Oberpfalz

04.07. 07:13

Hilfe für Schausteller 

Für die stark von der Corona-Krise gebeutelten Schausteller schafft die Stadt Heidelberg neue Verdienstchancen. Ein knappes Dutzend Buden-Besitzer verkauft seit Freitag in der Innenstadt Süßigkeiten, Crepes oder herzhafte Leckereien wie Prager Schinken. Die Schausteller kommen aus Heidelberg oder sind der Stadt durch den Weihnachtsmarkt oder das bereits abgesagte Volksfest Heidelberger Herbst verbunden. 

Das Angebot soll so lange bestehen bleiben, wie die Corona-Einschränkungen gelten. Großveranstaltungen, bei denen Schausteller ihre Stände aufbauen, sind mindestens bis Ende Oktober untersagt. Mathias Schiemer, Geschäftsführer von Heidelberg Marketing, betont: «Die Absage von Großveranstaltungen macht es den Unternehmern, die eigentlich dafür sorgen, anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, unheimlich schwer.» 

Nach Angaben des Deutschen Schaustellerbunds zählt die Branche bundesweit rund 5300 Unternehmen mit 31 800 Beschäftigten. Die Schausteller beschicken etwa 9750 deutsche Volksfeste und rund 3000 Weihnachtsmärkte.
 

Deutschland

03.07. 18:13

Alle fünf Schulen im Kreis Göppingen frei von Coronavirus

Alle fünf vom Coronavirus betroffenen Schulen im Kreis Göppingen sind nach Testung wieder virusfrei. Nach 500 Abstrichen bei Schülern und Lehrern, die mit den angesteckten Schülern Kontakt hatten, sei keine weitere Infektion festgestellt worden, teilte der Landkreis am Freitag mit. In den fünf Schulen hatte sich jeweils ein Schüler oder eine Schülerin infiziert. Für Mitschüler und Lehrer wurde Quarantäne angeordnet. Insgesamt waren Freitagmorgen 124 Menschen zwangsweise zu Hause. Das Weiterverbreiten des Virus zu verhindern, sei besonders wichtig, da in einigen Klassen die Abschlussprüfungen anstehen, so die Behörde. Die Infektionen waren auf ein privates Grillfest zurückzuführen.

Deutschland

03.07. 16:45

Regierung der Oberpfalz holt zu Unrecht gezahlte Coronahilfen zurück

Die Regierung der Oberpfalz sucht nach schwarzen Schafen, die Corona-Soforthilfe beantragt haben, obwohl sie ihnen nicht zusteht. Über 180 Millionen Euro wurden oberpfalzweit bisher ausgezahlt. Mit Nachprüfungen will man jetzt zu Unrecht gezahlte Hilfen zurückfordern. Derzeit werden die Anträge vom 69 Firmen und Personen durchleuchtet, außerdem hat das Wirtschaftsministerium eine Liste mit 500 Verdachtsfällen an die Regierung in Regensburg weitergeleitet. Es gibt aber auch ehrliche Firmenchefs: Sie haben bisher 6,6 Millionen Euro zurückgezahlt, weil sie die staatlichen Hilfen doch nicht gebraucht haben. 

Oberpfalz

03.07. 16:08

Deutsche Corona-App meldet erste Infektionen

Über die Corona-Warn-App sind laut Gesundheitsminister Spahn bisher rund 300 Infektionen gemeldet geworden. Das sagte er dem "Spiegel". Genaueres lässt sich aus Datenschutzgründen jedoch nicht ermitteln. Inzwischen wurde die Corona-Warn-App in Deutschland laut Robert-Koch-Institut über 14 Millionen Mal heruntergeladen.

Deutschland

03.07. 15:02

Regensburger Stadtbusse bald alle mit Plexiglas-Schutz vor Corona

Immer mehr Stadtbusse in Regensburg haben wegen der Corona-Pandemie im Innern Plexiglasscheiben. Sie schützen den Fahrer und die Fahrgäste vor einer Ansteckung. Die SPD im Stadtrat hat jetzt erfahren, dass schon 40 von 120 Bussen umgerüstet worden sind. Bis Ende des Monats folgt der Rest. Dann soll auch der Fahrkartenverkauf in den Regensburger Stadtbussen wieder starten.

Regensburg Stadt

03.07. 14:13

Bauernverband Oberpfalz will regionale Produkte stärker bewerben

Die oberpfälzer Landwirte wollen mehr für ihre Produkte werben. Die Corona-Krise habe gezeigt, wie wichtig die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln ist, hieß es ei einer Tagung des Bauernverbandes in Regensburg. Man wolle den Verbrauchern zeigen, dass man für sie da sei. Weitere Themen des Bauernverbandes waren die Corona-Ausbrüche in großen Fleischfabriken und ihre Folgen auf den Markt.

Oberpfalz

03.07. 13:36

Neumarkter Firma sponsert Corona-Testgerät

Das Neumarkter Elektrotechnik-Unternehmen Dehn hat dem Klinikum ein Analyse-gerät gespendet. Es hat 30.000 Euro gekostet und wird für Corona-Tests verwendet. In erster Linie werden mit dem Gerät Proben von Mitarbeitern des Kinikums Neumarkt ausgewertet, so dass Corona-Fälle beim Pflegepersonal schnell erkannt und eine Verbreitung im Krankenhaus gestoppt werden kann. Das von Dehn gespendete Gerät ist schon im Einsatz, über 30 Tests sind bereits analysiert worden.

Neumarkt

03.07. 12:43

Remdesivir in Europa zur Corona-Therapie zugelassen

Der Wirkstoff Remdesivir wird in Europa unter Auflagen zur Behandlung schwerer Fälle von Covid-19 zugelassen. Die Entscheidung gab die EU-Kommission heute bekannt. Das Ebola-Medikament gilt als eines von wenigen wirksamen Mitteln bei der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Es kann Studien zufolge den Krankenhausaufenthalt um einige Tage verkürzen. Empfohlen wird die Behandlung für Patienten ab zwölf Jahren.

WELT

03.07. 12:12

Keine Veränderung bei der Zahl der Corona-Infektionen im Landkreis Neumarkt

Im Landkreis Neumarkt gab es heute im Vergleich zu den beiden Vortagen keine Veränderung bei der Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus.

Aktuell sind damit neun mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 408.


 

Neumarkt

03.07. 11:55

Freistaat fördert Corona-Trennschutzwände für Bayerns Linienbusse

Der Einbau von schützenden Trennwänden in Linienbussen wird in Bayern ab sofort finanziell vom Freistaat unterstützt. Bis zu 1500 Euro Förderung sei pro Fahrzeug möglich, teilte das Verkehrsministerium am Freitag in München mit. «Damit ermöglichen wir es, dass auch die vordere Tür wieder zum Einsteigen genutzt werden kann», erklärte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU). «Auch der Ticketkauf im Bus ist damit wieder möglich.» Derzeit bleiben aus Infektionsschutzgründen die vorderen Bustüren meist geschlossen und Passagiere dürfen nur hinten einsteigen. Für die Förderung stehen acht Millionen Euro zur Verfügung. Um Zuschüsse bewerben können sich sowohl öffentliche als auch private Verkehrsunternehmen, deren Busse im öffentlichen Verkehr in Bayern eingesetzt werden. Die Anträge müssen bei den jeweiligen Bezirksregierungen eingereicht werden. (dpa)

Bayern

03.07. 11:44

Corona in den USA: Erste Staaten ändern Kurs

Angesichts der rasanten Ausbreitung des Virus in den USA, ändern viele Staaten ihren Kurs. Kurz vor dem amerikanischen Unabhängigkeitstag am 04. Juli werden Stände geschlossen, Bars und Restaurants zu gemacht. Der texanische Gouverneur hat für Landkreise mit mehr als 20 Corona-Fällen eine Maskenpflicht angeordnet.

WELT

03.07. 11:12

Immer mehr mögliche Impfstoffe werden getestet

Derzeit gibt es 17 mögliche Impfstoffe, die an Menschen getestet werden, gegen das Corona-Virus. Wie die Weltgesundheitsorganisation mitteilte, sei ein Kandidat der Universität Oxford am weitesten fortgeschritten. In Deutschland laufen klinische Studien beim Mainzer Unternehmen Biontech und beim Tübinger Unternehmen CureVac.(blr)

WELT

03.07. 10:59

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 460 positive Fälle (+ 2 im Vergleich zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 02.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). Die gute Nachricht des Tages: 419 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 91 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund! Nach den derzeit gültigen Vorgaben werden alle stationären Patienten der Goldberg-Klinik Kelheim GmbH vor oder bei Klinikaufnahme auf das Virus SarsCov2 getestet. Bestehen Covid-19 verdächtige Symptome, so erfolgt die Behandlung auf einer speziellen Isolierstation zumindest so lange, bis das Test Ergebnis vorliegt. In der Ilmtalklinik GmbH, Krankenhaus Mainburg werden alle stationär geplanten Patienten vor ihrer Aufnahme auf das Virus SarsCov2 getestet. Zudem werden alle stationär aufgenommenen Patienten einer Gesundheitskontrolle unterzogen und bei Vorliegen von verdächtigen Symptomen getestet und auf einer speziellen Isolierstation behandelt, bis ein negativer Test vorliegt. Das Landratsamt Kelheim weist darauf hin, dass es laut Gesundheitsamt aktuell keine bedeutsame Häufung von Fallzahlen im Landkreis Kelheim gibt d. h. die Anzahl der Infizierten ist in keiner der Gemeinden im Landkreis Kelheim signifikant anders.

Kelheim

03.07. 09:00

350 000 Anträge auf Corona-Pflegebonus - 80 Millionen ausgezahlt

Rund 350 000 Pflege- und Rettungskräfte im Freistaat haben Anträge auf den wegen der Coronakrise gewährten Pflegebonus gestellt. Bislang seien mehr als 181 000 Anträge bearbeitet und knapp 80 Millionen Euro ausgezahlt worden, sagte Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) einer Mitteilung zufolge. «Gerade in der Corona-Pandemie hat das vorbildliche Engagement unserer Pflegekräfte dazu beigetragen, dass so vielen Erkrankten geholfen werden konnte.» Bis Ende Juni konnten unter anderem Pflegerinnen und Pfleger in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, stationären Senioren-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten den Bonus beantragen. Berechtigt waren aber auch Rettungssanitäter, Rettungsassistenten, Notfallsanitäter und nichtärztliche Einsatzkräfte im Rettungsdienst. Die Einmalzahlung beträgt bei Beschäftigten mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 25 Stunden 500 Euro, ansonsten 300 Euro. «Wir wissen nicht erst seit der Corona-Pandemie, dass der Pflegeberuf attraktiver werden muss», sagte Huml weiter. Die Staatsregierung arbeite deshalb kontinuierlich daran, die Situation für Pflegekräfte zu verbessern. Der Corona-Pflegebonus sei in diesem Zusammenhang ein Zeichen der besonderen Anerkennung in Zeiten der Pandemie. (dpa)

Bayern

03.07. 07:02

Corona bremst Personenschützer der Regierung aus

Die Corona-Pandemie hat offenbar auch die Personenschützer der Bundesregierung erheblich beeinträchtigt. Wie die "Saarbrücker Zeitung" (Freitag) berichtet, konnten die BKA-Beamten wegen der Corona-Beschränkungen wochenlang nicht trainieren. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bestätigte dies der Zeitung. Die Corona-Pandemie habe "unter anderem dazu geführt, dass auch die Schießaus- und -fortbildung des Bundeskriminalamtes zeitweise eingestellt werden musste". Davon betroffen gewesen sind laut "Saarbrücker Zeitung" auch die Beamten der sogenannten "Sicherungsgruppe" (SG), die für den Personenschutz von Kanzlerin und Ministern zuständig ist. In Folge der Corona-Lockerungen wurde das Schießtraining mittlerweile wieder aufgenommen. Der Sprecher betonte weiter, die Aussetzung des Trainingsbetriebs habe "keinerlei Auswirkungen auf die Sicherheit der Schutzpersonen des BKA" gehabt. (ots)

Deutschland

02.07. 19:00

Volkszählung wird wegen Corona verschoben

Die für das kommende Jahr geplante Volkszählung soll wegen der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr verschoben werden. Die Vorbereitungsarbeiten hätten nicht wie geplant durchgeführt werden können, erklärte das Bundesinnenministerium. Dafür muss das Zensusgesetz geändert werden. Die letzte Volkszählung war 2011.

Deutschland

02.07. 18:42

Gutschein oder Geld für Corona-Stornierung

Reiseveranstalter dürfen Gutscheine statt Geld anbieten, wenn sie Kunden wegen einer coronabedingt geplatzten Pauschalreise Geld zurückzahlen müssen. Einem entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung hat der Bundestag zugestimmt. Die Kunden können sich für eine Rückzahlung oder den Gutschein entscheiden. Eine ursprünglich geplante Gutscheinpflicht soll es nicht geben.

Deutschland

02.07. 17:26

Verband Sozialdienste begrüßt bayerische Teststrategie

Die bayerische Staatsregierung hat kürzlich entschieden, die Testkapazitäten in Bayern flächendeckend auszubauen und insbesondere verdachtsunabhängige Testungen asymptomatischer Beschäftigter und Bewohner in Pflegeeinrichtungen sowie in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und der ambulanten Eingliederungshilfe zu ermöglichen. Nun wird diese Teststrategie um einen weiteren wichtigen Baustein ergänzt: Zukünftig wird auf Veranlassung der Gesundheitsämter systematisch auch bei Neuaufnahmen und Rückverlegungen, beispielsweise aus Krankenhäusern, getestet. Die Einrichtungen werden ermächtigt, die dafür notwendigen Schritte einzuleiten.

Der bayerische Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Kai A. Kasri begrüßt diese Strategie: "Insbesondere bei Neuaufnahmen und bei Rückverlegungen aus den Krankenhäusern muss bereits vorher klar sein, ob eine Versorgung in den Pflege- und Betreuungseinrichtungen sichergestellt werden kann." Regelmäßige Tests und verlässliche Absprachen mit den Behörden würden dazu beitragen, das Infektionsgeschehen weiter in den Griff zu bekommen, sagte er.

Bayern

02.07. 16:39

Wohl Tausende mangelhafte Schutzmasken an Ärzte in Bayern geliefert

In Bayern sind offenbar zahlreiche Ärzte mit Tausenden mangelhaften Schutzmasken beliefert worden. Deutschlandweit lieferte das Bundesgesundheitsministerium mutmaßlich mindestens 800.000 unsichere Schutzmasken aus, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Anfrage des Bayerischen Rundfunks (BR) an alle Kassenärztlichen Vereinigungen ergab. Demnach entsprachen die betreffenden Masken nicht den Anforderungen an die europäische Norm.

«Wir haben rund 10.000 dieser Masken an Praxen ausgeliefert», sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der KVB sei vorab versichert worden, die Masken seien im Auftrag des Bundes geprüft worden. Die Zahl der im Freistaat betroffenen Arztpraxen sei nicht klar zu beziffern, sagte der Sprecher weiter. Ob möglicherweise auch Kliniken entsprechende Lieferungen des Bundes erhalten hatten, wisse er nicht. 

Recherchen des BR mit anderen internationalen Medien und einer Rechercheplattform zeigten außerdem, dass Behörden anscheinend in ganz Europa millionenfach mangelhafte Schutzmasken kauften. Vielfach sei dabei wohl mit falschen oder unzureichenden Zertifikaten betrogen worden. 

Bayern

02.07. 16:00

Kampf um Corona-Medikament

Auch die EU will sich ausreichende Mengen des Corona-Mittels Remdesivir sichern. Nach einem Sprecher der EU-Kommission soll das Mittel wohl Ende der Woche für den europäischen Markt zugelassen werden. Remdesivir kann Studien zufolge den Krankenhausaufenthalt verkürzen. Zuvor hatte die US-Regierung bekannt gemacht, praktisch die gesamte Produktionsmenge des Mittels für die nächsten Monate aufgekauft zu haben. Deutschland hat bereits Vorräte des Mittels.

WELT

02.07. 15:24

BRK-Neumarkt ruft zu Blutspenden auf

Die Krankenhäuser in der Region brauchen Blut - und zwar dringend ! Darauf macht das Bayerische Rote Kreuz im Landkreis Neumarkt aufmerksam. Blutspenden sei in Zeiten von Corona wichtiger denn je, heißt es dazu. Viele Blutspendetermine fallen wegen der Pandemie aus. Auch das sonst täglich eingesetzte Blutspende-Mobil steht aktuell still. Das BRK betont, dass man sich beim Blutspenden dank der strengen Hygienemaßnahmen nahezu unmöglich anstecken kann.

Neumarkt

02.07. 14:51

Öffnung der Regensburger Museen geht weiter

Seit 1. Juli 2020 sind nach weiteren Lockerungen der Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Krise auch die documente Neupfarrplatz und Schnupftabakfabrik wieder im Rahmen von Führungen zugänglich. Im document Reichstag wird die Zahl der Führungen deutlich aufgestockt.

Im document Neupfarrplatz laufen die regulären Turnusführungen – wie immer in den Sommermonaten Juli und August – von Donnerstag bis Montag jeweils um 14.30 Uhr; Tickets sind erhältlich bei Tabak Götz in der Residenzstraße (zwischen Neupfarrplatz und Domplatz). Im document Schnupftabakfabrik werden Führungen jeweils Freitag und Samstag um 14.30 Uhr angeboten; der Ticketverkauf läuft über das Café Anna in der Gesandtenstraße 5.

Die maximale Teilnehmerzahl ist auf 14 Personen beschränkt, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können. Aus diesem Grund wird beim document Schnupftabakfabrik vorerst die besonders enge „Alchimistenstube“ ausgespart. Für alle Führungsteilnehmer besteht die Pflicht zum Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen. 

Im document Reichstag im Alten Rathaus sind die Führungen bereits seit Anfang Juni 2020 wieder angelaufen. Ihre Frequenz wird jetzt deutlich ausgeweitet: Führungen sind ab sofort möglich jeweils Dienstag, Mittwoch und Sonntag von 10 bis 16 Uhr halbstündlich sowie Donnerstag, Freitag und Samstag von 13.30 bis 16 Uhr halbstündlich. Die Tickets sind in der Tourist Info im Alten Rathaus erhältlich. Auch hier können an jeder Führung 14 Personen teilnehmen. 

Ebenfalls möglich sind auch wieder Gruppenführungen in den documenten Neupfarrplatz, Schnupftabakfabrik und Reichstag zu Terminen nach Vereinbarung. Die Anmeldung erfolgt telefonisch unter 507-3442 oder per E-Mail an museumsfuehrungen@regensburg.de.

Weitere Infos unter www.regensburg.de/museen

Regensburg Stadt

02.07. 14:28

Neuregelung der Öffnungszeiten für Zulassungs- und Führerscheinstelle im Landkreis Regensburg

Die Zulassungs- und Führerscheinstelle des Landratsamtes Regensburg weitet – nach den Corona-bedingten Einschränkungen – die allgemeinen Öffnungszeiten für den Parteiverkehr wieder aus. Ab dem 6. Juli 2020 können die Zulassungsstelle und die Führerscheinstelle für Bürgerinnen und Bürger wieder teilweise geöffnet werden.

Dann gilt probeweise folgende Regelung:

Zulassungsstelle:

Von Montag bis Freitag in der Zeit von 7.30 Uhr bis 11.30 Uhr ist die Zulassungsstelle wieder „für jedermann“ geöffnet. Vorherige Terminvereinbarungen sind nicht erforderlich. So wie vor der Coronazeit auch, können an den genannten Vormittagen Bürgerinnen und Bürger zur Zulassungsstelle kommen und im Eingangsbereich eine Wartenummer ziehen. Sobald ein Ansprechpartner frei ist, wird der Kunde aufgerufen und an einem der Schalter bedient.

Von Montag bis Mittwoch in der Zeit von 13 bis 15 Uhr sowie an Donnerstagen in der Zeit von 13 bis 17 Uhr  bleibt es bei telefonischen Terminvereinbarungen. An diesen Nachmittagen ist ein Zutritt nur für Kunden möglich, die vorab einen Termin vereinbart haben.

 Führerscheinstelle:

Die Führerscheinstelle hat ab 6. Juli sowohl an Vor- wie Nachmittagen zu den vor Corona geltenden Besuchszeiten geöffnet, also Montag bis Mittwoch von 7.30 bis 15 Uhr, am Donnerstag von 7.30 bis 17 Uhr und am Freitag von 7.30 bis 11.30 Uhr.

 Um den Anforderungen des Infektionsschutzes, insbesondere den Abstands- und Hygieneregeln, gerecht werden zu können, wird vor der Zulassungsstelle ein Witterungsschutz aufgestellt, damit die Wartenden vor Regen oder auch Sonne geschützt sind.

Regensburg Land

02.07. 14:02

Keine neue Coronavirus-Infektion im Kreis Neumarkt

Im Landkreis Neumarkt gab es heute im Vergleich zu gestern keine Veränderung bei der Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus.

Aktuell sind damit neun mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 408.

Neumarkt

02.07. 13:40

Corona-Reisewarnung für die Türkei bleibt aufrecht

Wer Urlaub in der Türkei machen will, muss sich wohl weiter gedulden. Die Reisewarnung für die Türkei bleibt vorerst bestehen. Daran hat auch ein Treffen von Bundesaußenminister Maas mit seinem türkischen Amtskollegen Cavusoglu heute in Berlin nichts geändert. Für eine Aufhebung will die Bundesregierung nur zusammen mit den anderen EU-Staaten entscheiden. Das Robert Koch Institut stuft die Türkei nach wie vor als Risikogebiet ein.

Deutschland

02.07. 13:08

Nachtragshaushalt mit Corona-Hilfspaket beschlossen

Der Bundestag hat heute den zweiten Nachtragshaushalt zur Finanzierung des Konjunkturpakets der Corona-Krise beschlossen. Insgesamt nimmt die Bundesregierung nun insgesamt knapp 218 Milliarden Euro neue Schulden auf. Das ist eine Rekordsumme. Mit dem Geld werden Hilfen unter anderem für Wirtschaft, Verbraucher und Familien bezahlt.

Deutschland

02.07. 10:59

Leiter der deutschen Remdesivir-Studie rügt Preis für Corona-Medikament als "enorm hoch"

Der Leiter der deutschen Studie zum Corona-Medikament Remdesivir, Gerd Fätkenheuer, hat die von der Herstellerfirma Gilead Sciences geforderten Preise als "enorm hoch" kritisiert. "Ich würde schon erwarten, dass gesamtgesellschaftliche und ethische Gesichtspunkte bei einem Medikament wie Remdesivir eine Rolle spielen", sagte der Kölner Infektiologe dem "Kölner Stadt-Anzeiger". In den USA soll eine Ampulle 390 US-Dollar kosten, das entspricht einer Gesamtsumme von 2340 US-Dollar für eine fünftägige Anwendung. Für die USA sei der Preis "besonders bedenklich. Hier können nur Menschen behandelt werden, die sich Remdesivir leisten können. Dabei trifft die Pandemie ärmere Menschen, die auch öfter vorerkrankt sind, ohnehin in vielerlei Hinsicht am stärksten." Fätkenheuer verurteilte auch das Verhalten der US-Regierung, die einen Großteil der bis September anvisierten Produktionsmenge aufgekauft hat. Die Formel "America first" widerspreche "allen ethischen Grundsätzen". Zwar gebe es in Amerika den größten Behandlungsbedarf, doch "weltweit gesehen machen die amerikanischen Patienten alleine nicht die Mehrheit aus".  Zudem sei "die Situation in den USA zu großen Teilen darauf zurückzuführen, dass man Maßnahmen, die erwiesenermaßen gegen die Ausbreitung wirken, nicht konsequent genug ergriffen hat." (ots)

Deutschland

02.07. 10:02

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 458 positive Fälle (keine Veränderung zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 01.07.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). Die gute Nachricht des Tages: 419 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 91 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund! Nach den derzeit gültigen Vorgaben werden alle stationären Patienten der Goldberg-Klinik Kelheim GmbH vor oder bei Klinikaufnahme auf das Virus SarsCov2 getestet. Bestehen Covid-19 verdächtige Symptome, so erfolgt die Behandlung auf einer speziellen Isolierstation zumindest so lange, bis das Test Ergebnis vorliegt. In der Ilmtalklinik GmbH, Krankenhaus Mainburg werden alle stationär geplanten Patienten vor ihrer Aufnahme auf das Virus SarsCov2 getestet. Zudem werden alle stationär aufgenommenen Patienten einer Gesundheitskontrolle unterzogen und bei Vorliegen von verdächtigen Symptomen getestet und auf einer speziellen Isolierstation behandelt, bis ein negativer Test vorliegt. Das Landratsamt Kelheim weist darauf hin, dass es laut Gesundheitsamt aktuell keine bedeutsame Häufung von Fallzahlen im Landkreis Kelheim gibt d. h. die Anzahl der Infizierten ist in keiner der Gemeinden im Landkreis Kelheim signifikant anders.

Kelheim

02.07. 09:44

Viele Einsätze und Dienste! Die Führungsgruppe Katastrophenfall zieht Bilanz. Die Beschäftigten waren mehr als 6000 Stunden vor Ort oder einsatzbereit

Genau drei Monate dauerte der Katastrophenfall in Bayern, den Ministerpräsident Markus Söder am 16. März ausgerufen und am 16. Juni offiziell wieder beendet hat. Für diese Zeit liefen alle wichtigen Entscheidungen im Zuge der Coronakrise bei der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt zusammen. Diese war daher mit zahlreichen Sonderdiensten und Einsätzen zum Schutze der Bevölkerung beschäftigt. Es galt alle erforderlichen Maßnahmen des Landratsamtes, des Klinikums, des BRK, der Polizei, der Bundeswehr mit dem Kreisverbindungskommando und des THW zu koordinieren. Örtlicher Einsatzleiter war Andreas Hiereth vom BRK Kreisverband Neumarkt. Die Führungsgruppe, der auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sachgebietes Sicherheitsrecht mit ihrem Leiter Stefan Berner, des Gesundheitsamtes, der Hauptverwaltung, die Abteilungsleiter und der Pressestelle angehören, hatte insbesondere auch die Aufgabe, alle erforderlichen Ressourcen an Sicherheitsausrüstungen, Personal und ggf. zusätzlichen Räumlichkeiten und medizinischem Sachbedarf für die Gesundheitseinrichtungen im Landkreis sicherzustellen. Sie stellte dazu entsprechende Anforderungen an die Regierung der Oberpfalz und kümmerte sich auch um die Verteilung vor Ort. „In dieser schwierigen Zeit mussten wir alle eng zusammenarbeiten, um eine bestmögliche Vorsorge und auch gesundheitliche Versorgung für unsere Bevölkerung zu erreichen“, betonte Landrat Willibald Gailler. Zugleich dankte er auch allen haupt- und ehrenamtlichen Aktiven im Landkreis, insbesondere im Gesundheitswesen und in den sozialen Einrichtungen sowie bei den Sicherheitskräften für ihre wertvolle Arbeit sowie allen Firmen, die wertvolle Spenden geleistet haben. „Die Zusammenarbeit war exzellent“, berichtete Regierungsrätin Deniz Köse-Andre als Leiterin der FüGK. Sie hatte ein Zeitkontingent von insgesamt mehr als 6000 Stunden errechnet, in denen die Beschäftigten vor Ort und einsatzbereit waren. Hinzu kamen die Vertreter der Polizei, der Feuerwehr, der Integrierten Leitstelle und der Bundeswehr bzw. des Kreisverbindungskommandos, des THW und des BRK.

Ebenfalls in der FüGK integriert waren Dr. Christa Büchl als Leiterin des Gesundheitsamtes sowie Versorgungsarzt Dr. Klaus Kubitschek, der die Anliegen aller niedergelassenen Ärzte in die Arbeit der FüGK einbrachte. Die FüGk hatte auch bei der kleinen Jurahalle eine Schwerpunktpraxis und ein Testzentrum eingerichtet, das bis Ende Juni in Betrieb war. Dort wiederum sorgten die FüGK-Mitarbeiter nicht nur dafür, dass die Stelle eingerichtet und mit ausreichendem Schutz- und Testmaterial versorgt wurde. Auch die Terminierung der zu Testenden lag in den Händen der FüGK mit Kreisbrandrat Jürgen Kohl und Roland Ehrnsberger an der Spitze. Die Medienarbeit und das Bürgertelefon wurden von Michael Gottschalk und Roland Hadwiger organisiert und koordiniert.

Neumarkt

02.07. 09:21

Neuer Computertomograph am Klinikum Neumarkt in Betrieb genommen – Überlassung durch den Freistaat zur Eindämmung der Corona-Krise

Das Klinikum Neumarkt hat vom Freistaat Bayern einen neuen Computertomographen (CT) der neuesten Generation überlassen bekommen. Damit sollen Corona-Verdachtsfälle zukünftig schneller diagnostiziert werden. Das gesamte Gesundheitswesen ist durch die Corona-Krise vor große Herausforderungen gestellt worden. Insbesondere Krankenhäuser erwartet bei einem Hochschnellen der Infektionszahlen (zweite Welle, Hotspot in der Region) eine große Anzahl an Patienten, sie sind daher gezwungen, ihre Kapazitäten in nötigem Umfang zu erweitern. CT-Systeme weisen bei der begleitenden Diagnostik von Covid-19-Erkrankungen eine besondere Leistungsfähigkeit auf. Sie ermöglichen schnelle Ergebnisse und erleichtern die frühzeitige Triage (Einteilung der Patienten in Dringlichkeitsstufen) der Verdachtspatienten von bestätigten Covid-19-Patienten. Dadurch kann das Übertragungsrisiko gemindert werden. Der Freistaat Bayern unterstützt einige bayerischen Krankenhausträger durch die Überlassung von zentral beschafften CT-Geräten – so auch das Klinikum Neumarkt. Innerhalb weniger Wochen konnte der CT der neuesten Generation eingebaut und in Betrieb genommen werden. Das Klinikum verfügt nunmehr über drei CT-Geräte und kann somit eine deutlich schnellere Diagnostik gewährleisten.

Neumarkt

02.07. 09:17

Bundestag will Nachtragshaushalt beschließen

Wegen der Corona-Krise plant die Bundesregierung in diesem Jahr mit Rekordschulden von rund 218 Milliarden Euro. Heute will der Bundestag den Nachtragshaushalt beschließen. So viele Kredite hat keine Bundesregierung jemals in einem Jahr aufgenommen. Mit dem Geld soll das große Konjunkturpaket finanziert werden. Also unter anderem die Mehrwertsteuersenkung und der Familienbonus von 300 pro Kind. (blr)

Deutschland

02.07. 07:59

Bayern will Krankenhausversorgung ausbauen

Die Staatsregierung will auch während der Corona-Pandemie einige Zweige der Krankenhausversorgung im Freistaat ausbauen. «Abseits der Maßnahmen für Covid-19-Erkrankte gewährleisten wir damit die umfassende Weiterentwicklung der Versorgung für die Menschen», sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml einer Mitteilung zufolge. Nach neuen Beschlüssen eines Krankenhaus-Planungsausschusses sollen vor allem mehr Kapazitäten für die Fachbereiche Psychiatrie und Psychosomatik geschaffen werden. Ziel sei es, auch in Zukunft eine gute flächendeckende medizinische Versorgung im ganzen Freistaat sicherzustellen, sagte Huml. In Neustadt an der Aisch in Mittelfranken soll es nach den Beschlüssen des Ausschusses eine neue Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie geben. Vielerorts soll außerdem die Zahl der Betten in psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen deutlich aufgestockt werden. (dpa)

Bayern

02.07. 07:15

Aiwanger unterstützt Fleischkonsum

In der Debatte um billiges Fleisch hat Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger vor einer Verteufelung des Fleischkonsums gewarnt. Die Debatte dürfe sich nicht auf eine Bevormundung zuspitzen, dass Fleisch einmal pro Woche reiche, sagte er der "Bild-Zeitung". Für einen Büromenschen reiche das vielleicht, für einen Bauarbeiter nicht, so Aiwanger. Wegen der Corona-Ausbrüche in Schlachthöfen und den Arbeitsbedingungen dort ist die Debatte neu entflammt.

Bayern

02.07. 07:01

Viele Firmenpleiten in Bayern wegen Corona

In Bayern waren im Mai deutlich mehr Arbeitnehmer von einer Insolvenz betroffen, trotz Sonderregeln für die Corona-Zeit. Laut dem Landesamt für Statistik wurden über 3.500 Beschäftigte wegen finanzieller Schieflage ihrer Firma entlassen, vier mal so viel wie im April. In der Oberpfalz gab es demnach 27 Firmenpleiten, in Niederbayern waren es 18. Die meisten zahlungsunfähigen Unternehmen wurden im Mai in Oberbayern gezählt. Hier waren es über einhundert. 

Bayern

01.07. 19:04

Deutsche Wirtschaft erlebt Aufwärtstrend

Mit der deutschen Wirtschaft geht es wieder aufwärts. In der Coronakrise sei das Konjunkturtal erreicht, sagte ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser bei der Vorstellung der Konjunkturprognose für den Sommer. Im April sank demnach die Wirtschaftsleistung coronabedingt um etwa 16 Prozent. Laut Wollmershäuser zeigen seitdem alle Konjunktur-Indikatoren nach oben. Im dritten Quartal werde es kräftig aufwärts gehen.

Das Vorkrisenniveau werde aber wohl erst Ende kommenden Jahres wieder erreicht, so Wollmershäuser. In diesem Jahr werde die deutsche Wirtschaftsleistung erst einmal um 6,7 Prozent sinken.

Deutschland

01.07. 18:44

Deutsche EU-Ratspräsidentschaft im Zeichen von Corona

Mit dem heutigen Tag hat Deutschland für ein halbes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Bei einer Befragung im Bundestag sagte Kanzlerin Merkel, die Corona-Pandemie und die Krisenbewältigung werde den deutschen Ratsvorsitz prägen. Außerdem erklärte sie, dass sich die EU auf ein Scheitern der Brexit-Gespräche mit Großbritannien einstellen müsse.

Deutschland

01.07. 17:54

Lockerung der Besucherregelung am Krankenhaus St. Barbara

Aufgrund der aktuellen Anordnungen der Bayerischen Staatsregierung passt das Krankenhaus St. Barbara die Besucheregeln im Interesse der Patienten erneut an: Ab Donnerstag, 2. Juli 2020, wird die Besuchszeit pro Patient auf bis zu zwei Stunden verlängert. Neu ist außerdem, dass der Besucher täglich wechseln kann. In Kurzform erklärt Geschäftsführer Dr. Martin Baumann die neue Besucherregeln so: „Ich freue mich, dass jeder Patient nun pro Tag von einem Angehörigen oder Freund für bis zu zwei Stunden besucht werden kann.“ Besuchszeit ist täglich von 14 bis 18 Uhr, Besucher werden bis 17.30 Uhr eingelassen.

Das Krankenhaus bittet um Verständnis, dass auch bei Besuchern weiterhin auf eine strenge Einhaltung von Hygieneregeln geachtet werden muss. Dies dient dem Schutz von Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern.

Schwandorf

01.07. 17:01

41 Befunde der Reihentestung bei Donautal fehlen noch

Mittlerweile sind fast alle der gut 1.000 Testergebnisse der zweiten Reihentestung vom Freitag und Montag bei der Firma Donautal in Bogen (Landkreis Straubing-Bogen) beim Gesundheitsamt eingetroffen. Lediglich 41 Befunde aus dem LGL fehlen noch.

Dabei wurde bisher ein neuer positiver Fall gemeldet. Es handelt sich dabei um einen bei der Anlieferung – und nicht direkt im Betrieb – beschäftigten Mann aus einem Nachbarlandkreis.

Zu diesem einen neuen positiven Fall ergab sich – wie bereits vermeldet - bei sieben bereits im Mai positiv getesteten Mitarbeitern erneut ein positives Testergebnis.

Niederbayern

01.07. 16:38

Bayern: Kontaktbeschränkungen werden erneut verlängert                                                                                                                                                                          

Die derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen in Bayern werden bis zum 19. Juli verlängert. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Eigentlich sollten die Kontaktbeschränkungen am 5. Juli auslaufen. Derzeit dürfen sich im öffentlichen Raum maximal zehn Personen aus verschiedenen Haushalten treffen. Im privaten Umfeld gibt es keine Beschränkung.

Bayern

01.07. 15:58

Fleischfirma Tönnies weist Kritik im Landtagsausschuss zurück

Vertreter des Fleischunternehmens Tönnies haben die Kritik an der Situation der Werkvertragsangestellten, die für die Firma arbeiten, als «maßlos übertrieben» zurückgewiesen. So stehe der Konzern im regelmäßigen Austausch mit den Subunternehmern, bei denen die Menschen angestellt sind, die im Tönnies-Schlachthof arbeiten, sagte der Prokurist der Tönnies Zerlegebetrieb GmbH aus Weißenfels, Andreas Töpfer, am Mittwoch im Sozialausschuss des Magdeburger Landtags.

Nach einem Ausbruch an dem Hauptstandort von Tönnies in Nordrhein-Westfalen waren die Arbeits- und Lebensbedingungen der Werkvertragsarbeiter bei Tönnies und in der Fleischindustrie generell erneut in die Kritik geraten. Die Unternehmen stellen die Arbeiter nicht direkt, sondern über Subunternehmen an. Die Kontrolle von Arbeits- und Lebensbedingungen ist dadurch schwierig. 

Deutschland

01.07. 14:32

Landesamt: 48 454 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2591 Tote

In Bayern sind inzwischen 48.454 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2.591 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Mittwoch (Stand 9.00 Uhr) auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 45.190 Menschen.

Bayern

01.07. 13:54

Mehr Arbeitslose wegen Corona

Die Zahl der Arbeitslosen ist wegen der Corona-Krise noch einmal gestiegen. Im Juni waren mehr als 2,8 Millionen Menschen ohne Job - rund 640.000 mehr als vor einem Jahr. Das hat die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitgeteilt. Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,2 Prozent. Auch die Zahl der Kurzarbeiter und Hartz-IV-Empfänger im April stieg.

Deutschland

01.07. 13:23

Corona-Hilfsprogramme für kulturelle Spielstätten und Laienmusikvereine 

Ab 1. Juli können in Bayern zwei neue Hilfsprogramme für Kunst und Kultur in der Corona-Krise in Anspruch genommen werden: Kulturelle Spielstätten können ebenso eine Unterstützung erhalten wie Laienmusikvereine. Kunstminister Bernd Sibler stellte beide Programme heute im Rahmen einer Pressekonferenz in München vor.

„Wir müssen unser facettenreiches Kulturleben in Bayern erhalten. Deshalb nehmen wir 30 Millionen Euro für unsere Spielstätten und zehn Millionen Euro für unsere Laienmusikvereine in die Hand, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie abzufedern, Strukturen zu erhalten und Existenzen zu sichern. Denn es zeichnet sich ab, dass die Krise leider noch länger starke Auswirkungen auf unsere Kulturlandschaft haben wird.“ 

Die Programme sind Teil des bayerischen Kultur-Rettungsschirms, der insgesamt rund 210 Millionen Euro umfasst.

Bayern

01.07. 13:01

Neue Coronavirus-Infektion im Landkreis Neumarkt bestätigt 

Im Landkreis Neumarkt ist ein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Zwei Personen wurden als genesen gemeldet.

Aktuell sind damit neun mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 408.

Neumarkt

01.07. 11:27

Staatsoper sammelt für freie Künstler und Musiker

Die Bayerische Staatsoper hat während der Corona-Krise Spenden in Höhe von mehr als 190 000 Euro für freischaffende Künstler eingesammelt. Das Geld komme mehr als 200 Künstlerinnen und Künstlern zugute, die besonders von der Corona-Pandemie betroffen seien, teilte die Oper am Mittwoch in München mit. Das Geld war bei Live-Streams und Veranstaltungen in den vergangenen Wochen zusammen gekommen. Weitere rund 15 000 Euro erhalten Musiker, die dem Staatsorchester eng verbunden sind. Mitglieder des Orchesters hatten dafür auf Teile ihrer Gagen verzichtet. Für die Staatsoper geht eine außergewöhnliche Spielzeit zu Ende, musste das Haus doch wie alle anderen Theater Mitte März schließen. Stattdessen gab es ein Angebot im Internet. Das Online-Angebot mit Videos von zuvor aufgezeichneten Opern- und Ballettvorstellungen sei in dieser Zeit rund 630 000 Mal aufgerufen worden, teilte die Staatsoper mit. (dpa)

Bayern

01.07. 10:54

Arbeitslosigkeit in Bayern steigt wegen Corona-Krise

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist wegen der Corona-Krise erneut gestiegen. Im Juni waren im Freistaat rund 293 800 Menschen ohne Job gemeldet und damit 1,1 Prozent mehr als im Mai, wie die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei das ein Anstieg von 48,8 Prozent. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie hätten - verbunden mit den strukturellen Entwicklungen, die vor der Krise eingesetzt hätten - den bayerischen Arbeitsmarkt weiter im Griff, sagte der Chef der Regionaldirektion, Ralf Holtzwart. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Juni um 0,1 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent. (dpa)

Bayern

01.07. 10:43

Airbus will Tausende Jobs in Deutschland streichen - Sorge in Hamburg

Der Flugzeugbauer Airbus streicht Tausende Stellen in Deutschland - offen ist dabei, wie stark der Standort Hamburg betroffen ist. Das sei noch Gegenstand von Diskussionen mit den Sozialpartnern, sagte ein Airbus-Sprecher am Mittwoch in Hamburg der Deutschen Presse-Agentur. Nach Informationen von NDR 90,3 steht im Werk Finkenwerder mehr als jeder sechste Job auf der Kippe. Insgesamt sollen in Deutschland 5100 Stellen wegfallen. Der Konzern hat betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. Weltweit will Airbus wegen der Corona-Krise 15 000 Stellen streichen. Arbeitnehmervertreter schlagen Alarm - sie befürchten einen Kahlschlag. Airbus-Chef Guillaume Faury betonte, man habe derartige Maßnahmen vermeiden wollen, müsse nun aber der Realität ins Auge sehen. Die Pläne sollen bis Sommer 2021 umgesetzt werden. Airbus beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben rund 46 000 Mitarbeiter an fast 30 Standorten - etwa in Hamburg-Finkenwerder, Stade oder Bremen. In der Verkehrsflugzeugsparte arbeiten demnach mehr als 28 000 Menschen. (dpa)

Deutschland

01.07. 09:59

Corona-Fälle bei Caterer in Oberbayern: Ausbreitung eindämmen

Nach dem Corona-Ausbruch bei einem Cateringunternehmen im Landkreis Starnberg versuchen die Behörden mit Hochdruck, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Helfen sollen weitere Tests und die Suche nach Kontaktpersonen der Infizierten in einem Betrieb des Caterers apetito im oberbayerischen Gilching. Bis Dienstagabend ergab die Reihentestung der Mitarbeiter 45 Fälle. Beteiligt sind die Gesundheitsbehörden von einem halben Dutzend umliegender Landkreise, aus denen Beschäftigte des Unternehmens stammen. Die Gesundheitsbehörden testen auch Bewohner von Flüchtlingsunterkünften, in denen Mitarbeiter leben. Neben einer Unterkunft in Hechendorf, in der zehn der Infizierten wohnen, wurden mittlerweile auch zwei Wohnstätten in Seefeld, Herrsching und Pöcking für 14 Tage unter Quarantäne gestellt - von dort stamme je einer der Infizierten. Trotz des neuen Hotsports schloß Landrat Stefan Frey (CSU) einen Lockdown in der Region zunächst aus. «Davon sind wir derzeit weit entfernt.» Der Lockdown in einem Landkreis setze voraus, dass es sich um ein unspezifisches Ausbruchsgeschehen handelt. «Das ist bei uns derzeit nicht der Fall.» Die Infektionsketten seien nachvollziehbar und auf konkrete Gemeinschaftseinrichtungen - Asylunterkünfte und das Unternehmen - begrenzt, sagte Frey. «Damit das so bleibt, werden wir alles Mögliche unternehmen und handeln strikt und konsequent. Das ist auch der Grund, warum wir die Asyl-Gemeinschaftsunterkünfte unter Quarantäne setzen, wenn auch nur ein Fall dort auftritt.» Das Unternehmen selbst sucht nach der Ursache des Ausbruchs. «Es liegt noch keine Erkenntnis vor, wie es zu dem Ausbruch kommen konnte», teilte apetito am Dienstagabend mit. «Nach aktuellem Kenntnisstand haben sämtliche Mitarbeiter im Betrieb das bestehende Hygienekonzept mit Abstandsregelungen und Mundschutz eingehalten.» Der Standort in Gilching nahe Starnberg belieferte das LMU Klinikum mit wochentäglich 4800 Patienten- und 1600 Mitarbeiteressen. Dort sei die Versorgung aber gesichert, sagte eine LMU-Sprecherin. Eine Übertragung des Virus über die Fertigessen ist den Behörden zufolge sehr unwahrscheinlich. (dpa)

 

Bayern

01.07. 09:01

In Bayerns Kitas starten freiwillige Corona-Reihentests für Erzieher

Pünktlich zum Beginn des eingeschränkten Regelbetriebs in Bayerns Kitas ab 1. Juli starten auch die freiwilligen Reihentests für alle Erzieher. «Unsere Fach- und Ergänzungskräfte leisten seit Monaten Herausragendes. Auch wenn das Ansteckungsrisiko derzeit aufgrund der geringen Fallzahlen in Bayern sehr gering ist, verstehe ich die Sorge der pädagogischen Beschäftigten in den Einrichtungen», sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) in München. Die Kosten für die Tests übernimmt der Freistaat. Geplant seien zwei Durchläufe: Der erste Reihentest erfolgt nach Angaben des Ministeriums im Juli oder August und der zweite mit dem geplanten Regelbetrieb ab 1. September. Dann würden viele Eltern, Kinder und Beschäftigte aus dem Urlaub zurückkehren und neue Kinder werden in den Einrichtungen aufgenommen. Trautner betonte, dass Erzieher bei der Betreuung der Kinder keine Abstände einhalten und in der Regel höchstens situationsbedingt einen Mund-Nasen-Schutz tragen könnten. «Sie sollen daher jetzt die Möglichkeit bekommen, sich freiwillig und systematisch testen zu lassen», sagte sie. Das Verfahren sei für die Kitas unbürokratisch und werde von den Kommunen logistisch unterstützt. So könnten die Träger und Kita-Leitungen eigenständig mit einer Vertragsärztin oder einem Vertragsarzt vor Ort einen Reihentest vereinbaren. Bei Bedarf könne auch die Kassenärztliche Vereinigung Vertragsärzte vermitteln. (dpa)

Bayern

01.07. 08:27

Zahlungsaufschub ausgelaufen

Um Mitternacht ist der Zahlungsaufschub für Mieter, die wegen der Corona-Krise in Zahlungsschwierigkeiten gekommen sind, ausgelaufen. Die Verbraucherzentralen fordern, Mieter noch länger vor den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu schützen. Viele Verbraucher seien auch weiterhin stark belastet, sagte der Chef des Bundesverbands, Müller, dem "Handelsblatt". Zuletzt hatten Union und SPD über eine Verlängerung gestritten. Morgen soll der Bundestag darüber debattieren.

Deutschland

01.07. 07:44

Merz über Laschet: Ich hätte mich enger mit Söder abgestimmt  

Aus Sicht des CDU-Wirtschaftspolitikers Friedrich Merz hätte sich Nordrhein-Westfalen in der Corona-Krise enger mit Bayern abstimmen sollen. Auf die Frage von Moderator Markus Lanz, ob Merz «härter durchgezogen» hätte als NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), sagte der Mitbewerber um den CDU-Vorsitz am späten Dienstagabend im ZDF: «Ja, ich hätte vielleicht versucht, auch mit (Bayerns Ministerpräsident) Markus Söder viel enger zusammen und abgestimmt vorzugehen.» Das sei aber «eine Geschmackssache, das muss auch jeder für sich allein entscheiden». Laschet war in der Corona-Krise vorgeworfen worden, zu schnell die verhängten Maßnahmen gelockert zu haben - anders als Bayern, wo Söder einen strikteren Kurs fuhr. Nach dem Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies reagierte Laschet aus Sicht von Kritikern hingegen zunächst zu zaghaft. Die jeweilige Performance in der Krise ist auch ein Gradmesser für alle höheren Aufgaben, die eine Kanzlerschaft mit sich bringen würde. Als Bewerber um den CDU-Vorsitz liebäugelt auch Merz mit einer Kanzler-Kandidatur. Er verteidigte Laschet bei «Markus Lanz» auch: «Ich finde, er wird da teilweise unfair kritisiert.» Merz fügte hinzu: «So eine Krise ist für alle Beteiligten eine Riesenherausforderung und wirklich ein echtes Problem.» Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mache auch Fehler, werde auch kritisiert, etwa dafür, «dass sie vielleicht auch spät reagiert», sagte Merz. «Wir können doch im Grunde genommen wirklich sagen, dass unsere Regierungen in Deutschland, die Bundesregierung und die Landesregierungen, für dieses Land die richtigen Entscheidungen treffen.» Der CDU-Politiker betonte: «Also ich wollte zum jetzigen Zeitpunkt in keinem anderen Land leben.» Mit Blick auf Bayerns Landeschef sagte Merz, ein Kanzlerkandidat Söder sei «denkbar, klar». In Umfragen zur Kanzlerkandidatur der Union hat Söder derzeit die besten Karten. (dpa)

Deutschland

01.07. 06:16

THW Regensburg errichtet Logistiklager für Schutzausstattung in der Stadt Regensburg

Seit dem 29.06.2020 hat der THW Ortsverband Regensburg in Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Regensburg die Logistik der Schutzausstattung übernommen, die im Auftrag des Freistaates Bayern in den letzten Wochen geliefert wurde. Dies geschieht im Rahmen der Amtshilfe für die Stadt Regensburg. Hierzu richtet die Stadt Regensburg ein zentrales Lager für die Verteillogistik der Schutzausstattung, also Handschuhe, Masken usw., ein. Das THW und die Berufsfeuerwehr Regensburg unterstützen bei der Errichtung dieses Zentrallagers in einer von der Stadt angemieteten Liegenschaft beispielsweise beim Aufbau von Hochregalen sowie beim Transport der Ausstattung. Dieser Einsatz wird sich voraussichtlich über die gesamte Woche hinziehen. (ots)

Regensburg Stadt

30.06. 18:34

EU lockert Einreisevorschriften

Wer beispielsweise aus Australien, Kanada, Japan oder Marokko kommt, kann ab morgen wieder ganz normal in die EU einreisen. Die EU-Staaten haben sich darauf geeinigt, die Einreisebeschränkungen für 14 Länder aufzuheben. Für die anderen Drittstaaten soll der Einreisestopp dagegen vorerst bestehen bleiben - unter anderem auch für die USA. 

WELT

30.06. 17:57

Mehr Arbeitslose in Bayern erwartet

Die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit legt am Mittwoch die Statistik zur Zahl der Arbeitslosen im Juni vor. Es wird wegen der Corona-Krise und ihrer Auswirkungen eine weitere Verschlechterung der Zahlen erwartet, obwohl im Juni saisonbedingt eigentlich sinkende Arbeitslosen üblich sind. Nach Meinung von Experten könnte sogar die Grenze von 300.000 Arbeitslosen gesprengt werden. Im Mai waren in Bayern gut 290.000 Personen ohne Job, die Arbeitslosenquote lag bei 3,8 Prozent. 

Erwartet werden von der Regionaldirektion auch Zahlen zur Kurzarbeit im April. Insgesamt hatten 140.000 Betriebe für über zwei Millionen Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass nicht alle auch wirklich von dem Instrument Gebrauch gemacht haben. 

Bayern

30.06. 16:38

Alle Testergebnisse bei der Firma Donautal liegen vor

Alle mehr als 858 Testergebnisse der Reihentestung bei der Firma Donautal in Bogen (Landkreis Straubing-Bogen) vom Freitag sind mittlerweile beim Gesundheitsamt eingetroffen. Neue positive Fälle gab es nicht zu verzeichnen. Allerdings ergab sich bei sieben bereits im Mai positiv getesteten Mitarbeitern erneut ein positives Testergebnis.

Die Ergebnisse von den Abstrichen der restlichen 159 Beschäftigten, die am Montag durchgeführt wurden, werden erst ab dem morgigen Mittwoch erwartet.



 

Niederbayern

30.06. 15:43

Bayern beschließt Corona-Tests für jedermann - Start am 1. Juli

Ab diesem Mittwoch (1. Juli) können sich alle in Bayern lebenden Menschen freiwillig und kostenlos auf Corona testen lassen - auch ohne Symptome. Ungeachtet vieler kritischer Stimmen vom Bund und aus anderen Bundesländern beschloss die Staatsregierung am Dienstag kostenlose Corona-Tests für alle.

Das Testkonzept laute «schneller, kostenlos und für jedermann», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung in München. Er kündigte an, dazu die Kapazitäten von aktuell 20.000 auf 30.000 Tests pro Tag zu erhöhen. Der Freistaat übernimmt die Kosten in Fällen, in denen die Krankenkassen nicht zahlen müssen. Man stelle dafür aufs Jahr gerechnet 200 Millionen Euro bereit, sagte der Ministerpräsident. Bei Bedarf solle das Programm verlängert und mit mehr Geld untermauert werden.

Bayern

30.06. 15:09

Jahnfans können wieder Shoppen

Am morgigen Mittwoch (1. Juli) öffnet der Jahn-Fanshop im Jahnstadion Regensburg nach knapp 16 Wochen erstmals wieder seine Pforten. Die Wiedereröffnung findet unter Umsetzung eines Hygienekonzepts statt, dass den Besuch unter Einhaltung aller behördlicher Vorgaben gewährleistet. Die Jahnfans erhalten dabei zur Wiedereröffnung auch ein besonderes Angebot.

Regensburg Stadt

30.06. 14:47

20. Todesfall im Landkreis Schwandorf

In unserer Pressemitteilung vom 25. Juni haben wir mitgeteilt, dass von den 508 bekannten Fällen im Landkreis noch zwei aktiv sind. Diese beiden Fälle haben sich so fortentwickelt, dass es unterschiedlicher nicht sein könnte. Die eine Person ist wieder gesund, die andere, eine 78-jährige Frau aus dem nördlichen Landkreis, ist im Klinikum Amberg verstorben.

Neue Infektionen mit dem Coronavirus sind nicht zu vermelden. Die Gesamtbilanz sieht aktuell so aus:

bestätigte Infektionen 508

Genesene                  488

Fall noch aktiv                0

Verstorbene                 20

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 0,00.

Schwandorf

30.06. 13:54

Corona Testzentrum in der kleinen Jurahalle in Neumarkt aufgelöst

Das erste CORONA-Testzentrum in der kleinen Jurahalle wurde am 30. Juni 2020 auf Grund der rückläufigen Infektionszahlen aufgelöst, ab sofort steht nur noch das zweite Testzentrum im Gesundheitsamt zur Verfügung.

Neumarkt

30.06. 13:11

Förderprogramm für ehrenamtliche Initiativen im Landkreis Regensburg

Für eingetragene Vereine (e.V.) gibt es in der Corona-Krise ein neues Förderprogramm. Um ehrenamtliche Nachbarschaftshilfen und Initiativen im ländlichen Raum zu stärken, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Landkreistag das Projekt „Ehrenamt stärken. Versorgung sichern“ aufgesetzt. Nähere Informationen dazu gibt es bei der Freiwilligenagentur des Landkreises Regensburg, die Vereine und Initiativen im Landkreis auch bereits per Email auf das neue Förderprogramm hingewiesen hat.  

Fünf Millionen Euro stehen in dem Programm zur Verfügung, mit denen Initiativen unterstützt werden, die besonders schutzbedürftige Menschen bei der Nahversorgung, besonders in der Lebensmittelversorgung, unterstützen. Darüber hinaus können Initiativen finanzielle Zuschüsse für Pandemie-bedingte Transportleistungen und andere Mobilitätsaufwendungen erhalten und ihre digitale Ausstattung verbessern. Interesse an den Finanzhilfen kann über die Webseite der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) unter www.bmel.de/ehrenamt-versorgung angemeldet werden.

Regensburg Land

30.06. 12:28

Keine neue Coronavirus-Infektionem bestätigt 

Im Landkreis Neumarkt ist kein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Eine Person wurde als genesen gemeldet.

Aktuell sind damit zehn mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 407.

Neumarkt

30.06. 12:11

Domspatzen-Power für ein Medikament gegen Covid-19

Neue Hochleistungscomputer der Domspatzen helfen bei der Entwicklung eines Impfstoffs oder Medikaments bei Corona

Die Regensburger Domspatzen bieten neben einer musikalischen Ausbildung auf Top-Niveau auch ein ideales Umfeld für Jungforscher. Damit der Chor so schnell wie möglich wieder vor vielen Zuhörern auftreten kann, stellen die Domspatzen ihre moderne digitale Infrastruktur zur Verfügung. Mit der Rechnerleistung von 78 Computern und zwei Hochleistungsrechnern werden derzeit Proteine virtuell gefaltet; ein Beitrag zur Forschung für einen Impfstoff gegen Covid-19. 

„Damit zeigen wir wieder einmal, dass bei uns Musik und Technik super zusammengehen“, sagt Domkapellmeister Christian Heiß stolz. Die Domspatzen ließen sich von Corona nicht unterkriegen, setzten nach dem Lockdown sehr schnell Technik ein, um wenigstens online mit den Sängern verbunden zu bleiben. 

Regensburg Stadt

30.06. 10:45

Maskenpflicht bei Kulturveranstaltungen soll fallen

Bei Kulturveranstaltungen in Bayern soll die Maskenpflicht fallen. Im Saal dürfe die Maske auf dem festgelegten Sitzplatz künftig abgenommen werden, kündigte Ministerpräsident Markus Söder in der «Augsburger Allgemeinen» (Dienstag) an. Demnach solle die neue Regelung am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden. «Man kann die Kultur dann eine Stunde oder eineinhalb Stunden, je nachdem wie das Ganze dann konzipiert ist, ohne Maske genießen», sagte Söder. Der CSU-Chef argumentierte: «Die Kulturveranstaltungen verlaufen sehr seriös und sehr gut, deswegen werden wir so agieren.» Beim Hineingehen und im Umfeld etwa im Garderobenbereich gelte die Maskenpflicht weiter und sei sinnvoll. Auf den Sitzen in den Veranstaltungsräumen werde sie gelockert, hieß es in der Zeitung. «Wir wollen eine Perspektive für die Kultur», sagte Söder. (dpa)

Bayern

30.06. 09:50

Söder erwartet Corona-Massentests bald auch in anderen Bundesländern

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ist überzeugt, dass auch andere Bundesländer trotz ihrer teils heftigen Kritik bald dem bayerischen Vorbild von freiwilligen Corona-Tests für jedermann folgen werden. «Ich glaube schon, dass das eine Wirkung hat weit über Bayern hinaus», sagte der CSU-Chef der «Augsburger Allgemeinen» (Dienstag). «Ich wurde, als wir über Schulschließungen geredet haben, angegriffen, danach hat es jeder gemacht.» Auch bei den bayerischen Ausgangsbeschränkungen habe es am Anfang Kritik gegeben, kurz darauf habe jedes Bundesland Kontaktsperren verhängt. Ebenso seien inzwischen alle Bundesländer Bayern bei den Beschränkungen für Urlauber aus Corona-Risikogebieten gefolgt. Bayern trifft mit seinem Vorstoß zu Corona-Tests für jedermann auch ohne Symptome auf breite Skepsis. Mehrere andere Länder hatten am Montag eine solche Ausweitung ohne konkrete Anlässe für Massentests abgelehnt. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zählte zu den Kritikern und sagte: «Einfach nur viel testen klingt gut, ist aber ohne systematisches Vorgehen nicht zielführend.» Söder sagte der «Augsburger Allgemeinen», die Kritik an dem bayerischen Vorgehen sei nicht medizinisch begründet. «Der eigentliche Hintergrund ist etwas ganz Anderes: Das sind die Kosten.» Er habe die gleich Debatte schon vor Wochen auf der Ministerpräsidentenkonferenz geführt, als er den bayerischen Weg angekündigt habe. «Das Hauptargument war von dem ein oder anderen Kollegen, das koste uns zu viel, wer soll denn das alles bezahlen». Testen sei jedoch das wichtigste medizinische Angebot nach dem Aufbau von Intensivbetten und der Produktion von Schutzmaterial. «Das ist die einzige ernsthafte medizinische Leistung, die der Staat an dieser Stelle erbringen kann.» (dpa)

Bayern

30.06. 09:11

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 457 positive Fälle (keine Veränderung zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 29.06.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). Die gute Nachricht des Tages: 419 Personen (+ 1 zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 92 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund! Nach den derzeit gültigen Vorgaben werden alle stationären Patienten der Goldberg-Klinik Kelheim GmbH vor oder bei Klinikaufnahme auf das Virus SarsCov2 getestet. Bestehen Covid-19 verdächtige Symptome, so erfolgt die Behandlung auf einer speziellen Isolierstation zumindest so lange, bis das Test Ergebnis vorliegt. In der Ilmtalklinik GmbH, Krankenhaus Mainburg werden alle stationär geplanten Patienten vor ihrer Aufnahme auf das Virus SarsCov2 getestet. Zudem werden alle stationär aufgenommenen Patienten einer Gesundheitskontrolle unterzogen und bei Vorliegen von verdächtigen Symptomen getestet und auf einer speziellen Isolierstation behandelt, bis ein negativer Test vorliegt. Das Landratsamt Kelheim weist darauf hin, dass es laut Gesundheitsamt aktuell keine bedeutsame Häufung von Fallzahlen im Landkreis Kelheim gibt d. h. die Anzahl der Infizierten ist in keiner der Gemeinden im Landkreis Kelheim signifikant anders. (dpa)

Kelheim

30.06. 08:38

EVP-Chef droht EU-Staaten wie Polen und Ungarn mit Stopp von Corona-Geldern

Der Fraktionschef der Konservativen im europäischen Parlament, Manfred Weber (CSU), hat Ländern wie Polen und Ungarn gedroht, dass sie bei mangelnder Unabhängigkeit ihrer Justiz und Medien keine Corona-Hilfen bekommen. Das EU-Parlament habe das Haushaltsrecht und die Richtlinien, wie die geplanten 750 Milliarden Euro an Zuschüssen und Krediten aus den Corona-Hilfsprogrammen verteilt würden, sagte Weber der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Wir werden die Gelder nur freigeben, wenn die Mitgliedstaaten im Inneren reformbereit sind und das Geld für Zukunftsinvestitionen ausgeben." Weber: "Wir wollen den Steuerzahlern versichern, dass Länder nur Geld bekommen, wenn sie eine unabhängige Justiz und unabhängige Medien haben, die durch eine öffentliche, kritische Debatte hinschaut und kontrollieren, was mit den Hilfsmitteln passiert." Auf die Feststellung, dass Polen und Ungarn dann kein Geld bekämen, sagte Weber: "Ja. Uns machen manche Länder Sorgen. Wer die Werte Europas, die demokratischen Regeln nicht einhält, kann von der EU kein Geld bekommen. Die EU ist kein Bankautomat, sondern eine Wertegemeinschaft. (ots)

WELT

30.06. 07:58

Gütersloh weiter im Corona-Lockdown

Im Kreis Gütersloh wird der Corona-Lockdown verlängert - im Kreis Warendorf läuft er in der Nacht zu Mittwoch aus. Das teilte NRW-Ministerpräsident Laschet mit. Wegen der weiterhin hohen Zahl an Neuinfektionen im Kreis Gütersloh gelten die dortigen Einschränkungen bis zum 7. Juli. Laschet sagte auch, dass das Virus nach dem massiven Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik von Tönnies kaum auf die sonstige Bevölkerung übergesprungen ist. (dpa)

Deutschland

30.06. 07:45

Beschichtung gegen Corona

Ein Unternehmen in der nördlichen Oberpfalz bietet jetzt Beschichtungen an, die Corona-Viren abtöten. Laut dem „Neuen Tag“ handelt es sich um die Firma Spranger aus Weiherhammer. Sie setzt eine Membrane mit dem Namen „Agivir“ ein. Mit ihr kann man zum Beispiel Tischoberflächen oder Treppengeländer beschichten. In die Membrane sind Silberpartikel eingearbeitet, die auch Corona-Viren angreifen und unschädlich machen, heißt es weiter. 

Oberpfalz

29.06. 19:28

Europäische Union prüft weitere Lockerungen des Reiseverkehrs

Die EU will offenbar die Einreisebeschränkungen für 14 Nicht-EU-Länder kippen. Es geht unter anderem um Australien, Japan, Thailand und Kanada. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur und beruft sich auf EU-Diplomaten. Wer aus diesen Ländern kommt, kann demnach bald wieder normal in die EU einreisen. Für die USA und viele andere Drittstaaten sollen die Einreisebeschränkungen vorerst bestehen bleiben.

WELT

29.06. 18:49

Corona-Ausbruch in Landkreis Neu-Ulm

In drei Grundschulklassen und einer Kindergartengruppe im Landkreis Neu-Ulm sind Coronavirus-Infektionen festgestellt worden. Deswegen sind jetzt knapp 100 Kinder und Erwachsene in Quarantäne geschickt worden, teilte eine Sprecherin des Landratsamts mit. Neben den Schülern müssen vorläufig auch die Eltern und Lehrer zu Hause bleiben. 

Bayern

29.06. 18:13

Bei 795 Testergebnissen der erneuten Reihentestung bei Donautal keine neuen positiven Fälle

Mittlerweile sind von der erneuten Reihentestung bei der Firma Donautal in Bogen im Landkreis Straubing-Bogen 795 Testergebnisse beim Gesundheitsamt eingetroffen. Neue positive Fälle sind dabei nicht zu verzeichnen, lediglich erneut positive Tests bei vier vor knapp sieben Wochen bereits positiv getesteten Personen. Zur weiteren Vorgehensweise bei diesen Fällen wurden das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sowie das Robert-Koch-Institut (RKI) eingeschaltet.

Am Freitag wurden bei dieser zweiten Reihentestung gut 800 Beschäftigte aus allen Bereichen des Betriebes getestet. Von diesen Tests sind derzeit noch etwa 20 Ergebnisse ausständig. Zudem wurden am Montag bis zum späten nachmittag die restlichen der rund 1.000 Beschäftigten abgestrichen.

Niederbayern

29.06. 17:45

Weniger Azubis wegen Corona in Bayern

Die Corona-Krise trifft auch die Azubis in Bayern. Zum ersten Mal seit langem gibt es wieder weniger neu abgeschlossene Ausbildungsverträge in der Metall- und Elektroindustrie. Davon berichten mehr als 60 Prozent der befragten Unternehmen in einer aktuellen Studie. Branchen-übergreifend kommen rein rechnerisch auf jeden Lehrstellen-Bewerber in Bayern anderthalb Ausbildungsplätze. 

Bayern

29.06. 15:24

Antikörper-Test in der Oberpfalz angelaufen

Forscher der Uni Regensburg haben heute mit Kollegen aus Erlangen eine Studie zu Corona-Antikörpern im Landkreis Tirschenreuth gestartet. Per Zufallsgenerator wurden 3.600 Bürger ausgewählt. Sie sollen sich in den nächsten Wochen und Monaten auf Antikörper testen lassen. Das gibt Aufschluss über die Dunkelziffer, sie dürfte höher sein als die Zahl der bekannten Corona-Infektionen. Der Landkreis Tirschenreuth wurde ausgewählt, weil es dort sehr viele Corona-Fälle gab.

Oberpfalz

29.06. 14:12

Neue Besuchsregeln in bayerischen Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern

Seit heute (29. Juni) gelten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie neue Besuchsregeln in den bayerischen Pflege- und Altenheimen, in den Krankenhäusern, in den Einrichtungen der Vorsorge und Rehabilitation sowie den Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml am Montag bei einem Besuch des Pflegeheims "Bei St. Otto" im mittelfränkischen Lauf an der Pegnitz hingewiesen. Die Ministerin informierte sich dabei über die Umsetzung der neuen Regeln.

Huml bekräftigte: "Es ist uns in Bayern in den vergangenen Wochen gelungen, die Ausbreitung des Coronavirus wirkungsvoll einzudämmen und deutlich zu verlangsamen. Deshalb gehen wir den Weg der stufenweisen Erleichterungen konsequent weiter. So sind seit heute wieder mehr Besuche sowohl in den Pflege- und Altenheimen und Krankenhäusern als auch in den Einrichtungen der Vorsorge und Rehabilitation sowie den Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen möglich."

Die Ministerin erläuterte: "Die Besuchsbeschränkungen werden durch individuelle und passgenaue Schutz- und Hygienekonzepte der Einrichtungen ersetzt. Das bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium unterstützt dabei mit einem entsprechenden Hygiene-Rahmenkonzept, das konkrete Handlungsempfehlungen beinhaltet. In jedem Fall müssen die Besucher eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Außerdem muss der Mindestabstand von 1,5 Metern nach Möglichkeit durchgängig eingehalten werden."

Huml fügte hinzu: "Zusätzlich gelten für Besuche die Regelungen der jeweiligen Einrichtung. Klar ist: Der Schutz der Bewohner und Patienten hat oberste Priorität."

Bayern

29.06. 13:15

Weiteres Kind in Kita Sengenthal positiv getestet

Heute wurde ein weiterer positiv getesteter Fall aus einer Gruppe des Kindergartens Sengenthal gemeldet. Nachdem am Wochenende ein positiv getestetes Kind und eine positiv getestete Betreuungsperson gemeldet waren, wurde nun aus einer weiteren Gruppe ein Kind als positiv getestet gemeldet.

Der Kindergarten ist bereits geschlossen und wird auch die nächsten vierzehn Tage nicht öffnen. Weitere Testungen von Kontaktpersonen hat das Gesundheitsamt Neumarkt in Absprache mit der Regierung der Oberpfalz bereits veranlasst.

Neumarkt

29.06. 12:37

Spahn kritisiert bayerischen Alleingang bei Corona-Tests

Bundesgesundheitsminister Spahn hat das geplante Angebot von Corona-Tests für jedermann in Bayern kritisiert. "Einfach nur viel testen klingt gut, ist aber ohne systematisches Vorgehen nicht zielführend", so Spahn per Twitter. Er fürchtet ein erhöhtes Risiko falsch-positiver Ergebnisse und ein falsches Sicherheitsgefühl. Bayern will als erstes Bundesland kostenlose Corona-Tests für alle ermöglichen - auch für Menschen ohne Symptome und ohne besonders hohes Infektionsrisiko. 

Bayern

29.06. 12:07

Polizei kontrolliert am Bögl-Weiher in Sengenthal

In der Nacht vom Freitag auf Samstag waren Beamte der Polizeiinspektion Neumarkt erneut am Böglweiher in Sengenthal zeitweise mit mehreren Streifen präsent und führten Kontrollen durch. Dort hielten sich etwa 500 Jugendlichen unorganisiert in Kleingruppen verschiedenen Alters auf. Die Corona-Sicherheitsabstände wurden weitestgehend eingehalten. Wo das nicht der Fall war, wurden die Jugendlichen belehrt. Gegen Mitternacht lösten sich die meisten Feiern auf. Jüngere Personen wurden von den Eltern abgeholt.

Neumarkt

29.06. 09:11

Corona krempelt die Arbeitswelt um - Sieger ist das Homeoffice

«Zwei von drei Angestellten arbeiten lieber zu Hause als im Büro» - das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK). «Viele Stressfaktoren fallen weg wie zum Beispiel lärmende Kollegen oder ein anstrengender Arbeitsweg», sagt Oliver Schwab von der SDK. Darüber hinaus geben 57 Prozent der rund 1500 Befragten an, zu Hause besser kreativ arbeiten zu können - bei der Arbeit im Büro sagen das nur 18 Prozent, die übrigen machten in Sachen Kreativität keinen Unterschied aus. Nur noch zu Hause bleiben wollen hingegen die wenigsten - das ergab eine Forsa-Umfrage, die der Industrieverband Büro und Arbeitswelt (iba) mit Sitz in Wiesbaden im April in Auftrag gegeben hatte. Die Menschen vermissten nicht zuletzt die gute Ausstattung ihrer Arbeitsplätze im Büro, sagt iba-Chef Hendrik Hund. Es müsse noch Einiges getan werden, damit die notdürftig eingerichteten Arbeitsplätze zu Hause zu nutzbaren Büros würden. Der Wandel hat jedenfalls dank Corona längst begonnen. «Die starren Strukturen gehören der Vergangenheit an», sagt Carola Burrell, Marketingleiterin des Büromöbelherstellers Interstuhl. Das wirke sich auch auf die Anbieter von Büromöbeln aus. «Wir haben Großkunden, die für ihre Belegschaft Homeoffice-Produkte anbieten. Die Beschäftigten können zum Beispiel den Stuhl mit nach Hause nehmen oder die Möbel innerhalb eines Rahmenvertrags kaufen.» Die Hersteller müssten sich jedoch auch auf den neuen Markt einstellen. «Wir werden einen Teil des Sortiments mit anderen Oberflächen und Farben anbieten, weil es zu Hause meist kuscheliger ist als in der cooleren Büro-Atmosphäre.» Diesen Trend bestätigt auch Leitz-Chef Spijkervet. «Büroartikel in schwarz und grau passen oft weniger gut zu Hause. Die Produkte sind zum Teil wirklich unattraktiv in einer privaten Umgebung.» Leitz bringt jetzt eine neue Serie auf den Markt, die genau auf den Homeoffice-Bereich abzielt - mit besonderer Haptik und Optik, mit ansprechendem Design. Als Beispiel dazu nennt Spijkervet einen Papier-Shredder, der jetzt in weiß verkauft wird und enorm hohe Absatzzahlen verzeichnet. «Bei uns hat Corona für extrem schnelle Innovationsimpulse gesorgt», sagt er. Stellt sich die Frage, ob der Trend zum Homeoffice auch nach Corona erhalten bleibt. Die Experten sehen hier vor allem das Management in der Verantwortung - es müsse ein Umdenken stattfinden, fordern sie. «Wir arbeiten immer noch als Wurmfortsatz der Industrialisierung - dieses hierarchische Modell ist das Problem», sagt Spijkervet. Arbeitgeber und Betriebsräte seien für die starren Strukturen gleichermaßen verantwortlich. «Die klassische Denke, dass man immer vor Ort sein muss, ist tief verwurzelt - das ist schade, denn ich glaube, die Menschen arbeiten effektiver von zu Hause aus.» «Der Arbeitgeber muss mehr Vertrauen in seine Leute haben und Freiräume ermöglichen», sagt auch Carola Burrell. Ein neuer, kooperativer Führungsstil sei gefragt, eine neue Arbeitskultur. Allerdings müsse auch beides möglich sein - Homeoffice und Büroarbeit - weil die Heimarbeit nicht für jeden taugt. «Es gibt Leute, die sind digital, die haben erstmal kein Problem. Und es gibt solche, die ticken völlig analog oder brauchen mehr persönlichen Kontakt», ist auch Spijkervets Erfahrung. Das bestätigen die Umfrageergebnisse der SDK: Die Produktivität im Homeoffice wird von jedem zweiten Befragten als Schwachpunkt eingestuft. «Menschen brauchen das Arbeitsumfeld im Büro mit Kollegen und Führungskräften, um sich gut organisieren zu können», bestätigt iba-Chef Hendrik Hund. Zudem bestehe bei dauerhafter Arbeit zu Hause die Gefahr, die Bindung zum Unternehmen zu verlieren - ein weiteres Argument dafür, den Beschäftigten zwei Arbeitsplätze zu ermöglichen. Denn die Vorteile von mehr Homeoffice gehen weit über die Arbeit an sich hinaus. «Wenn nur die Hälfte der Menschen künftig zuhause arbeiten würde, würde der CO2-Abdruck schon auch entsprechend reduziert», sagt Spijkervet. «Es wäre schön, es gäbe weniger Autos auf der Straße, die Menschen hätten mehr Zeit, anstatt zu pendeln», sagt auch Carola Burrell mit Blick auf die Lebensqualität. Bis dahin muss am Vertrauen gearbeitet werden. Das einzig negative Ergebnis der SDK-Umfrage ist bedrückend: «Die berufliche Freiheit wird teuer erkauft: 41 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich ein regelmäßiges Homeoffice nachteilig auf die Karriere auswirkt», sagt Oliver Schwab. Was hingegen die Doppelbelastung von Beruf und Familie angeht, glauben rund 80 Prozent der Befragten, sie lasse sich mit der Homeoffice-Möglichkeit viel besser gestalten. (dpa)

Deutschland

29.06. 08:21

Patientenschützer begrüßen bayerische Pläne für mehr Corona-Tests

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz begrüßt die Pläne der bayerischen Staatsregierung für vorbeugende Corona-Tests. «Diese Tests sind sinnvoll, weil wir kein anderes Instrument haben, zügig und schnell eine Infektionskette zu erkennen», sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. «Mit vorbeugenden Tests haben wir die Möglichkeit, Gefahrenlagen festzustellen.» Bayern will als erstes Bundesland Corona-Tests für alle einführen - auch für Menschen ohne Symptome und ohne besonders hohes Infektionsrisiko. Brysch befürchtet, die Hausärzte könnten damit überfordert sein. Vor allem massenhafte Tests in Pflege- und Behindertenheimen, die besonders wichtig seien, könnten sie nicht leisten. «Da müssen wir mobile Teams auf den Weg bringen.» Er kritisierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der sich zurückhaltend zu den bayerischen Plänen geäußert hatte. «Ich wundere mich schon, dass der Gesundheitsminister so auf die Bremse drückt.» Er könne Bayern verstehen, die Tests dann im Alleingang ausweiten zu wollen, sagte Brysch. Er forderte dennoch bundesweite Konzepte. «Es geht alles drunter und drüber, jedes Bundesland macht, was es will. Das ist für mich und auch für viele Patienten außerordentlich unbefriedigend.» (dpa)

Bayern

29.06. 07:48

Wieder mehr Besuche in Kliniken und Pflegeheimen in Bayern erlaubt

Angesichts der deutlich gesunkenen Corona-Zahlen lockert Bayern die Besuchsbeschränkungen in Kliniken, Altenheimen und Behinderteneinrichtungen. Von diesem Montag an sollen die Einrichtungen damit wieder deutlich mehr Besuche ermöglichen können. Bislang gibt es Ausnahmen nur für Geburts- und Kinderstationen, für Palliativstationen und Hospize sowie für je eine feste Kontaktperson. Basis für die Lockerungen soll ein Rahmenkonzept des Gesundheits- und Pflegeministeriums sein. Eckpunkte darin sind etwa Mindestabstände und Hygieneregeln und ein Betretungsverbot bei Krankheitssymptomen. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) will zum Start der Lockerungen ein Pflegeheim in Lauf an der Pegnitz besuchen und sich dort über die Umsetzung der neuen Besuchsregeln informieren. (dpa)

Bayern

29.06. 07:46

Anträge auf Corona-Hilfe für Hotels und Gastro ab Mittwoch möglich

Die Tourismus- und Gastronomiebetriebe im Land dürfen wieder öffnen - doch die verlorenen Einnahmen wegen der Corona-Krise können sie nicht mehr aufholen. Weil viele Unternehmen weiter um ihre Existenz bangen, hat das Land eine gezielte «Stabilisierungshilfe» für die Branche aufgelegt. Heute (13.30 Uhr) informieren Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut und Tourismus-Minister Guido Wolf (beide CDU) über Start und Umsetzung der Hilfen. Ab Mittwoch soll die Antragsstellung möglich sein. Geplant wird mit einem Budget von 330 Millionen Euro. Das Paket sieht vor, dass betroffene Betriebe im Anschluss an die bisherige Corona-Soforthilfe einmalig weitere 3000 Euro sowie 2000 Euro für jeden in Vollzeit beschäftigten Mitarbeiter beantragen können. Laut Umfrage des baden-württembergischen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) von Anfang Juni sind die Umsätze allein bei den Hotels seit Beginn der Corona-Krise um 83 Prozent eingebrochen. Aufs gesamte Jahr 2020 bezogen rechnen die Betriebe demnach mit einem Umsatzrückgang von fast zwei Dritteln. (dpa)

 

Deutschland

29.06. 07:44

Bewohner aus Gütersloh brauchen negativen Corona-Nachweis

Wer aus dem Kreis Gütersloh kommt und nach Österreich reisen will, muss einen negativen Coronavirustest dabei haben. Das hat Österreichs Gesundheitsminister Anschober im ORF gesagt. Der Test dürfe nicht älter als 48 Stunden sein. Gleichzeitig hob Österreich die generelle Reisewarnung für Nordrhein-Westfalen auf. Grund für die Maßnahmen ist der Corona-Ausbruch in der Fleischerei Tönnies.

Deutschland

29.06. 07:14

Bisher kein neuer positiver Befund nach Massentestung bei der Firma Donautal

Bei der Hähnchenschlachterei Donautal im niederbayerischen Bogen werden heute weitere Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet. Inzwischen gibt es bereits die ersten Ergebnisse der Massentests. Bisher wurden keine neuen Corona Infektionen nachgewiesen. Insgesamt werden rund 1000 Beschäftigte der Hähnchenschlachterei getestet, weil sich zwei Donautal-Mitarbeiter mit dem Corona Virus infiziert hatten. Beide sind laut dem Landratsamt Straubing-Bogen zuvor aber längere Zeit nicht im Betrieb gewesen.

Niederbayern

28.06. 16:26

CDU-Gesundheitsexpertin gegen Corona-Massentests

Die CDU-Gesundheitsexpertin Karin Maag begegnet den in Bayern geplanten Corona-Tests für jeden mit Skepsis. Sie sieht darin Massentests quer durch die Bevölkerung und bezweifelt die Sinnhaftigkeit. «Wenn ich ganz frisch infiziert bin, schlägt der Test noch nicht an. Unmittelbar nach dem Test weiß ich, ob ich positiv beziehungsweise negativ getestet wurde, ich kann mich aber in den nächsten Tagen neu anstecken», sagte Maag der «Augsburger Allgemeinen» (Montagsausgabe). Aus ihrer Sicht sei es darum sinnvoll, weiter gezielt zu testen, «wo Menschen leben oder arbeiten, die besonders geschützt werden müssen». 

Der bayerischen Staatsregierung warf sie Vorpreschen vor: «Es wäre schön, wenn sich alle, die sich auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt haben, auch daran hielten», sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag der Zeitung.

Deutschland

28.06. 16:25

Bayern kündigt Corona-Tests für alle an

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie richtet sich der Blick zurzeit vor allem auf die sogenannten Hotspots. Doch wie weit hat sich das Virus unbemerkt schon in der Allgemeinbevölkerung ausgebreitet? Bayern macht den Bürgern nun ein ungewöhnliches Angebot.

 Bayern will als erstes Bundesland Corona-Tests für alle einführen - auch für Menschen ohne Symptome und ohne besonders hohes Infektionsrisiko. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kündigte am Sonntag eine «Corona-Testoffensive» an. «Allen Bürgerinnen und Bürgern Bayerns wird deshalb zeitnah angeboten, sich bei einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen zu lassen.» Die Kosten will der Freistaat übernehmen, soweit sie nicht etwa von der Krankenkasse getragen werden. Die Mitwirkung der Hausärzte sei freiwillig, teilte eine Ministeriumssprecherin mit. Bei den Tests handelt es sich um sogenannte PCR-Tests, die eine akute Infektion nachweisen können und nicht etwa um Antikörper-Tests, die zeigen, ob jemand zu einem früheren Zeitpunkt schon eine Corona-Infektion durchgemacht hat. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) regierte zurückhaltend auf die Pläne aus Bayern. «Umfangreiches Testen ist sinnvoll, insbesondere um regionale Ausbrüche schnell einzudämmen. Dazu haben wir das Testkonzept des Bundes bereits vor Wochen angepasst», sagte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zusätzliche Testangebote durch die Länder könnten das ergänzen. «Allerdings ist ein Test immer nur eine Momentaufnahme. Er darf nicht in falscher Sicherheit wiegen.»

Deutlicher wurde die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Karin Maag (CDU). Sie hält das bayerische Vorhaben für einen Fehler. «Wenn ich ganz frisch infiziert bin, schlägt der Test noch nicht an. Unmittelbar nach dem Test weiß ich, ob ich positiv beziehungsweise negativ getestet wurde, ich kann mich aber in den nächsten Tagen neu anstecken», sagte sie der «Augsburger Allgemeinen» (Montagsausgabe). Aus ihrer Sicht sei es darum sinnvoll, weiter gezielt zu testen, «wo Menschen leben oder arbeiten, die besonders geschützt werden müssen». Der bayerischen Staatsregierung warf sie Vorpreschen vor: «Es wäre schön, wenn sich alle, die sich auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt haben, auch daran hielten.»

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach forderte eine zielgenaue Strategie. Grundsätzlich sei das Vorgehen Bayerns richtig. «Allerdings müssen wir dafür sorgen, dass die richtigen Leute getestet und die Tests selbst billiger werden», sagte Lauterbach der Funke Mediengruppe. Im Herbst seien Massentests nötig. «Neue Studien deuten daraufhin, dass es stärker auf die Häufigkeit der Tests ankommt, in welchen Abständen ich Risikopersonen regelmäßig teste.»

Generell sind in Deutschland inzwischen Corona-Tests in vielen Fällen auch ohne akute Krankheitsanzeichen möglich - besonders in sensiblen Bereichen wie Kliniken, Pflegeheimen, Schulen und Kitas. Spahn hatte vor knapp drei Wochen eine Verordnung verkündet, die dafür eine Reihe zusätzlicher Testmöglichkeiten auf Kassenkosten festlegt. Bis dahin gab es Tests auf Kassenkosten in der Regel nur bei Infektionsverdacht - also wenn man Symptome wie Fieber, Husten, Halsschmerzen oder Geruchs- und Geschmacksstörungen hatte.

Bayern ist aber das erste Bundesland, das Tests für alle vorsieht. «Ein Eckpunkt unseres Bayerischen Testkonzepts ist, dass alle Personen, die auf eine Infektion auf SARS-CoV-2 getestet werden wollen, Gewissheit darüber erhalten sollen, ob sie sich infiziert haben», betonte Huml. Es sei «ein ergänzendes Angebot, das vollständig aus staatlichen Mitteln getragen wird», sagte ein Sprecher auf dpa-Anfrage. 

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Tönnies-Fleischbetrieb im Kreis Gütersloh sehen die Behörden in Nordrhein-Westfalen bisher keine Anzeichen dafür, dass sich das Virus in größerem Umfang unter der übrigen Bevölkerung verbreitet hat. Auch in Bayern soll ein Schwerpunkt der Tests auf Schlachthöfen und Fleischverarbeitungsbetrieben liegen. In 33 weiteren ausgewählten Betrieben sollen die Mitarbeiter reihenweise getestet werden. Bei den ersten Reihentestungen bei 51 Schlachthöfen in Bayern waren laut Ministerium 110 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. 

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte am Wochenende vor einer zweiten Corona-Welle. «Wir müssen wirklich aufpassen», sagte er in einer Videobotschaft. «Wir dürfen nicht riskieren, dass wir sogar noch schneller als befürchtet, vor dem Herbst, eine zweite Welle bekommen, eine schleichende Welle, und überall regionale Lockdowns bekommen.» In der vergangenen Woche sei «unglaublich viel passiert», sagte er mit Blick auf Ausbrüche im Kreis Gütersloh, in Niedersachsen oder Berlin. Darum sei es unangebracht, darüber zu streiten, «ob diese Maßnahmen zuviel oder zu wenig sind» - sondern man müsse «handeln und entscheiden».

Nach Angaben vom Sonntag sind in Bayern bisher 48 290 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden - das sind 41 mehr als am Tag davor. Gestorben sind 2589 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Sonntag (Stand 9.00 Uhr) auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 45 090 Personen.

Bayern

28.06. 16:24

Haseloff pocht auf gemeinsame Corona-Linie von Bund und Ländern

Die Bund-Länder-Einigung zum Umgang mit Reisenden aus Corona-Hotspots hatte nicht lange Bestand. Ministerpräsident Haseloff appelliert an seine Kollegen, im Tross zu bleiben. Bayern prescht derweil mit einer neuen Teststrategie voran.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat am Wochenende an seine Amtskollegen in den anderen Bundesländern appelliert, die vereinbarte Linie bei der Corona-Politik einzuhalten. «Ich bin froh, dass sich alle 16 Länder auf eine gemeinsame Regelung verständigen konnten», sagte Haseloff über die Vereinbarungen zum Umgang mit Reisenden aus Gegenden mit hohem Infektionsgeschehen. 

Thüringen kündigte am Samstag jedoch an, keine derartigen Regelungen einzuführen. «Wir werden kein Einreise- und kein Beherbergungsverbot erlassen», sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Samstag in Erfurt. Thüringen habe dazu bei der Bund-Länder-Vereinbarung zum Reiseverkehr eine entsprechende Protokollerklärung abgegeben.

Haseloff rief seinen Thüringer Amtskollegen daraufhin dennoch auf, der vereinbarten Linie zu folgen. «Ich appelliere an alle Beteiligten, an diesem Kompromiss festzuhalten», sagte Haseloff mit Blick auf die Ankündigung Thüringens. «Nur so kann ein Flickenteppich in Deutschland gerade in den reiseintensiven Sommermonaten verhindert werden», sagte Haseloff. 

Während Thüringen ankündigte, von Reisenden aus Corona-Hotspots keine Testergebnisse zu fordern, kündigte Bayern an, seine Test-Strategie massiv auszuweiten: Der Freistaat will künftig jedem, der sich auf das neuartige Coronavirus testen lassen möchte, einen kostenlosen Test ermöglichen. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kündigte an, dass sich zeitnah alle Bürger auch ohne Symptome testen lassen können. Die Kosten will die Landesregierung übernehmen, soweit sie nicht etwa von der Krankenkasse getragen werden.

Am Freitag hatten sich Bund und Länder auf eine gemeinsame Linie beim Umgang mit Reisenden aus Gegenden mit hohem Infektionsgeschehen geeinigt. Demnach dürfen diese nur dann in Hotels und Ferienwohnungen untergebracht werden oder ohne Quarantänemaßnahme in ein Land einreisen, wenn sie mit einem ärztlichen Attest nachweisen, dass sie keine Infektion haben. 

Das Attest «muss sich auf eine molekularbiologische Testung stützen, die höchstens 48 Stunden vor der Anreise vorgenommen worden ist», hieß es. Als hohes Infektionsgeschehen gelten mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage. Sachsen-Anhalt setzte die Einigung bereits am Freitag in Form einer Allgemeinverfügung durch das Landesverwaltungsamt um.

Auch Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) sagte, dass ein Reiseverbot die Ausbreitung des neuartigen Virus eindämmen könne, warnte aber vor einer Stigmatisierung der Gäste aus betroffenen Regionen. «Gerade als Reiseland Sachsen-Anhalt sollten wir uns vor jeglicher Diskriminierung von Gästen aus Risikogebieten hüten», sagte Willingmann der Deutschen Presse-Agentur. «Und bedenken, die Pandemie ist nicht vorüber: 

Corona kann jeden treffen.»

Ähnliche Warnungen kamen aus der Hotelbranche. «Menschen dürfen nicht diskriminiert werden, nur weil sie aus einer bestimmten Gegend kommen», sagte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Sachsen-Anhalt, Michael Schmidt, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. «Es ist wichtig, dass es jetzt einheitliche Regeln gibt und nicht jedes Bundesland seine eigenen erlässt», sagte der Hotelier. «So gibt es für alle klare Vorgaben und wir müssen uns nicht rechtfertigen.» Dennoch rechnet Schmidt damit, dass nicht alle Gäste die Vorgaben einsehen. «Es wird trotzdem Diskussionen geben, da bin ich mir sicher.» 

Die getroffenen Regelungen seien aber vernünftig. «Um die Pandemie einzudämmen und jetzt nicht wieder durch Reisen auszubreiten ist die Maßnahme nachvollziehbar», sagte Schmidt. Der Verbandspräsident forderte, die Wirksamkeit der Maßnahmen regelmäßig zu überprüfen.

Die Situation seiner Verbandsmitglieder gut einen Monat nach dem Ende der Beschränkungen für Hotels und Restaurants sei unterschiedlich, sagte Schmidt. «Die Übernachtungszahlen liegen noch nicht wieder auf dem Niveau von vor der Krise, aber sie sind gut.» Auffällig sei, dass die Gäste seit der Krise längere Aufenthalte in Sachsen-Anhalt buchten als davor. Nicht so positiv fällt der Befund für die Restaurants aus. Vor allem die Abstandsregeln machten den Wirten zu schaffen, außerdem hätten Menschen Angst vor einer Ansteckung und seien generell zurückhaltender. «Wenn Gäste kommen, dann meistens allein oder zu zweit. Aber die großen Gruppen bleiben aus und die bringen sonst einen Großteil des Umsatzes.»

Deutschland

28.06. 14:58

Trotz Corona: Bis zu 10 000 Menschen feiern in München an der Isar

Trotz der Corona-Krise haben Tausende Menschen am Wochenende in München gefeiert. In der Nacht von Freitag auf Samstag hätten sich in Spitzenzeiten bis zu 10 000 Menschen an der Isar aufgehalten, teilte die Polizei am Sonntag mit. Von Samstag auf Sonntag seien es rund 5000 gewesen. Den Angaben zufolge blieb alles friedlich.

Etwas anders sah es auf der als Feiermeile vor allem nach Fußball-Erfolgen bekannt gewordenen Leopoldstraße aus. Dort wurde der Polizei am frühen Sonntagmorgen «eine größere Anzahl aggressiver Personen» gemeldet. Die rückte nach eigenen Angaben «mit hohem Kräfteeinsatz an» und traf dort auf rund 200 bis 300 Menschen. Bei aggressiv Auftretenden stellten die Polizisten die Personalien fest, zudem sprachen sie mehrere Platzverweise aus. Zwei Menschen wurden wegen Beleidigung der Einsatzkräfte angezeigt. 

Auch an beliebten Plätzen in der Innenstadt wie dem Gärtnerplatz und dem Wedekindplatz in Schwabing war es nach Polizeiangaben voll. Weil wegen der Pandemie Clubs nach wie vor geschlossen sind, verlagert sich das Partygeschehen in München zunehmend auf die Straßen und an die Isar. Dort war es auch in früheren Jahren am Wochenende oft so voll, so laut und so dreckig, dass Anwohner sich beschwerten. 

Am Samstag um kurz vor Mitternacht mussten Polizisten Feierfreudige auf dem Gärtnerplatz dazu bewegen, diesen zu verlassen. Der Grund: «massive Lärmbelästigung der Anwohner, Vermüllung des Gärtnerplatzes sowie der nicht mehr einzuhaltenden Infektionsschutzvorschriften». Probleme habe es dabei nicht gegeben, teilte die Polizei mit. Sie meldete «keinerlei Störungen oder Aggressionen» und zog folgende Bilanz: «Insgesamt blieb es an den Partyörtlichkeiten bis auf eine nicht ungewöhnliche Anzahl wochenendtypischer Delikte, wie Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz friedlich.»

Bayern

28.06. 14:04

Nach Corona-Ausbruch steht Asylbewerberunterkunft unter Quarantäne

Mehrere Bewohner einer Asylbewerberunterkunft im Landkreis Starnberg sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. «Nachdem die insgesamt 33 Bewohner in der Unterkunft viele Berührungspunkte haben, wurde die komplette Anlage unter Quarantäne gestellt», teilte das Landratsamt mit. Bis Samstagabend seien 16 Bewohner positiv auf das Virus getestet worden. Sie seien in eine Isoliereinrichtung in Wackersberg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) verlegt worden. Der erste positive Fall sei am Donnerstag bekannt geworden. 

Da zehn Infizierte bei einem Cateringunternehmen im Landkreis arbeiteten, musste die Firma vorsorglich ihren Betrieb für 14 Tage einstellen. Für alle Mitarbeiter wurden Tests angeordnet. 

Bayern

28.06. 13:19

Zehn Millionen Corna-Fälle weltweit

Weltweit haben sich mittlerweile fast zehn Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das zeigen Daten der Johns-Hopkins-Universität. Über 2,5 Millionen Fälle wurden in den USA registriert. In Deutschland waren es bislang gut 190.000. Für die weltweite Forschung nach Impfstoffen und Behandlungsmethoden kamen bei einem Spendenmarathon bis gestern insgesamt rund 16 Milliarden Euro zusammen.

WELT

28.06. 13:06

Staatstheater Nürnberg schickt Ensemble in Corona-Quarantäne

Das Staatstheater Nürnberg hat sein Schauspiel-Ensemble in Corona-Quarantäne geschickt. Grund ist eine Infektion in der Familie eines Ensemble-Mitgliedes, wie das Staatstheater am Wochenende mitteilte. Ein «Großteil unseres Schauspiel-Ensembles» sei gebeten worden, «sich präventiv in häusliche Quarantäne zu begeben und die Räume des Staatstheaters vorerst nicht mehr zu betreten». Eine offizielle Anordnung des Gesundheitsamtes gebe es aber nicht. Der Proben- und Vorstellungsbetrieb in der Schauspielsparte wurde bis auf Weiteres ausgesetzt. Auch die für diesen Montag geplante Premiere von «Das Schloss» fällt darum aus.  

Bayern

28.06. 12:38

Bisher kein neuer positiver Befund  nach Massentestung bei der Firma Donautal

Am Freitag wurden bei der zweiten Reihentestung bei der Firma Donautal in Bogen rund 800 Beschäftigte aus allen Bereichen getestet. Bis zum Sonntagmittag sind am Gesundheitsamt 397 Testergebnisse aus dem LGL-Labor eingetroffen. Dabei gab es 396 negative Testergebnisse. Lediglich eine Person aus dem Landkreis Deggendorf, die bereits in der Vergangenheit positiv getestet wurde, wies erneut einen positiven Befund auf.

Die restlichen der rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden am Montag getestet. Weitere Testergebnisse der Freitagstestung, sind frühestens am Sonntagabend zu erwarten.

Niederbayern

28.06. 12:16

200 Menschen feiern trotz Corona-Regeln in Disco

Trotz der Auflagen zur Bekämpfung des Coronavirus haben in Meßkirch im Kreis Sigmaringen etwa 200 Menschen in einer Disco gefeiert. Nach Polizeiangaben vom Sonntag trugen weder die Gäste noch das Personal einen Mund-Nasen-Schutz. Auch der Mindestabstand von 1,50 Meter sei wegen der Enge nicht eingehalten worden. Daher sei die Disco in der Nacht zum Sonntag geräumt worden. Der Betreiber muss mit einer Anzeige rechnen.

Die Landesregierung hat seit Mitte März mehrere Corona-Verordnungen erlassen, um das Virus in den Griff zu bekommen. Bislang hat die Polizei in Baden-Württemberg rund 29 000 Verstöße gegen die Regeln registriert. Nach Angaben des Innenministeriums schritten die Beamten in rund 22 000 Fällen ein, weil sich zu viele Menschen in der Öffentlichkeit trafen. Rund 2000 Mal wurden Verstöße wie Partys und andere unzulässige Privatveranstaltungen angezeigt

Deutschland

28.06. 10:47

Bayern will Kosten für flächendeckende Corona-Tests übernehmen

Der Freistaat Bayern will die Kosten für flächendeckende Corona-Tests übernehmen. «Der Freistaat übernimmt hier die Kosten sowohl für die ärztliche Leistung (Abstrich) als auch für die Laborkosten», teilte das Gesundheitsministerium in München auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag mit.

Sollte allerdings ein Anspruch auf Kostenerstattung durch eine andere Stelle wie beispielsweise eine Krankenkasse bestehen, sei «diese Leistung vorrangig in Anspruch zu nehmen». In allen anderen Fällen zahle der Freistaat. Es sei «ein ergänzendes Angebot, das vollständig aus staatlichen Mitteln getragen wird», sagte ein Sprecher.

In Bayern soll sich künftig jeder auf das Corona-Virus testen lassen können - ganz unabhängig davon, ob er Symptome hat. Die Tests sollen «massiv» ausgeweitet werden, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag in München erklärte. Sie kündigte eine «Corona-Testoffensive» an: «Allen Bürgerinnen und Bürgern Bayerns wird deshalb zeitnah angeboten, sich bei einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen zu lassen.» Das konkrete Testkonzept soll in der kommenden Woche vorgestellt werden.

Bayern

28.06. 09:39

Regensburger Bismarckplatz erneut abgesperrt

Letzte Nacht hat die Polizei, wie schon am Freitag, erneut den Regensburger Bismarckplatz kurzzeitig gesperrt. Es waren einfach zu viele Menschen an dem beliebten Treffpunkt, der Hygieneabstand konnte so nicht eingehalten werden. Laut Polizei lief aber alles friedlich ab, problematische Vorfälle habe es nicht gegeben. Nach etwas mehr als einer Stunde wurde der Zugang zum Bismarckplatz  wieder frei gegeben.

Regensburg Stadt

28.06. 08:43

Bayern will Corona-Tests «massiv» ausweiten

 

Jeder soll sich in Bayern auf das Corona-Virus testen lassen können - ganz unabhängig davon, ob er Symptome hat oder nicht. Aus Sicht von Gesundheitsministerin Melanie Huml ist das der beste Weg, eine Ausbreitung zu verhindern - und auch neue Maßnahmen.

München (dpa/lby) - Bayern will deutlich mehr Corona-Tests durchführen als bisher. Sie sollen insgesamt «massiv» ausgeweitet werden, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag in München sagte. Sie kündigte eine «Corona-Testoffensive» an. 

«Ein Eckpunkt unseres Bayerischen Testkonzepts ist, dass alle Personen, die auf eine Infektion auf SARS-CoV-2 getestet werden wollen, Gewissheit darüber erhalten sollen, ob sie sich infiziert haben», betonte Huml. «Allen Bürgerinnen und Bürgern Bayerns wird deshalb zeitnah angeboten, sich bei einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen zu lassen.» Menschen mit Symptomen, bei denen ein Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung besteht, sollen allerdings Vorrang haben. 

Ein Schwerpunkt der Tests soll auf Schlachthöfen und Fleischverarbeitungsbetrieben liegen. Ziel sei, «größeren Ausbruchsgeschehen wie in Gütersloh vorzubeugen», sagte die Gesundheitsministerin. 

In 33 weiteren ausgewählten Fleischbetrieben, darunter 9 Schlachthöfe, 12 Zerlegebetriebe und 12 Betriebe, die Fleisch- oder Wurstwaren herstellen, sollen die Mitarbeiter reihenweise getestet werden. «Dabei wollen wir auch herausfinden, ob die hohe körperliche Belastung oder die Arbeit bei ungünstigen Klimabedingungen mögliche weitere Risikofaktoren für eine Corona-Infektion darstellen», sagte Huml.

Bei den ersten umfassenden Corona-Reihentestungen von Mitarbeitern an 51 Schlachthöfen in Bayern waren nach Ministeriumsangaben insgesamt 110 Menschen positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. 

«Die Ergebnisse zeigen, dass die Reihentestungen ein richtiger Schritt waren», sagte Huml. «Damit gab es die Möglichkeit, unerkannte erkrankte Personen zu entdecken und damit die Entstehung von Infektionsketten zu verhindern.» Unter den 33 Betrieben, die nun getestet werden sollen, sind 9 Schlachthöfe, bei denen die Mitarbeiter bereits in der ersten Untersuchungswelle getestet worden waren.

Die Testergebnisse hätten geholfen, einen regionalen Lockdown zu verhindern, betonte Huml. Darum sollen auch die Tests in Pflege- und Seniorenheimen, in Krankenhäusern sowie bei Lehrern und Erziehern ausgeweitet werden. 

Bayern

27.06. 14:50

Große Spendensammlung für Corona- Impfstoff

Der Spendenmarathon für den Kampf gegen die Corona-Pandemie geht in den Endspurt. Bei einer Konferenz am Nachmittag sollen unter anderem Kanzlerin Merkel, Frankreichs Präsident Macron und UN-Generalsekretär Guterres sprechen. Am Abend ist dann ein großes Online-Konzert mit Stars wie Shakira, Justin Bieber und Coldplay geplant. Bei der Veranstaltung sollen Milliarden für Corona-Tests und Impfstoffe gesammelt werden.

WELT

27.06. 13:07

Bilanz der Polizei Regensburg zum gestrigen Freitag

 

 Der gestrige Freitagabend (26. Juni 2020) lockte mit schönen Temperaturen viele Menschen auf Regensburgs Straßen. Stadt und Polizei appellierten an die Vernunft der Nachtschwärmer, die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Im Rahmen der Kampagne „Fair feiern!“ wurde auch um rücksichtvolles Feier- und Lärmverhalten gebeten. Gestern nahmen der Kommunale Ordnungsservice der Stadt Regensburg (KOS) und die Polizei oftmals richtiges Verhalten wahr, jedoch musste mehrere Male auch lenkend eingegriffen werden.

 

Polizei und KOS zeigten auch am gestrigen Freitag wieder verstärkt Präsenz in der Regensburger Innenstadt und vor allem an beliebten Treffpunkten wie der Jahninsel, dem Grieser Spitz oder dem Bismarckplatz. Die Regensburger Polizei wurde zudem durch die Bayerische Bereitschaftspolizei unterstützt.

 

Gegen 20 Uhr befanden sich am Bismarckplatz etwa 350 Personen, wobei viele die vorhandenen Freisitzflächen der Gastronomie nutzten und der Rest sich auf dem Platz verteilte. Die Polizei musste hier selten auf unterschrittene Mindestabstände hinweisen, da sich die Menschen zumeist selbst darum bemühten. Da der Platz über den Abend hinweg steten Zulauf erfuhr und gegen 23.15 Uhr aus infektionsschutzrechtlicher Sicht weitere Personen nicht mehr vertretbar gewesen wären, entschied man sich, wie im Vorfeld angekündigt, zu einer kurzfristigen Sperrung. Der kommunikative Ansatz der Polizei erbrachte die gewünschte Wirkung, sodass es zu keinen Problemen kam und die Abgewiesenen sich in vielen Gesprächen einsichtig zeigten. Gegen 00.30 Uhr konnte dann die Sperrung aufgehoben werden.

 

Auf der Jahninsel und am Grieser Spitz herrschte gegen 18 Uhr ein noch eher geringeres Personenaufkommen von insgesamt etwa 300 Personen, die sich an die Mindestabstände hielten. Über den Abend hinweg kam es auch hier zu einem starken Zulauf. Manche Besucher vergaßen mit steigendem Alkoholpegel die Einhaltung der Abstandsregeln, woraufhin Polizei und KOS das Gespräch suchten und wie am vergangenen Wochenende überwiegend auf Einsicht trafen.

 

Ab 22 Uhr kam es auf dem Grieser Spitz zu vermehrten Lärmbelästigungen und auch Beschwerden von Anwohnern, weshalb der KOS die Besucher zum Verlassen des Platzes aufforderte. Die meisten Personen kamen dieser Aufforderung nach, doch manche sammelten sich in größeren Gruppen und verließen den Platz zunächst nicht. Gegen 22.20 Uhr wurde unvermittelt eine Feuerwerksbatterie gezündet. Der mutmaßliche Verursacher konnte festgestellt werden und muss sich nun wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verantworten. Nach Hinzuziehung der Polizei wurden die etwa 400 verbliebenen Personen gebeten, den Platz zu verlassen und teilweise mussten Platzverweise ausgesprochen werden. Gegen 22.40 Uhr war der Grieser Spitz menschenleer. Hinterlassen wurde eine größere Menge Müll und Abfälle.

 

Zu dieser Zeit befanden sich etwa noch 300 Personen auf der Jahninsel. Auch sie wurden wegen des Lärms zum Verlassen des Platzes aufgefordert. Gegen 23.15 Uhr war auch die Jahninsel leer und an den von der Stadt Regensburg eingesetzten Sicherheitsdienst übergeben.

 

Viele Menschen haben sich rücksichtsvoll in Bezug auf die Abstandsregeln und auf die Anwohner verhalten. Manche jedoch machten ein Einschreiten der Behörden erforderlich, ließen die Plätze verdreckt zurück und brachten Anwohner kurzzeitig um den Schlaf. Den gestrigen Abend nimmt die Polizei deshalb zum Anlass, erneut an das Verantwortungsbewusstsein eines jeden einzelnen Nachtschwärmers zu appellieren:

 

·         Halten Sie Abstand, sie schützen damit sich und Ihre Mitmenschen!

·         Denken Sie an die Anwohner und verhalten Sie sich gerade abends leise!

·         Jeder möchte das wunderschöne Regensburg genießen, bitte lassen Sie ihren Abfall nicht liegen!

 

Die Maßnahmen werden am Samstag fortgesetzt.

Regensburg Stadt

27.06. 10:02

Grundschule in Göppingen wegen Coronavirus geschlossen

Eine Grundschule in Göppingen ist wegen des Coronavirus geschlossen worden. Bei einem Kind, das die Schule besuche, sei eine Infektion mit dem Virus festgestellt worden, teilte ein Sprecher der Stadt Göppingen am Freitagabend mit. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt bleibe die Grundschule daher bis einschließlich Mittwoch geschlossen. An diesem Samstag sollten Schüler und Lehrer auf das Coronavirus getestet werden. An der Uhland-Grundschule werden rund 250 Schüler in zwölf Klassen unterrichtet, wie auf der Internetseite der Stadt zu lesen ist.

Seit Mitte Juni gibt es an allen Schulen im Südwesten einen Unterricht im Schichtbetrieb im Wechsel mit dem Fernunterricht und mit einem abgespeckten Stundenplan. An diesem Montag sollen Kitas und Grundschulen in eine Art Regelbetrieb starten. Das Abstandsgebot in den Einrichtungen wird dann fallen. Die grün-schwarze Landesregierung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) stützt sich dabei auf eine Studie mit Kindern bis zu zehn Jahren. Sie hat ergeben, dass Kinder keine Treiber der Corona-Infektionen sind.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte nicht ausgeschlossen, dass Kitas und Grundschulen wieder geschlossen werden müssen, falls es Corona-Infektionsherde gibt. Ob es sich bei der Uhland-Schule um die erste Schule in Baden-Württemberg handelt, die wegen des Virus wieder schließen musste, war zunächst unklar.

Deutschland

27.06. 08:57

Söder lässt Opposition abblitzen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die wiederholten Oppositions-Forderungen nach einer verpflichtenden Mitsprache des Landtags bei Corona-Verordnungen zurückgewiesen. Es gebe in der bayerischen Verfassung klare verfassungsrechtliche Zuständigkeiten zwischen Exekutive und Legislative: «In Notzeiten muss die Exekutive handeln. Das hat die Staatsregierung gemäß ihrem verfassungsrechtlichen Auftrag getan», sagte Söder der «Passauer Neuen Presse» (Samstag). Dabei habe es jederzeit einen Austausch mit dem Parlament gegeben. Das Infektionsschutzgesetz oder der Nachtragshaushalt seien im Landtag beschlossen worden, und die Regierung habe immer wieder auch Ideen der Opposition aufgegriffen. 

«Selbstverständlich beteiligt die Staatsregierung auch das Parlament. Die parlamentarische Demokratie in Bayern hat sich auch in der Krise gut bewährt», sagte der Ministerpräsident. Er betonte aber auch: «In der Not geht es um schnelle Handlungsfähigkeit. So ist die Rechtslage und so wird in allen anderen Bundesländern auch verfahren.»

FDP, SPD und Grüne hatten zuletzt - jeweils mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen - eine Mitsprache und Zustimmungspflicht des Landtags bei Corona-Verordnungen oder eine eigene Corona-Kommission gefordert, die das Regierungshandeln in Corona-Zeiten parlamentarisch kontrollieren soll. Aber auch die Fraktion der Freien Wähler, die zusammen mit der CSU regieren, hatte zuletzt ein Positionspapier vorgelegt. Darin fordern auch sie, «die Entscheidung über grundrechtseinschränkende Maßnahmen künftig dem Bayerischen Landtag als demokratisch legitimiertes Gesetzgebungsorgan vorzubehalten beziehungsweise unter Beteiligung des Bayerischen Landtags zu treffen».
 

Bayern

27.06. 08:06

Corona könnte Bayern im Juni mehr als 300 000 Arbeitslose bringen

 Die Zahl der Arbeitslosen im Juni könnte die Grenze von 300 000 sprengen. Wegen der Corona-Krise werde auch im Juni die saisonale Belebung auf dem Arbeitsmarkt ausfallen, stattdessen dürfte die Zahl der Arbeitslosen von zuletzt 290 000 noch einmal steigen, sagte ein Arbeitsmarktexperte im bayerischen Arbeitsministerium der Deutschen Presse-Agentur. Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit gibt ihre Juni-Zahlen für Bayern am 2. Juli bekannt. 

Weiterhin sei es die Kurzarbeit, die einen größeren Einbruch auf dem Arbeitsmarkt verhindere. Gegenwärtig hätten in Bayern 140 000 Betriebe für rund zwei Millionen Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2009 waren in ganz Deutschland maximal 1,44 Millionen Menschen in Kurzarbeit. «Das Instrument der Kurzarbeit wird noch lange eine Rolle spielen», sagte der Experte. Es könne aber auch passieren, dass der schon begonnene Stellenabbau auch Kurzarbeiter treffe oder zu Insolvenzen führe. Die Lage sei angespannt. «Wir stecken in einer tiefen Rezession», sagte er. 

Die jüngsten Ergebnisse von Studien zum Konsumklima seien vorsichtig optimistisch gewesen. «Sie lassen ein Licht am Ende des Tunnels erkennen», betonte er. Allerdings: In einigen Branchen kommt die Corona-Krise in einer ohnehin schwierigen Situation. Die in Bayern besonders wichtigen Automobilbauer und ihre Zulieferer seien schon mit Problemen in die Krise hineingegangen. «Das hat sich massiv verstärkt», sagte der Fachmann. 

Bayern

27.06. 07:55

ÖDP sammelt auch im Netz Unterschriften für Corona-Bürgerrat

Die ÖDP hat mit dem Volksbegehren zur Bienenrettung gezeigt, dass sie auch als kleine Partei machtvoll wirken kann. Nun will sie die Corona-Politik von Söder & Co. unter die Lupe nehmen lassen - von Bürgern. Doch die Pandemie erschwert das Unterschriftensammeln:

Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) will die Corona-Politik der Staatsregierung von einem Bürgerrat überprüfen lassen - und verlagert ihre Unterschriftensammlung zur Einsetzung einer sogenannten Enquetekommission im Landtag nun ins Netz. Die Corona-Beschränkungen hätten die seit etwa einem Monat laufende Unterschriftensammlung im öffentlichen Raum von Beginn an wesentlich erschwert, sagte Thomas Prudlo, Chef der Münchner ÖDP und Initiator der Petition. Deswegen könnten die Unterschriften bis zum Ende der Petition am 31. Juli nun auch online abgegeben werden. Zur Zahl der bislang eingegangen Unterschriften machte Prudlo keine Angaben.

Die Petition setzt für die Besetzung des parlamentarischen Gremiums nicht auf Abgeordnete der im Landtag vertretenen Fraktionen, sondern auf ein Losverfahren für 60 interessierte Bürger. So will die ÖDP eine möglichst sachliche und offene Diskussion anstoßen, die nicht durch den üblichen Parteiendiskurs geprägt sein soll.

Nach der starken Dominanz der Exekutiven in den letzten Monaten ist es laut ÖDP «an der Zeit, die Demokratie wieder zu entfalten» und die Bürger am Diskurs zu beteiligen. Ein Bürgerrat sei demnach ein transparentes demokratisches Instrument, das ohne Lobbyinteressen agiere. Bürgerräte gibt es schon in Frankreich, Irland, Kanada, Schottland und England. In Deutschland gibt es sie noch nicht.

Die ÖDP ist als kleine Partei nicht im bayerischen Landtag vertreten. Dass sie trotzdem Einfluss auf die Politik der Staatsregierung nehmen kann, hat das Rekord-Volksbegehren «Rettet die Bienen» gezeigt, das die ÖDP 2019 initiiert hatte und das mehr als 1,7 Millionen Unterschriften (18,3 Prozent der Stimmberechtigten) erreichte. Mit der Annahme des Volksbegehrens wendeten Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und die schwarz-orange Koalition einen Volksentscheid ab.

Bayern

27.06. 07:54

Überregional

27.06. 07:37

Alle zwölf Kontaktpersonen zweier Donautal-Mitarbeiter negativ

Nach den positiven Tests zweier asymptomatischer Donautal-Mitarbeiter im Laufe dieser Woche wurden am Donnerstag die zwölf Kontaktpersonen der Kategorie 1 getestet. Sämtliche Testergebnisse sind negativ ausgefallen, die Laborergebnisse sind am späten Freitagnachmittag beim Gesundheitsamt eingetroffen.

Wie bereits gestern vermeldet hatten beide Mitarbeiter seit längerem keinen Kontakt im Betrieb selbst. Ein Mitarbeiter wurde direkt nach seiner Rückkehr aus dem Heimaturlaub getestet, der zweite war bereits seit einiger Zeit vor dem positiven Test nicht mehr in der Firma.

Unabhängig davon hat am Freitag die zweite Reihentestung aller Arbeitnehmer im Umfeld der Firma Donautal unter Beteiligung von Mitarbeitern des Landratsamtes und des Gesundheitsamtes begonnen. Mit ersten Laborergebnissen ist voraussichtlich ab Sonntag, 28. Juni, zu rechnen. Die restlichen Testungen werden am Montag vorgenommen.

Niederbayern

27.06. 06:53

Corona-Ausbruch bei Tönnies hat Folgen bis nach Bayern

 

Der Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies in Nordrhein-Westfalen macht auch bayerischen Bauern Sorgen. Vor allem der vorübergehende Stopp von Schlachtungen in den Tönnies-Standorten Kempten und Bamberg macht sich bemerkbar und führt zu einer Kettenreaktion, die bis zu den Kälberzüchtern durchschlägt. «Die Bullen gehen zögerlicher aus den Ställen, der ganze Markt ist dadurch irgendwo gebremst», sagte der Geschäftsführer der Allgäuer Herdebuchgesellschaft, Thomas Bechteler. Dadurch sei auch die Nachfrage nach Kälbern zur Mast im Moment eingeschränkt. Bei einem Unternehmen wie Tönnies, das enorme Mengen schlachte, habe das von einer Woche auf die andere Auswirkungen.

Im Allgäu gehört der Tönnies-Standort Kempten zu den wichtigen Betrieben. «Wir schlachten normalerweise ein Viertel unserer Rinder dort», sagte der Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Schlachtvieh Allgäu, Berthold Kirchmaier. Doch bisher lässt sich das Problem für die 5000 Betriebe der Gemeinschaft lösen: «Die Tiere bringen wir stattdessen nach Buchloe», so Kirchmaier. Dort werde ohnehin der überwiegende Anteil der im Schnitt 600 bis 700 Rinder pro Woche geschlachtet. Bei dem Betrieb der Firma Vion Deutschland heißt es, man übernehme zusätzliche Schlachtungen «im Rahmen des Möglichen».

Finanziell macht sich der Wechsel nach Buchloe bisher nicht bemerkbar, wie Kirchmaier sagte. Daher bereitet die aktuelle Situation ihm zwar zusätzliche Arbeit, aber noch keine größeren Sorgen. «Bei uns bleiben auch keine Tiere stehen», betonte er. «Aber ich hoffe schon, dass der Schlachthof in Kempten nächste Woche wieder aufmacht. Irgendwann muss man wieder schlachten.» Sicher sei aber, dass der Betrieb noch bis Mittwoch geschlossen bleibe.

Nun kommt es also darauf an, wann die Schlachthöfe wieder öffnen. Bei Tönnies war dazu zunächst niemand zu erreichen. «Ein Problem ist es dann, wenn die Situation länger so bleibt», sagte ein Sprecher des bayerischen Bauernverbands. Auch er betonte aber: «Auf ein paar Tage hin oder her ist man nicht angewiesen.» Zudem verweist auch der Sprecher auf die Möglichkeit, die Tiere zu anderen Schlachthöfen zu bringen. «Da gibt es schon noch Kapazitäten.»

Bei der bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft geht man davon aus, dass die Schließungen Auswirkungen auf den Markt in Bayern haben werden. Ob und wie weit sie sich auf die Schlachtvieh-Preise auswirken werden, ist im Moment allerdings noch offen, diese ermittelt die Landesanstalt nur wöchentlich. Zuletzt hatten sich noch keine Auswirkungen gezeigt.

Ein Grund dafür, dass ein Corona-Ausbruch in Nordrhein-Westfalen Schockwellen bis nach Bayern schicken kann, sind die Strukturen mit immer größeren Schlachtbetrieben. Diese seien über Jahrzehnte gewachsen, auch durch striktere Standards, wie Bechteler von der Herdebuchgesellschaft sagte. Viele kleine Betriebe hätten geschlossen. «Wenn man das heute wieder aufbauen will, braucht man enorme Investitionen», betonte er. «Wir beobachten zwar eine Tendenz der Betriebe in Richtung regionale Vermarktung», aber noch existiere das «im Kopf mehr als in der Realität».

Bayern

26.06. 18:54

Neue Corona-Reisebeschränkungen


Bund und Länder haben sich auf neue Corona Reisebeschränkungen geeinigt. Das
geht aus einem Beschluss des Bundeskanzleramts und der Staats- und
Senatskanzleien der Länder hervor. Demnach dürfen Reisende aus einem Landkreis
mit hohem Corona-Infektionszahlen nur dann in einem Hotel untergebracht werden,
wenn ein ärztliches Zeugnis bestätigt, dass sie keine Infektion haben. Der Test
darf höchstens 48 Stunden alt sein. 

Deutschland

26.06. 15:57

Spendenaktion für Gillamoos-Schausteller

Der Abensberger Stadtverband schlägt Alarm: Die Pandemie hat verheerende Folgen für Jahrmärkte, denn zahlreiche Betriebe des Reisegewerbes stehen derzeit vor dem Nichts. Die Lage ist dramatisch, ohne Schausteller und Markkaufleute verlöre der Gillamoos schließlich seine Seele. Zeit, ein Herz für den Gillamoos zu zeigen, findet der Stadtverband und hofft auf viele Gleichgesinnte.

Die Bierzelte sind beliebt, aber sie allein machen noch keinen Gillamoos. Charakteristisch ist der klassische Warenmarkt, den es schon im Mittelalter gegeben hat. Die Stände prägen die Atmosphäre bis heute, aber die Marktkaufleute kämpfen schon länger im Wettbewerb mit der Übermacht des Onlinehandels. Die Schaustellerei ist dagegen direkt ein junges Festelement, sie entwickelte sich ab dem 19. Jahrhundert. Einige Betriebe, wie etwa die Familie Richter mit ihrem Kasperltheater oder die Familie Kreis mit der Schiffschaukel, sind seit über 150 Jahren auf dem Gillamoos. Viele weitere Betriebe kommen seit mehr als 50 Jahren alljährlich gerne wieder. Die Summe der kleinen und großen Traditionen zahlt auf das familiäre Flair auf der Festwiese ein und trägt zum ganz eigenen Charme des Jahrmarktes bei.

Seit vielen Generationen zaubern Schausteller den Kleinen ein Lächeln ins Gesicht und sorgen dafür, dass die Oma selber wieder zum Kind wird. Und sie zeigen sich karitativ: Der Abensberger Stadtverband sammelt seit Jahrzehnten am Gillamoosfreitag vormittags Fahrchips, Kuscheltiere, Gutscheine etc. bei den Schaustellern auf der Gillamooswiese ein. Sie erweisen sich immer äußerst großzügig, egal ob die Saison für sie gut oder schlecht gelaufen ist. Das Cabrini Zentrum freut sich jedes Jahr über die tollen Geschenke. „Nun ist es an der Zeit, dass wir den Schaustellern etwas zurückgeben,“ meint Anton Kiermeier, der erste Vorsitzende des Stadtverbands. Mit der Spendenaktion will er mit seinem Team die Schausteller und Fieranten unterstützen. Der zweite Vorsitzende Niklas Neumeyer rechnet vor: „Wenn von 15.000 Gillamoos-Freunden jeder nur 10 € spendet, würde jeder der etwa 100 begünstigen Betriebe 1.500 € erhalten … hört sich doch schon mal ganz gut an, oder?“

Spenden funktioniert ganz einfach

Spender überweisen auf eines der Konten von Raiffeisenbank Kreis Kelheim und Kreissparkasse Kelheim. Sie erhalten dafür keinerlei Gegenleistung, auch keine Spendenquittung. Der Stadtverband ist nicht gemeinnützig, er nimmt diese Zahlungen lediglich entgegen. Das heißt, Spender können ihre Spendensumme nicht steuerlich geltend machen. Das Geld bleibt bis zum Gillamoos-Wochenende treuhänderisch auf den Konten des Stadtverbands. Danach wird es via eines fairen Verteilschlüssels gestaffelt an die Empfänger überwiesen. Wer seinen Beitrag in bar leisten möchte, findet demnächst in Abensberg die #gillamoosretten Spendenbox, die auf einer Ape montiert ist. Sie zieht in den kommenden Wochen auf den Plätzen die Blicke der Passanten auf sich und lädt zum Spenden ein.

Die gesamteSpendensumme kommt zu 100 % den zum Gillamoos 2020 zugelassenen Marktkaufleuten und Schaustellern (ausgenommen Festwirte und Imbissbetreiber) zugute, die beim Stadtverband einen entsprechendenAntrag stellen. Das Team vom Stadtverband ist sich sicher, dass viele Herzen für den Gillamoos schlagen. Jetzt hat jeder die Chance, dies auch zu zeigen und einen Beitrag am Projekt #gillamoosretten zu leisten. Denn wie heißt es so schön: In guten wie in schlechten Zeiten …

Kelheim

26.06. 13:33

Neue Coronavirus-Infektionen im Kreis Neumarkt bestätigt 

 

Im Landkreis Neumarkt sind zwei neue Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. 

Aktuell sind damit neun mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl* der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 405.

* Als „genesen“ werden die Personen bezeichnet, die aus der Quarantäne entlassen wurden. Die Gesamtzahl der Fälle beinhaltet auch verstorbene (19) und genesene (377) Personen.

Neumarkt

26.06. 08:44

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 456 positive Fälle (keine Veränderung zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 25.06.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). 418 Personen (+ 1 zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 92 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

26.06. 05:47

Spahn warnt vor Diskriminierung

Bundesgesundheitsminister Spahn warnt davor, Menschen aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf wegen der Corona-Infektionen dort vorzuverurteilen. Sie seien teils beschimpft, ihre Autos zerkratzt worden. Das sei falsch, so Spahn in den "Funke"-Zeitungen. Unter anderem Bayern und Baden-Württemberg wollen Urlauber aus Ostwestfalen nur noch mit negativem Corona-Test beherbergen.

Deutschland

26.06. 05:45

"Krisenstab Corona" wird aufgelöst

Seit mittlerweile zehn Tagen ist der Katastrophenfall wegen der Corona-Krise in Bayern aufgehoben. Heute tagt der „Krisenstab Corona“ im Landkreis Cham zum letzten Mal. Er hat in den vergangenen Wochen regelmäßig die Corona-Lage erfasst, bewertet und Aufgaben koordiniert. Geleitet wurde der Krisenstab von Landrat Franz Löffler. In Zukunft werden alle Themen rund um Corona im regulären Tagesablauf im Landratsamt abgearbeitet. 

Cham

26.06. 05:44

Erneut großer Corona-Test in Schlachterei in Bogen

Bei der Hähnchen-Großschlachterei Donautal im niederbayerischen Bogen beginnen heute erneut Corona-Massentests. Alle rund 1.000 Beschäftigten sollen bis Montag untersucht werden, meldet das Straubinger Landratsamt. Grund für die Tests sind zwei Mitarbeiter, die positiv auf Corona getestet wurden. Mehrere Kontaktpersonen sind deshalb bereits in Quarantäne. Bei dem Schlachtbetrieb in Bogen waren bereits Mitte Mai rund 100 Corona-Fälle aufgetreten.

Niederbayern

26.06. 05:43

Corona-Kontrollen am Wochenende in Regensburg

Auch an diesem Wochenende gibt es in Regensburg wieder verstärkte Corona-Kontrollen auf öffentlichen Plätzen. Damit wollen Stadt und Polizei verhindern, dass es zu großen Ansammlungen kommt. Das war in der vergangenen Zeit unter anderem am Bismarckplatz der Fall. Polizeibeamte und kommunaler Ordnungsservice wollen bei Verstößen gegen den Mindestabstand vor allem das Gespräch suchen. Bei zu vielen Menschen auf einem Fleck können Plätze auch kurzfristig gesperrt werden.

Regensburg Stadt

26.06. 05:43

Westbad öffnet Innenbereich

Pünktlich zum Wochenende öffnet das Regensburger Westbad auch innen wieder. Bisher war nur der Außenbereich für die Badegäste nutzbar, das ändert sich ab morgen. Dann dürfen auch insgesamt 800 Besucher ins Westbad, bislang war die Zahl auf 500 begrenzt. Die Saunalandschaft bleibt weiterhin geschlossen. Das Regensburger Hallenbad ist dagegen aktuell nur für Sportvereine geöffnet.

Regensburg Stadt

25.06. 18:18

Gemeinsame Maßnahmen der Stadt Regensburg und der Polizei werden am kommenden Wochenende fortgeführt

Zum vergangenen Wochenende appellierten die Stadt Regensburg und die Regensburger Polizei an die Menschen in Regensburg zur Vermeidung von Ansammlungen und Einhaltung des Mindestabstands. Gemeinsam beschlossene, ergänzende Maßnahmen werden am kommenden Wochenende fortgeführt.

Das schöne und warme Wetter lockt auch in der Corona-Zeit viele Bürgerinnen und Bürger gerade am Wochenende auf Regensburgs Straßen und Plätze. Durch effektive Maßnahmen der Bayerischen Staatsregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie konnte die Ausbreitung des Virus bislang erfolgreich eingedämmt werden. Gewisse Präventionsmaßnahmen, wie die Einhaltung des Mindestabstands und die Vermeidung größerer Ansammlungen, sind weiterhin unverzichtbar.

Am vorletzten Wochenende wurden diese Verhaltensregeln an manchen Straßen und Plätzen Regensburgs teilweise deutlich missachtet. Durch Ansammlungen steigt immer noch erheblich die Gefahr einer gleichzeitigen Ansteckung vieler Personen und sie stellen ein Risiko dar, das durch richtiges Verhalten vermeidbar ist.

Ein solches Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung möchten die Stadt Regensburg und die Regensburger Polizei dringend vermeiden. Es kommt dabei auf das richtige Verhalten eines jeden Einzelnen an, weshalb die Sicherheitsbehörden wiederholt an das Verantwortungsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger appellieren.

Bereits am vergangenen Wochenende (19. bis 21. Juni 2020) setzten die Stadt Regensburg und die Polizei gemeinsam verschiedene Maßnahmen im Kontext der aktuell geltenden Infektionsschutzvorschriften um. Witterungsbedingt herrschte ein vergleichsmäßig geringeres Personenaufkommen. Nur in wenigen Fällen musste eingeschritten werden, wobei die Einsatzkräfte generell auf breites Verständnis trafen und auch Dank für ihre Arbeit erhielten.

Auch am kommenden Wochenende werden die Regensburger Polizei und der Kommunale Ordnungsservice (KOS) der Stadt Regensburg wieder in der Stadt unterwegs sein.

Sollte es in bestimmten Bereichen der Stadt zu Ansammlungen kommen, werden die Einsatzkräfte das Gespräch suchen und gegebenenfalls lenkend eingreifen. Wenn es erforderlich wird, kann es im Einzelfall auch kurzfristig zu vorübergehenden Sperrungen von betroffenen Örtlichkeiten kommen. Die Einsatzkräfte bitten deshalb bereits im Vorfeld, stark besuchte Orte im Sinne der Gesundheit aller Menschen in Regensburg zu meiden und den Mindestabstand von 1,5 Meter, der uneingeschränkt weiter gilt, einzuhalten.

Um dies zu unterstützen, hat das Gartenamt der Stadt Regensburg bereits vor dem letzten Wochenende beispielsweise am Bismarckplatz große Pflanzgefäße aufgestellt, die den Platz unterteilen und für größere Distanz zwischen den Gruppen sorgen. Zwei großflächige Transparente hängen als Erinnerung an die geltenden Abstandsregeln am Gebäude des Theaters sowie am Haus der Musik. Die Stadt Regensburg hat außerdem an anliegende Gastronomiebetriebe Plakate verteilt, die an den Ausgabestellen von Speisen und Getränken, an Türen oder Fenstern auf die Abstandsregeln hinweisen.

 

Regensburg Stadt

25.06. 15:52

Seit drei Wochen keine neuen Corona-Fälle im Landkreis Schwandorf


Heute vor drei Wochen, am 4. Juni, war die bislang letzte Neuinfektion mit dem Coronavirus zu vermelden. Die Gesamtbilanz sieht aktuell so aus:

bestätigte Infektionen             508

Genesene                                  487

Fall noch aktiv                               2

Verstorbene                                19

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 0,00.

Informationen zum Coronavirus sind auf der Homepage https://corona.landkreis-schwandorf.de zusammengefasst.

 

Schwandorf

25.06. 14:00

Neue Coronavirus-Infektionen im Landkreis Neumarkt bestätigt 

 

Im Landkreis Neumarkt sind drei Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. 

Aktuell sind damit sieben mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl* der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 403.

* Als „genesen“ werden die Personen bezeichnet, die aus der Quarantäne entlassen wurden. Die Gesamtzahl der Fälle beinhaltet auch verstorbene (19) und genesene (377) Personen.

 

Neumarkt

25.06. 13:12

Klöckner will mehr dezentrale Schlachtbetriebe
 

Nach den jüngsten Corona-Ausbrüchen in großen Schlachtbetrieben fordert  Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) ein Umdenken in der Branche. Klöckner sagte der "Saarbrücker Zeitung" (Freitag): "Ich bin der Auffassung, dass wir künftig wieder mehr dezentrale Betriebe brauchen, und es sie auch geben wird."

Die Größe der jetzigen Unternehmen habe Auswirkungen auf die Ausbreitung des Virus. "Die Corona-Krise wirkt in der Schlachtbranche wie in vielen anderen Bereichen als Brennglas", betonte Klöckner. Momentan herrsche durch das Delegieren auf Subunternehmer "in weiten Teilen organisierte Verantwortungslosigkeit - zu Lasten der Beschäftigten. Dabei kann und wird es nicht bleiben."

An diesem Freitag lädt Klöckner Tierhalter, Schlachtereien, Ernährungswirtschaft und Lebensmittelhandel zu einem Branchengespräch Fleisch ein, um die Lage am Markt zu erörtern.

 

Deutschland

25.06. 08:55

Digitale Info-Veranstaltung an Uni Regensburg

Damit Abiturienten auch in Corona-Zeiten wissen, wie sie sich an der Uni-Regensburg bewerben können, setzt die Uni jetzt auf das Internet. Auf ihrer Seite bietet sie dazu spezielle Internet-Seminare, sogenannte Webinare, an. Dort sollen zum Beispiel die Fragen „Wie komme ich an einen Studienplatz?“ oder „Wie und wo muss ich mich bewerben und welche Fristen sollte ich nicht verpassen?“ beantwortet werden. Diese Webinare finden an vier Tagen im Juli statt. Eine Übersicht und den Link dazu gibt’s auf charivari.com.

Regensburg Stadt

25.06. 08:53

Unterstützung für Schulen

Auch die Schulen im Landkreis Regensburg profitieren von einem Sonderbudget des Bayerischen Kultusministeriums. Über 300.000 Euro fließen insgesamt an die Schulen, teilte der Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt jetzt mit. Mit dem Geld sollen Laptops und Tablets für das sogenannte „Homeschooling“ angeschafft werden. Die Geräte werden dann an Familien verliehen, die über keine geeignete Ausstattung verfügen, so Gotthardt.

Regensburg Land

25.06. 08:52

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 456 positive Fälle (+ 2 zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 24.06.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). 417 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 91 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

24.06. 18:23

Corona-Antikörper-Studie in Straubing geplant

In Straubing wird es eine große Corona-Antikörper-Studie geben. Ab August sollen rund 2.000 Straubinger getestet werden. Das hat das Robert Koch-Institut jetzt bekanntgegeben. Bei den Tests wird ein Rachenabstrich gemacht und Blut abgenommen. Ziel ist es mögliche Antikörper zu bestimmen und zu schauen, wie weit sich das Virus überhaupt ausgebreitet hat. Bisher werden schon in zwei anderen stark betroffenen Gemeinden solche Studien durchgeführt: In Kupferzell in Baden-Württemberg und in Bad Feilnbach in Oberbayern.

Niederbayern

24.06. 15:19

Eine neue Corona-Infektion im Landkreis Neumarkt
 

Im Landkreis Neumarkt ist ein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden.

Aktuell sind damit vier mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl* der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 400.

* Als „genesen“ werden die Personen bezeichnet, die aus der Quarantäne entlassen wurden. Die Gesamtzahl der Fälle beinhaltet auch verstorbene (19) und genesene (377) Personen.

Derzeit freuen wir uns alle über jede Lockerung der Einschränkungen. Der Landkreis Neumarkt i.d.OPf. weist daraufhin, dass zum Schutz vor Ansteckung das Abstandsgebot von 1,5 m und die Maskenpflicht weiterhin für uns alle gelten. Lediglich Kinder bis zum sechsten Geburtstag und Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung, aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist, sind von der Tragepflicht befreit (www.stmgp.bayern.de).

Neumarkt

24.06. 14:02

Wie umgehen mit Urlaubern aus deutschen Corona-Hotspots?


Nach einer Telefon-Konferenz der Landesgesundheitsminister zeichnet sich keine bundesweite
Quarantäne-Regelung ab. Schleswig-Holstein will Risiko-Touristen nach der
Einreise zwei Wochen in Quarantäne schicken. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern
lassen sie nicht mehr übernachten, wenn sie keinen negativen Corona-Test
vorlegen.

Deutschland

24.06. 12:50

Mensa daheim: Studentenwerk setzt Aprilscherz in Realität um

Vor ein paar Jahren sorgte die Idee noch für Lacher - als Aprilscherz: Studenten lassen sich das Mensa-Essen nach Hause oder sogar direkt in den Hörsaal liefern. Nun setzt das Regensburger Studentenwerk in der Corona-Krise die einstige Witzidee in die Realität um. An den Hochschulstandorten in Niederbayern und der Oberpfalz gibt es jetzt den «Mensa-to-go-Lieferdienst».

Studierende und Bedienstete der Hochschulen und Universitäten in Regensburg, Passau, Landshut und Deggendorf können künftig Mensa-Essen in heimischer Atmosphäre genießen. Ob die Idee Schule macht, ist noch fraglich. Andere Studentenwerke beobachten die Initiative aus Ostbayern und warten zumeist erst einmal ab. In einzelnen Städten wie Hamburg werden Lieferdienste aber auch bereits konkret geprüft.  

Die Urheberschaft für das neue Angebot kann indes das Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim für sich reklamieren. Dieses hatte bereits vor vier Jahren verkündet, als «deutschlandweit erstes Studierendenwerk einen eigenen Lieferdienst» gegründet zu haben. Doch der Blick auf das Datum der Veröffentlichung - 1. April 2016 - machte klar, dass das Angebot «Mensa Delivery» nur ein Scherz war.

«Wir meinen es ernst», sagt nun Nicolas Müller vom Regensburger Studentenwerk. Er geht davon aus, dass der neue Service bundesweit einmalig ist. Seit einigen Wochen läuft das Projekt bereits. Nachdem mittlerweile auch der Internet-Bestellshop fertig programmiert ist, will das Studentenwerk den Lieferdienst nun offensiv vermarkten.

Müller berichtet von einer deutlich steigenden Tendenz der täglichen Bestellungen. Am Anfang seien es etwa ein Dutzend gewesen, mittlerweile orderten rund 60 Interessierte Gerichte wie Reibekuchen mit Apfelmus oder auch klassische Pizzen. «Von unserer Seite aus geht da noch sehr viel mehr», sagt er. Dreistellig solle die Zahl der Kunden pro Tag auf jeden Fall werden.

Der Mindestbestellwert für das Studentenessen liegt bei fünf Euro und die meisten Gerichte müssen noch daheim erwärmt werden. Die Bestellungen werden durch studentische Fahrradkuriere oder auch von Mitarbeitern mit Autos ausgeliefert.

Angesichts der Corona-Pandemie mussten die meisten Studentenwerke in Deutschland zuletzt ihr Angebot an Speisen drastisch herunterfahren, so wie andere Gastronomiebetriebe auch. Die Mensen blieben geschlossen oder boten nur einen Abholservice an - «Mensa to go» gibt es daher allerorten, einen Lieferdienst aber nicht.

Das Angebot zur Heimlieferung passt natürlich dazu, dass derzeit auch die Studenten die meisten Vorlesungen und Seminare nur online mit dem Notebook zuhause absolvieren können. Doch das Regensburger Studentenwerk will das Angebot später beibehalten, wenn die Krise vorbei ist und der Lehrbetrieb wieder zentral in den Hochschulgebäuden stattfindet.

Auch in Erlangen soll es bald zumindest einen Wohnheim-Lieferdienst geben. «Wir starten das in Kürze in zwei bis drei Studentenwohnanlagen», erklärt Uwe Scheer, Pressesprecher des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg. Bei einem darüber hinausgehenden Lieferservice bleiben die Franken aber skeptisch.

Ähnlich sieht es beim Studentenwerk in Augsburg aus. «Eine Lieferung nach Hause ist derzeit nicht geplant», sagt Michael Noghero, Sprecher des Augsburger Studentenwerks. Für solch ein Angebot seien Investitionen nötig und das Regensburger Modell sei auch nicht einfach auf andere Städte zu übertragen, gibt er zu bedenken.

Auch in München soll es keinen Mensa-Lieferdienst geben. Studentenwerks-Sprecherin Sophie Plessing verweist über die weit verzweigten Hochschulstandorte in und um die Landeshauptstadt und die hohe Dichte an anderen Lieferdiensten. «Auch ist es für Studierende, die daheim arbeiten, am günstigsten, sich selbst eine Mahlzeit zuzubereiten», sagt sie.

In Hamburg bringt bereits ein «Food Truck» als mobiler Verkaufsstand Klassiker wie Currywurst, Schnitzel und Pommes zu Wohnheimen oder den Hochschulgebäuden. Jürgen Allemeyer, Geschäftsführer des Studierendenwerks Hamburg, sieht zudem das Potenzial von ganz individuellen Angeboten. «Wir werden auch Liefer- und Bestelldienste prüfen, um Studierende beim Home-Studying und Hochschulbedienstete beim Home Office zu unterstützen», kündigt er an.

Klaus Wilsberg vom Kölner Studierendenwerk findet, dass der Lieferdienst eine «prima Sache» sei. «Warum nicht? Das kann man machen», sagt er. Auch in Köln sei dies bereits diskutiert worden, schon vor der Pandemie. Aktuell werde in der rheinischen Metropole die Idee aber nicht konkret verfolgt.

In Baden-Württemberg wird ebenfalls interessiert beobachtet, wie in Bayern der ehemalige Aprilscherz aus Tübingen ankommt. «Wir wünschen den Kolleginnen und Kollegen in jedem Fall viel Erfolg mit diesem besonderen Angebot», sagt Tilmann Beetz vom Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim, das derzeit ebenfalls keinen eigenen Lieferdienst plant. Ob ein solcher Service Erfolg habe, liege an vielen Rahmenbedingungen wie der Ausrüstung für einen sicheren und schnellen Lebensmitteltransport oder den individuellen örtlichen Gegebenheiten, meint Beetz.

Bayern

24.06. 10:10

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 454 positive Fälle (keine Veränderung zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 23.06.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). 417 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 92 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

24.06. 10:09

Ohne Maske zum Wertstoffhof im Landkreis Amberg-Sulzbach

Ab kommenden Samstag, den 27. Juni, gilt für die Benutzer und Mitarbeiter der Wertstoffhöfe im Landkreis Amberg-Sulzbach keine Maskenpflicht mehr. „Nach der derzeit gültigen Sechsten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf Wertstoffhöfen damit bis auf Weiteres aufgehoben“, teilt Robert Graf, Leiter des Amtes für Abfallwirtschaft am Landratsamt mit. Wer zur Sicherheit dennoch eine Maske tragen möchte, könne dies selbstverständlich gerne tun, betont Graf. Auch die Einlassbeschränkungen auf den Wertstoffhöfen sind ab Samstag obsolet. Vielmehr müssen die Benutzer darauf achten, dass sie einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Das gleiche gilt für die Beschäftigten auf den Wertstoffhöfen.

Oberpfalz

24.06. 09:19

Zuschuss für Ausbildungs-Unternehmen

Wenn Unternehmen trotz Corona-Belastungen weiter ausbilden, könnten sie schon bald einen finanziellen Zuschuss dafür bekommen. Das Kabinett will heute eine sogenannte "Ausbildungsprämie" für kleine und mittelständische Unternehmen auf den Weg bringen. Firmen, die weiter wie bisher ausbilden, sollen 2.000 Euro pro Ausbildungsstelle mit Vertragsabschluss im Jahr 2020 bekommen.

Deutschland

24.06. 09:16

Corona-Lockdown zu spät

Der Corona-Lockdown in den Kreisen Gütersloh und Warendorf in NRW kommt zu spät. Das sagte der Virologe Alexander Kekule der "ARD". Es sei eine Chance verpasst worden, eine Weiterverbreitung zu verhindern. Seit Mitternacht gelten für die beiden Landkreise wieder strengere Auflagen. Ein Werk des Fleischverarbeiters Tönnies im Kreis Gütersloh gilt als Ausgangspunkt des Ausbruchs, auch im Nachbarkreis wohnen viele Tönnies-Mitarbeiter.

Deutschland

23.06. 16:51

Landkreis Amberg-Sulzbach zieht Corona-Bilanz


Donnerstag, 5. März 2020. An diesem Tag begann „eine neue Zeitrechnung“ am Landratsamt Amberg-Sulzbach. Der erste Fall einer Infektion mit dem Coronavirus wurde im Landkreis bestätigt. Eine Frau hatte sich damals vermutlich beim Skifahren in Südtirol mit dem Virus angesteckt. Ab diesem Tag sollten 3 Monate folgen, in denen das Leben für Landrat Richard Reisinger, seine Mitarbeiter und die ganze Bevölkerung nahezu komplett auf den Kopf gestellt wurde.

„Relativ schnell nach der ersten Infektion im Landkreis war klar, dass es zum Teil schmerzliche Einschnitte in unserem Alltag geben wird“, erinnert sich der Landkreischef an die Anfänge. Erste spürbare Auswirkungen waren die Absagen der Sportlerehrung, die für 13. März geplant gewesen wäre, und des Seniorennachmittags, der planmäßig am 20. März über die Bühne hätte gehen sollen. Als „konsequent und absolut richtig“ sieht Reisinger heute mit Abstand seine Entscheidungen. „Das wären Veranstaltungen mit mehreren hundert Menschen gewesen, zum Teil Risikogruppen, da hätten wir bei uns im Landkreis womöglich einen Hotspot hervorgerufen, wenn wir das durchgezogen hätten“, ist sich Reisinger sicher.

Auch so war der Katastrophenfall eine „echte Bewährungsprobe, die unsere FüGK mit Abteilungsleiterin Laura Hofmann an der Spitze ausgezeichnet gemeistert hat“, schickt der Landkreischef sein Lob an die Leiterin, aber auch an die vielen Mitarbeiter, die im Hintergrund äußerst engagiert agiert haben.

Allen voran das Gesundheitsamt, bei dem die Telefone an 7 Tagen in der Woche nicht mehr still standen. „Das war alles andere als Routinebetrieb“, weiß Reisinger das Wirken von Gesundheitsamt-Leiter Dr. Roland Brey und dessen Team zu schätzen. Um die Arbeit bewältigen zu können, wurde zusätzliches Personal vom Landratsamt abgestellt, später richtete das Bayerische Gesundheitsministerium Contact Tracing Teams zur Rückverfolgung von Infektionsketten ein.

Auch externe Fachberater von Technischem Hilfswerk (THW), Bayerischem Roten Kreuz (BRK), Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Bundeswehr, Polizei und Feuerwehr oder der Ärztliche Leiter der FüGK Dr. Marc Bigalke und Versorgungsarzt Dr. Michael Scherer hätten viele Stunden am Landratsamt verbracht und einen großen Anteil an der guten Bewältigung dieser Herausforderung gehabt, so Reisinger.

Auch ein Bürgertelefon wurde zeitnah installiert, um Anliegen und Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu beantworten. Bis Pfingsten war das Bürgertelefon in Betrieb, mehr als 1.600 Anrufe gingen in diesem Zeitraum ein.  Vor allem im Umfeld von Pressekonferenzen der Bayerischen Staatsregierung hatte die Bevölkerung den Drang das Bürgertelefon, das zum Teil mit 3 Mitarbeitern des Landratsamtes besetzt war, zu kontaktieren. „Da haben die Menschen schon während der Pressekonferenz bei uns angerufen und wollten mehr wissen, obwohl wir selbst keinen Wissensvorsprung gegenüber der Bevölkerung hatten“, erinnert sich Reisinger.

„Ich bin stolz auf mein Team und die externen Helfer. Das waren viele kleine Zahnrädchen, die ineinandergegriffen und die große Maschine zum Laufen gebracht haben“, so der Landrat im Gespräch. Zahlen belegen dies: Insgesamt waren rund 80 Menschen in der FüGK und am Gesundheitsamt während des Katastrophenfalls beschäftigt, zum Teil rund um die Uhr. Einsatzzeit: weit mehr als 10.000 Stunden. „Meine Mitarbeiter und unsere externen Fachberater haben sich in den vergangenen 3 Monaten für unsere Landkreisbevölkerung mächtig ins Zeug gelegt und sind zum Teil bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gegangen“, lobte Reisinger das herausragende Engagement seiner Mitarbeiter.

Hier schließt Reisinger ausdrücklich auch die Mitarbeiter des Kommunalunternehmens Krankenhäuser des Landkreises Amberg-Sulzbach ein. Wir haben in der Vergangenheit immer die Bedeutung unserer Krankenhäuser hervorgehoben. Wie wichtig kleinere Krankenhäuser im ländlichen Raum sind, hat sich nun in der Krise gezeigt. „Unser St. Anna Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg und die St. Johannes Klinik in Auerbach waren wichtige Mosaiksteine im großen Ganzen“, so Reisinger.

Aber auch die Bevölkerung habe ihren Teil zum Gelingen beigetragen. Im Hintergrund wurden Masken genäht, bildeten sich private Nachbarschaftshilfen oder ähnliches. Da habe sich gezeigt, dass das soziale Miteinander im Landkreis Amberg-Sulzbach funktioniert, so der Landkreischef. „Eine humanitäre Gesellschaft lebt vom sozialen Miteinander und beweist ihre innere Qualität in der Fürsorge für die Ärmsten und Schwächsten.“

Seit Pfingstsonntag, 31. Mai gab es im Landkreis Amberg-Sulzbach nun keine Neuinfektionen mehr. Stand heute (23. Juni) haben sich seit Anfang März 496 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 53 Menschen starben am oder mit dem Coronavirus.

Damit sich die Situation trotz der zahlreichen Lockerungen nicht wieder verschlechtert, ruft Landrat Richard Reisinger die Bevölkerung weiter zur Vernunft auf. „Wir haben es selbst in der Hand“, so der Landkreischef. Auch nach weiteren Lockerungen von Seiten der Bayerischen Staatsregierung heiße es in den kommenden Wochen und Monaten Abstand halten, Mund-Nasen-Masken tragen und auf die Hygiene zu achten, um die Zahl der Infektionen möglichst gering zu halten.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder rechnet dennoch nach neuesten Medienberichten mit einer zweiten Welle der Coronapandemie. In diesem Fall würde die Führungsgruppe Katastrophenschutz am Landratsamt Amberg-Sulzbach wieder ihre Arbeit aufnehmen, jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter das Beste geben, sodass auch dann die vielen kleinen Zahnrädchen ineinandergreifen und den Landkreis am Laufen halten würden.

Bayern

23.06. 16:11

Seit 19 Tagen keine neuen Corona-Fälle im Landkreis Schwandorf


„Die Katastrophe“ ist seit dem 17. Juni um 00:00 Uhr zu Ende. Und der erfreuliche Trend der letzten beiden Wochen hält an. Im Landkreis ist kein neuer Fall bekannt geworden. Seit dem 4. Juni steht die Zahl „508“ für die aktuelle Anzahl der Fälle. Allerdings verbietet es sich, davon sprechen zu wollen, dass der Landkreis Corona-frei sei. Nach wie vor befinden sich Personen in Quarantäne, weil die Erkrankung noch nicht ausgeheilt ist oder weil Kontakt zu einer positiv getesteten Person in einem anderen Landkreis bestand.

Mit dem Ende des Katastrophenfalls hat Staatsminister Joachim Herrmann seinen täglichen Newsletter zu Corona eingestellt. Über 94 Ausgaben hinweg gab es ein tägliches Update, dem viele Leserinnen und Leser die Treue gehalten haben. Noch nicht beendet sind die Infektionsschutzmaßnahmen. Vom 22. Juni bis zum 5. Juli gilt die Sechste Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die Staatsministerin Melanie Huml auf zehn Seiten veröffentlicht hat. Gegliedert sind die Vorgaben in „Allgemeine Regelungen“, „Öffentliches Leben“, „Sport, Spiel, Freizeit“, „Wirtschaftsleben“, „Bildung und Kultur“ und „Schlussvorschriften“ wie etwa Ordnungswidrigkeiten. Die Verordnung ist in unserer eigens für Corona eingerichteten Homepage unter „Dokumente zum Download“ nachzulesen.

Geregelt ist zum Beispiel, dass Spielplätze unter freiem Himmel für Kinder nur in Begleitung von Erwachsenen geöffnet sind. Die begleitenden Erwachsenen sind gehalten, jede Ansammlung zu vermeiden und wo immer möglich auf ausreichenden Abstand der Kinder zu achten.

Das Testzentrum in Nabburg, das am 16. April die ersten Abstriche vorgenommen hat, wurde in einen Stand-by-Modus versetzt. Sollte es eine zweite Corona-Welle geben, kann es sogleich wieder den Betrieb aufnehmen. Das Testzentrum in Schwandorf bleibt mit derzeit drei Tagen pro Woche geöffnet.

Bei der letzten Lagebesprechung der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK), die gestern als Videoschaltung durchgeführt wurde, standen Dankesworte von Landrat Thomas Ebeling und den beteiligten Ärzten und Fachberatern im Vordergrund. Gelobt wurde die positive, hilfreiche und ausgezeichnete Zusammenarbeit in schwierigen Krisenzeiten. Und jeder wusste die herzlichst gemeinte Hoffnung richtig einzuordnen, man möge sich „in dieser Funktion“ nicht wiedersehen. Denn das würde bedeuten, dass der Katastrophenfall nicht erneut ausgerufen werden muss. Angesichts der aktuellen Nachrichtenlage in anderen Bundesländern scheint aber nur eines festzustehen: Corona ist noch nicht vorbei.

Schwandorf

23.06. 14:32

Keine neue Coronavirus-Infektionen im Landkreis Neumarkt 

 

Im Landkreis Neumarkt ist kein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Zwei Personen wurden als genesen* gemeldet.

Aktuell sind damit drei mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl* der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 399.

* Als „genesen“ werden die Personen bezeichnet, die aus der Quarantäne entlassen wurden. Die Gesamtzahl der Fälle beinhaltet auch verstorbene (19) und genesene (377) Personen.

Neumarkt

23.06. 13:46

Bayerns Christbäume haben Corona-Zeit gut überstanden

 

Ergolding (dpa/lby) - Die Preise für Christbäume in Bayern werden heuer nach Einschätzung der Erzeuger konstant bei 18 bis 24 Euro pro Meter bleiben. «Da wird sich im achten Jahr in Folge nichts ändern», prognostizierte der Vorsitzende des Vereins Bayerischer Christbaumanbauer, Thomas Emslander, in Ergolding (Landkreis Landshut) - gut ein halbes Jahr vor Weihnachten. Im Freistaat werden jährlich rund vier Millionen Christbäume verkauft.

Der Regen der vergangenen Wochen sei ausreichend gewesen und der Spätfrost im Mai habe in Nordbayern nur vereinzelt zu Ausfällen geführt, sagte Emslander. Der zweite größte Schadensverursacher sei der Hagel, der etwa mit Sommergewittern kommen könne. «Aber das haben wir alle nicht in der Hand.» Daher bleibe das abzuwarten.

Auch die Pandemie-Zeit hätten die Christbaumanbauer gut überstanden: «Corona hat uns mehr oder weniger nichts anhaben können», sagte der Vereinsvorsitzende. Nur einige größere Betriebe hätten Probleme wegen der Saisonkräfte gehabt. Die Arbeit sei aber zu leisten gewesen.

In die Zeit seien etwa das Anpflanzen neuer Bäume gefallen, aber auch der Formschnitt. «Der liebe Gott lässt den Baum nicht immer so wachsen, wie ihn 75 Prozent der Kunden wollen: schmal und dicht», sagte Emslander der Deutschen Presse-Agentur. Wenn der Leittrieb zu schnell wachse, müsse dieser beispielsweise gekappt werden, damit die neuen Triebe im nächsten Jahr enger stehen: «Dann müssen Sie die Schwiegermutter auf der anderen Seite nicht die ganze Zeit sehen.»

Bis ein Baum marktreif ist, braucht er den Angaben zufolge rund zehn Jahre. Mit 75 bis 80 Prozent sei die Nordmanntanne mit ihren nicht stechenden Nadeln nach wie vor die beliebteste Christbaumart. Die ganze Branche suche aber nach Alternativen, sagte Emslander.

Dabei stehe weniger der Klimawandel und ihm angepasste Pflanzen im Fokus. Vielmehr geht es um Tradition: «Die Fichte früher hat einen ganz anderen Duft im Wohnzimmer verströmt. Die Nordmanntanne ist geschmacksneutral», so Emslander. Hier werde geschaut, welche neuen Arten an die Erinnerungen von damals anknüpfen könnten.

Nun hoffen die Christbaumanbauer, dass die Corona-Epidemie ihnen zum Jahresende keinen Strich durch die Rechnung macht: «Wenn die Leute auf unsere Höfe kommen können, gibt es kein Problem», so Emslander.

Bayern

23.06. 12:47

Regensburger Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer besucht Caritas-Krankenhaus St. Josef und dankt Klinikpersonal

Beim Rundgang standen daher vor allem die Bereiche im Fokus, die in der Corona-Pandemie besonders beansprucht waren und sind: die Isolierstation und die Intensivstation. Auch über die Arbeit in der Notaufnahme und der HBO-Druckkammer informierte sich die Oberbürgermeisterin. Dr. Koch machte deutlich, wie viel Vorbereitung nötig war, und wie das Virus das Haus noch immer beschäftigt. „Wie überall haben auch wir Quarantäne- und Infektionsstationen eingerichtet und unsere intensivmedizinischen Ressourcen verdoppelt. Im ganzen Haus gelten zudem strenge Hygieneregeln.“

Jetzt, wo die Zahl der Neuinfektionen deutlich nachgelassen habe, sei die Klinik dabei, verschobene Operationen und Therapien nachzuholen. „Ein Kraftakt“, wie Dr. Koch sagt. Denn die Warteliste sei immer noch lang. Umso mehr Respekt habe er vor der Leistung des gesamten Teams: „Vom Keller bis zum Dach haben alle mitgeholfen, dass wir die Krise bislang so gut überstanden haben. Jetzt arbeiten alle mit Hochdruck daran, dass es unter immer noch eingeschränkten Rahmenbedingungen gut weitergehen kann.“ Umso mehr freue es ihn, dass sich die Oberbürgermeisterin Zeit für den Besuch genommen und immer wieder interessiert nachgefragt habe. „Das ist für uns ein großes Zeichen der Wertschätzung“, so der Geschäftsführer.

Maltz-Schwarzfischer zeigte sich von dem Blick hinter die Kulissen des Caritas-Krankenhauses St. Josef beeindruckt. Sie dankte dem gesamten Klinikpersonal und betonte: „Die Arbeit in einer Klinik, egal in welchem Bereich, war schon immer von großer Bedeutung für unsere Gesellschaft. Was Sie aber in den letzten Wochen geleistet haben und immer noch leisten, ist von unermesslichem Wert. Dafür möchte ich Ihnen ausdrücklich danken und wünsche Ihnen alles erdenklich Gute und viel Kraft für das, was die nächsten Wochen und Monate noch kommen mag“, sagte die Oberbürgermeisterin abschließend. Sie bat darum, diesen Dank an alle Mitarbeitenden im Josefskrankenhaus weiterzugeben.

Regensburg Stadt

23.06. 09:43

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 454 positive Fälle (keine Veränderung zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 22.06.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). 417 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 92 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

23.06. 06:38

Lockdown in Gütersloh?

Nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies im Kreis Gütersloh zeichnen sich weitere Maßnahmen zur Eindämmung ab. Fachleute des Robert-Koch-Instituts und andere Wissenschaftler seien vor Ort, twitterte NRW-Ministerpräsident Laschet. SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach forderte einen kurzen Lockdown mit massiven Tests in der Region.

Deutschland

23.06. 06:37

Höchste Arbeitslosenzahl seit zehn Jahren

Die Zahl der Arbeitslosen dürfte durch die Corona-Krise diesen Sommer zum ersten Mal seit zehn Jahren über drei Millionen steigen. Das sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Scheele, der "Süddeutschen Zeitung". Damit die Zahl im Herbst wieder sinke, müssten jetzt unter anderem die Lockerungen in der Gastronomie und der Reisebranche wirken, so Scheele.

Deutschland

23.06. 06:36

Corona-Krise sorgt für ungleiche Bildung

Die Corona-Krise hat weltweit ungleiche Chancen auf Bildung noch verschärft. Zu diesem Schluss kommt die Unesco in ihrem Weltbildungsbericht. Dem Bericht nach besuchten 2018 geschätzt mehr als 250 Millionen Kinder und Jugendliche keine Schule. Bundesbildungsministerin Karliczek will heute auch einen Bericht zur Lage des deutschen Bildungssystems vorstellen.

WELT

23.06. 06:12

Söder sagt zweite Corona-Welle voraus

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat davor gewarnt, die Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus leichtfertig zu verspielen. «Dass es eine zweite Welle gibt, da bin ich ganz sicher», sagte der CSU-Chef am Montagabend auf einem Online-Podium der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) in München. Die Ausbrüche in Nordrhein-Westfalen, Peking und anderswo zeigten, dass schon ein Funke genüge. Solange es keinen Impfstoff und kein Medikament gebe, sei die Sache noch nicht gelaufen.

Erwägungen, nach dem Corona-Ausbruch in der Fleischindustrie Leiharbeit und Werkverträge über diese Branche hinaus zu verbieten, lehnte Söder ab. Leiharbeit könne der angeschlagenen Wirtschaft nächstes Jahr sehr helfen. Vbw-Verbandspräsident Wolfram Hatz sagte, im Maschinenbau gehe es nicht ohne Leiharbeit und Werkverträge. Hatz und Söder kritisierten, dass die SPD eine breitere Autokaufprämie im Konjunkturpaket verhindert habe. Das Thema Auto sei noch nicht erledigt, sagte der Ministerpräsident. Aber mit dem Konjunkturpaket sei bereits viel Geld da. Und wegen der kommenden Bundestagswahl dürfte die Politik auch nächstes Jahr einen langen Atem haben. Jetzt im Herbst sei vor allem wichtig, die Verwaltungsverfahren zu beschleunigen und «die Fettschicht, die in der Bürokratie entstanden ist, wegzuschneiden».

Nur mit einem großen Innovationsschub könne Bayern gestärkt aus der Krise hervorgehen. Angesichts der Hightech-Konkurrenz in den USA und China müsse Bayern jetzt einen Technologiesprung machen, forderte Söder.

Bayern

23.06. 06:08

Fahrradprüfungen an Schulen wieder möglich

Das Kultusministerium macht praktische Fahrradprüfungen an den bayerischen Schulen wieder möglich. Kultusminister Michael Piazolo teilte mit: „Ich bin sehr froh, dass endlich wieder Fahrradprüfungen durchgeführt werden können. Für die Sicherheit der Kinder im Verkehr ist das eine sehr gute Nachricht. Ich wünsche mir, dass in den verbleibenden Schulwochen noch so viele Übungseinheiten und so viele Fahrradprüfungen wie möglich durchgeführt werden können.“

Für die rund 100.000 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 4 war wegen der Corona-Pandemie das Ablegen der Prüfungen vorübergehend ausgesetzt worden. Aufgrund der positiven Entwicklungen des Infektionsgeschehens und einem entsprechend neuen Hygienekonzept ist eine solche Prüfung nun wieder zu verantworten. Neben den Fahrradprüfungen kann auch die vorgeschaltete Radfahrausbildung wieder stattfinden. „Ich möchte mich auch ausdrücklich bei der Bayerischen Polizei bedanken, mit der wir seit Jahrzehnten bei der Verkehrserziehung erfolgreich zusammenarbeiten,“ so Minister Piazolo.

Bayern

22.06. 19:07

BRK-Landesvorstand würdigt Einsatz aller Helferinnen und Helfer in der Corona-Krise

Der Landesvorstand des Bayerischen Roten Kreuzes tagte am 22. Juni 2020 erstmalig seit Beginn der Coronavirus-Pandemie in Form einer Videokonferenz. „Als Zeichen der Solidarität und des Dankes ist es dem Landesvorstand ein Anliegen, die Macher in dieser Krise in den Mittelpunkt zu stellen“, so Präsident Theo Zellner, der gemeinsam mit Vizepräsidentin Brigitte Meyer und Vizepräsident Dr. Paul Wengert einen ausführlichen Bericht über die bisherige Bewältigung der Pandemie vorgetragen hat.

Präsident Zellner betont: „Bisher sind wir in Bayern mit einem blauen Auge davon gekommen. Das ist in allererster Linie dem beherzten, umsichtigen und tief solidarischen Einsatz der vielen Pflegerinnen und Pfleger, Retterinnen und Retter im Freistaat zu verdanken.“ Weiterhin lobte Zellner die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem BRK und der Politik bzw. Staatsregierung.

Gleichzeitig bestätigt der Landesvorstand die Forderung des Präsidenten, mehr in den nationalen Katastrophenschutz und somit in die Errichtung von Vorhaltungen medizinischer Güter zu investieren. „Ziel muss sein, ein Wiederholen der Materialknappheit zu vermeiden, die Selbstständigkeit der Bundesrepublik auch bei globalen Krisen herzustellen und langfristig die Stellung jener Beruf zu steigern, die in dieser Krise ihre Systemrelevanz unter Beweis gestellt haben“, so Zellner in der Sitzung des Landesvorstands.

Wesentlich unterstützt durch eigene Beschaffungsanstrengungen des BRK ist es gelungen, die anfängliche Not an Material abzuwenden. Dabei wurden 570 Tonnen Material  auf 1.454 Paletten an alle bayerischen Hilfsorganisationen ausgeliefert. Das entspricht 43 vollbeladenen Sattelzügen.
 

 

Bayern

22.06. 18:33

Bayern in Rot: Leuchtende Gebäude aus Solidarität für die Kultur


Als Zeichen der Solidarität für Kulturschaffende und Veranstalter wollten sich auch Institutionen und Unternehmen in Bayern an der bundesweiten Night of Light beteiligen. Zahlreiche Gebäude würden dazu in der Nacht zum Dienstag rot angeleuchtet werden, erklärten die Initiatoren am Montag. In Rot erstrahlen sollten bayernweit unter anderem der Olympiaturm und die Pinakothek der Moderne in München, die Meistersingerhalle in Nürnberg, der Renaissance-Bau des Augsburger Rathauses, das Theater Regensburg, die Studienkirche oder der Würzburger Dom.

Mit dem Licht-Monument wolle man auf die prekäre Situation der beschäftigten im Kultur- und Veranstaltungsbereich aufmerksam machen, es sei ein flammender Appell und Hilferuf an die Politik zur Rettung, begründeten die Initiatoren im Internet ihre Aktion. Mit dem Verbot von Großveranstaltungen im Zuge der Corona-Pandemie sei einem kompletten Wirtschaftszweig faktisch die Arbeitsgrundlage entzogen worden. «Die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht!»

Bundesweit werden Veranstaltungsorte, Spielstätten, Gebäude und Bauwerke in rund 200 Städten illuminiert. Eindrücke können bei Facebook und Instagram hochgeladen werden, versehen mit dem Schlagwort #nightoflight2020.

 

Bayern

22.06. 16:27

Aktuelle Zahlen zum Coronavirus im Landkreis Cham

Von den insgesamt 430 nachgewiesenen Corona-Fällen im Landkreis Cham gelten zum heutigen Stand (22.06.2020) 409 als genesen. Unter Berücksichtigung der 21 Verstorbenen sind damit aktuell keine infizierten Personen mehr im Landkreis Cham bekannt. Es gibt auch seit 2. Juni keine Neuinfektionen mehr, die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt deshalb unverändert bei 0,00.  Das Gesundheitsamt am Landratsamt Cham testet weiterhin wöchentlich ca. 100 Personen.

 

Cham

22.06. 15:02

Corona-Testzentrum Regensburg geht in Stand-By-Betrieb

Der Katastrophenfall, der aufgrund der Corona-Pandemie am 16. März 2020 ausgerufen worden ist, ist mittlerweile aufgehoben. Die Infektionslage hat sich vorerst entspannt, außerdem verfügen die Arztpraxen wieder über ausreichend Schutzausrüstung. Deshalb geht das Corona-Testzentrum, das im Jahn-Stadion Regensburg eingerichtet wurde, jetzt in den Stand-by-Modus. Alle Testungen werden ab sofort von den niedergelassenen Arztpraxen durchgeführt. Für Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf eine Corona-Infektion ändert sich vorerst nichts: Sie werden gebeten, sich wie bisher telefonisch mit ihrem Hausarzt bzw. ihrer Hausärztin in Verbindung zu setzen, die das weitere Vorgehen mit ihnen besprechen werden.

Regensburg Stadt

22.06. 14:15

Eine neue Corona-Infektion im Landkreis Neumarkt

 

Im Landkreis Neumarkt ist seit Freitag ein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden.

Aktuell sind damit fünf mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl* der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 399.

* Als „genesen“ werden die Personen bezeichnet, die aus der Quarantäne entlassen wurden. Die Gesamtzahl der Fälle beinhaltet auch verstorbene (19) und genesene (375) Personen.

Neumarkt

22.06. 13:06

FDP fordert digitale Endgeräte für alle Schüler und Lehrer

 

Für mehr Chancengleichheit in Bayerns Schulen fordert die Landtags-FDP digitale Endgeräte für alle Schüler und Lehrer. Ein Rechtsanspruch solle garantieren, dass zum kommenden Schuljahr jeder einen Laptop oder ein Tablet zur Verfügung hat.

Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den die FDP-Fraktion am Montag in München vorstellte. «Jedes Kind hat ein Recht auf gute Bildung und dazu gehört heutzutage auch der Rechtsanspruch auf ein digitales Endgerät zur schulischen Nutzung», sagte der bildungspolitische Sprecher der Landtags-FDP, Matthias Fischbach.

Demnach sei besonders in der Corona-Krise deutlich geworden, dass es in der Digitalbildung in Bayern große Versäumnisse gebe. «Wir dürfen nicht länger dabei zusehen, dass Kinder von der Unterrichtsversorgung abgeschnitten sind, weil sie ohne Rechner zu Hause sitzen müssen», forderte Fischbach.

Nach Rechnungen der Bertelsmann Stiftung lägen die jährlichen Kosten je Endgerät bei etwa 300 Euro. Im Freistaat entstünden demnach insgesamt Kosten von rund 285 Millionen Euro, wenn jeder Schüler und Lehrer mit Tablet oder Laptop ausgestattet würde.

Bayern

22.06. 11:30

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 454 positive Fälle (+1 zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 21.06.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim).

417 Personen (+1 zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 92 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

22.06. 09:23

Elf Dinge, die ab heute wieder erlaubt sind:

1. Doppelt so viele Kunden in Geschäften erlaubt

Bislang durften viele Betriebe lediglich eine Person pro 20 Quadratmeter Fläche aufnehmen. Alle diese Geschäfte dürfen nun eine Person pro zehn Quadratmeter Fläche Zutritt gewähren. Es sind also doppelt so viele Kunden erlaubt. Die Regelung gilt etwa für Läden, Freizeiteinrichtungen, Museen und Zoos.

2. Keine zwingende Maskenpflicht mehr für Verkäufer

Mitarbeiter im Kassen- und Thekenbereich sowie an Rezeptionen, die durch transparente Schutzwände (etwa aus Acrylglas) geschützt werden, müssen künftig keine Mund-Nasen-Bedeckung mehr dauerhaft tragen. Abseits davon gilt weiterhin die Maskenpflicht.

3. Gastronomie hat länger offen

Gastronomische Betriebe, die bisher nur bis 22 Uhr öffnen durften, können nun bis maximal 23 Uhr geöffnet bleiben. Dies gilt für den Innen- wie Außenbereich.

4. Mehr Besucher in Kunst und Kultur erlaubt

Aktuell sind bei Veranstaltungen im Kunst- und Kulturbereich bis zu 50 Gäste in Innenräumen und bis zu 100 Gäste im Freien erlaubt. Ab 22. Juni sind bis zu 100 Besucher in Innenräumen erlaubt. Im Freien sind bis zu 200 Besucher möglich.

5. Chorgesang für Laien wieder erlaubt

Chorgesang wird ab dem 22. Juni auch für Laien wieder möglich sein. Voraussetzung sind ein Mindestabstand von zwei Metern, regelmäßige Lüftungsintervalle und eine Begrenzung der Probendauer. Ein konkretes Hygienekonzept wird derzeit aber noch erarbeitet.

6. Hallenbäder und Thermen wieder geöffnet

Hallenbäder, Thermen und Hotelschwimmbäder, Wellness- und Saunaangebote dürfen wieder geöffnet werden. Ein Hygienekonzept wird laut Staatsregierung ausgearbeitet.

7. Weniger Abstand bei Gottesdiensten

Bei Gottesdiensten musste bislang ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden. In Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie in Zusammenkünften anderer anerkannter Glaubensgemeinschaften reicht es künftig, 1,5 Meter Mindestabstand einzuhalten.

8. Hochzeiten, Abschlussfeiern und Vereinssitzungen wieder erlaubt

Veranstaltungen mit einem vorhersehbaren Teilnehmerkreis sind ebenfalls ab dem 22. Juni wieder möglich. Dies gilt explizit für Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern oder Vereinssitzungen. Innen sind bis zu 50 Gäste erlaubt, außen bis zu 100 Gäste.

9. Keine fixe Teilnehmerbeschränkung mehr für Sport

Auch beim Sporttraining entfallen ab 22. Juni einige Beschränkungen. So werden etwa die fixen Obergrenzen für den Outdoor- und Indoor-Sport (bisher lag diese bei lediglich 20 Personen) aufgehoben. Die künftige Teilnehmerbegrenzung ist abhängig von der jeweiligen Raumgröße und der Belüftungsmöglichkeit.

10. Busreisen wieder möglich

Für den Betrieb von Reisebusunternehmen sollen laut Staatsregierung künftig dieselben Regelungen gelten, wie auch im ÖPNV. Es dürfen also unter Einhaltung der Maskenpflicht auf allen Plätzen Fahrgäste sitzen.

11. Gelockerte Besuchsregeln für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Die bisherigen Besuchsbeschränkungen für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sind ab 22. Juni nicht mehr zwingend vorgeschrieben.

„Für die künftigen Besuchsregelungen gilt dabei der Grundsatz der Verantwortung der Träger und Einrichtungen vor Ort“, heißt es dazu von der Staatsregierung.


 

Bayern

22.06. 09:10

Neue Lockerungen in Bayern

Bayern macht einen weiteren Schritt in Richtung Normalität. Ab heute gelten neue Lockerungen der Corona-Beschränkungen - zum Beispiel sind bestimmte Feiern wieder erlaubt. Wenn es eine Familienfeier ist, also zum Beispiel eine Hochzeit oder ein Geburtstag, dann dürfen in Innenräumen jetzt bis zu 50 Personen zusammenkommen, draußen sind sogar bis zu 100 Gäste erlaubt. Partys im Sinne von Discobesuchen o.ä. bleiben aber tabu. Und auch öffentliche Feiern - also Großveranstaltungen wie z.B. Festivals - sind weiterhin verboten.

Außerdem dürfen Hallenbäder, Thermen und die Wellness-Bereiche von Hotels wieder öffnen. Und Geschäfte, Freizeitparks, Museen und Bibliotheken dürfen jetzt wieder mehr Besucher gleichzeitig rein lassen.

Bayern

21.06. 15:55

47 831 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2562 Tote

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 47 831 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2562 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Sonntag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Webseite mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 44 550 Personen.

Bayern

21.06. 12:36

 Corona-Warn-App  bald in fünf weiteren Sprachen 

Eine türkische Version solle in etwa vier Wochen kommen, sagte SAP-Vorstand Müller der "Bild am Sonntag". Außerdem seien Versionen auf Französisch,
Arabisch, Russisch und Rumänisch in Planung. Mehr als zehn Millionen Mal wurde die App bisher heruntergeladen, so Bundesgesundheitsminister Spahn. Das seien mehr Downloads als die Corona-Apps aller anderen EU-Staaten zusammen hätten.

Deutschland

21.06. 11:40

Sondersitzung wegen Corona-Ausbruch bei Tönnies

Nach dem massenhaften Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies, will sich NRW-Ministerpräsident Laschet selbst ein Bild vor Ort machen. Zusammen mit Gesundheitsminister Laumann wolle er sich mit dem Krisenstab des Kreises
treffen. Und: Auch das Kabinett will die Lage heute neu bewerten - in einer Sondersitzung. Die Reihentests der insgesamt 6.500 Mitarbeiter werden unterdessen fortgesetzt. Bisher sind gut 1.000 Infektionen bekannt.
 

Deutschland

21.06. 11:09

Bayerisches Corona-Testkonzept für alle wirft Fragen auf

Mehr als eine Million Mal sind in Bayern schon Menschen auf das Coronavirus getestet worden. Die Staatsregierung hat beschlossen, dass sich künftig jeder untersuchen lassen kann - auch wenn er keine Symptome hat. Die Opposition hat dazu viele Fragen.

 Die Staatsregierung hat die Einführung eines bayerischen Corona-Testkonzepts beschlossen, nach dem sich alle Menschen «so bald wie möglich» auf eine Covid-19-Erkrankung untersuchen lassen können - auch ohne Symptome oder andere Hinweise auf eine mögliche Infektion. Weil dazu noch viele Fragen offen sind, fordert die oppositionelle SPD Angaben etwa zur Kostenübernahme. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums erklärte am Sonntag in München, Details würden derzeit noch erarbeitet. «Es liegt auf der Hand, dass zunächst auch die organisatorischen Vorbereitungen abgeschlossen werden müssen. Dazu zählt unter anderem die Kostenfrage.»

Das Bundesgesundheitsministerium habe eine Verordnung zur Übernahme von Laborkosten im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vorgelegt, führte der Sprecher aus. So könnten etwa Kosten für Tests von Bewohnern ohne Corona-Symptome in Pflegeheimen übernommen werden, was in Bayern ausgeschöpft werden solle. «Allerdings sieht die Bundesverordnung eine GKV-Kostenübernahme nur für die Laborkosten – aber nicht für die Abstrichnahme – sowie nicht für alle asymptomatischen Fälle vor. Die entsprechenden Kostenlücken wird der Freistaat schließen», kündigte der Sprecher an. In den nächsten Tagen würden auf Bundesebene noch offene Einzelheiten der Abrechnung mit den Kassen besprochen. «Sobald alle Fragen dazu geklärt sind, werden wir natürlich das Konzept der Öffentlichkeit vorstellen.»

Die stellvertretende Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Landtag, Ruth Waldmann (SPD), hatte unter anderem hinterfragt, wer die Kosten übernehme, wie die Absprachen mit den Krankenkassen aussähen und wie der Haushalt belastet werde. Außerdem wolle sie den genauen Startpunkt wissen, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Unklar sei auch, wie oft man sich testen lassen können wird.

Teil des am Dienstag vom Kabinett beschlossenen Testkonzepts ist darüber hinaus, dass konkrete Verdachtsfälle mit Symptomen Vorrang bei den Testungen haben. Auch freiwillige Tests in Einrichtungen mit gefährdeten Personengruppen etwa in Pflegeheimen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und Krankenhäusern sollen ausgebaut werden. Gleiches gelte zum Beispiel für Lehrer und Erzieher. 

Aus Sicht der SPD-Gesundheitspolitikerin Waldmann ist aber noch unklar, wie die Tests in die Einrichtungen kommen oder ob Personal und Patienten an zentrale Stellen reisen müssen, ob es Schnelltests sein werden, wo sie ausgewertet werden und welche Behörden zuständig sind. Und sie warf die Frage auf, welches Konzept es für Tests in Schulen und Kitas gebe. «Wer in der Staatsregierung kümmert sich darum? Wann soll das kommen? Ist das freiwillig?», so Waldmann.

Der Ministeriumssprecher erklärte hierzu: «In den Pflegeheimen finden bereits seit Anfang Mai anlassbezogene und präventive Begehungen und Testungen statt.» Ab kommender Woche sollten weitere Reihentestungen beginnen, unter anderem im Landkreis Aichach-Friedberg.

Derweil hat die Zahl der Corona-Tests in Bayern die Millionenmarke überschritten. 1 008 475 Tests auf Sars-CoV-2 sind laut Ministerium bislang durchgeführt worden. «Mittlerweile können wir mehr als 21 000 Tests pro Tag vornehmen», sagte Ressortchefin Melanie Huml (CSU). Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie mehr als 50 private Laboren analysierten die Rachenabstrichtests (PCR-Tests). 

Die große Testkapazität sei wichtig, um Infektionsketten zu durchbrechen und die Verbreitung des Virus zu bremsen, so Ministerin Huml. «Mit unserem Testkonzept, den allgemein geltenden Hygiene- und Abstandsregeln sowie der neuen Corona-Warn-App des Bundes haben wir starke Instrumente geschaffen, um die Verbreitung des Virus weiter einzudämmen», sagte sie. «Daher rufe ich alle Bürgerinnen und Bürger noch einmal auf, auch die neue Warn-App zu nutzen.» Je mehr Menschen sie herunterladen, desto effektiver könnten alle geschützt werden.  

Bayern

21.06. 09:02

Bayern lockert sich: Immer weniger Corona-Beschränkungen

Der Katastrophenfall ist aufgehoben, es kehrt mehr und mehr Entspannung in den Freistaat zurück. Auch wenn sich täglich noch Menschen mit dem Coronavirus infizieren, fährt die Staatsregierung die Gegenmaßnahmen wieder ein wenig herunter.

 Nach drei Monaten im Corona-Ausnahmezustand dürfen sich wieder bis zu zehn Menschen in Bayern im öffentlichen Raum treffen. Im privaten Umfeld gibt es gar keine Beschränkungen mehr. Doch das sind nicht die einzigen Änderungen bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, die die Staatsregierung beschlossen hat. Eine Übersicht, was sich ab Montag im Freistaat ändert:

Kann ich wieder eine größere Party feiern?

Ja - sofern es sich um Familienfeiern wie Hochzeiten oder Geburtstage handelt. Ab Montag sind in Innenräumen bis zu 50 Personen erlaubt, im Freien dürfen es sogar maximal 100 sein. Partys im Sinne eines Discobesuchs bleiben aber tabu. Auch öffentliche Festivitäten fallen unter das Verbot von Großveranstaltungen, das bis Ende August gilt.

Darf unsere Stammtischrunde wieder zusammenkommen?

Ja. Zum einen wurden die Kontaktbeschränkungen gelockert: Seit Mittwoch dürfen zehn Personen im öffentlichen Raum zusammenkommen, die nicht mehr zwingend aus höchstens zwei Haushalten sein müssen. Das Abstandsgebot von 1,5 Metern und die Maskenpflicht gelten aber weiterhin. Zum anderen gelten die Lockerungen für Veranstaltungen beispielsweise auch für Vereinssitzungen.

Kann ich mehr shoppen?

Jein. An den Öffnungszeiten ändert sich nichts, aber es dürfen mehr Menschen in ein Geschäft. Ab Montag können sich in Läden rund doppelt so viele Menschen pro Quadratmeter aufhalten wie bisher. Genau genommen muss der Handel andersrum denken: Zulässig ist eine Person pro zehn Quadratmeter - so kann jeder ausrechnen, wie viele Menschen in sein Geschäft dürfen. Bislang war nur eine Person auf 20 Quadratmetern erlaubt. Die heruntergesetzte Grenze gilt auch in Freizeit- und Kultureinrichtungen wie Museen und Zoos. 

Brauchen Mitarbeiter weiter Masken?

Wenn sie an Kassen oder Theken von Ladengeschäften oder an Rezeptionen sitzen, die etwa durch Glasscheiben zuverlässig geschützt werden, entfällt die Pflicht für eine Mund-Nasen-Bedeckung.

Wo ist Schwimmen möglich?

Freibäder sind schon länger wieder geöffnet. Aber auch wenn das Wetter wieder besser wird, dürfen ab Montag ebenso Hallenbäder, Innenbereiche von Thermen und Hotelschwimmbäder samt Wellness-Bereichen wieder besucht werden. 

Bleiben die Kinos so leer wie bisher?

Das muss nicht sein. Bei Kulturveranstaltungen sind ab Montag wieder mehr Zuschauer erlaubt - in Innenräumen bis zu 100 mit zugewiesenen Sitzplätzen, in Außenbereichen bis zu 200. Auch hier gilt weiterhin die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Verdopplung der Höchstzahl bei den Besuchern soll der Kulturbranche entgegenkommen. Wegen der bisherigen Auflagen waren viele Veranstaltungen für die Organisatoren und Betriebe unwirtschaftlich. 

Was ändert sich im Tourismus?

Auf Campingplätzen sollen wieder gemeinsame Sanitärbereiche genutzt werden dürfen.

Werden die Abstandsregeln für Kirchenbesucher angepasst?

Ja. Für öffentlich zugängliche Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen oder Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften gilt ab Montag ein Mindestabstand zwischen den Teilnehmern von 1,5 Meter und nicht wie bisher von 2 Metern. Für kirchliche Feiern wie Beerdigungen gelten zudem dieselben Teilnehmerzahlen wie für andere Veranstaltungen.

Darf wieder gesungen werden?

Ja. Wegen der Verbreitung der Viruspartikel über sogenannte Aerosole stand das Singen lange in der Kritik. Laien-Chöre dürfen ab Montag aber wieder gemeinsam singen. Hier gilt allerdings ein größerer Sicherheitsabstand von zwei Metern. Außerdem sollen die Proben zeitlich begrenzt werden. Und regelmäßiges Lüften wird Pflicht.

Wie sieht es mit Sport aus?

Ab Montag ist der Lehrgangsbetrieb wieder gestattet. Die bislang geltenden Obergrenzen für den Outdoor- und Indoor-Sport von 20 Personen werden aufgehoben. Die Teilnehmerbegrenzung ist dann abhängig von der Raumgröße und der Art der Belüftung.

Bayern

20.06. 15:21

Landesamt: 47 812 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2563 Tote

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 47 812 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2563 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Webseite mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 44 530 Personen.

Bayern

20.06. 14:42

Polizei Regensburg zieht nach dem Freitag eine erste positive Bilanz

 

 Stadt und Polizei kündigten für dieses Wochenende gemeinsame Maßnahmen zum besseren Infektionsschutz in der Innenstadt an. Für den Freitag kann eine erste positive Bilanz gezogen werden. 

Am Freitag appellierten Stadt und Polizei an die Regensburger, Ansammlungen zu vermeiden und den erforderlichen Mindestabstand einzuhalten. Die Stadt Regensburg unterstützte dies zusätzlich durch die Anbringung eines Transparents aus der „fair feiern“-Kampagne und größerer Pflanzgefäße als natürliche Poller. Der Kommunale Ordnungsservice (KOS) und die Polizei waren im gesamten Innenstadtgebiet, aber auch an beliebten Örtlichkeiten wie der Jahninsel und dem Grieser Spitz präsent. 

Am Bismarckplatz waren gegen 21.00 Uhr etwa 250 Personen anwesend. Die überwiegend in Kleingruppen gekommenen Menschen hielten sich fast ausnahmslos an die notwendigen Mindestabstände. In wenigen Einzelfällen wurden zu geringe Abstände festgestellt, woraufhin Kommunikationsbeamte der Polizei das Gespräch suchten. Die Angesprochenen zeigten sich einsichtig und vergrößerten die Abstände; zu Störungen oder Sperrungen kam es nicht. 

Ab etwa 20.00 Uhr wurde beispielsweise der Grieser Spitz besonders von jüngeren Personen besucht. Der KOS und die Polizei suchten ebenfalls das Gespräch und trafen auch hier auf breites Verständnis und richtiges Verhalten. In zwei Fällen wurden Trinkspiele beendet. Gegen 22.30 Uhr schließlich mussten die Einsatzkräfte aus Lärmschutzgründen dann doch Platzverweise gegen einzelne Personen aussprechen, denen die Betroffenen Folge leisteten. In einem Fall erfolgte eine Anzeige, da nach 22 Uhr trotz Aufforderung eine Musikbox nicht abgeschaltet wurde. Erfreulich war, dass sich insbesondere die Jugendlichen richtig verhielten, sich verständnisvoll zeigten und sich sogar für die Herangehensweise bei den Einsatzkräften bedankten. 

Insgesamt herrschte am Freitag ein eher geringeres Personenaufkommen, was auch auf die verhältnismäßig kühleren Temperaturen zurückzuführen sein dürfte. Dennoch bedanken sich Stadt und Polizei für die bislang gezeigte Einsicht und hoffen auch weiterhin auf ein gesundheitsbewusstes, verantwortungsvolles Verhalten der Bürgerinnen und Bürger. Die Maßnahmen werden am Samstag fortgeführt.

Regensburg Stadt

20.06. 13:13

Frankreich lockert seine Corona-Beschränkungen weiter

Ab 11. Juli dürfen die Stadien wieder öffnen, teilte die Regierung mit. Dann sollen auch Flusskreuzfahrten wieder erlaubt sein. Bereits ab Montag dürfen unter anderem Kinos und Ferienzentren wieder öffnen. Die Kontakt- und Hygieneregeln gelten aber weiter. Und in Spanien endet um Mitternacht der Notstand und das Land öffnet seine Grenzen wieder.

WELT

20.06. 13:12

Heil plant nach Corona-Ausbruch Kontrolloffensive im Fleischsektor

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will nach über 700 Corona-Infektionen im Fleischkonzern Tönnies und Hinweisen auf Verstöße gegen Hygieneauflagen die Kontrollen verschärfen: "Die Mitarbeiter werden in der Pandemie mutwillig einem erheblichen Gesundheitsrisiko ausgesetzt", sagte Heil dem "Tagesspiegel am Sonntag". "Wir werden diese Form des rücksichtslosen Wirtschaftens nicht mehr akzeptieren. Es kann nicht sein, dass Menschen aus Mittel- und Osteuropa in Deutschland ausgebeutet werden, damit skrupellose Firmen milliardenschwere Gewinne einfahren", sagte Heil mit Blick auf Deutschlands größten Schweinefleischunternehmer und geschäftsführenden Gesellschafter Clemens Tönnies.

"Die Arbeitsschutzbehörden und der Zoll werden scharf kontrollieren. Sie werden häufiger prüfen, unter welchen Bedingungen gearbeitet wird, in was für Unterkünften die Beschäftigten wohnen, ob Transporte zur Arbeit so organisiert werden, dass sich nicht zwangsläufig alle anstecken", sagte Heil mit Blick auf die Corona-Ausbrüche. "Leider rächt sich jetzt, dass viele Bundesländer den Arbeitsschutz kleingespart haben. Damit sie wieder mehr Personal einstellen, werden wir vorschreiben, wie oft Betriebe geprüft werden müssen." Im Übrigen müssten verantwortungsbewusste Unternehmen auch eigenständig auf die Idee kommen, für anständige Arbeits-, Wohn und Transportbedingungen zu sorgen.

Heil plant außerdem, ab Januar Werkverträge und Leiharbeit in der Branche zu verbieten, sowie eine digitale Erfassung der Arbeitszeit vorzuschreiben.

Deutschland

20.06. 11:20

Hochzeitsfeiern sind mit Hygieneschutzkonzepten wieder möglich

In Bayern treten ab kommendem Montag, 22. Juni, weitere Erleichterungen im privaten und öffentlichen Bereich in Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen die Corona-Pandemie in Kraft. Darauf haben Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml und Innen- und Sportminister Joachim Herrmann heute hingewiesen. So sind ab 22. Juni wieder Veranstaltungen für ein feststehendes Publikum, wie etwa Hochzeiten, Geburtstage oder Vereinssitzungen und Schulabschlussfeiern mit bis zu 50 Gästen innen und 100 Gästen im Außenbereich möglich. Außerdem können Hallenbäder und die Innenbereiche von Thermen und Hotelschwimmbädern einschließlich der Wellness- und Saunaangebote wieder öffnen.

Ministerin Huml unterstrich: "Die neuen Erleichterungen sind möglich, weil die Corona-Lage in Bayern derzeit erfreulich stabil ist. Dabei bedeutet jede Erleichterung aber auch mehr Verantwortung. Klar ist: Die erforderlichen Abstandsregelungen und Hygienekonzepte müssen immer eingehalten werden."

Innenminister Herrmann: "Wir freuen uns sehr, dass der Katastrophenfall angesichts der positiven Infektions- und Kennzahlen mit Ablauf des 16. Juni 2020 enden konnte. Das ist ein weiterer Schritt zurück zur Normalität. Im Bereich des Sports, der für unser Wohlbefinden sehr wichtig ist, kann ab Montag der Lehrgangsbetrieb – also etwa die Aus- und Fortbildung für Trainer und Übungsleiter – wieder aufgenommen werden. Die bislang geltenden Obergrenzen für den Outdoor- und Indoor-Sport von bisher 20 Personen werden aufgehoben. Es können nun nach Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzeptes auch wieder Duschen und Umkleiden genutzt werden."

Ministerin Huml verwies außerdem auf weitere Erleichterungen, die ab dem 22. Juni gelten: So wird der Chorgesang im Bereich der Laienmusik unter strengen Hygieneauflagen wieder erlaubt. Bei Gottesdiensten wird der notwendige Mindestabstand im Innenbereich von 2 auf 1,5 Meter reduziert und die Maskenpflicht besteht nur noch, solange sich die Besucher nicht an ihrem Platz befinden. Bei Kunst- und Kulturveranstaltungen wird die maximale Besucherzahl von 50/100 (innen/außen) bei Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen auf 100/200 erhöht. Die Beschränkung der Öffnungszeiten der Gastronomie auf 22 Uhr entfällt.

Huml erläuterte: "Wir erleichtern zudem die Arbeitsbedingungen für Menschen an Kassen- und Thekenbereichen von Ladengeschäften oder an Rezeptionen: dort entfällt ab 22. Juni die Maskenpflicht für die Mitarbeiter, soweit durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist. Zudem werden alle Begrenzungen von einer Person pro 20 Quadratmeter Fläche (Geschäfte, Freizeitparks, Führungen, Bäder, Kulturstätten und Bibliotheken) auf eine Person pro 10 Quadratmeter Fläche erleichtert."

Die Ministerin verwies auch auf die seit 17. Juni erweiterten Regelungen zur allgemeinen Kontaktbeschränkung: "Im öffentlichen Raum können sich Familien mit Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstands oder in einer Gruppe von bis zu zehn Personen treffen. Bei privaten Treffen zu Hause gibt es keine Beschränkung auf einen festen Personenkreis oder bei der Anzahl. Hier soll der notwendige Mindestabstand für eine entsprechende Begrenzung sorgen."

Das Abstandsgebot von 1,5 Metern und die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen bleiben unverändert. In geschlossenen Räumen soll für ausreichend Belüftung gesorgt werden.

Huml rief erneut dazu auf, sich an das Mindestabstandsgebot zu anderen Personen zu halten. Die Ministerin betonte: "Es ist sehr wichtig, neue Infektionen möglichst zu vermeiden. Deshalb sollte jeder darauf achten, möglichst einen Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Außerdem bleibt es natürlich bei den üblichen Hygiene-Regeln."

Bayern

20.06. 09:54

Pandemie beschleunigt sich

Auch wenn sich die Corona-Krise in Europa Schritt für Schritt entspannt , die Pandemie ist noch lange nicht vorbei, im Gegenteil. “Die Pandemie beschleunigt sich”, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation am Freitag in Genf. Innerhalb eines Tages seien der WHO mehr als 150.000 neue Infektionen gemeldet worden, so viele wie nie zuvor. Fast die Hälfte seien aus Nord-, Mittel- und Südamerika gemeldet worden, aber hohe Infektions-Zahlen gebe es auch in Südasien und dem Nahen Osten

WELT

20.06. 08:43

Mehr als eine Million Corona-Tests in Bayern 

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Bayern die Tests von möglichen Infizierten massiv ausgebaut. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte am Samstag: „Die Zahl der Corona-Tests in Bayern hat jetzt die Eine-Million-Marke überschritten. Das ist ein großer Erfolg bei dem Ziel, die Pandemie einzudämmen.“

Die Ministerin erläuterte: „Mittlerweile können wir mehr als 21.000 Tests pro Tag vornehmen. Das ist ein wichtiger Fortschritt. Denn um Infektionsketten zu durchbrechen und die Verbreitung des Virus zu bremsen, müssen wir schnell Klarheit bei Verdachtsfällen schaffen.“

Konkret hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bislang in Bayern 1.008.475 PCR-Tests auf SARS-CoV-2 registriert. Die Tests werden vom LGL sowie von mehr als 50 privaten Laboren analysiert. Das LGL hat dabei mit rund 120.000 Tests die meisten Proben auf SARS-CoV-2 untersucht.

Huml betonte: „Um den Schutz der Bevölkerung vor einer Corona-Infektion zu gewährleisten, ist eine hohe Testkapazität unverzichtbar. Auf dieser Strategie bauen wir weiter auf. Deswegen hat der Ministerrat am 16. Juni beschlossen, ein bayerisches Testkonzept einzuführen. Ein Eckpunkt ist, dass alle Menschen, die auf eine COVID-19-Erkrankung getestet werden wollen, Gewissheit darüber erhalten sollen, ob sie sich infiziert haben.“

Dem Konzept zufolge wird allen Bürgern Bayerns so bald wie möglich angeboten, sich bei einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen zu lassen. Dazu werden derzeit die organisatorischen Vorbereitungen getroffen. Symptomatische Verdachtsfälle auf eine COVID-19-Erkrankung sollen wie bisher prioritär getestet werden.

Zudem sollen die freiwilligen Testungen in Einrichtungen mit gefährdeten Personengruppen in Pflege- und Altenheimen, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und in der ambulanten Eingliederungshilfe sowie Krankenhäusern ausgebaut werden. Gleiches gilt für die Testungen von Lehrkräften, Erziehern sowie von Betreuungsrichtern.

Die Ministerin fügte hinzu: „Mit unserem Testkonzept, den allgemein geltenden Hygiene- und Abstandsregeln sowie der neuen Corona-Warn-App des Bundes haben wir starke Instrumente geschaffen, um die Verbreitung des Virus weiter einzudämmen. Daher rufe ich alle Bürgerinnen und Bürger noch einmal auf, auch die neue Warn-App zu nutzen. Denn je mehr Menschen sie herunterladen, desto effektiver können wir uns alle schützen.“

Bayern

20.06. 07:27

 Im Landkreis Gütersloh droh Lockdown

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies schließt die NRW-Landesregierung einen Lockdown in der Region nicht mehr aus. Gestern wurden im Landkreis Gütersloh mehr als 800 Infizierte gemeldet. Viele Tests stehen aber noch aus. Ministerpräsident Laschet sprach von einem bisher nie dagewesene Infektionsgeschehen in Nordrhein-Westfalen. Die Bundeswehr soll jetzt auch mithelfen, die Kontakte von Infizierten zu verfolgen.

Deutschland

20.06. 06:21

Behörde muss Presse ortsgenau Auskunft zu Corona-Zahlen geben

Ein Landratsamt in der Oberpfalz muss Pressevertretern ortsgenau Auskunft über die Zahl positiver Corona-Tests geben. Das hat das Verwaltungsgericht Regensburg auf Antrag der Verlagsgruppe Hof, Coburg, Suhl, Bayreuth (HCSB) angeordnet.

Zuvor habe sich das Landratsamt Tirschenreuth  mit Verweis auf den Datenschutz geweigert, der Redaktion der «Frankenpost» die Zahlen auf Städte und Gemeinden heruntergebrochen zu nennen, teilte der Gesamt-Chefredakteur der HCSB, Marcel Auermann, am Freitag mit. Er werte die Entscheidung als einen «Sieg der Pressefreiheit». Die Bürger hätten ein Recht auf umfassende Information.

Oberpfalz

19.06. 19:28

Gesetzliche Krankenkassen mit Milliarden-Defizit durch Corona


Die gesetzlichen Krankenkassen sind mit einem Milliarden-Defizit ins Jahr

gestartet - und das schon bevor sich die Corona-Krise voll durchgeschlagen hat.

Nach den ersten drei Monaten stand unter Strich ein Minus von 1,3 Milliarden,

teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Belastbare Prognosen - die auch

die Corona-Krise einrechnen - sind laut Gesundheitsminister Spahn erst im

Herbst zu treffen.

Deutschland

19.06. 17:08

Weiterhin keine neuen Corona-Infektionen im Landkreis Schwandorf

 

Fünfzehn Tage ohne neue Infektion - Der erfreuliche Trend der letzten beiden Wochen hält an. Im Landkreis ist kein neuer Fall bekannt geworden.

Ab Montag gelten verschiedene Lockerungen. Für die Gastronomie wird die zulässige Öffnungszeit auf 23 Uhr verlängert. Für alle Geschäfte mit Kundenverkehr, in denen bisher eine Person pro 20 qm Fläche zugelassen war, reichen künftig 10 qm pro Person aus. Der Chorgesang im Bereich der Laienmusik wird wieder zugelassen. Voraussetzung ist ein Mindestabstand der Beteiligten von 2 m, regelmäßige Lüftungsintervalle und eine Begrenzung der Probendauer. Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern oder Vereinssitzungen sind mit bis zu 50 Gästen innen und bis zu 100 Gästen im Freien möglich. Wie betont, gelten all diese Änderungen ab Montag.

Mit der Aufhebung des Katastrophenfalls ergeben sich zahlreiche Änderungen. Die Tätigkeit der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) endet. Die letzte Videokonferenz-Lagebesprechung mit allen bisher Beteiligten wird am Montag stattfinden. Eng mit der Tätigkeit der FüGK sind die Funktionen des Ärztlichen Leiters im Leitstellenbereich Marc Bigalke, des Versorgungsarztes Dr. Univ. Bologna Stephan Gilliar, des Ärztlichen Fachberaters Dr. Jochen Spieß und der Fachberater von THW, Rotem Kreuz und Johanniter verbunden. All diese Funktionen enden mit der Aufhebung des Katastrophenfalls. Auch die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr endet. Die Contact Tracing Teams (CTT) zur Verstärkung des Gesundheitsamtes werden reduziert, aber nicht völlig aufgegeben.

An die Stelle der FüGK tritt jetzt die Koordinierungsgruppe Schwandorf, die aus Mitarbeitern des Landratsamtes besteht. Soweit erforderlich, wird der Personaleinsatz mit eigenem Personal im notwendigen Umfang für den verbleibenden Arbeitseinsatz erhöht. Das Bürgertelefon und das Telefon für Terminvergaben bleiben bis auf Weiteres erhalten. Auch die Pressearbeit bleibt.

Informationen zum Coronavirus sind auf der Homepage https://corona.landkreis-schwandorf.de zusammengefasst.

 

Schwandorf

19.06. 15:54

Update zur Corona-Pandemie im Landkreis Cham

Zum heutigen Stand vom 19. Juni 2020 konnten zwei weitere Personen als genesen aus der Quarantäne entlassenen werden. Die Zahl liegt jetzt bei 405. Ansonsten haben sich keine Änderungen ergeben.

 

Cham

19.06. 14:48

Blumenkübel und Kontrollen gegen Corona in Regensburg

Mit den sommerlichen Temperaturen füllen sich besonders an den Wochenenden die Straßen und Plätze in Regensburg, vor allem Bismarckplatz. Bei hunderten Menschen auf engem Raum ist es da nahezu unmöglich den vorgegebenen Mindestabstand einzuhalten. Regensburgs Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer appelliert deshalb eindringlich an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger. Als Maßnahmen werden unter anderem 22 Blumenkübel aufgestellt, die den Bismarckplatz unterteilen. Außerdem werden Polizei und Kommunaler Ordnungsservice verstärkt kontrollieren. Die Regensburger Polizei richtet am Bismarckplatz zusätzlich eine mobile Wache ein.

Regensburg Stadt

19.06. 13:33

Der EU-Videogipfel zum milliardenschweren Wiederaufbauprogramm nach der Corona-Krise hat begonnen. Die Staats- und Regierungschefs beraten über den750-Milliarden-Euro-Plan der EU-Kommission. EU-Ratschef Michel appellierte kurzvorher an ihr Verantwortungsbewusstsein: Man müsse liefern. Eine rasche Einigung gilt aber wegen vieler verschiedener Standpunkte als ausgeschlossen. Die Pläne der Kommission sehen vor, 500 Milliarden Euro als Zuschüsse an die Staaten zu geben, 250 Milliarden als Kredite.

WELT

19.06. 11:28

Keine neue Coronavirus-Infektion im Landkreis Neumarkt bestätigt  

Im Landkreis Neumarkt ist kein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Aktuell sind damit vier mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt.   Die Gesamtzahl* der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 398.

* Als „genesen“ werden die Personen bezeichnet, die aus der Quarantäne entlassen wurden. Die Gesamtzahl der Fälle beinhaltet auch verstorbene (19) und genesene (375) Personen.

Neumarkt

19.06. 10:42

Corona-Zahl in Peking steigt wieder

Nach dem erneuten Corona-Virus Ausbruch in Peking, steigt die Zahl der Infizierten. Laut staatlichen Behörden kamen 25 weitere Ansteckungen dazu. Damit liegt die Zahl nun bei 183. Ausgangspunkt der Infektionen war auch diesmal ein Großmarkt - die Stadt ist teilweise abgeriegelt.

WELT

19.06. 09:31

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 453 positive Fälle (keine Veränderung zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 18.06.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). Die gute Nachricht des Tages: 416 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 92 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund! Nach den derzeit gültigen Vorgaben werden alle stationären Patienten der Goldberg-Klinik Kelheim GmbH vor oder bei Klinikaufnahme auf das Virus SarsCov2 getestet. Bestehen Covid-19 verdächtige Symptome, so erfolgt die Behandlung auf einer speziellen Isolierstation zumindest so lange, bis das Test Ergebnis vorliegt. In der Ilmtalklinik GmbH, Krankenhaus Mainburg werden alle stationär geplanten Patienten vor ihrer Aufnahme auf das Virus SarsCov2 getestet. Zudem werden alle stationär aufgenommenen Patienten einer Gesundheitskontrolle unterzogen und bei Vorliegen von verdächtigen Symptomen getestet und auf einer speziellen Isolierstation behandelt, bis ein negativer Test vorliegt. Das Landratsamt Kelheim weist darauf hin, dass es laut Gesundheitsamt aktuell keine bedeutsame Häufung von Fallzahlen im Landkreis Kelheim gibt d. h. die Anzahl der Infizierten ist in keiner der Gemeinden im Landkreis Kelheim signifikant anders. (dpa)

Kelheim

19.06. 08:16

Ferienhäuser an Nord- und Ostsee zu 90 Prozent ausgelastet

Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind bei Urlaubern nach Branchenangaben in der Corona-Krise gefragt. In den Ferienorten an Nord- und Ostsee seien die Unterkünfte für die Sommerferien zu 90 Prozent ausgelastet, teilte der Deutsche Ferienhaus-Verband der Deutschen Presse-Agentur mit. Hoch im Kurs stünden auch beliebte Regionen in Süddeutschland wie das Allgäu und die Bodenseeregion. Dort gebe es kaum Abweichungen zum Buchungsgeschehen des Vorjahres. Wer noch etwas buchen möchte, müsse flexibel sein, empfahl der Verband.   «Die Deutschen setzen in diesem Jahr sehr stark auf naturnahem Urlaub, der den nötigen Abstand zulässt», erklärte Michelle Schwefel, die Geschäftsstellenleiterin des Verbands. Besonders stark seien Nord- und Ostseeküste gefragt, vor allem die Inseln wie Rügen. Auch an die Mecklenburgische Seenplatte ziehe es die Urlauber. «Freie Unterkünfte gibt es noch in den Mittelgebirgen wie dem Schwarzwald oder dem Hochsauerland und in den Großstädten wie Berlin und München.» In diesem Jahr werde kurzfristiger gebucht als üblich. Urlauber richteten ihr Augenmerk stärker auf Deutschland oder Ziele, die gut mit dem Auto angesteuert werden können. Seit den ersten Lockerungen der Corona-Beschränkungen zögen die Buchungen an. «Die Reiselust ist da und das wird sich wahrscheinlich weiterhin positiv auf den innerdeutschen Reiseverkehr auswirken.» Nach einer Branchenstudie aus dem Jahr 2015 gab es damals rund eine Million Betten in deutschen Ferienhäusern und Ferienwohnungen. Zwei Drittel wurden von Privatleuten zur Miete angeboten. Das Sommergeschäft kann die Ausfälle des Frühjahres nicht kompensieren, wie der Verband deutlich machte. Auch dieser Teil der Reisebranche ist durch die Corona-Krise unter Druck geraten, wie der Verband beklagte. Mehrere Monate gab es kaum Urlauber. «Die ausgelöste Stornierungswelle hat ein riesiges Finanzloch in die Kassen der Unternehmen gerissen», hieß es. Der Verband geht von Einbußen von 1,5 Milliarden Euro für die Zeit von März bis Mai aus. «Die Existenzsorgen sind spürbar», betonte Schwefel. «Vor allem die Corona-bedingten Rückzahlungen an Reisende belasten die Unternehmen.» Bisherige staatliche Hilfen griffen zu kurz. Die Politik beschäftigte sich vor allem mit Pauschalreisen und Flugtickets, vergesse aber den Individualtourismus. Auch der weltgrößte Tourismuskonzern Tui und Deutschlands Branchenzweiter DER Touristik hatten in dieser Woche von steigenden Buchungen berichtet. In der nächsten Woche beginnen die Sommerferien in Berlin, Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. (dpa)

Deutschland

19.06. 08:01

Bayerns Polizisten müssen länger auf neue Hosen warten

Bayerische Polizisten müssen wegen der Corona-Krise länger auf neue Hosen warten. «Der ab Frühsommer geplante Beginn des Trageversuchs mit verschiedenen Hosenmodellen verschiebt sich unter anderem aufgrund der Corona-Pandemie», teilte das bayerische Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. «Die für den Trageversuch zuständige Stelle bei der Bereitschaftspolizei war die letzten Monate stark gebunden mit der Beschaffung von Corona-Schutzmaterial.» Hintergrund des «Trageversuches» ist Kritik an den aktuellen bayerischen Polizeiuniformen. Seit Einführung der dunkelblauen Uniform vor drei Jahren hätten einige Tausend Beamte über mangelnde Qualität geklagt, hatte die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) zum Jahresbeginn mitgeteilt. Die dunkelblaue Farbe des Hemds sei schon nach wenigen Wäschen ausgebleicht. Noch schlimmer sei aber die Hose: Die Beamten schwitzen darin schnell, der Reißverschluss sei zu kurz für den schnellen Gang zur Toilette, und manchmal reiße sogar der Stoff. «Bei Verkehrskontrollen passiert es schon mal, dass die Kollegen plötzlich im Freien dastehen», hieß es damals von der Gewerkschaft. Das bayerische Innenministerium sprach von nur rund 400 Beschwerden. Von diesem Juni an hätten nun rund 300 Beamte eine neue Hose ausprobieren sollen. Bei Gefallen hätten Polizisten künftig zwischen dem neuen und dem alten Modell wählen können. Doch Corona wirbelte den Zeitplan durcheinander. Der «Trageversuch» soll nun voraussichtlich im Herbst starten und bis August 2021 dauern - «um auch Testmonate mit erhöhter Außentemperatur einzuschließen», hieß es aus dem Ministerium. Bayerns Polizei soll zudem künftig von einem bayerischen Polizeibeschaffungsamt ausgestattet werden, das nach Plänen der Staatsregierung in Hof entstehen soll. Bislang liefert das Logistik Zentrum Niedersachsen die Uniformen. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Nach Angaben des Innenministeriums sollen die Polizisten nicht nur eine alternative Hosen testen können. «Das Testspektrum der Hosen soll um ein zusätzliches Hosenmodell erweitert werden», teilte das Ministerium mit. Der neue Landeschef der Gewerkschaft, Jürgen Köhnlein, sprach auf Anfrage sogar von «vier neuen Modellen», bei denen «der Hosenschnitt in Teilen optimiert» worden sei mit größeren Taschen und längeren Reißverschlüssen. (dpa)

Bayern

19.06. 07:32

Ab sofort weniger Maschinen bei Tuifly

Bei Tuifly soll die Flotte um mehr als die Hälfte schrumpfen. Der Aufsichtsrat der Tui-Konzernfluglinie bestätigte den Sparkurs. Nach Informationen der Gewerkschaft Verdi soll es wegen der Folgen der Corona-Krise künftig nur noch 17 Maschinen geben. Zur Zahl der akut bedrohten Arbeitsplätze gab es zunächst keine Angaben - zuletzt war von möglicherweise bis zu 900 Vollzeitstellen die Rede.

Deutschland

19.06. 06:55

Kreis Gütersloh bittet Bundeswehr um Hilfe 

Nach dem Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies mit über 730 Neuinfizierten, hat der Kreis Gütersloh bei der Bundeswehr um Hilfe gebeten. Viele Mitarbeiter müssen noch getestet werden. Dabei sollen die Soldaten ab heute helfen. Nach Angaben eines Konzern Sprechers sollen pro Tag bis zu 2000 Mitarbeiter untersucht werden. Bundesagrarministerin Klöckner und Arbeitsminister Heil haben inzwischen die Pläne der Bundesregierung bekräftigt, die Arbeitsbedingungen in der Branche grundlegend zu verbessern.

Deutschland

18.06. 14:36

Huml: Jetzt 48 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern ohne neue Coronavirus-Infektionen - Bayerns Gesundheitsministerin: Testmöglichkeiten werden massiv ausgeweitet

Die Zahl der Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern ohne neue Coronavirus-Infektionen ist auf 48 gestiegen. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Donnerstag hingewiesen. Huml betonte: "In 37 Landkreisen und 11 kreisfreien Städten in Bayern sind nach heutigem Stand eine Woche lang keine neuen Coronavirus-Infektionen aufgetreten. Das geht aus dem Datenstand des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom 18.06.2020 für die sogenannte 7-Tage-Null-Inzidenz hervor."

Die Ministerin ergänzte: "Durch unsere zielgerichteten Maßnahmen und das verantwortungsvolle Handeln der großen Mehrheit der bayerischen Bevölkerung ist es uns gelungen, die Ausbreitung des Coronavirus im Freistaat entscheidend einzudämmen und zu verlangsamen. Die strikte Containment-Strategie mit dem Ziel, Infektionsketten so schnell wie möglich zu erkennen und zu durchbrechen, werden wir konsequent weiter fortsetzen. Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Gesundheitsämter, die hier nun bereits seit Monaten großartige Arbeit leisten."

Huml erläuterte: "Sie erfassen alle positiv getesteten Personen, informieren sie, begleiten sie über die erforderliche Quarantänezeit, ermitteln enge Kontaktpersonen und ordnen für diese ebenfalls Testungen und häusliche Isolation an. Die Fachkräfte der Gesundheitsämter werden dabei von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anderer Geschäftsbereiche unterstützt. Derzeit sind landesweit rund 2.200 Personen im Contact Tracing im Einsatz. Das entspricht nahezu 450 fünfköpfigen Teams, mit denen das derzeitige Infektionsgeschehen sehr gut zu beherrschen ist."

Die Ministerin fügte hinzu: "Ich möchte mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Gesundheitsämtern ganz herzlich für ihren aufopferungsvollen Einsatz bedanken, der sich nicht selten bis spät in die Nacht erstreckt und auch vor den Wochenenden und Feiertagen nicht Halt macht! Gerade in Zeiten wie dieser zeigt es sich, welche wichtige Rolle die Gesundheitsämter für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung spielen! "

Huml unterstrich: "Jetzt geht es darum, die erzielten Erfolge bei der Eindämmung des Coronavirus nicht zu verspielen! Schrittweise werden wir weitere Erleichterungen zulassen. Dabei bedeutet aber jede Erleichterung mehr Verantwortung. Ganz wichtig ist deshalb einerseits, dass die erforderlichen Abstandsregelungen und Hygienekonzepte sowie die Maskenpflicht eingehalten werden. Und andererseits hat das Contact Tracing nach wie vor höchste Bedeutung – es gilt, Corona-Infektionen so schnell wie möglich zu erkennen und eine Weiterverbreitung zu vermeiden. Umsicht und Vorsicht müssen weiter unser Handeln bestimmen."

Huml verwies darauf, dass der Ministerrat am Dienstag ein Bayerisches Testkonzept beschlossen hat: "Der Schutz der Bevölkerung vor einer Corona-Infektion hat für das bayerische Gesundheitsministerium oberste Priorität. Unverzichtbare Voraussetzung für eine strikte Eindämmung ist eine hohe Testkapazität. Deshalb werden die Testmöglichkeiten massiv ausgeweitet. Ein Eckpunkt unseres Bayerischen Testkonzepts ist, dass alle Personen, die auf eine COVID-19-Erkrankung getestet werden wollen, Gewissheit darüber erhalten sollen, ob sie sich infiziert haben. Allen Bürgerinnen und Bürgern Bayerns wird daher so bald wie möglich angeboten, sich bei einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen zu lassen. Wichtig ist: Symptomatische Verdachtsfälle auf eine COVID-19-Erkrankung sollen wie bisher prioritär getestet werden."

Huml ergänzte: "Zudem sollen die freiwilligen Testungen in Einrichtungen mit vulnerablen Personengruppen in Pflege- und Altenheimen, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und in der ambulanten Eingliederungshilfe und Krankenhäusern ausgebaut werden. Gleiches gilt für die Testungen von Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern sowie von Betreuungsrichterinnen und -richtern."

Bayern

18.06. 14:14

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 453 positive Fälle (keine Veränderung zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 16.06.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim).

416 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 92 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund!

Kelheim

18.06. 13:00

Neue Coronavirus-Infektion bestätigt

Im Landkreis Neumarkt ist ein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Aktuell sind damit vier mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 398.

Neumarkt

18.06. 10:36

Studie: Blutgruppe beeinflusst Schwere von Covid-19-Verlauf

Während eine Covid-19-Erkrankung bei manchen Menschen zu Atemversagen bis hin zum Tod führt, spüren andere kaum Symptome. Die Ursachen für die unterschiedlichen Verläufe sind noch weitgehend unklar, doch ein wichtiger Faktor könnte die Blutgruppe sein, wie ein internationales Forscherteam im «New England Journal of Medicine» berichtet. Demnach haben Menschen mit der in Deutschland häufigsten Blutgruppe A ein um knapp 50 Prozent höheres Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf als solche mit anderen Blutgruppen. Menschen mit Blutgruppe 0 haben der Studie zufolge eine um etwa 50 Prozent geringere Gefahr. Die Forscher hatten Blutproben von 1610 an Covid-19 erkrankten Intensivpatienten aus sieben Kliniken in Italien und Spanien analysiert. Alle Patienten wurden mit Sauerstoff behandelt oder waren an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Zusätzlich untersuchten die Wissenschaftler Blutproben von 2205 zufällig ausgewählten Menschen aus denselben Ländern als Kontrollgruppe. Dabei analysierten sie das Erbgut der Menschen. «Mithilfe dieser großen Datenmenge haben wir wirklich interessante Regionen im Genom identifiziert, die das Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 erhöhen beziehungsweise verringern», wird Erstautor David Ellinghaus aus Kiel in einer Mitteilung der Uniklinik zitiert. (dpa)

WELT

18.06. 09:40

Bis 20 Personen - CDU will Corona-Beschränkungen weiter lockern

Die CDU fordert angesichts sinkender Infektionszahlen deutliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen im Land. Demnach sollen bald Ansammlungen von bis zu 20 statt bis zu zehn Personen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit erlaubt sein. So steht es in einem vorläufigen Entwurf der Corona-Verordnung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zudem möchte die CDU ab Anfang Juli Veranstaltungen mit bis zu 250 Leuten freigeben. Noch größere Veranstaltungen sollen bis mindestens Ende August untersagt bleiben. Betriebsverbote gäbe es dann nur noch explizit für Diskotheken, Clubs und für Bordelle. Die neue Verordnung soll nach CDU-Vorstellung nächsten Dienstag durchs Kabinett gehen und am 1. Juli in Kraft treten. Die CDU-Vorschläge befinden sich aber noch in Ressortabstimmung. «Angesichts der weiterhin sehr positiven Entwicklung bei den Infektionszahlen glauben wir, dass man diese Lockerungen verantworten kann», sagte CDU-Landtagsfraktionschef Wolfgang Reinhart. In der Öffentlichkeit dürfen sich im Südwesten derzeit Gruppen mit Angehörigen von bis zu zwei Haushalten oder von bis zu zehn Personen aus mehreren Haushalten treffen. Bei privaten Veranstaltungen dürfen sich bis zu 20 Menschen aus mehreren Haushalten treffen - wenn alle Personen miteinander verwandt sind, gibt es keine zahlenmäßige Beschränkung. Mit der neuen Verordnung sollen auch Regeln entschlackt und vereinfacht werden. «Derzeit ist alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. Künftig soll gelten: Alles ist erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist», sagte Reinhart. Die Ministerien müssten ihre Unterverordnungen in den nächsten Wochen daraufhin überprüfen, ob die Regeln im Detail wirklich noch alle nötig sind. «Wir sprechen noch über Details», sagte Justizminister Guido Wolf (CDU). «Ich bin aber zuversichtlich, dass wir am Dienstag im Kabinett eine Regelung beschließen können, die einfacher und verständlicher ist als die bisherige Verordnung.» (dpa)

Deutschland

18.06. 08:36

Corona-Massentests an Schlachthöfen: 110 Infizierte

Bei Corona-Reihenuntersuchungen an allen großen Schlachthöfen in Bayern sind 110 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. «Aufgrund der Testergebnisse bestand keine fachliche Notwendigkeit für einen erneuten "Lockdown" für die Allgemeinbevölkerung in einer der betroffenen Regionen», erklärte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) in München auf dpa-Anfrage. Insgesamt seien 6407 Personen auf eine Infektion hin untersucht worden, die bei den 51 bayerischen Schlachthöfen arbeiten. Nachdem bei einer Firma im niederbayerischen Bogen mehrere Mitarbeiter mit Sars-CoV-2 infiziert waren, hatten die Behörden an diesem Betrieb - aber auch den 50 weiteren Schlachthöfen im Freistaat - Massentests angeordnet. Diese sind nun abgeschlossen. Für alle Infizierten wurde den Angaben zufolge unmittelbar nach dem Bekanntwerden ihres positiven Testergebnisses Quarantäne angeordnet. Bei dem Betrieb in Bogen wurden laut Ministerium 100 von rund 1000 Mitarbeitern positiv getestet. Bundesweit hatte es bei mehreren Firmen zahlreiche infizierte Mitarbeiter gegeben. Erst am Mittwoch hatte der Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen alle Schulen und Kitas bis zu den Sommerferien geschlossen, nachdem es in einer Fleischfabrik 400 Neuinfizierte allein seit Anfang der Woche gab. Nach der Häufung von Infektionen in Schlachtbetrieben standen die Arbeitsbedingungen mit Subunternehmern und teils überfüllten Sammelunterkünften für Osteuropäer in der Kritik. Das Bundeskabinett beschloss Eckpunkte eines «Arbeitsschutzprogramms für die Fleischwirtschaft» etwa mit einem geplanten Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit in der Fleischindustrie ab dem kommendem Jahr und höheren Bußgelder bei Verstößen gegen Arbeitszeitvorschriften. Huml betonte, die Ergebnisse zeigten, dass die Entscheidung für die Reihentestungen zum Schutz der Bevölkerung ein richtiger Schritt gewesen seien. «Damit gab es die Möglichkeit, die Kontaktpersonen der Infizierten gezielt zu ermitteln und die Infektionsketten zu durchbrechen.» Weiterhin seien aber überall in Bayern Wachsamkeit und das genaue Befolgen der Corona-Regeln sehr wichtig. Die Ministerin verwies zudem darauf, dass das Kabinett am Dienstag ein Bayerisches Testkonzept beschlossen hatte. «Ein Eckpunkt ist: Alle Personen, die auf eine Covid-19-Erkrankung getestet werden wollen, sollen Gewissheit darüber erhalten, ob sie sich infiziert haben.» Allen Bürgern Bayerns werde daher so bald wie möglich angeboten, sich bei einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen zu lassen. Wichtig sei aber: «Symptomatische Verdachtsfälle auf eine Covid-19-Erkrankung sollen wie bisher prioritär getestet werden.» Zudem sollten die freiwilligen Untersuchungen in Einrichtungen mit sogenannten vulnerablen Personengruppen in Pflege- und Altenheimen, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und in der ambulanten Eingliederungshilfe und Krankenhäusern ausgebaut werden. Gleiches gelte etwa für Testungen von Lehrkräften und Erziehern. (dpa)

Bayern

18.06. 07:45

Segen mit Abstand: Zahlreiche Taufen wegen Corona verschoben

Obwohl Taufen seit dem 4. Mai in Bayern wieder erlaubt sind, verschieben aktuell zahlreiche Eltern das Sakrament für ihre Kinder auf unbestimmte Zeit. Zwar gibt es keine bayernweite Zahl zu den Absagen, aber ein Sprecher des Passauer Bistums ist sicher: «Es ist davon auszugehen, dass in den vergangenen Wochen aufgrund der Einschränkungen etliche Tauftermine verschoben worden sind.» Bis auf weiteres gelten bei Taufen zahlreiche Hygienevorschriften und veränderte Rituale. Darunter: Bei der Salbung mit Chrisam wird ein Einweg-Wattebausch verwendet; gehört der Taufpate nicht zur Familie, müssen statt ihm die Eltern das Kind halten; der Geistliche trägt eine Mund-Nasen-Bedeckung und er darf den Täufling nicht berühren.   Dass aktuelle viele Familien die Taufe verschieben, stößt bei den Bistümern und der Evangelisch-Lutherische Kirche auf Verständnis. Aus theologischer Sicht sei das nicht problematisch, betonen die Kirchen unisono. «Früher, zu Martin Luthers Zeiten, wurden Säuglinge sehr rasch getauft – aus der Angst heraus, sie könnten ungetauft und fern von Gott sterben. Dies befürchten heute die wenigsten», sagt der Sprecher der Evangelisch-Lutherische Kirche. «Einerseits, weil die Kindersterblichkeit nicht mehr so hoch ist wie damals, andererseits, weil Christen heute auf die Liebe Christi vertrauen, der auch ungetaufte Kinder nicht fallen lässt.» (dpa)

 

Bayern

18.06. 07:43

Corona: Update und Neues

Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten bleibt essentiell in der Corona-Pandemie. Das haben Bund und Länder gestern bei einer Konferenz festgehalten. Bundeskanzlerin Merkel zeigte sich zufrieden, dass die Infektionszahlen derzeit auf niedrigem Niveau gehalten werden können. Bayerns Ministerpräsident Söder warnte hingegen vor einem möglichen Rückschlag durch Reisen im Sommer: "Ich bin da schon in Sorge, wie das wird, und hoffe, dass der Ballermann kein zweites Ischgl wird." Großveranstaltungen in Deutschland sollen bis Ende Oktober verboten bleiben. Dafür sollen die Schulen spätestens nach den Sommerferien in den Regelbetrieb zurückkehren.

Deutschland

18.06. 07:09

Sommerferien-Programm "light" im Landkreis Regensburg

Wegen der Corona-Krise speckt der Landkreis Regensburg sein traditionelles Sommerferien-Programm ab. Aktuell wird fleißig an einem alternativen Programm gearbeitet, was hinsichtlich der Corona-Regeln gar nicht so einfach sei, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises. Nichtsdestotrotz soll es in der ersten Juli-Woche das Sommerferien-Programm „light“ mit Tages-und Halbtagesaktionen wie Wanderungen, Kanu- und Fahrradtouren oder Geocaching-Angebote in der Region geben.

Regensburg Land

17.06. 19:47

Corona-Warn-App kommt gut an

Einen Tag nach dem Start der Corona-Warn-App hat Bundeskanzlerin Merkel eine positive erste Bilanz gezogen. Merkel dankte allen Bürgern, die sich die App zur Nachverfolgung von Infektionsketten schon auf ihr Handy geladen haben. Bis zum Nachmittag wurde die App insgesamt sieben Millionen Mal installiert, hatte Digitalstaatsministerin Bär mitgeteilt.

Deutschland

17.06. 19:46

Schulen sollen nach den Sommerferien wieder normal laufen

Bund und Länder haben sich auf eine Reihe neuer Corona-Regeln verständigt. Unter anderem sollen die Schulen in allen Ländern nach den Sommerferien zum Regelbetrieb zurückkehren - vorausgesetzt die Infektionslage entwickele sich gleichbleibend gut. Wie das praktisch organisiert werden soll, darüber werden am Donnerstag die Kultusminister der Länder in einer Schaltkonferenz mit Experten beraten.

Und auch über Großveranstaltungen haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten gesprochen. Die sollen mindestens bis Ende Oktober grundsätzlich verboten bleiben. Aber: Die Einigung sieht auch eine Möglichkeit
für Ausnahmen vor. Das Verbot gelte für solche Veranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregeln nicht möglich seien.

Deutschland

17.06. 19:45

Hansi, der «Baumeister» - Bayern können auch Corona-Meisterschaft

Zumindest eine improvisierte Corona-Party im intimen Mannschaftskreis gönnten sich die Münchner Geistermeister in ihrem von der Außenwelt abgeschotteten Teamhotel. In der kurzen Nacht vor dem Rückflug aus Bremen am Mittwochmorgen wollte ein «mächtig stolzer» Hansi Flick (55) mit seiner Assistenten-Legende Hermann Gerland (66) ausnahmsweise sogar mit einem «Bourbon-Cola-Light» auf sein erstes Meisterstück als Trainer des FC Bayern anstoßen.

Flicks gierige Bayern sind nach dem 1:0 beim abstiegsbedrohten SV Werder zum 30. Mal Meister, zum achten Mal nacheinander. Ein ewiger Champion, der sich auch von einem verflixten Virus nicht aufhalten lässt - und von Bundesliga-Konkurrenten wie Dortmund, Leipzig, Gladbach oder Pokalfinalgegner Leverkusen mal wieder nicht.

Es wirkte gespenstisch, aber auch skurril und surreal, wie die Münchner Trophäensammler um Super-Torjäger Robert Lewandowski am Dienstagabend im Bremer Geisterstadion ohne mitgereiste Fans die «Welle» mit den auf der Tribüne jubelnden Bossen um Karl-Heinz Rummenigge und Oliver Kahn inszenierten. David Alaba gab später in der Kabine mit «Campeones»-Rufen den lautstarken Einheizer, ehe es mit Mund-Nasen-Schutz in den Bus und ins Hotel Atlantic ging.

«Hoffentlich bleibt das die einzige Saison, die so gespielt wird. Ich hoffe, dass die Fans wieder ins Stadion dürfen. Die Atmosphäre, das Adrenalin durch die Stimmung fehlt», sagte Flick zum Saison-Finish unter Ausschluss des Publikums. «Seltsam» fand Rummenigge das trostlose Jubelschauspiel im Stadion. Das strenge DFL-Hygienekonzept verbot auch den nicht auf das Virus getesteten Bossen eine Teilnahme an der kleinen Hotelparty, bei der laut Augenzeugen gesungen, gegessen und ein bisschen getrunken wurde. Die Meisterschale fehlte auch, sie wird Kapitän Manuel Neuer erst nach dem letzten Spiel am 27. Juni in Wolfsburg überreicht.

Der Titel-Schlusspunkt in Bremen war keine Fußball-Gala, aber doch Bayern-like mit dem 31. Saisontor von Liga-Toptorjäger Lewandowski und einer spektakulären Kopfballabwehr von Ausnahmetorhüter Neuer in der Schlussminute. «Wir haben gezeigt, dass wir die beste Mannschaft in Deutschland sind», tönte Lewandowski zurecht. Selbst schwächelnde Bayern, die in der Vorsaison mal neun Punkte hinter dem BVB lagen und in dieser Spielzeit vor Weihnachten sieben Zähler hinter den führenden Gladbachern, vermag keiner die Schale zu entreißen.

«Meine erste Meisterschaft 2010 als ganz junger Spund war so ein bisschen was besonderes. Aber dieses Jahr mit dem Comeback war die emotionalste», sagte Thomas Müller, mit neun Titeln nun zusammen mit Alaba und dem Ex-Bayern Franck Ribéry Rekord-Meisterspieler.

Das Coronavirus hat die Bundesliga in der Zwangspause mit den finanziellen Ungewissheiten und den Geisterspielen arg verändert. Aber die größte Veränderung beim Corona-Champion FC Bayern vollzog sich im vergangenen November, beim Chef-Wechsel von Niko Kovac zu Hansi Flick. «Dass es am Ende so ausgeht, hätte niemand gedacht», sagte Flick, der im Sommer 2019 als Assistent kam und in dem viele nach nur einem halben Jahr einen neuen Jupp Heynckes sehen.

«Wir haben zwischendurch geschwächelt, da haben es die Konkurrenten ein bisschen verpasst, davonzuziehen. Und als Hansi das Ruder übernommen hat, hat er das Schiff sehr schnell wieder auf Fahrt gebracht», sagte Rummenigge. Flick entpuppte sich als Glücksfall. «Hansi ist der Baumeister, er hat den größten Anteil», sagte der Ex-Bayer Lothar Matthäus in seiner Funktion als Sky-Experte.

Der einstige Weltmeister-Assistent von Bundestrainer Joachim Löw hat ein Gespür für Fußball und Fußballer. Mit seiner Empathie gelingt es ihm, ein Team inklusive Betreuerstab zur Höchstleistung zu führen. «Man hat nie alleine Erfolg. Erfolge kannst du nur im Team haben», sagte Menschenfänger Flick in Bremen typisch bescheiden.

All seine Ideen gingen - bislang - auf. Die Mannschaft sei die Umstellung auf einen «offensiveren» Spielstil «mitgegangen». Er machte Alaba zum Abwehrchef, Joshua Kimmich dauerhaft zum Sechser. Der in Bremen vom Platz gestellte Alphonso Davies entwickelte sich zum Senkrechtstarter, der Muckimann Leon Goretzka zum Sinnbild der fulminanten Siegesserie nach der zweimonatigen Corona-Pause. Und die alten Weltmeister-Recken Müller und Jérôme Boateng, der in Bremen bester Münchner war, machte Flick auch wieder flott und wichtig.

Hansi, der Baumeister, ist aber noch lange nicht fertig. Neue Stars (Leroy Sané?) werden kommen. Vorher aber will Flick diese verflixte Corona-Saison auch titelmäßig krönen. «Ich bin glücklich, dass wir die Meisterschaft jetzt gewonnen haben. Aber das ist einfach nur der erste Schritt», sagte der sympathische Ehrgeizling.

Ziel Nummer zwei ist das Double, im Pokalfinale am 4. Juli in Berlin gegen Bayer Leverkusen. Und klar, auch Flick träumt längst intensiv vom Triple, selbst wenn dieses noch weit entfernt ist. Erst im August soll der Henkelpott in einem Blitzturnier an einem Ort vergeben werden. Flick: «Die Champions League kann man nicht planen. Es wird immer nur ein Spiel sein. Da müssen wir auf den Punkt topfit sein.»

Bayern

17.06. 17:24

Update zur Corona-Pandemie im Landkreis Cham

Auch zum heutigen Stand vom 17. Juni 2020 gibt es keine neuen Corona-Fälle im Landkreis Cham. Die Gesamtzahl der positiv auf den Coronavirus getesteten und bestätigten Fälle liegt wie bisher bei 430. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt unverändert bei 0,00. Die Zahl der als genesen aus der Quarantäne entlassenen bestätigten Fälle hat sich um einen auf 401 erhöht. Verstorben sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 21 Personen. Derzeit ist kein Patient in stationärer Behandlung.

Cham

17.06. 13:58

Zwei neue Corona-Fälle im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 453 positive Fälle (+ 2 im Vergleich zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 16.06.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim).

416 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. 

Nach den derzeit gültigen Vorgaben werden alle stationären Patienten der Goldberg-Klinik Kelheim GmbH vor oder bei Klinikaufnahme auf das Virus SarsCov2 getestet. Bestehen Covid-19 verdächtige Symptome, so erfolgt die Behandlung auf einer speziellen Isolierstation zumindest so lange, bis das Test Ergebnis vorliegt.

In der Ilmtalklinik GmbH, Krankenhaus Mainburg werden alle stationär geplanten Patienten vor ihrer Aufnahme auf das Virus SarsCov2 getestet. Zudem werden alle stationär aufgenommenen Patienten einer Gesundheitskontrolle unterzogen und bei Vorliegen von verdächtigen Symptomen getestet und auf einer speziellen Isolierstation behandelt, bis ein negativer Test vorliegt.

Das Landratsamt Kelheim weist darauf hin, dass es laut Gesundheitsamt aktuell keine bedeutsame Häufung von Fallzahlen im Landkreis Kelheim gibt d. h. die Anzahl der Infizierten ist in keiner der Gemeinden im Landkreis Kelheim signifikant anders.

Kelheim

17.06. 13:55

Sommerferien-Programm "light"

Wegen der Corona-Krise speckt der Landkreis Regensburg sein traditionelles Sommerferienprogramm ab. Aktuell wird fleißig an einem alternativen Programm gearbeitet, was hinsichtlich der Corona-Regeln gar nicht so einfach sei, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises. Nichtsdestotrotz soll es in der ersten Juli-Woche das Sommerferien-Programm „light“ mit Tages-und Halbtagesaktionen wie Wanderungen, Kanu- und Fahrradtouren oder Geocaching-Angebote in der Region geben.

Regensburg Land

17.06. 09:23

Mehrere Länder als Corona-Risikogebiet eingestuft

Schlechte Aussichten für Sommerurlaub in Antalya und Co.: Die Bundesregierung hat die Türkei zusammen mit 130 weiteren Ländern als Corona-Risikogebiet eingestuft. Auf der Liste stehen auch andere beliebte Urlaubsländer der Deutschen wie Ägypten, Thailand und Marokko. Wer aus einem Risikogebiet einreist, muss damit rechnen, 14 Tage in Quarantäne zu müssen

Deutschland

17.06. 09:04

771 Ermittlungsverfahren wegen Corona-Betrugs

Die bayerischen Staatsanwaltschaften haben schon mindestens 771 Ermittlungsverfahren wegen Corona-Betrugs eingeleitet. Das teilte das Justizministerium mit. Darunter fallen den Angaben zufolge sowohl Betrug mit Corona-Soforthilfen als auch sonstige Betrugsmaschen. Justizminister Georg Eisenreich (CSU) will heute (11.00 Uhr) zusammen mit der Staatsanwaltschaft München über die kriminellen Machenschaften im Zusammenhang mit der Pandemie informieren. Schon Mitte Mai hatte das Ministerium mitgeteilt, dass bayerische Behörden in mehreren Dutzend Fällen gegen Corona-Betrüger ermitteln. So verfolgte die Zentralstelle Cybercrime Bayern etwa zwei Dutzend Fälle von Erpressung mit perfiden Schreiben, in denen mit der Veröffentlichung sensibler persönlicher Daten gedroht wird und zusätzlich damit, die ganze Familie mit dem Coronavirus anzustecken. Im Internet hätten Cyber-Kriminelle in der Corona-Pandemie neue Betrugsmaschen entwickelt. Als weitere Beispiele nannte das Ministerium im Mai «Corona-Fake-Shops», die gefälschte Medikamente, nicht-existente Impfstoffe, Schutzmasken oder Hygieneartikel anbieten, die anderswo vergriffen sind. Die bestellte Ware wird dann entweder gar nicht oder in schlechter Qualität geliefert. Auch bei der weit verbreiteten Betrugsmasche des «falschen Polizisten» oder beim Enkeltrickbetrug gibt es nach Ministeriumsangaben inzwischen Corona-Varianten. Kriminelle geben sich beispielsweise als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes aus und behaupten, Corona-Tests durchführen zu wollen, um sich Zugang zu Wohnungen zu verschaffen. In anderen Fällen spiegeln Täter vor, dass ein Angehöriger mit dem Corona-Virus infiziert sei und dringend Geld für seine Behandlung benötige. Bundesweit laufen außerdem Ermittlungsverfahren gegen Verdächtige, die Corona-Soforthilfe beim Staat beantragt haben, obwohl sie gar nicht unternehmerisch tätig sind. (dpa)

Bayern

17.06. 07:35

Corona-Warn-App kommt offenbar gut an

Die neue Corona-Warn-App stößt bei den Deutschen offenbar auf großes Interesse: Nach Informationen des ZDF ist das Handyprogramm gleich am ersten Tag schon rund zwei Millionen Mal heruntergeladen worden. Der größte Teil der Downloads entfällt demnach auf den Google Play Store. Die Corona-App warnt Nutzer, wenn sie engeren Kontakt zu einer infizierten Person hatten.

Deutschland

16.06. 18:40

Chöre dürfen wieder singen

Ab dem 22. Juni ist nun auch das Singen in Laienchören unter Einhaltung strenger Schutz- und Hygienemaßgaben wieder möglich. Das hat heute das Bayerische Kabinett in München beschlossen. Kunstminister Bernd Sibler, der sich in den vergangenen Wochen für eine Öffnung des Proben- und Veranstaltungsbetriebs im Laien- und Profimusikbereich eingesetzt hatte, betonte: „Das gemeinsame Singen in Chören hat in unserer bayerischen Musiklandschaft einen sehr hohen Stellenwert. Singen und Chorgesang gehören fest zur kulturellen Seele Bayerns. Ich freue mich deshalb sehr, dass nun auch alle Sängerinnen und Sänger in Bayern wieder ihrer Leidenschaft nachgehen können und das Singen in Chören wieder möglich sein wird.“ In vielen Gesprächen habe Kunstminister Sibler gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der bayerischen Chorlandschaft intensiv nach Wegen und Möglichkeiten für die Wiederaufnahme des Chorbetriebs gesucht. „Ich danke allen, die sich in diese Diskussion eingebracht und Ideen zu verantwortungsvollen Schutz- und Hygienekonzepten beigetragen haben!“, so der Minister. Es sei eine gute Nachricht für das Musikleben in Bayern, „dass die aktuelle Situation den Chorbetrieb wieder zulässt“.

Voraussetzung ist ein Mindestabstand der Sängerinnen und Sänger von zwei Metern, regelmäßige Lüftungsintervalle und eine Begrenzung der Probendauer. Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst wird in Abstimmung mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege ein entsprechendes Hygienekonzept entwickeln und zeitnah veröffentlichen.

Bayern

16.06. 17:30

Keine neue Coronavirus-Infektionen im Landkreis Neumarkt 

Im Landkreis Neumarkt ist kein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Eine Person wurden als genesen gemeldet. Aktuell sind damit drei mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 397.

Neumarkt

16.06. 17:28

Update zur Corona-Pandemie im Landkreis Cham

Auch zum heutigen Stand vom 16. Juni 2020 gibt es keine neuen Corona-Fälle im Landkreis Cham. Die Gesamtzahl der positiv auf den Coronavirus getesteten und bestätigten Fälle liegt wie bisher bei 430. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt unverändert bei 0,00. Die Zahl der als genesen aus der Quarantäne entlassenen bestätigten Fälle hat sich um einen auf 400 erhöht. Verstorben sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 21 Personen. Derzeit ist kein Patient in stationärer Behandlung.  

Aufgrund von Anfragen besorgter Bürger weist das Landratsamt Cham darauf hin, dass die heute auf der Internetseite des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) veröffentlichte Änderung der Anzahl der Fälle zum Vortag mit „+ 14“ nicht den tatsächlichen Zahlen entspricht. Es handelt sich ausschließlich um statistische Zahlenbewegungen, die auf interne Qualitätskontrollen und -bereinigungen zurückliegender Fälle durch das LGL zurückzuführen sind. Aufmerksame Betrachter haben sicher festgestellt, dass die vom LGL genannte Zahl in den letzten Tagen mit 417 angegeben war, was eben jetzt korrigiert wurde. Erkennbar ist das auch daran, dass die Zahl der „Fälle der letzten 7 Tage“ richtigerweise mit 0 vermerkt ist. Der Grund für die Abweichung von einem Fall (430 bzw. 431) wird derzeit geklärt.

Cham

16.06. 14:51

Spätere Sperrstunde, mehr Menschen in Geschäften und Reisebussen

Bayern lockert die Corona-Regeln für Handel, Gastronomie und Reisebranche weiter. Vom 22. Juni an  dürfen Wirtshäuser eine Stunde länger öffnen und wieder Feiern für größere Gruppen ausrichten, Geschäfte rund doppelt so viele Kunden einlassen und in Reisebussen fallen viele Beschränkungen weg, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Dienstag mitteilten. In der Wirtschaft sorgten die Ankündigungen für Freude.

Im Handel ist vom 22. Juni an eine Person pro 10 Quadratmeter Ladenfläche erlaubt. Bisher war es eine Person pro 20 Quadratmetern. Zudem darf das Personal in Thekenbereichen oder an Kassen auf den Mundschutz verzichten, wenn es beispielsweise mit Plexiglas geschützt ist. Der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, zeigte sich erfreut: Wenn man mehr Kunden in die Läden lassen könne, müssten diese nicht mehr Schlange stehen. Zudem würden die Menschen an Frischetheken und Kassen aufatmen, wenn sie auf die Maske verzichten dürfen.

Auch für Teile der Gastronomie gibt es weitere Lockerungen. Die Sperrstunde für Wirtshäuser und Restaurants wandert von 22.00 Uhr auf 23.00 Uhr. Zudem sind künftig auch wieder Familienfeiern, Geburtstage, Beerdigungen, Hochzeiten, Abschlussfeiern oder Vereinssitzungen mit 50 Personen im Innern oder 100 Personen im Freien möglich.

Noch keine konkreten Öffnungspläne gibt es für Bars und Kneipen. Aiwanger kündigte zwar an, bis Anfang Juli eine Lösung zu finden. Söder dämpfte allerdings Erwartungen in Richtung einer schnellen Kneipenöffnung.

In der Reisebranche gibt es an verschiedenen Stellen Lockerungen. So fällt in Reisebussen ab dem 22. Juni der Mindestabstand von 1,50 Metern weg, wenn Masken getragen werden, so dass wieder alle Plätze besetzt werden können. Gruppenreisen werden wieder erlaubt. Hotels dürfen wieder ihre Innenschwimmbäder, Saunen und Wellnessbereiche öffnen. Zudem kündigte Aiwanger an, dass auf Campingplätzen wieder gemeinsame Sanitärbereiche genutzt werden können. Dies gebe vielen Anlagen wieder eine wirtschaftliche Perspektive.

Der Landesgeschäftsführer des Hotel und Gaststättenverbands Dehoga, Thomas Geppert, begrüßte die Lockerungen als «logische Schritte in die richtige Richtung», ihnen müssten aber noch viele weiter folgen. «Jetzt müssen schnell Öffnungsperspektiven für alle anderen gastgewerblichen Betriebe geschaffen werden, insbesondere die getränkegeprägte Gastronomie», sagte er.

Bayern

16.06. 14:50

Corona-Warn-App kann heruntergeladen werden

Die neue Corona-Warn-App der Bundesregierung ist offiziell an den Start gegangen. Bundesgesundheitsminister Spahn hat sie am Vormittag vorgestellt. Die App kann helfen Kontaktpersonen von Infizierten schneller ausfindig zu machen. Bereits seit dem frühen Morgen kann die Handy-Anwendung heruntergeladen werden. Die Nutzung ist freiwillig.

Links:
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Deutschland

16.06. 10:38

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 451 positive Fälle (keine Veränderung zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 15.06.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). Die gute Nachricht des Tages: 416 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 92 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund! Nach den derzeit gültigen Vorgaben werden alle stationären Patienten der Goldberg-Klinik Kelheim GmbH vor oder bei Klinikaufnahme auf das Virus SarsCov2 getestet. Bestehen Covid-19 verdächtige Symptome, so erfolgt die Behandlung auf einer speziellen Isolierstation zumindest so lange, bis das Test Ergebnis vorliegt. In der Ilmtalklinik GmbH, Krankenhaus Mainburg werden alle stationär geplanten Patienten vor ihrer Aufnahme auf das Virus SarsCov2 getestet. Zudem werden alle stationär aufgenommenen Patienten einer Gesundheitskontrolle unterzogen und bei Vorliegen von verdächtigen Symptomen getestet und auf einer speziellen Isolierstation behandelt, bis ein negativer Test vorliegt. Das Landratsamt Kelheim weist darauf hin, dass es laut Gesundheitsamt aktuell keine bedeutsame Häufung von Fallzahlen im Landkreis Kelheim gibt d. h. die Anzahl der Infizierten ist in keiner der Gemeinden im Landkreis Kelheim signifikant anders.

Kelheim

16.06. 09:48

Verkehrsunternehmen fehlt eine Milliarde - Hilferuf an Füracker

Die öffentlichen Verkehrsunternehmen in Bayern rufen wegen coronabedingter Einnahmeverluste von bis zu 1,1 Milliarden Euro nach Hilfe der Staatsregierung. Seit Mitte März 2020 verzeichneten die bayerischen Verkehrsunternehmen Fahrgastrückgänge von bis zu neunzig Prozent, schreibt die bayerische Landesgruppe des Verbands deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in einem Brandbrief an Finanzminister Albert Füracker (CSU). Ohne staatliche Hilfe könnte das Finanzloch wegen einer befürchteten Pleitewelle in der Branche dazu führen, dass das öffentliche Verkehrsangebot in Bayern sich verschlechtert, warnen die Unternehmen in ihrem Schreiben. «Bereits auf mittlere Sicht ist die Situation existenzbedrohend», heißt es in dem Schreiben, das auch an die Landtagsfraktionen ging. SPD-Umweltexperte Florian von Brunn forderte die Staatsregierung zum Handeln auf: «Jetzt muss auch die Staatsregierung handeln und dem öffentlichen Verkehr in Bayern finanziell kräftig unter die Arme greifen.» Dazu gebe es aus sozialen und Klimaschutzgründen keine Alternative. (dpa)

Bayern

16.06. 09:09

Ministerin Huml erwartet positiven Effekt durch Corona-Warn-App

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) erwartet von der Corona-Warn-App des Bundes einen positiven Effekt im Kampf gegen das Virus. «Die App ist ein neuer wichtiger Baustein, um die Corona-Pandemie unter Kontrolle zu halten», sagte Huml am Dienstag in München. Die App helfe, Infektionsketten zu durchbrechen. Sobald sich ein Nutzer als infiziert melde, schlage die App Alarm und benachrichtige alle seine aufgezeichneten Kontakte, erläuterte die Ministerin. «Ich hoffe, dass möglichst viele Menschen in Bayern die App herunterladen werden. Die Nutzung ist freiwillig, und je mehr dabei mitmachen, desto effektiver wird sie uns alle schützen.» Die App funktioniere ohne Anmeldung und lasse keine Rückschlüsse auf die Nutzer zu, sie speichere zudem weder Namen noch Telefonnummern oder Standorte. «Niemand muss sich Sorgen um seine Privatsphäre machen, aber alle profitieren vom zusätzlichen Schutz, der mit jedem Nutzer stärker wird», sagte Huml mit Blick auf die Datenschutzdebatte, die die Entwicklung der App begleitet hatte. Die anonymisierten Daten würden lediglich dezentral auf dem eigenen Smartphone gespeichert und nach zwei Wochen gelöscht. Behörden und Betreiber der App hätten keinen Zugriff auf die Nutzerdaten.   Die lange geplante staatliche Warn-App wird am Dienstag in Berlin vorgestellt. Die App kann messen, ob sich Handynutzer über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie anderen Anwendern, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. (dpa)

Deutschland

16.06. 08:22

Regierung stellt Studie zu Kindern und Coronavirus vor

Welche Rolle spielen Kinder bei der Übertragung des Coronavirus? Zu dieser Frage haben Unikliniken in Baden-Württemberg wochenlang geforscht - und diese Frage spielt auch eine entscheidende Rolle bei der Wiedereröffnung von Kitas und Grundschulen im Land. Die grün-schwarze Landesregierung will heute (12.00 Uhr) gemeinsam mit Vertretern der Universitätskliniken in Ulm und Heidelberg die Ergebnisse einer Studie zu Kindern vorstellen. Für die Studie wurden etwa 5000 Menschen, die keine Symptome hatten, auf das Virus und auf Antikörper getestet, darunter 2500 Kinder unter zehn Jahren und je ein Elternteil. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte bereits vor rund zwei Wochen erste Erkenntnisse der Studie präsentiert: Demnach könne ausgeschlossen werden, dass Kinder besondere Treiber des aktuellen Infektionsgeschehens seien. Nach den ersten Studienergebnissen würden Kinder anscheinend nicht nur seltener krank, sondern sie seien wohl auch seltener mit dem Coronavirus infiziert als Erwachsene. So fiel auf, dass das Ausbreitungsrisiko bei Kindern in Notbetreuung nicht erhöht zu sein schien im Vergleich zu den Jungen und Mädchen, die zu Hause betreut wurden. Außerdem hätten nur bis zu zwei Prozent der gesamten Testpersonen Antikörper gebildet. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will im selben Rahmen auch über das Konzept zur Öffnung von Kitas und Grundschulen informieren. Kretschmann und Eisenmann hatten eine vollständige Öffnung der Kitas und Grundschulen bis Ende Juni angekündigt - sie stützten sich dabei auf Zwischenergebnisse der Studie. Eisenmann hatte bestätigt, dass die vollständige Öffnung der Grundschulen nur ohne Abstandsgebote gehe. In Baden-Württemberg werden nach letzten verfügbaren Zahlen vom vergangenen Jahr rund 444 000 Kinder in Kitas betreut. (dpa)

Deutschland

16.06. 07:43

Offizielle Corona-Warn-App ist da

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes ist am frühen Morgen zum Download bereitgestellt worden. Im App-Store von Google kann sie seit zwei Uhr früh heruntergeladen werden, bei Apple war sie zunächst noch nicht verfügbar. Die Anwendung, die am Vormittag vorgestellt wird, soll die Nachverfolgung von Infektionsketten erleichtern. Regierungssprecher Seibert betonte vorab, die Nutzung der App sei freiwillig.

Deutschland

16.06. 07:25

Kabinett berät über weitere Lockerungen von Anti-Corona-Maßnahmen

Nach einer kurzen Pfingstferienpause berät das Kabinett heute (10.00 Uhr) über weitere Lockerungen der  Anti-Corona-Maßnahmen in Bayern. An der Maskenpflicht dürfte dabei nicht gerüttelt werden. Wohl aber gilt als denkbar, dass die Kontaktbeschränkungen, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen worden waren, weiter gelockert werden. Grundsätzlich dürfte Bayern aber weiterhin stärker bremsen als andere Bundesländer. Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) wollen nach der Sitzung gegen 13 Uhr über die konkreten Schritte informieren. (dpa)

Deutschland

16.06. 06:54

Corona-Soforthilfen für Regensburger Studenten

Mehr als 20.000 Studenten gibt es alleine an der Uni Regensburg, 10.000 sind es an der Ostbayerischen Technischen Hochschule. Viele haben durch die Corona-Krise ihren Job verloren, etwa weil Bars und Restaurants geschlossen waren. Studenten, die deswegen finanzielle Probleme haben, können ab heute die lange erwartete Nothilfe online beantragen.  Sie können bis zu 500 Euro pro Monat bekommen, gezahlt wird für maximal drei Monate. Die Studenten dürfen höchstens  500 Euro auf dem Konto haben. Ausgezahlt wird das Geld frühestens Ende des Monats.

Regensburg Stadt

15.06. 18:14

3 Infektionsfälle und weitere Tests in Weidener Gemeinschaftsunterkunft 

Am Freitag wurde bei 36 Bewohnerinnen und Bewohnern des Gebäudes 2 der Gemeinschaftsunterkunft Weiden in der Kasernenstraße vom für den Landkreis Neustadt a.d.W. und die Stadt Weiden i.d.OPf. zuständigen Gesundheitsamt eine Reihentestung durchgeführt. Die Ergebnisse liegen nun vor: Von 36 getesteten Personen sind demnach 3 mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert. Sie werden ebenso wie der Ausgangsfall von der Unterkunftsverwaltung in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt nach Regensburg in die Quarantäne-Station auf dem Gelände der Pionierkaserne verlegt. Das Gebäude 2 der GU Weiden steht seit Donnerstag (11. Juni) unter Quarantäne.  

Im Zuge der weiteren Ermittlungen wird das zuständige Gesundheitsamt als Sicherheitsmaßnahme in den nächsten Tagen Testungen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern aller Gebäudeeinheiten durchführen.

Oberpfalz

15.06. 15:31

Update zur Corona-Pandemie im Landkreis Cham 

Im Landkreis Cham gibt es auch zum Stand heute, 15. Juni 2020, keine neuen Corona-Fälle. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt unverändert bei 0,00. Die Gesamtzahl der positiv auf den Coronavirus getesteten und bestätigten Fälle liegt wie bisher bei 430. Die Zahl der als genesen aus der Quarantäne entlassenen bestätigten Fälle hat sich um zwei auf 399 erhöht. Verstorben sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 21 Personen. Derzeit ist kein Patient in stationärer Behandlung.  

Cham

15.06. 14:59

Elfter Tag ohne neue Infektion

Nachdem auch heute kein neuer Fall im Landkreis Schwandorf aufgetreten ist, sieht die Bilanz aktuell so aus:

bestätigte Infektionen 508

statistisch wieder genesen 485

Fall noch aktiv 4

Tote 19

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 0,00.

Zwei der noch aktiven Fälle werden stationär, aber nicht intensivmedizinisch behandelt.

Schwandorf

15.06. 14:58

Keine neue Coronavirus-Infektionen bestätigt

Im Landkreis Neumarkt i.d.OPf. gab es seit Freitag keine Veränderungen bei der Zahl der Coronavirus-Infektionen. Aktuell sind damit vier mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 397.

Neumarkt

15.06. 12:07

IHK-Abschlussprüfungen für Auszubildende

Mit siebenwöchiger Verspätung beginnen am Dienstag die Abschlussprüfungen für die Auszubildenden der Industrie- und Handelskammern in Bayern. Grund für die Verschiebung der Tests für die knapp 38 000 Absolventen war die Corona-Krise, wie der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) am Montag mitteilte. Auch bei den Prüfungen gelten Hygienemaßnahmen, einen Mundschutz müssen die Auszubildenden allerdings nur beim Betreten und Verlassen der Räume tragen. Den Anfang machen am Dienstag und Mittwoch gut 11 400 Prüflinge in mehr als 130 technischen Berufen mit ihren schriftlichen Abschlussprüfungen. Am Donnerstag folgen dann gut 26 400 Prüflinge in den mehr als 60 kaufmännischen Berufen. BIHK-Präsident Eberhard Sasse wünschte den Absolventen viel Erfolg und zeigte sich zuversichtlich für ihre Zukunftsaussichten: «Für die Absolventen ergeben sich auch heuer gute und vielfältige Karriere- und Aufstiegschancen», versicherte er. (dpa)

 

Bayern

15.06. 10:48

Coronabedingte Grenzkontrollen zu Frankreich beendet

Die Bundespolizei hat die coronabedingten Grenzkontrollen zwischen Baden-Württemberg und Frankreich beendet. Seit Montag 0 Uhr könnten Franzosen und Deutsche die Grenze wieder passieren, ohne bei einer Kontrolle Dokumente für den Reisegrund vorlegen zu müssen, bestätigte die Bundespolizei in Offenburg. Temporäre Kontrollen wie vor Beginn der Coronavirus-Pandemie gebe es jedoch weiterhin. Auch müsse beim Überqueren der Grenze weiterhin ein Ausweis mitgeführt werden, betonte die Bundespolizei. Wegen der Coronavirus-Pandemie waren Mitte März an den Grenzübergängen zwischen Baden-Württemberg und Frankreich wieder Kontrollen eingeführt worden. Die Einreise in das jeweils andere Land war nur aus einem triftigen Grund möglich. Seit dem 16. Mai wurde nur noch stichprobenartig kontrolliert. Aus touristischen Interessen, etwa zum Einkaufen oder Tanken, durfte die Grenze aber nicht überquert werden. Das ist jetzt wieder erlaubt. Deutsche müssen bei der Einreise nach Frankreich auch keinen französischen Passierschein mehr mit sich führen. (dpa)

 

Deutschland

15.06. 09:57

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 451 positive Fälle (+1 zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 14.06.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). Die gute Nachricht des Tages: 416 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 92 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund! Nach den derzeit gültigen Vorgaben werden alle stationären Patienten der Goldberg-Klinik Kelheim GmbH vor oder bei Klinikaufnahme auf das Virus SarsCov2 getestet. Bestehen Covid-19 verdächtige Symptome, so erfolgt die Behandlung auf einer speziellen Isolierstation zumindest so lange, bis das Test Ergebnis vorliegt. In der Ilmtalklinik GmbH, Krankenhaus Mainburg werden alle stationär geplanten Patienten vor ihrer Aufnahme auf das Virus SarsCov2 getestet. Zudem werden alle stationär aufgenommenen Patienten einer Gesundheitskontrolle unterzogen und bei Vorliegen von verdächtigen Symptomen getestet und auf einer speziellen Isolierstation behandelt, bis ein negativer Test vorliegt. Das Landratsamt Kelheim weist darauf hin, dass es laut Gesundheitsamt aktuell keine bedeutsame Häufung von Fallzahlen im Landkreis Kelheim gibt d. h. die Anzahl der Infizierten ist in keiner der Gemeinden im Landkreis Kelheim signifikant anders.

Kelheim

15.06. 08:36

Corona-Lockerungen in Bayern für Kulturfans, Kinder, Reisende

In Bayern gelten ab heute eine Reihe weiterer Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen. Theaterbetriebe, Kinos und Konzertsäle dürfen wieder öffnen - unter Abstands- und Hygieneauflagen. So dürfen sich in geschlossenen Räumen nur bis zu 50 Zuschauer aufhalten, bei Freilichtbühnen sind bis zu 100 Zuschauer erlaubt. Ehepaare oder Familien dürfen zusammensitzen. Nach den Pfingstferien sollen wieder alle Schüler wochenweise in die Schule gehen können. Von Montag an sollen auch die Kinder zurück in die Kindergärten dürfen, die im Schuljahr 2021/22 schulpflichtig werden. Gleiches gilt für Kinder, die vor dem Übergang in den Kindergarten stehen - sie dürfen dann wieder in die Krippe gehen. Damit könnten rund 80 Prozent der Kinder wieder ihre Einrichtungen besuchen. Zum 1. Juli soll das allen möglich sein. Zudem hat die Bundesregierung die Reisewarnung für 29 europäische Länder aufgehoben. Darunter sind 25 Partnerländer Deutschlands in der Europäischen Union sowie Großbritannien, Island, die Schweiz und Liechtenstein. Für Spanien und Norwegen werden die Warnungen erst später aufgehoben, weil dort noch Einreisesperren gelten.

 

Bayern

15.06. 07:48

Landtag führt Maskenpflicht ein - AfD-Ansage könnte für Eklat sorgen

Gleich zur Einführung einer Maskenpflicht im bayerischen Landtag an diesem Montag droht wegen der angekündigten Missachtung durch die AfD-Fraktion ein Eklat. Die Spitze der rechtspopulistischen Fraktion hatte unmittelbar nach Verkündung der Maskenpflicht angekündigt, diese in ihrem «Arbeits- und Verantwortungsbereich» nicht befolgen zu wollen. Stattdessen setze sie auf die Mündigkeit ihrer Mitarbeiter und Besucher. Die AfD gehört auch bei der seit Wochen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften geltenden Maskenpflicht zu den Kritikern. Wie einige Verschwörungstheoretiker sieht sie darin eine unzulässige Bevormundung der Menschen. Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) kündigte daraufhin an, sich bei Missachtung der Vorschrift weitere Schritte vorzubehalten. Sollte es zu Verstößen kommen, könne es etwa eine Sondersitzung des Ältestenrates über dann folgende Sanktionen geben. Je nach Auslegung der Hausordnung des Landtags kann etwa Besuchern das Betreten des Gebäudes verboten werden. Auch alle Mitarbeiter im Landtag sind gehalten, Handlungen zu unterlassen, die die Tätigkeit des Landtags, seiner Gremien, Organe und Einrichtungen beeinträchtigen. Darunter könnte auch die Missachtung der Maskenpflicht verstanden werden. Nach Rücksprache von Aigner mit allen Fraktionen und einem Virologen gilt die Pflicht zur Verhüllung von Mund uns Nase aus Gründen des Infektionsschutzes ab dem 15. Juni für alle Personen im Landtag mit Ausnahme der Abgeordneten. Ihnen könne dies wegen der Freiheit des Abgeordnetenmandates nicht vorgeschrieben werden. Für sie gilt daher nur eine «dringende Empfehlung» zum Tragen einer Schutzmaske. (dpa)

Deutschland

15.06. 07:11

Immer mehr Grenzen öffnen für Touristen

Ein Hauch von Freiheit kehrt zurück: Die in der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an den deutschen Grenzen sind seit Mitternacht gestoppt. Und von heute an können Urlauber aus Deutschland wieder zu beliebten Zielen in Europa aufbrechen, darunter Österreich, Italien und Griechenland. Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes wird für die meisten europäischen Länder aufgehoben. Spanien will ab nächster Woche wieder Urlauber ins Land lassen.

Deutschland

14.06. 17:33

Keine Neuinfektionen im Landkreis Schwandorf

Nachdem auch übers Wochenende kein Fall bekannt geworden ist, gibt es im Landkreis Schwandorf seit nunmehr zehn Tagen keine neue Infektion. Seit der letzten Infektion am 4. Juni stehen wir bei 508 Corona-Fällen. Trotzdem ist das Virus nach wie vor da und es wird auch nicht einfach ohne weiteres weggehen, nur, weil wir uns dies wünschen. Deshalb müssen wir weiterhin vorsichtig bleiben.

Das Bayerische Gesundheitsministerium hat am Freitagabend die Änderung der Fünften Infektionsschutzmaßnahmenverordnung veröffentlicht. Darin ist geregelt, dass die bisherigen Einschränkungen, die heute ausgelaufen wären, nun eine Woche länger bis zum 21. Juni gelten. Gleichzeitig treten ab morgen einige Änderungen in Kraft.

Versammlungen sind weiterhin nicht generell zulässig, auch Wohnungseigentümerversammlungen bleiben bis auf Weiteres untersagt. Bei ausnahmsweise erlaubten Versammlungen im Freien liegt die Höchstgrenze künftig bei 100 und nicht mehr bei 50 Personen.

Auch die Religionsausübung erfährt eine weitere Erleichterung, denn ab Montag dürfen auch an Gottesdiensten und Zusammenkünften im Freien bis zu 100 Personen teilnehmen.

Für kulturelle Veranstaltungen in Theatern, Konzerthäusern, auf sonstigen Bühnen und im Freien gelten entsprechende Vorgaben. Gleiches gilt auch für den Betrieb von Kinos. Denn diese Aktivitäten sind – bis dato noch weitgehend untersagt –wieder grundsätzlich erlaubt, wenngleich auch unter erheblichen Auflagen und Beschränkungen.

Nach wie vor nicht zugelassen ist der Chorgesang im Bereich der Laienmusik. Hier erachten die Fachleute aufgrund einer im Vergleich zur Orchestermusik regelmäßig verstärkten Aerosolentwicklung beim Singen das Infektionsrisiko weiterhin für noch zu groß, als dass man den Laienchorgesang schon wieder freigeben könnte.

Schwandorf

14.06. 16:27

Bayern für Ende von Corona-Pause bei Abschiebungen

Angesichts sinkender Corona-Infektionen rechnet Bayerns Innenminister Joachim Herrmann für die zweite Jahreshälfte mit der Wiederaufnahme von Abschiebeflügen. «Wir haben durch die Corona-Krise neue Rahmenbedingungen. De facto sind derzeit die Flüge eingestellt, da auch die Herkunftsländer wegen der Infektionsgefahr Rückführungen kaum akzeptieren», sagte der CSU-Politiker am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in München. Er gehe aber davon aus, dass sich das im zweiten Halbjahr wieder lockern werde. «Der Luftverkehr insgesamt wird ja wieder intensiviert.»  Von Mittwoch bis Freitag konferieren die Innenminister von Bund und Ländern in Erfurt.

Perspektivisch muss es aus Herrmanns Sicht auch wieder Abschiebungen nach Syrien geben. Bei der anstehenden Innenminister-Konferenz sei eine Verlängerung des Abschiebestopps zwar noch unvermeidbar. «Unserer Meinung nach müssen insbesondere Straftäter aber auch wieder nach Syrien zurückgeführt werden können», betonte er. «In Zukunft werden wir aber eine Differenzierung durchführen müssen. So muss etwa ein straffällig gewordener Syrer, der bekennender Anhänger des Assad-Regimes ist, auch wieder nach Damaskus gebracht werden können.»

Bayern

14.06. 14:40

Corona Warn-App kommt am Dienstag

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird am Dienstag vorgestellt und freigeschaltet. Letzte Tests sind laut Deutscher Presse Agentur gut verlaufen. Die App soll dazu beitragen, Infektionsketten besser nachzuvollziehen. Wird ein Nutzer positiv getestet, kann er das in der App eintragen. Dann erhalten andere Nutzer automatisch eine Mitteilung, wenn sie sich in der Nähe des Infizierten aufgehalten haben. Die Verwendung ist freiwillig - Daten werden nicht gespeichert.

Deutschland

14.06. 10:37

Gastwirt in Burglengenfeld verstößt gegen Corona-Regeln

Eine Streife der PI Burglengenfeld kontrollierte am Samstag gegen 23.20 Uhr eine Gaststätte. Dabei konnte festgestellt werden, dass zwar der Haupteingang verschlossen war, ein Zugang über einen Hinterhof jedoch noch geöffnet war. In der Gaststätte befanden sich noch Gäste und Verwandte des Wirtes. Da Gaststätten aufgrund der Corona-Pandemie nur bis 22.00 Uhr geöffnet haben dürfen, wurde der Gastwirf aufgefordet, sein Lokal umgehend zu schließen, worüber sich dieser jedoch sehr ungehalten zeigte. Die Gäste wurden nach Personalienfeststellung gebeten, das Lokal sofort zu verlassen. Gegen den Gastwirt wird nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet.

 

 

Schwandorf

14.06. 10:35

Stuttgarter Flughafen wartet im Corona-Modus auf mehr Gäste

Monatelang herrschte in der Abflughalle des Stuttgarter Flughafens gähnende Leere - nun geht es ab nächster Woche wieder los. «Die Aufhebung der Reisewarnung zeigt bereits erste positive Effekte», sagte ein Flughafen-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Im Laufe des Monats starteten wieder vermehrt Airlines und nähmen zunehmend internationale Ziele ins Programm. Aber: «Das Wiederanlaufen des Luftverkehrs wird sich nach unserer Einschätzung über den gesamten Sommer ziehen.» Es könne sogar Jahre dauern, bis das Niveau von 2019 wieder annähernd erreicht sei.

Von nächster Woche an fällt für viele europäische Länder die Reisewarnung der Bundesregierung weg und Grenzen werden geöffnet - entsprechend starten wieder mehr Flieger. Vorbereitet ist man, versichert ein Flughafensprecher - nur wie hoch die Zahl der Gäste und letztlich auch der Flieger sein wird, könne man beim besten Willen nicht vorhersagen. Die Entwicklung hänge stark von der Verkehrsentwicklung ab, die wiederum maßgeblich von den geltenden Reisebestimmungen beeinflusst werde.

Die Gäste erwartet in jedem Fall ein anderes Flughafenerlebnis als bisher. Unter anderem soll nach Angaben des Airports nur jeder zweite Check-in-Schalter besetzt sein, um die Corona-Abstandsregelungen einzuhalten. Auch Plexiglasscheiben wurden aus Sicherheitsgründen angebracht und Spender mit Desinfektionsmittel aufgestellt. Zudem gilt am Flughafen überall Maskenpflicht. Änderungen gibt es auch beim Boarding - das hauptsächlich über Fluggastbrücken stattfinden soll. Werden Busse eingesetzt, sollen wenn nötig mehrere Fahrzeuge fahren, damit die Menschen nicht dicht auf dicht stehen.

Die Bundespolizei, die für die Sicherheitskontrolle zuständig ist, bittet Fluggäste, in jedem Fall etwas mehr Zeit mitzubringen - denn auch bei der Security muss Abstand gewahrt werden. «Es wäre sinnvoll, sich bei der jeweiligen Airline zu erkundigen, wann der Check-in-Schalter öffnet, und dann so früh wie möglich da zu sein», sagte eine Sprecherin. Außerdem sei es sinnvoll, sich über die jeweiligen Corona-Regeln in den Zielländern zu informieren.

Insgesamt operiert der Flughafen weiterhin auf Sicht. Viele der rund 2200 Mitarbeiter des Airports sind in Kurzarbeit, betroffen sind vor allem jene, die im Gepäcktransport und bei der Abfertigung der Passagiere arbeiten. Auch viele Geschäfte sind geschlossen; eine Grundversorgung etwa von Apotheke, Supermarkt und Bäcker sei jedoch gegeben, die anderen Shops würden nach und nach hinzukommen. Wann die bei vielen Gästen beliebte Besucherterrasse geöffnet werden kann, soll nächste Woche entschieden werden.

Deutschland

14.06. 09:23

Mit mehr Tests gegen Corona / Baden- Würtemberg erarbeitet neues Konzept

Um Corona-Infektionen einzudämmen und schneller zur Normalität zurückkehren zu können, soll es deutlich mehr Tests geben. «Wir arbeiten an einem Test-Konzept, das voraussichtlich am 23. Juni im Kabinett vorgestellt werden soll», sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Sozialministeriums. Das Land sei froh, dass es nun auch ein Signal vom Bund gebe, sagte er in Hinblick auf eine neue Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die eine Reihe zusätzlicher Testmöglichkeiten auf Kassenkosten festlegt. 

Das Land hat schon zuvor Altenheime flächendeckend durchtesten lassen - auch ohne, dass Symptome vorlagen. Noch sind keine Einzelheiten des Landeskonzepts bekannt. Doch die Richtung ist klar: Tests ausweiten und Kapazitäten hochfahren. «Solange es kein Impfmittel gibt, müssen wir testen.»

Deutschland

13.06. 14:30

Landesamt: 47 613 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2536 Tote

 In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 47 613 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2536 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Webseite mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 44 140 Personen.

Bayern

13.06. 14:02

Autozulieferer Ifa baut wegen Corona-Krise weltweit 400 Jobs ab

Sachsen-Anhalts größter Autozulieferer Ifa muss wegen der Corona-Krise weltweit rund 400 Arbeitsplätze abbauen. Das sagte Geschäftsführer Arno Haselhorst dem Mitteldeutschen Rundfunk. Eigentlich sei geplant gewesen, Ifa ohne Kündigungen zu sanieren. Doch die negativen Folgen der Corona-Pandemie hätten die Firma bei den Umstrukturierungsplänen um ein Jahr zurückgeworfen. Es sei davon auszugehen, dass Ifa bis Jahresende 20 Prozent weniger Umsatz mache als geplant. Daher wurden in den Werken in den USA und Polen laut Haselhorst schon Beschäftigte entlassen. Am Hauptsitz in Haldensleben gehen nach MDR-Informationen 100 Jobs verloren.

Ifa produziert Seiten- und Gelenkwellen, die für den Antrieb von Autos benötigt werden. Nach früheren Angaben beschäftigt die Firma weltweit 3300 Mitarbeiter, davon 2000 in Sachsen-Anhalt. Ifa war zuletzt in finanzielle Schwierigkeiten geraten und hatte einen strikten Sanierungsplan aufgestellt. 

Deutschland

13.06. 11:14

Neuer Corona-Ausbruch in Peking

Erstmals seit vielen Wochen erlebt Peking wieder einen größeren Ausbruch des Coronavirus. Auf einem Großmarkt der chinesischen Hauptstadt wurden bei anfangs 500 Tests schon 45 Infektionen entdeckt. Im Umfeld wurden elf Wohnviertel abgeriegelt sowie Kindergärten und Schulen zugemacht. Medienberichten zufolge haben die Ermittler das Virus bis auf ein Hackbrett zurückverfolgt, auf dem importierter Lachs verarbeitet wurde.

WELT

13.06. 09:28

Keine Neuinfektionen im Landkreis Schwandorf

Erfreuliche Zahlen aus dem Landkreis Schwandorf: Dort gab es acht Tage in Folge keine Corona-Neuinfektionen. Die Behelfskrankenhäuser in Schwandorf und Oberviechtach werden vorerst aber trotzdem noch nicht aufgelöst, teilte das Landratsamt jetzt mit. Auch an allen vier Krankenhäusern im Landkreis Schwandorf sollen weiterhin Intensivbetten für Corona-Patienten freigehalten werden. Das Landratsamt hat sich gegen eine Zusammenlegung auf nur zwei Kliniken entschieden.

Schwandorf

13.06. 08:29

FDP: Opfer häuslicher Gewalt bekommen zu wenig Schutz

 

Kommt die große Welle von Frauen, die in der Corona-Krise verletzt oder bedroht wurden, noch? Darüber streiten FDP und Landesregierung. Aus Sicht der Liberalen war das Land schon vor der Pandemie bei Zufluchtsmöglichkeiten schlecht ausgestattet.

 Die Gewalt von Partnern oder Ex-Partnern gegen Frauen nimmt zu - doch die Landesregierung hinkt aus Sicht der Landtags-FDP beim Hilfsangebot hoffnungslos hinterher. Seit 2011 mit 10 872 Fällen habe häusliche Gewalt um rund 20 Prozent zugenommen, aber die Kapazität in den Frauen- und Kinderschutzhäusern habe sich seitdem nicht verändert, monierte Nico Weinmann, Vizechef der FDP-Fraktion, die eine entsprechende Anfrage an das Sozialministerium gestellt hatte. Im vergangenen Jahr lag die Zahl der Plätze bei 756 - vor knapp einem Jahrzehnt bei 757. Die derzeit 42 Frauen- und Kinderschutzhäuser werden von den Kommunen, vom Land auf freiwilliger Basis und mit Spenden und Bußgeldern finanziert.

Es sei zu befürchten, dass die 2019 um zehn Prozent erhöhte Zahl von Gewalt in und nach Beziehungen auch in diesem Jahr weiter wachse, sagte Weinmann der Deutschen Presse-Agentur. «Die Annahme der Landesregierung, der Corona-Lockdown hätte zu keinem Anstieg häuslicher Gewalt geführt, hat nicht viel mit der Realität zu tun, sondern ist ein Wunschdenken, um die Folgen der eigenen Politik zu kaschieren.»

Das Sozialministerium verweist indes auf Angaben der Polizei, wonach während der Corona-Krise keine signifikant veränderte Entwicklung bei den Fallzahlen zu beobachten sei. Weinmann macht hingegen darauf aufmerksam, dass laut dem Ressort von Manne Lucha (Grüne) Frauen die beengten Verhältnisse in den Frauenhäusern aus Angst vor Ansteckung mit dem Corona-Virus meiden. Sie blieben im häuslichen Umfeld oder zögen sich dorthin zurück, um nach Ende der Krise wieder bei den Frauenhäusern anzuklopfen. 

Die Zahl der von der polizeilichen Kriminalstatistik erfassten Taten in Ehen, Partnerschaften oder nach Beendigung derselben lag 2019 bei 13 084 (Vorjahr: 12 109). 483 Mal war ein Messer im Spiel, 25 Mal eine Schusswaffe, von der sieben Mal Gebrauch gemacht wurde. Ein Schlagstock wurde vergangenes Jahr in 18 Fällen eingesetzt - 2011 waren es 4.

Weinmann bedauert auch, dass es zu viele weiße Flecken in der Hilfe für die zu 80 Prozent weiblichen Opfer gebe: In neun Landkreisen existierten immer noch keine eigenen Frauen- und Kinderschutzhäuer. In den Ballungsräumen Stuttgart und Mannheim stießen die Zufluchtsstätten an das Limit ihrer Belegung. Die Beteiligung des Landes sei mit 1,2 Millionen Euro oder etwa 30 000 Euro pro Einrichtung pro Jahr sehr überschaubar. Weinmann: «Hier muss das Land mehr Verantwortung übernehmen, damit Betroffene die nötige Unterstützung erhalten.»

Deutschland

13.06. 07:28

Stuttgarter Flughafen fährt Betrieb wieder hoch

Von nächster Woche an fällt für viele europäische Länder die Reisewarnung der Bundesregierung weg - entsprechend werden wieder vermehrt Flieger von Stuttgart aus ins Ausland starten. Am Flughafen werden die Reisenden dabei etliche Änderungen erleben. Unter anderem soll nach Angaben des Airports nur jeder zweite Check-in-Schalter besetzt sein, um die Corona-Abstandsregelungen einzuhalten. Auch Plexiglasscheiben wurden aus Sicherheitsgründen angebracht und Spender mit Desinfektionsmittel aufgestellt. Zudem gilt am Flughafen überall Maskenpflicht.

Vorbereitet ist man, versichert ein Flughafensprecher - nur wie hoch die Zahl der Gäste und letztlich auch der Flieger sein wird, vermag man bei der Flughafengesellschaft beim besten Willen nicht vorherzusagen. Die Bundespolizei, die für die Sicherheitskontrolle zuständig ist, bittet Fluggäste, in jedem Fall etwas mehr Zeit mitzubringen - denn auch bei der Security muss Abstand gewahrt werden. «Es wäre sinnvoll, sich bei der jeweiligen Airline zu erkundigen, wann der Check-in-Schalter öffnet, und dann so früh wie möglich da zu sein», sagte eine Sprecherin.

Deutschland

13.06. 07:27

Polens Grenzen zu EU-Ländern wieder geöffnet

Nach knapp drei Monaten hat Polen seine Grenzen zu allen EU-Nachbarländern in der Nacht zum Samstag wieder geöffnet. Dies bedeute, dass es auch keine Fieber-Kontrollen und keine Quarantänepflicht für Einreisende aus der EU mehr gebe, sagte eine Sprecherin des polnischen Grenzschutzes am Samstag laut Nachrichtenagentur PAP. «Wir kehren zum freien Reisen zurück.» Bereits seit Freitag waren die Kontrollen an der litauisch-polnischen Grenze weggefallen. Seit Samstag um Mitternacht gilt dies auch für die Grenzen zu Deutschland, Tschechien und der Slowakei. Die Auflagen für Reisende aus Nicht-EU-Staaten wurden gelockert. Kontrollen an den Grenzen zur Ukraine, Weißrussland und zur russischen Exklave Kaliningrad (Königsberg) bleiben dagegen erhalten. 

Mitte März hatte die nationalkonservative Regierung in Warschau als Schutzmaßnahme gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus die EU-Binnengrenzen für Ausländer geschlossen. Ausnahmen galten für Menschen mit Daueraufenthaltsgenehmigung, für Lastwagenfahrer und Diplomaten. Polen, die aus dem Ausland zurückkehrten, mussten für 14 Tage in Quarantäne. Die Einführung dieser Regelung hatte besonders Pendler an der deutsch-polnischen Grenze hart getroffen. Für sie wurde erst später eine Ausnahmeregelung vereinbart.

Ab dem 16. Juni soll es nun auch wieder Flüge zu Zielen innerhalb der EU geben. Wann die ebenfalls für fast drei Monate gekappten internationalen Zugverbindungen innerhalb der EU wieder aufgenommen werden, war zunächst noch nicht klar. Der Eurocity, der Warschau mit Berlin verbindet, wird seit der Grenzschließung nach Norden in die Hafenstadt Stettin (Szczecin) umgeleitet.

Internationale Zugverbindungen in die Nachbarländer Polens, die keine EU-Mitglieder sind, soll es auch weiterhin nicht geben. Für die Bürger Russlands, Weißrusslands und der Ukraine gilt: Sie dürfen nach Polen einreisen, wenn sie Ehepartner oder Kinder polnischer Staatsbürger sind oder in Polen eine Arbeitsgenehmigung haben. Arbeitnehmer aus diesen Ländern müssen nach ihrer Einreise nicht in eine 14-tägige Quarantäne. 

WELT

13.06. 07:26

Corona verursacht Verfahrensflut an Verwaltungsgerichten

Die Corona-Pandemie hat auch heftige Auswirkungen auf die Justiz in Bayern. Hunderte Fälle im Zusammenhang mit der Krise sind schon vor Gericht gelandet - und viele weitere dürften folgen.

Die Corona-Krise hat den bayerischen Verwaltungsgerichten eine wahre Verfahrensflut beschert. Hunderte Verfahren und Eilverfahren waren oder sind dort noch anhängig. Allein am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof wurden nach Angaben einer Sprecherin schon rund 90 Normenkontroll-Eilverfahren und 16 Normenkontrollverfahren erledigt, die im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie standen. 

Als Normenkontrolle bezeichnet man die richterliche Überprüfung von Rechtsvorschriften mit höherrangigem Recht wie den Grundrechten. 14 Normenkontrolleilverfahren und 60 Normenkontrollverfahren seien noch anhängig, über die bislang noch nicht entschieden wurde. Außerdem wurden 16 Beschwerden gegen erstinstanzliche Urteile erledigt, drei sind nach Angaben des Gerichtshofes noch offen. 

Thematisch ging es dabei nach Angaben einer Gerichtssprecherin zunächst vor allem um die Ausgangsbeschränkungen in Bayern im Allgemeinen oder um die Vorschrift, sich nach einer Rückkehr aus Risikogebieten in Quarantäne begeben zu müssen. Außerdem ging es um die Versammlungsfreiheit und Regelungen im Einzelhandel, auf denen nach Gerichtsangaben ein Schwerpunkt lag. Dabei sei insbesondere die Differenzierung nach der Größe der Verkaufsfläche betroffen gewesen. «Auch die Maskenpflicht sowie die Regelungen hinsichtlich der Gastronomie werden zum Gegenstand von Verfahren gemacht.»

Doch nicht nur die höchste bayerische Instanz im Verwaltungsrecht hat wegen Corona viel zu tun - die ersten Instanzen auch. An den sechs Verwaltungsgerichten in Ansbach, Augsburg, Bayreuth, München, Regensburg  und Würzburg wurden insgesamt schon 129 Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes und 35 Hauptsacheverfahren erledigt, wie der Verwaltungsgerichtshof auf Anfrage mitteilte. Anhängig waren (Stand 2. Juni) noch 55 Hauptsacheverfahren und 26 Eilverfahren. 

Erst am Freitag hatte das Verwaltungsgericht in Regensburg das Wellness-Verbot in Corona-Zeiten für ein Hotel im Bayerischen Wald gekippt. Sauna und Indoor-Pool dürften trotz der Pandemie genutzt werden, entschied das Gericht. Es sah «eine vollständige Betriebsuntersagung der Wellnesseinrichtungen des Hotels als Schutzmaßnahme gegen die Verbreitung des Corona-Virus als nicht erforderlich» an. Abgelehnt wurde dagegen die Öffnung eines Dampfbades und einer Infrarotkabine.

Die Verwaltungsgerichte sind nicht die einzigen, die sich mit den juristischen Seiten der Pandemie befassen müssen. Die Sozialgerichte im Freistaat erwarten nach Angaben einer Sprecherin des Landessozialgerichtes in München einen Anstieg von Klagen im Zusammenhang mit der Arbeitslosenversicherung - ebenso im Bereich der Grundsicherung und der Krankenversicherung. «Das Ausmaß lässt sich derzeit aber noch nicht einschätzen», sagte die Sprecherin. 

Und auch auf die Strafgerichte könnte infolge von Corona einiges zukommen. Schon Mitte Mai teilte das Justizministerium mit, dass bayerische Behörden in mehreren Dutzend Fällen gegen Corona-Betrüger ermitteln. Die Zentralstelle Cybercrime Bayern verfolgt zum Beispiel Fälle von Erpressung mit perfiden Schreiben, in denen mit der Veröffentlichung sensibler persönlicher Daten gedroht wird - und zusätzlich damit, die ganze Familie mit dem Coronavirus anzustecken. Möglich, dass auch diese Fälle irgendwann vor Gericht landen. 

Bayern

12.06. 18:36

Auch Gaststätten hoffen auf Lockerungen

Nicht nur die Hotels, auch die Gaststätten hoffen auf Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen. Man stehe kurz davor, das Gastgewerbe völlig an die Wand zu fahren, warnte der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur. Seit die Gasthäuser in Bayern wieder öffnen dürfen, sind die Infektionszahlen nicht gestiegen - also könne man auch die Corona-Bestimmungen wieder lockern, so der Verband. Der Mindestabstand müsse verkleinert werden. Zudem fordert der Verband finanzielle Hilfen, die Wirte in Not nicht zurückzahlen müssen. Es stehe eine Menge auf dem Spiel: insgesamt seien etwa 400.000 Menschen seien in der bayerischen Gastronomie und Hotellerie beschäftigt. Diese Arbeitsplätze müssten gerettet werden.

Bayern

12.06. 17:37

Hotel- und Gaststättenverband fordert nach Gerichtsurteil Öffnung von Wellnessbereichen

Wie berichtet, hat das Verwaltungsgericht Regensburg heute festgestellt, dass die 5. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung dem Betrieb des Innenschwimmbeckens, einer Sauna im Innenbereich sowie einer Sauna im Außenbereich eines Hotels nicht entgegensteht.

„Wir begrüßen den Beschluss des Regensburger Verwaltungsgerichts“, so Dr. Thomas Geppert, Landesgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern, „er gibt unserer Argumentation recht, weswegen wir fordern, dass die Bayerische Staatsregierung flexibel und schnell handelt, um eine Klagewelle zu verhindern und weiteren Schaden von der Branche abzuwenden. Insbesondere 4 und 5-Sterne Hotels können entscheidende Dienstleistungen wie beispielsweise Wellness- und Spabereiche mit Saunen und Indoorpools noch nicht nutzen. Familien mit Kindern suchen sich ihren Urlaub jedoch oftmals genau nach diesen Vorgaben aus. Infolgedessen weichen sie derzeit auf Österreich und andere Bundesländer aus. Reihenweise Stornierungen von bereits im Vorfeld gebuchten Aufenthalten sowie ausbleibende Neubuchungen belegen dies eindrucksvoll. Aber auch ganze Kommunen leiden darunter, dass ihre Thermen derzeit nicht geöffnet sein dürfen, was einen großen Schaden für die ansässige Hotellerie, ja den ganzen Ort bedeutet.“

Das Verwaltungsgericht hat dem Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz stattgegeben, weil sie eine vollständige Betriebsuntersagung der Wellnesseinrichtungen des Hotels als Schutzmaßnahme gegen die Verbreitung des Corona-Virus als nicht erforderlich angesehen hat. Zwar sei die Corona-Pandemie noch keinesfalls überstanden. Allerdings hätte der Verordnungsgeber unter Berücksichtigung des derzeitigen Infektionsgeschehens zu dem Ergebnis kommen müssen, dass auch weniger einschneidende Schutz- und Hygienemaßnahmen geeignet seien, um das mit dem Betrieb von Wellnesseinrichtungen verbundene Infektionsrisiko einzudämmen. Außerdem verstoße die für Saunas und Innenschwimmbecken grundsätzlich geltende vollständige Betriebsuntersagung gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Im Vergleich zu anderen geöffneten Einrichtungen wohne derartigen Wellnesseinrichtungen kein Infektionsrisiko inne, das auch bei Anwendung umfassender Schutz- und Hygienemaßnahmen eine Öffnung gänzlich ausschließe, so das Gericht.

Geppert verweist auf einen für die Branche zusätzlich sehr wichtigen Aspekt: „Das Verwaltungsgericht Regensburg hat in seinem Beschluss zudem klargestellt, dass ein Verbot, Gruppenreservierungen entgegenzunehmen, nicht gerechtfertigt sei.“ Laut Gericht habe das Rahmenkonzept lediglich die Funktion einer Empfehlung oder Handreichung. Der Hotelier hätte im Einzelfall anhand seines Schutz- und Hygienekonzeptes zu prüfen, ob die Annahme einer Gruppenreservierung möglich sei oder nicht.

Bayern

12.06. 17:02

Nach positivem Corona-Test müssen 55 Menschen in Quarantäne

Nachdem sich ein Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft in Weiden in der Oberpfalz mit dem Coronavirus infiziert hat, müssen mehr als 50 weitere Bewohner vorsorglich in Quarantäne. Das Gesundheitsamt habe am Freitag 36 Bewohner auf das Virus getestet, teilte die Regierung der Oberpfalz mit.

Da die Kontaktpersonen nicht sicher nachverfolgt werden konnten, stellte das Gesundheitsamt das gesamte betroffene Gebäude unter Quarantäne. Wie lange die 55 Bewohner, zu denen auch Kleinkinder zählen, ihre Zimmer nicht verlassen dürfen, war zunächst unklar. Ein Catering-Service versorge die Bewohner mit Essen, hieß es.

Die Gemeinschaftsunterkunft Weiden besteht aus insgesamt sechs getrennten Gebäuden, in denen derzeit insgesamt 140 Menschen leben.

Oberpfalz

12.06. 17:01

Seit neun Tagen keine Neuinfizierungen im Landkreis Straubing-Bogen

Die Sieben-Tages-Inzidenz bezogen auf 100.000 Einwohner liegt somit Stand Freitag, 12. Juni, 10 Uhr, den zweiten Tage in Folge bei Null. Entsprechend nimmt auch die Anzahl der aktuell Infizierten immer weiter ab und liegt nur noch bei 73. Eine genaue Datenerhebung über Genesene ist vom Robert-Koch- Institut aber nicht vorgesehen, so dass die Gesamtzahl der Genesenen auch höher sein kann. Verstorben sind bisher 29 Personen aus dem Landkreis. Derzeit befinden sich vier Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung in den Landkreis-Krankenhäusern.

Niederbayern

12.06. 16:36

7-Tage-Inzidenz im Landkreis Schwandorf liegt bei 0,00

Da heute am achten Tag in Folge keine Neuinfektion bekannt geworden ist und der letzte Tageseinzelwert vom 4. Juni aus der 7-Tages-Betrachtung herausgefallen ist, liegt der Inzidenzwert aktuell bei 0,00, meldet das Landratsamt.

Am Landratsamt sind fünf Bürgertelefone besetzt sowie drei weitere Telefone für Terminvergaben für unaufschiebbare Angelegenheiten. Auch wenn die Zulassungsstelle in Oberviechtach aus Gründen des Infektionsschutzes für den Parteiverkehr noch nicht vollständig öffnen kann, tritt eine Verbesserung ein. Nach einem Zulassungsvorgang, zu dem die Unterlagen mit der Post übersandt wurden, können die Unterlagen ab Montag auch bei den Schalterkräften der Dienststelle Oberviechtach abgeholt werden. Dabei sind die Hygieneschutzmaßnahmen einzuhalten (nur eine Person am Schalter, Mund-Nasen-Schutz, Sicherheitsabstand gemäß Klebeband). Nicht möglich ist eine Bezahlung mit Bargeld. Die Zulassungsunterlagen werden mit Kostenrechnung ausgehändigt, wobei sich der Abholer auszuweisen hat.

Betten werden nicht „verschoben“

Geprüft wurde eine Zusammenlegung von Intensivbetten für COVID-19-Patienten auf nur mehr zwei statt bislang vier Kliniken im Rettungsdienstbereich. Entschieden wurde, dass diese Konzentrierung bis auf Weiteres nicht stattfindet. Alle vier Kliniken haben sich organisatorisch mit großem Aufwand auf die Vorhaltung eingestellt und haben derzeit auch keinerlei Probleme, trotz dieser Vorhaltung die Notfallversorgung der Bevölkerung für andere Erkrankungen aufrecht zu erhalten. Vorzuhalten sind noch mindestens 25 Prozent der Intensivkapazitäten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit für die Behandlung von COVID-19-Erkrankten.

Auch an den beiden Behelfskrankenhäusern in Schwandorf und Oberviechtach wird noch festgehalten. Fortlaufende Überprüfungen finden aber auch in diesen Fällen statt.

Schwandorf

12.06. 15:17

Verwaltungsgericht Regensburg: Hotel im Bayerischen Wald darf Wellness-Bereich öffnen

Das Verwaltungsgericht Regensburg hat mit Eilbeschluss vom 12. Juni 2020 im Wege der einstweiligen Anordnung vorläufig festgestellt, dass die 5. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (5. BayIfSMV) dem Betrieb des Innenschwimmbeckens, einer Sauna im Innenbereich sowie einer Sauna im Außenbereich des Hotels der Antragstellerin nicht entgegensteht. Erforderlich ist dafür jedoch, dass die für den Trainingsbetrieb in geschlossenen Räumen von Sportstätten und Fitnessstudios bzw. die für Freibäder und Außenanlagen von Badeanstalten geltenden infektionsschutzrechtlichen Anforderungen eingehalten werden.

Die Antragstellerin betreibt im Bayerischen Wald ein Hotel, das sowohl im Innenals auch im Außenbereich über Wellnesseinrichtungen verfügt. Nach § 11 der 5. BayIfSMV sind derartige Freizeiteinrichtungen an sich geschlossen. Die Antragstellerin will die Wellnessbereiche ihres Hotels aber mit einem Hygieneschutzkonzept betreiben können. Die 14. Kammer des Verwaltungsgerichts Regensburg hat dem Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz in Bezug auf Innenschwimmbecken sowie Innen- und Außensaunas stattgegeben, weil sie eine vollständige Betriebsuntersagung der Wellnesseinrichtungen des Hotels als Schutzmaßnahme gegen die Verbreitung des Corona-Virus als nicht erforderlich angesehen hat. Zwar sei die Corona-Pandemie noch keinesfalls überstanden. Allerdings hätte der Verordnungsgeber unter Berücksichtigung des derzeitigen Infektionsgeschehens zu dem Ergebnis kommen müssen, dass auch weniger einschneidende Schutz- und Hygienemaßnahmen geeignet sind, um das mit dem Betrieb von Wellnesseinrichtungen verbundene Infektionsrisiko einzudämmen. Außerdem verstoße die für Saunas und Innenschwimmbecken grundsätzlich geltende vollständige Betriebsuntersagung gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Im Vergleich zu anderen geöffneten Einrichtungen wohne derartigen Wellnesseinrichtungen kein Infektionsrisiko inne, das auch bei Anwendung umfassender Schutz- und Hygienemaßnahmen eine Öffnung gänzlich ausschließe.

Abgelehnt hat das Gericht hingegen, vorläufigen Rechtsschutz auch für die angestrebte Öffnung von Dampfbad und Infrarotkabine zu gewähren. Insoweit habe die Antragstellerin schon nicht dargelegt, wie diese Einrichtungen betrieben werden sollen und wie sich deren Betrieb auf das Infektionsrisiko auswirke.

Bayern

12.06. 12:53

Keine neue Coronavirus-Infektionem bestätigt

Im Landkreis Neumarkt ist kein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Neun Personen wurden als genesen gemeldet. Aktuell sind damit vier mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 397.

Neumarkt

12.06. 11:07

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 450 positive Fälle (keine Veränderung zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 09.06.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). Die gute Nachricht des Tages: 416 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 92 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund! Aktuell gelten damit alle Personen im Landkreis Kelheim, die positiv auf das Virus SarsCov2 getestet wurden, aufgrund ihrer Entlassung aus der Quarantäne als genesen. Das Landratsamt Kelheim betont, dass dies jedoch lediglich eine Momentaufnahme darstellt. Nach den derzeit gültigen Vorgaben werden alle stationären Patienten der Goldberg-Klinik Kelheim GmbH vor oder bei Klinikaufnahme auf das Virus SarsCov2 getestet. Bestehen Covid-19 verdächtige Symptome, so erfolgt die Behandlung auf einer speziellen Isolierstation zumindest so lange, bis das Test Ergebnis vorliegt. In der Ilmtalklinik GmbH, Krankenhaus Mainburg werden alle stationär geplanten Patienten vor ihrer Aufnahme auf das Virus SarsCov2 getestet. Zudem werden alle stationär aufgenommenen Patienten einer Gesundheitskontrolle unterzogen und bei Vorliegen von verdächtigen Symptomen getestet und auf einer speziellen Isolierstation behandelt, bis ein negativer Test vorliegt. Das Landratsamt Kelheim weist darauf hin, dass es laut Gesundheitsamt aktuell keine bedeutsame Häufung von Fallzahlen im Landkreis Kelheim gibt d. h. die Anzahl der Infizierten ist in keiner der Gemeinden im Landkreis Kelheim signifikant anders.

Kelheim

12.06. 10:37

Gaststättenverband fürchtet Hochzeitstourismus in Grenzregionen

Angesichts unterschiedlicher Corona-Regeln fürchtet der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband einen Hochzeitstourismus in Grenzregionen Bayerns. Ein Abwandern der Gäste drohe vor allem nach Baden-Württemberg, aber auch nach Österreich, sagte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert. «Die Menschen werden jetzt Hochzeiten planen, wo es wieder möglich ist. Während in Baden-Württemberg seit Dienstag wieder Feiern mit bis zu 99 Gästen erlaubt sind, gebe es im Freistaat dafür noch keine Perspektive. «Das ist wirklich ein Nachteil», sagte Geppert. Grundsätzlich sei das vorsichtige Vorgehen der Staatsregierung zwar «durchaus richtig», so der Landesgeschäftsführer. «Wir benötigen aber dringend mehr Planbarkeit.» Lieber solle die Politik Entscheidungen mit mehr Vorlauf treffen - und sie notfalls bei höheren Infektionszahlen wieder zurücknehmen. «Entscheidungen über Familienfeiern werden ja lange im Voraus getroffen.» Doch in Bayern könnten Wirte derzeit keine Antworten auf entsprechende Anfragen geben. «Deshalb sollte man die Vorschriften angleichen», betonte Geppert. Einen Hochzeitstourismus aus Bayern könne man aktuell nicht feststellen, «auch wenn es Einzelfälle dieser Art geben mag», sagte ein Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbands Baden-Württemberg. Grundsätzlich habe Geppert aber recht: «Gleiche Wettbewerbsbedingungen für Betriebe in benachbarten Bundesländern sind anzustreben.» Auch der Bund deutscher Hochzeitsplaner teilte mit, man könne bisher keinen Hochzeitstourismus beobachten. Doch auch dort bereiten die unterschiedlichen Vorgaben Schwierigkeiten. «Wir verfolgen jede Pressekonferenz, suchen mehrmals täglich nach aktuellen Informationen auf den Seiten der Bundesländer und Städte», sagte eine Sprecherin. «Was hier verboten ist, ist dort erlaubt. Keine einfache Aufgabe, dies unseren Brautpaaren plausibel zu vermitteln.» Viele Paare seien daher nach wie vor sehr verunsichert - und hätten deshalb geplante Feiern bereits in den Herbst und Winter oder gleich auf den nächsten Sommer verschoben.

Bayern

12.06. 09:19

Corona reißt Finanzloch von über 400 Milliarden

Die Corona-Krise reißt nach einer Schätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln eine Finanzlücke von über 400 Milliarden Euro in die Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden. Die Ökonomen des arbeitgebernahen Instituts gehen allein für den Bund in diesem Jahr von einem Neuverschuldungsbedarf von über 286 Milliarden Euro aus. Die deutsche Schuldenquote - das ist die Höhe der öffentlichen Verschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt - wird demnach quasi auf einen Schlag von knapp 60 auf 81 Prozent steigen. Auftraggeber der am Freitag veröffentlichten Untersuchung ist die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) in München. Demnach belief sich die Finanzlücke von Bund, Ländern und Gemeinden in diesem Jahr schon vor dem Konjunkturpaket auf 287,5 Milliarden Euro, zusammengesetzt aus Mehrausgaben auf der einen und Mindereinnahmen auf der anderen Seite. Davon entfallen nach IW-Berechnung 166 Milliarden auf den Bund, hinzu kommen die 120 Milliarden des Konjunkturpakets, insgesamt also 286 Milliarden Euro für den Bund. Die Wirtschaftsforscher stellen diese Summe ausdrücklich unter Vorbehalt. Einerseits könnte der Bund Finanzierungsspielräume durch bislang nicht ausgegebene Gelder haben. Andererseits könnte sich aber die coronabedingte Rezession noch verschärfen. Die Finanzlücke der Länder schätzt das IW auf 101 Milliarden Euro, die Gemeinden trifft die Corona-Krise demnach mit 20 Milliarden Euro, womit sich die Gesamtsumme von über 400 Milliarden ergibt. Die bayerische Wirtschaft als Auftraggeber begrüßt zwar das Konjunkturprogramm, warnt aber vor einer Überlastung der Staatskasse: «Die öffentlichen Haushalte sind nicht beliebig strapazierbar», sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. «Öffentliche Investitionen müssen auch in der Krise konsequent auf Innovationen und Zukunftstechnologien ausgerichtet werden, denn unsere Wettbewerbsfähigkeit hängt von der Weiterentwicklung der Infrastruktur und der Bildung ab.» (dap)

Deutschland

12.06. 08:47

Piazolo wünscht sich mehr Computer für Bayerns Lehrer und Schüler

Nach den Erfahrungen in der Corona-Pandemie will Bayerns Kultusminister Michael Piazolo Referendaren, Lehrern und Schülern mehr mobile Endgeräte für Zuhause zur Verfügung stellen. «Wir haben in den vergangenen Wochen einiges gelernt, was wir beibehalten wollen für die Schule der Zukunft», sagte der Freie-Wähler-Politiker der dpa in München. Durch die Dynamik bei den Infektionszahlen habe sich notgedrungen auch eine Dynamik bei der Digitalisierung an den Schulen ergeben. Dies müsse man nun genauso dynamisch weiterführen - allerdings habe die Krise auch gezeigt, wie unverzichtbar der klassische Präsenzunterricht sei. Um flexiblere Unterrichtsgestaltungen zu ermöglichen, sei in einem ersten Schritt denkbar, Referendare technisch entsprechend auszustatten und langfristig dann auch alle Schüler. «Das geht natürlich nicht alles auf einen Schlag, aber die Richtung muss dahin gehen», betonte Piazolo. Eine Hürde sei bisher immer die Finanzierung gewesen. Doch den Kommunen als verantwortliche Sachaufwandsträger der Schulen stünden derzeit fast 1,1 Milliarden Euro aus Fördertöpfen von Bund und Land zur Verfügung. «Mein Wunsch wäre es, dass die Schulaufwandsträger noch in diesem Jahr für die Beschaffung der Geräte einen möglichst hohen Anteil dieser Mittel investieren. Ich möchte hierzu zeitnah den Dialog mit den kommunalen Spitzenverbänden fortsetzen, um ein gemeinsames Vorgehen zu vereinbaren.» (dpa)

Deutschland

12.06. 08:38

EU will sich Impfstoff-Kapazitäten sichern

Für EU-Bürger soll es schnell genug Corona-Impfstoff geben - wenn ein entsprechender Stoff auf den Markt kommt. Um das zu erreichen, will die EU-Kommission Vorverträge mit Pharmafirmen schließen. Denn die Verfügbarkeit eines Impfstoffs gilt als Schlüssel, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Die EU fördert die Impfstoffentwicklung: Unter anderem soll die deutsche Firma Biontech einen Kredit von bis zu 100 Millionen Euro bekommen. (dpa)

Überregional

12.06. 08:38

EU will sich Impfstoff-Kapazitäten sichern

Für EU-Bürger soll es schnell genug Corona-Impfstoff geben - wenn ein entsprechender Stoff auf den Markt kommt. Um das zu erreichen, will die EU-Kommission Vorverträge mit Pharmafirmen schließen. Denn die Verfügbarkeit eines Impfstoffs gilt als Schlüssel, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Die EU fördert die Impfstoffentwicklung: Unter anderem soll die deutsche Firma Biontech einen Kredit von bis zu 100 Millionen Euro bekommen. (dpa)

WELT

12.06. 07:52

Neue Gespräche der Regierung zu Reisewarnungen

Wegen der Corona-Pandemie sind die EU-Außengrenzen im Moment noch dicht. Das soll sich ab Juli aber schrittweise ändern, schlägt die EU-Kommission vor. Deutschland hatte seine Reisewarnung für 160 nicht-europäische Länder zuletzt verlängert. Bundesaußenminister Maas machte am Donnerstag nach Beratungen mit den zwölf Haupturlaubsländern der Deutschen aber klar, dass es auch da noch Ausnahmen geben könnte - zum Beispiel für beliebte Urlaubsländer wie die Türkei, die bereits den Flugverkehr nach Deutschland wieder aufgenommen hat. Dazu würden nun Gespräche geführt. (dpa)

Deutschland

12.06. 07:16

Zahl der Asylanträge auf Tiefstand

Wegen der Corona-Krise ist die Zahl der Asylanträge in Europa auf einen Tiefstand gesunken. Am April wurden nur gut 8.700 Anträge auf Asyl in der Europäischen Union sowie in Norwegen, Island, Liechtenstein und in der Schweiz gestellt, teilte die EU-Asylagentur in Malta mit. Das sei der niedrigste Wert seit mindestens 2008. Als Grund werden die Einreiseverbote und verschärften Grenzkontrollen wegen des Coronavirus genannt.

WELT

12.06. 06:52

Maskenspende für Bedürftige

Die Regensburger Hilfsorganisation Space-Eye hat ihre Aktion "Masken für Samos" erfolgreich beendet. Am Mittwoch wurden die letzten von rund 40.000 Gesichtsmasken per LKW nach Griechenland geschickt, sie sollen in den Flüchtlingscamps auf den Inseln verteilt werden. Mit dabei sind auch medizinische Hilfsgüter, Seifen und Textilien. Schon im Winter hatte Space-Eye 165 Tonnen Hilfsgüter in die Flüchtlingslager geliefert. Gründer Michael Buschheuer zeigte sich tief beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Menschen.

Regensburg Stadt

11.06. 16:35

Siebter Tag ohne neuen Fall im Landkreis Schwandorf

Auch am Feiertag Fronleichnam ist keine neue Infektion aufgetreten. Die gestern mitgeteilten Zahlen einschließlich der 7-Tage-Inzidenz von 1,36 gelten auch heute.Da die derzeit geltende Fünfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung mit Ablauf des 14. Juni außer Kraft tritt, sind unmittelbar in den nächsten Tagen neue Vorgaben zu erwarten. Es bleibt abzuwarten, in welchen Bereichen – wie etwa im grenzpolizeilichen Geschehen - die Rückkehr zur Normalität absehbar ist und in welchen Bereichen weiterhin Einschränkungen bestehen werden.Informationen zum Coronavirus sind auf der Homepage https://corona.landkreis-schwandorf.de zusammengefasst.

Schwandorf

11.06. 15:54

Haseloff fordert wegen Coronakrise flächendeckende Grippeimpfung

Um während der Corona-Pandemie weitere Belastungen durch die normale Grippe zu vermeiden, will Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sich für eine möglichst flächendeckende Grippeschutzimpfung in Sachsen-Anhalt einsetzen. «Das Virus wird auch im Herbst und im Winter da sein», sagte Haseloff am Donnerstag in einer Regierungserklärung zur Corona-Politik des Kabinetts. Angesichts der relativ alten Bevölkerung in Sachsen-Anhalt müsse eine Grippewelle während der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vermieden werden. 

Darüber hinaus erschwere ein gleichzeitiges Auftreten der Grippe und des neuartigen Coronavirus die Diagnose und damit auch die angemessene Behandlung der Kranken. Eine flächendeckende Grippeschutzimpfung sei daher ein «dringendes Gebot». Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina habe ihn auf die Ge

Deutschland

11.06. 14:00

Haseloff: Mehr Unabhängigkeit bei Impfstoffen und Medizinprodukten

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) will angesichts der Corona-Pandemie bei der Versorgung mit medizinischen Produkten künftig unabhängiger vom Ausland werden. Bei Material, Produktion und Lagerung von medizinisch wichtigen Produkten müssten Deutschland und Sachsen-Anhalt «eine Autarkie, eine Pandemiefestigkeit auch für zukünftige Pandemien hinbekommen», sagte Haseloff am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Magdeburger Landtag.

Auch bei der Impfstoffherstellung gehe es darum, strategische Allianzen zu bilden, um die Wirkstoffe im eigenen Land herstellen und dann weltweit anbieten zu können. Sachsen-Anhalt habe hervorragende Unternehmen im Bereich der Pharmamedizintechnik und könne bei der Herstellung eines Impfstoffes helfen, sagte Haseloff. In diesem Bereich dürften strategische Punkte nicht nach außen gegeben werden, um kurzfristig Geld zu sparen. 

Deutschland hatte gerade zu Beginn der Pandemie im März Probleme gehabt, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit medizinischem Material zu versorgen. Die Behörden waren dabei aus Lieferungen aus China angewiesen gewesen. 

Deutschland

11.06. 13:28

In Sachsen kann in Schulen und Kindergärten von Mindestabstand abgewichen werden

 In den Schulen und Kindergärten in Sachsen kann von einem Mindestabstandsgebot von eineinhalb Metern abgewichen werden. Das hat das Sächsische Oberverwaltungsgericht am Donnerstag in Bautzen entschieden (Aktenzeichen: 3 B 194/20) und damit die Klage einer Lehrerin zurückgewiesen. Diese hatte verlangt, dass Paragraf 2 der aktuellen Corona-Schutzverordnung außer Vollzug gesetzt wird. Dort ist geregelt, dass der ansonsten geltende Mindestabstand von 1,5 Metern in Kindertageseinrichtungen, in Schulen und bei schulischen Veranstaltungen nicht gilt.

Die Grundschullehrerin hatte die Regelung angegriffen, weil sie sich einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt sah. Dadurch werde ihr Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit verletzt, so die Argumentation der Frau. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht ist dem nicht gefolgt. Eine Gefährdung der Lehrkräfte durch infizierte Kinder bei Unterschreitung des Mindestabstands sei bislang wissenschaftlich nicht eindeutig erwiesen, erklärten die Richter. Zudem seien in Sachsen die täglichen Neuinfektionen stark zurückgegangen. Auch könnten Kinder im Grundschulalter den Mindestabstand noch nicht einhalten.

Außerdem habe der Freistaat ein detailliertes Maßnahmenbündel ergriffen, mit dem die Infektionsgefahr für Schüler und Lehrkräfte vermindert wird. Angehörige von Risikogruppen könnten zum Beispiel eine Befreiung von der Präsenzpflicht in der Schule verlangen. Eine unzumutbare Gesundheitsgefährdung infolge der Nichteinhaltung des Mindestabstands an Grundschulen könne daher nicht festgestellt werden. Die Entscheidung des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts ist unanfechtbar.

Deutschland

11.06. 11:46

Millionen Kinder werden arbeiten müssen / Befürchteter Anstieg von Kinderarbeit in Folge der Corona-Pandemie

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Kinderarbeit warnt das Kinderhilfswerk terre des hommes vor einem massiven Anstieg von Kinderarbeit. "Für Millionen Kinder in armen Ländern hat die Corona-Pandemie das Gesicht von Hunger und Ausbeutung", sagte Birte Kötter, Vorstandssprecherin von terre des hommes. "Sie sind gezwungen, Geld zu verdienen, damit Familien nicht hungern." Bereits vor der Pandemie mussten 152 Millionen Mädchen und Jungen arbeiten, weltweit leiden 386 Millionen Kinder unter extremer Armut. Die Vereinten Nationen schätzen, dass als Folge der Corona-Pandemie zusätzlich 66 Millionen Kinder in extreme Armut abrutschen. 

Millionen Familien in Schwellen- und Entwicklungsländern arbeiten als Tagelöhner und haben mit den weltweiten Lockdowns von einem Tag auf den anderen ihr Einkommen verloren. Sie können nicht auf soziale Sicherung wie Arbeitslosengeld oder auf Nahrungsmittelhilfe zählen. terre des hommes-Partnerorganisationen beobachten in vielen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas eine deutlich sichtbare Zunahme von Kinderarbeit. In vielen großen Städten betteln mehr Kinder, auf Plantagen und Farmen arbeiten Schulkinder mit ihren Eltern, auf den Straßen verkaufen Kinder Gemüse oder Obst. Aus den Philippinen berichten Partner, dass die Zahl der Kinder steigt, die sich vor der Webcam für ausländische User prostituieren, um etwas Geld für ihre Familie zu erwirtschaften. Europol berichtet, dass die Nachfrage nach Kinderpornographie im Netz mit dem Beginn der Lockdowns angestiegen ist. Während Schulen und Kinderschutzprogramme wegen Ausgangssperren geschlossen sind, nutzen in Indien Geldverleiher die Situation aus, indem sie Kredite an Familien in Not vergeben, die diese mit ihren Kindern in Form von Schuldknechtschaft abarbeiten müssen. 

Während der Hochzeit des weltweiten Lockdowns im Mai konnten nach Angaben der UNESCO 1,5 Milliarden Schülerinnen und Schüler keine Schule besuchen. Es steht zu befürchten, dass in ärmeren Ländern viele Mädchen und Jungen den Anschluss an Bildung komplett verlieren und nicht mehr in die Schulen zurückkehren werden, da sie zum Familieneinkommen beitragen müssen oder die Familien den Schulbesuch nicht mehr leisten können. 

terre des hommes fordert, dass nationale Regierungen und internationale Akteure die Belange armer und benachteiligter Kindern in ihren Corona-Hilfsprogrammen mit Priorität berücksichtigen. "Wegen des akuten Bedarfs und um negative mittel- und langfristige Folgen wie Kinderarbeit zu verhindern, sind Nahrungsmittelhilfe oder Direkthilfen für bedürftige Familien jetzt unverzichtbar", so Birte Kötter. "Die Schulöffnungen nach den Lockdowns sollten von flächendeckenden Wiedereinschulungskampagnen begleitet werden, um den Schulabbruch von Kindern zu verhindern. International agierende Unternehmen müssen ihre Lieferketten kontrollieren, um die Ausbeutung von Kindern zu verhindern". 

WELT

11.06. 11:44

Arbeiterwohlfahrt fordert Hygienepauschale

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bayern fordert eine Hygienepauschale für sozial Schwache oder die kostenlose Abgabe von Schutzmasken und Desinfektionsmitteln. Der AWO-Landesvorsitzende Thomas Beyer sprach am Donnerstag von einer «gravierenden Lücke» des Corona-Hilfspakets der großen Koalition. Zwar werde fast überall vorgeschrieben, Masken zu tragen. «Wovon die über Monate bezahlt werden sollen, das scheint aber niemand zu interessieren.»

Beyer schlägt deshalb eine «Hygienepauschale» von 100 Euro vor, die als Einmalzahlung etwa an die Bezieher von Grundsicherung, Sozialhilfe, Wohngeld, Kinderzuschlag, Regel-Kurzarbeitergeld oder Rentner bis zu einer gewissen Höhe geleistet werden soll. Alternativ könnten die Produkte auch durch Staat oder Kommunen ausgegeben werden.

Die AWO in Bayern zählt nach eigenen Angaben etwa 60 000 Mitglieder und beschäftigt mehr als 33 000 hauptamtliche Mitarbeiter. In mehr als 1900 Einrichtungen sei die AWO landesweit aktiv bei Sozialarbeit, Erziehung, Bildung und im Gesundheitswesen.

Bayern

11.06. 11:22

Neue Erkenntnisse zum Krankheitsverlauf von Covid-19 

Anhand von zwei Typen Abwehrzellen im Blut lässt sich vorhersagen, ob es einen schweren oder milden Krankheitsverlauf geben wird. Das ergibt eine Studie an 40 Patienten im chinesischen Wuhan - die Befunde sind auch in Deutschland bestätigt worden,sagt Ko-Autor Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik

WELT

11.06. 10:30

Bayern kritisiert Thüringens Corona-Kurs als «unverantwortlich»

Das Unverständnis ist groß: Obwohl die Corona-Krise noch lange nicht überstanden ist, hebt Thüringen die Kontaktbeschränkungen weitgehend auf. Im angrenzenden Franken macht man sich trotzdem wenig Sorgen.

Bayerns Staatsregierung hat die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen zur Corona-Bekämpfung im Nachbarland Thüringen massiv kritisiert. «Es ist unverantwortlich, dass Thüringens Regierung an ihrem umstrittenen Kurs beim Umgang mit der Corona-Pandemie festhält», sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in München. 

Obwohl die Infektionszahlen in ganz Deutschland zurückgingen, «sind wir noch nicht über dem Berg». Huml verwies in dem Kontext insbesondere auf die aus bayerischer Sicht «leicht erhöhten Infektionszahlen genau an der Grenze zu Thüringen und auch in Thüringen selbst, etwa im Landkreis Sonneberg». 

Die Zusammenarbeit mit den Thüringer Nachbarlandkreisen sei sehr gut, heißt es aus der fränkischen Grenzregion. «Wir ziehen bei der Eindämmung des Coronavirus alle an einem Strang», betonte der Coburger Landrat Sebastian Straubel. Man tausche sich regelmäßig über Infektionsherde und die zu treffenden Maßnahmen aus. 

«Zudem wollen wir einheitliche und vorsichtshalber lieber strengere Regelungen als unterschiedliche», sagte der CSU-Politiker. «So soll beispielsweise auch in Sonneberg das Tragen von Mund- und Nasenschutz nicht nur im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen weiter aufrecht erhalten werden, sondern - wie in Bayern - auch weiterhin in den Gastronomiebetrieben.»

Beim Einkaufen tendiere die Bevölkerung sowieso eher in Richtung Bamberg, Coburg oder Schweinfurt, teilte das Landratsamt Haßberge mit. Dennoch sehe Landrat Wilhelm Schneider (CSU) die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen im Nachbarland kritisch.

Am Dienstag hatte das thüringische Kabinett in Erfurt beschlossen, zum 13. Juni die während der Corona-Pandemie eingeführten Kontaktbeschränkungen wegfallen zu lassen. An ihre Stelle tritt eine Empfehlung an die Menschen, sich nicht mit mehr als zehn weiteren Menschen oder einem weiteren Haushalt zu treffen. Künftig dürfen auch Einrichtungen wie Schwimm- und Freizeitbäder in geschlossenen Räumen sowie Thermen, Saunen und Kinos wieder öffnen. 

«Ich hätte es für zielführender gehalten, wenn Thüringen genau umgekehrt vorgegangen wäre. Wenn die Kontaktbeschränkungen also generell gelten und nur in Regionen mit geringem Infektionsrisiko gelockert würden», sagte Frank Rebhan, Oberbürgermeister in Neustadt bei Coburg. 

Trotzdem würden auch in Thüringen viele Regelungen wie beispielsweise die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln weiter gelten, so der SPD-Politiker. Viele Berufspendler würden ohnehin noch von zuhause aus arbeiten und die Corona-Regelungen in den fränkischen Unternehmen gelten für alle Mitarbeiter - ob aus Bayern oder Thüringen.

«Ganz wichtig ist nun, dass die erforderlichen Abstandsregelungen und Hygienekonzepte sowie die Maskenpflicht eingehalten werden», forderte Gesundheitsministerin Huml. Umsicht und Vorsicht müssten weiter das Handeln bestimmen. Die erzielten Erfolge dürften nicht verspielt werden. 

Bayern werde weiter genau beobachten und wachsam sein, wie sich die Lockerungen auswirkten, betonte Huml. Weiter: «Bei weiterhin günstigem Verlauf des Infektionsgeschehens kommen Änderungen der allgemeinen Kontaktbeschränkungen in absehbarer Zeit auch in Bayern in Betracht». Für eine Entscheidung darüber sei es jetzt aber noch zu früh.

Bayern

11.06. 10:29

5,8 Millionen Euro Corona-Hilfe für Bayerns Jugendherbergen

Die um ihr Überleben kämpfenden bayerischen Jugendherbergen bekommen etwa 5,8 Millionen Euro Corona-Unterstützung von der Staatsregierung. «Die Jugendherbergen bieten jungen Menschen wertvolle Begegnungsmöglichkeiten und verrichten wichtige Bildungsarbeit», sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) am Mittwoch. Durch die Hilfszahlungen aus dem Corona-Programm Soziales der Staatsregierung solle nun die Existenz des Landesverbandes des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) gesichert werden. 

Die Jugendherbergen dürften Bayern durch die Corona-Pandemie nicht verloren gehen, betonte Trautner. Das Programm sieht außerdem eine Entschädigung in Höhe von bis zu 60 Prozent der entfallenden Einnahmen bis Ende Juli 2020 und weitere Hilfsmaßnahmen vor.

Die ersten Jugendherbergen in Bayern haben bereits seit dem Pfingstwochenende ihre Türen wieder geöffnet, bis Ende August sollen alle Jugendherbergen im Freistaat folgen. Wie alle Übernachtungsbetriebe in Bayern waren die Häuser wegen der Corona-Krise gut zehn Wochen geschlossen. Für die Wiedereröffnungen gelten nun umfassende Sicherheits- und Hygienemaßgaben. Mehrbettzimmer werden nur im Rahmen der aktuellen Kontaktbeschränkungen belegt.

Bayern

11.06. 10:27

Dänemark erwartet Ansturm deutscher Ferienhausgäste

Vor der Öffnung seiner Grenzen für Touristen bereitet sich Dänemark auf einen Ansturm deutscher Ferienhausurlauber vor. Am Montag werden deutsche Gäste in rund 14 000 gebuchten Ferienhäusern erwartet, darunter allein 5300 in Südjütland, wie der dänische Rundfunksender DR am Donnerstag unter Verweis auf Zahlen des zuständigen Branchenverbandes berichtete. 91 Prozent der gesamten Buchungen sind demnach in Jütland und Fünen eingegangen.

Im vergangenen Jahr hatten Urlauber insgesamt rund 20,7 Millionen Übernachtungen in dänischen Ferienhäusern gebucht. Mit knapp 13,3 Millionen Übernachtungen machten deutsche Gäste davon fast zwei Drittel aus. Diese Zahlen sind aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der damit verbundenen Grenzschließung in Dänemark in diesem Frühjahr jedoch massiv eingebrochen.

Ab Montag werden deutsche, norwegische sowie isländische Urlauber aber wieder nach Dänemark gelassen, sofern sie mindestens sechs Übernachtungen außerhalb Kopenhagens gebucht haben. Einwohner Schleswig-Holsteins dürfen zugleich ohne triftigen Grund wieder nach Dänemark einreisen, wie das dänische Justizministerium am Mittwochabend mitgeteilt hatte. Die deutsch-dänische Grenzregion ist in ihrem Alltag eng miteinander verbunden, Tausende Pendler fahren täglich ins jeweils andere Land.

WELT

11.06. 09:26

Dutzende Kinder zu eigenem Schutz in der Notbetreuung

Erst durften Kinder von Ärzten und Pflegern die Corona-Notbetreuung in der Kita besuchen. Nach und nach folgten weitere Berufsgruppen. Eine Umfrage zeigt jetzt allerdings: Dutzende Kinder in Bayern bekamen die Ausnahmegenehmigung zu ihrem eigenen Schutz.

München (dpa/lby) - Dutzende Kinder in Bayern haben in der Corona-Krise zu ihrem eigenen Schutz die Notbetreuung in Kindertagesstätten besucht. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den großen Städten im Freistaat hervor. Allein in Nürnberg waren es im Mai 80 - Tendenz steigend. Es handele sich um Kinder «mit einer kritischen häuslichen Situation, die als mögliche Kindeswohlgefährdung einzustufen war», teilte die Stadt mit. 

Die Landeshauptstadt München nannte auf Anfrage keine Zahlen. «Unsere Statistiken geben bisweilen erste Anhaltspunkte, die eine Entwicklung vermuten lassen», teilte ein Sprecher des Sozialreferates mit. Allerdings könne man «noch keine validen Aussagen zu einem konkreten Trend geben». 

In Augsburg waren (ebenfalls Stand Mai) nach Angaben eines Sprechers 54 Kinder «aus Kinderschutzgründen» in der Notbetreuung einer Kita und 23 Kinder in schulischer Notgruppenbetreuung. 

Die Stadt Regensburg führt keine Statistik über Kinder, die in die Notbetreuung vermittelt wurden. Das Jugendamt schätzt dort aber, dass rund 25 Kinder «zur Sicherstellung des Kindeswohls» Kitas im Notbetreuungs-Modus besuchten. Die meisten betroffenen Familien seien dem Jugendamt bekannt; die Behörden hätten sich dann um die Unterbringung in der Notbetreuung gekümmert. «Es gab aber auch Fälle, in denen sich Eltern selbst aufgrund von Überforderungssituationen bei der Stadt meldeten», sagte eine Sprecherin. 

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) warnte Ende April, rund einen Monat nach dem Beginn der strengen Anti-Corona-Maßnahmen, vor einem erhöhten Konflikt- und Stresspotenzial, wenn Familien in der Corona-Krise viel Zeit auf engem Raum zu Hause verbringen. Deswegen müsse genau abgewogen werden zwischen dem Gesundheitsschutz der Kinder vor dem Coronavirus und dem Kindeswohl insgesamt. Erste Studien wie eine Anfang Juni veröffentlichte Untersuchung der Technischen Universität München und des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung zu häuslicher Gewalt in der Corona-Krise zeigen, dass die Befürchtungen sich bewahrheiten dürften. 

Nach wochenlanger Corona-Zwangspause zeichnet sich in Bayern nun langsam aber sicher ein Ende der ohnehin schon immer weiter ausgebauten Notbetreuung ab. Von Montag an sollen auch die Kinder zurück in die Kindergärten dürfen, die im Schuljahr 2021/22 schulpflichtig werden. Gleiches gilt für Kinder, die vor dem Übergang in den Kindergarten stehen - sie dürfen dann wieder in die Krippe gehen. Damit könnten rund 80 Prozent der Kinder wieder ihre Einrichtungen besuchen. Zum 1. Juli soll das allen möglich sein.

Regensburg Stadt

11.06. 09:25

Musikhochschule prüft Bewerber erstmals mit ferngesteuertem Klavier

Premiere gelungen: Die Hochschule für Musik in Freiburg hat ausländische Studienbewerber erstmals mit Hilfe eines ferngesteuerten Klaviers geprüft. Wegen der Corona-Pandemie spielten am Mittwoch drei Kandidaten aus China und Japan über das Internet vor, statt in Freiburg zu sein. Bei der Aufnahmeprüfung kamen sogenannte Disklaviere der Firma Yamaha zum Einsatz.

«Ich war selbst verblüfft, wie gut es funktioniert hat», sagte ein Sprecher der Musikhochschule. Bis auf einen «Schockmoment», als die Verbindung für zwei Minuten unterbrochen war, habe die Übertragung ohne Störung funktioniert.

Die Disklaviere zeichneten das Spiel - unter anderem Stücke von Johann Sebastian Bach und Ludwig van Beethoven - in Shanghai und Tokio auf und übertrugen es mit hochauflösenden Midi-Daten nach Freiburg. Dort gab ein weiteres Disklavier die Tastenbewegung mit einer sehr kurzen Verzögerung wieder, so dass die Jury einen analogen Klang bewerten konnte. Zudem gab es parallel eine Übertragung per Videostream.

«Ich bin sehr erleichtert und froh. Es hat sich absolut gelohnt, dass wir den großen Aufwand auf uns genommen haben», sagte der für die Prüfungen verantwortliche Professor Christoph Sischka. Bei der weltweit ersten Aufnahmeprüfung per Disklavier habe es klanglich keinen Unterschied gemacht, dass die Bewerber in Übersee statt vor Ort waren. Ob man diese Möglichkeit der Eignungsprüfung nach der Pandemie für internationale Bewerber beibehalten werde, sei noch offen. In Lehre und Forschung setze die Hochschule das Disklavier schon seit 15 Jahren ein - bei Bewerbungen war es aber das erste Mal.

Deutschland

11.06. 09:23

Studie: Corona reißt tiefe Löcher in die Kassen der Autokonzerne

Corona-Krise hat schon in den ersten drei Monaten des Jahres riesige Löcher in die Kassen der weltgrößten Autokonzerne gerissen. Zusammengenommen verbuchten die Hersteller im operativen Geschäft nur noch rund 7,5 Milliarden Euro Gewinn, wie das Beratungsunternehmen EY in seiner regelmäßigen Branchenanalyse berechnet hat. Das ist ein Einbruch um mehr als die Hälfte im Vergleich zum ersten Quartal 2019 und der niedrigste Stand seit 2009. Die Verkaufszahlen gingen um 21 Prozent zurück, der Umsatz immerhin nur um 9 Prozent.

Allerdings seien das nur die ersten Auswirkungen der Krise, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Analyse. Im zweiten Quartal werde Corona die Mehrzahl der Konzerne in die roten Zahlen drücken, erwarten die Experten.

Deutschland

10.06. 19:43

EU erhebt Vorwürfe gegen Russland und China

Die EU wirft Russland und China in der Corona-Krise gezielte Fake-News-Kampagnen vor. Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter sollen deshalb monatlich über ihren Kampf gegen Falschinformationen berichten. Das fordert die EU-Kommission in einem heute veröffentlichten Papier. Demnach sollen die sozialen Netzwerke noch aktiver gegen Fake-News werden. Sonst würden sich Lügenweiter rasend schnell verbreiten. Die Plattformen müssten stärker mit Faktenprüfern zusammenarbeiten, damit sie Fake-News schneller erkennen und entgegenwirken können, so die Forderung der Europäischen Union. 

WELT

10.06. 19:15

EU-Staaten wollen Vorbereitung auf kommende Pandemie

Als Lehre aus der Corona-Krise fordern Deutschland und fünf andere EU-Staaten eine bessere Vorbereitung der Europäischen Union auf die nächste Pandemie. In einem Brief an EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen heißt es zum Beispiel, dass man gemeinsam Schutzkleidung und wichtige Medikamente beschaffen soll. Außerdem schlagen die Staaten vor, massiv in die gemeinsame Forschung und Entwicklung eines Impfstoffs zu investieren.

WELT

10.06. 18:56

Veranstalter Lieberberg fordert Zeitplan für Konzerte

Falls nicht spätestens im ersten Halbjahr 2021 die Veranstaltungsverbote wegen der Corona-Krise aufgehoben werden, befürchtet Konzertveranstalter Marek Lieberberg, dass Staatsübernahmen wirtschaftlich notwendig sein würden.

Man müsse ins nächste Jahr verschobene Konzerte mit der Zuschauerzahl durchführen dürfen, wie sie verkauft worden seien. Nur wenn man das könne, könne man weitermachen, so Lieberberg weiter. "Wenn dann noch eine Einschränkung erfolgt, dann wüsste ich nicht, wie der Weg weiterführen sollte. Das heißt, wir müssten wahrscheinlich auch vom Staat übernommen werden wie die Theater- und Opernhäuser."

Aber die Branche wolle es nicht so weit kommen lassen, fügte Lieberberg an. Die Politik müsse dafür aber einen Zeitplan für die Wiedereröffnung der Veranstaltungsorte liefern. Die Veranstalter seien bereit, zum Infektionsschutz bei Konzerten "Testläufe" zu machen, die zunächst nur 30 Prozent der möglichen Zuschauer zulassen. Diese Zahl könnte dann bis zum Jahresende von 60 über 90 auf 100 Prozent gesteigert werden.

Deutschland

10.06. 18:14

Polen öffnet seine Grenzen zu EU-Ländern am 13. Juni

Polen wird seine Grenzen zu anderen EU-Ländern am 13. Juni wieder öffnen. Dies werde helfen, die polnische Wirtschaft wieder zu beleben, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Mittwoch in Lochow östlich von Warschau. Internationale Flüge sollen ab dem 16. Juni wieder möglich sein. 

Mitte März hatte die nationalkonservative Regierung in Warschau als Schutzmaßnahme gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus die EU-Binnengrenzen für Ausländer geschlossen. Ausnahmen galten für Menschen mit Daueraufenthaltsgenehmigung, für Lastwagenfahrer und Diplomaten. Polen, die aus dem Ausland zurückkehrten, mussten für 14 Tage in Quarantäne. Die Einführung dieser Regelung hatte besonders Pendler an der deutsch-polnischen Grenze hart getroffen. 

WELT

10.06. 17:55

Erziehungs-Gewerkschaft kritisiert Lockerungen im Schulbetrieb

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat die geplante Rückkehr zum Schulbetrieb ohne Abstandsregeln kritisiert. Sie forderte einen "Runden Tisch", an dem auch Politik, Eltern- und Schülervertretungen sowie Mediziner zusammen kommen. Die GEW sagt: In allen Branchen würden Abstandsregeln und Masken tragen weiter gelten, in der Schule aber nicht. Das dürfe nicht sein.

Deutschland

10.06. 17:26

Positive Corona-Zahlen vom RKI

Das Robert-Koch Institut verzeichnet weiter mehr Menschen, die ihre Corona-Infektion überstanden haben, als Neuinfizierte. Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter bundesweit demnach gut 300 neubekannte Infektionen gemeldet, die Zahl der wieder Genesenen liege bei 500. Außerdem überschreitet laut RKI gerade kein Landkreis den von Bund und Ländern vereinbarten Grenzwert von Neuinfektionen.

Deutschland

10.06. 16:51

Erneut keine Neuinfizierungen im Landkreis Straubing-Bogen

Die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Personen im Landkreis Straubing-Bogen sinkt weiterhin deutlich. Am Mittwoch wurden erneut keine Neuinfizierten gemeldet, den siebten Tag in Folge.

Die Anzahl der aktuell Infizierten liegt nur noch bei 79, womit diese Zahl immer mehr abnimmt. Verstorben sind bisher 29 Personen aus dem Landkreis.

Die Sieben-Tages-Inzidenz bezogen auf 100.000 Einwohner liegt mit Stand Mittwoch, 10. Juni, 10 Uhr, bei 1,99.

Derzeit befinden sich sieben Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung in den Landkreis-Krankenhäusern, keiner davon intensiv-medizinisch (Stand 10.06., 9:00 Uhr).

Niederbayern

10.06. 16:16

Sechster Tag ohne neuen Corona-Fall im Landkreis Schwandorf

Die Situation bessert sich zusehends. Auch heute ist keine neue Infektion aufgetreten. Die Bilanz sieht vor dem Feiertag so aus:

bestätigte Infektionen            508

statistisch wieder genesen   482

Fall noch aktiv                            7

Tote                                          19

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt wie gestern bei 1,36.

Zu den noch aktiven Fällen kann berichtet werden, dass fünf der sieben Personen in einem Krankenhaus behandelt wurden. Nachdem gestern und vorgestern je ein Patient in häusliche Quarantäne entlassen wurde, befinden sich aktuell noch drei Personen in stationärer Behandlung.

Schwandorf

10.06. 15:53

Bayern kritisiert Thüringens Corona-Kurs als «unverantwortlich»

Bayerns Staatsregierung hat die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen zur Corona-Bekämpfung im Nachbarland Thüringen massiv kritisiert. «Es ist unverantwortlich, dass Thüringens Regierung an ihrem umstrittenen Kurs beim Umgang mit der Corona-Pandemie festhält», sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in München. Obwohl die Infektionszahlen in ganz Deutschland zurückgingen, «sind wir noch nicht über dem Berg». 

Bayern werde weiter genau beobachten und wachsam sein, wie sich die Lockerungen auswirkten, betonte Huml. Weiter: «Bei weiterhin günstigem Verlauf des Infektionsgeschehens kommen Änderungen der allgemeinen Kontaktbeschränkungen in absehbarer Zeit auch in Bayern in Betracht». Für eine Entscheidung darüber sei es jetzt aber noch zu früh.

Am Dienstag hatte das thüringische Kabinett in Erfurt beschlossen, zum 13. Juni die während der Corona-Pandemie eingeführten Kontaktbeschränkungen wegfallen zu lassen. An ihre Stelle tritt eine Empfehlung an die Menschen, sich nicht mit mehr als zehn weiteren Menschen oder einem weiteren Haushalt zu treffen. Künftig dürfen auch Einrichtungen wie Schwimm- und Freizeitbäder in geschlossenen Räumen sowie Thermen, Saunen und Kinos wieder öffnen. 

Bayern

10.06. 15:24

Update zur Corona-Pandemie im Landkreis Cham

Im Landkreis Cham gibt es auch zum Stand heute, 10. Juni 2020, keine Änderungen zu den Vortagen. Die Gesamtzahl der positiv auf den Coronavirus getesteten und bestätigten Fälle liegt weiterhin bei 430. Die Zahl der als genesen aus der Quarantäne entlassenen bestätigten Fälle liegt unverändert bei 395.  Verstorben sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 21 Personen. Derzeit ist kein Patient in stationärer Behandlung.  Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt unverändert bei 0,00.

Cham

10.06. 15:03

Regensburger VHS nimmt am Montag Betrieb wieder auf

Nach dem Beschluss der Bayerischen Staatsregierung können nun auch die Volkshochschulen schrittweise wieder für Präsenzangebote öffnen. Auch die Volkshochschule der Stadt Regensburg ist ab 15. Juni 2020 wieder mit einem kleinen Kursangebot präsent.
„Wir freuen uns sehr, nach langem Warten unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder vor Ort begrüßen zu dürfen. Dabei ist es uns das größte Anliegen, dass sich alle bei uns wohl und sicher fühlen“, so die Leiterin der Volkshochschule Dr. Susanne Kraft.  Zum Schutze aller Beteiligten ist daher die Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln oberstes Gebot. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kursleitungen haben sich mit dem Hygienekonzept vertraut gemacht und begleiten die Teilnehmenden durch die Kurse.


Das aktuelle Kursangebot ist auf www.vhs-regensburg.de zu finden und umfasst bis Ende Juli etwa 40 Angebote aus allen Programmbereichen und reicht von Stadtführungen, Outdoor-Bewegungskursen wie Qi Gong und Tai Chi, kompakten Sprachkursen, bis hin zu Kunsthandwerk, Schreib- und Nähkursen. Auch EDV- und Kommunikationsangebote sowie Workshops zu beruflichen Themen sind mit dabei.

Regensburg Stadt

10.06. 14:35

Touristiker kritisieren längere Reisewarnung

Die deutsche Tourismusbranche hat die Verlängerung der Reisewarnung für Länder außerhalb der EU kritisiert. Der Reiseverband bezeichnete die Entscheidung als nicht verhältnismäßig, weil sie rund 160 Länder über einen Kamm schere. Es brauche einen differenzierten Ansatz, um die wirtschaftliche Erholung und die Wiederaufnahme von Handel und Tourismus nicht zu gefährden. Die Bundesregierung hatte sich auf eine Verlängerung der Reisewarnung bis Ende August verständigt, für die EU und einige andere Länder soll die Reisewarnung am Montag auslaufen.

Deutschland

10.06. 14:02

Keine neue Coronavirus-Infektion im Landkreis Neumarkt

Im Landkreis Neumarkt ist kein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Drei Personen wurden als genesen gemeldet.

Aktuell sind damit 13 mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 397.

Neumarkt

10.06. 13:45

München plant weiter mit dem Champions-League-Finale im Jahr 2022

In den Spekulationen um verschiedene Szenarien für die Champions League plant München weiter mit dem Endspiel in zwei Jahren in Bayerns Landeshauptstadt. «Das Champions-League-Finale soll am 28. Mai 2022 stattfinden. Andere Informationen liegen der Landeshauptstadt München zum jetzigen Zeitpunkt nicht vor», teilte die Stadt am Mittwoch auf Anfrage mit. Die Europäische Fußball-Union UEFA erklärte erneut, dass eine Vielzahl von Optionen geprüft werde. Entscheidungen seien noch keine getroffen.

Das UEFA-Exekutivkomitee berät am 17. Juni das weitere Vorgehen in der Coronavirus-Krise. Aller Voraussicht nach werden die in dieser Saison noch ausstehenden Spiele in der Champions League und Europa League im August an jeweils einem Ort in Form eines Mini-Turniers ausgetragen. Lissabon soll Medienberichten zufolge der Favorit für die Ausrichtung der Königsklasse sein. Ursprünglich war bis zur Absage das Finale Ende Mai in Istanbul vorgesehen gewesen. Um das Turnier in der Europa League bemühen sich angeblich Frankfurt mit Mainz, Sinsheim/Hoffenheim und Wiesbaden sowie ein Verbund aus Nordrhein-Westfalen mit Köln, Gelsenkirchen, Düsseldorf und Duisburg.

Die «Sport Bild» (Mittwoch) berichtet, dass im Zuge der Planungen auch München mit dem Endspiel 2022 betroffen sein könnte. Damit Istanbul doch noch mit einem Finale zum Zuge kommt, sollen demnach die Endspiele 2021 (Sankt Petersburg) und 2022 um ein Jahr verschoben werden. Die türkische Metrople könnte dann im kommenden Jahr Gastgeber sein.

Überregional

10.06. 13:09

Berlin verlängert Corona-Reisewarnungen

Reisen in mehr als 160 Nicht-EU-Länder hält die Bundesregierung - Stand jetzt - noch bis Ende August für keine gute Idee: Sie hat die Reisewarnung für diese Länder verlängert. Betroffen sind beliebte Urlaubsziele wie Ägypten, Marokko, Tunesien und die Türkei. Bundesaußenminister Maas will die Warnung aber bis Ende August immer wieder neu überprüfen. - Außerdem hat das Bundeskabinett einen Fonds beschlossen, der Pauschalreisende vor der Insolvenz ihres Reiseveranstalters schützen soll. 

Deutschland

10.06. 12:50

Staatshilfe für bayerische Jugendherbergen

Einen Scheck über 5,8 Millionen Euro hat heute Familienministerin Carolina Trautner an Jugendherbergen und Schullandheime im Freistaat überreicht. Mit dem Geld sollen Umsatzausfälle durch die Corona-Krise abgemildert werden. Seit 30.Mai hat gut die Hälfte der 58 Jugendherbergen in Bayern wieder offen, auch die in Regensburg. Eine Nachfrage von charivari dort ergab, dass über Pfingsten schon wieder viele Nachfragen gekommen sind, besonders von Familien. Jede Jugendherberge muss ein strenges Hygienekonzept umsetzen.

Bayern

10.06. 12:09

Führungen im Regensburger Dom wieder möglich

Seit Mitte März fanden im Dom St. Peter keine Führungen mehr statt. Ab dem 15. Juni ist der Dom nun wieder für Gruppen zugänglich, Führungen können gebucht werden.

Dabei ist die Gruppengröße auf maximal zwölf Personen beschränkt, die Abstandsregeln von 1,5 Meter müssen eingehalten werden und im Innenraum ist von allen Gästen und den Domführern/innen ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben. Ebenso registrieren sich die Teilnehmenden vor Beginn der Führung in einer Liste. Vorerst sind nur Führungen für gebuchte Gruppen möglich, öffentliche Führungen finden zu einem späteren Zeitpunkt wieder statt. 

Das Team des Infozentrums DOMPLATZ 5 und die Domführerinnen und Domführer freuen sich sehr, nach dreimonatiger Pause wieder Gruppen begrüßen zu dürfen!

Regensburg Stadt

10.06. 11:59

Studie: Berufstätige Frauen sind die großen Verlierer der Corona-Krise

Berufstätige Frauen sind durch die Corona-Krise stärker betroffen und belastet als Männer: Homeoffice mit gleichzeitigem Homeschooling, Minusstunden für wochenlange Kleinkinder-Betreuung oder Überstunden in den systemrelevanten, aber schlecht bezahlten Berufen. Was als Ungleichheit der Geschlechter in der Krise immer mal thematisiert wird, beweist nun die repräsentative Studie "Mitarbeiterfocus Deutschland" des Mainzer Marktforschungs- und Beratungsunternehmens 2HMforum. 

Im Zuge der Corona-Pandemie hat 2HMforum. in der ersten Maihälfte 2020 eine Sondererhebung unter insgesamt 1.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten durch. Abgefragt wurde vor allem der Einfluss der Krise auf die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer - und wie der Arbeitsalltag sich verändert hat. 

Das Ergebnis: 51 Prozent der Frauen geben bei der Befragung an, dass ihr Arbeitsalltag stark von der Corona-Pandemie betroffen sei - durch Kurzarbeit, Gehaltseinbußen, Budgetkürzungen, Ängste, Beförderungsstopps, die Verschlechterung der Geschäftslage, durch neues Arbeiten im Homeoffice und gleichzeitige Kinderbetreuung, etc. Bei den Männern sind es hingegen 44 Prozent. 

Deutschland

10.06. 08:03

Kein Urlaub außerhalb der EU?

Badeferien in Italien oder auf Mallorca dürften diesen Sommer trotz Corona klappen. Schwieriger wird es bei Zielen außerhalb der EU, wie Ägypten, Tunesien oder Marokko. Das Bundeskabinett will heute die Reisewarnung für mehr als 160 nicht-europäische Länder verlängern - bis zum 31. August. Ausnahmen sind für Länder geplant, bei denen zum Beispiel die Infektionszahlen sinken.
 

Deutschland

10.06. 05:32

Immer weniger Corona-Kranke

In der Oberpfalz entspannt sich die Corona-Lage. Die Zahl der Neuinfektionen ist seit Wochen auf einem niedrigen Niveau. Mit Amberg-Sulzbach, Cham und Neumarkt haben drei Landkreise sogar eine 7-Tage-Inzidenz von Null. Der oberpfälzer Regierungspräsident Axel Bartelt dankte allen Bürgern. Sie hätten wesentlich zur guten Entwicklung beigetragen. Seit Beginn der Pandemie gab es im Regierungsbezirk 5.340 Infektionen mit Corona, gestorben daran oder damit sind 365 Oberpfälzer.


 

Oberpfalz

09.06. 19:37

Für Hoeneß hätte auch Corona-Titel der Basketballer einen Wert

Für Bayern Münchens Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß wäre ein Titelgewinn beim Finalturnier der Basketball-Bundesliga mit zehn Clubs nicht weniger wert als ein Titel am Ende einer regulären Saison. «Für mich ist eine Meisterschaft immer eine Meisterschaft, egal unter welchen Bedingungen», sagte Hoeneß der «Abendzeitung» (Mittwoch-Ausgabe).

«Wir haben ja eigentlich bis zum Abbruch souverän in der BBL gespielt und waren mit großem Abstand vorne. Insofern wäre es sehr schade, wenn wir diese große Leistung bis zum März nicht in eine Meisterschaft ummünzen können», sagte Hoeneß. Bis zur Unterbrechung der Saison wegen der Corona-Krise hatten die Bayern nur zwei Mal verloren. Zum Auftakt des Meisterturniers setzte es dann eine klare Niederlage gegen ratiopharm Ulm. Am Montag folgte der erste Sieg gegen Crailsheim.

Die Basketballer ermitteln ihren deutschen Meister derzeit unter strengen Hygienevorschriften bei einem dreiwöchigen Turnier in München ohne Zuschauer. Das entscheidende Finale findet am 28. Juni statt.

Bayern

09.06. 19:03

Infektionszahlen in der Oberpfalz erfreulich niedrig - Regierungspräsident dankt 

Drei Monate nach Beginn der Corona-Pandemie zeichnet sich auch im Regierungsbezirk Oberpfalz eine Entwicklung ab, die verhalten optimistisch stimmt: Die Zahl der neuen Infektionsfälle ist bereits seit einigen Wochen auf einem insgesamt niedrigen Niveau. Mit Amberg-Sulzbach, Cham und Neumarkt i.d.OPf. weisen aktuell drei Oberpfälzer Landkreise eine 7-Tage-Inzidenz von Null auf. Besonders erfreulich ist die stabile Situation auch im ehemals besonders stark betroffenen Landkreis Tirschenreuth, der nach 12 Tagen ohne Neuinfektion gestern erstmals wieder einen einzigen Fall zu verzeichnen hatte.

„Die Entwicklung der Infektionszahlen ist insgesamt gesehen erfreulich. Man kann durchaus sagen: Die Lage in der Oberpfalz hat sich - Gott sei Dank - größtenteils beruhigt“, betont Regierungspräsident Bartelt. „Einen ganz entscheidenden Teil zur Entspannung der Situation beigetragen haben die Oberpfälzerinnen und Oberpfälzer, die sich in der ganz überwiegenden Mehrheit an die nach wie vor geltenden und wichtigen Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen halten. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken.“ 

Insgesamt verzeichnete die Oberpfalz seit Beginn der Pandemie 5.340 Infektionen mit Sars-CoV-19, im bayerischen Vergleich die zweithöchste Anzahl nach Oberbayern mit 21.383 Infektionen. Auch bei der Anzahl der Todesfälle verzeichnet die Oberpfalz im bayernweiten Vergleich nach Oberbayern (968) mit insgesamt 365 Todesfällen die zweithöchste Anzahl an Fällen. 

Oberpfalz

09.06. 18:19

Spahn startet Testoffensive gegen Corona

Bundesgesundheitsminister Spahn will das Corona-Virus wie er sagt "im Keim ersticken". Deswegen sind ab sofort auch mehr Tests darauf möglich. Das legt eine Verordnung fest, die ab heute in Kraft tritt. Demnach soll in sensiblen Bereichen, wie Krankenhäusern und Pflegeheimen vermehrt getestet werden. Und zwar auch Personen, die keine Symptome aufweisen. Aber auch in Kitas und Schulen sind dann breite Tests möglich. Die Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenversicherung soll rückwirkend zum 14. Mai gelten.

Deutschland

09.06. 17:47

Wackersdorfer Kunst- und Kulturwochen verschoben

Die Wackersdorfer Kunst- und Kulturwochen werden eins zu eins von Oktober 2020 auf Oktober 2022 verlegt. Eine Verschiebung um ein Jahr ist nicht möglich, da die Kunst- und Kulturwochen im jährlichen Wechsel mit dem Bürgerfest stattfinden und letzteres für 2021 bereits weitreichend geplant ist.

Die genaue Verteilung der neuen Einzeltermine wird derzeit noch abgestimmt, der neue Zeitrahmen steht bereits fest: 7. bis 23. Oktober 2022 – das heißt auch: Die Eröffnung mit Schnellzeichner Daniel Stieglitz findet am 7. Oktober, das Abschlusskonzert am 23. Oktober 2022 statt. Auch das Ersatzdatum für Django Asül ist bereits in Stein gemeißelt: 14.10.2022. Die Karten, die bisher für den 10.10.2020 erworben wurden, behalten ihre Gültigkeit für den neuen Termin. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit für Stornierungen (Frist ist der 31.12.2020).

Dass die Kunst- und Kulturwochen verschoben werden, bedeutet nicht, dass im Oktober 2020 keine kulturellen Veranstaltungen in Wackersdorf stattfinden werden. Mit zahlreichen Partnern plant die Gemeinde derzeit kleinere „kulturelle Merker“, die mit den Vorgaben und Umständen vereinbar sind und relativ spontan „auf Sicht“ geplant werden können. Details folgen sobald möglich. 

Schwandorf

09.06. 17:25

Erneut keine Neuinfizierungen im Landkreis Straubing-Bogen

Die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus infizierten Personen im Landkreis Straubing-Bogen sinkt weiterhin deutlich. Am Dienstag wurden erneut keine Neuinfizierten gemeldet, den sechsten Tag in Folge.

Die Anzahl der aktuell Infizierten liegt damit nur noch bei 86, womit diese Zahl immer mehr abnimmt. Verstorben sind bisher 29 Personen aus dem Landkreis.

Die Sieben-Tages-Inzidenz bezogen auf 100.000 Einwohner liegt mit Stand Dienstag, 09. Juni, 10 Uhr, bei 2,98.

Derzeit befinden sich zehn Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung in den Landkreis-Krankenhäusern, drei davon intensiv-medizinisch (Stand 09.06., 9:00 Uhr).


 

Niederbayern

09.06. 16:52

Fünfter Tag ohne neuen Corona-Fall im Landkreis Schwandorf

Nachdem auch heute keine neue Infektion zu vermelden ist, wächst die freudige Zuversicht, dass unser Weg durch die Pandemie weiterhin stabil ist und bleibt. Die Bilanz sieht aktuell so aus:

bestätigte Infektionen           508

statistisch wieder genesen 457

Fall noch aktiv                        32

Tote                                        19

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 1,36.

Informationen zum Coronavirus sind auf der Homepage https://corona.landkreis-schwandorf.de zusammengefasst.

Schwandorf

09.06. 16:24

Keine neue Coronavirus-Infektion im  Landkreis Neumarkt

Auch heute gab es keine Veränderungen im Vergleich zum Vortag bei der Zahl der Coronavirus-Infektionen.

Aktuell sind damit 16 mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 397.

Neumarkt

09.06. 16:00

Wegen Ansturm in Corona-Zeiten: Stadt Regensburg regelt Recycling-Anlieferung neu

Die Stadt Regensburg ändert die Öffnungszeiten für den Recyclinghof in der Markomannenstraße. Ab sofort wird die Zufahrt schon 30 Minuten vor Ende der Öffnungszeiten geschlossen. Das soll sicherstellen, dass jeder im Hof auch noch drankommt. Die Anlieferer müssen eine Maske tragen und sich in einer Reihe aufstellen. Das soll die Abläufe beschleunigen und Wartezeiten vermeiden, teilte die Stadt weiter mit. 

Regensburg Stadt

09.06. 15:35

Ostbayerische Hilfskrankenhäuser werden abgebaut

Weil die Corona-Krise in Bayern deutlich glimpflicher verlaufen ist als befürchtet, werden jetzt Hilfskrankenhäuser wieder abgebaut. In der Oberpfalz wurden sie in Schwandorf, Oberviechtach, Weiden und Waldsassen errichtet. Aktuell sind nur noch die Standorte Schwandorf und Oberviechtach in Bereitschaft. In Niederbayern wurde nur ein Hilfskrankenhaus aufgebaut und zwar in Viechtach. Es wird derzeit noch in Bereitschaft gehalten.

Bayern

09.06. 15:01

Update zur Corona-Pandemie im Landkreis Cham

Im Landkreis Cham gibt es Stand heute, 9. Juni 2020, keine Änderungen zu gestern. Die Gesamtzahl der positiv auf den Coronavirus getesteten und bestätigten Fälle liegt weiterhin bei 430. Die Zahl der als genesen aus der Quarantäne entlassenen bestätigten Fälle liegt unverändert bei 395.  Derzeit ist kein Patient in stationärer Behandlung.  Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt bei 0,00.

Cham

09.06. 14:31

Freie Wähler fordern Konsequenzen aus Corona-Krise

Die Freien Wähler im Landtag fordern Konsequenzen aus der Corona-Krise. Sie hat auch in Bayern Fehlentwicklungen der Vergangenheit schonungslos offen gelegt, erklärte der Regensburger Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt. Eine von ihm angeregte Arbeitsgruppe will erreichen, dass Arzneimittel künftig im eigenen Land produziert werden. Außerdem wollen Gotthardt und seine Kollegen in der Freie-Wähler-Fraktion höhere Löhne für Pflegekräfte und weniger Bürokratie. 

Regensburg Land

09.06. 14:03

Bayern schickt Schweden-Heimkehrer in Quarantäne

Wer aus Schweden nach Bayern zurückkehrt, muss zwei Wochen in Quarantäne. Das hat das bayerische Gesundheitsministerium angeordnet. Es greife eine Regelung der Einreise-Quarantäneverordnung. Das passiert, wenn in einem anderen Land die kritische Marke von mehr als 50 neuen Corona-Fällen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von einer Woche überschritten wird. Das war in Schweden zuletzt der Fall.

Bayern

09.06. 13:28

Landesamt für Statistik zu Corona-Folgen auf Tourismus

Die Corona-Krise hat den Tourismus in Niederbayern und der Oberpfalz im April fast komplett zum Erliegen gebracht. Verglichen mit dem Vorjahr hatten Hotels, Penisonen, Jugendherbergen und Campingplätze nur noch zehn Prozent der Gäste. Auch die Zahl der Übernachtungen sank dramatisch auf knapp 15.000. Vor einem Jahr waren es fast 900.000. Für Mai werden ähnlich dramatische Zahlen erwartet.

Bayern

09.06. 12:31

Bayern-SPD: Pflegekräfte verdienen mehr als einen Bonus

Angesichts der Übergabe des 100.000. Bescheides zum bayerischen Corona-Pflegebonus durch Gesundheitsministerin Melanie Huml appelliert die gesundheitspolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion Ruth Waldmann an die Staatsregierung, die Bedürfnisse und Belange von Bayerns Pflege- und Rettungskräften auch nach der Corona-Krise ernst zu nehmen. Zwar sei der Corona-Pflegebonus eine wichtige Anerkennung für alle Pflegerinnen, Pfleger und Rettungskräfte, die im Zuge der Pandemie Außerordentliches leisten, trotzdem brauche es weitreichende Verbesserungen im Pflegebereich.

"Die 500-Euro-Prämie ist nett, ändert aber nichts an der täglichen Arbeitssituation zwischen schwerer körperlicher Belastung, knappen Personalbemessungen und schlechter Bezahlung. Wir fordern schon seit Langem deutlich höhere Löhne für das Pflegepersonal. Da viele - vor allem auch private - Einrichtungen keine tariflichen Regelungen haben, ist ein allgemein verbindlicher Branchentarifvertrag dringend notwendig. 

Bayern

09.06. 12:16

Mehrfach Hinweise auf Verstöße in Amberger Gastronomiebetrieben

Mehrfach wurde am vergangen Wochenende der Polizeiinspektion mitgeteilt, dass die Hygienevorschriften in mehreren Amberger Gastronomiebetrieben und Kneipen nicht eingehalten werden. Deshalb werden in Absprache mit dem zuständigen Ordnungsamt gezielte Kontrollen zur Einhaltung der Hygienevorschriften und der jeweiligen Hygienekonzepte durchgeführt.

Oberpfalz

09.06. 06:26

Katholiken feiern Fronleichnam auch in Corona-Zeiten

In bunter Pracht feiern die Katholiken in Bayern alljährlich Fronleichnam - normalerweise. Im Corona-Jahr fallen die festlichen Prozessionen an diesem Donnerstag (11. Juni) fast alle aus, in den Bistümern werden keine Heiligenfiguren durch die Straßen getragen. Ganz verzichten müssen die Gläubigen jedoch nicht, Gottesdienste finden statt.

Kardinal Reinhard Marx feiert ein Pontifikalamt im Münchner Liebfrauendom, zu dem jedoch nur 70 Besucher zugelassen sind. Die Messe wird im Internet übertragen. Auch in Bamberg beispielsweise können Gläubige dem Gottesdienst mit Erzbischof Ludwig Schick am Bildschirm bewohnen. In Würzburg treffen sich die Teilnehmer auf dem Residenzplatz im Freien, wo Bischof Franz Jung die Fronleichnamsmesse zelebrieren wird.

Am oberbayerischen Staffelsee findet ein Teil der Prozession traditionell auf dem Wasser statt - so auch in diesem Jahr. Die Prozession führt mit Booten von Seehausen zur Insel Wörth. Zudem ist ein Gottesdienst in der Pfarrkirche geplant.

Am Fronleichnamstag begeht die katholische Kirche das «Hochfest des Leibes und Blutes Christi» - und das seit dem 13. Jahrhundert. Fronleichnam findet 60 Tage nach Ostern statt. Papst Urban IV. machte den Tag 1264 zum offiziellen Fest.

Die Katholiken tragen das Allerheiligste, Christus in Gestalt einer Hostie, in einem Schaugefäß, einer Monstranz, durch die Straßen und beten um Gottes Segen. Vielerorts werden Heiligenfiguren und andere christliche Kunstwerke geschmückt und mitgetragen. Die erste Fronleichnamsprozession in Bayern fand 1286 in Benediktbeuern statt.

Bayern

09.06. 06:06

Deutsche Urlauber dürfen auf Mallorca

Die spanische Regierung will 6.000 Touristen aus Deutschland erlauben, schon ab kommenden Montag nach Mallorca und auf die anderen Balearen-Inseln fliegen zu dürfen. Das berichtet eine spanische Zeitung. Demnach soll mit den Touristen ausprobiert werden, ob alle Corona-Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen und Hotels funktionierten. Offiziell will Spanien seine Grenzen für ausländische Besucher erst Ende des Monats öffnen.

WELT

09.06. 06:05

Corona noch nicht überwunden

Die Corona-Pandemie ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation noch lange nicht überwunden. Die WHO meldete am Abend den stärksten Anstieg von Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. In den letzten 24 Stunden seien weltweit mehr als 136.000 neue Fälle registriert worden. Während sich die Lage in Europa verbessere, verschlechtere sie sich global gesehen, sagte WHO-Chef Tedros auf einer virtuellen Pressekonferenz.

WELT

09.06. 06:03

Corona-Hilfskrankenhäuser werden zurückgebaut

Weil die Corona-Krise in Bayern deutlich glimpflicher verlaufen ist als befürchtet, werden manche extra errichtete Hilfskrankenhäuser wieder abgebaut. Andere wurden gar nicht erst hochgefahren, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Die Testkapazitäten hingegen sollen massiv ausgebaut werden.

«Inwiefern sich die Ausweitung der Testungen auf die derzeit bestehenden 124 bayerischen Testzentren konkret auswirken wird, steht noch nicht fest», sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) allerdings. Die Testungen sollen insbesondere für Personengruppen verstärkt werden, die besonders gefährdet sind oder in der sogenannten kritischen Infrastruktur arbeiten. «Darüber hinaus sollen im Freistaat Bayern auch Menschen, die keine typischen Symptome einer Corona-Infektion zeigen, die Möglichkeit erhalten, sich testen zu lassen», so Huml. Details dazu würden noch ausgearbeitet.

Derweil werden die Kapazitäten in den Hilfskrankenhäusern zurückgefahren. Diese hätten im Fall stark steigender Zahlen die bestehenden Kliniken entlasten sollen. Im Regierungsbezirk Oberbayern wurden den Angaben nach sieben solcher Hilfskrankenhäuser eingerichtet. Mit Ausnahme Erding wurden oder werden alle rückgebaut. In der Oberpfalz wurden laut einem Sprecher der Bezirksregierung drei Hilfskrankenhäuser in Schwandorf, Oberviechtach und Waldsassen errichtet sowie ein Behelfskrankenhaus in Weiden. Davon seien nur noch die Standorte in Schwandorf und Oberviechtach in Bereitschaft.

In Niederbayern hat die Regierung einer Sprecherin zufolge bei den Corona-Hilfskrankenhäusern auf Einrichtungen der Vorsorge und Rehabilitation gesetzt. «Neu geschaffen wurde lediglich ein Hilfskrankenhaus in Viechtach, das derzeit noch in Bereitschaft gehalten wird», teilte die Sprecherin weiter mit.

Andernorts ist es hingegen lediglich bei Plänen für derartige Maßnahmen geblieben. Von der Regierung von Mittelfranken hieß es beispielsweise: «In allen mittelfränkischen Rettungsdienstbereichen wurden umfassende Konzepte für die Einrichtung von Hilfskrankenhäusern erarbeitet, deren Umsetzung im derzeitigen Pandemiegeschehen aber glücklicherweise nicht erforderlich ist.»

In Schwaben wurden für die Einrichtung von Hilfskrankenhäusern in Weißenhorn das Claretiner-Kolleg, in Aichach ein altes Krankenhaus sowie eine Veranstaltungshalle in Kempten Konzepte erarbeitet. Deren Umsetzung sind einem Sprecher zufolge unter Berücksichtigung des seit Wochen niedrigen Infektionsgeschehens im Regierungsbezirk aktuell nicht erforderlich. «Die theoretischen Planungen gelten weiter, um Einrichtungen bei Bedarf zu aktivieren», teilte er aber mit.

«Bereits seit einigen Wochen ruhen die weiteren Vorbereitungen. Grund sind die günstigen Entwicklungen bei der Ausbreitung des Infektionszahlen und die Tatsache, dass wir in Unterfranken von ausreichend Krankenhauskapazitäten ausgehen», erklärte eine Sprecherin der Bezirksregierung. Pläne gebe es für das Tagungszentrum des Bistums Würzburg in Hösbach, die Jugendbildungsstätte des Bezirks Unterfranken in Würzburg sowie für ein ehemaliges Krankenhausgebäude des Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt a.d.Saale. «Die reguläre Nutzung der drei Einrichtungen ist uneingeschränkt möglich», teilte die Sprecherin weiter. «Derzeit besteht für die betroffenen Einrichtungsträger keine Vorhalte- oder Freihaltepflicht.»

So sehen die Behörden sich auch für einen eventuellen erneuten Anstieg der Infektionszahlen gerüstet. Eine Sprecherin Regierung von Oberfranken, wo die Konzepte im Laufe des Pandemiegeschehens bislang ebenfalls nicht erforderlich waren, erklärte beispielsweise: «Im Falle des Auftretens einer zweiten Erkrankungswelle von Covid-19 ließen sich auf ihrer Grundlage sehr kurzfristig zusätzliche stationäre Behandlungskapazitäten sicherstellen.»

Bayern

08.06. 19:52

Besorgnis über weltweit steigende Corona-Zahlen 

Die Zahl der Corona-Infektionen weltweit steigt trotz Entspannung in Westeuropa weiterhin deutlich. Am Wochenende seien innerhalb von 24 Stunden mehr als 136.000 Fälle gemeldet worden, so viele wie nie zuvor an einem Tag, sagte der Chef der WHO. Er warnte die Länder davor, bei den Vorsichtsmaßnahmen nachzulassen.

WELT

08.06. 19:16

Staatshilfen sichern Modemarke Tom Tailor

Die in der Corona-Krise in Schieflage geratene Modemarke Tom Tailor mit ihren rund 3.400 Mitarbeitern wird durch Staatshilfen gesichert. Wie die Hamburger Tom Tailor Holding am Montagabend mitteilte, hätten Bundesregierung und die Länder Hamburg und Nordrhein-Westfalen der Tom Tailor GmbH eine Bürgschaft in Höhe von 100 Millionen Euro zugesagt. Die besicherte Finanzierung habe eine Laufzeit bis Ende September 2024. 

Auch die Banken hätten sich grundsätzlich bereit erklärt, bis dahin alle Kreditlinien mit einem Volumen von insgesamt 355 Millionen Euro zu weitgehend unveränderten Konditionen zu verlängern. Zudem wolle der Mehrheitsaktionär der Holding, die chinesische Fosun International Limited, die Laufzeit eines der Tom Tailor GmbH gewährten Darlehens in Höhe von 28,5 Millionen Euro bis Ende 2024 verlängern, hieß es.

Deutschland

08.06. 18:53

Weltbank rechnet mit globaler Rezession

Die globale Wirtschaft wird wegen der Folgen der Coronavirus-Pandemie dieses Jahr die schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg erleben. Diese Prognose zieht die Weltbank. In ihrem Bericht geht sie davon aus, dass die globale Wirtschaftsleistung um 5,2 Prozent schrumpfen wird. Besonders betroffen seien die Industrieländer. Eine zweite Infektionswelle könnte die Lage noch verschärfen, so die Warnung.

WELT

08.06. 18:23

Keine Neuinfizierungen im Landkreis Straubing-Bogen

Die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus infizierten Personen im Landkreis Straubing-Bogen sinkt weiterhin deutlich. Am Montag wurden erneut keine Neuinfizierten gemeldet, den fünfte Tag in Folge.

Die Anzahl der aktuell Infizierten liegt damit nur noch bei 86, womit diese Zahl immer mehr abnimmt. Verstorben sind bisher 29 Personen aus dem Landkreis.

Die Sieben-Tages-Inzidenz bezogen auf 100.000 Einwohner liegt mit Stand Montag, 08. Juni, 10 Uhr, bei 2,98.

Derzeit befinden sich neun Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung in den Landkreis-Krankenhäusern, drei davon intensiv-medizinisch (Stand 08.06., 9:00 Uhr).

Niederbayern

08.06. 17:51

Vierter Tag ohne neuen Corona-Fall im Landkreis Schwandorf

Nachdem auch heute keine neue Infektion zu vermelden ist, sieht die Bilanz aktuell so aus:

bestätigte Infektionen  508

davon wieder gesund 454

Fall noch aktiv               35

Tote                               19

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 1,36.

Schwandorf

08.06. 17:14

Corona in Niederbayern – Polizei-Rückblick über die vergangene Woche

Die letzte Woche und das zurückliegende Wochenende verliefen aus polizeilicher Sicht ruhig. In mehreren Städten in Niederbayern wurden am Wochenende Versammlungen in Zusammenhang mit der Coronapandemie durchgeführt.

Am Samstag wurden in Landshut, Passau und Straubing Versammlungen in Zusammenhang mit der Coronapandemie abgehalten. Die Versammlungen verliefen aus Sicht der Polizei problemlos. Die niederbayerische Polizei wird auch weiterhin Versammlungen in Zusammenhang mit der Coronapandemie begleiten. Die Polizeikräfte werden durch ein situationsangepasstes Einsatzverhalten sowohl das Recht auf Versammlungsfreiheit als auch den Schutz vor Corona-Infektionen bestmöglich in Einklang bringen.

Die niederbayerische Polizei hat zur Überwachung der Allgemeinverfügung von Dienstag, 02.06.2020, 06.00 Uhr, bis heute, Montag, 08.06.2020, 06.00 Uhr, über 4.000 Kontrollen in Zusammenhang mit den Beschränkungen durch die Coronapandemie durchgeführt. Es wurden 135 Anzeigen aufgenommen, der Schwerpunkt der Anzeigen lag auch in diesem Zeitraum wieder bei Verstößen gegen die Kontaktbeschränkungen. 

Niederbayern

08.06. 16:33

Freie Wähler wollen mehr Mitspracherecht des Parlaments in Krisenzeiten

Eine Papier mit dem Titel ,Lessons learned - Lehren aus Corona" soll morgen im Landtag diskutiert werden. Das bayerische Parlament soll nach dem Willen der Freien Wähler mit darüber entscheiden, ob in einer Krise Bürgerfreiheiten eingeschränkt werden. Fraktionschef Streibl sagte, der Vorstoß sei nicht als Kritik an der CSU gemeint. Er wolle eine Diskussion anregen, was in einer Demokratie besser laufen könne. In der Coronakrise hatte der Landtag zwar zustimmen müssen, um die Finanzierung der Notprogramme zu ermöglichen. Die Krisenmaßnahmen selbst hatte vor allem das Kabinett beschlossen.

Bayern

08.06. 16:01

Landkreis Regensburg bedauert: Vier-Tages-Fahrten können nicht stattfinden

Die beliebten Vier-Tages-Fahrten des Kreisjugendamtes Regensburg können in diesem Jahr leider nicht stattfinden. Zu diesem Entschluss sind die Verantwortlichen in den Gemeinden und im Kreisjugendamt gekommen. Neben der oftmals nur teilweise sicherzustellenden Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln, etwa bei den ein- oder eineinhalb Stunden dauernden Hin- und Rückfahrten in Bussen, gibt es auch bei den Ausflugszielen meist nur eingeschränkte Besucherkapazitäten. Vielfach ist auch nur Onlineticketing möglich, was eine wetterbedingt kurzfristige Umplanung ausschließt. Die gestiegenen Aufsichtspflichten würden zudem noch mehr Betreuungspersonal erfordern, welches oft nicht verfügbar ist oder auch selbst Sorge aufgrund des Infektionsrisikos hat.

Das Team um Kreisjugendpfleger Peter Weigl hofft natürlich, im nächsten Jahr die Vier-Tages-Fahrten wieder in gewohnter Weise – also mit bekannter Spaßfaktor-Garantie – anbieten zu können. Ob die sonstigen Angebote des Ferienprogramms 2020 für die Sommerferien stattfinden können, wird in nächster Zeit entschieden und über Pressemitteilungen wieder bekanntgegeben.

 

Regensburg Land

08.06. 15:44

Update zur Corona-Pandemie im Landkreis Cham

Im Landkreis Cham gab es in den letzten sieben Tagen keine weitere Neuinfektion, die Gesamtzahl der positiv auf den Coronavirus getesteten und bestätigten Fälle liegt deshalb zum Stand 08.06.2020, 13 Uhr, weiterhin bei 430. Die Zahl der als genesen aus der Quarantäne entlassenen bestätigten Fälle hat sich um einen auf 395 erhöht.  Derzeit ist kein Patient in stationärer Behandlung. 

Cham

08.06. 15:09

Kaum neue Corona-Infektionen seit Freitag in Ostbayern

In Niederbayern und der Oberpfalz gibt es immer weniger Neuinfektionen mit dem Corona-Virus. Die Landratsämter in Schwandorf, Neumarkt, Cham und Straubing-Bogen haben über das Wochenende keine neuen Corona-Fälle gemeldet. Im Landkreis Kelheim gibt es nach letzten Informationen sogar keinen einzigen Corona-Infizierten mehr. Aus der Reihe fällt nur die Stadt Regensburg. Hier gab es einige neue Corona-Fälle in Asylunterkünften. Allerdings weit weniger, als befürchtet.

Bayern

08.06. 14:57

Bayerische Chorverbände wehren sich gegen Proben- und Auftrittsverbote

Am Donnerstag, 04.06.20 informierte das Bayerische Gesundheitsministerium die Bayerischen (Bezirks-)Regierungen und Kreisverwaltungsbehörden in einer Vollzugsanordnung darüber,  dass ein Probenbetrieb von Laienmusikgruppen ab dem 08. Juni wieder möglich sein soll (siehe Anlage). In einem Nebensatz wurden Chöre und sonstige Gesangsgruppen von dieser Ausnahmeregelung mit der Begründung „wegen der erhöhten Infektionsgefahr, die mit lautem Gesang verbunden ist“ ausgenommen.

Das wollen die Präsidenten der vier großen Chorverbände Bayerns, Karl Weindler vom Bayerischen Sängerbund, Dr. Paul Wengert vom Chorverband Bayerisch-Schwaben, Prof. Dr. Friedhelm Brusniak vom Fränkischen Sängerbund und Hermann Arnolf vom Maintal Sängerbund so nicht hinnehmen. „90.000 Sänger*Innen warten auf ein Signal aus den Ministerien. Unsere Chöre wollen endlich eine nachvollziehbare und gerechte Regelung, wann und wie sie wieder zu einem Proben- und Konzertbetrieb zurückkehren können.“, so Jürgen Schwarz, geschäftsführender Präsident des Chorverbands Bayerisch-Schwaben. 

In einem gemeinschaftlichen Brandbrief wenden sich die Präsidenten der vier Bayerischen Chorverbände an Staatsministerin Melanie Huml – Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Staatsminister Bernd Sibler – Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und Staatsminister Dr. Florian Herrmann – Leiter Bayerischen Staatskanzlei. In diesem Brief weisen die Präsidenten auf die Öffnungen des Probenbetriebs in den angrenzenden Bundesländern Baden-Württemberg und Hessen hin, verweisen unter anderem auf die Studien „Risikoeinschätzung einer Coronavirus-Infektion im Bereich Musik“ der Hochschule für Musik Freiburg und „Musizieren während der Pandemie - was rät die Wissenschaft?“ der Universität der Bundeswehr München. 

Bayern

08.06. 14:25

Hochschulprofessoren fordern Rückkehr zur Präsenzlehre an den Universitäten

Gut 2.000 Professoren und Dozenten an deutschen Universitäten haben in einem offenen Brief die Rückkehr zur Präsenzlehre gefordert. Im Inforadio vom rbb sagte am Montag einer der Initiatoren des Briefes und Professor für Germanistik an der Universität Bonn, Johannes Lehmann: "Die selbständige, kritische Aneignung von Inhalten setzt zwingend Präsenz voraus." Dieses Innovationspotenzial brauche geschützte Räume in der Universität, so Lehmann: "Das ist der zu schützende Kern einer jeden modernen Gesellschaft." 

Es sei ihm ein Rätsel, warum es an den Schulen und Kitas beispielsweise wieder losgehe, an den Unis aber nicht: "Ich sehe mit großer Sorge, dass auch von den Universitätsangehörigen selber und den Wissenschaftlern die eigene Systemrelevanz nicht genug unterstrichen wird. Es kann ja nicht sein, dass ich morgens in Schwimmbad gehe und mittags in Restaurant (...), dass aber die Universitäten mitten in der Stadt geschlossen bleiben. (...) Deswegen plädieren wir dafür, schrittweise und vorsichtig Einzelelemente der Präsenzlehre wieder möglich zu machen." 

Deutschland

08.06. 13:46

Fans fiebern nach Corona-Pause dem DFB-Pokal entgegen

Dreieinhalb Wochen nach der Bundesliga meldet sich in dieser Woche der DFB-Pokal zurück. Nach einer langen Zeit des Wartens kämpfen am Dienstag- und Mittwochabend die vier verbliebenen Mannschaften um das Finalticket für den 4. Juli in Berlin.

Gleich zum Auftakt wird es historisch: Mit dem 1. FC Saarbrücken steht erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs ein Viertligist im Halbfinale. Die Saarländer, die nach dem Saisonabbruch der Regionalliga Südwest in die 3. Liga aufgestiegen sind, wollen nun die Sensation perfekt machen und ins Pokalfinale einziehen. Mit dem 1. FC Köln und Fortuna Düsseldorf konnten sie bereits zwei Bundesligisten ausschalten - am Dienstagabend wartet im ersten Pflichtspiel seit drei Monaten Bayer 04 Leverkusen.

Am Mittwochabend kommt es in der Allianz-Arena zu einer Neuauflage des Pokalfinals von 2018, in dem Eintracht Frankfurt den FC Bayern bezwingen konnte. Während die Gäste in München erneut für eine Überraschung sorgen wollen, will der Rekordmeister und Titelverteidiger mit einem Sieg die Hoffnung auf den Triple-Gewinn wahren. 

Deutschland

08.06. 13:17

Corona hemmt Produktion in Deutschland

Die Corona-Krise hat Deutschlands Firmen ausgebremst - die Produktion ist im April so stark eingebrochen wie noch nie. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stellten Industrie, Bau und Energieversorger zusammen fast 18 Prozent weniger her als im März. Einen besonders starken Rückgang musste die Autobranche hinnehmen - hier war es ein Minus von rund 75 Prozent.

Deutschland

08.06. 12:27

Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz in Neumarkt

Am 07.06.2020, 00:57 Uhr, wurden auf dem Gelände einer Tankstelle in der Amberger Straße insgesamt acht Personen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren angetroffen, die Getränke konsumierten und Musik hörten. Die Personen gehörten unterschiedlichen Hausständen an. Platzverweise wurden ausgesprochen.

 

Neumarkt

08.06. 12:01

Ministerin Huml übergibt 100.000. Bescheid zum Corona-Pflegebonus

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml übergibt am morgigen Dienstag (9. Juni) in Nürnberg den 100.000. Förderbescheid zum bayerischen Corona-Pflegebonus. Huml betonte am Montag: "Pflegerinnen und Pfleger sowie Rettungskräfte stehen bei der Bewältigung der Corona-Pandemie an vorderster Front. Daher freue ich mich sehr, dass wir Pflegende mit dem Corona-Pflegebonus als Zeichen unserer Wertschätzung unterstützen können. Wir haben zudem die Antragsfrist bis Ende Juni 2020 verlängert, damit jeder Berechtigte die Möglichkeit hat, noch rechtzeitig den Antrag zu stellen."

Den Antrag auf den Corona-Pflegebonus können unter anderem Pflegende in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, stationären Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten stellen. Auch Rettungssanitäter, Rettungsassistenten, Notfallsanitäter und nichtärztliche Einsatzkräfte im Rettungsdienst gehören zum begünstigten Personenkreis.

Bayern

08.06. 11:47

Verhandlungen über Corona-Hilfen

Die Große Koalition nimmt sich für das Konjunktur-Paket Zeit, das die Folgen der Corona-Krise abfedern soll. Die Runde unter Leitung von Kanzlerin Merkel hat vereinbart nicht die ganze Nacht durchzuverhandeln, sondern zu unterbrechen und am Vormittag weiter zu machen. Bei dem milliardenschweren Paket geht es um Hilfen für Familien, Arbeitnehmer, Unternehmen und Kommunen.

Deutschland

08.06. 11:27

Weniger andere Krankheiten durch Corona

Abstandhalten, Händewaschen und häufig lüften - das hilft nicht nur gegen das Coronavirus sondern auch gegen andere Krankheiten. Wie die "Funke Zeitungen" berichten, registrieren die deutschen Hausärzte aktuell weniger Erkältungen, grippale Infekte oder auch Magen-Darm-Infekte. Der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Weigeldt, sprach sich dafür aus, viele Maßnahmen deshalb auch an der Pandemie beizubehalten.

Deutschland

08.06. 07:00

Uni Regensburg mit online-Schnupperstudium

Die Uni Regensburg bietet von heute bis Mittwoch ein online-Schnupperstudium an. Dabei können sich Interessierte über bestimmte Studiengänge und die Nutzung der Bibliothek informieren oder einen virtuellen Rundgang über den Campus machen. In Zeiten von Corona finden viele Vorlesungen digital über das Internet statt. Auch dafür kann man sich anmelden. Weitere Infos dazu gibt es auf der Homepage der Uni unter dem Stichwort „Schnupperstudium.“

Regensburg Stadt

08.06. 07:00

US-Truppenabzug würde Oberpfalz hart treffen

Diese Meldung hat Kommunalpolitiker in der Oberpfalz aufgerüttelt: US-Präsident Trump will über 9.000 Soldaten aus Deutschland abziehen, schon ab September sollen die ersten gehen. Sollte das stimmen, wären mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die US-Standorte in der Oberpfalz betroffen. Hier sind rund 10.000 Soldaten stationiert, sie haben 30.000 Angehörige. Ein Abzug von Truppen würde für die Region den Verlust von zivilen Arbeitsplätzen und von Kaufkraft bedeuten, in Zeiten von Corona wäre das umso schlimmer.

Oberpfalz

08.06. 06:59

Weniger Corona-Fälle in Regensburger Unterkunft

In der Gemeinschaftsunterkunft in der Regensburger Dieselstraße sind nicht so viele Flüchtlinge mit Corona infiziert, wie anfangs befürchtet. Bei einem Reihentest von fast 150 Menschen waren nur zehn positiv, hat jetzt die Regierung der Oberpfalz bekanntgegeben. Die Unterkunft steht damit nicht mehr unter Quarantäne, das gilt auch für die Unterkunft in der ehemaligen Pionierkaserne. Oberpfalzweit gibt es aktuell 38 Corona-Fälle in Flüchtlingsunterkünften, betroffen sind zwölf Einrichtungen.

Regensburg Stadt

08.06. 06:58

Kelheimer THW heldenhaft geehrt

Der Landkreis Kelheim hat unter dem Motto „Einsicht, Rücksicht, Zuversicht“ die Kampagne „Helden des Alltages im Landkreis Kelheim gesucht.“ gestartet. Alle „Helden des Alltags im Landkreis Kelheim“ werden nach der Corona-Krise ins Landratsamt zu einer Feier eingeladen. Heute dürfen wir Ihnen als einen unserer „Helden des Alltags“ im Landkreis Kelheim das Technische Hilfswerk Ortsverband Kelheim vorstellen. Das Team der „blauen Truppe“ aus Kelheim unterstützt, transportiert, lagert, verteilt und leistet somit einen unverzichtbaren Beitrag, dass wichtige Versorgungsmaterialien, wie Schutzmasken und Desinfektionsmittel verfügbar sind. Der Landkreis Kelheim bedankt sich ausdrücklich für das enorme Engagement des Technischen Hilfswerks Ortsverband Kelheim und freut sich den Titel „Held des Alltags im Landkreis Kelheim“ verleihen zu dürfen.

Kelheim

07.06. 15:05

Eventuell Maskenpflicht an deutschen Flughäfen

Auf deutschen Flughäfen ist im Kampf gegen das Corona-Virus eine generelle Maskenpflicht für Passagiere und Angestellte im Gespräch - bisher gilt eine Empfehlung. Jetzt berichtet der "Spiegel", dass es offenbar einen konkreten

Entwurf für ein Vorschriften-Paket gibt. Überall wo sich Menschen dicht drängeln wären Masken demnach notwendig. Außer für Kinder unter sechs Jahren, in Flughafenrestaurants und bei der Passkontrolle. (dpa)

Deutschland

07.06. 12:40

Coronavirus in Deutschland: Virologe Streeck äußert ungewöhnliche These

Virologe  Hendrik Streeck sieht während der Sommermonate bei Bekämpfung der Corona-Pandemie eine Chance. Es könne möglicherweise eine Teilimmunität in der Bevölkerung aufgebaut werden, die dann den weiteren Verlauf der Pandemie abschwäche, sagte der Bonner Professor der Nachrichtenagentur dpa. „Wir sollten uns über den Sommer ein bisschen mehr Mut erlauben“, so Streeck.

Deutschland

07.06. 11:26

Deutsche Schüler schlechter wegen Corona-Krise

Schüler in Deutschland werden wohl bei der nächsten Pisa-Studie schlechter abschneiden. Davon geht der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Meidinger, aus. Unter anderem hätten die Schulen immer noch zu wenig Personal, um etwa den Herausforderungen in Sachen Integration gerecht werden zu können, sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Dazu kämen noch die Folgen der Corona-Krise.

Deutschland

07.06. 10:16

Außergewöhnlicher UNESCO-Welterbetag dank Corona

Heute wird der UNESCO-Welterbetag gefeiert. In Zeiten von Corona fallen alle geplanten Veranstaltungen aus, auch das Welterbe-Fest am Regensburger Marc-Aurel-Ufer. Stattdessen wird der Tag virtuell begangen. Auf der Internetseite unesco-welterbetag.de kann man durch einzelne Orte spazieren, es gibt Erklärvideos oder Bastelanleitungen für Kinder. Besucher der Internetseite können auch Fotos von sich und „ihrem“ Welterbe posten. Die Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof gehört seit 2006 zum UNESCO-Welterbe. 

Regensburg Stadt

07.06. 09:43

Corona verursacht Verfahrensstau an Gerichten

Wegen der Corona-Pandemie befürchtet der Deutsche Richterbund einen anhaltenden Verfahrensstau an den Gerichten. Es dürfte noch bis Jahresende dauern, bis alle verschobenen Termine parallel zu allen neuen abgearbeitet seien, sagte Richterbund-Geschäftsführer Rebehn den "Funke-Zeitungen". Dazu kämen noch Klagen rund um Corona - etwa gegen Corona-Beschränkungen.

Deutschland

07.06. 08:49

Lufthansa will Reisenden Sorge nehmen

Mit einer "Rückflug-Garantie" will die Lufthansa möglichen Sorgen vor Reisen in der Coronakrise entgegentreten. Das kündigte Konzernchef Spohr in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" an. Wer zurück nach Deutschland wolle, den bringe man auch zurück. Diese Zusage gelte etwa, wenn einem Fluggast die Einreise verweigert werde. Spohr zeigte sich gleichzeitig optimistisch, dass die Nachfrage nach privaten Flugreisen schnell wieder steigen werde.

Deutschland

06.06. 14:09

Merkel: Konjunkturpaket ist Zukunftspaket

Kanzlerin Merkel hat das beschlossene Konjunkturpaket zur Abfederung der Corona-Folgen auch als Zukunftspaket bezeichnet. In ihrem wöchentlichen Podcast sagte sie, neben der klassischen wirtschaftlichen Wirkung seien auch der Kampf gegen den Klimawandel und die Digitalisierung berücksichtigt. Denn durch diese Bereiche ändere sich die Art des Wirtschaftens grundlegend, so Merkel.

Deutschland

06.06. 13:45

Folge der Corona-Krise: Keine Fußball-Saison 2020/21 in Bayern

In Bayern gibt es keine Fußball-Saison 2020/21. Zu dieser einstimmigen Entscheidung ist die vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) eingesetzte Arbeitsgruppe zum Spielbetrieb in der Coronavirus-Pandemie gekommen, wie der BFV am Samstag mitteilte. Die Spielzeit bei Herren und Frauen könne aus zeitlichen Gründen und wegen fehlender Spieltermine nicht stattfinden. Die Arbeitsgruppe hat zudem vorgeschlagen, die aktuell wegen der Corona-Krise ausgesetzte Spielzeit 2019/20 bis zum 30. Juni 2021 zu verlängern. Der BFV-Vorstand hat diesen Vorschlag bereits bestätigt. Wie im Jugendbereich verfahren wird, soll in Kürze mitgeteilt werden. (dpa)

 

Bayern

06.06. 12:58

Aktuelle Corona-Zahlen könnten täuschen - Auswirkungen wären verheerend

Weltärzte-Präsident Montgomery sieht keine Chance für Großveranstaltungen in diesem Jahr. Diese seien zu riskant, sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Auch eine mögliche Öffnung von Fußballstadien für Zuschauer nannte er "verheerend". Die aktuell von den Gesundheitsämtern gemeldeten niedrigen Zahlen der Corona-Neuinfektionen könnten über das Ausmaß der Gefahr täuschen, so Montgomery.

WELT

06.06. 11:41

Gardasee wartet auf deutsche Touristen: Keine Masken am Strand

Der Tourismusbetrieb am Gardasee in Italien hofft in diesem Jahr trotz Corona auf zahlreiche Urlauber aus Deutschland. «Die Besucher können sich hier absolut sicher fühlen. Wir hatten hier nur einen einzigen Corona-Fall», sagte der Bürgermeister der Kommune Limone sul Garda, Antonio Martinelli, der Deutschen Presse-Agentur. «Unser Ort ist immun.» Hotels, Attraktionen und Fähren würden nun nach und nach den Betrieb aufnehmen. Urlauber müssten auch nicht mit Atemschutzmasken am Strand liegen oder im Restaurant sitzen, dafür gelte aber auch beim Urlauben ein Sicherheitsabstand. Limone sul Garda ist vor allem bei ausländischen Touristen beliebt, etwa 70 Prozent kämen aus Deutschland, sagte Martinelli. Letztes Jahr habe der kleine Ort insgesamt 1,3 Millionen Übernachtungen gezählt - mehr habe in der Region Lombardei nur die Metropole Mailand. «Wir wollen eine Botschaft an unsere geliebten deutschen Freunde senden, dass wir sie sehnsuchtsvoll erwarten.» Die Saison geht üblicherweise von März bis Oktober, bis jetzt sei sie wegen Corona komplett ins Wasser gefallen, sagt Martinelli. «Wir hoffen aber, nun wieder etwas reinzuholen.» Besonders viele Besucher kommen aus Bayern an den norditalienischen See, der in den Regionen Venetien und Lombardei und der Provinz Trentino liegt. «Die Lage ist ruhig, hier gibt - und gab - es nie einen Notstand», erklärt der Präsident des Touristenkonsortiums Lago di Garda Veneto, Paolo Artelio. Alle Hoffnungen ruhen nun auf dem 15. Juni, wenn die Deutschen wieder ohne Reisewarnung nach Italien fahren können. (dpa)

WELT

06.06. 10:35

Verband: Sehbehinderte wurden bei Corona-Verordnungen «vergessen»

Blinde und sehbehinderte Menschen sind bei den Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus kaum berücksichtigt worden, kritisiert der Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen. «Wir sind zwar nicht die Masse der Gesellschaft, aber wir wurden schlicht vergessen», sagt der stellvertretende Vorsitzende Andreas Schneider in Meißen. So seien die Markierungen auf Böden und Absperrungen vor Geschäften und anderen Einrichtungen einfach nicht zu erfassen. Wie sollen die Behinderten beispielsweise auch Hinweisschilder erkennen? Mit diesen ungewohnten Situationen kämen die Menschen nicht zurecht, diese Herausforderungen könnten sie nicht alleine stemmen, sagte Schneider der Deutschen Presse-Agentur anlässlich des Tages der Sehbehinderten am 6. Juni. Er appellierte an andere, mitzuhelfen. «Viele Blinde und Sehbehinderte trauen sich in Corona-Zeiten nicht allein in die Öffentlichkeit», so Schneider. Bei den Betroffenen sei eine große Vereinsamung zu registrieren, beklagte er. Hinzu käme, dass auch viele Veranstaltungen des Verbandes wie Ausflüge und gesellige Treffen abgesagt werden mussten. Ein Ausweichen auf andere Veranstaltungsorte sei so gut wie unmöglich. «Die Lokalitäten, mit denen wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten, sind auf die Bedürfnisse von Blinden und Sehschwachen eingestellt, das kann man nicht einfach verlagern», sagte Schneider. Auch bei dem derzeitigen Boom digitaler Angebote seien Blinde ausgebremst, so Schneider. Er nannte in diesem Zusammenhang Videokonferenzen, Online-Einkaufen oder das Streamen von Filmen. Sein Verband fordere deshalb endlich eine überfällige gesetzliche Regelung zur Barrierefreiheit digitaler Angebote. Dem sächsischen Verband gehören nach Angaben von Schneider derzeit etwa 1000 Mitglieder an. Doch es gebe noch weit mehr Menschen mit Seheinschränkungen. (dpa)

Deutschland

06.06. 09:37

Sorge um Zusammentreffen von Grippe- und Corona-Welle im Herbst

Mit Blick auf eine mögliche neue Welle der Coronavirus-Infektionen im Herbst mahnen Ärzte schon jetzt für Risikogruppen zu bestimmten Impfungen. Ein Zusammentreffen der jährlichen Grippewelle und einer neuen Zunahme von Corona-Infektionen Ende des Jahres - wie sie viele Experten erwarten - wäre für das Gesundheitssystem eine Zerreißprobe, warnte Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. Die Grippeimpfung könne das abfedern. Denn: «Solange wir keinen Impfstoff gegen das Coronavirus haben, wird es hier eine zweite Welle geben.» Eine frühzeitige Grippeimpfung ab September werde deshalb in diesem Herbst wichtiger sein als in anderen Jahren - mindestens für Risikopatienten. Diese sollten auch über eine Pneumokokken-Impfung nachdenken, die eine bakterielle Lungenentzündung verhindert. Diese ist eine von mehreren möglichen Komplikationen bei der Covid-19-Erkrankung. Die Bakterien haben bei einem geschwächten Immunsystem leichteres Spiel.

Deutschland

06.06. 09:16

KFZ-Innung Oberpfalz/Kelheim von Konjunkturpaket enttäuscht 

Für das 130-Milliarden-Konjunkturpaket des Bundes gegen die Corona-Folgen gibt es Lob und Kritik. Durchwachsen fallen auch die Reaktionen im bayerischen Kraftfahrzeug-Gewerbe aus. Präsident Albert Vetterl begrüßt, dass die wochenlange Hängepartie in Sachen Autokaufprämie vorbei ist. Der Chef der KFZ-Innung Oberpfalz/Kelheim, Rudolf Angerer hätte sich aber mehr erwartet. Er hat jetzt kritisiert, dass die Mehrwertsteuer nur für sechs Monate gesenkt wird. Das werde den Konsum nicht groß ankurbeln, meint Angerer.

Oberpfalz

06.06. 08:09

Umfrage: Corona könnte stärker spalten als Flüchtlingskrise

Eine Mehrheit der Deutschen glaubt laut einer neuen Studie, die Corona-Pandemie könne das Land stärker spalten als die Flüchtlingskrise. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die «Augsburger Allgemeine» hervor. Demnach gaben knapp 60 Prozent der Befragten an, sie glaubten, die Corona-Krise könne zur stärksten Polarisierung der Gesellschaft in den vergangenen zehn Jahren führen. Nur rund 27 Prozent glaubten das nicht oder eher nicht, gut 13 Prozent waren in der Frage unentschieden. (dpa)

Deutschland

06.06. 07:38

Debatte um Normalbetrieb an Schulen

Ein Normalbetrieb der Schulen trotz der weiter schwelenden Corona-Pandemie erfordert aus Sicht des Deutschen Lehrerverbandes einige neue Hygieneregeln. Eine Maskenpflicht sei dann auch während des Unterrichts sinnvoll, sagte Verbandschef Meidinger der "Bild". Die Kulturminister der Länder wollen so bald wie möglich wieder zu einem normalen Schulbetrieb übergehen. Bei voller Klasenstärke könnte der Mindestabstand dann aber nicht mehr eingehalten werden. Meidinger fordert deswegen neben der Maskenpflicht auch, dass Klassen den ganzen Schultag über getrennt werden. Sollte es aber durch die Schulöffnungen bundesweit wieder zu einem starken Anstieg an Infektionsanbrücken an Schulen führen, sollte laut Meidinger der Rückwärtsgang eingelegt werden. Dann müsste die Öffnung umgehend gestoppt werden. (dpa)

Deutschland

05.06. 19:23

Europäische Schlagbäume öffnen sich wieder

Die Grenzkontrollen in der EU sollen bis Ende des Monats wegfallen. Das hat Bundesinnenminister Seehofer nach einer Video-Schalte mit seinen Amtskollegen gesagt. Deutschland will bereits am 15. Juni die Kontrollen einstellen, so wie der Großteil der EU-Staaten. Ein kleiner Teil wolle Ende Juni nachziehen. Tschechien hatte am Mittag die Grenzen unter anderem für Reisende aus Deutschland wieder geöffnet.

WELT

05.06. 18:45

Keine Neuinfizierungen im Landkreis Straubing-Bogen

Die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus infizierten Personen im Landkreis Straubing-Bogen sinkt weiterhin deutlich. Am Freitag wurden keine Neuinfizierten gemeldet.

Die Anzahl der aktuell Infizierten liegt damit nur noch bei 100, womit diese Zahl weiterhin deutlich niedriger ist als die Zahl der Genesenen. Verstorben sind bisher 29 Personen aus dem Landkreis.

Die Sieben-Tages-Inzidenz bezogen auf 100.000 Einwohner liegt mit Stand Freitag, 05. Juni, 10 Uhr, bei 7,95.

Derzeit befinden sich vier Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung in den Landkreis-Krankenhäusern, aktuell keiner intensiv-medizinisch (Stand 05.06., 9:00 Uhr).


 

Niederbayern

05.06. 18:18

Augsburger Bischofsweihe wird nachgeholt

Mit zweieinhalb Monaten Verspätung soll am Samstag (10.00 Uhr) der Augsburger Bischof Bertram Meier geweiht werden. Ursprünglich war als Termin für die Bischofsweihe des neu ernannten Augsburger Oberhirten der 21. März vorgesehen gewesen. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Amtseinführung aber verschoben.

Nun findet die Weihe statt, aber mit deutliche Einschränkungen durch die Hygienemaßnahmen. Es werden längst nicht so viele Gläubige an dem Gottesdienst teilnehmen können wie üblich. Die Weihe für den neuen Bischof wird der Münchner Kardinal Reinhard Marx spenden.

Bayern

05.06. 17:54

Schwerpunktpraxis am Hagen in Straubing wird stillgelegt

Es gibt aktuell dank der Abstands-, Kontakt- und Infektionsschutzregeln nur noch wenige Menschen mit Corona-Symptomen in der Stadt Straubing und im Landkreis Straubing-Bogen. Deshalb hatte die Schwerpunktpraxis am Hagen schon zuletzt nicht mehr an jedem Tag geöffnet. Nun ging der Bedarf immer weiter zurück und die Auslastung selbst bei nur noch ein- oder zweimaliger Betriebszeit pro Woche gegen Null. Deshalb wird die Schwerpunktpraxis ab kommender Woche auch nicht mehr geöffnet sein.

In den vergangenen neun Wochen wurden in der Schwerpunktpraxis annähernd 500 Patienten behandelt. Jeder zweite davon wurde abgestrichen, etwa zehn Prozent der Abstriche waren positiv. Für die Aufrechterhaltung des Betriebes sorgte die Praxis Pelz-Knöbel, Knöbel, Olesch. „Das war ein perfekter Job“, weiß Versorgungsarzt Dr. Schaaf das Engagement der Gemeinschaftspraxis zu schätzen.


 

Niederbayern

05.06. 17:10

Lautstarke Demo von Gastronomen und Hoteliers auf Regensburger Haidplatz

Mit Töpfen und Pfannen haben heute Nachmittag 50 Wirte, Hoteliers und Barbetreiber aus Stadt und Landkreis auf dem Regensburger Haidplatz Krach geschlagen. Sie hatten auch leere Stühle und ein leeres Bett aufgestellt. Die Aktion sollte die Politik aufrütteln, mehr Hilfe für die Corona-geschädigte Branche zu leisten. Etwa 200 Zuschauer zeigten sich solidarisch mit den Demonstranten, darunter Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Aumer. 

Regensburg Stadt

05.06. 16:26

Überblick zur Corona-Lage im Landkreis Schwandorf

Stand heute, Freitag, 16.00 Uhr, sieht die Bilanz so aus:

bestätigte Infektionen 508 (wie gestern)

statistisch wieder genesen 449 (fünf mehr als gestern)

Fall noch aktiv 40 (fünf weniger als gestern)

Tote 19 (wie gestern)

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 2,72.

Auch wenn diese Tagesbilanz sehr erfreulich ist, bleibt abzuwarten, ob sich dieser Trend angesichts der seit Pfingstsamstag geltenden Lockerungen verfestigt. Heute wurden Abstriche von über zehn symptomatischen Personen genommen, deren Ergebnisse voraussichtlich am Samstag vorliegen werden.

Schwandorf

05.06. 16:02

Massen-Quarantäne für Göttinger Schulkinder

Nach einem Corona-Ausbruch in Göttingen müssen voraussichtlich mehrere hundert Schulkinder für zwei Wochen in Quarantäne. Betroffen sind die Klassenkameraden der 39 Schüler, die mit Corona infiziert sind. Bei Feiern von Großfamilien zum muslimischen Zuckerfest hatten sich 120 Menschen mit dem Virus angesteckt.

Deutschland

05.06. 15:27

Bund verlängert Lohnersatzleistungen für Kinderbetreuung

Wenn Eltern in der Corona-Krise einspringen mussten, weil Schulen und Kitas geschlossen waren, bekommen sie länger Geld vom Staat. Für Verdienstausfälle gibt es statt wie bisher für sechs-, künftig für bis zu 20 Wochen Lohnersatz gemeinsam für beide Elternteile oder Alleinerziehende. Der Bundesrat hat ein entsprechendes Gesetz gebilligt. Außerdem bekommen die rund 21 Millionen Rentner ab Juli mehr Geld - im Osten gut vier Prozent, im Westen rund dreieinhalb Prozent.

Deutschland

05.06. 14:52

Laienmusiker dürfen ab dem 8. Juni wieder eingeschränkt proben

Ab dem 8. Juni ist ein eingeschränkter Probenbetrieb für Instrumentalgruppen innerhalb der bayerischen Laienmusiklandschaft wieder möglich. Das gab Kunstminister Bernd Sibler heute in München bekannt. Instrumentalproben können nun unter Beachtung strenger Schutz- und Hygienemaßgaben in Gruppen von bis zu zehn Personen erfolgen. Grundsätzlich muss zum Beispiel ein Abstand von zwei Metern zwischen den Musikern eingehalten werden, bei Blasinstrumenten drei Meter. 

Sibler bedauerte, dass wegen der erhöhten Infektionsgefahr, die nach Einschätzung der Fachleute mit dem Singen verbunden ist, Chöre und sonstige Gesangsgruppen derzeit noch nicht von dieser Regelung profitieren könnten.

Nähere Informationen zu den Schutz- und Hygienemaßgaben beim Probenbetrieb für Instrumentalgruppen finden Sie unter: https://wk.bayern.de/corona

Bayern

05.06. 14:05

Verstoß gegen Infektionsschutzvorschriften in Sulzbach-Rosenberg

Nach einem behördlichen Informationsaustausch führten Beamte der örtlichen Polizeiinspektion am Donnerstagvormittag (04.06.2020) in insgesamt drei Lebensmittel verarbeitenden Geschäftsbetrieben mit Kundenverkehr im Stadtgebiet Kontrollen im Hinblick auf die Einhaltung der Vorschriften nach dem Infektionsschutzgesetz durch.

Hierbei mussten die Ordnungshüter auch bei den Betriebsverantwortlichen selbst Verstöße gegen die Maskentragepflicht feststellen und entsprechende Bußgeldverfahren einleiten, die dem Landratsamt zur Weiterbearbeitung vorgelegt werden. Alle Geschäftsinhaber hatten bei der Kontrolle Einsicht gezeigt.

An dieser Stelle sei von polizeilicher Seite nochmals angemerkt, dass Hinweise auf Verstöße gegen Infektionsvorschriften in Geschäftsbetrieben oftmals eher, allerdings zurecht, aus Kreisen der Bevölkerung / Kundschaft an die Ordnungsbehörden herangetragen werden. Auftragsgemäß zum Schutz der Allgemeinheit geht die Polizei solchen Informationen nach, belehrt die Betroffenen und bringt festgestellte Verstöße zur Anzeige.

Oberpfalz

05.06. 13:46

Aktuelle Zahlen zur Corona-Pandemie im Landkreis Cham

Die Gesamtzahl der positiv auf den Coronavirus getesteten und bestätigten Fälle im Landkreis Cham liegt zum Stand 05.06.2020, 12.20 Uhr wie am Vortag bei 430.

Ebenso unverändert ist die Zahl der als genesen aus der Quarantäne entlassenen bestätigten Fälle, diese beträgt 394.

Derzeit ist kein Patient in stationärer Behandlung. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nach den Berechnungen des LGL 0,00.

Cham

05.06. 13:15

Erforderliche Mund-Nasen-Bedeckung in Weiden nicht getragen

Beamte der Bayerischen Bereitschaftspolizei kontrollierten am Donnerstag, gegen 18:00 Uhr einen 31-jährigen und einen 43-jährigen am Bahnhofsvorplatz. Beide trugen keine vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung.

Vier Jugendliche kontrollierten außerdem Beamte der Polizeiinspektion Weiden i.d.OPf. und Beamte der Bayerischen Bereitschaftspolizei am Donnerstag, gegen 20:30 Uhr am ZOB. Mit ihren Skateboards befuhren sie verbotswidrig den ZOB. Hinzu kommt, dass alle vier keine erforderliche Mund-Nasen-Bedeckung trugen.

Alle sechs Personen werden wegen eines Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz zur Anzeige gebracht.

Oberpfalz

05.06. 12:42

Hygienekonzept touristischer Einrichtungen im Landkreis Kelheim funktioniert

Am Donnerstag hat eine Delegation um Walter Nussel, Landtagsabgeordneter und Beauftragter für Bürokratieabbau der bayerischen Staatsregierung, die Durchführung von Corona-Praxis-Checks im Landkreis Kelheim begleitet. Dabei wurden die Hygienekonzepte auf ihre praktische Umsetzbarkeit hin überprüft. 

In Bad Abbach besichtigte die Delegation den Campingplatz Freizeitinsel. Die Beteiligten zeigten sich zufrieden mit der Umsetzung der Hygienekonzepte und lobten das Engagement der Familie Schmidbauer, die den Campingplatz seit nunmehr sieben Jahren betreibt.

Die Außenanlagen des Keldorado werden wie viele andere Freibäder in Bayern am Montag, den 8. Juni eröffnen. Auch bei dieser Überprüfung in Kelheim wurden die erarbeiteten Konzepte zur Umsetzung der Hygieneregeln seitens der Delegation gebilligt. 

Insgesamt haben die beiden Praxis-Checks gezeigt, wie den Gästen auch unter Beachtung der aktuell gültigen Hygienestandards ein tolles Camping- bzw. Badeerlebnis geboten werden kann. „Es freut uns, dass wir im Rahmen der beiden Praxis-Checks im Landkreis Kelheim einen wichtigen Beitrag zu einer Corona-adäquaten Wiederaufnahme der touristischen Leistungsträger in Bayern leisten konnten.“, so Landrat Martin Neumeyer. Dem Urlaubs- und Badevergnügen steht nun also nichts mehr im Wege.

Kelheim

05.06. 11:48

Keine neue Coronavirus-Infektionen im Landkreis Neumarkt b

Im Landkreis Neumarkt ist kein neuer Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Eine Person wurde als genesen gemeldet.

Aktuell sind damit 16 mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 397.

Neumarkt

05.06. 09:54

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 450 positive Fälle (keine Veränderung zum Vortag) registriert und 34 Personen verstorben (Stand: Ablauf 04.06.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim).Die gute Nachricht des Tages: 416 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 92 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund! Aktuell gelten damit alle Personen im Landkreis Kelheim, die positiv auf das Virus SarsCov2 getestet wurden, aufgrund ihrer Entlassung aus der Quarantäne als genesen. Das Landratsamt Kelheim betont, dass dies jedoch lediglich eine Momentaufnahme darstellt. Nach den derzeit gültigen Vorgaben werden alle stationären Patienten der Goldberg-Klinik Kelheim GmbH vor oder bei Klinikaufnahme auf das Virus SarsCov2 getestet. Bestehen Covid-19 verdächtige Symptome, so erfolgt die Behandlung auf einer speziellen Isolierstation zumindest so lange, bis das Test Ergebnis vorliegt. In der Ilmtalklinik GmbH, Krankenhaus Mainburg werden alle stationär geplanten Patienten vor ihrer Aufnahme auf das Virus SarsCov2 getestet. Zudem werden alle stationär aufgenommenen Patienten einer Gesundheitskontrolle unterzogen und bei Vorliegen von verdächtigen Symptomen getestet und auf einer speziellen Isolierstation behandelt, bis ein negativer Test vorliegt. Das Landratsamt Kelheim weist darauf hin, dass es laut Gesundheitsamt aktuell keine bedeutsame Häufung von Fallzahlen im Landkreis Kelheim gibt d. h. die Anzahl der Infizierten ist in keiner der Gemeinden im Landkreis Kelheim signifikant anders.

Kelheim

05.06. 09:13

Tschechien öffnet Grenze für Deutsche ab Freitagmittag

Tschechien öffnet nach fast drei Monaten wieder seine Grenze für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn. Die Entscheidung tritt bereits ab Freitagmittag um 12.00 Uhr in Kraft, wie das Kabinett am Freitagmorgen auf einer Sondersitzung in Prag beschloss. Ein negativer Corona-Test muss nicht mehr vorgelegt werden. «Wir müssen zur Normalität zurückkehren», sagte Regierungschef Andrej Babis im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Es sei gut, wenn Touristen aus diesen Ländern wieder Geld in Tschechien ausgäben. Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte Tschechien Mitte März einen weitgehenden Einreisestopp für Ausländer verhängt. Die Grenze zur Slowakei war bereits am Donnerstag geöffnet worden. Ab dem 15. Juni führt die Regierung in Prag für weitere Länder ein abgestuftes Ampel-Modell ein, das diese in Risikogruppen einteilt. Während Bürger aus «grünen» Ländern wie der Schweiz freie Fahrt bekommen, müssen Reisende aus Frankreich, Italien und Spanien bei der Einreise einen negativen Labortest auf das Coronavirus vorlegen. In Tschechien gab es bis Freitag 9494 bestätigte Coronavirus-Infektionen, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. 326 Todesfälle wurden mit der Erkrankung in Verbindung gebracht.

WELT

05.06. 08:44

Textil-Einzelhandel in der Krise: «Rabattaktionen ohne Ende»

Die Corona-Krise sorgt für eine Rabattschlacht im bayerischen Textil-Einzelhandel. Schon jetzt gebe es «Rabattaktionen ohne Ende», sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann. Hintergrund sind die Corona-Zwangspause und die seither nur schleppend anlaufenden Geschäfte. Derzeit lägen 40 Millionen Artikel in den bayerischen Textilgeschäften: «Wenn die Kunden so zurückhaltend bleiben, verdoppelt sich das bis in den Sommer.» Das werde dann zu noch weiteren Rabatten führen.

Bayern

05.06. 08:11

Virtueller UNESCO-Welterbetag in Regensburg

Am Sonntag wird der UNESCO-Welterbetag gefeiert. In Zeiten von Corona fallen alle geplanten Veranstaltungen aus, auch das Welterbe-Fest am Regensburger Marc-Aurel-Ufer. Stattdessen wird der Tag heuer virtuell begangen. Auf der Internetseite unesco-welterbetag.de kann man durch einzelne Orte spazieren, es gibt Erklärvideos oder Bastelanleitungen für Kinder. Besucher der Internetseite können auch Fotos von sich und „ihrem“ Welterbe posten. Die Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof gehört seit 2006 zum UNESCO-Welterbe. 

Regensburg Stadt

05.06. 07:43

Lufthansa fliegt aus Dax

Nach dem Absturz ihres Aktienkurses in der Corona-Krise verliert die Lufthansa ihren Platz im Deutschen Aktienindex - dort sind die 30 wichtigsten Börsenwerte gelistet. Wie die Deutsche Börse am Abend mitteilte, wird Lufthansa künftig im MDax der mittelgroßen Werte aufgenommen. Das Berliner Immobilienunternehmen Deutsche Wohnen wird die Airline demnach im Leitindex der Börse ersetzen. Der Konzern ist der zweitgrößte private Vermieter in Deutschland.

Deutschland

05.06. 07:28

Konjunkturpaket kommt gut an

Das 130 Milliarden Euro schwere Konjunkturpaket der großen Koalition lässt Wirtschaft und Experten auf eine rasche wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise hoffen. Die positiven Reaktionen überwiegen, etwa von Arbeitgebern, Ökonomen und auch Umweltschützern. Aus der Opposition kam aber auch viel Kritik: Die Maßnahmen seien insgesamt zu teuer und wenig zielgenau. Union und SPD hatte sich unter anderem auf eine temporäre Absenkung der Mehrwertsteuer, einen Familienbonus und Entlastung bei den Strompreisen geeinigt.

Deutschland

04.06. 19:45

Deutscher Waffenproduzent wegen Corona vor dem Aus

Der Waffenproduzent Sig Sauer ist zahlungsunfähig. "Die Entscheidung der Gesellschafter ist bitter und macht mich traurig", bestätigte Geschäftsführer Tim Castagne gegenüber der "Bild"-Zeitung. Er informierte demnach am Donnerstag die Belegschaft und den Betriebsrat darüber, dass der Standort Eckernförde geschlossen werden muss. 125 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeit.

Grund für die Schließung sei das ausbleibende Geschäft in der Corona-Lage, aber auch die Tatsache, dass sich Sig Sauer bei Großaufträgen, zum Beispiel beim neuen Sturmgewehr der Bundeswehr, nicht gegen die Konkurrenz habe durchsetzen können, sagte Castagne weiter.

Sig Sauer ist laut "Bild" Deutschlands ältester Waffenhersteller. Das Unternehmen gehört seit dem Jahr 2000 zur L&O Holding, zu der auch die US-Schwester Sig Sauer in Newington in New Hampshire gehört.

Deutschland

04.06. 19:23

Merkel will keine fünfte Amtszeit

Bundeskanzlerin Merkel hat Spekulationen über eine mögliche fünfte Amtszeit erneut eine klare Absage erteilt. Auf die Frage, ob sie darüber nachdenke, angesichts der noch nicht bewältigten Corona-Krise für eine nächste Kanzlerkandidatur zur Verfügung zu stehen, sagte sie im "ZDF": "Nein. Wirklich nicht." Ihr Nein zu dieser Frage stehe "ganz fest". Unter anderem Bundesinnenminister Seehofer hatte kürzlich Spekulationen darüber befeuert, indem er sie für ihre Führungsstärke in der Krise lobte.

Deutschland

04.06. 18:56

Keine Neuinfizierungen im Landkreis Straubing-Bogen

Die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus infizierten Personen im Landkreis Straubing-Bogen sinkt weiterhin deutlich. Am Donnerstag wurden keine Neuinfizierten gemeldet.

Dafür wurden im Landkreis bisher (Stand 03. Juni) 359 Personen offiziell wieder aus der Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. Die Anzahl der aktuell Infizierten liegt damit bei 111, womit diese Zahl weiterhin deutlich niedriger ist als die Zahl der Genesenen. Verstorben sind bisher 29 Personen aus dem Landkreis.

Die Sieben-Tages-Inzidenz bezogen auf 100.000 Einwohner liegt mit Stand Donnerstag, 04. Juni, 10 Uhr, bei 9,94.

Auch die Patienten-Zahl in den Landkreis-Krankenhäusern geht weiterhin deutlich zurück: Derzeit befinden sich vier Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung, aktuell keiner intensiv-medizinisch (Stand 04.06., 9:00 Uhr).


 

Niederbayern

04.06. 18:29

Sommer-Urlaub in der Türkei? 

Die Chancen dafür stehen gut, sagt der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Bareiß. Voraussetzung seien niedrige Infektionszahlen und hohe Standards für Sicherheit und Schutz. Bundesaußenminister Maas hatte zuletzt angekündigt, die Reisewarnung für 31 Länder aufzuheben. Die Türkei war nicht darunter.

WELT

04.06. 17:45

ADAC fordert Weitergabe der verminderten Mehrwertsteuer

Unternehmen sollten die von der Koalition beschlossene Senkung der Mehrwertsteuer an die Verbraucher weitergeben. Das fordert der Autofahrerclub ADAC. Der Verband der Autoindustrie hat bereits versprochen, das zu tun. Und auch die Bahn prüft, wie sie Kunden entsprechend entlasten kann. Neben der normalen Mehrwertsteuer sinkt ab 1. Juli auch der ermäßigte Satz, der auch für Bahnfahrkarten gilt.

Deutschland

04.06. 17:10

Zulassungs- und Führerscheinstelle Kelheim:  Öffnung ab 15.06.2020 ohne Terminvereinbarungen

Ab dem 15.06.2020 sind die Zulassungsstellen sowie die Führerscheinstelle des Landratsamtes Kelheim (einschließlich Dienststelle Mainburg) ohne Terminvereinbarungen geöffnet. Eine Terminvereinbarung ist damit bis auf Weiteres ab dem 15.06.2020 nicht mehr möglich.

Die bereits vergebenen Termine ab dem 15.06.2020 behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit.

Die Zulassungsbehörde bearbeitet jedoch nur Anträge für den eigenen Zuständigkeitsbereich. Anträge für die erweiterte Zuständigkeit können vorerst nicht bearbeitet werden (betrifft Bürgerinnen und Bürger sowie Firmen, die keinen Hauptwohn- oder Firmensitz im Landkreis Kelheim haben).

 

Kelheim

04.06. 16:46

Corona-Update aus dem Landkreis Schwandorf - Tierpark Höllohe öffnet am 22.Juni

Mit einem Fall am heutigen Donnerstag steigt die Gesamtzahl auf 508. Bei dieser neuen Infektion handelt es sich um eine Kontaktperson zu einer bestehenden Erkrankung.

In der Gemeinschaftsunterkunft in Neunburg vorm Wald wurde die Quarantäne in allen drei Häusern heute aufgehoben. Alle 35 Abstriche aus Nachuntersuchungen sind negativ. Diejenigen elf Bewohner, für die die Pflicht zur Quarantäne noch besteht, sind derzeit nach Regensburg ausgelagert. Die Rückführung dieser Familien nach Neunburg erfolgt erst, wenn auch hier die Quarantänezeit abgelaufen ist.

Die drei Seniorennachmittage des Landkreises, die im Oktober in Oberviechtach, Burglengenfeld und Nabburg stattgefunden hätten, finden heuer nicht statt. Bei diesen Veranstaltungen wären jeweils mehrere Hundert vornehmlich ältere Personen zu erwarten gewesen. Gerade dieser Personenkreis muss aber besonders geschützt werden. 

Der Wild- und Freizeitpark Höllohe in Teublitz soll ab dem 22. Juni wieder geöffnet werden. Bis dahin sind umfangreiche Organisations- und Schutzmaßnahmen zu treffen, die dem Kreisausschuss in seiner öffentlichen Sitzung am 18. Juni zur Entscheidung vorgelegt werden. Träger dieser Einrichtung ist der Landkreis Schwandorf.

Schwandorf

04.06. 16:20

Aktuelle Zahlen zur Corona-Pandemie im Landkreis Cham

Die Gesamtzahl der positiv auf den Coronavirus getesteten und bestätigten Fälle im Landkreis Cham liegt zum Stand 04.06.2020, 14.07 Uhr bei 430.

Die Zahl der als genesen aus der Quarantäne entlassenen bestätigten Fälle beträgt 394.

Derzeit ist kein Patient in stationärer Behandlung. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nach den Berechnungen des LGL zum Stand 04.06.2020, 10.00 Uhr bei 0,00.

Cham

04.06. 15:58

Huml: Immer mehr Kommunen in Bayern ohne neue Coronavirus-Infektionen

In Bayern gibt es aktuell immer mehr Landkreise und Städte ohne neue Coronavirus-Infektionen. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Donnerstag hingewiesen. Huml betonte: „Nach heutigem Stand weisen derzeit 31 Landkreise und kreisfreie Städte nach dem Datenstand des RKI vom 04.06.2020 eine sogenannte 7-Tage-Null-Inzidenz auf - das heißt: Dort sind innerhalb einer Woche keine neuen Corona-Infektionen bekannt geworden. Dies ist eine sehr positive Nachricht. Ich setze daher weiter auf unsere erfolgreiche Strategie, Infektionsketten so schnell wie möglich zu erkennen und zu durchbrechen. Denn damit können wir das Corona-Virus zurückdrängen.“

Die Ministerin hob hervor: „In Bayern meistern wir Herausforderungen gemeinsam. Solidarität ist gerade auch jetzt während der Corona-Pandemie ganz entscheidend. Dem verantwortungsvollen Handeln der großen Mehrheit der bayerischen Bevölkerung ist es zu verdanken, dass sich die Infektionszahlen derzeit auf einem erfreulich niedrigen Niveau bewegen. Deshalb können wir weitere Erleichterungen bei den Beschränkungen zulassen.“

Bayern

04.06. 15:24

Landkreis Kelheim zu Bürgertelefon und neuer zentraler Emailadresse für Fragen rund um Corona ab 08.06.2020

Das Landratsamt Kelheim weist darauf hin, dass ab Montag, den 08.06.2020 eine neue, zentrale Emailadresse rund um das Thema „Corona“ eingerichtet ist. Die Funktionsemailadresse lautet: Corona@landkreis-kelheim.de. Bitte richten Sie alle Fragen rund um Thema „Corona“ an diese Emailadresse.

Auch gibt das Landratsamt Kelheim bekannt, dass weiterhin das Bürgertelefon des Landratsamtes von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und am Freitag von 8 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 09441 207 3112 besetzt ist. 

Des Weiteren weist das Landratsamt darauf hin, dass die Bayerische Staatsregierung eine Corona-Hotline eingerichtet hat. Die Telefonnummer 089-122 220 ist täglich, auch an den Wochenenden, von 8 bis 18 Uhr erreichbar.

 

Kelheim

04.06. 14:50

Malaria-Mittel unwirksam gegen Corona

US-Präsident Trump preist es als Wundermittel - aber das Malaria-Medikament Hydroxy-Chloroquin schützt nicht davor, sich mit dem Corona-Virus anzustecken. Das hat eine Studie aus den USA ergeben. Forscher hatten Personen das Mittel verabreicht, die sich ohne Schutz in der Nähe eines Infizierten aufhielten. Ergebnis: Die Betroffenen erkrankten genauso häufig, wie andere, die ein Placebo bekamen.

WELT

04.06. 14:23

Grammer streicht Dividende und nimmt neuen Kredit auf

Die Folgen von Corona belasten das operative Geschäft der Grammer AG aus Amberg massiv. Der Sitzhersteller muss einen neuen Kredit über 235 Millionen Euro aufnehmen, er soll die wirtschaftliche Ausnahmesituation überbrücken. Vorstand und Aufsichtsrat haben außerdem beschlossen, für das Geschäftsjahr  2019 keine Dividende auszuschütten. Auch während der Laufzeit des neuen Kredits werden die Aktionäre kein Geld bekommen, teilte Grammer heute mit. 

Oberpfalz

04.06. 13:45

Bayerns Kommunen froh über Hilfen des Bundes - Aiwanger skeptisch

Die Reaktionen auf das 130 Milliarden Euro teure Konjunkturpaket der großen Koalition zur Corona-Krise fallen auch in Bayern unterschiedlich aus. Während sich die Kommunen im Freistaat zufrieden zeigten, ist das Fazit von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) eher verhalten. Er sagte,vieles tut gut, ist industriepolitisch aber auf halbem Wege stehengeblieben.

Kurt Gribl, Vorsitzender des Städtetags, und Christian Bernreiter, Präsident des Landkreistages, begrüßten dagegen das Paket. Es stärke Bürger, Wirtschaft und Kommunen, der Umfang sei der historischen Herausforderung angemessen. 

Albert Füracker, Finanzminister Bayern sagte: «Das Konjunkturpaket ist insbesondere ein deutliches Signal an die kommunale Familie in Bayern und ganz Deutschland: Wir lassen die Kommunen nicht alleine. 

Am späten Mittwochabend hatten die Spitzen von Union und SPD sich nach fast 21 Stunden Verhandlung über zwei Tage auf ein Paket im Umfang von 130 Milliarden Euro geeinigt, das die Wirtschaft in der Corona-Krise wieder in Schwung bringen soll. 

Bayern

04.06. 13:04

Reaktionen auf Konjunkturpaket

Das 130-Milliarden Euro Konjunkturpaket der Bundesregierung wird unterschiedlich bewertet. Grünen-Chefin Baerbock ist zufrieden, dass es beim Kauf von Diesel- und Benzinern keine Förderung geben soll. Gleichzeitig kritisierte sie, dass die Hartz IV-Regelsätze nicht erhöht werden und auch Solo-Selbstständige außen vor blieben. Baerbock hält außerdem Kauf-vor-Ort-Gutscheine für sinnvoller, als die beschlossene Mehrwertsteuersenkung. 

Deutschland

04.06. 12:22

Keine neuen Coronavirus-Infektionen im Landkreis Neumarkt 

Neue Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus gab es nicht, ebenfalls wurden keine Personen als genesen gemeldet.

Aktuell sind damit 17 mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 397.


 

Neumarkt

04.06. 11:11

Uniklinikum dankt Hauptzollamt Regensburg für Unterstützung

Als zu Beginn der Corona-Pandemie so gut wie kein Desinfektionsmittel mehr auf dem Markt zu bekommen war, bat die Apotheke des Universitätsklinikums Regensburg das Hauptzollamt Regensburg um Unterstützung. Um der Anfrage des Universitätsklinikums bei der Suche nach Alkohol nachzukommen, vermittelten die Bediensteten der beteiligten Sachgebiete entsprechende Kontakte zwischen der Apotheke und den Alkoholproduzenten. Der für die Herstellung von Desinfektionsmitteln benötigte Alkohol wird in Brennereien erzeugt und unterliegt der Steueraufsicht durch das Hauptzollamt Regensburg. Somit war es erforderlich, dass bei jeder Abholung von Alkohol bei den Brennereien ein Steueraufsichtsbeamter vor Ort sein musste. So fertigten die beiden eingesetzten Bediensteten, zum Teil auch am Wochenende, ca. 44.000 Liter Alkohol für die Herstellung von Desinfektionsmitteln ab. Dadurch konnten Lieferengpässe schneller überbrückt, die Versorgung der Patienten gesichert und das Klinikpersonal vor Ansteckung geschützt werden. Als Dank für die schnelle und unbürokratische Hilfe bei der Bewältigung dieser Aufgabe erhielt die Leiterin des Hauptzollamts Regensburg, Regierungsdirektorin Margit Brandl, stellvertretend für alle beteiligten Bediensteten, vom Vorstand des Universitätsklinikums Regensburg, Prof. Dr. Oliver Kölbl, eine Dankesurkunde. "Für das Hauptzollamt Regensburg war es eine Selbstverständlichkeit, gerade in Krisenzeiten, unkompliziert und rasch zu helfen. Die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Stellen lief reibungslos, die Hilfe kam da an, wo sie am dringendsten benötigt wurde", so Regierungsdirektorin Margit Brandl. (ots)

Regensburg Stadt

04.06. 10:40

Corona in Deutschland: Weiterhin positive Entwicklungen

Der Anstieg der sogenannten Corona-Fallzahlen verharrt in Deutschland auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Infizierten um knapp 400, teilte das Robert-Koch-Institut mit. Und auch die Reproduktionszahl ist weiter zurückgegangen. Sie liegt bei 0,7. Das bedeutet, dass jeder Infizierte rechnerisch weniger als einen Menschen ansteckt.

Deutschland

04.06. 09:17

Adidas macht in China wieder mehr Geschäft

Der Sportartikelhersteller Adidas kommt in China nach dem Lockdown in der Corona-Krise wieder gut aus den Startlöchern. Zwar sei auch im Mai das Kundenaufkommen geringer gewesen als im Vorjahresmonat, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag in Herzogenaurach mit. Da die Kunden aber mehr kauften sowie der Onlinehandel außerordentlich wuchs, konnten die Franken das mehr als ausgleichen. «Infolgedessen konnte in China für den Monat Mai ein Umsatzwachstum erzielt werden», hieß es weiter. Wegen der unerwartet schnellen Rückkehr zu Wachstum geht das Unternehmen jetzt davon aus, dass der Umsatz in China im zweiten Quartal in etwa auf Höhe des Vorjahres liegen wird. Auch außerhalb von China seien in Asien und den Schwellenländern fast alle Läden wieder in Betrieb. Die Region Asien-Pazifik war für Adidas im vergangenen Jahr der am Umsatz gemessen größte Markt, der zudem stärker zulegen konnte als Nordamerika und Europa. In Europa sind nach derzeitigem Stand rund drei Viertel der Geschäfte offen, wenn auch meist mit verkürzten Geschäftszeiten. Während in Russland rund die Hälfte der Shops geöffnet sind, sind es in Nord- und Lateinamerika noch deutlich weniger als 50 Prozent. (dpa)

 

WELT

04.06. 08:35

Hohe Nachfrage nach Hund, Katze und Kaninchen in Tierheimen

In zahlreichen Tierheimen in Bayern stehen zurzeit Zwinger und Käfige leer. Seit Beginn der Corona-Krise habe es verstärkte Nachfrage nach Hunden, Katzen oder Kaninchen gegeben und zugleich seien weniger Tiere abgegeben worden, sagte Ilona Wojahn, Präsidentin des Landesverbandes Bayern des Deutschen Tierschutzbundes und Leiterin des Tierheimes Dingolfing. Sie habe Anfragen von anderen Tierheimen bekommen, ob sie ihr Hunde zum Vermitteln abnehmen könnten, weil diese Heime selbst keine Tiere mehr hatten. Die Menschen hätten während der Lockdown-Wochen wohl einfach mehr Zeit gehabt, ein neues Haustier einzugewöhnen, vermutete Wojahn. Die Tierheim-Mitarbeiter hätten die Interessenten jedoch gut geprüft, um die Pflege des Tieres auch nach Corona sicherzustellen: «Die Krise geht vorüber, aber wer kümmert sich dann um den Hund?» Im Dingolfinger Tierheim seien nun die unkomplizierten Hunde weg. Die, die noch da seien, seien die verhaltensauffälligen, schwer vermittelbaren Fälle. Auffallend sei auch, dass weniger Tiere abgegeben worden seien. So habe es wegen der Grenzschließungen keine illegalen Welpen-Transporte gegeben, sagte Wojahn. Ähnlich hoch wie in jedem Jahr sei heuer die sogenannte Babykatzen-Schwemme. Immer im Frühjahr würden trächtige Katzen oder Katzenbabys abgegeben. Weil aber mehr Katzen vermittelt worden seien, sei die Zahl insgesamt niedriger. «Wir haben zwischen 60 und 70 Katzen da. Letztes Jahr waren es um die 150.» Ähnliche Erfahrungen haben zum Beispiel die Tierheime in Nürnberg und Straubing gemacht. Auch dort seien mehr Tiere vermittelt worden. Vor allem die Zahl ernsthafter Anfragen sei höher gewesen, bilanziert Miriam Bader, stellvertretende Leiterin des Tierheimes in Nürnberg. Und weil der allgemeine Besucherverkehr wegen Corona nicht gestattet war, konnten Interessenten nur mit Termin kommen. Da hätten auch die Mitarbeiter mehr Zeit gehabt, sich um die Kunden zu kümmern. Diese Erfahrung hat auch Ricarda Schumann, Leiterin des Tierheimes in Straubing, gemacht. Viele Hunde seien in Familien untergekommen, Kaninchen seien beispielsweise gar keine mehr da. «Das habe ich in meiner 14-jährigen Tätigkeit hier noch nicht erlebt.» Auch Schumanns Eindruck nach hätten sich die Leute nicht für ein Tier interessiert, weil sie im Lockdown einsam gewesen waren, sondern weil sie eben Zeit hatten, das Tier einzugewöhnen. Dass der Publikumsverkehr entfiel, habe sich auch positiv auf die Tiere ausgewirkt. Es sei viel ruhiger und die Tiere entspannter. Im Tierheim Augsburg blieb die Nachfrage im Vergleich zu den vergangenen Jahren etwa konstant, wie eine Sprecherin sagte. Dort seien jedoch auffallend viele Wildtiere abgegeben worden, wie verletzte Vögel, Marder oder Igel. (dpa)

Bayern

04.06. 07:59

Wirtshäuser nach Lockerungen: Nur ein scheinbares Brummen - Branchenverband Dehoga hat Forderungen

Auch nach den Lockerungen der vergangenen Wochen bleibt die Lage für die bayerischen Wirte prekär: Für viele ist es angesichts der Infektionsschutzregeln schwer, rentabel zu arbeiten. Einzelne Betriebe haben inzwischen sogar wieder ihre Türen geschlossen. «Bei schönem Wetter draußen sind zwar vermeintlich die ein oder anderen Biergärten voll, aber die haben auch nur 40 bis 50 Prozent ihrer normalen Kapazität und das ist noch keine Garantie, dass ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb möglich ist», erklärte der Landesgeschäftsführer des Branchenverbands Dehoga, Thomas Geppert, die Lage. Und in den Innenbereichen der Lokale sei vor allem in den Städten noch ganz wenig los. «Da fehlen die ausländischen Gäste», sagte Geppert. Zudem seien die Menschen verunsichert und gerade in den Städten fehle es noch an Schwung. In der Folge haben nicht alle Gaststätten offen, die könnten. Einige Wirte hätten gar nicht erst aufgemacht, andere hätten zwar zunächst geöffnet, inzwischen aber gemerkt, dass es sich für sie nicht lohne und wieder geschlossen. Ein prominentes Beispiel ist der Münchner Ratskeller unter dem Rathaus am Marienplatz. Nach ein paar Tagen Öffnung ist er inzwischen wieder zu. «Da der Ratskeller ein recht großes Lokal ist, können wir den Betrieb bei so wenig Besuchern aktuell nicht aufrecht erhalten», schrieben die Wirte auf der Facebook-Seite des Restaurants. Erst im Juli soll es wieder geöffnet werden. Zahlen dazu, wie viele Wirte ihre Häuser wieder geschlossen haben, liegen dem Dehoga nicht vor. Doch es gibt auch Betriebe, die geöffnet sind, obwohl sie damit Geld verlieren, wie Geppert erklärte. Teilweise wollten sie damit Präsenz bei ihren Gästen zeigen, teilweise auch Konzepte ausprobieren. Ein Wirtshaus oder einen Biergarten zu öffnen sei personalintensiv, beschrieb Geppert die Schwierigkeit der Wirte unter den aktuellen Umständen rentabel zu arbeiten. Und angesichts zusätzlicher Aufgaben wie der Registrierung der Gäste und der Pflicht, sie am Tisch zu platzieren, brauche man aktuell auch eher mehr als weniger Personal. Angesichts der schwierigen Lage hofft der Verband auf die Wirkung der Mehrwertsteuersenkung ab Juli und fordert zusätzliche staatliche Hilfen. Zudem müssten die Regeln gelockert werden, wenn die Infektionszahlen weiter niedrig seien. Dabei schwebt Geppert unter anderem eine Reduzierung der Abstände in den Außenbereichen vor, was dort wieder mehr Sitzplätze ermöglichen würde. Zudem hofft er auf spätere Sperrzeiten sowie die Erlaubnis für Gruppenreservierungen und Veranstaltungen. «Viele Betriebe leben davon», sagt er. Und man könne ja auch bei Veranstaltungen das Abstandsgebot einhalten.

Bayern

04.06. 07:37

Maskenspende für Regensburger Obdachlose

Fleißige Hände haben 200 Schutzmasken für Regensburger Obdachlose genäht. Sie wurden jetzt von der Freiwilligen-Agentur an Bürgermeisterin Astrid Freudenstein übergeben. Durch die Spende könne man die Menschen in der UFO jetzt noch besser versorgen und durch die Krise begleiten, erklärte Freudenstein. In Regensburg gibt es nach Schätzungen der Caritas 400 Menschen ohne festen Wohnsitz und 100 Obdachlose. Die Dunkelziffer könnte höher sein. 

Regensburg Stadt

04.06. 07:12

Konjunkturpaket der Bundesregierung steht 

Die Spitzen der Großen Koalition haben sich im Kampf gegen die Corona-Krise auf Milliardenhilfen geeinigt, von denen Familien, Arbeitnehmer, Unternehmen und Kommunen profitieren sollen. Der Umfang:130 Milliarden Euro für das aktuelle und das nächste Jahr. Kanzlerin Merkel sagte, die Herausforderungen der Corona-Krise bräuchten eine mutige Antwort. Zur Deckung der Ausgaben muss der Bund neue Schulden aufnehmen.

Deutschland

04.06. 06:26

Grenzöffnung in Österreich

Österreich öffnet seine Grenzen zu fast allen Nachbarstaaten. Drei Monate lang galten Corona-bedingte Reisebeschränkungen. Die werden jetzt für Deutschland, Liechtenstein, die Schweiz, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn aufgehoben. Das kündigte Außenminister Schallenberg in Wien an. Einzige Ausnahme ist Italien. Dort bleiben die Beschränkungen zunächst bestehen.

WELT

03.06. 18:56

Ärger wegen Corona: Mann besprüht Sicherheitsdienst mit Pfefferspray

Ein Mann ist in Ludwigsburg mit dem Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes aneinandergeraten und soll diesen mit Pfefferspray besprüht haben. Polizeiangaben zufolge ärgerte sich der 34-Jährige, dass er nach den geltenden Corona-Auflagen am Mittwoch ohne Termin nicht ins Landratsamt kam. Daraufhin entwickelte sich ein Streit zwischen ihm und dem Security-Mitarbeiter. Der Beschuldigte soll diesen beleidigt und mit Pfefferspray angegriffen haben, als dieser ihn vom Gelände drängte und in seine Richtung schlug.

Nach dem Vorfall geriet der 34-Jährige laut Polizei auch mit dem Sicherheitsmitarbeiter einer Bankfiliale in Streit. Dieser konnte aber eine Sprühattacke abwehren. Auch dort hatte der Beschuldigte einen Termin erzwingen wollen. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den Mann.
 

Deutschland

03.06. 18:34

Kitas und Krippen in Bayern voraussichtlich ab Juli wieder offen

Es ist eine wichtige Perspektive für Eltern: Die Kindergärten und Krippen sollen in Bayern ab Juli wieder vollständig öffnen dürfen. Das gab Familienministerin Trautner bekannt. Kinder, die vor einem Übergang in den Kindergarten oder in die Schule stehen, sollen sogar bereits ab dem 15. Juni wieder kommen dürfen. Bis dahin soll die Notbetreuung ausgeweitet werden.
 

Bayern

03.06. 17:52

Drei Neuinfizierungen im Landkreis Straubing-Bogen

Am Mittwoch wurden im Landkreis Straubing-Bogen drei Neuinfizierungen mit dem Coronavirus gemeldet. Der Gesamtstand an Infizierten seit dem Beginn der Pandemie im Landkreis liegt damit bei 499 (Stand 3. Juni, 17.30 Uhr).

Im Landkreis wurden bisher (Stand 02. Juni) 350 Personen offiziell wieder aus der Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. Die Anzahl der aktuell Infizierten liegt damit bei 120, womit diese Zahl weiterhin deutlich niedriger ist als die Zahl der Genesenen. Verstorben sind bisher 29 Personen aus dem Landkreis.

Die Sieben-Tages-Inzidenz bezogen auf 100.000 Einwohner liegt mit Stand Dienstag, 03. Juni, 10 Uhr, bei 8,94.

In den Landkreis-Krankenhäusern befinden sich derzeit sechs Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung, eine davon intensiv-medizinisch (Stand 03.06., 9:00 Uhr).

Niederbayern

03.06. 17:00

Update zur Corona-Pandemie im Landkreis Schwandorf
 

Der heutige Mittwoch ist erfreulich verlaufen, es gibt keine neue Infektion und keinen weiteren Todesfall. Dass es keine neue Infektion gibt, ist umso erfreulicher, als heute alle Ergebnisse der gestern durchgeführten Reihentestung in der Gemeinschaftsunterkunft in Dachelhofen eingegangen sind. Alle Abstriche bei den 35 Bewohnern sind negativ.

Die Gesamtbilanz sieht derzeit so aus:

bestätigte Infektionen:            507

statistisch wieder genesen:  444

Fall noch aktiv:                         44

Tote:                                         19

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 2,04.

 

Schwandorf

03.06. 16:07

Update zur Corona-Pandemie im Landkreis Cham

 Die Gesamtzahl der positiv auf den Coronavirus getesteten und bestätigten Fälle im Landkreis Cham liegt zum Stand 03.06.2020, 14.54 Uhr bei 430.

Die Zahl der als genesen aus der Quarantäne entlassenen bestätigten Fälle beträgt 393.

Derzeit ist kein Patient in stationärer Behandlung. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nach den Berechnungen des LGL 0,78.

 

Cham

03.06. 15:56

Ringen um Corona-Konjunkturpaket in Berlin

Die Spitzen der großen Koalition verhandeln weiter über ein milliardenschweres Corona-Konjunkturpaket. Aus Teilnehmerkreisen hieß es heute, die Kernstreitpunkte seien allesamt noch nicht gelöst. Dazu gehören beispielsweise Autokaufprämien. - Vor dem Reichstagsgebäude demonstrierte heute Greenpeace. Die Aktivisten appellierten an die Politik, den Klimaschutz ins Zentrum der geplanten Hilfen zu stellen.

Deutschland

03.06. 15:27

47.345 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2479 Tote

In Bayern sind inzwischen 47.345 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2.479 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Mittwoch (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 43.310 Menschen.

Bayern

03.06. 14:59

Kostenfrage für Corona-Schutzausrüstung des BRK bald geklärt

27 Millionen Euro - so viel Geld hat die Schutzausrüstung in der Corona-Krise das Bayerische Rote Kreuz (BRK) bis jetzt gekostet. Wer die Kosten trägt, soll laut Innenminister Joachim Herrmann bald geklärt sein: «Ich bin zuversichtlich, dass wir das noch vor der Sommerpause geregelt bekommen», sagte der CSU-Politiker am Mittwoch in München. Stellvertretend für die fünf betroffenen Hilfsorganisationen in Bayern verhandelt das BRK mit dem Freistaat und den Krankenkassen.

Nach einer großen Knappheit zu Beginn der Krise hat das BRK nach eigenen Angaben nun vorerst genug Ausrüstung. Trotzdem müsse man an die Zukunft denken: «Wenn wir etwas aus dieser Krise jetzt schon lernen, dann ist es, dass wir uns selber bevorraten müssen», sagte Theo Zellner, Präsident des BRK. Der Mangel an Atemmasken und an medizinischen Ausrüstungsgegenständen wie Infusionsbestecken oder Beatmungsbeuteln hatte auch die Sanitäter verunsichert: «Wir hatten wirklich Sorge, dass wir die Einsätze nicht mehr abarbeiten können», sagte Notfallsanitäter Martin Noß.

Innenminister Herrmann lobte ihren Einsatz. «Ich will nicht behaupten, wir hätten alles richtig gemacht», sagte Herrmann. Trotzdem stehe Bayern im Vergleich zu anderen Orten in der Welt in der Krise gut da.

Bayern

03.06. 14:15

Continental kürzt wegen Coronafolgen Aktionärs-Dividende

Wegen der Corona-Krise bekommen die Aktionäre des Autozulieferers Continental weniger Dividende. Statt vier Euro pro Aktie gibt es nur drei Euro, insgesamt 600 Millionen Euro. Vorstand und Aufsichtsrat verzichten auf Teile ihres Gehalts. Sie zeigen damit Solidarität mit den Beschäftigten, die kurz arbeiten. Davon sind auch viele der rund 8.000 Jobs am Standort Regensburg betroffen. Neu im Vorstand von Conti ist der Chef der Antriebssparte Vitesco, Andreas Wolf. Er hat bei Siemens in Regensburg seine Karriere begonnen. 

Deutschland

03.06. 13:54

Westbad und Wöhrdbad in Regensburg ab Fronleichnam offen

Einen Spagat zwischen Badespaß und Gesundheitsschutz wollen ab Fronleichnam das Westbad und das Wöhrdbad in Regensburg schaffen. Dazu gibt es zwei Bade-zeiten am Vormittag und Nachmittag, dazwischen werden beide Bäder gereinigt. Ins Westbad dürfen zu jeder Badezeit nur 500 Gäste, ins Wöhrdbad 400. In den Becken gelten die Abstandsregeln, Sprungtürme und Rutschen sind zu. Die Tickets soll man sich online kaufen, damit vermeidet man Warteschlangen am Eingang. 

Regensburg Stadt

03.06. 13:26

19. Todesfall im Landkreis Neumarkt

Im Landkreis Neumarkt ist der 19. Todesfall durch eine Coronavirus-Infektion bestätigt worden. Am Pfingstmontag verstarb ein 92-jähriger Mann. 

Neue Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus gab es nicht, zwei Personen wurden als genesen gemeldet.

Aktuell sind damit 17 mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 397.

Neumarkt

03.06. 12:55

Ostbayerischer Arbeitsmarkt steckt Corona-Folgen besser weg als Rest von Bayern

Die Corona-Krise hat den Arbeitsmarkt in Bayern schwer getroffen, Ostbayern hat die Folgen aber bisher besser verkraftet. In der Oberpfalz lag die Arbeitslosenquote im Mai bei 3,3 - in Niederbayern bei 3,6 Prozent. Fast 48.000 Menschen waren auf Jobsuche. Die Landkreise Cham, Kelheim, Regensburg und Neumarkt hatten bei der Quote eine 2 vor dem Komma, der Landkreis Schwandorf eine 3. In der Stadt Regensburg lag die Arbeitslosenquote bei 4,4 Prozent. 

Bayern

03.06. 12:17

Bündnis für frühkindliche Bildung unterzeichnet Erklärung zur Corona-Pandemie

Das „Bündnis für frühkindliche Bildung in Bayern“ hat eine „Gemeinsame Erklärung zur Corona-Pandemie“ unterzeichnet. Bayerns Familienministerin Carolina Trautner freut sich über diesen breiten gesellschaftlichen Konsens: „Die Gemeinsame Erklärung des ‚Bündnisses für frühkindliche Bildung in Bayern‘ zeigt, Familienministerium und die weiteren Unterzeichnenden ziehen an einem Strang, um gemeinsam die Herausforderungen der Corona-Pandemie jetzt und für die Zukunft zu bewältigen. Wir bekennen uns zur Bedeutung der frühkindlichen Bildung als eine wichtige Grundlage für die Entwicklung, Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe von Kindern sowie zur herausragenden Leistung der Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung. Das ist ein klares Signal der Anerkennung und Wertschätzung an die Erzieherinnen und Erzieher, Kinderpflegerinnen und -pfleger und weiteren Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.“

Wesentliche Punkte der „Gemeinsamen Erklärung zur Corona-Pandemie“ sind:

  • die Wertschätzung und Anerkennung der Leistungen der Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung und in den anderen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe;
  • der Schutz der Beschäftigten und der Kinder in den Einrichtungen;
  • die Gewährleistung der Notbetreuung von Anfang an;
  • die Gewährung der gesetzlichen Leistungen der kindbezogenen Förderung durch die Kommunen und den Freistaat Bayern;
  • die pauschale Beitragserstattung des Freistaats Bayern für erlassene Elternbeiträge an die Träger der Kindertageseinrichtungen sowie die Übernahme der ausfallenden Elternbeiträge, die nicht durch die vom Freistaat übernommenen Pauschalen gedeckt sind, durch die Träger.

Bayern

03.06. 11:52

In Zeiten von Corona: Menschen investieren in eigenes Zuhause

In der Corona-Krise schaffen sich viele Menschen einen Pool oder Hängematten an. Die Hersteller verzeichnen eine gestiegene Nachfrage. Das liege daran, dass Urlaubsreisen zuletzt nicht möglich waren, heißt es aus der Branche. Und auch Produkte zur Renovierung wurden zuletzt mehr gekauft. Die Menschen investieren also in das eigene Zuhause.

Deutschland

03.06. 10:38

Corona-Krise trifft bayerischen Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist durch die Corona-Krise deutlich gestiegen. Im Mai waren 290 580 Menschen ohne Job gemeldet und damit 6,9 Prozent mehr als im April. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 44,4 Prozent, wie die bayerische Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag bei 3,8 Prozent - dem höchsten Wert für einen Mai seit zehn Jahren. «Trotz der Lockerungen der Beschränkungen steht die bayerische Wirtschaft noch vor großen Herausforderungen», sagte der Chef der Regionaldirektion, Ralf Holtzwart. (dpa)

Bayern

03.06. 10:19

Massenhaft Neuinfektionen in Göttingen

Im niedersächsischen Göttingen werden bis zum Wochenende sämtliche Schulen geschlossen. Grund sind massenhafte Neuinfektionen mit dem Corona-Virus. Nach privaten Familienfeiern anlässlich des muslimischen Zuckerfestes wurden inzwischen rund 80 Menschen positiv getestet. Außerdem sollen bis zu 700 Bewohner einer großen Wohnkomplexes auf Covid-19 getestet werden. Die Anlage gilt als Schwerpunkt der Infektionen.

Deutschland

03.06. 09:44

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 450 positive Fälle (keine Veränderung zum Vortag) registriert und 33 Personen verstorben (Stand: Ablauf 02.06.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). Die gute Nachricht des Tages: 416 Personen (keine Veränderung zum Vortag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 92 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund! Vorsorglich werden alle Patienten mit corona-verdächtigen Symptomen, die ins Krankenhaus eingeliefert werden, auf das Coronavirus getestet, teilt das Gesundheitsamt mit. So lange aber kein Testergebnis vorliegt, bleibt der Patient in einer isolierten Corona-Station und fließt damit in die Corona-Statistik des Gesundheitsamtes mit ein. Das Landratsamt Kelheim weist darauf hin, dass es laut Gesundheitsamt aktuell keine bedeutsame Häufung von Fallzahlen im Landkreis Kelheim gibt d. h. die Anzahl der Infizierten ist in keiner der Gemeinden im Landkreis Kelheim signifikant anders.

Kelheim

03.06. 09:27

Zweite Kabinettssitzung geplant

Nach der Kabinettssitzung wollen die Spitzen der großen Koalition erneut zusammenkommen. Sie werden weiter über das milliardenschwere Konjunkturpaket beraten, das die Folgen der Corona-Krise abfedern soll. In der Nacht waren die Gespräche darüber nach neun Stunden ohne Ergebnis unterbrochen worden. Bei dem milliardenschweren Paket geht es um Hilfen für Familien, Arbeitnehmer, Unternehmen und Kommunen.

Deutschland

03.06. 08:44

Italien auf dem Weg zurück in die Normalität

Auch Italien versucht nach der Krise wieder einen Weg in eine neue Normalität zu finden. Es öffnet seine Grenzen heute wieder für Urlauber. Außerdem dürfen die Italiener selbst wieder unbeschränkt zwischen den 20 Regionen hin- und herfahren. Die Schulen bleiben aber wohl noch bis September geschlossen. Italien ist von der Corona-Pandemie besonders hart getroffen worden. Bisher starben dort rund 33 500 Menschen an oder mit der Lungenkrankheit. (blr)

WELT

03.06. 08:20

«Wer soll das bezahlen?» - Bund der Steuerzahler zur Krisenpolitik

Die massiven Ausgaben des Staates in der Corona-Krise und deren Refinanzierung beschäftigen den Bund der Steuerzahler. Der bayerische Landesverband will am Mittwoch (10.30 Uhr) in einer Online-Pressekonferenz zur Steuer und Finanzpolitik in Corona-Zeiten Stellung nehmen. Die Veranstaltung steht unter der Überschrift «Wer soll das bezahlen?» Da der Präsident des bayerischen Landesverbands, Rolf von Hohenhau, auch Präsident des Bundes der Steuerzahler Europa ist und der Vizepräsident des Landesverbandes, Michael Jäger, diese Rolle auch im Bundesverband hat, geht es am Mittwoch auch um die Steuer- und Finanzpolitik auf Landes-, Bundes- und Europaebene. Der Bund der Steuerzahler hat sich zuletzt unter anderem kritisch zu einer möglichen Autoprämie oder den EU-Hilfen in der Corona-Krise geäußert und gefordert, staatliche Ausgaben zu überprüfen. (dpa)

Bayern

03.06. 07:58

Experten rechnen mit noch mehr Arbeitslosen im Südwesten

Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie dürften die Arbeitslosigkeit im Südwesten noch weiter nach oben getrieben haben. Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Menschen ohne Job im Mai nochmals höher war als im April, als gut 250 000 Arbeitslose in Baden-Württemberg registriert waren. Die Quote lag zuletzt bei 4,0 Prozent. Das Niveau aus dem Vorjahr dürfte ohnehin deutlich übertroffen werden. Im Mai 2019 hatten gut 191 000 Menschen im Südwesten keinen Job, das war eine Quote von 3,1 Prozent. Die Arbeitsagentur gibt die aktuellen Zahlen am Mittwoch bekannt. Nachdem im März zunächst kaum Auswirkungen der Krise zu spüren gewesen waren, war die Arbeitslosigkeit dann im April sprunghaft gestiegen: im Monatsvergleich um knapp 17 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr sogar um fast 33 Prozent. Einen höheren Anstieg hatte es zuletzt in der Finanzkrise 2009 gegeben. (dpa)

Deutschland

03.06. 07:28

Regensburg wirbt mit leeren Gassen

Wegen Corona sind der Tourismusbranche die Umsätze weggebrochen. Auch Regensburg ist massiv betroffen. Doch jetzt machen die städtischen Touristiker aus der Not eine Tugend: Sie werben damit, dass die Chance für Urlauber nie größer war, Regensburg ohne Touristenscharen zu erkunden. Gassen und Plätze sind angenehm leer. Erst seit ein paar Tagen sind geführte Touren im Welterbe wieder möglich. Buchen kann man sie unter der Mailadresse: tourismus@regensburg.de 

Regensburg Stadt

02.06. 19:34

Keine Neuinfizierung im Landkreis Straubing-Bogen

Die Zahl der aktuell Infizierten mit dem Coronavirus im Landkreis Straubing-Bogen sinkt weiter. Am Dienstag wurde keine Neuinfizierung gemeldet. Im Landkreis wurden bisher (Stand 29. Mai) 347 Personen offiziell wieder aus der Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. Die Anzahl der aktuell Infizierten liegt damit bei 120, womit diese Zahl weiterhin deutlich niedriger ist als die Zahl der Genesenen. 

Verstorben sind bisher 29 Personen aus dem Landkreis.

Die Sieben-Tages-Inzidenz bezogen auf 100.000 Einwohner liegt mit Stand Dienstag, 02. Juni, 10 Uhr, bei 8,94.

In den Landkreis-Krankenhäusern befinden sich derzeit acht Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung, zwei davon intensiv-medizinisch (Stand 02.06., 9:00 Uhr).

Niederbayern

02.06. 19:13

Bund plant Lockerungen für Tourismus

Die Bundesregierung will morgen ihren Plan für den Neustart des Tourismus in Europa vorlegen. Vorgesehen ist unter anderem, ab 15. Juni die Reisewarnung für 31 Länder in Europa aufzuheben und mit Reisehinweisen zu ersetzen. Der Beschluss dazu soll nach den Worten von Außenminister Maas möglicherweise schon morgen fallen. Die Bürger sollen damit besser planen können, wohin sie in den Urlaub fahren können, so Maas.

Deutschland

02.06. 18:19

Mehr häusliche Gewalt in Corona-Krise

Während der Corona-Krise hat es mehr Fälle von häuslicher Gewalt gegeben. Betroffen waren vor allem Frauen und Kinder in Familien, die in Corona-Quarantäne waren. Das ist das Ergebnis einer Online-Befragung. Besonders dramatisch waren die Angaben, wenn die Familie akut finanziell Sorgen hatte. Körperliche Gewalt traf Frauen dann in 8,4 Prozent der Fälle, Kinder in 9,8 Prozent.
 

Deutschland

02.06. 18:01

Corona in Niederbayern - Wochenendrückblick der Polizei

Das Pfingstwochenende verlief aus polizeilicher Sicht ruhig. In mehreren Städten in Niederbayern wurden am Wochenende Versammlungen in Zusammenhang mit der Coronapandemie durchgeführt. Die Polizei war an den Versammlungsorten mit Einsatzkräften präsent und überwachte die Einhaltung der erlassenen Auflagen.

Von Freitag, 29.05.2020, bis Montag, 01.06.2020, wurden in mehreren Städten in Niederbayern Versammlungen in Zusammenhang mit der Coronapandemie abgehalten. Die Mehrzahl der Versammlungen fand am Samstag statt. Die Versammlungen verliefen aus Sicht der Polizei weitgehend problemlos, vereinzelt wurden Verstöße gegen die Abstandsregeln festgestellt. Bei einer nicht angemeldeten Versammlung am Montag, 01.06.2020, in Deggendorf, stellte die Polizei die Personalien von einigen Teilnehmern fest. Gegen die Personen wird wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und das Infektionsschutzgesetz ermittelt.

Abseits vom Versammlungsgeschehen hat die niederbayerische Polizei zur Überwachung der Allgemeinverfügung von Freitag, 29.05.2020, 06.00 Uhr, bis heute, Dienstag, 02.06.2020, 06.00 Uhr, über 1.800 Kontrollen in Zusammenhang mit den Beschränkungen durch die Coronapandemie durchgeführt. Es wurden 90 Anzeigen aufgenommen, der Schwerpunkt der Anzeigen lag auch an diesem Wochenende bei Verstößen gegen die Kontaktbeschränkungen. 

Niederbayern

02.06. 17:21

Todesfall im Landkreis Schwandorf

Im Landkreis Schwandorf ist der 19. Todesfall mit oder an Corona zu vermelden. In einem Krankenhaus in Regensburg verstarb ein 36-jähriger Mann, der seit dem 11. April stationär und intensivmedizinisch behandelt wurde.

Ein weiterer Todesfall wird mit Covid-19 in Verbindung gebracht. Da in diesem Falle aber kein direkter Erregernachweis möglich war, weil zwei Abstriche negativ waren, zählt die Frau gemäß den Kriterien des Robert-Koch-Instituts nicht als Corona-Tote. Der Zusammenhang besteht nur in Bezug auf einen positiven Antikörpertest, der aufgrund des späten Auftretens von Symptomen veranlasst war. Inwieweit hier eine Corona-Infektion bereits überstanden war und der Tod auf anderen Umständen beruht, soll eine Obduktion klären.

Eine neue Infektion ist heute nicht aufgetreten.

Schwandorf

02.06. 16:41

Update zur Corona-Pandemie im Landkreis Cham

Die Gesamtzahl der positiv auf den Coronavirus getesteten und bestätigten Fälle im Landkreis Cham liegt zum Stand 02.06.2020, 14.30 Uhr bei 430.

Die Zahl der als genesen aus der Quarantäne entlassenen bestätigten Fälle beträgt 392.

Derzeit ist kein Patient in stationärer Behandlung.

 

Cham

02.06. 16:12

Oberpfälzer Krankenhäuser können wieder mehr Betten nutzen

Nach Niederbayern können jetzt auch die Krankenhäuser in der Oberpfalz zu mehr Normalität zurück. Sie müssen durch eine Allgemeinverfügung der Regierung in Regensburg nur noch 15 Prozent der Betten für Corona-Patienten frei halten. Bisher waren es 25 Prozent. Bei den Intensivbetten sinkt die Quote von 30 auf 25 Prozent. Damit können wieder mehr Patienten aufgenommen werden, auch zurückgestellte Operationen sind wieder in größerem Umfang möglich. Steigen die Corona-Zahlen wieder, müssen die Kliniken aber innerhalb von 48 Stunden reagieren können.

Oberpfalz

02.06. 15:43

Landkreis Cham informiert zu Schule und Schülerbeförderung in Zeiten von Corona

Die Schulen und die Schülerbeförderung im Landkreis Cham ziehen gemeinsam an einem Strang, um auch weiterhin die Eindämmung des Corona-Virus zu unterstützen. Dies wurde bei einem gemeinsamen Treffen, zu dem Landrat Franz Löffler Vertreter von Mittel- und Realschulen, der Gymnasien, des ÖPNV, der Polizei und des staatlichen Schulamtes in Cham eingeladen hatte, deutlich.

„Gerade im Bereich der Schülerbeförderung und vor allem in den Schulen wurden in den letzten Wochen Hygienekonzepte entwickelt und umgesetzt, die eine größtmögliche Sicherheit für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Lehrkräfte bieten. Die stufenweise Öffnung der Schulen für den Unterricht führte nicht zu einem Anstieg der Infektionszahlen. Dies zeigt, dass die jeweiligen Konzepte funktionieren.“, so Löffler. Somit war es möglich, dass die Schulen im Bereich der Unterrichtsorganisation nun mehr Spielraum zur Verfügung haben, welcher sich auch auf die Harmonisierung mit den Beförderungszeiten positiv auswirkt.

Auch den Schülerinnen und Schülern zollt der Landrat großen Respekt: „Wir als Verantwortliche können nicht jeden Lebensbereich abdecken und kontrollieren. Das wollen wir auch nicht. Der absolut überwiegende Anteil der jungen Menschen geht verantwortungsbewusst mit dieser Situation um. Gerade auf den Schulwegen herrscht nach wie vor große Disziplin, was das Tragen von Mund-Nase-Abdeckungen betrifft. Auch von den Schulen wird von großer Akzeptanz für die getroffenen Maßnahmen berichtet.“

Dass in Bus und Bahn die Mindestabstände nicht immer eingehalten werden können, erfordert um so mehr das Tragen Mund-Nase-Abdeckungen, um ein Ausbreiten des Virus effektiv zu verhindern, fasst der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Albert Eisenreich zusammen.

Man wolle nun auch gemeinsam die Zeit nach den Pfingstferien so optimal wie möglich organisieren. Landrat Franz Löffler hofft in den kommenden Wochen auf konkrete Konzepte zum Unterrichtsgeschehen für das neue Schuljahr im Herbst.

Cham

02.06. 15:19

Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis Straubing-Bogen weit unter jeglichen Schwellenwerten

Es sind erfreuliche Zahlen: Seit zwölf Tagen liegt die Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis Straubing-Bogen wieder durchgehend weit unter jeglichen Schwellenwerten.

Im Landkreis gibt es in der Mehrzahl der letzten sieben Tage gar keine gemeldeten Neuinfizierungen mehr, aktuell (Stand Dienstag, 10 Uhr) liegt die Sieben-Tages-Inzidenz nur noch bei 8,94. Es ist also gelungen, Infektionsketten zu unterbinden und das Ausbruchsgeschehen lokal zu begrenzen. Und das, obwohl niederbayernweit nirgendwo mehr Testungen in Alten- und Pflegeheimen sowie in Schlachtbetrieben durchgeführt wurden, als im Bereich des Gesundheitsamtes Straubing/Straubing-Bogen. 

„Die konsequenten, schnellen und stringenten Maßnahmen in unserem Bereich haben Wirkung gezeigt“, sagt Landrat Josef Laumer. „Die Zusammenarbeit aller Stellen hat sich bewährt und gerade auch das Gesundheitsamt hat hier sehr gute Arbeit geleistet.“ Auch die strenge Orientierung an den Vorgaben des RKI hat sich letztendlich positiv auf die Entwicklung der Zahlen ausgewirkt.

Niederbayern

02.06. 15:00
Landtags-Grüne wollen Kinos helfen
Die Landtags-Grünen fordern, die bayerischen Kinos nicht im Regen stehen zu lassen. „„Bisher ist nichts vom großspurig angekündigten Hilfsprogramm für die Kinos im Mittelabflussbericht zu finden“, erklärt die haushaltspolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Claudia Köhler, die in der vergangenen Woche zusammen mit der kulturpolitischen Sprecherin Sanne Kurz einen Runden Tisch mit Kinobetrieben und Verbandsvertretungen abgehalten hatte. „Inhabergeführten Betrieben ohne Konzern im Rücken droht die Schließung. Hier braucht es eine sofortige Klärung über die zugesagten weiteren Bundesmittel und Landesmittel.“

Bayern

02.06. 14:38

Grenzöffnung in Tschechien rückt näher

Das Nachbarland Tschechien lockert seine Einreise-Vorschriften. Dazu stuft die Regierung in Prag einzelne Länder nach Ampel-Farben ein: Grün bedeutet Einreise erlaubt, rot dagegen nicht. Deutschland wird aktuell mit grün bewertet. Das heißt, ab 15.Juni dürfen Bundesbürger wieder ohne große Formalitäten über die tschechische Grenze, zum Einkaufen oder zum Urlaub machen. Auch für die vielen tausend Grenzpendler aus Tschechien fallen dann alle Beschränkungen weg.

Bayern

02.06. 14:12
Deutsche Bahn Stiftung schnürt umfangreiches Corona-Hilfsprogramm gegen ungleiche Lernbedingungen 
Die COVID-19-Pandemie hat in den vergangenen Monaten das Leben stark beeinträchtigt – und das mit immensen Auswirkungen auf alle Teile der Gesellschaft. Zu den besonders stark betroffenen Bereichen gehört das Bildungswesen. Gerade für Kinder und Jugendliche in ohnehin benachteiligenden Lebenslagen können die langanhaltenden Schul- und Kitaschließungen sowie fehlende Nachhilfe und Nachmittagsbetreuungen Anschlussverlust bedeuten. Die bestehende Bildungsschere droht sich noch zu vergrößern, da Maßnahmen wie das Homeschooling zu ungleichen Lernbedingungen führen. Vor allem gerade dort, wo es schon an der notwendigen technischen Ausstattung zu Hause fehlt. 

Schnelle Hilfe durch die Deutsche Bahn Stiftung

Ein zentrales Anliegen der Deutsche Bahn Stiftung ist, die Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche beim Zugang zu Bildung zu verbessern. Daher hat sie umgehend reagiert und das Hilfsprogramm „Anschluss sichern in Corona-Zeiten“ initiiert. Sie unterstützt damit bundesweit gemeinnützige Einrichtungen und deren Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche in benachteiligenden Lebenssituationen. Das Corona-Soforthilfeprogramm umfasst verschiedene Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 200.000 Euro.

Soforthilfe durch Laptops

Viele Familien besitzen keine für ein digitales Lernen und Fernunterricht geeigneten Geräte. In Zeiten ohne oder mit nur sehr eingeschränktem Präsenzunterricht führt dieser Umstand zu einem erschwerten Zugang zu Bildung und Lücken im Schulstoff. Daher hat die Deutsche Bahn Stiftung bundesweit Einrichtungen mit 110 Laptops und einer Geldspende unterstützt, damit diese zu den jeweiligen Familien und Kindern Kontakt halten und sie beim Lernen und einer sinnvollen Freizeitgestaltung unterstützen können. Die Geräte ermöglichen auch ohne physischen Kontakt eine zwischenmenschliche Kommunikation, Hausaufgabenhilfe, Lernbegleitung sowie die Teilnahme an digitalem Unterricht.

 

Deutschland

02.06. 13:12

Massiver Verstoß gegen Corona-Auflagen in Hirschau

Eine 20-jährige hatte am Pfingstwochenende extra einen Pavillon vor ihrer Garage aufgebaut, um bei einem großen Buffet mit fast 20 Personen aus nah und fern und den unterschiedlichsten Hausständen Party feiern zu können. Auch der Mindestabstand spielte keine Rolle und so stellten Polizeistreifen die Feier ein, die Identität der Anwesenden fest und leiteten Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Insbesondere der Veranstalterin könnte das besonders teuer kommen.

Oberpfalz

02.06. 12:54

Regensburger Antikmarkt fällt aus

Der Antikmarkt muss aufgrund der Corona-Einschränkungen in diesem Jahr ausfallen. Ursprünglich war die Veranstaltung für den 21. Juni geplant. 

Jedes Jahr strömten rund 20.000 Besucherinnen und Besucher in die Regensburger Altstadt, um nach antiken Schätzen zu suchen. Stöbern, bummeln, feilschen - der Regensburger Antikmarkt zeichnet sich durch sein einzigartiges Flair inmitten der Altstadt und natürlich durch den Kontakt zwischen Händler und Kunden aus. Die Einschränkungen machen dies in diesem Jahr leider nicht möglich. Die Gesundheit der Aussteller und Besucher liegt uns beim Stadtmarketing am Herzen.

Wir hoffen, dass der Antikmarkt im nächsten Jahr wieder wie gewohnt stattfinden kann!

 

Regensburg Stadt

02.06. 12:22

Zwieseler Wirt hatte zu lange auf

Zu einem Streit in einer Zwieseler Gaststätte wurde die Polizei am Samstag gegen 23.15 Uhr gerufen. Die Streitigkeit war gleich erledigt – allerdings erwartet den Wirt nun eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz. Zur Kontrollzeit, also weit nach 22.00 Uhr, befanden sich noch sechs Gäste im Lokal. Zudem wurde auch keine Gästeliste mit den Kontaktdaten geführt. Für die Ahndung ist das Landratsamt zuständig.

 

Niederbayern

02.06. 12:00

Keine Neuen Coronavirus-Infektionen seit dem Pfingstwochenende im Landkreis Neumarkt

Im Landkreis Neumarkt sind keine neuen Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Weiter wurden vier Personen als genesen gemeldet.

Aktuell sind damit 20 mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 397.

Neumarkt

02.06. 10:37

Bundesländer werden von Gastronomen und Hoteliers verklagt

Hoteliers und Gastronomen wollen die Bundesländer verklagen. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, dass sie Entschädigungen fordern, weil ihnen in der Corona-Krise Einnahmen weggefallen sind. Die ersten Anspruchsschreiben sind bereits verschickt worden - unter anderem an die Landesregierungen von Baden-Württemberg, Bayern und Thüringen.

Deutschland

02.06. 09:52

Aktuelle Lage zum Coronavirus im Landkreis Kelheim

Bisher sind insgesamt im Landkreis Kelheim 450 positive Fälle (keine Veränderung zum Freitag) registriert und 33 Personen verstorben (Stand: Ablauf 01.06.2020, Quelle: Gesundheitsamt Kelheim). Die gute Nachricht des Tages: 416 Personen (+2 im Vergleich zum Freitag) wurden seit Bekanntwerden des ersten Falls im Landkreis Kelheim am 09.03.2020 aus der häuslichen Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. D. h. ca. 92 % der bisher Infizierten sind bereits wieder gesund! Vorsorglich werden alle Patienten mit corona-verdächtigen Symptomen, die ins Krankenhaus eingeliefert werden, auf das Coronavirus getestet, teilt das Gesundheitsamt mit. So lange aber kein Testergebnis vorliegt, bleibt der Patient in einer isolierten Corona-Station und fließt damit in die Corona-Statistik des Gesundheitsamtes mit ein. Das Landratsamt Kelheim weist darauf hin, dass es laut Gesundheitsamt aktuell keine bedeutsame Häufung von Fallzahlen im Landkreis Kelheim gibt d. h. die Anzahl der Infizierten ist in keiner der Gemeinden im Landkreis Kelheim signifikant anders.

Kelheim

02.06. 09:34

Corona verhindert Abschiebungen aus Bayern

Wegen der Corona-Beschränkungen sind nach Angaben der «Bild» (Dienstag) in den vergangenen zweieinhalb Monaten 237 Rückführungen ausreisepflichtiger Personen aus Bayern ausgefallen. «Da der überwiegende Teil von Abschiebungen auf dem Luftweg stattfindet, wirken sich die Beschränkungen des Flugreiseverkehrs und die Einreisebestimmungen der Zielländer aus», sagte ein Sprecher des Landesamtes für Asyl und Rückführungen der Zeitung. Geplant gewesen seien 175 Einzel- und 13 Sammelabschiebungen. Diese sollen nachgeholt werden, sagte der Sprecher weiter. (dpa)

Bayern

02.06. 08:20

Experten prophezeien langfristigen Aufschwung für Telemedizin

Die Coronakrise könnte der Telemedizin aus Sicht von Experten einen entscheidenden Schub nach vorne geben. «Man kann davon ausgehen, dass Anfang April über 3000 der niedergelassenen Haus- und Kinderärzte die Genehmigung von den Krankenkassen für Videosprechstunden hatten», sagte der Präsident der Landesärztekammer, Wolfgang Miller. Laut Kassenärztlicher Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) sind es sogar rund 3800. Das heiße zwar nicht, dass alle diese Möglichkeit bereits nutzten. Es zeige aber, dass die Mediziner vorbereitet seien. «Es ist keine Revolution, die jetzt stattfindet, aber eine stetige Entwicklung, die durch die Coronakrise Schwung bekommen hat», sagt Miller. Auch die KVBW rechnet mit einem langfristigen Aufschwung für die Telemedizin. «Vor der Corona-Krisen waren es nicht viele Ärzte, die die Telemedizin in ihren regulären Praxisbetrieb integriert hatten», sagte eine Sprecherin. Jetzt seien es deutlich mehr, und viele nutzen die Möglichkeit, um schnellen Kontakt mit ihren Patienten zu bekommen. «Das alles wird nach Überwindung der Coronakrise nicht wieder einschlafen», betonte auch Miller. Mit all ihren Bausteinen werde die Telemedizin langfristig die Versorgungsrealität verändern. (dpa)

Deutschland

02.06. 07:51

Corona lässt eventuell Krankenkassen-Beiträge steigen

Die Krankenkassen-Beiträge könnten wegen der geplanten Corona-Massentests steigen. Das schreibt die "Neue Osnabrücker Zeitung". Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen rechnet demnach mit Kosten von mehr als siebeneinhalb Milliarden Euro. Die Folge wären um 0,8 Prozent höhere Beiträge für die Versicherten. Gesundheitsminister Spahn will, dass in Kitas, Schulen, Kliniken und Pflegeheimen systematisch auf das Corona-Virus getestet wird. (dpa)

Deutschland

02.06. 07:33

Trotz Corona sollen Erstklässler sorgenfrei in die Schulzeit starten

Bayerns künftige Erstklässler sollen trotz Corona im September sorgenfrei in ihre Grundschulzeit starten können. «Wir haben alles versucht, damit die Kleinsten nicht leiden und trotzdem professionelle Einschulung passieren kann», sagte Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV). Wegen der Corona-Pandemie laufe das aufwendige Schulanmeldungsverfahren, zu dem neben der formellen Anmeldung an den Schulen auch Untersuchungen, Lernspiele und viele Gespräche gehören, heuer allerdings unter komplett veränderten Bedingungen ab. Dem Kultusministerium zufolge erfolgten die Einschreibungen an den Schulen nicht persönlich, sondern wegen der Kita- und Schulschließungen telefonisch oder schriftlich. Auch das sogenannte «Verfahren zur Feststellung der Schulfähigkeit» mit Begegnungen zwischen Lehrern, Erziehern, Eltern, Kindern, Ärzten und teils auch Psychotherapeuten habe es wegen Corona nicht in vollem Umfang gegeben. «Aber man ist drangeblieben, es hat kein Schulleiter verpasst, an die Schulanfänger zu denken», sagte Fleischmann. Die oft schon im Januar begonnenen Screenings hätten auch nach den Schulschließungen durch Telefonate und Videokonferenzen weitgehend fortgesetzt werden können, so die BLLV-Präsidentin. Da der Schulbetrieb in Bayern nun zunehmend wieder anläuft, seien inzwischen auch persönliche Beratungstermine möglich, wenn sie individuell noch gebraucht würden. Die Termine für die Zusagen verzögern sich demnach wahrscheinlich nicht - spätestens bis Ende Juli soll möglichst jedes Kind wissen, ob es bald eingeschult wird. Den Lehrern verlange die durch Corona veränderte Planung aber einiges ab, so Fleischmann. Die Einschulung sei dann ein ganz besonderes und prägendes Ereignis. «Für die Kinder und die Eltern ist es das Wichtigste, dass ein erster Schultag ein Festtag ist», betonte Fleischmann. Zwar werde die Einschulung 2020 wegen der geltenden Kontaktbeschränkungen anders als sonst. Dennoch müsse man alles versuchen, um die Feiern zu ermöglichen, sagte Fleischmann: «Das Schlimmste wäre, wenn so eine Einschulungsfeier in der Schule nicht sein könnte.» (dpa)

Bayern

02.06. 07:10

Beratungen zum Konjunktur-Paket

Wie kann die deutsche Wirtschaft auf dem Weg aus der Corona-Krise angeschoben werden? Die Spitzen der schwarz-roten Koalition wollen dafür heute ein Milliarden Konjunktur-Paket beschließen. Im Vorfeld hatte es viele Forderungen von verschiedenen Seiten gegeben: CSU-Chef Söder zum Beispiel will eine Autokauf-Prämie und eine schnelle Abschaffung des Solidaritätszuschlags. Im Raum stehen aber auch eine Einmalzahlung an Familien mit Kindern, Steuerentlastungen und finanzielle Hilfen für Kommunen.

Deutschland

02.06. 05:45

Thermenbetreiber in Niederbayern fordern Öffnung der Innenbereiche

Bei einer Kundgebung im niederbayerischen Bad Birnbach haben mehrere Bürgermeister die schnelle und vollständige Öffnung der Thermalbäder in der Region gefordert. Nach Angaben der Kurverwaltung in Bad Birnbach kamen am Montag über 300 Teilnehmer zu der Veranstaltung und protestierten unter anderem gegen die Auflagen, die bei der Öffnung der Außenbereiche ab 8. Juni gelten sollen: Da innenliegende Bereiche wie Umkleiden und Duschen weiterhin erstmal geschlossen bleiben müssen, sei eine Nutzung der Therme in der Praxis quasi unmöglich, betonte die Kurverwaltung. «Wir benötigen die Freigabe für die Öffnung der Sanitäranlagen und Umkleiden in den Innenbereichen unserer Kurmittelhäuser sofort und unverzüglich, damit ein Betrieb der Außenbereiche ab dem 8. Juni als erster Schritt überhaupt erfolgen kann», sagte Bad Birnbachs Bürgermeisterin Dagmar Feicht (CSU). Spätestens ab 15. Juni sollten auch die Becken, Ruheräume und sonstigen Einrichtungen im Innenbereich in Betrieb genommen werden, forderte sie. Sieben niederbayerische Thermalbadbetreiber hätten dazu bereits gemeinsam ein Hygiene- und Sicherheitskonzept erarbeitet.   Alleine im sogenannten Bäderdreieck zwischen Bad Birnbach, Bad Griesbach und Bad Füssing gibt es fünf Thermalbäder - sie sind der größte Tourismusmagnet in der Region. (dpa)

Niederbayern

01.06. 17:14

Corona lässt Urlauber zaudern - aber Ausflügler stürmen das Allgäu

Corona-Pfingsten lässt in Bayern vor allem die Urlauber zaudern - doch auf die Ausflügler ist Verlass. Mit etwas Verspätung zog es die Menschen am Wochenende und zum Start der Pfingstferien an die Seen und in die Berge. Zunächst konnte von einem Ansturm, der nach den wochenlangen Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise teilweise erwartet wurde, nicht die Rede sein. Anders die Situation am Pfingstmontag: Bei traumhaftem Wetter ergoss sich am Nachmittag eine Welle von Ausflüglern vor allem über das Allgäu. Aber auch in Oberbayern sorgte die Wetterbesserung am Montag für Ausflugslaune. Auf der Bundesstraße 318 Richtung Tegernsee staute sich zeitweise der Verkehr. Am See waren Spazierwege gut besucht, Menschen sonnten sich in Cafés, andere nutzten das schöne Wetter für eine Bootsfahrt. Wie viel einigermaßen gutes Wetter ausmacht, zeigte sich im Allgäu schon am Sonntag. Während im Osten des Freistaats noch meist ein wolkenverhangener Himmel dominierte, lockerte es in Richtung Schwaben zügig auf. In Oberstdorf im Allgäu waren bei bestem Wanderwetter viele Parkplätze belegt. Einige Ausflügler wichen auf andere freie Flächen aus, die allerdings nicht zum Parken geeignet waren. Es hagelte Strafzettel. Am Montag verschärfte sich die Situation noch. «Das komplette Allgäu ist voll, übervoll, von Füssen bis Lindau», sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Massenhaft strömten dort die Ausflügler am Nachmittag bei traumhaftem Wetter Richtung Berge und Seen. Dabei stellten sie ihre Autos ab, wo es ihnen gerade passte. Die Polizei kam mit dem Verteilen von Strafzetteln kaum nach. Das wilde Parken führte dazu, dass im Oberallgäu die Kreisstraße OA4 nahezu zugeparkt war, wie ein Polizeisprecher sagte.   Auch die oberbayerische Gemeinde Kochel am See erlebte an Pfingsten mit etwas Verspätung einen großen Andrang von Ausflüglern. Während es Samstag und Sonntag noch überschaubar zuging, wurde der malerische Ort am Montagnachmittag geradezu von Menschen geflutet. «Das ist heute richtig heftig», sagte Bürgermeister Thomas Holz. Auch er beklagte das rücksichtslose und wilde Parken. Viel Polizei sei daher im Einsatz gewesen.      

Seit Samstag dürfen Hotels und andere Beherbergungsbetriebe in Bayern auch wieder touristische Übernachtungen anbieten, ebenso nahmen die Seenschifffahrt und die Seilbahnen ihren Betrieb wieder auf. Rund um den Chiemsee war es am Wochenende vergleichsweise ruhig. «Wir haben ja auch kein Badewetter», sagte ein Sprecher der dortigen Tourismusbranche am Sonntag. Besucher genossen zwar die Außengastronomie, ansonsten aber blieb es eher ruhig. «Es war eben ein normaler Tag», sagte der Sprecher. Doch auch hier nahm der Ausflugsverkehr am Montag zu. Noch viel Luft nach oben sieht bei den Besucherzahlen die Bayerische Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen. Nach einem sehr mäßigen Beginn am Samstag trauten sich am Pfingstsonntag immerhin 700 Menschen auf Deutschlands höchsten Berg (2962 Meter). Bei leichtem Frost und Wolken war es dort nicht besonders gemütlich. «Der große Ansturm blieb aus», resümierte der Betreiber, der die Kapazität auch unter den Corona-Einschränkungen bei etwa 2500 Besuchern pro Tag sieht. An einem guten Besuchertag - ohne Einschränkungen - zieht es fast 5000 Menschen auf die Zugspitze. Abgesehen vom Allgäu und Teilen Oberbayerns war es auf den Straßen auch am Montag «unterm Strich sehr ruhig», wie die Polizei mitteilte. «Kein Vergleich zum letzten Jahr.» Die Deutsche Bahn hatte zu Pfingsten ihr Angebot an Fernzügen in die Urlaubsregionen in Südbayern wieder hochgefahren. Aus Nord- und Westdeutschland verkehrten wieder Züge Richtung Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden.

Bayern

01.06. 16:59

Schiffe wegen Corona außer Betrieb - Allianz warnt vor Risiken

Wegen der schwerwiegenden Störungen im internationalen Transport- und Reiseverkehr infolge der Corona-Krise haben die Reedereien viele Schiffe vorübergehend außer Betrieb genommen. Weltweit seien gegenwärtig 11,3 Prozent der Containerflotte ungenutzt, heißt es in einem internen Bericht des Verbandes Deutscher Reeder (VDR) in Hamburg. Das bedeutet: 524 Schiffe mit einer Tragfähigkeit von 2,65 Millionen Standardcontainern (TEU) sind nicht auf den Weltmeeren unterwegs, sondern liegen vor den Häfen auf Reede, meist in Asien. Das sind so viele wie noch nie. An Bord leben oft noch die Besatzungen, die auf Aufträge hoffen oder nicht nach Hause können. Der Branchendienst Alphaliner rechnet mit einem weiteren Anstieg der sogenannten Auflieger im Juni. Denn die Perspektiven für die Branche sind miserabel. Nach verschiedenen Prognosen dürfte der Containertransport in diesem Jahr um ungefähr zehn Prozent zurückgehen; das wäre die schlechteste Entwicklung seit mehr als 40 Jahren. Seit der Finanzkrise 2008/09 hat die Branche hat zwar zehn harte Jahre hinter sich, doch ist sie zuvor im Zuge der Globalisierung über viele Jahre stark gewachsen und konnte regelmäßig zweistellige Zuwächse verbuchen. Nun sieht es so aus, als werde es noch lange ein Überangebot an Schiffsraum geben und die Rückkehr auf den alten Wachstumspfad noch Jahre dauern. Ähnlich sieht es in der Kreuzschifffahrt aus. Die gesamte Weltflotte von rund 400 Schiffen ist gegenwärtig außer Betrieb. Ein Ende ist nicht abzusehen. In den USA gilt eine «No-Sail-Order» bis zum 24. Juli, in Europa und Asien wird in diesem Sommer nicht ernsthaft damit gerechnet, dass die Kreuzfahrtschiffe wieder fahren. Viele Fragen sind ungeklärt, zum Beispiel der Schutz der älteren Passagiere, die einen Großteil des Publikums ausmachen. Tausende von Mitarbeitern sind noch an Bord und können nicht weg. Die aufliegenden Schiffe kosten die Reedereien Millionenbeträge. Und sie erhöhen auch die Risiken für Mensch und Material. Darauf hat die Allianz-Tochter AGCS hingewiesen, die als Industrieversicherer auch die globale Schifffahrt zu ihren Kunden zählt. Viele Seeleute sind schon seit Monaten an Bord. «Werden die Crews nicht abgelöst, so kann körperliche und geistige Erschöpfung die Folge sein», sagte Volker Dierks von AGCS. Menschliches Versagen sei mit einem geschätzten Anteil von 75 bis 96 Prozent die Hauptursache für Schadenfälle in der Schifffahrt. Zudem müssen die aufgelegten Schiffe technisch in Schuss bleiben und das ist nicht trivial. Bei einem «warmen» Aufliegen bleiben die Schiffe betriebsbereit mit Besatzung, bei einem «cold-lay-up» werden dagegen die meisten Systeme abgeschaltet. Um sie wieder in Betrieb zu nehmen, sind umfangreiche Tests erforderlich, manchmal sogar ein Aufenthalt in der Werft. Die Kosten sind beträchtlich. Andere Risiken seien Verzögerungen bei Wartung und Inspektion von Schiffen oder eine mangelhafte Versorgung mit Betriebsmitteln wie Schmier- und Treibstoffen. Sorgen bereitet der Allianz-Tochter auch eine beträchtliche Anzahl großer Kreuzfahrtschiffe, die vor der Ostküste der USA vor Anker liegen. Der Beginn der Hurrikansaison könne ein Risiko für diese Schiffe darstellen, wenn sie nicht schnell aus der Gefahrenzone gebracht werden könnten, heißt es in der Mitteilung. (dpa)

WELT

01.06. 15:01

Befragung belegt Zusammenhang von Corona und Verlust des Geruchssinns

Eine international angelegte Befragung belegt, dass eine Coronainfektion mit dem Verlust des Geruchssinns einhergehen kann. Das Virus greife offenbar Zellen des Riechepithels an und sorge für einen Ausfall der Rezeptoren, teilte das an der Analys beteiligte Universitätsklinikum Dresden am Pfingstmontag mit. Da sich die Zellen regelmäßig erneuern, klinge die Geruchsstörung bei vielen Betroffenen auch wieder ab. Das Phänomen gehe - anders als etwa bei einem grippalen Infekt - nicht mit einer verstopften Nase einher. Die Ergebnisse resultieren aus einer Onlinebefragung und basieren auf Beiträgen von gut 4000 Patienten mit Covid-19-Diagnose aus mehr als 40 Ländern, wie es hieß. Die Analyse wurde bisher nur in einer sogenannten Preprint-Version veröffentlicht, sie wurde noch nicht von unabhängigen Gutachtern beurteilt und in einer Fachzeitschhrift veröffentlicht. Viele der Angaben stammen aus den USA, Frankreich und Italien. «Wir erleben aber auch in Deutschland immer mehr ehemalige Corona-Patienten, die nach der Erkrankung über eine eingeschränkte Riechfähigkeit klagen», erklärte Thomas Hummel. Der Professor leitet das interdisziplinäre Zentrum «Riechen und Schmecken» an der HNO- Klinik des Dresdner Uniklinikums. Eine plötzlich aufgetretene Riechstörung könne ein Hinweis auf eine mögliche Corona-Infektion sein. Dass viele Patienten parallel dazu vermeintlich auch über Veränderungen bei der Geschmackswahrnehmung berichten, könnte laut Hummel ein Interpretationsfehler sein. Die meisten könnten bisherigen Erkenntnissen zufolge die vier Geschmacksrichtungen süß, sauer, bitter und salzig weiter einigermaßen zuverlässig unterscheiden. «Was sie vermissen, sind die Aromen der Lebensmittel. Um diese zu erkennen, brauche es das Zusammenspiel mit dem Geruchssinn. (dpa)

WELT

01.06. 14:39

Krankschreibung ab sofort nicht mehr per Telefon

Wer eine Krankschreibung wegen einer Erkältung braucht, muss dafür ab jetzt wieder zum Arzt. Bisher ging das wegen der Corona-Krise ja telefonisch. Ärzte, Kliniken und Krankenkassen haben aber entschieden, die Sonderregelung auslaufen zu lassen. Zur Begründung hieß es, dass es inzwischen Hygiene-Konzepte in den Arztpraxen, sowie genug Masken und andere Schutzausrüstung gebe. 

Deutschland

01.06. 12:55

Kleiderkammern in Bayern öffnen wieder – steigende Nachfrage

Bayerns Kleiderkammern öffnen allmählich wieder ihre Türen: Nachdem viele Standorte aufgrund der Corona-Krise zwischenzeitlich schließen mussten, können Bedürftige nun wieder auf die karitativen Angebote zurückgreifen. Doch einige Einrichtungen bleiben nach wie vor geschlossen. Grund hierfür sind fehlende Ehrenamtliche, da viele der freiwilligen Helfer altersbedingt in die Risikogruppe für Covid-19 fallen, wie Tobias Utters von der Caritas Bayern erklärte. Der Bedarf an günstiger Kleidung steige in Bayern derweil. Zudem sei die Spendenbereitschaft gewachsen. Im Freistaat ist ein Rückgang der Nachfrage – anders als in anderen Bundesländern – auch laut Marion Losert, Leiterin des Sozialkaufhauses Augsburg nicht zu beobachten. In der Einrichtung, die neben Kleidung auch Möbel, Elektro- und Haushaltsgeräte verkauft, sei Kleidung «nach wie vor der Hauptposten». Im Februar hatte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Sachsen bekanntgegeben, dass Kleiderkammern schließen mussten, weil diese nicht mehr finanzierbar waren. Hintergrund sei ein Rückgang an Nachfrage nach Kleidung gewesen, der zu sinkenden Einnahmen geführt habe. Auch in Berlin wurde von ähnlichen Entwicklungen berichtet. «Einen Rückgang der Nachfrage sehen wir nicht. Im Gegenteil. Außerdem kommen viel mehr junge Leute in das Sozialkaufhaus», so Losert, deren Einrichtung auch Ende April wieder öffnen durfte. Auch in Augsburg verzeichne man eine steigende Spendenbereitschaft. Ob die Corona-Krise Auswirkungen auf die Verkaufszahlen der Kleiderkammern haben wird, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Man müsse dies noch abwarten, sagte Losert. Aktuelle Zahlen liegen auch der Caritas dem Sprecher zufolge noch nicht vor. (dpa)

Bayern

01.06. 12:24

Kein Strafverfahren gegen Kretschmer wegen fehlender Maske  

Das Strafverfahren gegen Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wegen Verstoßes gegen die Schutzregeln bei einer Corona-Demonstration in Dresden ist abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft sieht darin eher eine Ordnungswidrigkeit und hat die Sache an die Landeshauptstadt abgegeben. «Eine Straftat war nicht erkennbar», sagte ein Sprecher am Samstag auf Anfrage. Nach einem Bericht der «Dresdner Neuesten Nachrichten» (Samstag) muss die kommunale Behörde nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren prüfen und ob 150 Euro Bußgeld für den Regierungschef verhängt werden. Kretschmer hatte am 17. Mai im Großen Garten mit Demonstranten bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen diskutiert und dabei keinen Mundschutz getragen. Schon vor Ort hatte er erklärt, dass er eine Mund-Nase-Bedeckung normalerweise nutze, bei dieser Gelegenheit aber darauf verzichte, weil die Demonstranten einen solchen Mundschutz ablehnten. Zudem hatten Anwesende ihn in einem Pulk umringt, obwohl er mehrfach auf den Mindestabstand hinwies. Ein Anwesender hatte dann Strafanzeige gegen Kretschmer wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz gestellt. (dpa)

Deutschland

01.06. 12:22

Regensburg kämpft in Coronazeiten gegen Pizzaschachtel-Problem

Leere Pizzaschachteln werden in Regensburg zum Problem und das liegt an Corona. Weil viele sich Essen zum Mitnehmen bestellen, quellen die Abfalleimer in der Stadt über. Leere Pizzakartons fallen dabei besonders auf. Oft reicht ein einziger, um den halben Abfallkorb zu blockieren. Die Stadt startet daher gemeinsam mit den Pizzerien die Aktion „Mach mich klein !“ Laut Umweltbürgermeister Ludwig Artinger sollen die Bürger dazu gebracht werden, die Pizzakartons zu zerreißen, zu zerstampfen oder klein zusammenzufalten. Am Donauufer stehen außerdem spezielle Behälter für leere Pizzakartons bereit. 

Regensburg Stadt

01.06. 11:10

Aktueller Corona-Stand im Landkreis Straubing-Bogen

Am Wochenende – Samstag und Sonntag - wurden im Landkreis Straubing-Bogen vier Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 gemeldet. Keine am Samstag, vier am Sonntag. Der Gesamtstand an Infizierten seit dem Beginn der Pandemie im Landkreis liegt damit bei 496 (Stand 31. Mai, 16.30 Uhr). Die Sieben-Tages-Inzidenz bezogen auf 100.000 Einwohner liegt mit Stand Sonntag, 31. Mai, 10 Uhr, bei 7,95. Neue Zahlen über aus der Quarantäne entlassene Infizierte gibt es erst wieder am Dienstag. Verstorben sind bisher 29 Personen aus dem Landkreis. In den Landkreis-Krankenhäusern befinden sich derzeit 13 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung, zwei davon intensiv-medizinisch (Stand 31.05., 9:00 Uhr).

 

Niederbayern

31.05. 16:24

Wie groß ist die Corona-Ansteckungsgefahr in Schulen und Kitas?


Bundesfamilienministerin Giffey hat der "Bild am Sonntag" erklärt, der Bund unddas Deutsche Jugendinstitut bauten ein Kitaregister auf, das wöchentlich mit Daten von vor Ort aktualisiert wird. Zudem begleiteten die Länder das Hochfahren des Schulbetriebs mit Studien, so Giffey. Ziel sei es, Ende derSommerferien Ergebnisse zu haben. Nur dann könnten auch Risikogruppen wieder inihre Jobs an Schulen und Kitas zurückkehren.

Deutschland

31.05. 16:07

Spanien will Notstand "ein letztes Mal" verlängern 

In Spanien soll der Corona-Notstand bis 20. Juni gelten. Ministerpräsident Sanchez kündigte an, eine letzte Verlängerung beim Parlament beantragen zu wollen, um die Arbeit bei der Pandemie-Eindämmung zu Ende zu bringen. Es soll
jedoch eine abgeschwächte Form des Notstands sein. Am Mittwoch wird das Parlament darüber beraten.

WELT

31.05. 15:58

Dauerkrise Corona - Bessere Konzepte für Kinderschutz gefordert

Minderjährige brauchen eine Stimme, in Zeiten von Corona lauter denn je. Das stellt auch den Kinder- und Jugendschutz vor Bewährungsproben, denn die Pandemie wird noch lange dauern. Langfristige Konzepte sind gefragt.

Corona wird das Land noch monatelang im Griff behalten - ohne auf die Krise zugeschnittene Angebote etwa von Jugendämtern oder sozialen Einrichtungen könnte der Schutz von Kindern und Jugendlichen aus Sicht von Experten Schaden nehmen. «Ich sehe großen Entwicklungsbedarf», sagte Jürgen Strohmaier, Leiter des Referates Hilfe zur Erziehung beim Landesjugendamt Stuttgart. «Die Krise wird zur Normalität werden. Dafür haben wir kein umfassendes Konzept», warnte er.

So müsse man verstärkt die Möglichkeit offener Jugendarbeit über digitale Medien nutzen. Einige der 46 Jugendämter im Südwesten hätten etwa in ihren Erziehungsberatungsstellen Kameras installiert: Familien oder Jugendliche in Not könnten dort anrufen und den Berater sehen. Auf Wunsch könne der Anrufer auch selbst gesehen werden «und sich von Angesicht zu Angesicht beraten lassen», erklärte Strohmaier. 

Man müsse sich auf mindestens sechs weitere Monate der Corona-Krise einstellen und auf eine mögliche zweite Welle. «Ich will da gar nichts beschönigen. Wir haben viel zu tun», sagte er auch mit Blick auf die Videokonferenz der Jugend- und Familienminister (JFMK) der Länder am Mittwoch unter Vorsitz Baden-Württembergs.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sagte nach der Konferenz, der Gesetzentwurf zur Reform der Kinder- und Jugendhilfe stehe kurz vor der regierungsinternen Abstimmung. «Wir wollen einen besseren Kinder- und Jugendschutz, mehr Beteiligung von jungen Menschen, Eltern und Familien.»

Bei der Reform des Sozialgesetzbuchs (SGB) 8 geht es unter anderem um Kinder und Jugendliche, die in Heimen groß werden, oder um Kinder, bei deren Erziehung das Jugendamt Unterstützung gibt. Unter anderem soll die Heimaufsicht gestärkt werden. Ein Expertengremium mit Fachleuten aus Bund, Ländern, Kommunen sowie Kinder- und Jugendhilfeverbänden hatte dem Ministerium Vorschläge für die Reform unterbreitet. 

«Ich würde mir sehr wünschen, dass niederschwellige Angebote zunehmen und finanziert würden für Kinder und Familien», sagte Bettina Müller, die als Psychologin beim ausschließlich spendenfinanzierten Kinderschutzzentrum Ulm/Neu-Ulm arbeitet. Sie forderte einen Hilfsfonds für solche Zentren - ähnlich dem Hilfsfonds für Frauenhäuser. Wichtig sei, dass auch während der Pandemie viele Ansprechpartner zur Verfügung stünden, sagte der Vorstandschef der Diakonie Württemberg, Dieter Kaufmann. Angebote für junge Menschen müssten möglichst früh wieder geöffnet werden. 

Die Corona-Krise habe lediglich neues Licht auf alte Probleme geworfen, monierte in diesem Zusammenhang Michael Gomolzig, Sprecher des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE). «Wir müssen in Lehrer und Schulsozialarbeit investieren.» Sonst blieben genau die Kinder auf der Strecke, die auch sonst schwer zu erreichen seien. 

Strohmaier betonte unterdessen aber auch: «Zu Familien, die vor Corona in der Krise waren, haben wir weiterhin Kontakt.» Es gebe einen Austausch per Telefon, Video, Skype, sogar Treffen unter den nötigen Sicherheitsvorkehrungen seien möglich. Nur weil Kitas und Schulen zu gewesen und teilweise immer noch geschlossen seien, «heißt das noch lange nicht, dass wir aufgehört haben, hinzuschauen».

Valide Zahlen beispielsweise zur Zunahme häuslicher Gewalt gegen Kinder oder Jugendliche gebe es nicht. «Wir werden das erst im Nachgang sehen», sagte er. Es gebe aber ein Dunkelfeld, das wegen Corona noch dunkler geworden sei. «Und wir haben keine Taschenlampe, mit der wir da rein leuchten können.»

Deutschland

31.05. 15:09

Corona-Fall im Flugzeug nach China

Auf einem Sonderflug der deutschen Wirtschaft nach China ist bei einem von 180 Passagieren das Coronavirus nachgewiesen worden. Obwohl der 34-Jährige wie alle anderen Reisenden vor dem Abflug in Frankfurt getestet worden war, fiel eine weitere Untersuchung nach Ankunft in China positiv aus. Der Ingenieur zeige keine Symptome, wurde aber zur Beobachtung in Quarantäne gebracht, so die chinesischen Behörden. 
 

WELT

31.05. 15:06

Landesamt: 47 178 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2466 Tote

 In Bayern sind inzwischen 47 178 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2466 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Sonntag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 42 920 Menschen.

Bayern

31.05. 13:38

Corona-Pfingsten lässt Urlauber und Ausflügler zaudern

 

Urlaub mit Masken- und Abstandspflicht ist manchen Leuten lästig. Und wenn im Hotel der Sauna- und Wellnessbereich wegen Corona nicht benutzt werden darf, verzichten viele gleich ganz. So war der Start in Bayerns Pfingstferien recht mau. Aber es gibt Hoffnung:

Corona-Pfingsten lässt Urlauber und Ausflügler in Bayern weiter zaudern. Nach einem schwachen Start am Samstag zog es die Menschen auch am Sonntag nur sehr zögerlich an die Seen und in die Berge Bayerns. Während am Vortag zum Start in die Ferien praktisch kaum Ausflugsverkehr zu verzeichnen war, konnten sich die Betreiber von Gastronomie, Seil- und Bergbahnen sowie von Parkplätzen am Sonntag zumindest etwas mehr freuen - auch wenn von einem Ansturm nicht die Rede sein konnte. Der Wettergott tat sein Bestes und spannte überwiegend den weiß-blauen Himmel auf.

Seit Samstag dürfen Hotels und andere Beherbergungsbetriebe in Bayern auch wieder touristische Übernachtungen anbieten, ebenso nahmen die Seenschifffahrt und die Seilbahnen ihren Betrieb wieder auf. Allgemein war für das Wochenende erwartet worden, dass die Menschen nach den wochenlangen Beschränkungen durch die Corona-Krise wieder zu den Ausflugszielen strömen werden. Nach einem kühlen Beginn am Samstag machen zumindest die Wetteraussichten Hoffnung: In der kommenden Woche wird der Frühsommer erwartet.

Einen Vorgeschmack konnte das Allgäu am Sonntag verzeichnen. In Oberstdorf waren bei bestem Wanderwetter schon viele Parkplätze belegt. Einige Ausflügler wichen auf andere freie Flächen aus, die allerdings nicht zum Parken geeignet waren. Es hagelte Strafzettel.

Rund um den Chiemsee war dagegen auch am Sonntag nichts von einem Ansturm zu spüren. «Wir haben ja auch kein Badewetter», sagte ein Sprecher der dortigen Tourismusbranche. Besucher genossen zwar die Außengastronomie, ansonsten aber blieb es sehr ruhig. «Es war eben ein normaler Tag», sagte der Sprecher. Überschaubar auch das Besucheraufkommen im Berchtesgadener Land: Parkplätze waren zum Teil nicht mal halbvoll.

Noch viel Luft nach oben sieht bei den Besucherzahlen auch die Bayerische Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen. Nach einem sehr mäßigen Beginn am Samstag trauten sich am Pfingstsonntag immerhin 700 Menschen auf Deutschlands höchsten Berg (2962 Meter). Bei leichtem Frost und Wolken war es dort nicht besonders gemütlich. «Der große Ansturm blieb aus», resümierte der Betreiber, der die Kapazität auch unter den 

Corona-Einschränkungen bei etwa 2500 Besuchern pro Tag sieht. An einem guten Besuchertag - ohne Einschränkungen - zieht es fast 5000 Menschen auf die Zugspitze.

Auf den Straßen Bayerns war es ausgesprochen ruhig, wie die Polizei Oberbayern mitteilte. Die Deutsche Bahn hatte zu Pfingsten ihr Angebot an Fernzügen in die Urlaubsregionen in Südbayern wieder hochgefahren. Aus Nord- und Westdeutschland verkehrten wieder Züge Richtung Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden.

Bayern

31.05. 13:27

Umfrage zur Maskenpflicht

Ein Drittel der Deutschen will die Maskenpflicht in der Corona-Krise abschaffen oder zumindest lockern. 19 Prozent der Teilnehmer einer repräsentativen Online-Umfrage des Meinungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur plädierten für eine Abschaffung. Weitere 14 Prozent der 2056 Befragten sind für eine Lockerung.

Eine klare Mehrheit der Befragten sprach sich indes für die Maskenpflicht in der Corona-Krise aus. So sagten 49 Prozent, die Vorgabe solle in der jetzigen Form beibehalten werden. 13 Prozent sind für eine Ausweitung auf weitere Bereiche. In Ostdeutschland plädierten mehr Menschen für Lockerung oder Abschaffung als in Westdeutschland.

Deutschland

31.05. 13:14

Zwei weitere Neuinfektionen im Corona-Hotspot Sonneberg

Nach dem erneuten Corona-Ausbruch im thüringischen Kreis Sonneberg ist die Zahl der Neuinfektionen weiter leicht gestiegen. Das Landratsamt meldete am Sonntag zwei neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Damit stieg die Zahl der Infizierten in der Südthüringer Grenzregion zu Bayern auf 247.

In einer Seniorenresidenz in Ernstthal hatten sich 19 Bewohner und Pflegekräfte mit dem Coronavirus infiziert. Auch in einem ambulanten Pflegedienst und einem Kindergarten hatte sich jeweils eine Mitarbeiterin angesteckt. Wegen der neuen Fälle sprang die Sieben-Tage-Infektionsrate über die kritische Marke von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. Sie lag am Sonntag bei 70,2.

Das Landratsamt verzichtet aufgrund des sprunghaften Anstiegs von Neuinfektionen vorerst auf weitere Lockerungen und lässt die derzeitige Allgemeinverfügung weiter bestehen.

Deutschland

31.05. 12:54

Aktuelle Corona Zahlen der Johns-Hopkins-Universität

Mehr als sechs Millionen Menschen weltweit haben sich inzwischen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Gestorben sind demnach bisher knapp 

370 000 Menschen. Die meisten Infizierten und Todesfälle in der Corona-Pandemie verzeichneten zuletzt die USA.

WELT

31.05. 12:27

Tschechische Grenzen immer noch dicht

Auch wenn Tschechien seit Dienstag nur noch stichprobenartig an seinen Grenzen kontrolliert: Über Pfingsten zum Tanken oder Einkaufen ins Nachbarland fahren, ist nicht erlaubt. Darauf haben jetzt der Bezirk Oberpfalz und das Landratsamt Cham hingewiesen. Nach wie vor dürfen nur Personen mit triftigem Grund die Grenze passieren und sie müssen einen frischen, negativen Coronatest vorweisen. Auch Radler und Wanderer müssen sich gedulden, die Grüne Grenze mit ihren kleinen Übergängen ist ebenfalls noch geschlossen. Bei Verstößen drohen empfindliche Bußgelder.

Oberpfalz

31.05. 12:24

Grünen-Chef Habeck rechnet mit Krisenmanagement ab: Autorität der Kanzlerin auf "fast tragische Weise zerstört"

Grünen-Chef Robert Habeck wirft der Bundesregierung schwere Versäumnisse in der Corona-Politik vor und sieht die Autorität der Kanzlerin zerstört. "Auf fast tragische Weise haben einzelne Ministerpräsidenten ihre Autorität zerstört, weil sie vorgeprescht und ohne Abstimmung eigene Wege gegangen sind", sagte Habeck im Interview mit dem "Tagesspiegel" (Sonntagsausgabe). Es sei Angela Merkel "zuletzt nicht mehr gelungen, den Sinn der Entbehrungen und Einschränkungen zu erklären".

Die Bundesregierung habe ein Machtvakuum aufkommen lassen, viele Bundesländer hätten deshalb ihr Heil in eigenen Entscheidungen gesucht. "Dadurch wurde Vertrauen verspielt", kritisierte Habeck. Der Grünen-Chef warf der Regierung zudem vor, die Instrumente für eine zielgerichtete Bekämpfung des Virus zu lange nicht auf den Weg gebracht zu haben. "Auf die Corona-App, die für Ostern versprochen war, warten wir noch immer, noch immer ist nicht klar, wer wirklich für die Pandemiewirtschaft verantwortlich ist." Außerdem habe sie den Bürgern keine Perspektive aufgezeigt. "Dann hätte man nach einheitlichen Kriterien der regionalen Lage angepasst gemeinsam vorgehen können."

Habeck äußerte Zweifel daran, dass die Kanzlerin noch die Kraft für mutige Entscheidungen in der Klimapolitik aufbringen könne. Die Europäische Kommission habe gerade eine sehr gute Biodiversitätsstrategie vorgestellt, die Klima- und Artenschutz in der Landwirtschaft voranbringen würde. "Die Kanzlerin müsste das zu einem zentralen Ziel der deutschen Ratspräsidentschaft machen. Wir werben dafür, aber ich bezweifle, dass sie den Mut hat, sich gegen die Widerstände in den eigenen Reihen durchzusetzen", sagte Habeck. Dabei seien die Deutschen viel weiter, als Angela Merkels Partei denke.

Scharfe Kritik übte Habeck auch am Rettungspaket für die Lufthansa. "Neun Milliarden Euro sollen ausgegeben werden, ohne dass die Lufthansa verbindlich darlegen muss, wie der Ausstoß von Treibhausgasen verringert wird. Die deutschen Steuerzahler retten einen Konzern, der dem Gemeinwohl nichts zurückgibt", sagte er. Das sei "wirklich schlecht verhandelt". Frankreich habe es mit Air France besser gemacht.

Deutschland

31.05. 11:46

Masseninfektion in Göttingen

Nach einem Corona-Ausbruch im Zusammenhang mit mehreren Feiern in Göttingen befinden sich 160 Menschen in Quarantäne, darunter 57 Kinder und Jugendliche. Nach Angaben der Stadt sind - Stand gestern Abend - bislang 35 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Eine Person sei schwer erkrankt und befinde sich in stationärer Behandlung.
 

Deutschland

31.05. 11:06

Kardinal Marx ruft an Pfingsten zu respektvoller Kommunikation auf 

Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, hat an Pfingsten zu respektvoller Kommunikation aufgerufen - auch innerhalb der Kirche. In Krisen wie der Corona-Pandemie «hat die Kirche sicher nicht die Aufgabe, die Angst der Menschen zu vergrößern, Misstrauen zu säen, Spaltungen zu vertiefen», sagte er laut Redemanuskript am Sonntag in seiner Predigt im Liebfrauendom. Christen müssten auch in der hitziger werdenden Diskussion um den Umgang mit der Pandemie Vorbilder sein. 

Anfang Mai hatte ein umstrittenes Schreiben konservativer Bischöfe gegen die Corona-Maßnahmen Schlagzeilen gemacht, das auch der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller unterschrieben hatte. Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) verurteilte den Brief. 

Marx sagte, es gebe derzeit ein «Durcheinander von Meinungen und Positionen» und Diskussionen, «die an Schärfe zugenommen haben». Man bekomme den Eindruck, «dass viele gar nicht mehr zuhören und verstehen wollen, sondern nur noch ihre Behauptungen und Positionen laut in die gesellschaftliche Debatte werfen». 

Auch in der Kirche sei zu sehen, dass «ein wirkliches Verstehenwollen, ein Hören aufeinander, eine Bereitschaft, die verschiedenen Positionen und theologischen Meinungen miteinander ins Gespräch zu bringen, eher abnimmt», sagte der Kardinal. So würden immer wieder angebliche Wahrheiten behauptet, «aber es wird nicht gemeinsam um die Wahrheit gerungen».

Innerhalb der katholischen Kirche läuft derzeit ein umstrittener Reformprozess, der «Synodaler Weg» genannt wird und sich mit Themen wie dem Zölibat, der Rolle der Frau in der Kirche und der katholischen Sexualmoral befassen soll. Marx, der inzwischen als Reformer gilt, hatte den Prozess als DBK-Vorsitzender angestoßen. Sein Nachfolger im Amt, der Limburger Bischof Georg Bätzing, führt ihn jetzt fort. 

Gegenwind gibt es von konservativen Bischöfen wie dem Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki oder dem Regensburger Oberhirten Rudolf Voderholzer. Der schrieb kurz vor Pfingsten einen «Protestbrief» an das Präsidium des «Synodalen Weges» und sagte unlängst in einem Interview, der Reformprozess spiele in der Corona-Krise nur noch eine untergeordnete Rolle. Marx hatte die Bedeutung des Reformprozesses dagegen in seinem jüngsten Buch mit dem Titel «Freiheit» deutlich betont. 

Deutschland

31.05. 10:26

Corona-Demonstrationen in Bayern mit mäßiger Beteiligung

Es ist schon fast ein Ritual geworden. Wochenende für Wochenende werden Kundgebungen und Demonstrationen gegen die Einschränkung von Grundrechten im Zuge der Corona -Krise angemeldet. Inzwischen bröckelt jedoch die Beteiligung.

In vielen Städten Bayerns haben auch am Samstag Menschen gegen die ihrer Meinung nach zu strengen Corona-Maßnahmen demonstriert. Eine der größten Versammlungen fand in München statt, wo auf der Theresienwiese am Nachmittag unter dem Motto «Zusammenstehen für Freiheit, Grundrechte und Selbstbestimmung» laut Polizei rund 700 Menschen demonstrierten. Auf Plakaten hieß es «Grundgesetz wiederherstellen» und «Direkte Demokratie». Die Polizei war nach eigenen Angaben mit rund 800 Beamten im Einsatz.

Laut einer Polizeisprecherin war das Versammlungsgeschehen ruhig, auch die Abstandsgebote wurden eingehalten. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts durften an der Veranstaltung in der Landeshauptstadt höchstens 1000 Menschen teilnehmen. Die Richter hatten - wie schon in der Woche zuvor - einen Eilantrag des Veranstalters abgelehnt, der gefordert hatte, 10 000 Menschen zuzulassen. 

In Augsburg waren laut Polizei etwa 800 Personen auf den Plärrer gekommen, um ihren Protest gegen die Einschränkung von Grundrechten auszudrücken. Eine kleine Gruppe von Gegendemonstranten aus dem Antifa-Spektrum war ebenfalls vertreten. Das gesamte Versammlungsgeschehen verlief nach Angaben der Polizei störungsfrei. 

Im Stadtgebiet von Nürnberg waren gleich vier Protestveranstaltungen gegen die Corona -Beschränkungen angemeldet worden. Die größte der Versammlungen fand mit rund 400 Teilnehmern auf der Wöhrder Wiese statt. Sie verlief nach Polizeiangaben ebenso störungsfrei wie die beiden anderen Kundgebungen an der Meistersingerhalle und im Westpark. Für den Willy-Brandt-Platz war ebenfalls eine Kundgebung angemeldet worden. Dort erschien laut Polizei jedoch niemand. 

Insgesamt scheint in Zusammenhang mit den weiteren Lockerungen auch die Protestwelle gegen die Einschränkungen allmählich abzuflauen. Die bei Anmeldung der Veranstaltungen angekündigten Teilnehmerzahlen wurden vielerorts nicht erreicht. So kamen laut Polizei in Würzburg nur 150 Menschen zu einer Kundgebung, die für 600 Personen angemeldet war. In Marktheidenfeld waren es 120 Demonstranten statt der angekündigten 320. Immerhin erreichte die Kundgebung in Schweinfurt mit etwa 300 Personen die angekündigte Teilnehmerzahl. In Aschaffenburg, wo zu einer Spontan-Demo aufgerufen wurde, erschien laut Polizei niemand. 

Bayern

31.05. 09:46

Corona Warn-App noch im Juni

Bundesinnenminister Seehofer geht davon aus, dass die deutsche Corona-Warn-App etwa Mitte Juni zur Verfügung stehen wird - zeitgleich mit der angestrebten vollständigen Öffnung der Grenzen zu den europäischen Nachbarn. Es habe dazu ein "sehr, sehr gutes Gespräch" mit den Projektträgern SAP und Deutsche Telekom gegeben, sagte der CSU-Politiker. Seehofer betonte, es sei das Ziel, die Warn-App europaweit einsetzbar zu machen.

Deutschland

31.05. 08:57

Reise ins «Zirkusland» - bundesweit erster Zirkus-Drive-in

Ein großer Parkplatz in Mannheim wird am Sonntag (12.00 Uhr) nach Veranstalterangaben zum ersten Zirkus-Drive-in Deutschlands. Familien passieren in ihren Autos verschiedene Attraktionen mit Clowns, Jongleuren, Einradfahrern, Seiltänzern und Trapez-Künstlern. «Links und rechts von den Fahrzeugen wird es jede Menge Spaß und Staunen geben», sagte Tilo Bender, Geschäftsführer des Kinder- und Jugendzirkus Paletti, der das Fest mit dem Mannheimer Stadtmarketing ausrichtet. 

In Zeiten, in denen die Interessen von Familien wenig berücksichtigt würden, werde Eltern und Kindern ein schönes gemeinsames und kostenloses Erlebnis geboten, betonte Bender. Die Fahrt durch das «Zirkusland» dauert etwa 20 Minuten. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Am Abend gibt es Online-Workshops für Kinder, die Kunststücke ausprobieren wollen. 

Der Zirkus Paletti in Mannheim ist 23 Jahre alt und hat derzeit 500 Mitglieder. Trainer und Jugendliche aus dem Verein bestreiten das bunte Programm. 

Deutschland

31.05. 08:09

Kleiderkammern in Bayern öffnen wieder – steigende Nachfrage

Bayerns Kleiderkammern öffnen allmählich wieder ihre Türen: Nachdem viele Standorte aufgrund der Corona-Krise zwischenzeitlich schließen mussten, können Bedürftige nun wieder auf die karitativen Angebote zurückgreifen. Doch einige Einrichtungen bleiben nach wie vor geschlossen. Grund hierfür sind fehlende Ehrenamtliche, da viele der freiwilligen Helfer altersbedingt in die Risikogruppe für Covid-19 fallen, wie Tobias Utters von der Caritas Bayern erklärte. Der Bedarf an günstiger Kleidung steige in Bayern derweil. Zudem sei die Spendenbereitschaft gewachsen. 

Im Freistaat ist ein Rückgang der Nachfrage – anders als in anderen Bundesländern – auch laut Marion Losert, Leiterin des Sozialkaufhauses Augsburg nicht zu beobachten. In der Einrichtung, die neben Kleidung auch Möbel, Elektro- und Haushaltsgeräte verkauft, sei Kleidung «nach wie vor der Hauptposten».

Im Februar hatte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Sachsen bekanntgegeben, dass Kleiderkammern schließen mussten, weil diese nicht mehr finanzierbar waren. Hintergrund sei ein Rückgang an Nachfrage nach Kleidung gewesen, der zu sinkenden Einnahmen geführt habe. Auch in Berlin wurde von ähnlichen Entwicklungen berichtet.

«Einen Rückgang der Nachfrage sehen wir nicht. Im Gegenteil. Außerdem kommen viel mehr junge Leute in das Sozialkaufhaus», so Losert, deren Einrichtung auch Ende April wieder öffnen durfte. Auch in Augsburg verzeichne man eine steigende Spendenbereitschaft. 

Ob die Corona-Krise Auswirkungen auf die Verkaufszahlen der Kleiderkammern haben wird, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Man müsse dies noch abwarten, sagte Losert. Aktuelle Zahlen liegen auch der Caritas dem Sprecher zufolge noch nicht vor.

Bayern

30.05. 14:21

Diakonweihe in Corona-Zeiten

 

In Zeiten des Priestermangels bewegen sich die Zahlen der Anwärter seit Jahren auf konstant niedrigem Niveau. Gleich fünf junge Männer haben sich nun in München zu Diakonen weihen lassen, einer Vorstufe zum Priesteramt. Dafür wurden sogar Corona-Regeln ausgesetzt.

«Versprichst Du mir und meinen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam?», fragt Kardinal Reinhard Marx nacheinander die fünf jungen Männer, die einmal Priester werden wollen. «Ich verspreche es», sagen sie alle. Vorher haben sie auch schon gelobt, der Ehe abzuschwören, sich ihr Leben lang an den Zölibat zu halten - und das, obwohl sie erst zwischen 25 und 34 Jahren alt sind. «Hier bin ich», sagen sie, als sie sich ihrem Bischof zu Beginn der Zeremonie vorstellen. 

Der Erzbischof von München und Freising hat am Samstag im Münchner Liebfrauendom fünf junge Priesteranwärter zu Diakonen geweiht. Es ist eine eigentlich uralte Zeremonie - inklusive minutenlangen Liegens vor dem Altar. In diesem Jahr aber kommen einschneidende Änderungen dazu. Dabei ist noch die kleinste, dass die Weihe in diesem Jahr in München stattfindet und nicht - wie traditionell - auf dem Freisinger Domberg, wo einst schon ein gewisser Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., die Priesterweihe empfing. 

Nur wenige Menschen bekommen Einlass in den Liebfrauendom, alle tragen Masken, auch die Anwärter müssen zur Maske greifen, als sie vor ihren Bischof treten. Die Corona-Reglen für Gottesdienste gelten auch an diesem besonderen Tag - zumindest die meisten. «Lange haben wir gezögert, ob das möglich ist», sagt Marx zu Beginn des Gottesdienstes. Aber die Weihe der fünf jungen Männer sei ein «Zeichen, dass der Weg der Kirche weitergeht – auch unter widrigen Umständen».

Die Weihe zum Diakon ist die offizielle Erhebung in den Klerikerstand und damit ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum Priesteramt. Schon mit dieser Weihe versprechen die Männer beispielsweise, sich an den Zölibat zu halten und ihrem Bischof gegenüber gehorsam zu sein. 

Männer, die sich dazu bereiterklären, sind aber seit Jahren Mangelware. Die Zahl der neu geweihten Diakone in Bayern bewegt sich - wie auch die Zahl der Priesterweihen - auf konstant niedrigem Niveau. Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, dass bayernweit heuer mindestens 13 Diakone und 12 Priester geweiht werden. Nicht aus allen Bistümern lagen vollständige Angaben vor. Im Bistum Eichstätt beispielsweise gibt es in diesem Jahr aber gar keinen neuen Diakon - und damit im kommenden Jahr auch keinen neuen Priester. Die Weihe zum Priester folgt in der Regel ein Jahr nach der Diakonweihe. Eine «Absprungquote» gibt es nach Angabe der Bistümer in der Regel nicht. Wer Diakon wird, gehe im Grunde fast immer auch den nächsten Schritt. 

Für den entscheidenden Moment der Weihe am Samstag in München verzichtet Marx dann sogar kurzfristig auf die Corona-Abstandsregeln. Denn die Weihe funktioniert nach Angaben des Erzbischöflichen Ordinariats nur, wenn der Bischof den Kandidaten die Hand auflegt. «Da die Handauflegung unverzichtbar ist, um die Diakonenweihe gültig zu spenden, erfolgt sie auch in Zeiten der Coronakrise», teilt das Erzbistum mit. Vor jeder Handauflegung lässt Marx sich die Hände mit Desinfektionsmittel einsprühen. Und noch eine weitere Corona-Regel wird nicht eingehalten an diesem Tag: Der Gottesdienst dauert 88 Minuten - und damit 28 Minuten länger als in Corona-Zeiten eigentlich erlaubt. 

Dieses Jahr müsse die Feier für die neuen Diakone zwar etwas kleiner ausfallen, sagt Marx. Aber: «Nächstes Jahr bei der Priesterweihe können wir dann richtig auf die Pauke hauen.»


 

Bayern

30.05. 13:40

Komplettunterricht nach den Sommerferien gefordert

Bundesbildungsministerin Karliczek fordert ein volles Unterrichtsprogramm an allen Schulen nach den Sommerferien. Notfalls müssten Container als zusätzliche Klassenräume aufgestellt werden, sagte sie der Rheinischen Post. Laut Karliczek müsse der Schulbetrieb mit einer Mischung aus Präsenz- und Digitalunterricht laufen. Sie befürchtet sonst eine Verschlimmerung der Chancenungleichheiten im Schulsystem

Deutschland

30.05. 13:10

Studie: Sterberisiko nach Operationen bei Corona-Infizierten erhöht

 Eine Coronavirus-Infektion erhöht einer internationalen Studie zufolge das Sterberisiko von Patienten nach einer Operation. Vor planbaren Eingriffen sollte deshalb eine Infektion mit Sars-CoV-2 möglichst ausgeschlossen werden. Die Ergebnisse wurden von dem Forschungsnetzwerk CovidSurg Collaborative im Fachmagazin «The Lancet» veröffentlicht. Beteiligt war auch das Universitätsklinikum Tübingen, das in einer Mitteilung über die Untersuchung informierte.

Demnach haben die Forscher Daten von 1128 Patienten aus 235 Krankenhäusern in 24 Ländern untersucht. Das waren vor allem Krankenhäuser in Europa, aber auch in Afrika, Asien und Nordamerika. Mit dem Coronavirus Infizierte haben der Studie zufolge wesentlich schlechtere postoperative Ergebnisse als Patienten ohne die Infektion. Insgesamt betrug die Mortalität - also die Sterblichkeit - während der ersten 30 Tage nach der Operation 23,8 Prozent. Die Mortalität der Covid-19-Patienten war der Studie zufolge in allen Untergruppen erhöht, etwa bei Notfalleingriffen, bei kleineren OPs oder bei geplanten - elektiven - Eingriffen.

«Normalerweise erwarten wir, dass die Sterblichkeitsrate von Patienten, die sich elektiven Operation unterziehen, unter einem Prozent liegt», sagt der Tübinger Mitautor der Studie, Alfred Königsrainer, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie laut Mitteilung. «Diese Studie zeigt nun aber, dass die Sterblichkeitsrate bei Patienten, die mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert sind, selbst bei Routineoperationen ganz wesentlich erhöht ist.» Sie betrug in dieser Gruppe den Angaben zufolge fast 19 Prozent.

Ob sich diese Daten auch auf deutsche Krankenhäuser übertragen lassen, solle nun weiter untersucht werden. Zu den Risikofaktoren für die postoperative Mortalität zählen neben Alter und Geschlecht auch vorbestehende schwere Erkrankungen, wie etwa Krebs, große Eingriffe und Notfalloperationen.

Das Forschungsnetzwerk CovidSurg Collaborative untersucht den Angaben zufolge, wie sich die Coronavirus-Pandemie auf die chirurgische Versorgung auswirkt. Am Netzwerk sind viele Tausend Chirurgen und Forscher aus mehr als 120 Ländern beteiligt.

WELT

30.05. 13:07

Ansturm auf Ausflugsziele bisher ausgeblieben

Der vielerorts erwartete Ansturm auf die Ausflugsziele in Südbayern ist am Samstag zunächst ausgeblieben. So war es am ersten Tag der Pfingstferien auf den Straßen ausgesprochen ruhig, wie die Polizei Oberbayern auf Anfrage mitteilte. «Mich wundert das auch», sagte ein Sprecher, es sei vor allem auf den Autobahnen bisher sehr wenig los. Lediglich am Grenzübergang nach Salzburg gebe es etwas Rückstau bei der Ausreise. 

Allgemein wird für diese Wochenende jedoch erwartet, dass die Menschen nach den wochenlangen Beschränkungen durch die Corona-Krise wieder zu den Ausflugszielen in die Berge und an die Seen strömen werden, zumal auch die Wetteraussichten gut sind. 

Seit Samstag dürfen Hotels und andere Beherbergungsbetriebe auch wieder touristische Übernachtungen anbieten, ebenso nehmen die Seenschifffahrt und die Seilbahnen ihren Betrieb wieder auf. Angesichts der erwarteten Park- und Verkehrsprobleme in den Erholungsgebieten mahnte die Polizei, sich an die Regeln zu halten. 

Bayern

30.05. 12:21

Patientenschützer kritisieren den Umgang mit Pflegeheimbewohnern in der Corona-Krise

Der Chef der "Stiftung Patientenschutz, Brysch sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", auch nach der Aufhebung der Besuchsverbote habe sich für die Betroffenen wenig geändert. Selbst spontane Besuche von Angehörigen oder kurze Spaziergänge seien nicht möglich. Das führe zu Isolation und Einsamkeit. Er forderte Bundesregierung auf, praktikable Öffnungskonzepte zu erarbeiten.

Deutschland

30.05. 12:19

Kein Strafverfahren gegen Kretschmer wegen fehlender Maske  

Das Strafverfahren gegen Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wegen Verstoßes gegen die Schutzregeln bei einer Corona-Demonstration in Dresden ist abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft sieht darin eher eine Ordnungswidrigkeit und hat die Sache an die Landeshauptstadt abgegeben. «Eine Straftat war nicht erkennbar», sagte ein Sprecher am Samstag auf Anfrage. Nach einem Bericht der «Dresdner Neuesten Nachrichten» (Samstag) muss die kommunale Behörde nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren prüfen und ob 150 Euro Bußgeld für den Regierungschef verhängt werden.  

Kretschmer hatte am 17. Mai im Großen Garten mit Demonstranten bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen diskutiert und dabei keinen Mundschutz getragen. Schon vor Ort hatte er erklärt, dass er eine Mund-Nase-Bedeckung normalerweise nutze, bei dieser Gelegenheit aber darauf verzichte, weil die Demonstranten einen solchen Mundschutz ablehnten. Zudem hatten Anwesende ihn in einem Pulk umringt, obwohl er mehrfach auf den Mindestabstand hinwies. Ein Anwesender hatte dann Strafanzeige gegen Kretschmer wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz gestellt.  

 

Deutschland

30.05. 11:07

Mit dem Auto zur Striptease-Show

Ein Strip-Drive-in hat in Landshut zahlreiche Schaulustige angelockt. In einem Zelt in einem Gewerbegebiet tanzten und räkelten sich leicht bekleidete Frauen und Männer zu Discomusik, während die Besucher vom Auto aus zusahen. Jeweils 20 Minuten lang dauerte eine Show, dann kamen die nächsten Fahrzeuge an die Reihe. Ausgedacht hatte sich die Aktion am Freitagabend ein Landshuter Bordellbetreiber. Zu vorgerückter Stunde legte Nacktmodell und DJane Micaela Schäfer Musik auf.

Die Zuschauer kamen längst nicht nur aus Landshut, sondern aus ganz Ostbayern und auch aus München. Bereitwillig stellten sie sich in die Warteschlange vor dem Zelt, um sich dann von ein bisschen Nachtclub-Atmosphäre unterhalten zu lassen.

Niederbayern

30.05. 09:07

Bayern-Profis verzichten bis Saisonende auf Teil des Gehalts

Die Profis von Fußball-Rekordmeister FC Bayern akzeptieren in Zeiten der Corona-Pandemie auch weiterhin Gehaltseinbußen. Das erklärte Präsident Herbert Hainer in der «Bild»-Zeitung (Samstag-Ausgabe). «Es ist sehr erfreulich, dass unsere Mannschaft vollstes Verständnis für die Situation hat und bis zum Saisonende weiter auf Gehalt verzichten wird», sagte der 65-Jährige. Bisher war ein Gehaltsverzicht der Münchner für den April in Höhe von 20 Prozent bekannt.

Wann diese Saison für den Bundesliga-Spitzenreiter endet, ist derzeit noch nicht klar. Die Liga soll am 27. Juni abgeschlossen werden. Sollten die Bayern das DFB-Pokalfinale erreichen, müssten sie dort am 4. Juli in Berlin antreten. In der Champions League steht das Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea noch aus, das Endspiel dürfte voraussichtlich erst Ende August stattfinden, weil zuvor die anderen nationalen Ligen beendet werden sollen.

Bayern

30.05. 07:54

Die Lufthansa-Rettung ist einen weiteren Schritt vorangekommen: 

Der Vorstandhat die Wettbewerbs-Auflagen der EU-Kommission für die milliardenschweren Staatshilfen akzeptiert. Der Kompromiss sieht vor, dass die Airline an den Flughäfen Frankfurt und München insgesamt 24 Start- und Landerechte abgibt.Diese Slots sollen in einem Bieterverfahren an europäische Fluggesellschaften vergeben werden, die selbst keine Corona-Hilfen bekommen. Der Lufthansa-Aufsichtsrat und die Aktionäre müssen noch zustimmen.
 

Deutschland

30.05. 07:52

Donna Leon schreibt Brunetti-Krimi wegen Corona um

Donna Leon hat den 30. Fall ihres Ermittlers Brunetti wegen der Corona-Krise umgeschrieben. "Brunetti schreckt darin vor einem Bahnhof voller Touristen zurück. 2021 wird das nicht mehr stimmig sein", sagte die Autorin der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Also habe ich eine Erinnerung daraus gemacht: Jetzt meidet er den Bahnhof, weil alle Touristen verschwunden sind und ihn das so sehr befremdet."

Was für die Leser eine kleine Geste bleibt, ist für Leon ein Einschnitt: "In meinen Büchern gibt bis heute kein einziges Detail über den Zeitpunkt der Handlung Aufschluss, es gibt keinerlei Bezüge zu politischen, ökologischen oder historischen Ereignissen. Brunetti lebt in einer zeitlosen Blase", sagte sie. "Aber die Covid-Zäsur ist so gewaltig, dass man sie nicht ignorieren kann." Der 30. Brunetti-Krimi ist für das kommende Jahr geplant; aktuell ist mit "Geheime Quellen" gerade Band 29 der Reihe erschienen.

Einen reinen Corona-Krimi plant Donna Leon nicht. Sie selbst habe den Lockdown nicht in Italien, sondern in der Schweiz erlebt und sei froh darüber, sagte sie: "Ich bin 77 Jahre alt und möchte in keinem Land sein, in dem Menschen meines Alters so hohen Risiken ausgesetzt sind." Für einen Corona-Krimi aus Venedig fehle ihr nun allerdings die Anschauung: "Es käme mir unaufrichtig vor zu beschreiben, was ich gar nicht erlebt habe."

Die Pandemie hält die Schriftstellerin bei allem Entsetzen auch für eine Chance, wobei sie fürchtet, dass Italien diese nicht nutzen werde: "Venedig war vor dem Massentourismus eine blühende Stadt. Es gab Künstler und Kunsthandwerker. Es gab Galerien und Läden, die hochwertige Kleidung aus örtlichen Betrieben verkauft haben. Venedig könnte jetzt seine Monokultur überwinden", sagte Leon. "Ich glaube nur nicht, dass es passieren wird. Die Stadtverwaltung wird den Massentourismus wieder mit offenen Armen empfangen. Die Politiker sind süchtig danach. Ihnen fehlt die Fantasie, um die Chance für einen radikalen Umbruch wahrzunehmen. Dabei sieht man gerade jetzt, wie gefährlich es ist, alles auf eine einzige Karte zu setzen. Man kann alles verlieren."

WELT

30.05. 07:50

Kinos und Theater dürfen inBaden-Württemberg wieder Vorführungen zeigen - offene Fragen

Vom 1. Juni an dürfen Kinos und Theater in Baden-Württemberg unter Auflagen wieder Vorführungen anbieten - dabei sind jedoch noch einige Fragen offen. «Ich hätte mir klarere Regeln gewünscht», sagt Gallion Anastassiades vom Kino CineParC in Ravensburg. So sei beispielsweise nicht genau definiert, ob die begrenzte Personenanzahl von 100 Menschen pro Vorstellungsreihe oder pro Tag gelte. Zudem sei noch gar nicht ganz klar, welche Filme er in den Vorführungen zeigen könne. Neue Filme gebe es derzeit kaum, da wegen der coronabedingten Schließungen viele Filmstarts verschoben werden mussten. Zudem warteten viele Verleiher noch ab, da es in den Bundesländern unterschiedliche Regelungen zum Start in den Kinos gebe. «Geplant haben wir, dass wir am 4. Juni wieder anfangen, dann noch mit älteren Filmen.»

In Baden-Württemberg sind ab dem 1. Juni wieder öffentliche Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen für weniger als 100 Menschen erlaubt. Voraussetzung dafür ist, dass die Hygiene- und Abstandsvorgaben wegen des Coronavirus eingehalten werden. Das habe das grün-schwarze Kabinett beschlossen, hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart gesagt. Von der Lockerung profitierten neben den Kinos vor allem auch Theater.

Deutschland

30.05. 07:48

Wieder Demowochenende in Regensburg

In der Regensburger Innenstadt wollen an diesem Wochenende wieder verschiedene Gruppen und Organisationen demonstrieren. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und den geltenden Einschränkungen sind insgesamt sieben Kundgebungen angemeldet, die meisten heute am Samstag. Orte sind der Domplatz, der Neupfarrplatz und der Kohlenmarkt. Die Polizei wird alle Kundgebungen begleiten, aus der Erfahrung der Vergangenheit rechnet sie eher nicht mit Zwischenfällen.

 

Regensburg Stadt

30.05. 06:59

Zahlreiche Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen erwartet

In vielen bayerischen Städten wollen Menschen am Wochenende erneut gegen die ihrer Meinung nach zu strengen Corona-Maßnahmen auf die Straßen gehen. Allein für den Samstag seien mehr als 50 Versammlungen angemeldet worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag in München. Für das gesamte verlängerte Wochenende seien knapp 70 Versammlungen geplant, unter anderem in Würzburg, Augsburg, Kempten und Ingolstadt.

Mit 1500 angemeldeten Personen wird eine der größten Kundgebungen in Nürnberg vor der Meistersingerhalle erwartet. Auch in München soll unter dem Motto «Zusammenstehen für Freiheit, Grundrechte und Selbstbestimmung» eine große Kundgebung auf der Theresienwiese stattfinden. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts dürfen dort am Samstag weiterhin höchstens 1000 Menschen teilnehmen. Die Richter lehnten einen Eilantrag des Veranstalters ab, der gefordert hatte, 10 000 Menschen zu der Demonstration zuzulassen.

Das Gericht bestätigte damit eine Entscheidung der Landeshauptstadt (LHM). «Das Gericht teilt weiterhin die Bedenken der LHM, dass der Veranstalter nicht die aufgrund der Bayerischen Infektionsschutzverordnung bestehenden Kontaktbeschränkungen einhalten kann», hieß es in der Mitteilung.

Am vergangenen Wochenende gingen wegen eines Unwetters deutlich weniger Demonstranten gegen die Corona-Beschränkungen auf die Straße als erwartet. Einige Kundgebungen mussten abgesagt werden. 

Bayern

29.05. 19:01

Grenzöffnungen für Urlauber rücken näher

Immer mehr Länder in Europa öffnen ihre Grenzen wieder für Touristen. Dänemark und Griechenland wollen deutsche Urlauber ab dem 15. Juni wieder einreisen lassen. Dänemark lockert seine Bestimmungen vorerst nur für deutsche Touristen und Urlauber aus Norwegen und Island. Griechenland erlaubt Feriengästen aus 29 Ländern wieder die Einreise. Das Land ist bislang kaum von der Corona Pandemie betroffen. 

WELT

29.05. 18:49

Österreich will Maskenpflicht lockern

Österreich ist bislang vergleichsweise glimpflich durch die Corona Krise gekommen. Weil die Infektionszahlen weiter niedrig sind, lockert das Land die Maskenpflicht weitgehend. Am 15. Juni falle die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit größtenteils, gab Bundeskanzler Kurz bekannt. Masken sollen dann nur noch dort getragen werden, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. 

WELT

29.05. 18:13

Eine Neuinfizierung im Landkreis Straubing-Bogen

Am Freitag wurde im Landkreis Straubing-Bogen eine Neuinfizierung (Vortag: 2) mit dem Coronavirus gemeldet. Der Gesamtstand an Infizierten seit dem Beginn der Pandemie im Landkreis liegt damit bei 492 (Stand 29. Mai, 17.30 Uhr).

Die Sieben-Tages-Inzidenz bezogen auf 100.000 Einwohner liegt mit Stand Freitag, 29. Mai, 10 Uhr, bei 6,95.

Zudem sinkt weiterhin die Zahl der aktuell Infizierten. Im Landkreis wurden bisher (Stand 28. Mai) 336 Personen offiziell wieder aus der Quarantäne entlassen und gelten damit als genesen. Die Anzahl der aktuell Infizierten liegt damit bei 127, womit diese Zahl weiterhin deutlich niedriger ist als die Zahl der Genesenen. Eine genaue Datenerhebung über Genesene ist vom Robert-Koch-Institut aber nicht vorgesehen, so dass die Gesamtzahl der Genesenen auch höher sein kann. Verstorben sind bisher 29 Personen aus dem Landkreis.

In den Landkreis-Krankenhäusern befinden sich derzeit 14 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung, zwei davon intensiv-medizinisch (Stand 29.05., 9:00 Uhr).

Niederbayern

29.05. 17:53

Bayern muss Sperrstunde verkürzen

Wirte in Bayern dürfen ihre Gäste ab sofort länger draußen bedienen und verpflegen - bis 22 Uhr. Bisher war um 20 Uhr Schluss. Eigentlich sollten die Öffnungszeiten erst kommenden Dienstag verlängert werden. Eine Eilentscheidung des Augsburger Verwaltungsgerichts hatte die Staatsregierung aber nun zum Handeln gezwungen. Die Richter hatten einem Wirt stattgegeben, der sich gegen die unterschiedlichen Sperrstunden für drinnen und draußen gewehrt hatte. 

Bayern

29.05. 17:25

Ein neuer Corona-Fall im Landkreis Schwandorf

Die Tagesmeldung vom heutigen Freitag gleicht der von gestern: Es gibt auch heute eine neue Infektion, die in keinem Zusammenhang mit Gemeinschaftsunterkünften steht. Die Bilanz sieht zu Beginn des Pfingstwochenendes damit so aus:

bestätigte Infektionen:             506

statistisch wieder genesen:   435

Fall noch aktiv:                          53

Tote:                                          18

Das Durchschnittsalter aller Fälle liegt bei 49 Jahren, es sind mehr Frauen als Männer betroffen.

Schwandorf

29.05. 16:29

Aktuellen Corona-Zahlen aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach

Fälle: 495 (+1), davon Todesfälle: 47

Wie zu Beginn der Woche angekündigt ist dies (vorerst) die letzte Übermittlung der Corona-Zahlen aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach. Die aktuellen Zahlen können Sie ab morgen entweder der Homepage des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit oder der Internetseite des Robert Koch-Instituts entnehmen.

Oberpfalz

29.05. 16:06

Update zur Corona-Pandemie im Landkreis Cham

Im Landkreis Cham ist keine weitere Neuinfektion bestätigt worden, die Gesamtzahl der positiv auf den Coronavirus getesteten und bestätigten Fälle liegt deshalb zum Stand 29.05.2020, 12 Uhr, weiterhin bei 429. Die Zahl der als genesen aus der Quarantäne entlassenen bestätigten Fälle hat sich um einen auf 391 erhöht.  Derzeit ist kein Patient in stationärer Behandlung.  Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nach den Berechnungen des LGL 2,35.

Cham

29.05. 15:54

Aigner mahnt Ausflügler - «Diese Ferien fordern uns alle heraus»

Die Präsidentin des bayerischen Landtags, Ilse Aigner (CSU), sieht ehrenamtliche Helfer in diesen Pfingtsferien vor besonderen Herausforderungen. Die Corona-Pandemie sei ein zusätzliches Risiko für die Retter, sagte Aigner, die am Freitag die Wasserwacht in Münsing am Starnberger See und das Bergwacht-Zentrum in Bad Tölz besuchte. Umso mehr mahnte sie Ausflügler zur Vorsicht.  «Helfen wir alle, damit ehrenamtliche Retter nicht an ihre Grenzen stoßen.» Pandemiebedingt heißt es: Urlaub im eigenen Land. Alle seien in der Verantwortung: «Wir wollen kein zweites Ischgl werden.» Denn an Badeseen und auf den Bergen dürfte es so voll werden wie selten. 

Kämen Retter bei einem Einsatz mit dem Virus in Kontakt, müssten sie in zweiwöchige Quarantäne - das reiße Lücken in Dienst- und Einsatzpläne. «Wir sollten also immer daran denken, was auch durch unbeabsichtigte Leichtfertigkeit ausgelöst werden kann.» 

Aigner rief dazu auf, nicht nur nach Oberbayern und ins Allgäu zu drängen. Es gebe andere lohnende Ferienziele. «Wir haben doch jetzt die Chance, ganz Bayern zu erkunden. Das fränkische Wein- oder Seenland, den Spessart, die Oberpfalz, den Bayerischen Wald, das Altmühltal oder die Romantische Straße – um nur einige Ziele zu nennen. Wir müssen ja nicht alle gleichzeitig auf denselben Berg kraxeln oder in denselben See springen.»

Bayern

29.05. 15:33

Neue Inspirationen für den Urlaub zuhause

Unter dem Titel „Ferienregion Regensburger Land – Stadt-Land-Fluss-Urlaub rund um die UNESCO-Welterbestadt Regensburg“ zeigt das neue Ferien- und Freizeitmagazin des Landkreises Regensburg in stimmungsvollen Bildern die schönen und oft noch unentdeckten Seiten des Landkreises. Er ist nicht nur als Wegbegleiter für einen „Urlaub zuhause“ bestens geeignet, sondern bietet den Landkreisbürgerinnen und –bürgern mit seinem gut strukturierten Gastgeberteil darüber hinaus Unterstützung für Gäste oder Freunde an, die in der Region Urlaub machen wollen.  

Das Ferienmagazin kann über den Prospektshop unter www.landkreis-regensburg.de/freizeit-tourismus kostenlos bestellt oder als Katalog eingesehen werden. Weitere Infos unter Telefon 0941 4009-495 oder E-Mail  tourismus@lra-regensburg.de

 
 

Regensburg Land

29.05. 15:06

Konzert für die Grenzöffnung in Neualbenreuth und Daberg

Der Grenzübergang Neualbenreuth/Mýtina wird an diesem Samstag nicht trennen, sondern verbinden! Um 14 Uhr treffen sich hier Deutsche und Tschechen, die sich inzwischen seit schon mehr als neun Wochen nicht mehr besuchen können. Verwandte, Freunde und Nachbarn picknicken zusammen, quatschen, lachen und hören sich das Konzert der Band Harry Mähren auch Cheb (Eger) an.

Der Grenzübergang ist einer von insgesamt 18 Orten entlang der deutsch-tschechischen Grenze, an denen sich legal Bürger auf beiden Seiten der Staatsgrenze treffen. Die Treffen werden von der internationalen Bürgerinitiative „Samstage für Nachbarschaft“ initiiert, die auf Facebook mehr als 1.500 Unterstützer aus Deutschland, Tschechien, Österreich und Polen zählt.

An den bayerisch-böhmischen Grenze finden insgesamt sechs Treffen gleichzeitig statt: am Länderdreieck Bayern-Sachsen-Böhmen, und an den kleinen Grenzübergängen Hohenberg an der Eger/Libá (LKR Wunsiedel), Neualbenreuth/Mýtina (LKR Tirschenreuth), Waldmünchen/Lísková, Hofberg/Fleky und Daberg/Spálenec (LKR Cham).

Die Treffen finden auf Grenzwegen, Wiesen oder an kleinen Grenzübergängen statt. Ziel ist es, darauf aufmerksam zu machen, dass trotz der teilweisen Öffnung der Grenzübergänge und Beendigung der Kontrollen an der Grenze insbesondere die grüne Grenze gänzlich geschlossen bleibt. Dort gibt es nur wenige offizielle Grenzübergänge, größtenteils besteht diese sogenannte grüne Grenze lediglich aus Grenzsteinen, die eine Staatsgrenze markieren, deren Überschreitung derzeit verboten ist. Die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie haben nicht nur viele Wanderwege jäh abgeschnitten, sondern auch Familien- und Freundschaftsbeziehungen zerrissen.
 

Oberpfalz

29.05. 14:41

Corona-Update aus dem Landkreis Regen

Mittlerweile gelten nur noch 16 Personen als akut an COVID-19 erkrankt.

Derzeit sind drei Covid-19-Patienten in den Arberlandkliniken in Behandlung.

171 Personen gelten als bereits genesen und wurden aus der Quarantäne entlassen.

Niederbayern

29.05. 14:16

Blutspende in Bayern: Jetzt nur nicht nachlassen

Die Aufkommenssituation im Rahmen der Blutspende ist derzeit bundesweit von starken, regionalen Unterschieden geprägt. Während bedingt durch den raschen Anstieg der aus den Kliniken gemeldeten Bedarfe in einigen Teilen der Republik akute Knappheit an Blutkonserven herrscht, ist die Lage in Bayern am unteren Rand stabil.

Die Versorgung mit überlebenswichtigen Blutpräparaten ist aktuell gesichert. Darüber sind wir als Blutspendedienst sowie viele Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern sehr froh und dankbar. Gleichzeitig darf diese Momentaufnahme mit Blick auf die bevorstehende Sommerzeit und weiteren Lockerungen der Corona-Auflagen kein falsches Signal sein. Vor allem vor dem Hintergrund ansteigender Bedarfe aus den Klinken, welche die Ferienzeit nutzen, um Corona-bedingt verschobene Operationen nun nachzuholen. 

Aufgrund der begrenzten Haltbarkeiten von Blutpräparaten ist und bleibt ein kontinuierliches Engagement der Menschen im Freistaat unabdingbar. Jetzt nur nicht nachlassen lautet daher die Devise, um weiterhin sicher durch die anstehenden Sommermonate zu gelangen. 

Da die Situation noch immer sehr dynamisch ist, müssen wir äußerst flexibel reagieren - mitunter kommt es sehr kurzfristig zu Terminlokaländerungen oder -verschiebungen. 

Aus diesem Grund verweisen wir hinsichtlich der angebotenen Termine auf unsere Homepage oder auf die kostenfreie Hotline.

Es wird empfohlen, kurz vor dem Blutspendetermin nochmals auf www.blutspendedienst.com/termine oder kostenfrei unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.
 

 

Bayern

29.05. 14:00

An der Grenze wird weiterhin kontrolliert: Grenzübertritt nach Tschechien nur mit Berechtigung möglich

Presseinformation des Bezirks Oberpfalz zur aktuellen Situation an der tschechischen Grenze: Auch nach der Wiedereröffnung der Straßen- und Eisenbahnübergänge am vergangenen Dienstag befinden sich weiterhin Kontrollposten an der bayerisch-tschechischen Grenze. Die tschechische Polizei und das Militär nehmen stichprobenartig Kontrollen bei der Einreise in die Tschechische Republik vor. Aus gegebenem Anlass wird daher vor den Feiertagen nochmals darauf hingewiesen, dass der Grenzübertritt nur aus berechtigtem Grund, z.B. aus beruflichen oder familiären Gründen, und mit den entsprechenden Nachweisen, insbesondere einem negativen Testnachweis auf Corona, erfolgen kann. Touristische Fahrten und Tank- oder Einkaufsfahrten sind weiterhin nicht möglich. Auch Wanderer und Radsportler müssen sich noch gedulden, da die Nebenübergänge vorläufig geschlossen bleiben. Wer trotzdem den Übertritt an der grünen Grenze wagt oder die Kontrollen umgeht, muss mit empfindlichen Strafen der tschechischen Behörden rechnen. Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler bittet daher, auch mit Rücksichtnahme auf die tschechische Seite, die geltenden Regelungen zu beachten, um mögliche Schwierigkeiten zu vermeiden. Angesichts der positiven Entwicklung der Corona-Zahlen und der stabilen Situation in den tschechischen Grenzkreisen, in denen es in den vergangenen Tagen kaum noch Neuinfektionen gab, rechnet er jedoch damit, dass es bald zu weiteren Lockerungen kommt. Aktuell gelten die Grenzkontrollen noch bis zum 13. Juni 2020.    

Cham

29.05. 13:43

Kommt Freibetrag für Homeoffice-Arbeiter ?

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Bundesverband Lohnsteuerhilfe fordern in der Corona Krise einen Steuerbonus für die Arbeit im Home Office. Beschäftigte, die von zu Hause aus arbeiteten, müssten zum Beispiel zusätzlich Kosten für Energie und Telekommunikation schultern. Der DGB und der Bundesverband schlagen jetzt einen Freibetrag in der Steuererklärung von 50 Euro im Monat vor. 

Deutschland

29.05. 13:16

Diagnosekapazitäten für Coronavirus-Fälle in Bayern werden ausgebaut

Der Freistaat unterstützt die bayerischen Krankenhäuser in der Diagnostik von Coronavirus-Erkrankungen. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml am Freitag in Schweinfurt hingewiesen. Beim gemeinsamen Besuch des Leopoldina-Krankenhauses mit Staatssekretär Gerhard Eck betonte Huml: "Zur Unterstützung der bayerischen Krankenhäuser in der Corona-Pandemie haben wir insgesamt 34 Computertomografen beschafft, die gezielt für die Erkennung und Behandlung von Coronavirus-Patienten genutzt werden können. 

Die Ministerin unterstrich: "Nicht alle Krankenhäuser verfügen über ein eigenes CT-Gerät. Häufig ist das vorhandene CT-Gerät auch bereits im regulären Betrieb ausgelastet. Mit der Beschaffung eines weiteren Geräts können wie hier in Schweinfurt Patientenströme getrennt werden. Covid-19-Patienten werden nun separat von anderen Notfällen wie etwa Schlaganfallpatienten oder Unfallopfern diagnostiziert. Das verringert das Infektionsrisiko und darüberhinaus auch Wartezeiten, sodass allen Patienten schneller geholfen werden kann."

Die Zuteilung der CT-Geräte erfolgt flächendeckend in Bayern überall dort, wo zum Zweck der Covid-19-Diagnostik ein dringender Bedarf an einem (zusätzlichen) CT-Gerät besteht. 

Bayern

29.05. 12:40

Virologen zuversichtlich: Zweite Corona-Welle kann vermieden werden

Die Virologen scheinen sich einig: Eine zweite große Corona-Welle kann leicht verhindert werden. Der Bonner Wissenschaftler Hendrik Streeck sieht einen entscheidenden Schlüssel dafür im Verbot von Großveranstaltungen. Diese zu unterbinden scheint am ehesten etwas gebracht zu haben, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Auch der Virologe Christian Drosten zeigte sich im Spiegel zuversichtlich, dass wir einem zweiten Shutdown entgehen können.

Deutschland

29.05. 11:57

Neue Coronavirus-Infektionen im Landkreis Neumarkt bestätigt 

Im Landkreis Neumarkt sind zehn Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Weiter wurden drei Personen als genesen gemeldet.

Aktuell sind damit 22 mit dem Coronavirus infizierte Personen bestätigt. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Neumarkt liegt bei 397.

Neumarkt

29.05. 11:33

Bonner Virologe glaubt nicht an baldigen Impfstoff

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck glaubt nicht, dass es in absehbarer Zeit einen wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus geben wird. Gegen HIV seien schon über 500 Impfstoffe konstruiert worden, funktioniert habe keiner, sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Alle Vorhersagen, wann es einen Impfstoff geben werde, seien unseriös. Grundsätzlich hält er das Virus aber für gut beherrschbar. Er glaube nicht, dass es eine zweite Welle geben werde.

Deutschland

29.05. 10:57

Außergewöhnliches Dankeschön für medizinische Personal in Tokio

Ein ganz besonderes Dankeschön hat das medizinische Personal in Tokio für seinen Einsatz in der Corona-Pandemie bekommen: Eine kleine Showeinlage der Kunstflugstaffel der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte. Bei wolkenlosem Himmel und strahlender Sonne donnerten die Flieger hoch über den Dächern der Hauptstadt und hinterließ lange weiße Kondensstreifen.

WELT

29.05. 10:46

Außergewöhnlich viele freie Wohnheimplätze für Studenten

Ein Platz in einem Wohnheim ist für Studenten meist mit Wartezeiten verbunden - wegen der Corona-Pandemie sind dieses Sommersemester in einigen bayerischen Städten aber noch Zimmer frei. In Deggendorf, Landshut, Passau, Regensburg und Straubing hätten Studenten eine «außergewöhnlich gute Chance», einen der öffentlich geförderten Wohnplätze zu erhalten, teilte das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz am Freitag mit. Grund für die vielen freien Zimmer ist den Angaben nach, dass in Folge der Corona-Krise viele internationale Studenten vorzeitig in ihr Heimatland zurückgekehrt sind oder wegen der Reisebeschränkungen nicht zum Studium nach Deutschland einreisen konnten. Ausnahmsweise vermietet das Studentenwerk die Plätze bis zum Beginn des Wintersemesters im Oktober auch an Schüler und Auszubildende. Dem Studentenwerk zufolge werden die Mieteinnahmen für den Bau von rund 650 neuen Wohnplätzen für Studierende in Niederbayern und der Oberpfalz benötigt.

Bayern

29.05. 10:15

Landratsamt Kelheim warnt: Vorsicht vor Betrügern – Personen weisen sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes aus

In Abensberg und vermutlich auch in anderen Gemeinden des Landkreises Kelheim sollen angeblich „Mitarbeiter des Gesundheitsamtes“ Einzelhandelsgeschäfte und Lokale „ohne Mund-Nasenschutz“ betreten und sich umschauen. Nach Verlassen des Geschäftes würden diese Mitarbeiter erneut auftreten und die Inhaber zurechtweisen, dass Personen ohne Masken im Geschäft bzw. Lokalität sich aufgehalten haben und nun ein Bußgeld fällig wäre. Das Landratsamt Kelheim und die Polizeidienststellen in Kelheim und Mainburg weisen darauf hin, dass derartige Kontrollen von Amtes wegen nicht stattfinden. Es handelt sich hier um Personen, die in betrügerischer Absicht unterwegs sind. Bitte verlangen Sie bei diesen Personen einen Dienstausweis. Kontaktieren Sie bitte bei etwaigen Vorkommnissen die Polizei (09441/5042-0 oder in dringenden Fällen die 110) und zahlen Sie keinerlei von Ihnen eingeforderte Bußgelder.

 

 

Kelheim

29.05. 09:43

Universitätsklinikum Regensburg bedankt sich für großartige Unterstützung in der Coronavirus-Pandemie

Die Situation in den vergangenen Monaten war nicht leicht, und sie wird noch lange nachwirken. Bei allen Herausforderungen hat die Coronavirus-Pandemie aber auch gezeigt, dass Solidarität und Hilfe starke Begleiter dieser Krise sind. Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) erfuhr von Beginn an enorme Unterstützung aus der Region und dankt hierfür herzlich.

Schul- und Geschäftsschließungen, Ausgangsbeschränkungen, Besuchersperre – während das öffentliche Leben mit Beginn der Coronavirus-Pandemie binnen kurzer Zeit beinahe völlig zum Erliegen kam, war es am UKR umgekehrt. Hier mussten rasch Beratungs- und Testmöglichkeiten für Menschen mit Verdacht auf SARS-Cov-2-Infektion geschaffen, Intensiv-Kapazit